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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Büchervorstellungen



Nemere
23.12.2015, 13:41
Ich greife den hier http://www.cold-war.de/showthread.php/4116-Vorschlag%28Thread-f%C3%BCr-neue-B%C3%BCcher%29
gemachten Vorschlag für ein Dauerthema „Büchervorstellungen“ auf und beginne mit einer Vorstellung:

Deinhardt, André: Panzergrenadiere im Kalten Krieg: die Geschichte einer Truppengattung zwischen "Massive Retaliation" und "Flexible Response" 1960 bis 1970, (Sicherheitspolitik und Streitkräfte der Bundesrepublik Deutschland, 11) München 2012.

Diese Buchreihe wird vom Militärgeschichtlichen Forschungsamt bzw. dessen Nachfolgeorganisation herausgegeben, was für eine hohe Qualität bürgt.
Das Buch ist eine Dissertation der Universität der Bundeswehr München und beschreibt die Entwicklung, Organisationsformen und Einsatzgrundsätze der Panzergrenadiere der Bundeswehr in den Heeresstrukturen 1 bis 3. Zum Inhalt siehe das beigefügte Inhaltsverzeichnis.
Aufgelockert ist das Buch durch zahlreiche Grafiken und Übersichten, von denen ich ebenfalls zwei beigefügt habe.
Um keine falschen Vorstellungen zu wecken: Das Buch befasst sich NICHT mit der Geschichte einzelner Bataillone!

Ich würde mir wünschen, das auch zu den anderen Truppengattungen Bücher in solcher Qualität entstehen würden, bisher gibt es mit Ausnahme der Panzertruppe und der frühen Jahre der Fernmelder noch nicht sehr viel in dieser Richtung.

Rex Danny
24.12.2015, 11:43
Wie gewünscht, habe ich das Thema oben festgehalten, damit zukünftig nicht mehr lange gesucht werden muß, um Neueinträge vornehmen zu können.

Grüße


Rex Danny

DeltaEcho80
30.12.2015, 15:56
Ich habe das Buch ebenfalls im Regal stehen.

Sehr interessant und informativ, kann ich nemere nur beipflichten.

Nemere
01.01.2016, 14:35
Wagner, Armin / Uhl, Matthias: BND contra Sowjetarmee - westdeutsche Militärspionage in der DDR, (Militärgeschichte der DDR 14) , Berlin 2007.
Auch als Sonderauflage bei der Bundeszentrale für politische Bildung erschienen (Schriftenreihe Band 658, Bonn 2007).

Beschreibt anhand freigegebener Akten der Organisation Gehlen und des Bundesnachrichtendienstes die Arbeit des Bundesnachrichtendienstes in der DDR zwischen 1945 und 1970. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Aufklärung der sowjetischen Stationierungskräfte (GSBT / GSSD). Es werden die Schwierigkeiten der geheimdienstlichen Arbeit in einem totalitären Staat thematisiert, ebenso die Spionageabwehr durch das MfS. Im Anhang finden sich Auszüge aus Originalakten, z.B. zu Stationierungsübersichten und Ausstattung der 8. Gardearmee um 1971.

Nähere Informationen zu diesem Buch hier:
https://books.google.de/books?id=OE5EP189g1EC&pg=PP1&lpg=PP1&dq=bnd+contra+sowjetarmee&source=bl&ots=xAYlGoxIXM&sig=kfM9RfZf_-5c3fpgqlWkdl2kraA&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwjA7uPM3IjKAhXCiywKHbeUDhgQ6AEIRDAG#v=on epage&q=bnd%20contra%20sowjetarmee&f=false

http://www.hsozkult.de/publicationreview/id/rezbuecher-9799

Hoover
16.10.2018, 20:40
https://www.amazon.de/Massive-Retaliation-Declassified-Documentary-1950-1985-ebook/dp/B00U827JBS/ref=sr_1_2?ie=UTF8&qid=1539714756&sr=8-2&keywords=massive+retaliation

"Massive Retaliation"
Dokumentation der US Planungen zur Nuklearen Kriegsführung 1950 - 1985
Das Buch ist eher ein Abdruck und eine Erklärung der ehemals geheimen Akten zu den Einsatzpänen, mit Zielen, Einsatzmitteln etc.
Sehr heftig, wenn man amtlich liest, dass 1972 als Ziel bei einem Nuklearschlag 30 % der sowjetischen Polpulationn und 70% der industirellen Kapazität zu vernichten und man dazu über gesamt 3200 Sprengköpfe verfügte. Zusätzilch dazu wurden 600 Sprengköpfe für China eingeplant.
Die letzte Überarbeitung fand 1980 statt und ist nicht mehr so detailliert wie die von 1972 und davor. Man hätte einfach die Sowjetunion ausgelöscht.

Interessantes Buch, gerade die Änderungen von den SAC-Angriffen in den 50ern zu den ICBM-Angriffen ab den 60er Jahren mit den Zahlen der Einsatzmittel geben Faktenfutter.

B206
17.10.2018, 15:02
Bedauerlich das letztgenanntes Buch nicht in der hier üblichen Sprache verfügbar ist.

Nemere
17.10.2018, 15:50
Bei allem Verständnis - aber wenn man sich mit der Planung nuklearer Kriegführung zur Zeit des Kalten Krieges befasst, wird man um gewisse Englischkenntnisse nicht herumkommen. Die Masse der - brauchbaren - Literatur zu diesem Thema und vor allem die Quellen (soweit sie den veröffentlicht sind) stammen nun mal aus den USA. Kaum ein Verlag wird bei dem absehbar geringen Leserkreis das Risiko einer ÜBersetzung ins Deutsche eingehen.

Hoover
17.10.2018, 16:30
Zum Glück habe ich (ohne zu protzen) sehr gute Englischkenntnisse, und etwa drei Viertel meiner 1200 Bücher zur Militärgeschichte sind alle in Englisch. Die meisten Bücher gibt es nur auf Englisch, weil sich meist eine Übersetzung nicht lohnt für die Verlage.

Gerade dieses hier würde sich sicher nur eine Handvoll Male in Deutschland verkaufen. Ähnlich mit den Büchern zum Thema Indochina, Korea und Vietnam etc.

B206
17.10.2018, 20:30
Bei allem Verständnis - aber wenn man sich mit der Planung nuklearer Kriegführung zur Zeit des Kalten Krieges befasst, wird man um gewisse Englischkenntnisse nicht herumkommen.Wenn ich dieser für sich alleine gestellten Argumentation folge dann sollte man das auch auf die russische Sprache erweitern. Wie steht es bei dir so mit den russischen Sprachkenntnissen? Nicht nur im englischen Sprachraum gab es Nuklearwaffen, die gab es auch, und das ist bekannt, in der Sowjetunion. Doch was bedeutet das jetzt? Sind jetzt russische Sprachkenntnisse notwendig um sich mit der nuklearen Kriegführung der Sowjetunion zu beschäftigen?

Nemere
18.10.2018, 06:04
Ich glaube nicht, das besonders viel zur russischen nuklearen Strategie in russischer Sprache veröffentlicht wurde. Man hält sich dort, soweit ich das beurteilen kann, recht bedeckt. Grundsätzlich tritt aber hier das gleiche Problem auf wie bei den USA: Wenn derartige Bücher oder Quellen in russischer Sprache veröffentlicht werden, wird sich kaum ein deutscher Verlag bei dem zu erwartenden geringen Interesse bereit finden, diese Werke übersetzen zu lassen und in Deutsch herauszubringen. Es lohnt sich einfach ökonomisch gesehen nicht. Wer so etwas lesen will, muß entweder Russisch können oder jemanden kennen, der gut genug Russisch kann.
Meine Russischkenntnisse reichen dazu sicher nicht aus, allerdings ist mein Interesse an sowjetischer Nuklearstrategie bzw. an Nuklearwaffen überhaupt, marginal bis nicht vorhanden.

Auch verstehe ich Deinen Satz von der "für sich alleine gestellten Argumentation" nicht. Sobald man bei der Beschäftigung mit Geschichte in jeder Hinsicht tiefer in die Materie einsteigt und anfängt, sich neben der veröffentlichten Literatur, mit den Quellen zu beschäftigen, wird man in vielen Fällen nicht darum herumkommen, sich bestimmte Sprach-Kenntnisse oder Grundlagen anderer sog. "Hilfswissenschaften" zu verschaffen. Wer sich mit alten Urkunden oder Kirchenbüchern befasst, braucht sehr schnell Lateinkenntnisse, wer sich mit Aktenmaterial der Neuzeit abgibt, tut gut daran, sich Grundkenntnisse der Akten- und Dokumentenkunde anzueignen. Genauso ist es eben auch mit fremdsprachlichen Quellen.
Man muss sich eben darüber im klaren sein, dass man immer nur einen minimalen Bruchteil des vorhandenen Wissens nutzen kann, u.a. eben wegen der vorhandenen Sprachprobleme.

B206
18.10.2018, 14:10
Da waren wir mittendrin, zu beiden Seiten der Nahtstelle der Systeme als direkte Zuschauer und Akteure und es gibt hier keine Verleger die so etwas in die deutsche Sprache übersetzen. Das ist Schade. Aber womöglich waren wir zu dicht dran am Thema oder sind zu sehr abgestumpft davon als das wir uns heute noch damit beschäftigen wollten.

Hoover
20.10.2018, 13:24
Noch mal ein Buchtipp:

https://www.amazon.de/gp/product/3472616083/ref=oh_aui_detailpage_o04_s00?ie=UTF8&psc=1

"Militarisierungsatlas der Bundesrepublik"
Stand 1986 beschreibt das Buch rundherum alles über die NATO in Deutschland. Standorte, Liegenschaften, Gliederungen, Fahrzeuge, Zahlen, Pläne, Zivilschutz, A und C-Waffen.

Herausgegeben in Darmstadt 1986 fällt eines auf: Die Skizzen und Tabellen haben eine deutliche Ähnlichkeit mit den Zeichnugen in den NVA Büchern zur NATO. Leider konnte ich nicht herausfinden, ob die DDR irgendwie was damit zu tun hatte, das Buch ist schon eine Anti-NATO-Propaganda. Die Russen wollten ja nur Frieden, die NATO ist Schuld an der Aufrüstungsspirale.

Trotzem sehr interessant, weil auch viel über die NAOT-Staaten mit Stärken etc angegeben sind.

Nemere
20.10.2018, 16:16
Der Militarisierungsatlas ist mit äußerster Vorsicht zu gebrauchen, er ist weitgehend nach irgendwelchen Angaben friedensbewegter Menschen geschrieben, die meistens keinerlei Ahnung von Organisation, Gliederung und Zusammenhängen hatten. Viele Angaben im Militarisierungsatlas sind ohne Verifizierung durch mindestens eine weitere seriöse Quelle kaum zu gebrauchen, sie beruhen nur auf Hörensagen oder spiegeln die Stationierungen, die in den 1950er Jahren galten.

Beispiel: In der 1986er Ausgabe wird auf S. 279 genannt: 8660 Münchberg, Kaserne, Nuclear Custodial Detachment. Münchberg lag damals keine 30 km von der DDR-Grenze entfernt, mitten in der Hauptstoßrichtung der aus der "Plauener Pforte" kommenden Divisionen des Warschauer Paktes. Ausgerechnet dort wird man ein Custodial Detachment stationieren! Abgesehen davon gab es in Münchberg nie eine Kaserne. Wenn man dem Zustandekommen dieses Eintrags nachgeht, kommt man folgenden Erkenntnissen:

1. In Münchberg stand am Ortsausgang Richtung Helmbrechts seit Anfang des 19. Jahrhunderts ein Getreidespeicher, der mehrfach der damaligen bayerischen Armee als "Kaserne" für die Landwehr angeboten wurde, also eher eine Art MobStützpunkt. Von daher kommt das Gerücht der Kaserne in Münchberg im Militarisierungsatlas.

2. Das "Nuclear Custodial Detachment" stammt aus Planungen der Frühzeit des Kalten Krieges. Die Amerikaner hatten damals neben Atombomben und - raketen als einzigen Nuklearwaffenträger die "Atomic Annie", ein 280 mm Geschütz. Wegen seiner Kampfentfernung von 28 km musste es relativ weit vorne eingesetzt werden, wegen des Gewichts - 80 t in Fahrstellung - konnte es nur im Zuge guter Straßen verwendet werden, also bevorzugt entlang der Autobahn. Münchberg liegt an der A 9, wie bereits erwähnt im Zuge einer Hauptangriffsrichtung, also waren hier Einsatzräume für die "Atomic Annie" vorgesehen. Anscheinend wurde hier in den 50er Jahren tatsächlich mit diesem Geschütz geübt, das in Bamberg und im Raum Nürnberg stationiert war. Entsprechende Gerüchte von der "Atomkanone" geistern unter älteren Einwohnern immer noch herum und wurden im Militarisierungsatlas dann zum "Custodial Detachment" gemacht. Auch das Sperrmittelhaus am Döbraberg, etwa 15 km von Münchberg entfernt, wurde in diesem Zusammenhang in der Vorstellung der Bevölkerung zum "Atomwaffenlager".

Also äußerste Vorsicht beim Militarisierungsatlas. Jede Angabe darin sollte sehr kritisch überprüft werden.

Beide Ausgaben (1986 und 1988) gibt es hier in der Download-Sektion.

B206
20.10.2018, 17:46
Die Skizzen und Tabellen haben eine deutliche Ähnlichkeit mit den Zeichnugen in den NVA Büchern zur NATO.
Durchaus lesenwert zu diesem Thema der Link https://www.deutschlandfunk.de/ferngesteuert-oder-ausgenutzt-die-friedensbewegung-der-70er.724.de.html?dram:article_id=97169

Hoover
21.10.2018, 00:12
Natürlich sind solche Veröffentlichingen immer mit Vorsicht zu genießen. Aber der Umfang des Buches wird einige Militärs damals sicher geägert haben. Auch im Bereich Verden ist Einiges falsch oder 1983 veraltet gewesen. Ich denke auch, dass die Stasi ihre Finger da im Spiel hatte. Leider kenne ich kein änliches Buch zur NVA aus den 80ern.

B206
21.10.2018, 10:08
Natürlich sind solche Veröffentlichingen immer mit Vorsicht zu genießen. Aber der Umfang des Buches wird einige Militärs damals sicher geägert haben. Auch im Bereich Verden ist Einiges falsch oder 1983 veraltet gewesen. Ich denke auch, dass die Stasi ihre Finger da im Spiel hatte. Leider kenne ich kein änliches Buch zur NVA aus den 80ern.
Wird es auch nicht geben. In der DDR konntest du nicht mal eine Brücke/Schleuse/Kaserne fotografieren ohne Ärger zu bekommen. Man kann das beides nicht vergleichen. Das eine war eine Demokratie und das andere ein Regime. Es war im Westen viel leichter Informationen zu erhalten. Die lagen praktisch öffentlich auf der Straße oder standen in der Zeitung. Ein solches Buch konnte es nur im Westen geben.

Nemere
21.10.2018, 11:08
Wird es auch nicht geben. In der DDR konntest du nicht mal eine Brücke/Schleuse/Kaserne fotografieren ohne Ärger zu bekommen. .... Ein solches Buch konnte es nur im Westen geben.

Dem kann ich nur zustimmen.

Als kleinen Ersatz gibt es für die ehemalige DDR die "Standortdatenbank der Nationalen Volksarmee, der Grenztruppen der DDR und der sowjetischen (russischen) Streitkräfte in der DDR" auf der Website des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes.
http://www.mgfa.de/html/zms_standorte_einleitung.php?PHPSESSID=242edc796f8 c41f8895d20ef179cd774

Die ist zwar - ähnlich wie die dort auch angebotene Datenbank zur Bundeswehr - auch nicht ganz zuverlässig, bietet aber doch einen guten Überblick.

Außerdem haben wir hier in der Download-Sektion die hervorragenden Zusammenstellungen zur NVA und zur GSSD unseres geschätzten Foren-Autors "Alter Fritz".

Grüße
Jörg

klaus_erl
22.10.2018, 08:23
Beispiel: In der 1986er Ausgabe wird auf S. 279 genannt: 8660 Münchberg, Kaserne, Nuclear Custodial Detachment. Münchberg lag damals keine 30 km von der DDR-Grenze entfernt, mitten in der Hauptstoßrichtung der aus der "Plauener Pforte" kommenden Divisionen des Warschauer Paktes. Ausgerechnet dort wird man ein Custodial Detachment stationieren! Abgesehen davon gab es in Münchberg nie eine Kaserne. Wenn man dem Zustandekommen dieses Eintrags nachgeht, kommt man folgenden Erkenntnissen:

1. In Münchberg stand am Ortsausgang Richtung Helmbrechts seit Anfang des 19. Jahrhunderts ein Getreidespeicher, der mehrfach der damaligen bayerischen Armee als "Kaserne" für die Landwehr angeboten wurde, also eher eine Art MobStützpunkt. Von daher kommt das Gerücht der Kaserne in Münchberg im Militarisierungsatlas.


Noch ein paar - hier eigentlich nicht relevante aber vielleicht interessante - Informationen zu diesem Gebäude:

In früherer Zeit erhielt der Staat einen Teil der Abgaben von den Bauern in Form des Zehntgetreides. Der Staat hatte das Recht, dieses dann in Münchberg auf dem Dachboden des Rathauses zu lagern. Die Stadt versuchte, diese Lagerungspflicht los zu werden. Nach dem Rathausumbau 1821 war der Dachboden dafür nicht mehr geeignet und 1833 verzichtete die Regierung auf ihr Recht endgültig unter der Auflage, dass ein Ersatzgebäude bereitzustellen sei.

Baubeginn war dann 1847. Noch während des Baus trat am 4.6.1848 das bayerische Gesetz zur Aufhebung der Grundlasten in Kraft.

Nach Fertigstellung suchte man daher nach einer anderen Nutzung. Dabei wurde unter anderem auch die Nutzung als Kaserne diskutiert.

1862 wurde der Bau dann an die Textilfirma Johann Simon Fleißner verkauft, der es bis zu ihrem Ende gehörte. Später war ein schaumstoffverarbeitender Betrieb in der Fleißnerschen Fabrik angesiedelt, das Gebäude diente in zunehmend schlechterem Zustand noch teilweise als Lager.

Es gab Initiativen, das Gebäude zu erhalten und ein Textilmuseum einzurichten. Es wurde aber schließlich 1992 abgerissen. Heute befindet sich dort ein Supermarktparkplatz und der Garten der evangelischen Kinder- und Jugendhilfe. https://goo.gl/maps/28nqAYhsSaz

Zu meiner Schulzeit am Gymnasium trug das Gebäude in Gymnasiastenkreisen den Namen "Anhalter Bahnhof". Schüler aus der Helmbrechtser Gegend, denen der Weg zum Bahnhof zu weit oder die Wartezeit auf den Zug zu lang war stellten sich nämlich vor dem Gebäude an die Straße und versuchten als Anhalter heim zu kommen.

Klaus

Nemere
22.10.2018, 09:35
Auch ich kann mich noch an dieses Gebäude an der Ortsausfahrt Richtung Autobahn erinnern.

Zu dem alten Münchberger Getreidespeicher gibt es einen Aufsatz von dem ausgezeichneten Münchberger Heimatforscher Karl Dietel: Der ehemalige Getreidespeicher in Münchberg, In: Heimatkalender für Fichtelgebirge und Frankenwald 1986, S. 76 - 82.

Aber jetzt gerade wir in die Heimatkunde.

Grüße
Jörg