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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Sperranlagen vs. Flucht Zivilbevölkerung



taupe
04.03.2006, 16:51
Hallo, bin da auf ein interessantes Dokument gestossen. Ich meine mich zu erinnnern, dass ich irgendwo zu dem Thema ne Diskussion gelesen habe, weiss nur nicht mehr wo genau (Explorate?).

Bei Bedarf stell ich die betreffende Seite ein.

Harry
04.03.2006, 18:36
Ich hatte "drüben" gefragt, passt aber hier besser hin...

taupe
04.03.2006, 19:53
Hallo,

Zitat

"Die bauliche Planung und Realisierung von Sprenganlagen im Frieden und ihre Auslösung im Kriegsfall ist an kriegsvölkerrechtliche Regelungen gebunden. Insbesondere das Zusatzprotokoll I zu den Genfer Abkommen vom 12. August 1949 regelt den Einsatz von Minen und Sprengmitteln. So ist es verboten, Minen oder Sprengfallen entweder offensiv oder defensiv oder als Repressalie gegen die Zivilbevölkerung als solche oder gegen einzelne Zivilpersonen einzusetzen. [...] Sie würde es den NATO-Streitkräften auch verbieten, auf eigenem Terretorium gegen die eigene Zivilbevölkerung Sprengschächte als Hilfsmittel des Stay-Put-Prinzips, das die Bevölkerung IM KRIEGSFALL AN IHREM WOHNORT HALTEN SOLL, einzusetzen."

Quelle:
E. Schmit-Eenboom, Analyse der militärischen Strukturen in der Stadt Darmstadt um im LK DA-Dieburg, Seite 9, dort zitiert: als
17) Flinner, Gerhard, Über Sprenkammern, Atomminen, Wallmeister und verbrannte Erde, Frankfurt 1986
18) Deutscher Bundestag DRS 14/1026
19) Eder, E. Das Zusatzprotokoll I zu den Genfer Abkommen, in Truppendienst Heft 4,1983
20) ebenda

Huch, wollte hier eigentlich keinen Lit-Thread zum Thema öffnen :D

Langer Rede, unten als Bild

Harry
04.03.2006, 20:23
>des Stay-Put-Prinzips

Genau dieses "des Stay-Put-Prinzip" finde ich überall zwar als Behauptung, aber nicht als Fakt...

taupe
04.03.2006, 20:35
noch ne Frage :D

Es gab wohl in DA diesen Wallmeistertrupp 432/1. Dann müsste es ja auch etwas geben, was die bewallmeisterten oder?
Ich halte zwar schon immer brav die Augen auf, aber konnte bis jetzt weder Sprenkammern noch Sprengschächte identifizieren.
Tipp?

Harry
04.03.2006, 20:47
>Tipp?

In der Stadt eher nicht. Draussen, Bundes- oder Landstrasse etc.. An topographischen Stellen wo es Sinn macht (links Bach, rechts Steilhang oder Hohlweg etc.) meist in Kurven, auf 3 "ausgebesserte" Strassenstellen achten (quadratischer Flicken Asphalt 2 x 2 Meter) 3 in gleichem Abstand.

vizekonteradmiral
09.03.2006, 14:27
Tipp?Aber klar doch :D

Guck dir mal die Unterführung der B 426 unter der Bahnlinie am Eberstädter Bahnhof an. Ein klarer Fall für die Wallmeister.
Aus Richtung Eberstadt kommend gibt es an der rechten Seite 2 Stahltüren. Natürlich, es könnte auch irgendwas anderes dahinter sein. Aber SEHR verdächtig.
Geht wohl in erster Linie um die Zerstörung der Bahnstrecke, aber die Straße als Ost-West-Verbindung zwischen Rhein u. Main auch nicht ganz unbedeutend, zumal es sonst in der unmittelbaren Umgebung keine Möglichkeit gibt über den Bahndamm zu kommen (außer vielleicht mit Kettenfahrzeugen).

Jedenfalls glaubt jeder von den hier Einheimischen zu wissen dass es sich um Sprengkammern handelt.