Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Behelfsflugplatz auf BAB?
Kalter Krieger
08.12.2005, 13:51
Es gibt auf unseren Autobahnen schnurgerade Teilstücke von ein bis zwei Kilometern Länge, an deren Ende jeweils eine Art "vorbereiteter Rastplatz" hinter der durchgehenden (!) Leitplanke liegt. "Vorbereitet", weil es hinter der Ein- und Ausfahrt zwar eine größere Fläche mit eingewachsenen Betonlochsteinen gibt, jedoch keine Tische, Bänke, Mülleimer oder Beschilderungen. Die Leitplanke des Mittelstreifens scheint in diesen Bereichen auch nur gesteckt zu sein, es gibt in der Mitte keinen Grünstreifen.
Ich habe diese Anlagen in Norddeutschland gesehen, ich meine an der A28 hinter Oldenburg. Ähnlich mysteriös ist der vor rund einem halben Jahr neu eröffnete Rastplatz "Taunusblick" an der A5 Zwischen Frankfurt und dem Bad Homburger Kreuz. Vor seiner zivilen Nutzung waren alle Zufahrt mit Betonquadern blockiert und die "Tankstelle" sah sehr nach US-Army aus (keine Werbung, keine beleuchteten Schilder, keine Preise etc.).
Weiß jemand mehr über diese angeblichen Behelfsflugplätze? Hat jemand Erkenntnisse über Flugzeug-Abstellflächen und unterirdische Tanks für Flugbenzin an deutschen Autobahnen? Vielen Dank schon mal im Voraus.
Kalter Krieger
08.12.2005, 14:17
Hier mal ein Satbild vom Rastplatz Taunusblick, leider gerade in der Umbauphase.
In blau die A5 zwischen Frankfurt (im Süden) und dem Bad Homburger Kreuz (im Norden). Ziemlich große Baustelle.
Hallo Kalter Krieger,
diese "Plätze" gab es nicht nur in der BRD, sondern auch in der ehemaligen DDR.
Im Westen zählt man derer glaube ich etwa 25 Stück. Siehe nachfolgende Liste (Quelle: http://www.lostplaces.de/nlp/index.html, sehr gut recherchierter Artikel zu diesem Thema - auch Bilder von Nato-Manöver etc)
A7 Tarp-Schuby 2.400
A7 Jagel-Owschlag 2.000
A1 Heidenau-Sittensen 2.000
A7 Berkhof-Schwarmstedt (unbestätigt, nicht fertiggstellt) 1.800
A27 Hagen-Uthlede 3.000
A27 Nordholz-Neuenwalde 2.500
A1 Delmenhorst Süd-Wildeshausen 1.800
A29 Großenkneten-Ahlhorn 2.600
A1 Vechta-Lohne 1.900
A1 Lohne-Holdorf 3.000
A1 Lengerich-Ladbergen 2.200
A1 Greven-Münster Nord 2.100
A43 Nottuln-Dülmen Nord 2.800
A57 Alpen-Sonsbeck 3.500
A44 Geseke-Büren 3.200
A33 Hövelhof-Stukenbrock nicht durchbetoniert
A61 Bad Neuenahr-Meckenheimer Kreuz 1.900
A61 Kreuz Bingen-Gau Bickelheim 1.800
A81 Osterburken-Möcksmühl 3.000
A6 Steinsfurt-Bad Rappenau 2.900
A6 Kirchberg-Crailsheim 2.400
A5 Lahr-Offenburg 2.200
A81 Oberndorf-Rottweil 3.000
A96 Erkheim-Ungerhausen 2.000
A63 Wahlheim-Kirchheim 2.000
Neben angelegten Parkplätzen gab es häufig auch vorbereitete Tanklager und Fundamente für Tower, Beleuchtungseinrichtungen usw. Insbesondere gibt es bei der Luftwaffe auch "mobile Tower" und VHF-Peiler etc zu Flugsicherungszwecken bei solchen Behelfslandeplätzen, Bilder hierzu siehe z.B. hier:http://www.panzerbaer.de/helper/bw_lkw_05t_gl_man630_rs_fsa-002.htm
Soweit mir bekannt, gab es von Seiten der DFS (Deutsche Flugsicherung - heute GmbH - damals Behörde...) Auflagen, wie sie eben für normale Flugplätze auch gelten, was z.B. Hinernisfreiheit in Anflug- und Abflug betrifft. Es ist wohl vorgekommen, dass aus diesen Gründen Trassen, wo ein solcher "Platz" geplant war, einen anderen Verlauf bekamen...
Gruß
Michael
Das was du meinst war tatsächlich eine US Tankstelle. Wann die aufegegeben wurde weiss ich nicht mehr, aber ich meine in den 80ern war sie noch lange in Betrieb.
stimmt, schon die Brücke wäre da ein unnötiges Sicherheitsrisiko :D
Oder sie war dazu da, nur Flugzeuge einer bestimmten Größe durchzulassen :D :D
Christel
09.12.2005, 23:13
Hi,
und nicht zu vergessen die "A 12" Spreenhagen 2.500 .
Gruß, Christel
Hallo Kalter Krieger,
diese "Plätze" gab es nicht nur in der BRD, sondern auch in der ehemaligen DDR.
Im Westen zählt man derer glaube ich etwa 25 Stück. Siehe nachfolgende Liste (Quelle: http://www.lostplaces.de/nlp/index.html, sehr gut recherchierter Artikel zu diesem Thema - auch Bilder von Nato-Manöver etc)
A7 Tarp-Schuby 2.400
A7 Jagel-Owschlag 2.000
A1 Heidenau-Sittensen 2.000
A7 Berkhof-Schwarmstedt (unbestätigt, nicht fertiggstellt) 1.800
A27 Hagen-Uthlede 3.000
A27 Nordholz-Neuenwalde 2.500
A1 Delmenhorst Süd-Wildeshausen 1.800
A29 Großenkneten-Ahlhorn 2.600
A1 Vechta-Lohne 1.900
A1 Lohne-Holdorf 3.000
A1 Lengerich-Ladbergen 2.200
A1 Greven-Münster Nord 2.100
A43 Nottuln-Dülmen Nord 2.800
A57 Alpen-Sonsbeck 3.500
A44 Geseke-Büren 3.200
A33 Hövelhof-Stukenbrock nicht durchbetoniert
A61 Bad Neuenahr-Meckenheimer Kreuz 1.900
A61 Kreuz Bingen-Gau Bickelheim 1.800
A81 Osterburken-Möcksmühl 3.000
A6 Steinsfurt-Bad Rappenau 2.900
A6 Kirchberg-Crailsheim 2.400
A5 Lahr-Offenburg 2.200
A81 Oberndorf-Rottweil 3.000
A96 Erkheim-Ungerhausen 2.000
A63 Wahlheim-Kirchheim 2.000
Neben angelegten Parkplätzen gab es häufig auch vorbereitete Tanklager und Fundamente für Tower, Beleuchtungseinrichtungen usw. Insbesondere gibt es bei der Luftwaffe auch "mobile Tower" und VHF-Peiler etc zu Flugsicherungszwecken bei solchen Behelfslandeplätzen, Bilder hierzu siehe z.B. hier:http://www.panzerbaer.de/helper/bw_lkw_05t_gl_man630_rs_fsa-002.htm
Soweit mir bekannt, gab es von Seiten der DFS (Deutsche Flugsicherung - heute GmbH - damals Behörde...) Auflagen, wie sie eben für normale Flugplätze auch gelten, was z.B. Hinernisfreiheit in Anflug- und Abflug betrifft. Es ist wohl vorgekommen, dass aus diesen Gründen Trassen, wo ein solcher "Platz" geplant war, einen anderen Verlauf bekamen...
Gruß
Michael
Die mobilen Tower wurden auch nach dem Flughafenbrand in Düsseldorf 1996 eingesetzt. Die waren ansich ziemlich fix an Ort und Stelle, müssen also iregndwo hier in der Nähe (Düsseldorf) "gelagert" worden sein
Gruss
Tim
Die mobilen Tower wurden auch nach dem Flughafenbrand in Düsseldorf 1996 eingesetzt. Die waren ansich ziemlich fix an Ort und Stelle, müssen also iregndwo hier in der Nähe (Düsseldorf) "gelagert" worden sein
Gruss
Tim
Hallo Tim,
Mir geht da grade ein wenig die Ortskenntnis ab. Einer der o.g. Abschnitte ist nicht in der Nähe? Sonst ein Luftwaffenstützpunkt? Oder ist/war die BW gar in Düsseldorf auf dem Flughafen vertreten?
Aber schon ne lustige Vorstellung einen ausgewachsenen Verkehrsflughafen von so nem Gewächshaus aus zu dirigieren :D .
Hi Michael,
meines Wissens ist in der "Nähe" von Düsseldorf nur ein NLP und zwar auf der A 43, zumindest damals. Ansonsten nur die Flugbereitschaft in Köln- Bonn oder in Nörvenich (Glaube JaBoG 34). Die Bw hatte niemanden am Flughafen. Wie ich gehört habe hätten die Briten im V- Fall bzw. Spannungsfall den Platz übernommen. In der Nähe waren auch kleinere brit. Kasernen. Meine Vermutung ist, das der Tower aus Nörvenich kam.
War natürlich nicht mehr die Kapazität wie vorher, aber man konnte fliegen. Würde sagen, da mir kein anderer Unfall an Flughäfen bekannt ist, das dies der erste richtige Einsatz war und das Ding funktioniert!
Tim
Sicher funktioniert das.
Aber man muß natürlich sehen, dass der Tower so rein flugsicherungtechnisch auch z.B. in Frankfurt nicht so die riesen Rolle spielt. Da sitzen grade mal 5 Leute, wovon 2 nur mit Streifen-Kleben und sortieren beschäftigt sind und von den anderen drei koordiniert einer Anflug (Endanflug) auf den Parallelbahnen, der andere Ablug (Starterlaubnis) und der dritte die Startbahn West, nebst dazugehörigen Rollvorgängen.
Und da sehe ich das Problem die Übersicht zu wahren...Ist eben ein Unterschied, ob man das Geschehen aus 4 m überm Boden oder aus nem Tower von 50 oder wie in Frankfurt 70m überm Boden beobachtet.
Will sagen das ganze An- und Ablugrouting wird von der DFS eh wo anders gemacht, nicht im Tower.
Weisst du denn, ob diese Kontrolle auch hinüber war? Dann könnte ich mir vorstellen, bevor man da auf BW-Technik zurückgegriffen hätte, dass die DFS das von Langen oder Frankfurt oder Köln aus mitübernommen hätte, weil time is honey :D
Stimmt, da hast Du recht mit DFS. Aber ich glaube nicht das in den LKW genauso viel Personen arbeiten wie im Tower. Das Teil ist ja auch gar nicht für zivile Verkehrsflughäfen, wo viel mehr Traffic ist, als an militärischen Plätzen, ausgelegt. Ob ob die Controller betroffen waren, keine Ahnung, werde aber mal, da ich auch am Flughafen arbeite, versuchen rauszufinden, ob das der Fall war. Dann klärt sich das garantiert auch von wo der Bw- Tower her ist. Schreibe sobald ich was weiss.
Gruß
Tim
Hallo Moin,
also das Stück zwischen Ahlhorn und Großenkneten hat noch eine interessante Auffälligkeit. Da ist am Nordenende im Wald direkt daneben - an der Zuwegung zum Ev. Jugendgästehause Ahlhorn - eine ziemlich große Kleinbunkeranlage. 52°56'29" N / 08°08'46" ist ziemlich genau die Mitte, in Google Earth nur zur vermuten, da natürlich alles schön überwachsen. Die Bunker im Linken (westlichen) Teil haben ziemlich viel Ähnlichkeit mit Einzelflugzeugbunkern, allerdings ist dazwischen wohl zu wenig Platz zum Manövrieren.
Viele Grüße,
Karsten
Hallo,muss erst mal eine Falschausage von mir korrigieren! Ich bin leider einer Fehlinformation aufgesessen! :mad: Dieser mobile Tower war nicht beim Flughafenbrand in Düsseldorf. Da hat man mir Mist erzählt. Habe mit Leuten gesprochen die damals den Brand mitgemacht haben. Der normale Tower war in Betrieb!
Endschuldigung!!!!
Ich war, jetzt am Wochenende in Nordholz und Hamburg und hatte dadurch, da ich mit dem Auto unterwegs war, die Gelegenheit, die Autobahnnotlandeplätze aus der Liste von Lost places zu begutachten. Also,
auf der A 43 ist der Platz zurückgebaut, man kann die Strecke noch erahnen. Und an den Parkplätzen natürlich auch erkennen. Auf der A 1 sind insgesamt sechs Stück die auch alle rückgebaut wurden. Bei einem Platz ist zwar noch alles durch betoniert, aber die Parkplätze wurden "umgestaltet". Die restlichen haben zwar die alten Parkplätze aber die zusätzlichen Rollwege wurden von der Autobahn "getrennt". Im Zuge einer Fahrbahn Erneuerung ist der Mittelstreifen jetzt auch begrünt. Auf der A 27 bei Uthlede/ Hagen ist der Platz auch rückgebaut. Nur bei Nordholz ist er noch im Orginalzustand.
Auf der Strecke zwischen Geseke Büren auf der A44 ist er übrigens auch noch orginal.
Gruß
Tim
Hallo,
ich habe alle Notlandeplätze, die ich finden konnte (West und Ost) mal in Google Earth markiert und eine kmz davon gemacht (siehe Anhang).
Einige konnte ich schon nicht mehr sicher identifizieren, die sind mit einem Fragezeichen markiert, einige waren aber beeindruckend deutlich erkennbar.
Viele Grüße,
Karsten
Niederrheiner
25.07.2008, 22:33
Hallo,
ich habe 1966 während eines Laufbahnlehrgangs die ersten Übungsflüge auf diesem A1 Delmenhorst Süd-Wildeshausen Teilstück persönlich gesehen, es war sehr beeindruckend.
Am Anfang bzw. Ende dieser Anlagen liegt jeweils ein etwas größerer Parkplatz mit Abstellflächen. Hier war dann auch der Tower (Man 630 LAE) aufgebaut. Die Leitplanken waren nur eingesteckt. Es waren auf dem gesamten Teilstück keine Brücken vorhanden. Während meiner Dienstzeit als Reservist beim VBK in Düsseldorf habe ich dann eine ausführliche Einweisung in das Teilstück A57 Alpen-Sonsbeck bekommen. Das war u. a. er Ausweichplatz für RAF Weeze Laarbruch.
Geograph
28.07.2008, 18:19
Das was du meinst war tatsächlich eine US Tankstelle. Wann die aufegegeben wurde weiss ich nicht mehr, aber ich meine in den 80ern war sie noch lange in Betrieb.
Die vollständige Freigabe der »Autobahn Service Facility« erfolgte am 23.11.1992.
Das Gelände dient heute – wie schon erwähnt – als Raststätte »Taunusblick«.
.
Hier ist ein sehr umfangreicher Artikel über die Autobahn-Flugplätze (NLP-Str) mit vielen Fotos, auch von Übungen, bei denen tatsächlich Flugzeuge landeten zu finden:
http://www.lostplaces.de/cms/content/view/113/33/
Luftlandefernemelder
01.02.2009, 14:31
Hallo Kalter Krieger,
Die NLPs sind eine Sache. HAtte In der Ausbildung beim Bund mal nen Film darüber gesehen.
Der Parkplatz Taunusblick an der A5 ist etwas ganz anderes, es hatte nichts mit den NLPs zu tun. Es war eine Tankstelle der AAFES (Army & Airforce Exchange Service) Hier Konnten Dienst KFZ der US Streitkräfte sowie Privat KFZ betankt werden. Die Anlage war an genau dieser Stelle postiert, weil es auf halber Strecke zwischen den Sonderwaffendepots im Einsatzgebiet "Fulda Gap" und den Rückwärtigen Sonderwaffenlagern und Logistikbreichen der Westpfalz (wo ich heute noch bei der Transportation beschäftigt bin) lag. Erinnere mich dass bis in die 90er Jahre dort ein reger Verkehr von taktischen FAhrzeugen der US Streitkräfte herrschte. Hatte dort selber meinen Truck auch noch getankt.
Mitte der 90er wurde die Tankstellen im Rahmen der Truppenreduzierungen aufgegeben. Die Destinations am VRV sind immer weniger Geworden, und heute fahren wir fast nur noch nach Grafenwöhr, Vilseck und Hohenfels von Kaiserslautern aus.
AAFES hat mit Shell und mittlerweile ARAL (früher mit BP) Verträge wonach wir DienstKFZ mit "Kupons tanken können. Das war früher zur Zeit der AAFES Autobahnstation eine ergänzende Massnahme.
Glück ab!
Luftlandefernmelder
Hi ..
Ich kann mich aus der Erinnerung an folgende Notlandeplätze erinenr in der Gegend aus der ich komme:
Bei Sinsheim im Bereich Kirchhardt
Bei Osterburken (zwischen den Ausfahrten Möckmühl und Osterburken)
Bei Ilshofen (bei Schwäbisch Hall)Der dortige Rastplatz Allmerspan ist noch als Auffahrtsbereich erkennbar aufgrund der Grösse der asphaltieren Fläche.
ALs ich diese Bereiche "er/befahren" habe in den 70/80-ern (war zwar Kind aber hellwacher Beobachter ;) ) waren da noch die abnehmbaren Mttelplanken und keine grünen Mittelstreifen da,durch Bücher habe ich erfahren was das ist.
Strahlechrissi
22.06.2009, 16:15
Hi,
als Beispiel für einen ehemaligen DDR NLP ist der Autobahnabschnitt Gallschütz / Leisnig auf der A14.
Das hab ich auch erst gestern erfahren, als ich mich mal näher mit diesem thema beschäftigt habe. Der NLP liegt gleich vor meiner Haustür, bin schon tausendmal drüber gefahren.
Sicher funktioniert das.
Aber man muß natürlich sehen, dass der Tower so rein flugsicherungtechnisch auch z.B. in Frankfurt nicht so die riesen Rolle spielt. Da sitzen grade mal 5 Leute, wovon 2 nur mit Streifen-Kleben und sortieren beschäftigt sind und von den anderen drei koordiniert einer Anflug (Endanflug) auf den Parallelbahnen, der andere Ablug (Starterlaubnis) und der dritte die Startbahn West, nebst dazugehörigen Rollvorgängen.
Grundsätzlich hast Du recht, aber Einschränkungen sind dabei zu machen:
Du kannst den zivilen Flugverkehr nicht mit dem militärischen vergleichen. Du hast recht, wenn Du die heutige Situation im FRA TWR beschreibst. Natürlich wird die meiste Arbeit im Approach geleistet und der TWR hat dann, wenn vorher alles richtig gemacht wurde einen sehr „ruhigen Tag“.
Hier geht es aber um militärische Flüge, das ganze noch im Einsatzfall und da wäre es etwas anders gewesen:
Will sagen das ganze An- und Ablugrouting wird von der DFS eh wo anders gemacht, nicht im Tower. Weisst du denn, ob diese Kontrolle auch hinüber war? Dann könnte ich mir vorstellen, bevor man da auf BW-Technik zurückgegriffen hätte, dass die DFS das von Langen oder Frankfurt oder Köln aus mitübernommen hätte, weil time is honey :D
Die NLP's waren nicht weit von den "Low Flying Corridors / s. militärische AIP der Luftwaffe" (http://www.mil-aip.de/pams/charts/enr/ET_ENR_6_02_en.pdf) entfernt.
Die Rotten hätten die Koordinaten der NLP’s zugewiesen bekommen und wären im Tiefflug zu diesen geflogen. Wenn die DFS (oder deren Vorgängerbehörde BFS) die Flugzeuge per Navigation dorthin geleitet hätte, hätten man den Russen alles auch gleich vorweg mitteilen können, damit sie sich schon vorher richtig positionieren hätte können.
Also im Tiefflug zu den NLP’s und dort beim Tower melden und landen. Die NLP’s waren ja mit allem was eine Lande- und Startpiste benötigte ausgerüstet. (Tower, ILS, VOR/DME, hier TACAN)
Auch in Bayern dürfte es das gegeben haben. So z.B. ein Teilabschnitt der A.6 zwischen Ansbach und AK Feuchtwangen. Dort gab es wohl auch unterirdische Treibstoffbunker.
Strahlechrissi
28.06.2009, 13:33
Auch in Bayern dürfte es das gegeben haben. So z.B. ein Teilabschnitt der A.6 zwischen Ansbach und AK Feuchtwangen. Dort gab es wohl auch unterirdische Treibstoffbunker.
Also ich hab ma bei google earth geschaut, hab aber nichts gefunden. Wenn du mir die koordinaten geben würdest könnt ich nochma schauen.
McMarkus
28.06.2009, 14:15
Wenn du mir die koordinaten geben würdest könnt ich nochma schauen.
* http://de.wikipedia.org/wiki/Autobahn-Behelfsflugplatz (http://de.wikipedia.org/wiki/Autobahn-Behelfsflugplatz#Autobahn-Behelfslandepl.C3.A4tze)
Gut, ne? Ab und zu bin ich in der Tag ein wenig überrascht, was für Artikel es bei Wikipedia gibt. Die geographischen Koordinaten zum gesuchten Autobahnstück bei Crailsheim sind wiefolgt:
* 49° 10' 30'' N, 9° 59' O
Eine graphische Übersichtskarte der NATO- und NVA/GSSD-Behelfslandeplätze kann man auf der von achimsh unter #18 (http://www.cold-war.de/sonderanlagen-und-bauten/134-behelfsflugplatz-auf-bab-2.html#post6284) bereits erwähnten Lostplaces-Homepage betrachten.
Gruß,
Markus
McMarkus
28.06.2009, 16:37
"...in der Tat..." sollte es natürlich heißen.
Dort gab es wohl auch unterirdische Treibstoffbunker.
Vor zwei Jahren habe mir ich während einer Autobahnfahrt spaßeshalber mit dem Mopped die Umgebung der beiden zu besagtem Teilstück gehörenden Parkplätze angesehen. Neben gut ausgebauten Feldwegen, die zu umgebenden Kreisstraßen führen, den steckbaren Leitplanken und freien Grasflächen neben der Trasse konnte ich keine Anzeichen für unterirdische Kraftstofftanks entdecken. Allerdings habe ich da nicht jeden einzelnen Busch umgedreht.
Gruß,
Markus
Strahlechrissi
01.07.2009, 09:19
hab den flugplatz jetzt auch gefunden.
Danke!
Hallo,
mir ist bei wikimapia (http://wikimapia.org/#lat=49.8704935&lon=7.9602814&z=15&l=5&m=b&search=zotzenheim) aufgefallen, dass da westlich der autobahn so ein zipfel dranhängt. Ich bin mal hingefahren und hab Bilder gemacht, weil ich nicht wusste was das sein soll. Das Gelände ist von einem etwa 0,5-1m Erdwall umgeben und scheint eine "Senke" zu beherbergen. Es ist einfach umzäunt, etwa 2m hoch. Laut Aussagen von Einwohnern sollen zu dem NLP auch Treibstofftanks gehören. Auf den Bildern im Anhang sieht man das Tor zum Gelände und was dahinter liegt. Desweiteren die breite Zufahrtsstraße von der B50 zum südlichen Abstellplatz und ein Bild vom Platz Richtung Mittelleitplanke.
vizekonteradmiral
12.08.2009, 17:21
Tja ich nehme schon an dass es bei einigen NLPs mehr gegeben hat als die Landebahn, einen oder zwei Parkplätze und einen Platz für den mobilen Tower.
Interessant z.B. auch dieses Gebilde
osterburken - Google Maps (http://maps.google.de/maps?f=q&source=s_q&hl=de&geocode=&q=osterburken&sll=47.963482,7.952733&sspn=0.16713,0.307961&ie=UTF8&ll=49.363399,9.425261&spn=0.010159,0.019248&t=k&z=16)
auf dem Behelfsflugplatz BAB 81 bei Osterburken.
Sieht aus wie eine Bunkerringstraße in einem Munlager oder auch Treibstoffdepot.
Evtl. waren dort Treibstoffbunker oder sonstige Versorgungsbunker geplant oder auch gebaut.
Könnte auch reiner Zufall sein dass sich dort ein Waldweg so entlangschlängelt. Es ist aber schon auffällig dass dieser Waldringweg direkten Zugang hat zu dem Flugzeugabstellplatz.
Falls jemand der Forumianer dort in der Nähe wohnt kann er dieses Waldstück ja mal anschauen.
Hier ist ein sehr umfangreicher Artikel über die Autobahn-Flugplätze (NLP-Str) mit vielen Fotos, auch von Übungen, bei denen tatsächlich Flugzeuge landeten zu finden:
lostplaces.de - Autobahn-Flugplätze (NLP-Str) (http://www.lostplaces.de/cms/content/view/113/33/)
Der Artikel ist perfekt! Ich war eine Zeitlang in einem WBK verantwortlich für die Aktivierung der NLPs und die Einrichtung der Umleitungen für den Kfz-Verkehr. Zeitvorgabe 24 Stunden maximal bis zur Betriebsbereitschaft. Die gesteckten Halterungen machten übrigens doch immer mal Probleme, da sie häufig festgerostet waren - so jammerten die dafür verantwortlichen Autobahnmeistereien.
Natürlich gab es auch außerhalb der Autobahnen "NLPs": zahlreiche kleinere zivile Flugplätze waren für diesen Zweck vorgesehen, so dass in der BRD insgesamt über 60 solcher NLP zur Vrfügung standen.
Neben den Betriebseinheiten der LW gab es außerdem noch "Flugplatz-Instandsetzungs Kompanien" (alles Reservisten), die mit speziellem Gerät und speziellen Werkstoffen in der Lage waren, insbesondere Bombenlöcher in den Landebahnen auszubessern.
Tja ich nehme schon an dass es bei einigen NLPs mehr gegeben hat als die Landebahn, einen oder zwei Parkplätze und einen Platz für den mobilen Tower.
Interessant z.B. auch dieses Gebilde
osterburken - Google Maps (http://maps.google.de/maps?f=q&source=s_q&hl=de&geocode=&q=osterburken&sll=47.963482,7.952733&sspn=0.16713,0.307961&ie=UTF8&ll=49.363399,9.425261&spn=0.010159,0.019248&t=k&z=16)
auf dem Behelfsflugplatz BAB 81 bei Osterburken.
Sieht aus wie eine Bunkerringstraße in einem Munlager oder auch Treibstoffdepot.
Evtl. waren dort Treibstoffbunker oder sonstige Versorgungsbunker geplant oder auch gebaut.
Könnte auch reiner Zufall sein dass sich dort ein Waldweg so entlangschlängelt. Es ist aber schon auffällig dass dieser Waldringweg direkten Zugang hat zu dem Flugzeugabstellplatz.
Falls jemand der Forumianer dort in der Nähe wohnt kann er dieses Waldstück ja mal anschauen.
Das war in der Tat ein LW-Munitionsdepot.
Rex Danny
13.08.2009, 18:15
Das war in der Tat ein LW-Munitionsdepot.
Hallo, GeorgeF !
Woher hast Du diese Info ?
Ein Munitionsdepot oder -lager hat sich niemals so dicht an einer Straße/ Autobahn oder bewohntem Gebiet befunden. Für solche Einrichtungen gibt es bestimmte Sicherheitsabstände.
Sollte es ein Munitionslager gewesen sein, dürften doch noch entsprechende Bunker etc. vorhanden sein. Kannst Du Fotos davon machen und hier einstellen ? Das würde dann auch Deine These untermauern.
Gruß,
Rex Danny
Die Luftwaffe unterhielt 7 Notlandebahnstaffeln (Stand 1987)
- Greven
- Heilbronn
- Lengerich
- Lohne
- Offenburg
- Vechta
- Wildeshausen
Hallo, GeorgeF !
Woher hast Du diese Info ?
Ein Munitionsdepot oder -lager hat sich niemals so dicht an einer Straße/ Autobahn oder bewohntem Gebiet befunden. Für solche Einrichtungen gibt es bestimmte Sicherheitsabstände.
Sollte es ein Munitionslager gewesen sein, dürften doch noch entsprechende Bunker etc. vorhanden sein. Kannst Du Fotos davon machen und hier einstellen ? Das würde dann auch Deine These untermauern.
Gruß,
Rex Danny
Hallo,
Du hast Recht - Mindestabstand eines MunDp zu einer BAB: 1.000m. Es gab allerdings ein LwMunDp bei Osterburken und bei genauer Betrachtung der Google-Aufnahme dürfe der S-förmige Weg die Zufahrt zum NLP sein. Das Gelände dort ist ziemlich steil - deshalb das "S".
Ich lebe im hohen Norden....
Auch Gruß
LW-Pionier
09.11.2009, 18:00
Die Luftwaffe unterhielt 7 Notlandebahnstaffeln (Stand 1987)
- Greven
- Heilbronn
- Lengerich
- Lohne
- Offenburg
- Vechta
- Wildeshausen
Zusätzlich hätten auch noch die FlPlInstStff der Geschwader eine NLB betreiben können
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