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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : RSV Seppenrade (FeV 1805) / FmSysTrp Seppenrade



1. FmSpez GAFCON SG
19.02.2015, 01:54
Hallo (ehemalige) Kameraden,
ich war von 1988 bis 1996 als SaZ im FmSkt 112 Münster tätig. Davon von 1988 - 1995 auf der RSV Seppenrade (FeV 1805) und von 1995 - 1996 beim FmSysTrp Schwagstorf auf der RSV Schwagstorf/Bippen. Anfangs gehörte die RSV Seppenrade noch zur 8./11 Kalkar.
Da ich noch in den ersten 2 Jahren die Zeiten der Analogtechnik des ESNLw (120/5000, TFU, VZ12T, WTG07, Steckvermittlung, Feldtelefon) miterlebte, wurde ich zuerst in einem Lehrgang als Weitverkehrsspezialist in Nörvenich ausgebildet. Allerdings war ich schon für das digitale AutoFüFmNLw vorgesehen und kam so in den Genuss weiterer technischer Lehrgänge (Elo-Grundlagen und Digitales Vermittlungssystem System12) in den Jahren 1988 und 1989 an der TSLw 2 in Lager Lechfeld zum 1. FmSpez GAFCON.
Aus der Umrüstzeit 1990 der RSV Seppenrade habe ich noch ein paar Fotos, die ich hier einstelle. Die FmStelle Seppenrade war damals immer die Vorzeigestation des FmSkt 112. Wir haben sogar die Station im Maßstab 1:87 als Modell nachgebaut - der Liegenschaftsmast wurde aus einer Wanderfeldröhre der 120/5000 (Preis damals ca. 14.000 DM) hergestellt.
1996 wechselt ich dann zum FmSkt 114 Köln-Wahn und war dann auf den Stationen RSV Köln-Wahn, RSV Kleinau, RSV Drabenderhöhe und RSV Mechernich eingesetzt.

therapist
21.02.2015, 16:45
Na, da bin ich ja mal ehrlich gespannt.
Da ich im Juni 1995 zum FmSkt 112 gestoßen bin, werden wir uns ja über den Weg gelaufen sein ;-) Ich saß damals im Büro von OLt M.; Roland W. ist übrigens auch hier im Forum unterwegs.....
Wie gesagt, auf die Fotos freue ich mich schon.
Bis dahin alles Gute,

therapist

1. FmSpez GAFCON SG
22.02.2015, 05:48
Juni 95? Mmh, also ich habe damals am 6. Juni '95 von der RSV Seppenrade zum FmSysTrp Schwagstorf gewechselt und dort bis zum 8. März '96 meinen Dienst versehen. Dann habe ich mich auf eigenem Wunsch zum FmSkt114 versetzen lassen.
Im Laufe meiner Dienstjahre habe ich so einige SktChefs, ZgFührer und Stationleiter kennengelernt und an Stationsleiterbesprechungen teilgenommen. War eine schöne Zeit.
Sehr schade, was mit den Sektoren und den einzelnen FmStellen geschehen ist, nachdem ich hier so einige Fotos davon gesichtet habe. Kommt mir vor wie bei dem Film "I'm a Legend", wo sie sich die Natur im Laufe der Jahre auch alles wieder zurückholt, in dem alles überwuchert wird.
Alle Fotos von damals inzwischen digitalisiert, aber irgendwie funktioniert das hier nicht mit dem Hochladen der Fotos per Smartphone.

1. FmSpez GAFCON SG
22.02.2015, 06:23
StFw Roland W. (Stationsleiter von Damme), HFw Michael S. (Stationsleiter von Seppenrade), StFw M. (Stationsleiter von Schwagstorf), OLt M. (ZgFhr) und Major L. (SktChef) des FmSkt 112 sagen mir noch was.
Ich war damals (muss so 1989/90 gewesen sein) Schichtführer auf der RSV Seppenrade als auf der RSV Iburg bei einem heftigen Sturm 30 m des mobilen Mastes abgeknickt sind und Iburg so natürlich in allen Richtungen Sende- und Empfangsausfall im analogen ESNLw hatte. Die entsprechende TFU im Bunker war nur am Alarmieren. Bei uns lösten sich die Halteklammern der Hohlleiter am mobilen Mast, so dass ich den Gittermast raufstieg, diese wieder schloss und mit Kabelbinder gegen erneutes Lösen sicherte.
So etwa 1993 gab es auf der RSV Seppenrade einen Großeinsatz der Polizei und SEK mit Hubschrauber, weil ein Jäger bei der Taubenjagd seine Salven auf das Stationsgelände und -personal abgegeben hatte.

1. FmSpez GAFCON SG
22.02.2015, 07:00
Was ist mit dem detailtreuen und mit viel Schweiß gebautem Stationsmodell der RSV Seppenrade geschehen? Ich hoffe es ist nicht dem Raubbau unserer Politik zum Opfer gefallen und hat zu mindestens seinen Ehrenplatz bei dem damaligen Stationsleiter erhalten.

1. FmSpez GAFCON SG
22.02.2015, 16:49
Hier können die Fotos der RSV Seppenrade (FeV 1805) zu meiner aktiven Dienstzeit Anfang der 90er heruntergeladen werden. Vielleicht hat der ein oder andere Kamerad die FmStelle auch so noch in Erinnerung. Zusätzlich noch meine Verabschiedungsgeschenke des FmSkt 112 aus der Unteroffiziergemeinschaft, der RSV Seppenrade und der RSV Schwagstorf.

http://www.4shared.com/folder/_79Nc1Y2/FmSkt112.html

zaagstra
22.02.2015, 17:55
[QUOTE=1.Großeinsatz der Polizei und SEK mit Hubschrauber[/QUOTE]

SEK = Sondereinsatzkräfte?

Walter Zed

1. FmSpez GAFCON SG
22.02.2015, 19:14
Ja, die örtlichen Polizeikräfte aus Lüdinghausen trauten sich natürlich nicht - aus Eigensicherung - den sich im umliegenden Kornfeld verschanzten Jäger aus seinem Versteck zu holen. Also musste er durch Sondereinsatzkräfte und Hubschrauber in dem Kornfeld ausfindig gemacht und heraus geholt werden.
Zum damaligen Zeitpunkt war das SEK auch bei unserem FmSkt 112 in Münster im Pulverschuppen untergebracht.
Der Artikel in der Lüdinghausener Zeitung lautet so: "Ein Hauptfeldwebel der Bundeswehr fühlte sich bedroht und löste einen Großeinsatz der Polizei aus"

Rex Danny
22.02.2015, 19:23
Hallo, Walter !

SEK im Zusammenhang mit Polizei bedeutet "Spezialeinsatzkommando".

Das SEK wird immer dann hinzugezogen, wenn es den "normalen" Polizeieinsatz übersteigt (Geiselnahmen, Festnahme von bewaffneten Schwerverbrechern usw.).

Vielen ist sicherlich auch noch der Begriff MEK geläufig. Dieser bedeutet Mobiles Einsatzkommando und hatte in vielen Bundesländern die gleichen Aufgaben wie die SEK (z.B. in Hamburg). Damit aber deutschlandweit gleiche Bezeichnungen für gleiche Aufgaben genommen werden, wurde z.B. das MEK Hamburg in SEK Hamburg umbenannt.

Und falls jetzt jemand sagt: "Aber es gibt doch immer noch ein MEK in Hamburg !" Ja, das stimmt und auch die Bezeichnung Mobiles Einsatzkommando ist geblieben, allerdings haben sich die Aufgaben des MEK Hamburg völlig geändert. Welche das sind, werde ich natürlich hier nicht posten. Meines Wissens gibt es die Mobilen Einsatzkommandos auch noch in anderen Bundesländern und auch mit der Bezeichnung MEK.

Grüße


Rex Danny

1. FmSpez GAFCON SG
06.06.2016, 19:22
25635

Westfälische Nachrichten
Fr., 18.09.2015

Notaufnahme in der Bundeswehr-Fernmeldeeinrichtung:
150 Flüchtlinge kommen

Seppenrade - Bis zu 150 Flüchtlinge sollen in der ehemaligen Bundeswehr-Fernmeldeeinrichtung an der Dattelner Straße ein vorübergehendes Quartier finden. Seit Donnerstag laufen die Vorbereitungen und die Umbauarbeiten. Die ersten Flüchtlinge sollen Montag eintreffen. Von Werner Storksberger

Flüchtlinge, die in der Hauptsache aus Syrien, Afghanistan, Irak und Nordafrika kommen, werden ab dem kommenden Montag in der ehemaligen Fernmeldeeinrichtung der Bundeswehr in Seppenrade untergebracht. Das bestätigte die Stadt Lüdinghausen gestern vor der Presse. Erst am vergangenen Mittwoch war die Stadt vom Kreis Coesfeld und der Bezirksregierung zur Einrichtung dieser Aufnahmestelle aufgefordert worden. Seit Donnerstag läuft die „Entmottung“ der Bundeswehreinrichtung, die vor gut fünf Jahren geschlossen worden war.

„Wir übernehmen hier Aufgaben für das Land und den Bund. Eigentlich müssten hier andere Leute sitzen und erläutern, was in Seppenrade passiert“, machte Bürgermeister Richard Borgmann gestern vor der Presse keinen Hehl aus seiner Verärgerung über die Landesbehörden. Letztlich gehe es jedoch um die menschenwürdige Unterbringung der Flüchtlinge, wie auch der künftige Beigeordnete Matthias Kortendieck gestern erläuterte. „Wir verstehen uns hier auch als Gastgeber.“ Entsprechend sorgfältig laufen die Vorbereitungsarbeiten, in die auch Feuerwehr, Polizei, THW und insbesondere das DRK eingebunden sind.

Die Notunterkunft dient als erstes Quartier für gerade eintreffende Flüchtlinge. Hier sollen eine erste Registrierung sowie ein Gesundheitscheck erfolgen. Nach wenigen Wochen sollen die im Asylverfahren befindlichen Flüchtlinge in andere, längerfristige Quartiere weitergeleitet werden.

Seit Donnerstag laufen die Vorbereitungen zur Herrichtung des Gebäudes. In dem zweigeschossigen Haus befindet sich eine Reihe von kleineren und größeren Büros. Neben mehreren Sanitärbereichen verfügt das Gebäude auch über einen Gemeinschaftsraum, der auch zur Unterbringung von Flüchtlingen genutzt wird. Das Gelände ist massiv eingezäunt. Unternehmen für die Instandsetzung der Elektrik und der Wasser- und Abwasserinstallation haben ihre Arbeit aufgenommen. Heizkörper werden erneuert und der Außenbereich wird gesäubert. Die Stromzufuhr erfolgte gestern noch über einen Generator. Bürgermeister Richard Borgmann dankte den heimischen Unternehmen für den schnellen Einsatz und den Mitarbeitern des Bauhofs für das riesige Engagement.


Vor Ort angekommen
Flüchtlinge in Seppenrade
Die Bilder sind allen bekannt: Flüchtlinge drängen sich vor Grenzen, am Stacheldraht, quälen sich in Züge – und jubeln, wenn sie Deutschland erreicht haben. Die Odyssee ist damit noch nicht zu Ende. Spätestens am Montag erreicht der Flüchtlingsstrom das Rosendorf. Bis zu 150 Menschen werden in dem ehemaligen Bundeswehrgebäude an der Dattelner Straße untergebracht. Das Thema „Flüchtlinge“ ist damit nicht mehr abstrakt. Es ist vor Ort angekommen – mit allen Konsequenzen.
Kein Zweifel: Die Lüdinghauser und Seppenrader werden hilfsbereite und verständnisvolle Gastgeber sein. In wenigen Tagen wird sich ein ehrenamtlicher Helferkreis gebildet haben. Die erste „Torte“ hatten allerdings die Hauptamtlichen auf dem Auge: Sozialamt, Bauhof, Rotes Kreuz waren und sind „bis zum Anschlag“ gefordert. Auch wenn Christoph Schlütermann versichert, dass das DRK „ein besonderes Sendungsbewusstsein“ hat, ist dieses Engagement nicht der Normalzustand. Was die Mitarbeiter des Bauhofes, die sich angesichts des Stadtfestes ohnehin nicht über zu wenig Arbeit beklagen dürfen, leisten, sprengt jeden Rahmen. Wenn demnächst wieder über Unkraut in den Anlagen, Schlaglöcher auf Straßen oder eine kaputte Schaukel auf einem Spielplatz diskutiert wird, mag sich der Querulant an diese Überstunden erinnern.


Betreuung ist „gigantischer Kraftakt“
Seppenrade - „Als einen gigantischen Kraftakt“ bezeichnete Christoph Schlütermann, hauptamtlicher Vorstand des DRK-Kreisverbandes, die Betreuung der Flüchtlinge durch das Rote Kreuz. Wie zahlreiche andere Unterkünfte auch, wird das DRK die Seppenrader Notunterkunft betreiben. Das Rote Kreuz verfügt mittlerweile nicht nur über das nötige Know how, sondern auch über viele Einsatzkräfte. „Wir haben seit den Sommerferien knapp 180 Mitarbeiter zur Betreuung der Unterkünfte eingestellt“, berichtete Schlütermann gestern. „Wir reißen uns alle ein Bein aus“, charakterisierte der DRK-Chef gestern den Arbeitsanfall, aber auch das Engagement der Mitarbeiter. Mindestens ein Dutzend Vollzeitkräfte des DRK sind ab Montag im Schichtbetrieb an der Notunterkunft im Einsatz. Von Teilzeitkräften werden sie bei bestimmten Aufgaben unterstützt. Hinzu kommt ein Wachdienst, der rund um die Uhr mit mindestens zwei Kräften vor Ort ist. Für die täglichen Sprechstunden – auch in anderen Unterkünften – sucht das DRK noch Ärzte, die sich unter 0 25 41/94 42 12 melden können. Dass der Einsatz für die Betreuung der Asylsuchenden ein „enormer Kraftakt“ ist, hat nicht nur etwas mit personellem Engagement zu tun. „Bisher haben wir für unsere Arbeit noch keinen Cent gesehen“, so Schlütermann gestern vor der Presse. Von Werner Storksberger

1. FmSpez GAFCON SG
06.06.2016, 20:27
RuhrNachrichten
Di., 22.09.2015

Viele Jahre nutzte die Bundeswehr das Gebäude, seit Dienstag sind hier Flüchtlinge untergebracht.

So sieht es in der Lüdinghauser Erstaufnahme aus
LÜDINGHAUSENIm Keller arbeiten die Handwerker unter Hochdruck an den Abflussleitungen für die Waschmaschinen, draußen reichen freundliche DRK-Helfer den ersten 50 Flüchtlingen erst einmal einen mit Wasser gefüllten Becher. Seit Dienstagnachmittag ist die Erstaufnahme-Einrichtung am Ortsrand von Seppenrade in Betrieb.
Wir waren dabei, als die ersten Flüchtlinge ankamen und haben uns auch in dem Gebäude umgesehen, das für Bürger rund 30 Jahre lang komplett gesperrt war.
In unserer Fotostrecke finden Sie 23 Fotos von innerhalb und außerhalb der Einrichtung. Von Thomas Aschwer

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