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Das in der Galileosendung beschriebene Buch "Bunker, Basen und Relikte" gibt es Hier

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Aktion Lindwurm
Alt 15.01.2010, 00:01   #11 (permalink)
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Na ja, es geht die Anekdote dass einer (oder mehrere?) der US-LKWs defekte Bremsen hatte....
Ich muss mal schauen, ob ich den Artikel finde.
Aber was soll's, ich hatte auch mit Murmeln zu schaffen, so schnell gehen die nicht kaputt, auch wenn sie aus grösserer Höhe auf den Boden fallen.
Wir wollen es zumindest hoffen.
Aber das Risiko muss man eingehen, wenn man solche Dinger lagert - und sie auch irgendwann abtransportiert.
No risk no fun - oder?
Gruss, Alex
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Alt 15.01.2010, 03:34   #12 (permalink)
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Die Murmeln sollten immerhin von Haubitzen verschossen werden....
Da treten gewaltige Kräfte auf.

uraken
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Alt 15.01.2010, 10:38   #13 (permalink)
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Moin zusammen,

so wie es aussieht, war die " Operation Lindwurm " eines der größten und Sicherheitsrelevanten Mun-Transporte zur Rückführung von C-Waffen, nach deren Stationierung in Deutschland. Nach Sichtung der vorhandenen Zeitungsberichte, ist alles mögliche, in den Vorlauf des Transportes mit Übungstechnischen Sofortmaßnahmen, bei evtl. Störungen geprobt worden um einen reibungslosen Verlauf zu gewährleisten. Trotzdem habe ich einen kleinen geschockten Beigeschmack, nach einer Aussage eines ehemaligen Vorgesetzten, würde es solche Waffen nicht in Deutschland geben und auch nicht eingesetzt werden, weil C-Waffen wegen der Genfer Konvention geächtet sind. Das doch C-Waffen bei uns Stationiert waren, habe ich erst durch unser Forum erfahren. Immerhin hat die ca.617Km lange Wegstrecke per Schiene auch das Ruhrgebiet gestreift, nicht aus zu Denken, wenn ein nicht vorher sehbares Ereignis eintreten wäre. Trotz defekter Bremsanlage eines Truck (?), ist ja Gott sei Dank, alles gut gegangen.

Gruß

Horner ( Beagle )
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Alt 15.01.2010, 11:44   #14 (permalink)
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Zitat:
Zitat von Horner Beitrag anzeigen
Moin zusammen,

so wie es aussieht, war die " Operation Lindwurm " eines der größten und Sicherheitsrelevanten Mun-Transporte zur Rückführung von C-Waffen, nach deren Stationierung in Deutschland. Nach Sichtung der vorhandenen Zeitungsberichte, ist alles mögliche, in den Vorlauf des Transportes mit Übungstechnischen Sofortmaßnahmen, bei evtl. Störungen geprobt worden um einen reibungslosen Verlauf zu gewährleisten. Das doch C-Waffen bei uns Stationiert waren, habe ich erst durch unser Forum erfahren. Immerhin hat die ca.617Km lange Wegstrecke per Schiene auch das Ruhrgebiet gestreift, nicht aus zu Denken, wenn ein nicht vorher sehbares Ereignis eintreten wäre. Trotz defekter Bremsanlage eines Truck (?), ist ja Gott sei Dank, alles gut gegangen.

Gruß

Horner ( Beagle )
Hallo,

die "Operation Golden Python" sowie "Operation Steelbox" wie die Aktion Lindwurm von offizieller Seite genannt wurde, war in der Tat der größte Munitionstransport von chemischen Waffen in Deutschland, der öffentlich bekannt war.

Von der offiziellen Seite wurde auch erst 1990 bekannt gegeben, das die C-Waffen in Clausen lagerten, und nicht wie von den Friedensaktivisten angenommen, in Fischbach gelagert wurden.

Allerdings weiß man bis heute noch nicht wie lange die C-Waffen von Clausen bereits in Deutschland gelagert wurden - welche natürlich auch über die Straße anrollten oder sogar per Hubschrauber transportiert wurden - ohne die Sicherheitsvorkehrung von Lindwurm.

Von offizieller Seite wurde 1991 in den Zeitungen veröffentlicht, das es neben Clausen noch ein zweites Depot gab, wo C-Waffen gelagert wurden - Gerbach.
Das dortige Depot ist auch besser als Kriegsfeld bzw. North Point bekannt.

Es ist durchaus möglich, das die C-Waffen in den 60er-Jahren zunächst in Kriegsfeld lagerten und dann eventuell in den 70er-Jahren nach Clausen verbracht wurden.

Bereits in den 70er-Jahren gab es in Clausen eine MP-Einheit sowie eine EOD-Ordnance-Einheit, was für ein normales Munitionsdepot sehr komisch ist.
Anfang der 80er wurde das Depot dann nach LRSP umgebaut, wärend dieser Zeit ist es denkbar, das die C-Waffen zur Zwischenlagerung in ein anderes Sonderwaffenlager verbracht wurden.
In der nähe des Sonderwaffenlager Clausen gab es noch ein konventioneller Prestock Point, bei Leimen am Rehberg.
Es kann auch sein, das dieses Depot als Zwischenlager diente, da die dortige Liegenschaft Besonderheiten gegenüber baugleichen Depots hat:

-Zaunbeleuchtung, wie auch bei Sonderwaffenlagern
-relativ große Wachbaracken

Zitat:
Trotzdem habe ich einen kleinen geschockten Beigeschmack, nach einer Aussage eines ehemaligen Vorgesetzten, würde es solche Waffen nicht in Deutschland geben und auch nicht eingesetzt werden, weil C-Waffen wegen der Genfer Konvention geächtet sind.
Die Bundeswehr wusste ja nichtmals darüber bescheid, was in Ihren mehr oder weniger eigenen Sonderwaffenlagern genau lagerte - auch wenn man es sich meist denken konnte.
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Aktion Lindwurm
Alt 15.01.2010, 12:49   #15 (permalink)
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Zitat:
Zitat von Firefighter Beitrag anzeigen
Die Bundeswehr wusste ja nichtmals darüber bescheid, was in Ihren mehr oder weniger eigenen Sonderwaffenlagern genau lagerte - auch wenn man es sich meist denken konnte.
Korrekt.

Das entspricht genau meiner Erfahrung aus der SAS-Zeit.
Aber noch krasser: Die Anwohner im Ort wussten nicht einmal etwas von der Existenz eines Sonderwaffenlagers.

So dürfte es nicht schwer sein, die Bestückung eines SAS zu verschleiern.

Ich habe zumindest nie gesehen, was die Hubschrauber, oftmals Nachts, brachten oder holten.

Gruss, Alex
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Alt 15.01.2010, 21:27   #16 (permalink)
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Vielleicht noch ein Beitrag zur allgemeinen Verwirrung:
wenn es die Amis in den 60er Jahren schafften, die C-Waffen quasi in der Aktentasche nach Deutschland zu bringen - was hätte sie davon abhalten sollen, es vor dem "Lindwurm" genauso zu machen?
Anders gesagt: die Dinger kamen ohne jedes öffentliches Aufsehen ins Land.
Vielleicht sind sie ja auch auf ähnliche Weise wieder verschwunden?
Und der Lindwurm war nur eine große Medien- und Volksberuhigungsshow??
Nur mal so ins Blaue gedacht...
Denn: auch bei den heutigen Castor-Transporten wird so manche Show abgezogen - und so mancher vermummte Gewalt-Depp damit ausgetrickst...
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Alt 16.01.2010, 00:02   #17 (permalink)
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Zitat:
Zitat von rubeck1 Beitrag anzeigen
Vielleicht noch ein Beitrag zur allgemeinen Verwirrung:
wenn es die Amis in den 60er Jahren schafften, die C-Waffen quasi in der Aktentasche nach Deutschland zu bringen - was hätte sie davon abhalten sollen, es vor dem "Lindwurm" genauso zu machen?
Anders gesagt: die Dinger kamen ohne jedes öffentliches Aufsehen ins Land.
Vielleicht sind sie ja auch auf ähnliche Weise wieder verschwunden?
Und der Lindwurm war nur eine große Medien- und Volksberuhigungsshow??
Nur mal so ins Blaue gedacht...
Denn: auch bei den heutigen Castor-Transporten wird so manche Show abgezogen - und so mancher vermummte Gewalt-Depp damit ausgetrickst...
Mit dem Gedanke bist du nicht der einzige...

Es hatte ja irgendwo auch seinen Grund das man von offizieller Seite erst in den 90ern mit der Wahrheit rausrückte, das in Fischbach garkeine C-Waffen gelagert wurden - somit hat man sich den Stress mit den Friedensaktivisten in Clausen gespart.

Von dem Abtransport sämtlicher Atomwaffen der US Army in Europa mit der "Operation Silent Echo" im Herbst 1991 wusste die Öffentlichkeit auch nicht wirklich bescheit.
Das einzige was man damals vielleicht bemerkte, war der zunehmende Flugverkehr in der Nähe von Sonderwaffenlagern.

Andererseits kann ich mir aber nicht vorstellen, das man für den Lindwurm so einen Aufwand betrieben hätte.
Sicherlich wollte man den Abtransport medienwirksam abwickeln, aber welche Vorteile hätte die US Army davon gehabt, wenn man nur normale Artilleriegranaten transportiert hätte?
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Alt 16.01.2010, 01:46   #18 (permalink)
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Mit der Volksberuhigungsshow kommt mir noch ein andere Gedanke in den Sinn. Nähmlich, der östlichen Hemisphäre zu zeigen, das sich in dieser Sache etwas tut und sie dadurch ruhig gestimmt wurde, um vieleicht evtl. vergleichbare Abrüstungspläne zu vereinbaren. Vieles was wir nicht wussten und erst später erfahren haben, wurde hinter einen seidenen Vorhang durch geführt. Denn, wenn sich alles mit den öffentlichen Wissen abgespielt hätte, kann man sich wohl kaum vorstellen, was für ein demonstratieves Chaos zu dieser Zeit geherrscht hätte.

Gruß

Horner ( Beagle )
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Alt 16.01.2010, 02:16   #19 (permalink)
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Die Aussage war (sie auch den gestohlen US OPPLAN) chemische Waffen nur als Vergeltung für einen chemischen Angriff der anderen Seite einzusetzen.

Also so in der Hoffnung das beide Seiten sich nicht auf diesen Weg einlassen würden - wie im 2. Weltkrieg. Da lagen auch riesige Mengen bereit und wurden nie eingesetzt.

Als ich 84 in einer M110 Einheit (5/41 Regensburg) war wussten wir das es chemische Granaten für diese Waffe gab. Das war aber auch alles.
Von den Nukes wusste man das diese in Hemau waren.
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Aktion Lindwurm
Alt 16.01.2010, 11:21   #20 (permalink)
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Zitat:
Zitat von Firefighter Beitrag anzeigen
Mit dem Gedanke bist du nicht der einzige...

Es hatte ja irgendwo auch seinen Grund das man von offizieller Seite erst in den 90ern mit der Wahrheit rausrückte, das in Fischbach garkeine C-Waffen gelagert wurden - somit hat man sich den Stress mit den Friedensaktivisten in Clausen gespart.

Von dem Abtransport sämtlicher Atomwaffen der US Army in Europa mit der "Operation Silent Echo" im Herbst 1991 wusste die Öffentlichkeit auch nicht wirklich bescheit.
Das einzige was man damals vielleicht bemerkte, war der zunehmende Flugverkehr in der Nähe von Sonderwaffenlagern.

Andererseits kann ich mir aber nicht vorstellen, das man für den Lindwurm so einen Aufwand betrieben hätte.
Sicherlich wollte man den Abtransport medienwirksam abwickeln, aber welche Vorteile hätte die US Army davon gehabt, wenn man nur normale Artilleriegranaten transportiert hätte?
Ich denke auch, dass hier ein Abtransport echter Waffen stattfand.
Dass er öffentlich gemacht wurde oder wie Firefighter richtig bemerkt "medienwirksam" war, war nicht mehr als die Kehrseite der bisherigen Politik der Verschleierung.

Es war letztlich niemandem ausser einem kleinen inneren Zirkel wirklich bekannt, was wo lagerte, wie lange, wo es hinging, zurückkam, abgezogen oder erneuert wurde.

Diese Politik der permanenten Versunsicherung entspricht der "Logik" des kalten Kriegs.

Gruss, Alex
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