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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Fernmeldeaufklärungsstation Hornisgrinde (FR)



Siegfried-Kremer
07.06.2013, 19:31
Dieser ehemalige Nato Horchposten auf einem der höchsten Berge des Nordschwarzwaldes, der Hornisgrinde, wurde von den Franzosen betrieben und 1995 aufgegeben. Bis dahin war die gesamte Gipfelfläche der Hornisgrinde Sperrgebiet. Ab 1995 ist alles frei zugänglich. Einige Bauwerke wurden schon abgerissen. An Sonntagen ist auf dieser 1160 m hohen Gipfelfläche auch ein mobiler Sendemast der Amateurfunker vom Ortsverband Bruchsal anwesend, die da oben eine Hütte gemietet haben. Die Anfahrt erfolgt von Baden-Baden über die B 500, der Schwarzwaldhochstraße oder über Achern. Treffpunkt ist immer der Mummelsee, der sehr idyllisch die Tannen wiederspiegelt. Vom Mummelsee ein Fußmarsch bergauf von einer halben Stunde. Und nicht vergessen viielleicht ein Jäckchen ( kein Conjäckchen ) mitzunehmen. Da oben pfeift der Wind und es ist immer 5 Grad kälter wie in der Rheintalebene. Hier meine Eindrücke vom Mai 2013.

Siegfried-Kremer
07.06.2013, 19:53
Am 23.06.2013 wird der Kommandobunker der Franzosen auf der Hornisgrinde im Rahmen eines Tages der offenen Tür geöffnet sein. Weiter Bilder:

Firefighter
07.06.2013, 20:46
Hallo,

vielen Dank für die Bilder.
Zu den einzelnen Gebäuden und Bildern kann ich noch etwas mehr sagen :-)

Bild 1-4: ehmaliges französisches Chalet (Unterkunft)

Bild 5: Gittermast neuerer Bauart von Vodafone, Richtfunkknoten

Bild 7: weiteres Chalet bzw. eventuell auch die ehmalige Kantine

Bild 8: von der Bauform her warscheins der ehmalige Kfz-Werkstattbereich

zweiter Beitrag:

Bild 1-2: ehmalige NATO-Richtfunkstelle (NATO CIP 67), die Gegenstellen waren die Hohe Derst bei Bad Bergzabern/Böllenborn sowie eine Anhöhe auf dem TrÜbPl Stetten a.k.M. unweit des Bunker "Martin" auf der Schwäbisch Alb

Bild 3-5: Gittermast von Vodafone

Zusätzlich gab es früher noch Richtfunkantennen auf dem Hornisgrindeturm sowie vor dem Turm große Richtfunkspiegel für Troposcatterverbindungen nach Trier sowie einem bisher unbekannten Ziel. Die Scatterantennen sind auf dem nachfolgenden Buchcover zu sehen:
http://www.christian-schmidt.com/product_info.php?products_id=8658

Der Sendeturm des SWR wurde zeitweise auch für Richtfunkverbindungen der Bundeswehr (Luftwaffe) verwendet, befindet sich allerdings ausserhalb des damaligen Sperrgebiets.

Siegfried-Kremer
07.06.2013, 21:41
Danke Firefighter für die Erklärungen. Bild 9 vom 1. Beitrag könnte der Kommandobunker sein, der am 23.06.2013 geöffnet wird und zu besichtigen ist.

Bikld 4 vom 2. Beitrag ist diese mobile Antenne der Amateurfunker. Diese Amateurfunker habe da in der Nähe eine Hütte gemietet und ist das externe Vereinsheim des Ortsverbandes Bruchsal. Da ich selbst Amateurfunker bin ( DC 7 ZC ), habe ich mich ausgiebig mit Ihnen unterhalten. Diese mobile Antenne ist von der Bundeswehr erworben worden. Mit dieser Antenne kommen die auf dem 2 Meter Band sprich 144 - 146 MHz direkt bis nach Polen, so jedenfalls die Aussagen der Amateurfunker.

B.Man
07.06.2013, 22:33
Mit dieser Antenne kommen die auf dem 2 Meter Band sprich 144 - 146 MHz direkt bis nach Polen, so jedenfalls die Aussagen der Amateurfunker.

Gut möglich.

Ich war Instandsetzer in einem Fernmeldebattalion.
Ich habe mich damals leider nicht sehr dafür interessiert was die Funker damals auf ihren Autos hatten

Wenn wir raus gefahren sind bei freilaufenden Übungen um meist Heizungen zu reparieren war es aber schon lustig was aus den Autos zu hören war

Fremde Sprachen.
Oder irgendwie so etwas, das der Lotse von Elbe 3 jetzt an Bord von dem Frachter aus Chile geht :confused:

Wir standen da aber irgendwo mitten im Wald in Nordhessen oder Südniedersachsen :D

Gruss Andreas

Keilerdackel
07.06.2013, 22:55
Diese mobile Antenne ist von der Bundeswehr erworben worden.


Bei der abgebildeten, mobilen Antennenanlage handelt es sich um den auf 25m ausfahrbaren Antennenträger des Rifu-Systemes AUTOKO II, später AUTOKO 90 der Bundeswehr.

Anzumerken ist, dass die Antenne ist auf dem Bild nicht richtig aufgebaut ist.

Siegfried-Kremer
07.06.2013, 23:12
Bei der abgebildeten, mobilen Antennenanlage handelt es sich um den auf 25m ausfahrbaren Antennenträger des Rifu-Systemes AUTOKO II, später AUTOKO 90 der Bundeswehr.

Anzumerken ist, dass die Antenne ist auf dem Bild nicht richtig aufgebaut ist.

Na da habe ich mit meinen 30 Metern ja nicht so schlecht geschätzt. Ich glaube die sind jeden Sonntag da oben die Jungs vom Ortsverband Bruchsal. Ich kann es nicht beurteilen, ob diese Antenne fachgerecht aufgebaut ist. Ich gebe Dir Recht, die Sprache der Amateurfunker ist schon mit vielen Abkürzungen. 77 heißt viele Grüße und dann die Buchstabierung wie Alpha, Braco, Charlie, Delta, Echo, Foxtrott etc.

Rex Danny
08.06.2013, 13:01
Hallo an alle !

Wäre jemand von Euch Willensund in der Lage, vom Sperrgebiet und den einzelnen darin enthaltenen Einrichtungen (BW/ US/ FR) mal ein entsprechendes KMZ-File zu erstellen.

Die Hornisgrinde ist für mich ein Buch mit sieben Siegeln. Ich weiß zwar, daß dort oben viel Militär war, größtenteils auch die Einheiten, habe aber keine Ahnung wer wo welche Liegenschaft betrieben hat.

Also bite, bitte. Ich brauche jetzt mal Eure Hilfe.

Grüße


Rex Danny

Firefighter
09.06.2013, 17:33
Hallo an alle !

Wäre jemand von Euch Willensund in der Lage, vom Sperrgebiet und den einzelnen darin enthaltenen Einrichtungen (BW/ US/ FR) mal ein entsprechendes KMZ-File zu erstellen.

Die Hornisgrinde ist für mich ein Buch mit sieben Siegeln. Ich weiß zwar, daß dort oben viel Militär war, größtenteils auch die Einheiten, habe aber keine Ahnung wer wo welche Liegenschaft betrieben hat.

Also bite, bitte. Ich brauche jetzt mal Eure Hilfe.

Grüße


Rex Danny

Hallo Rex,

ich kann mich gerne mal an einer KMZ versuchen, der größte Teil sollte mit aktuellen Luftbildern noch zu deuten sein.

Gruß,

Rex Danny
09.06.2013, 18:20
Hallo, Firefighter !

Dann danke ich schon mal im voraus.

Grüße


Rex Danny

Jens4
14.09.2017, 21:40
Hallo,

zur Hornisgrinde kann ich ein Bild aus dem Jahre 1968. Es zeigt den Turm und den Sendemast der Bundeswehr, welche im Turm eine Relaisstation hatte.

Viele Grüße
Jens

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