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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Münchweiler Radio Relay Site (US)



spoon27
01.09.2009, 22:17
Hier mal ein paar pics von der Radaranlage in Ruppertsweiler die zur Ruf 1 und Ruf 2 gehörte,diese Anlage diente als Radar und zum Empfang von Afn europe für die hier Stationierten Nato Soldaten.

Gruss M

Firefighter
01.09.2009, 22:31
Hierbei handelt es sich um die Radio Relay Site Münchweiler bzw. Ruppertsweiler auf dem Arius/Bismarkstein.

Mit Radar hatte die Anlage allerdings nichts zu tun. Der Parabolspiegel empfang das Fernsehprogramm von AFN über Satellit und sendete dann das Signal wieder terrestrisch über die VHF/UHF-Antennen aus - wie ein Fernsehumsetzer.

Der eigentliche Zweck der Einrichtung war die Richtfunkanbindung des HQ AIRNORTH bzw. früher SWHQ CENTAG / 4ATAF an das Richtfunknetz der USAF sowie das AutoFü der Bundeswehr. Eine weitere Richtfunkstellung befand sich auf dem Mühlenberg bei Leimen/Pfalz, hier gab es auch Anschaltkästen für mobile Fernmeldeeinheiten.

Die KW-Anbindung der Ruppertsweiler Underground Facility wurde über die Comm Site Breitenbach im Landkreis Kusel sowie der Comm Site Hundsbach auf dem Hunsrück bei Bad Sobernheim abgewickelt.

spoon27
01.09.2009, 22:38
ich bin sehr dankbar über jede info

Firefighter
01.09.2009, 22:59
Hier noch ein paar Bilder vom Bismarkstein und vom Mühlenberg

matrix
03.09.2009, 01:22
Mittlerweile stehen "zivile" Antennen auf dem Mast. O2 betreibt hier einen Sender, der Ruppertsweiler mit dem GSM Netz versorgt. Weitere Bilder unter:
Landkreis Südwestpfalz (http://freenet-homepage.de/senderlistesaar/suedwestpfalz.html)

Anbei noch ein paar Bilder. Bild 1 zeigt die Gebäude direkt unter dem Masten neben dem Haupteingang. Im ersten "verbunkerten" Gebäude war wohl die Technik untergebracht. Dieser Gebäudetyp ist auch auf anderen Relais Sites zu finden. Bild 2,3 + 5 zeigen das Innere, bzw. Details des Gebäudes. Bild 4 eine Barracke am Nebeneingang.

Der Parabolspiegel ist ebenfalls auf Bild 1 zu sehen. Dieser Typ war z.B. auch in Fischbach am öffentlich-rechtlichen Fernsehumstzer montiert, da von dort auch AFN ausgestrahlt wurde. Dieser Spiegel wurde in den 90ern demontiert und heute befinden sich dort ebenfalls nur noch GSM Sender. Im Dahner Camp2 stand meiner Erinnerung nach auch die gleiche "Schüssel", sogar sichtbar von der Strasse aus.

dipl-ing
03.09.2009, 09:07
bei der RUF handelt es sich nicht um ein Sonderwaffendepot.
Eigentlich ist dieses Thema in der falschen Rubrik eingeordnet.
:D

spoon27
03.09.2009, 12:02
Dann schau mal im Militarisierungs Atlas unter Ruppertsweiler nach!!!!


gruss M

:):):):)

Dragoner
03.09.2009, 12:52
Dann schau mal im Militarisierungs Atlas unter Ruppertsweiler nach!!!!

Abgesehen davon, dass der Militarisierungsatlas eine unverlässliche Quelle ist und es zu den Einrichtungen der US-Streitkräfte inzwischen weit bessere Unterlagen gibt (u.a. jede Menge Standortschließungslisten - und Firefighter :D): Die Ruppertsweiler Ammunition Area 65 war ein Komplex aus einem guten Dutzend Munitionslagerhäusern. Die RUF (Ruppertsweiler Underground Facility) hingegen beherbergte das JPWQ CENTAG/4ATAF.

Mulon
03.09.2009, 13:03
Ob dieses besagte Lager hier mal war...?


Ruppertsweiler - Google Maps (http://maps.google.de/maps?f=q&source=s_q&hl=de&geocode=&q=Ruppertsweiler&sll=49.984055,7.523468&sspn=0.006236,0.013797&ie=UTF8&ll=49.178085,7.681804&spn=0.01268,0.027595&t=h&z=15) :)

Firefighter
03.09.2009, 13:24
Ob dieses besagte Lager hier mal war...?


Ruppertsweiler - Google Maps (http://maps.google.de/maps?f=q&source=s_q&hl=de&geocode=&q=Ruppertsweiler&sll=49.984055,7.523468&sspn=0.006236,0.013797&ie=UTF8&ll=49.178085,7.681804&spn=0.01268,0.027595&t=h&z=15) :)

Nah drann :)

In der Mitte befand sich die Lemberg Ammo Area, Prestock Point 64.

Die Ruppertsweiler Ammo Area befand sich am Schiffelskopf, etwas weiter nordöstlich:

Ruppertsweiler - Google Maps (http://maps.google.de/maps?f=q&source=s_q&hl=de&geocode=&q=Ruppertsweiler&sll=49.984055,7.523468&sspn=0.006236,0.013797&ie=UTF8&t=h&ll=49.184326,7.702188&spn=0.009902,0.01929&z=16&iwloc=A)

@spoon27

Wie Dragoner bereits sagte, glaub dem Militarisierungsatlas nicht all zu viel, nahezu alle Detailinfos zu unserem Landkreis sind falsch.
Wenn du irgendwas wissen willst frag lieber hier nach oder quäl die Suchfunktion bei usarmygermany.com, da findest auch viele (korrekte) Informationen.

dipl-ing
03.09.2009, 19:34
also definitiv kein SAS, gell :)

rubeck1
03.09.2009, 22:06
static war headquarters central army group (centag - Heeresgruppe Mitte)/4th allied tactical air fleet (4. ataf - vierte alliierte taktische luftflotte); später nur noch aircent (NATO-Luftstreitkräfte Europa Mitte).
Nie und nimmer und zu keiner Zeit SAS oder irgendein sonstiges Depot! Zu NATO-Zeiten immer ein ortsfestes Kriegshauptquartier.
Ich habe die Anlage vor Jahren noch im aktiven Zustand besichtigt, auch den RUF 2-Teil mit seinen 6 bis 9 m hohen Kavernen im Rohbau und den 750 m langen Verkehrsstollen vom Fresstal nach Ruppertsweiler.
Das, liebe Freunde, wäre ein Museum geworden!! Allein die beiden Führungsräume für Heer und Luftwaffe waren schon ein bisschen Platzangst wert.
Aber: alles wurde ausgeräumt, rückgebaut (da ist es wieder, das böse r-Wort!), versiegelt und verschüttet.
Letzte Woche war ich mal dort. Da kommen einem die Tränen, wenn man weiß, wie das mal war...
Aber: wer eine NATO-Kehrmaschine haben will - die steht immer noch mitten in der Bunkerzufahrt!

Firefighter
03.09.2009, 22:54
RI war allerdings bestimmt nicht gleich Anfang der 50er in Nutzung durch die NATO. Daher kann es gut sein, das RI zuvor als Lager genutzt wurde - wie nahezu alle anderen Stollen.

Aber Sonderwaffenlager? Naja...

rubeck1
04.09.2009, 22:46
R I soll ja noch aus Wehrmachtszeiten stammen und gerüchteweise im WW II als unterirdische Produktionsstätte genutzt worden sein (wobei die Gerüchte von der V 2 bis zu UBooten reichen); ich denke, es war entweder ein Divisionsgefechtsstand im Westwall oder ein Lazarett...

matrix
24.09.2009, 11:46
Hier mal noch ein Bild aus der "Lemberg Ammo Area, Prestock Point 64" wie sie heute (April 2009) aussieht. Alles schön platt gemacht und übererdet...

Der Höhe dieses "Grabhügels" nach, müssen hier Bunker gestanden haben, wie in der "Ruppertsweiler Ammo Area", ein paar Meter weiter. MLH's wie in Dahn oder kleinere Hallen scheinen es demnach nicht gewesen zu sein. Weis man hier genaueres oder gibt es noch Bilder vor der Zerstörung?

rtown relichunter
10.12.2012, 15:04
lieber spoon 27
von welchem jahr sind denn diese bilder ?
ich wohne in ruppertsweiler und die häuser am sogenannten ,,Funkturm,, wurden vorkurzen alle abgerissen . Leider :(
auf eine antwort würde ich mich sehr freuen .

Siegfried-Kremer
16.01.2013, 15:32
Hier noch ein paar Bilder vom Bismarkstein und vom Mühlenberg

Dachte immer man spricht hier von der Anlage auf dem Langerkopf ?

rubeck1
16.01.2013, 15:41
Dachte immer man spricht hier von der Anlage auf dem Langerkopf ?

Langerkopf ist nix Bismarckstein oder Mühlenberg!
Also: die Anlage auf dem Langerkopf ist neben den beiden anderen die dritte.
Der Turm am Mühlenberg liegt im Gelände des ehmaligen Bw-Depots an der Straße von Leimen Richtung Johanniskreuz noch v o r dem Langerkopf, so etwa im Bereich der Zufahrt zum Hermersbergerhof/Luitpoldturm.

Siegfried-Kremer
16.01.2013, 15:52
Richtfunkturm auf dem Mühlenberg ? vielleicht hier ?

matrix
16.01.2013, 17:34
Hier eine kleine Auflistung um etwas Klarheit zu den drei Standorten zu schaffen:

Leimen "Christeleck" (aka "Mühlenberg"): (http://maps.google.de/maps?q=49.282676,+7.814782&num=1&t=h&vpsrc=0&hl=en&ie=UTF8&z=18&iwloc=A
)

Langerkopf (http://maps.google.de/maps?q=49.299977,+7.843133&num=1&t=h&vpsrc=0&hl=en&ie=UTF8&z=18&iwloc=A)

Ruppertsweiler "Bismarckstein" (aka "Tiger") (http://maps.google.de/maps?q=49.201287,+7.677180&num=1&t=h&vpsrc=0&hl=en&ie=UTF8&z=17&iwloc=A)

Bilder aller drei Anlagen findet man hier:

SenderlisteSaar (http://vu2060.admin.s88.ds-siegen.de//suedwestpfalz.html)

(einfach in der Seite nach "Christeleck" / "Langerkopf" / "Bismarckstein" suchen)

Siegfried-Kremer
16.01.2013, 18:36
@ Matrix. Vielen Dank, jetzt ist aber einiges klarer. War nur auf dem Langerkopf, hätte ich auch gleich den Masten Mühlenberg auf Christeleck mitmachen können. Aber ich komme ja bestimmt wieder mal in diese Ecke. Gruß Siegfried

Siegfried-Kremer
16.01.2013, 19:47
Gehört dann dies auch dazu ?

Firefighter
16.01.2013, 21:06
Hallo,

die Anlage von deiner KMZ ist die Richtfunkanlage die hier im Beitrag behandelt wird.

Siegfried-Kremer
16.01.2013, 21:24
Also ist dies dann die Richtfunkanlage Bismarkstein, aka "Tiger" ?

Wolfsrudel89
16.01.2013, 22:10
Ja genau das ist sie!;)

Siegfried-Kremer
16.01.2013, 22:56
Hier eine kleine Auflistung um etwas Klarheit zu den drei Standorten zu schaffen:

Leimen "Christeleck" (aka "Mühlenberg"): (http://maps.google.de/maps?q=49.282676,+7.814782&num=1&t=h&vpsrc=0&hl=en&ie=UTF8&z=18&iwloc=A
)

Langerkopf (http://maps.google.de/maps?q=49.299977,+7.843133&num=1&t=h&vpsrc=0&hl=en&ie=UTF8&z=18&iwloc=A)

Ruppertsweiler "Bismarckstein" (aka "Tiger") (http://maps.google.de/maps?q=49.201287,+7.677180&num=1&t=h&vpsrc=0&hl=en&ie=UTF8&z=17&iwloc=A)

Bilder aller drei Anlagen findet man hier:

SenderlisteSaar (http://vu2060.admin.s88.ds-siegen.de//suedwestpfalz.html)

(einfach in der Seite nach "Christeleck" / "Langerkopf" / "Bismarckstein" suchen)

Matrix nennt aber eine ganz andere Position von Bismarkstein genannt "Tiger" ????

matrix
16.01.2013, 23:19
@Siegfried-Kremer:

Wenn Du denn genannten Link anklickst, dann siehst Du einen grünen Pfeil, genau dort ist die ehemalige Radio Relay Site auf dem "Bismarckstein", Callsign war lt. usarmygermany.com (http://www.usarmygermany.com/Units/Signal/USAREUR_97thSigBn.htm) wohl "Tiger 20". Heute sind auf dem Turm nur noch Mobilfunk Antennen für das O2 Netz montiert.
Die Karte (http://www.usarmygermany.com/Units/HqUSAREUR/CENTAG%20Chart%205.htm) hilft vielleicht auch weiter, darin wird die RRL als "Centag Signal Operations Site A" bezeichnet.
Leider zeigt Google auch die nächstgelegen Adresse in Ruppertsweiler als Punkt "B" an, warum auch immer. Diese Adresse ist bedeutungslos und deren Angabe war nicht beabsichtigt... Aber "by the way" direkt dahinter am Waldrand war ein Seiteneingang der Ruppertsweiler Underground Facility.

Siegfried-Kremer
16.01.2013, 23:57
Alles klar @ Matrix. Habe jetzt auch den grünen Pfeil gesehen. Ja warum Google da noch eine ander Position zeigt war irreführend. Deckt sich alles mit wolfsrudel89 und firefighter. Bestens alles klar und sicher für mich ein Besuch wert. Vielen Dank nochmals für Deine ausführlichen Infos. Wenn ich mal helfen kann mache ich das natürlich auch gerne. Ja den Seiteneingang habe ich schon als Bildpunkt in GE gesehen von "mannheim", den ich persönlich kenne. Echt schade, daß die einfach alles zugeschüttet haben. "Sealed" heißt wahrscheinlich "versiegelt". Kenne da einen song, der heißt "sealed with a kiss" also das ganze besiegelt mit einem Kuss". Na ja "by the way" wie Du so schön formulierst. Gruß Siegfried

Keilerdackel
21.01.2013, 00:39
Aber: alles wurde ausgeräumt, rückgebaut (da ist es wieder, das böse r-Wort!), versiegelt und verschüttet.
Letzte Woche war ich mal dort. Da kommen einem die Tränen, wenn man weiß, wie das mal war...
Aber: wer eine NATO-Kehrmaschine haben will - die steht immer noch mitten in der Bunkerzufahrt!


Aus einem Bericht im Internet konnte ich erfahren, dass alle Eingänge mit Betonplomben versiegelt wurden und der Zugang nicht mehr möglich ist. Bilder die den Abbruch der Eingangsgebäude zeigen, wurden in diesem Bericht ebenfalls gezeigt.

Ist das so richtig? In einemanderen Artikel war zu lesen, dass ein IT-Unternehmen den Bunker übernehmen möchte um dort ein hochsicherheits Rechenzentrum zu bauen und zu betreiben.

Waren das die Pläne vor der endgültigen Versiegelung der Eingänge oder wurden die Eingänge hierführ wieder geöffnet?

Wurde das Rechenzentrum verwiklicht oder blieb es bei der Planung? Im Internet ist nichts konkretes darüber zu finden!

Wolfsrudel89
21.01.2013, 08:17
Ja das ist so absolut richtig!

Die Eingänge(oder bisher mindestens einer) wurden hierfür wieder geöffnet.

Bisher ist noch Planungsphase, da der erste versuch durch interne Querelen der Führungsspitzen gescheitert ist.
Durch einen neuen Vorstand soll dies aber nun mit Realistischen Zielsetzungen verwirklicht werden.
Wann genau der Baubeginn ist, steht alldings meines Wissens noch nicht genau fest.

Mit freundlichem Gruß
Manuel

Siegfried-Kremer
21.01.2013, 12:13
@ Manuel. Vielleicht könnte man dann ja mit Erlaubnis der neuen Betreiber die Stollen noch besichtigen ? Wäre denkbar ?

Siegfried-Kremer
21.01.2013, 13:12
Hier habe ich was in der Rheinpfalz gefunden

http://donar.messe.de/exhibitor/cebit/2012/D628515/presseartikel-ich-will-deutschland-voran-bringe-ger-183375.pdf

Siegfried-Kremer
21.01.2013, 13:43
Scheint doch nichts zu werden mit dem Rechenzentrum. Firma ist in der Insolvenz, schade:

http://www.rhein-zeitung.de/startseite_artikel,-Datenzentrum-in-frueherem-Nato-Bunker-Betreiber-in-Insolvenz-_arid,489047.html

rubeck1
21.01.2013, 14:46
Scheint doch nichts zu werden mit dem Rechenzentrum. Firma ist in der Insolvenz, schade:

http://www.rhein-zeitung.de/startseite_artikel,-Datenzentrum-in-frueherem-Nato-Bunker-Betreiber-in-Insolvenz-_arid,489047.html

...ist etwas veraltet, diese Information: in der Zwischenzeit hat sich schon wieder einiges getan. Der ursprüngliche Unternehmer ist raus aus dem Geschäft, dafür macht jetzt ein anderer in Pirmasens und Umgebung nicht unbekannter Architekt und Investor die große Welle.
Allerdings ist auch da außer Ankündigungen noch nicht viel konkretes sichtbar geworden.
Am Arius ist alles im wahrsten Wortsinn zugedeckt; nur wer sich ein wenig auskennt und zu lange an der richtigen Stelle steht, kann dann mal einen Sicherheitsdienst antreffen, der dort Streife zu fahren scheint...
Das Hohlgang- und Kavernensystem zu besichtigen, bevor es zum high-tech-Rechenzentrum oder zu einer gigantischen unterirdischen Luftblase wird (was ich immer noch vermute),
hätte schon einen gewissen Charme. Ich kenne die Anlage noch aus ihrer aktiven Zeit; vor allem der Bauteil R II, der ja nie fertig wurde, ist absolut beeindruckend.
Hätten wir die erforderlichen "Kleinbeträge" in der Portokasse, würden wir natürlich sofort zuschlagen und Führungen, Events und dergleichen organisieren.
Aber wie schon an anderer Stelle gesagt: hätte meine Oma vier Räder gehabt, wäre sie vielleicht der Stadtbus gewesen...

Siegfried-Kremer
21.01.2013, 19:49
@ rubeck1. Wenn Du den Architekten kennst, könnte man Ihn ja mal anschreiben, daß wir als Zeitzeugen den jetzigen Zustand noch einmal fotografisch festhalten wollen. Man müsste eine Gemeinschaft organisieren - denke da haben schon einige Leutchen Interesse - und wenn der Architekt für das Aufschließen und für seinen Zeitbedarf von ca. 2 Stunden einen Obulus haben möchte, könnten wir zusammenlegen. Die Organisation könnte man ja hier über die Community realisieren. Was denkst Du ? - Gruß Siegfried

Firefighter
21.01.2013, 21:21
@ rubeck1. Wenn Du den Architekten kennst, könnte man Ihn ja mal anschreiben, daß wir als Zeitzeugen den jetzigen Zustand noch einmal fotografisch festhalten wollen. Man müsste eine Gemeinschaft organisieren - denke da haben schon einige Leutchen Interesse - und wenn der Architekt für das Aufschließen und für seinen Zeitbedarf von ca. 2 Stunden einen Obulus haben möchte, könnten wir zusammenlegen. Die Organisation könnte man ja hier über die Community realisieren. Was denkst Du ? - Gruß Siegfried

Hallo,

aktuell ist die Stollenanlage komplett versiegelt und ohne Bagger nicht zu öffnen. Eine Besichtigung würde nur funktionieren, wenn das Bauprojekt wirklich vollzogen wird. Falls aus dem Projekt nichts wird dann wird wohl alles im aktuellen Zustand bleiben.

Siegfried-Kremer
21.01.2013, 21:31
danke @ firefighter. Ich dachte irgendwo gelesen zu haben, daß eine Tür eingebaut worden wäre, aber dem ist scheinbar nicht so. Sowieso seltsam, daß man die beiden Eingänge einfach mit Erde versiegelt hat. Aber Behörden ???. Na dann wird in naher Zukunft eine Besichtigung wohl eher nicht stattfinden.

rubeck1
23.01.2013, 15:01
Das mit der Tür war mal. Aber da im Pfälzer Wald grundsätzlich alle alleinstehenden Türen aufgebrochen werden, wurde sie wieder entfernt und das ihr nachfolgende Loch versiegelt und verschüttet. Im Ergebnis so, wie es firefigther beschreibt.
Wir bleiben aber trotzdem wachsam, wer weiß wie das mal alles werden wird...

Siegfried-Kremer
23.01.2013, 15:22
Danke @ rubeck1 für die Info. Na bei meinem nächsten Pirmasens Besuch ( will dort mal das alte Fehrbacher Tunnel durchschreiten und Clausen aufsuchen ) werde ich bestimmt einen Abstecher nach Ruppertsweiler machen. Liegt ja auf dem Weg.

Wolfsrudel89
13.05.2013, 20:19
Hallo Leute! Ich war letzte Woche nochmal auf dem großen Arius.
Es steht lediglich noch der Sendeturm der von einem Mobilfunkanbieter genutzt wird, der Rest ist
ALLES(Inklusive Betongebäude) dem Erdboden gleichgemacht, sprich vollständig Rückgebaut.
Wahrscheinlich dauert es nun nichtmehr lange bis es mit der Arius Kaserne so weit ist?!

Gruß Manuel

Firefighter
14.05.2013, 14:40
Hallo,

die Gebäude auf dem Gr. Arius sind schon seit mehreren Monaten zurückgebaut, wenn ichs richtig im Kopf hab seit Herbst 2011.
Damals wurde das komplette Gelände mit Bauzaun und entsprechenden Warnschildern eingezäunt, da anscheinend diverse Bauten eine Asbestbelastung aufwiesen.
Von einer Ausschreibung für den Abriss der Ariuskaserne ist mir noch nix bekannt. Beim letzen Besuch hatten einige Gebäude schon den Rohbaucharakter in Form von ausgebauten Fenstern und die Verschläge, teilweise die Dächer abgedeckt usw. Das die Sparren und Latten vom Dach noch nicht geklaut sind ist grad alles.
Die IDF vor dem Südportal RII wurde übrigens zeitgleich mit der Richtfunkstellung zurückgebaut.

Gruß,

rubeck1
14.05.2013, 21:47
...zum IDF hab ich sogar noch einen Sack voller Schlüssel! Irrwitzig...

rubeck1
14.05.2013, 21:50
:D das mit dem "Sack" war jetzt echt pfälzisch, gemeint war nämlich mein "Hosensack", zu gut Deutsch: "Hosentasche". Ändert aber nix an dem Umstand, dass die Schlüssel das Gebäude überleben. Aus Marienthal habe ich mir (aus dem Eingangsportal Ost-West) auch ein hübsches Schild "Drainage" mitgenommen - hätten sie die mal drin gelassen, wäre so mancher Wassereinbruch unterblieben. Manches an "unseren" coldwar-Gebäuden ist schon ziemlich grotesk.

Wolfsrudel89
19.05.2013, 15:49
@rubeck1: Was meinst du mit "hätten sie die mal dringelassen"?
Wurde die geklaut oder wie :confused: :D

Tut sich eigentlich in der Rechenzentrum-Geschichte nochwas, da hört man ja überhaupt nichtsmehr...

firedragon
31.01.2014, 17:40
Mal ein Update zur Rechenzentrumsgeschichte (so stand es heute in der Rheinpfalz):

Der ursprüngliche Initiator Jörg Meinke hatte sich mit einem russischem Investor und einem bekannten Pirmasenser Architekten zusammengetan. Später allerdings dann verkracht. Herr Meinke ist aus der ursprünglichen Firma ausgeschieden und hatte ein Konkurrenzunternehme gestartet. Das Ministerium in Mainz sah sich durch alte Verträge gebunden und weigerte sich, mit Herrn Meinke zu verhandlen. Die Firma des Pirmasenser Architekten sollte ab Oktober 2013 Pacht für den Bunker bezahlen. Hat sie aber nicht, so daß das Ministerium nach Fristverlängerung den Vertrag am 30.1.2014 kündigte. Nun ist der Weg für Herrn Meinke oder andere potentielle Nutzer frei, mit dem Ministerium erneut zu verhandeln.

rubeck1
31.01.2014, 23:09
@rubeck1: Was meinst du mit "hätten sie die mal dringelassen"?
Wurde die geklaut oder wie :confused: :D

Tut sich eigentlich in der Rechenzentrum-Geschichte nochwas, da hört man ja überhaupt nichtsmehr...

Zu Marienthal: geklaut nicht gerade - der Regierungsbunker wurde vollständig (bis auf den Museumsteil) zurückgebaut, alles was da jemals drin war, kam raus, sogar die Farbe an den Betonwänden wurde abgekratzt. Damit flog auch die Drainage/Entwässerung mit allen Pumpen raus, was dazu geführt hat, dass die Anlage mittlerweile teils nur noch mit Booten befahren werden kann (kein Witz).

Zu Ruppertsweiler: Herr Schweitzer, also der Pirmasenser Architekt, von dem firedragon schreibt, hat sich nicht zum ersten Mal groß in ein Projekt eingebracht und dann sehr klein wieder raus (das ehemalige US-Hospital Münchweiler bspw., die Kaufhallengalerie in Pirmasens und jetzt ganz aktuell der Ariusbunker). So kann man natürlich auch Konversion betreiben und monatelang in der Zeitung stehen.
Und wenn unsere hochwohllöbliche Landesregierung jetzt erst bemerkt, wie man ein solches Projekt "richtig" angeht und wie man richtig ausschreibt, dann habe ich sie genau richtig eingeschätzt... ::hase:
Und es wird wieder nichts herauskommen. :no:
Vielleicht sollten wir doch nochmal versuchen, den Bunker für die Öffentlichkeit zu öffnen, in St. Martin geht das ja auch und - damit sind wir wieder am Anfang - sogar in Marienthal war es nach langem Hin und Her möglich.

firedragon
01.02.2014, 17:11
Bunker für die Öffentlichkeit öffnen geht wohl nicht. Ich denke, daß da ziemlich viel Dreck drinliegt (zur "Endlagerung"). An die Mär vom leergeräumten Bunker vermag ich nicht zu glauben. Die Haftung für Publikumsverkehr wird keiner übernehmen wollen, von den Kosten mal ganz zu schweigen. Obwohl ich unbedingt mal einen Blick reinwerfen möchte. Aber selbst wenn es mit dem Hochsicherheitsrechenzentrum klappen würde (was ja wirklich zu hoffen ist, ich drücke alle Daumen), wird es wohl keine Führungen geben, weil Führungen sich mit dem Konzept eines Hochsicherheitsrechenzentrums nicht so richtig vertragen ... :floet:

rubeck1
03.02.2014, 15:07
Nun ja, vielleicht wird es noch was mit dem Rechenzentrum, wer weiß... Ich glaube ehrlich gesagt nicht so recht daran.
Und was den Dreck angeht, der da drin liegen soll: das war und ist eine Sauerei und eigentlich nicht hinzunehmen. Dieser Dreck ist ja ebenfalls nicht mit einem Hochsicherheitsrechenzentrum kompatibel...
Der Bunker ist schon allein durch seine beeindruckende Größe außerordentlich interessant und da ich ihn noch im aktiven Zustand kennen gelernt habe, tut es mir in der Seele weh, dass da jetzt die Eingänge zubetoniert und zugeschüttet wurden. Man hat den Eindruck, als hätten die Verantwortlichen etwas zu verbergen.

Und was die Haftungsfragen angeht, ist das nicht soo viel anders als bei anderen Objekten auch. Der Bunker ist weder einsturzgefährdet noch hat er zu wenige Notausgänge. Er müsste ja auch nicht das ganze Jahr über offen stehen, sondern könnte gezielt zu bestimmten Führungsterminen geöffnet werden, ansonsten aber "zu" bleiben. Naja, ist ja auch nur so eine Spinnerei von mir...

firedragon
03.02.2014, 23:33
Wäre schön, aber wir sind in Deutschland. Da muß alles bis ins letzte Detail geregelt werden. Incl. mehrsprachiger Beschilderung der Fluchtwege aus dem Damenklo. Nachtleuchtend, nicht nur nachleuchtend.Und drei Kilo Genehmigungen (je Besucher). Daraus wird wohl nichts. Da müßte man Millionen reinstecken. Haben wir aber nicht. Schade, schade, ich hätte den Bunker auch gerne besichtigt (im Rahmen einer offiziellen Führung, nicht auf eigene Faust).

Ich spinne mal so rum: RUF 1 liegt voll mit Dreck. RUF 2 ist viel größer und leer. Geplant ist (war?) wohl, RUF 1 versiegelt zu lassen und RUF 2 für das Hochsicherheitsrechenzentrum zu nutzen. Dazu müßte man bloß den Verbindungsgang zumauern. RUF 2 braucht aber wieder Be- und Entlüftungen (die alten Luftschächte sind bestimmt verschlossen worden). Den Zugang von Süden oder Norden hat man mit zwei Mann, einem Bagger und einem Preßlufthammer wohl an einem Nachmittag gemacht.

Die Firma des bekannten Pirmasenser Architekten ist wohl raus aus der Nummer, schätze ich mal. Der ursprüngliche Initiator, Herr Meinke, müßte seine ursprünglichen Pläne wieder hervorholen, Investoren finden, Kunden finden und dann im Ministerium vorsprechen. Irgendwo habe ich die Tage gelesen, er hätte seit dem Ausscheiden aus der ersten Firma schon wieder eine Million investiert. Das klingt, als würde er am Ball bleiben wollen.

Firefighter
04.02.2014, 01:58
Wäre schön, aber wir sind in Deutschland. Da muß alles bis ins letzte Detail geregelt werden. Incl. mehrsprachiger Beschilderung der Fluchtwege aus dem Damenklo. Nachtleuchtend, nicht nur nachleuchtend.Und drei Kilo Genehmigungen (je Besucher). Daraus wird wohl nichts. Da müßte man Millionen reinstecken. Haben wir aber nicht. Schade, schade, ich hätte den Bunker auch gerne besichtigt (im Rahmen einer offiziellen Führung, nicht auf eigene Faust).

Ich spinne mal so rum: RUF 1 liegt voll mit Dreck. RUF 2 ist viel größer und leer. Geplant ist (war?) wohl, RUF 1 versiegelt zu lassen und RUF 2 für das Hochsicherheitsrechenzentrum zu nutzen. Dazu müßte man bloß den Verbindungsgang zumauern. RUF 2 braucht aber wieder Be- und Entlüftungen (die alten Luftschächte sind bestimmt verschlossen worden). Den Zugang von Süden oder Norden hat man mit zwei Mann, einem Bagger und einem Preßlufthammer wohl an einem Nachmittag gemacht.

Für "einfache" Führungen sollte sowas durchaus möglich sein, ein Besucherbergwerk ist in dem Sinne auch nichts anderes. Es muss halt eine Beleuchtung geben, entsprechende Beschilderungen etc. Brandlasten gibts zumindest in RII keine, die Anlage besteht nur aus jede Menge Beton und Stahl.

Nicht nur in RI liegt Dreck, in RII liegen einige Sattelzüge an Dreck (Sand, kleinkörniger Bauschutt, Moniereisen) die garantiert nicht nur vom Abriss der Stollenportale stammen. Vermutlich wurde die Ablagerung genauso durch die SGD behördlich genehmigt wie die Ablagerung von Asbest in RI.
Problem an RI ist auch eine starke Schimmelbelastung in Teilbereichen des Stollens die eine Nachnutzung ohne Sanierung unmöglich machen.
Zu Betriebszeiten wurde der Stollen mal falsch mit feuchter Frischluft im Sommer belüftet und die Feuchtigkeit kam man nie wieder aus dem Stollen heraus.

Der Verbindungsgang zu RII besteht unter anderem aus einer Schleuse mit drei dicken Drucktüren, den kann man relativ einfach verschließen.

Für RII gibts einen Zu/Abluftschacht der noch völlig intakt ist. Lediglich das obere Ende ist mit einem Betondeckel verschlossen da hier kein gesondertes Bauwerk mehr errichtet wurde.

firedragon
04.02.2014, 07:59
Ich denke mal etwas konkreter drüber nach:

Problem 1: Würde man tatsächlich RUF 1 freibaggern, würde man wohl die ganzen Abfälle finden, die dort eingelagert worden sind. Das werden die Stellen verhindern wollen, die damals mit der ganzen Entkernungs- und Versiegelungssache zu tun hatten, weil da sonst Köpfe rollen könnten.

Problem 2: Die Abfälle selbst. Die müßten erstmal raus, bevor man Besucher reinlassen könnte. Und die Entsorgung asbesthaltiger Abfälle ist recht teuer und aufwändig.

Problem 3: Der Schimmel. Am Ende bräuchte man vielleicht sogar Atemschutz für Arbeiter und Besucher?

Problem 4: Die Feuchtigkeit, die sie schon zu Betriebszeiten nicht rausgebracht haben. Handelsübliche Raumentfeuchter werden da wohl nicht reichen.

Problem 5: Be- und Entlüftung. Eventuelle Besucher würden ja gerne auch drin atmen.

Problem 6: Beleuchtung, Beschilderung, Einbau einer Zugangsanlage, die ungebetene Besucher wirksam abhält, auch wenn sie mit schwerem Gerät anrücken, Kassenhäuschen, Bratwurststand und was noch so dazugehört ...

Den Problemen stehen die Einnahmen durch Besucher gegenüber, aber wieviele Einnahmen könnte man denn erzielen, um die Probleme 2 - 6 zu lösen, nachdem man Problem 1 in Form einer übermächtigen, von politischen Interessen gesteuerten Bürokratie gegenübergetreten ist?

rubeck1
04.02.2014, 16:56
Das ist alles richtig.
Aber mein Ansatz geht nicht von RUF I aus, sondern von RUF II. Angenommen, Herr Meinke versucht sich nochmal an diesem Projekt: dann wird es mit Besichtigungen schwierig. Aber angenommen, Herr Meinke ist nicht erfolgreich: dann gilt das, was firefighter schon geschrieben hat: RUF II kann von RUF I abgeschottet werden. Dann muss der Bauschutt raus und eine Beleuchtung rein. Was dann übrig bleibt, ist ein Bauwerk ohne nennenswerte Brandlast, mit einer natürlichen Belüftung (entweder durch den Verkehrsstollen oder durch den genannten Schacht) und auch sonst mit recht wenigen Problemen.
Dieses Bauwerk hin und wieder zugänglich zu machen und Leute durchzuführen (nicht: durchzufüttern, denn das wäre wesentlich anspruchsvoller...) dürfte nicht so schwer sein, wie es gerne dargestellt wird.
Es bräuchte dazu allerdings vor allem verlässliche Vertragspartner, die mit offenen Karten spielen und keine undurchsichtigen Spielchen spielen wie es leider in der Vergangenheit zu sein schien.

firedragon
04.02.2014, 17:48
Ich bin mir ziemlich sicher, daß Herr Meinke sich nochmal dran versucht. Er hat ja Jahre der Planung reingesteckt, bevor er quasi ausgebootet wurde. Und der Bunker ist von der ganzen Sache ja nicht berührt worden, der befindet sich vermutlich immer noch im Ariusberg. Also wird es wohl mit Zeitverzögerung weitergehen.

Der Bunker fällt in den Bereich des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten (vermutlich Weinbau, weil alle weinen, daß der Bau leer steht), und besagtes Ministerium will ihn verpachten: http://mulewf.rlp.de/einzelansicht/archive/2014/february/article/hoefken-alle-schritte-werden-eng-mit-den-kommunen-abgestimmt/

Also müßten wir Moos, Kohle, Kies, Zaster, Flocken, Cash und dergleichen mehr abdrücken, um den Bunker für gelegentliche Führungen zu nutzen. Haben wir aber nicht (oder nicht genug).

Und selbst wenn man den natürlichen Kamineffekt zwischen den beiden Eingängen nutzen könnte: Was würden zwei vandalensichere Bunkereingangstore kosten?

rubeck1
05.02.2014, 14:56
Was dieses Ministerium w i l l und was dann tatsächlich passiert, muß nicht zwangsläufig dasselbe sein. Aber gut: Du hast erstmal recht, der Eigentümer, also das Land, vertreten durch Frau Höfken, will den Bunker verpachten bzw. wirtschaftlich verwerten - dazu sind sie im Übrigen haushaltsrechtlich verpflichtet.
Mir geht es darum, darüber nachzudenken, wie die wirtschaftlichen Belange einerseits und das Interesse an diesem für die Region einzigartigen historischen Bauwerk andererseits in Einklang gebracht werden könnten. Und wenn es dafür nur eine kleine Chance gibt, sollte man sie nutzen. Dieses eindimensionale Fixiertsein auf möglicherweise zu erzielende Einnahmen und alternativ das ewige "verschließen/rückbauen/zumachen/kaputtschlagen" können doch bei vernünftiger Betrachtung keine echten Optionen sein...
Und was Herrn Meinke und seine zwischenzeitlich investierten Millionenbeträge angeht: auch er versteht es sicher gut, von sich reden zu machen (er ist schließlich Profi genug).

firedragon
06.02.2014, 17:51
Das Interesse an der Anlage ist hier sicher vorhanden. Aber wie kann man den Bunker in Gebrauch nehmen? Ich habe ganz oben auf dieser Seite ja schon einmal die verschiedenen Problemfelder angerissen, die sich hier auftun.

Gesetzt den Fall, wir würden einen "Verein der Freunde des Ruppertsweiler Bunkers" gründen. Okay.

Den Bunker in einen besichtigungsbereiten Zustand zu bringen, würde sicher einige hunderttausend Euro kosten (Abfallentsorgung, Sicherung durch Tore, Belüftung, Beleuchtung). Wer zahlt?

Das Land? In Zeiten chronisch klammer Kassen wird das Land das nicht gerne auf den Tisch legen.

Der Verein? Der Mitgliedsbeitrag von 50 000 €/Jahr hat dann doch viele Mitglieder abgeschreckt, so daß auch die Kassen des Vereins leer sind.

Die Bank? Okay. Banken haben viel Geld. Aber ohne ein Finanzkonzept und ohne Sicherheiten würde keine Bank auch nur einen Cent verleihen. Wie soll man ein Finanzkonzept erstellen, wenn man weder Einnahmen noch Ausgaben auch nur grob schätzen kann?

Chancen hätte eher ein Konzept, bei dem der Bunker selbst Geld erwirtschaftet, das aber gelegentliche Besucher nicht ausschließt (z.B. eine Pilzzucht).

matrix
19.02.2014, 18:44
Eine Kurzusammenfassung der letzten Ereignisse gibt es beim SWR:


Alles zurück auf Null.
Neue Ideen für Bunker bei Ruppertsweiler gesucht

Zurück auf Start. Nachdem sich das Projekt Rechenzentrum im ehemaligen NATO-Bunker bei Ruppertsweiler vorerst zerschlagen hat,
wollen die anliegenden Gemeinden nochmal ganz von vorne beginnen. Erst einmal sollen Ideen gesammelt werden, wie der Arius-Bunker überhaupt genutzt werden könnte.
...


Mehr hier:
Quelle: http://www.swr.de/landesschau-aktuell/rp/kaiserslautern/bunker-ruppertsweiler/-/id=1632/did=12895480/nid=1632/1dsq3us/

Die Rheinpfalz berichtete bereits am 18.02.2014:


Neustart bei Arius Bunker
Alle auf einer Linie, alles auf Null
...


Und am 12.02.2014:


Land will 25 000 Euro von Schweitzer
Mainz: Umweltministerin Höfken kündigt im Umweltausschuss an, entgangene Pacht für Ariusbunker einzuklagen

Bisher hatte das Land keine Angaben gemacht, welche Summe Emil Schweitzer als Pacht für den Ariusbunker zahlen sollte. Gestern
gab es im Umweltausschuss des Mainzer Landtags dazu erstmals eine offizielle Aussage – ergänzt um den Zusatz, dass man den
Mietausfall geltend machen wolle.
...



Schweitzers schwerer Gang zum Gericht

Pirmasenser Unternehmer stellt für drei Gesellschaften Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens
Am Montag musste Emil Schweitzer den Gang vors Amtsgericht antreten. Punkt 12 Uhr beantragte er für drei seiner Gesellschaften
die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Ein Sprecher des Amtsgerichtes bestätigte gestern entsprechende Informationen der
RHEINPFALZ.
...




Gestopptes Bunker Projekt Land will Schadenersatz
Ex-Pächter beantragt Eröffnung von Insolvenzverfahren

Mainz (gana). Die Landesregierung will den Schaden, der dem Land durch die gescheiterte Verpachtung des Ariusbunkers bei
Münchweiler (Kreis Südwestpfalz) entstanden ist, geltend machen. Das kündigte Umweltministerin Höfken (Grüne) gestern im
Umweltausschuss des Landtags an. Unterdessen hat der bisherige Pächter den Gang vors Insolvenzgericht angetreten.
...

matrix
23.05.2014, 14:03
Aus der Rheinpfalz vom 20.05.2014:


Morgen soll das Markterkundungsverfahren für den Ariusbunker zwischen Münchweiler und Ruppertsweiler starten. Der Kreistag verabschiedete gestern einen entsprechenden Beschluss. Ähnliche Beschlüsse hatten zuvor die Gemeinderäte Münchweiler und Ruppertsweiler sowie die Verbandsgemeinderäte Pirmasens-Land und Rodalben gefasst (wir berichteten).
Es gibt schon 20 Interessenten für den ehemaligen Natobunker, informierte Landrat Hans Jörg Duppré in der Sitzung. Zuvor hatte er nochmals die nächsten Schritte erläutert. Im Zuge des Markterkundungsverfahren erhalten die bekannten Interessenten Unterlagen mit weiteren Informationen zu dem Relikt des Kalten Krieges. Darüber hinaus werden diese Informationen öffentlich gemacht, weitere Interessenten können sich ebenfalls melden. Diese Phase läuft bis zum 27. Juni.Danach entscheidet das Land, ob die nächste Phase eingeleitet wird: das Interessenbekundungsverfahren. Duppré betonte erneut, dass er für ein anderes Verfahren keinen Spielraum sehe, zumal europarechtliche Aspekte zu beachten seien. Ein ähnliches Verfahren wie das bei der letztlich gescheiterten Verpachtung an Silicon Wasgau (wir berichteten), wolle das Land nicht noch einmal.
...


Quelle:
Ausgabe Die Rheinpfalz - Pirmasenser Rundschau - Nr. 116
Datum Dienstag, den 20. Mai 2014
Seite 15