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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Waldheide Heilbronn



gizmo975
25.01.2013, 19:54
Hi ,bin beim Googlen über ein schönes Foto gestolppert von der aktiven Waldheide ( Fort Redleg ) aus den 80´zigern .

http://www.flickr.com/photos/11097435@N07/1059893646/

MFG gizmo975

gizmo975
25.01.2013, 19:59
und noch :

http://www.usarmygermany.com/Sont.htm?http&&&www.usarmygermany.com/units/FieldArtillery/USAREUR_56th%20FA%20Bde%202.htm

matrix
30.01.2013, 15:47
Hier noch ein Foto (http://sphotos-d.ak.fbcdn.net/hphotos-ak-snc6/165925_244946665605186_353003278_n.jpg) der Waldheide, sehr wahrscheinlich aufgenommen in den 80ern mit der Bordkamera einer Phantom.

Quelle: Zweibrucken Airbase Group @ Facebook (http://www.facebook.com/#!/groups/70682533554/)

gizmo975
30.01.2013, 18:51
Interessantes Bild :)

Submariner
30.01.2013, 19:09
Hier noch ein paar Aufnahmen:1453114532145331453414535145361453714538

gizmo975
30.01.2013, 19:14
gute Bilder...
wenn man überlegt , daß nichts mehr steht bis auf die 2 "Schafunterkünfte" :(
und ´nen rießen Erdhügel bei der EX-QRA ( hat jemand einen Spaten ;))

B206
30.01.2013, 19:23
Diese Liegenschaft wurde zeitgleich als Munitionslager und Raketenstellung genutzt?

Siegfried-Kremer
30.01.2013, 19:31
@ Submariner, ja die Bilder gefallen mir auch recht gut. Die hatten da ja wirklich eine dreifache Absicherung und noch elektronische Bewegungsmelder um die Anlage und Sichtschutz. Ich erinnere mich noch, daß ich auf so einer Osterdemo wegen dem Natodoppelbeschluß mitgelaufen bin auf die Waldheide.

ed22ful
30.01.2013, 19:39
Interessant sind die Sichtschutzwände, habe ich so auch noch nicht gesehen.

Auch die betonierten Laufwege, also diese U-Profile, nett.

Man merkt doch manchmal, das selbst beim Militär teilweise improvisiert wurde, aus welchem Grund auch immer.

Siegfried-Kremer
30.01.2013, 19:45
Wann wurde eigentlich die gesamte Anlage renaturiert ?

Firefighter
30.01.2013, 19:49
Diese Liegenschaft wurde zeitgleich als Munitionslager und Raketenstellung genutzt?

Genau - QRA mit 3 Starterplätzen sowie Zwischenlager für Sprengköpfe/Raketen. Weitere Sprengköpfe lagerten nach Aussagen von ehmaligen GIs in den Sonderwaffenlagern Siegelsbach sowie Fischbach.

gizmo975
30.01.2013, 20:03
Wann wurde eigentlich die gesamte Anlage renaturiert ?


Nach dem vollständigen Abzug der Amerikaner im Jahr 1992 übernahm die Stadt die Fläche der Waldheide wieder und begann mit der Renaturierung. Im Jahr 1994 wurde ein Teil des Geländes als Naturdenkmal ausgewiesen
Quelle: Wikipedia

B206
30.01.2013, 20:49
Was meinst Du denn mit "Zwischenlager"?

matrix
30.01.2013, 22:37
@ed22ful: Solche Sichtschutzwände gab es, bzw. gibt es immer noch u.a. um die Wüschheim Airstation (aka Pydna / Hasselbach) "Mauerbilder" (http://hunsruecker-friedensbewegung.blogspot.de/2010/04/pydna-bei-hasselbach-1986-mauerbilder.html)und erst seit einigen Jahren z.B. am östlichen Ende der Panzerkaserne in Kaiserslautern. Dazu einfach mal auf Bing Maps 49.443143,7.835923 eingeben und die Vogelperspektive wählen. (Die Vogelperspektive ist im Gegensatz zur "normalen" Ansicht noch nicht zensiert)

ed22ful
31.01.2013, 06:48
Moin matrix,


ja, gut zu sehen in K-Town.

Allerdings sind die Wände in Wüschheim nicht nur Sichtschutz, sondern eindeutig die äußere Geländebegrenzung, die auch fest installiert ist.

Bei Heilbronn sind diese Wände eher die mobile Ausführung, man sieht ja, wie diese im inneren Bereich nachträglich aufgestellt sind.

Bekannt, ob das eine reguläre Erweiterung war bei den Hochsicherheitsbereichen oder individuell je nach Liegenschaft?

Gruß


ed

suedbaden
31.01.2013, 09:35
Mir sind solche Betonwände nur in Wüschheim und bei den Pershing-II-Stellungen bzw. -lagern bekannt (in Neu-Ulm gab es sie auch).

Ich würde auf ein Kombination aus Sichtschutz und Schutz vor Beschuss mit Waffen wie Panzerfäusten tippen. Letzteres wurde bei den SAS mit den Käfigen gewährleistet, während Sichtschutz dort weniger relevant war, es fanden ja keine Arbeiten im Freien statt. So überrascht es nicht, dass die SAS keine Betonwände hatten.

Die Pershing-I-QRA Ochsenhof hatte hingegen Erdwälle.

matrix
31.01.2013, 13:43
Die Frage ist, wann die Wände in der Waldheide errichtet wurden. Entweder wurden sie als Reaktion auf die vielen Proteste errichtet und/oder zum Schutz gegen "Einwirkungen von Außen". Die Waldheide liegt ja nicht wie viele der "großen" SAS, abgelegen bzw. "integriert" in ein konventionelles Depot oder ein bereits eingezäuntes Gelände, so dass man das Gelände nicht direkt einsehen kann. Die Demonstranten standen direkt am Zaun und hätten ohne die Wände das komplette Gelände einsehen können. Fotos dazu z.B. hier (http://www.stadtarchiv-heilbronn.de/stadtgeschichte/unterricht/bausteine/waldheide/waldheide_abbildungen/)
Nach dem Unfall am 11.01.1985 könnte man sich auch vorstellen, dass die Wände auch einen Schutz bei eben sochen Unglücken darstellen da sich eine Druckwelle bzw. Feuer so nicht gut nach "Außen" ausbreiten kann.

In Wüschheim kann ich mir vorstellen, dass die Mauer um gleich mitgeplant wurde beim Entwurf der Cruise Missile Stellung, da die Thematik schon im Vorfeld eine große Brisanz hatte und die Proteste zu erwarten waren.

Die Wand in der Panzerkaserne hat wahrscheinlich die Ursache im gestiegenen Sicherheitsanspruch der Amerikaner seit 9/11. Mir ist aber leider nicht bekannt seit wann die Mauer dort steht.
Besonders "exponiert" stehende Gebäude, z.B. an der Vogelweh wurden auch abgerissen (wahscheinlich nur ein Grund neben dem Grund dass mehr EFHs statt Wohnblöcke gebraucht werden) bzw. Sicht- und Rammschutz (Stahlseile od. Betonblöcke) installiert.

moped
31.01.2013, 14:54
(...) Die Wand in der Panzerkaserne hat wahrscheinlich die Ursache im gestiegenen Sicherheitsanspruch der Amerikaner seit 9/11. Mir ist aber leider nicht bekannt seit wann die Mauer dort steht. (...)
Die Mauer ist auf jeden Fall erst nach 9/11 errichtet worden. Vorher war da ein offener Zaun bzw Gitter, davor ein Parkplatz. Erst gab es Sichtschutz im Zaun und davor Betonsperren/Parkverbot, dann die Mauer.

Gruß, Marc

Submariner
31.01.2013, 17:37
Wann wurde eigentlich die gesamte Anlage renaturiert ?

soweit ich mich erinnere ca. 1994. Vorher waren noch Asylbewerber in den Unterkünften untergebracht.

Submariner
10.02.2013, 15:17
Hier noch akt. Bilder der "Radio Station" unweit der Waldheide


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Rex Danny
11.02.2013, 01:32
Hallo, Submariner !

Sehr schöne Bilder der alten Stellung.

Könntest Du zu der Radio Station genauere Angaben machen?

Wie war die genaue Bezeichnung der Station, wem war sie zugeordnet, welche Aufgabe hatte sie und vor allem, wo genau lag die Station?

Ein KMZ-File wäre sehr hilfreich.

Danke und Grüße


Rex Danny

Submariner
11.02.2013, 18:00
Vielen Dank. Da ich nicht viel über diese Funkstation sagen kann, füge ich einen Kommentar (aus FB) eines ehemaligen GIs bei:

"I think that is the old 26th Sig Bn Site 96. It's been so long ago but it looks like it. The Vans would back up to the doors there and could work out of them inside and there use to be a AB-216 tower behind the building to the right. I'm sort of sure it looks like 96"

15027

hawkeye
01.10.2013, 21:17
Ich war am So mal wieder auf der Waldheide. Sehr schade, dass die Geschichte dort oben nicht mit Schautafeln etc. besser dokumentiert ist. Ich habe den Eindruck, das man möglichst schnell alle Spuren tilgen wollte...wenigstens existiert der Gedenkstein für die drei bei dem Unfall umgekommenen Soldaten...

Hat jmd. eine Ahnung, wo genau im Wald die Amis mit den Pershings geübt haben (ausserhalb der Waldheide) oder fand das wo anders statt?

Ich weiß nur, dass ich irgendwann Mitte der 80'er als Kind mit meinen Eltern im Wald bei Kirchhausen spazieren wollte (https://www.google.de/maps/preview#!data=!1m4!1m3!1d3243!2d9.1556239!3d49.176 4767) und der ganze Wald an diesem Tag wegen einer Übung gesperrt war (uns hat ein GI wieder fortgeschickt). Keine Ahnung ob das mit den Pershings in Verbindung statt - ist mir aber bis heute in Erinnerung geblieben.

matrix
01.10.2013, 22:17
Hallo,

Hinweise auf die Verfügungsräume sind z.B. hier zu finden:
http://www.cold-war.de/showthread.php/2446-U-S-Army-Handbücher-für-die-Pershing-II?highlight=bethof
oder
http://www.cold-war.de/archive/index.php/t-1994.html
Diese Orte sind aber meist nur Vermutungen anhand diverser vergangener Übungen, die aber mit den tatsächlichen Verfügungsräumen, die sicherlich noch Verschlusssache sind, ziemlich deckungsgleich sein sollten.

Grüße
matrix

Submariner
05.10.2013, 16:11
Hallo Hawkeye,

die Übungen mit Pershings II fanden unter anderem im Eberstädter Wald (Eberfirst), Hardthausen und Obersteinbach statt. Ich war damals Fernmelder und wir mußten zum Teil Telefonanschlüße bis zu den sogenannten Pickup - Points schalten. Von da an haben die Amis Feldtelefonkabel zu den Einheiten im Wald verlegt.

hawkeye
05.10.2013, 19:01
Hallo Submariner,

danke für die Info...ich vermute, dass heute keine Spuren mehr von den Übungen vorhanden sind? Auf der Waldheide zumindest wurde ja ganze Arbeit geleistet und mehr oder weniger die Vergangenheit getilgt..

Submariner
06.10.2013, 11:15
Hallo Hawkeye, man sieht in der Tat fast nichts mehr. Nur wenn man weiß, wo die Plätze genau waren ekennt man noch Stellungen und Gräben. Auf der Waldheide rund um Camp Redleg sieht man dagegen noch einiges..

19458194591946019461

73K51228
30.05.2016, 12:49
von der relay station richtung waldheide kommend gab es noch einen hinderniss parcours... ich würde gerne mal wieder durch die wälder streifen... meine persönlichen "überbleibsel" der waldheide...

73K51228
30.05.2016, 13:22
...und noch ein Fundstück... liegt seit mehr als 25 Jahren in meinem Schreibtisch...

Ferdinand Klar
09.03.2017, 12:07
ein Erlebnis vor mindestens 35 Jahren:
war mal wieder mit meinem Hund da oben unterwegs. In der Dämmerung haben wir den falschen Weg genommen.
Fünf Meter vor einem Zaun plötzlich Sirenengeheul, Scheinwerfer und laute Stimmen. Sobald ich kapiert habe daß der
Tumult uns gilt war der einzige Gedanke : nix wie weg !

Rainerh64
14.09.2018, 21:02
Hallo zusammen,ich kenne die Anlage Camp redleg noch sehr gut auch die zeit davor.In den 60ern wars ein Hubschrauberlandeplatz ende der 60er fing es mit der Pershing 1 an.Aber da war noch alles offen man konnte noch viel sehen auch bei den tagen der offenen Tür.Die Funkstation war in verbindung mit Ludwigsburg,in der Anlage standen immer 3 Reos mit Funkkabinen und edin fest montierter Gittermast der etwa 100m hoch war.In den Gebäuden war ne Werkstatt und Büro,bis in die 80er jahre war es ständig besetzt.Telefonleitungen gingen durch den Wald zu den warton Barraks in heilbronn.Zu den Pershings zurück zu kommen ,die übten unmittelbar im Wald ,oft war dort gesperrt doc h das war mir egal ich bin trotzdem einfach durch gegangen.Aber nun wirds interessant,die Funkanlage liegt auf einem Berg und unterhalb liegen Schienen oder lagen besser gesagt.Hinter den Schienen ist Wald und in 2 Bäumen steckten 2cm Vollkern Geschosse.Hinter dem berg sind trichter von Granateinschlägen und neben dem berg alte Schützengräben die nach der bauart von vor 1945 sein dürften.Ich fand damal auch Patronen mit Holzgeschossen und ne Messerscheide von der HJ.Es ist ein gebiet wo man die geschichte nicht offenlegen möchte habe ich das gefühl.Die Amis habe das gelände auch in den ende 60ern ein paar jahre gesperrt mit Schildern Demolutionsarea und Totenkopf.In den 70ern haben die 3 große Löcher gebuddelt und kanister,Fässer und Kisten da versenkt und zugeschüttet.

B206
15.09.2018, 10:09
Hallo zusammen,ich kenne die Anlage Camp redleg noch sehr gut auch die zeit davor.In den 60ern wars ein Hubschrauberlandeplatz ende der 60er fing es mit der Pershing 1 an.Aber da war noch alles offen man konnte noch viel sehen auch bei den tagen der offenen Tür.Die Funkstation war in verbindung mit Ludwigsburg,in der Anlage standen immer 3 Reos mit Funkkabinen und edin fest montierter Gittermast der etwa 100m hoch war.In den Gebäuden war ne Werkstatt und Büro,bis in die 80er jahre war es ständig besetzt.Telefonleitungen gingen durch den Wald zu den warton Barraks in heilbronn.Zu den Pershings zurück zu kommen ,die übten unmittelbar im Wald ,oft war dort gesperrt doc h das war mir egal ich bin trotzdem einfach durch gegangen.Aber nun wirds interessant,die Funkanlage liegt auf einem Berg und unterhalb liegen Schienen oder lagen besser gesagt.Hinter den Schienen ist Wald und in 2 Bäumen steckten 2cm Vollkern Geschosse.Hinter dem berg sind trichter von Granateinschlägen und neben dem berg alte Schützengräben die nach der bauart von vor 1945 sein dürften.Ich fand damal auch Patronen mit Holzgeschossen und ne Messerscheide von der HJ.Es ist ein gebiet wo man die geschichte nicht offenlegen möchte habe ich das gefühl.Die Amis habe das gelände auch in den ende 60ern ein paar jahre gesperrt mit Schildern Demolutionsarea und Totenkopf.In den 70ern haben die 3 große Löcher gebuddelt und kanister,Fässer und Kisten da versenkt und zugeschüttet.
Eine kleine Bitte an dich, mach mal ein Leerzeichen hinter Punkt und Komma. Das würde die Lesbarkeit deiner interessanten Informationen sehr erleichtern. Vielleicht kannst du auch die Wörter die man groß schreiben sollte auch groß schreiben am Anfang des Wortes. Kannst du mehr zu den Hubschraubern sagen, also waren die damals dort stationiert?

Rainerh64
15.09.2018, 22:37
Hallo,und Entschuldigung für die Schreibfehler,es waren die Emotionen endlich etwas über die Geschehnisse von Damals zu schreiben.Nun ,zu den Hubschraubern,den Hangar gibts bis Heute,er soll aber nun auch verschwinden.Auf der einen Seite des Hangars war ein Hubschrauber Bell UHD mit gefletschten Zähnen und Raketen an den Kufen.Diese Hubschraubereinheit ist dann nach Schwäbisch Hall zu den Dolan Barraks verlegt worden.Es war aber immer Hubschrauberverkehr über heilbronn sichtbar,auch diese Transporthubschrauber,wir nannten sie Bananen.