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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Neuer Ausweichsitz der Bundesregierung



karlbauknecht
20.10.2007, 23:12
Dass die Bundesregierung einen neuen Ausweichsitz hat, dürfte dem verständigen Internet-Nutzer bestimmt nicht entgangen sein, er soll in Strausberg bei Berlin liegen. Zumindestens konnte man dies bei einem Besuch des "alten" Ausweichsitzes in Marienthal erfahren. Ob es sich um Latrinenparolen handelt, vermag ich nicht zu sagen.

Harry (†)
21.10.2007, 02:43
Das dürfte sich in Berlin schwierig gestalten auf Grund der Geologie...

vizekonteradmiral
21.10.2007, 20:07
Das dürfte sich in Berlin schwierig gestalten auf Grund der Geologie...

Strausberg = Märkischer Sand! (Sage ich mal einfach so als alter Erdkunde-Leistungskursler:D )

Also auch nicht wesentlich andere Voraussetzungen als bei "eurem" Bunker, der in den Sand der Wetterau gebaut ist. Zwar etwas klein um eine ganze Bundesregierung samt Beraterstab unterzubringen, aber es spräche ja nichts dagegen eine Anlage von mehreren solchen Bunkern in Strausberg zu bauen. Die Nähe zu Berlin hätte den Vorteil einer schnelleren Erreichbarkeit im V-Fall, als wenn die Regierung zu einem Ausweichsitz in einem Thüringer Stollensystem o.ä. gelangen müsste. Rein theoretisch ....

Rein praktisch, und weil ich kein Bunkerfachmann bin, spricht wohl doch einiges dagegen, die Berliner Bagage in solchen Kästen unterzubringen.:rolleyes: Oder?

Harry (†)
22.10.2007, 02:44
"Unser" Bunker ist in einen Basaltausläufer der vom Vogelsberg kam gebaut worden.

karlbauknecht
22.10.2007, 21:44
Das dürfte sich in Berlin schwierig gestalten auf Grund der Geologie...

Die Bundesregierung soll einen "alten" Bunker von den Russen übernommen werden und er soll sich in einer Kaserne der Bundeswehr befinden...

Mehr weiß ich leider nicht:confused:

harveyonair
25.01.2008, 00:51
Wenn die Info stimmt, so ist Strausberg ein recht günstiger Ort, denn schon zu Zeiten als Marienthal noch in Betrieb war, wurde Strausberg nach der Wende bereits als FernmeldeHQ benutzt. Es wird allerdings niemand bestätigen wollen, denn das verstößt grandios gegen die Geheimhaltung von VS Angelegenheiten.
Ich hätte aber geschworen, dass die Anlage damals unter "Stausberg" lief, nur scheinbar liege ich da falsch.

Harry (†)
28.01.2008, 23:03
Ich habe mal einige weitere teils unveröffentlichte Fotos vom Postbunker in die Galerie geladen.

fire-wr
02.02.2008, 20:43
vielleicht wird es ja nen neuer komplex 5000 *grins* weil sooo weit ist der ja auch nicht weg....


oder ist es dieser??? http://www.bunkertours.com/

east germany 2001 strausberg

Strahlemann
12.03.2008, 21:04
ja in der gegend um Berlin gab und gibt es noch einiges unter tage zu entdecken.... z.b. 5021,harnekop oder alt Stahnsdorf...und wo zu DDR zeiten möglichkeiten bestanden was großes unter der Erde zu verstecken... sollte das heute noch einfacher möglich sein...

Geograph
26.06.2008, 15:41
Dass die Bundesregierung einen neuen Ausweichsitz hat, dürfte dem verständigen Internet-Nutzer bestimmt nicht entgangen sein, er soll in Strausberg bei Berlin liegen.


■ Deutscher Bundestag: Drucksache 13/6135 vom 15.11.1996


Schriftliche Anfrage aus dem Jahre 1996 des Bundestagsabgeordneten Hans Wallow (SPD):

"Welche Planungen verfolgt die Bundesregierung hinsichtlich der weiteren Nutzung des Regierungsbunkers in Bad Neuenahr-Ahrweiler (s. Bild am Sonntag vom 27. Oktober 1996) in Anbetracht der Verlagerung von Parlament und Teilen der Bundesregierung nach Berlin?"


Antwort des Parlamentarischen Staatssekretärs Eduard Lintner vom 11. November 1996:

"Die Überlegungen der Verfassungsorgane des Bundes über einen gemeinsamen Ausweichsitz sind noch nicht abgeschlossen. Die Prüfung von Anlagen im Raum Berlin hat ergeben, daß diese Anlagen nicht als Ausweichsitz in Betracht gezogen werden können."

_________
► Quelle: dip.bundestag.de/btd/13/061/1306135.asc [26.06.2008; 14:00 Uhr]

.

Geograph
26.06.2008, 15:41
Dass die Bundesregierung einen neuen Ausweichsitz hat, dürfte dem verständigen Internet-Nutzer bestimmt nicht entgangen sein, er soll in Strausberg bei Berlin liegen.


■ Deutscher Bundestag: Drucksache 13/9558 vom 02.01.1998


Schriftliche Anfrage aus dem Jahre 1997 des Bundestagsabgeordneten Wolfgang Behrendt (SPD):

"Welche weitere Verwendung sieht die Bundesregierung für den sog. Regierungsbunker in der Eifel vor, und inwieweit bestehen Planungen für einen Ausweichsitz im Bereich Berlin/Brandenburg?"


Antwort des Staatssekretärs Dr. Kurt Schelter vom 22. Dezember 1997:

"Über eine eventuelle weitere Verwendung bzw. die Verwertung des bisherigen Ausweichsitzes der Verfassungsorgane des Bundes ist noch nicht abschließend entschieden. Planungen für einen Ausweichsitz im Bereich Brandenburg bestehen nicht."

_________
► Quelle: dip.bundestag.de/btd/13/095/1309558.asc [26.06.2008; 14:00 Uhr]

.

Betonkopf
14.09.2008, 18:54
Ob die Regierung einen neuen Ausweichsitz plant wird sie, glaube ich,
nicht in einer parlamentarischen Anfrage beantworten. Politisch korrekt
gesprochen hat sich die Sicherheitslage wohl dahingehend verändert, daß
nach offizieller Lesart kein solcher Bunker mehr gebraucht wird.
Außerdem wäre es interessant, mal zu wissen, inwieweit das sog.
"unterirdische Erschließungswerk" in Berlin, das sämtliche wichtige
Standorte der Regierung miteinander verbindet, so gebaut wurde, daß
es im Kriesenfall zumindest begrenzten Schutz bei einem Angriff bietet.
Das ist zwar wahrlich nicht geheim und ist alles offen ausgeschrieben worden,
aber immerhin. Wer weiß, ob nicht auch die Jungs und Mädels aus Pullach
deshalb umziehen müssen.

raven66
20.09.2008, 19:23
meine irgendwo mal gelesen zu haben, dass irgendwo im näheren Umfeld des Reichstages/Spreebogen beim Bau des Bundeskanzleramtes bzw. der anderen Gebäude und des Strassentunnels ein Bunker oder Ähnliches gleich mit(ein-)gebaut worden sein soll.
Weiss diesbezüglich jemand Näheres ??

So ganz ohne kann ich mir das nicht vorstellen

Teletektor
09.10.2008, 15:14
Bei einer Fernsehreportage zur Eröffnung des Kanzleramtes wurde erwähnt, das nicht nur Panzerglas und sehr starke Wände verbaut wurden, sondern sich auch unten Schutzräume befänden. Daran kann ich mich noch erinnern.
Denkbar wäre ein Schutzbau unter dem Paul-Loebe-Haus, also dem Abgeordnetenhaus gegenüber oder unter dem Auswärtigen Amt das ehemalige Gebäudeteile der Bundesbank benutzt, oftmals im Fernseh zu sehen bei Tagungen des Krisenstabes, bei Entführungen, ect. Dort sieht man die 0,5 Meter dicken "Fensterläden".

StoMunNdlg 241/3
11.12.2008, 23:13
Hab mal irgendwo gelesen (sorry für das irgendwo) das anstatt Bunker gleich die vorhandenen Gebäude bzw. halt die neubauten "Bunkermäßig" gebaut werden sollen, da ein Bunker heut zu tage kaum sinn macht.
Ein Angriff, z.B. durch einen Sprengstoffanschlag oder dergl. kündigt sich ja nicht an, ebenso wenig ein Flugzeug das wo reinfliegt oder andere denkbare Szenarien - daher bleibt auch keine Zeit einen Bunker auf zusuchen.
Soweit ich weiß sollen daher bei wichtigen Bauten ballistische Schutzvorrichtungen mit eingebaut werden, aber möglichst "ins Design" passend...

Hummel
13.01.2011, 14:58
Hallo zusammen

Das Thema möchte ich aufwärmen. Im NOV 2009 erschien der Hinweis unter http://ausweichsitz.de/content/view/150/39 ("Licht an im Merkel Bunker?"):

"Die Frage, wohin die Bundesregierung nach Aufgabe des Regierungsbunkers im Ahrtal ab 1997 evakuiert werden sollte, ist auch Thema eines neuen Buches, das im Dezember 2011 veröffentlicht wird. Dafür wurden bisher nicht freigegebene Unterlagen des Bundes erstmals ausgewertet und die entsprechende Örtlichkeit (die weder in Berlin noch Umgebung lag) fotodokumentiert. Mehr Informationen zum Buchprojekt, in das sich mehrere Autoren und Fotografen einbringen, gibt es Ende Januar 2011."

Na da bin ich ja mal auf Ende Januar gespannt. "Weder Berlin noch Umgebung ...". Na mal schauen.

Zu dem o.g. Erschießungssystem In Berlin (Unterirdisches Erschließungssystem zwischen Reichstag und Paul-Löbe-Haus (Tiergarten/Mitte)) habe ich dieses gefunden: http://www.unter-berlin.de/Heute.202.0.html dort recht weit unten unter Logistiksysteme.

"Doch inzwischen hat sich das Lagebild massiv verändert. Konsequenterweise müsste ein Regierungsbunker also nach der sicherheitspolitischen Neubewertung 2001 wieder da sein – und unter Anwendung des Grundgesetzes und nach Auslegung der Antwort aus dem Bundeskanzleramt (März 2009: „Diese Planungen schließen neben einer angemessenen Notfallplanung auch eine Räumung der Bundesministerien und die Wahrnehmung ihrer wichtigen Regierungsfunktionen (...) an einem anderen Standort ein.“) für weit mehr als 1.000 Personen ausgelegt sein."

... so die Webseite ausweichsitz.de mit o.a. Link. Schutzbauten dieser Größe können nicht unverborgen sein seit 10 Jahren, oder? Das spricht aus meiner Sicht gegen einen Megabunker, ob neu oder alt (also aus DDR Zeiten, wobei diese Größe, hatte man die in einem Stück? Wenn nicht, muss man wohl gleich mehrere Geschenke aus DDR Zeiten übernommen haben).

Hummel

Torsten.OSL
13.01.2011, 16:00
Die größeren Anlagen aus DDR Zeiten wären wohl u.A. die 5001 und die 5005. Wer die Anlage kennt weiß dass eine Nachnutzung Unsinn ist. Außerdem würde die Schutzklasse alter DDR Bauten bei weitem nicht mehr heutigen Anforderungen genügen. Also gehe ich mal von einem Neubau aus, wenn es in oder um Berlin so etwas geben sollte. Suchen würde ich einen solchen Bau eher außerhalb des Stadtzentrums. Da Berlin bei irgendeinem Angriff sicher ein Primärziel wäre, würde man ein Schutzbauwerk für längeren Aufenthalt wohl nicht im Bereich des potentiellen Ground Zero errichten.

Gruß Torsten

Hummel
14.01.2011, 14:04
Hi Torsten

Denke ich auch, Berlin City ist da eher unwahrscheinlich. Leider bin ich nur Amateur in dieser Sache trotz einiger Bunkerbesichtigungen (Berlin, Ausweichsitz NRW und ehemaliger Regierungsbunker). Müsste sich man mal länger damit beschäftigen, um herauszufinden, welche Größenordnung der Sitz mind. haben muss. Auf jeden Fall wohl nicht die 3.000 aus dem Ex-Regierungsbunker. Ob man heute überhaupt auf die 1.000 käme, die ausweichsitz.de nennt? Selbst das wäre ja ein riesiges Bauvorhaben gewesen. Selbst im Rahmen des Berlin-Umzuges wäre das wohl kaum zu verheimlichen gewesen.

Der Gemeinsame Ausschuss hat 48 Mitglieder. Das ist doch schon mal eine Größe. Dann noch Stellvertreter, Sekretäre, Personal, dann landet man vielleicht bei einem Verhältnis von 1:3 und somit bei knapp 150. Mit Luft nach oben sagen wir 200. Auch nicht gerade klein und größer als die Einzelobjekte im Komplex 5000, oder? Vielleicht sind die anderen Insassen, welche noch in Marienthal untergekommen wären, nun dezentral vorgesehen, wo auch immer.

besichtigt habe, soll Platz für den 8-köpfigen Bundesrat nebst einem angeblichem Ersatzparlament (30 Leute) plus Stabskräften sein, also eine überschaubare Größe. Es handelt sich ggf. eher um eine Art bombensicheres Konferenzzentrum mit Tonstudio. 250 Mio CHF Baukosten sind ja auch überschaubar. Und unauffälliger bauen konnte man es in den 80igern und 90igern auch dank Abwesenheit des Web und anderer Gesetzes- und Medienlage als in D. In der CH gibt es auch, soweit ich weiß, kein Pendant zum Gemeinsamen Ausschuss (D). Das Parlamant, die Bundesversammlung (CH), also National- und Ständerat, müssen mit ihren 246 Mann wohl woanders unterkommen. Die Anlage K20 liegt knapp über 63 km vom Regierungssitz Bern entfernt, mit Auto via Autobahn (zumindest zum größten Teil) zu erreichen und ideal per Zug vor die Haustür (zB Kandersteg SBB oder direkt vor die Türe beim Notausstieg im alten Lötschbergtunnel.]

Irgendwann wird man es eh erfahren, wo der neue Regierungsbunker ist. Spannend wäre es, dies jetzt schon zu erfahren. Das dieses überhaupt so lange geheim bleiben konnte, ist schon verwunderlich, oder? Das ganze Bauwerk dürfte zwar nicht älter (im Sinne der Nutzung) als 10 Jahre sein. Aber bei der Parteien- und Medienlandschaft merkwürdig, dass da nichts durchkommt.

Selbst wenn nur 200 Mann untergebracht werden, müsste so etwas ja auffallen. Irgendeinen Standort im Westen aufzupeppen, wenn es denn dort einen gegeben hätte, ist ja auch nicht gerade unauffällig. Da das Ganze aber irgendwo zumindest nahe an Berlin sein wird, wenn auch vielleicht nicht in der direkten Umgebung, muss es also wohl im Osten sein. Das meint wohl Neubau und somit wieder sehr auffällig. Oder gab es Objekte der DDR, die bisher nirgendwo so richtig im Fokus standen? Da wurden doch einige aus dem 5000er Komplex u.a. erst Ende 80iger fertig bzw. gar nicht fertig. Vielleicht gab's da doch etwas Brauchbares?

Sind wir mal gespannt, was im Buch steht. Wenn dieses nie veröffentlicht wird, war's entweder ein PR-Gag (glaub ich nicht, dafür zu wenig PR), oder man lag richtig. Aber auch dann wird es durchsickern. Trotzdem ganz spannend zu spekulieren.

karlbauknecht
18.02.2011, 21:31
Hallo zusammen,

eigentlich ist die Lösung dieser Frage ganz offensichtlich, denn Klaus Wowereit hat ja schon bestätigt, dass es einen Bunker unter dem Bundeskanzleramt in Berlin gibt.

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2001/1009/berlin/0032/index.html.

Also muss man nur noch nach Bonn schauen, was uns dort zur Verfügung steht. Die Seite www.ausweichsitz.de hat hier schon einiges gesagt. Somit gehe ich davon aus, dass es einen gemeinsamen Bunker geben wird.

Gruß aus Bonn
Karl Bauknecht

rubeck1
19.03.2011, 18:31
Ein "Ausweichsitz" muss nicht notwendigerweise ein Bunker sein.
Da gibt es ganz konkrete Anforderungen, aber nicht zwangsläufig die, das so etwas verbunkert sein muss.
Und ein "Schutzraum" unter dem Bundeskanzleramt ist nicht automatisch ein Regierungsbunker bzw. Ausweichsitz.

dochol
01.04.2012, 22:52
Hallo zusammen,

eigentlich ist die Lösung dieser Frage ganz offensichtlich, denn Klaus Wowereit hat ja schon bestätigt, dass es einen Bunker unter dem Bundeskanzleramt in Berlin gibt.

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2001/1009/berlin/0032/index.html.

Also muss man nur noch nach Bonn schauen, was uns dort zur Verfügung steht. Die Seite www.ausweichsitz.de hat hier schon einiges gesagt. Somit gehe ich davon aus, dass es einen gemeinsamen Bunker geben wird.

Gruß aus Bonn
Karl Bauknecht

Unter dem Bundeskanzleramt gibt es Schutzräume. Das ist kein Geheimnis. Mit etwas Geduld stößt man auf entsprechende Firmen in den Ausschreibungen, sowie das Bundeskanzleramt als Referenz bei den Firmen.

wuffingen
14.04.2012, 12:13
Unter dem Bundeskanzleramt gibt es Schutzräume. Das ist kein Geheimnis. Mit etwas Geduld stößt man auf entsprechende Firmen in den Ausschreibungen, sowie das Bundeskanzleramt als Referenz bei den Firmen.


Und für die Bevölkerung wurden vor einigen Jahren die Schutzräume aufgegeben ...

Ausblick
11.01.2013, 17:58
Hallo,
ich bin Forum-Neuling aber seit Jahren Interessierrt an dem Thema, das ich hiermit gerne mal aufwärmen möchte.
Bei meinem (damals noch unwissenden) touristischen Besuch (vor der Wende) von Bad Neuenahr-Ahrweiler fragte ich mich sofort, warum zum Henker mitten in die Provinz eine feine menschenleere Autobahn gebaut wurde...heute weiß ich es. Dadurch lernte ich, daß solche Anlagen am besten an der "auffälligen" Infrastruktur zu erkennen sind. Nun, den neuen Bunker, der sicherlich nicht mit den auch in Bonn bereits üblichen Schutzräumen unter den Amtsräumen zu verwechseln ist, wähnte ich die ganze Zeit unterm Rennsteig im Thüringer Wald (weil: da mächtig viel getunnelt wurde (Bundesbahn/Autobahn) und bei den exzesiven Bautätigkeiten der Nachwendejahre dort kaum auffällig, und weil die Entfernung und Infrastruktur nach Berlin stimmt und weil das "gutes altes Bunkerland" ist, ich sag nur Jonastal). Seit einigen Wochen allerdings beschleicht mich ein stetig zunehmendes Bauchgefühl (und damit liegt man oft richtig), daß man vielleicht doch länger ein Provisorium nutzte und nun erst richtig gebaut hat. Und dieses Gefühl beschleicht mich seit dem es dieses mit suuper viel Tamtam inszenierte Drama um den BER-Flughafen gibt, daß doch offenkundig vorn und hinten nicht stimmig ist und die Ungereimtheiten zum Himmel schreien. Was dafür spricht? Nun, das es dort im WK2 unterirdische Heinkelwerke gab, das die Alt-Bunkersuche im Rahmen der Bautätigkeiten Gerüchteumrankt war und seither nicht mehr drauf eingegangen wird. Das der Flugplatz nun schon mindestens 4 Mrd Euro !!!! kosten soll (open End), das obwohl er eigentlich fertig ist, wegen dem popligen Brandschutz weitere 2 Jahre gebaut wird !!! (open End), aber jedermann der die Baustelle besucht berichtet, daß dort nicht gearbeitet wird und er keine oder nur ne Hand voll Arbeiter sah. Daß die Infrastruktur paßt: Anreise per Heli möglich, U-Bahn-Anschluß (man erinnere sich auch an die Kanzerbahn, die auch so langsam in Vergessenheit geraten wird) und Autobahn-Anschluß (im übrigen hat sich der Bund auch vehemend dagegen gestemmt daß die Grünen den weiteren innerberliner (Anschluß) Autobahnausbau kippen. Urplötzlich war das Thema über Nacht vom Tisch). Möglicherweise erfüllen Wowereit und einige wenige andere hier eine Nationale Aufgabe und "opfern" sich bei der öffentlichen Inszenierung den Versager zu miemen, um das ganze irgendwie zu erklären....was meinen die Forum-Experten ???

dochol
11.01.2013, 18:20
Zu dem Thema Flughafen möchte ich mich folgend äußern:


Und dieses Gefühl beschleicht mich seit dem es dieses mit suuper viel Tamtam inszenierte Drama um den BER-Flughafen gibt, daß doch offenkundig vorn und hinten nicht stimmig ist und die Ungereimtheiten zum Himmel schreien
Es ist schlichtweg ein Drama und ein Armutszeugnis für die planenden und ausführenden Stellen.


Nun, das es dort im WK2 unterirdische Heinkelwerke gab, das die Alt-Bunkersuche im Rahmen der Bautätigkeiten Gerüchteumrankt war und seither nicht mehr drauf eingegangen wird. Das der Flugplatz nun schon mindestens 4 Mrd Euro !!!! kosten soll (open End), das obwohl er eigentlich fertig ist, wegen dem popligen Brandschutz weitere 2 Jahre gebaut wird !!! (open End),
Anlagen aus dem WK2 würde ich als generell ungeeignet betrachten. Bunkersuche ist immer mit Gerüchten, UFOs und dem Bernsteinzimmer verbunden. Guck dich mal auf Nachbarwebsites um...
Und der "popelige Brandschutz" legt dir auch ganz schnell einen betriebsfertigen Flughafen lahm, dafür braucht es garnicht viel. Erinnerst du dich an Düsseldorf? Man ist ein "gebrandmarktes" Kind...


Anreise per Heli möglich, U-Bahn-Anschluß (man erinnere sich auch an die Kanzerbahn, die auch so langsam in Vergessenheit geraten wird) und Autobahn-Anschluß (im übrigen hat sich der Bund auch vehemend dagegen gestemmt daß die Grünen den weiteren innerberliner (Anschluß) Autobahnausbau kippen.
Hat jeder andere Flughafen auch. Im übrigen gibt ein Flughafen ein super Primärziel ab. Weshalb befinden sich die ganzen Warnämter, Ausweichsitze und sonstigen Führungsanlagen am Ende der Welt? Eben...
Und wenns nach den Grünen ging, würden auf der Autobahn Blumen wachsen.


Möglicherweise erfüllen Wowereit und einige wenige andere hier eine Nationale Aufgabe und "opfern" sich bei der öffentlichen Inszenierung den Versager zu miemen, um das ganze irgendwie zu erklären
So blöd ist keiner. Wozu der Aufriss?

rubeck1
11.01.2013, 22:43
Nun, lieber dochol, dass der Bund immer darauf achtet, ob Bauwerke geeignet sind, halte ich für ein Gerücht: der Rosengarten war ja für Schutzzwecke auch nur sehr bedingt geeignet...
Aber ansonsten stimme ich zu: die Idee, der Berliner Superflughafen diene nur der Verschleierung einer Ausweichsitzplanung und die Trampelbären Wowereit und Platzek würden sich dafür politisch opfern, ist ziemlich weit hergeholt. Wowi hat bereits mehrfach gezeigt, dass er es halt nicht kann und Herr Platzek steht ihm da nicht nach. Hier geht es einfach um Missmanagement und - ein wenig zur Ehrenrettung der beiden sei es halt auch gesagt - um eine grundsätzlich nicht beherrschbare Großbaustelle. Der "popelige" Brandschutz ist ein durchaus ernstes Thema, das bei Geringschätzung oder Fehleinschätzung zu erheblichen Problemen im Bauablauf führen kann (ich weiß aus eigener Erfahrung in der Praxis des Bundesbaus, was das bedeuten kann!). Und nicht nur im Bau a b l a u f: der Brandschutz
kann u.U. zu Kostensteigerungen führen, die schnell mal eine Maßnahme an den Rand des Scheiterns bringen.
Im Übrigen war es nicht zuletzt der Brandschutz, der den guten alten Ausweich-Rosengarten zu Fall gebracht hat...
Also, von wegen "popelig"!:rolleyes:

markusk
06.06.2013, 12:12
Hallo zusammen

Das Thema möchte ich aufwärmen. Im NOV 2009 erschien der Hinweis unter http://ausweichsitz.de/content/view/150/39 ("Licht an im Merkel Bunker?"):

"Die Frage, wohin die Bundesregierung nach Aufgabe des Regierungsbunkers im Ahrtal ab 1997 evakuiert werden sollte, ist auch Thema eines neuen Buches, das im Dezember 2011 veröffentlicht wird. Dafür wurden bisher nicht freigegebene Unterlagen des Bundes erstmals ausgewertet und die entsprechende Örtlichkeit (die weder in Berlin noch Umgebung lag) fotodokumentiert. Mehr Informationen zum Buchprojekt, in das sich mehrere Autoren und Fotografen einbringen, gibt es Ende Januar 2011."

Na da bin ich ja mal auf Ende Januar gespannt. "Weder Berlin noch Umgebung ...". Na mal schauen.



Hallo,

bei passender Gelegenheit (Besichtigung Kirspenich) habe ich den/die Macher von Ausweichsitz.de mal gefragt, ob er noch vor Veröffentlichung des Buchs mal verraten mag, welcher Ausweichsitz da in der Diskussion war. Und, da wäre ich auch nicht darauf gekommen: Das war Bunker "Erwin" - dessen Schicksal ist aber heute gut dokumentiert. Das Thema hat sich anders erledigt, als ich dachte. Das Kanzleramt hat, anstelle für einen gemeinsamen Ausweichsitz zu sorgen, jedes Ministerium einzeln angewiesen, sich selbst darum zu kümmern. Damit war das Kanzleramt wohl alle Sorgen los, bis auf die eigene. Und da scheint es unter dem Kanzleramt, wie hier berichtet, Schutzräume zu geben. In diesem Zusammenhang hat man mir auch geraten, bei Ein-/Ausfahrt mit der Bahn aus dem Berliner Hauptbahnhof mal auf Notausgangstüren zum Gleisbett hin zu achten. Da bin ich aber noch nicht dazu gekommen.

Viele Grüße,

Markus

dochol
06.06.2013, 23:45
Zwischen Hauptbahnhof und Kanzleramt liegt immernoch die Spree und einige hundert Meter. Bei den angesprochenen "Notausgangstüren" handelt es sich vermutlich um die dortigen Fluttore.
Im Regierungsviertel gibts es noch ein unterirdisches Erschließungssystem, darüber, und eine eventuelle Schutzeinrichtung, die dort vorhanden sein könnte, ist aber öffentlich nichts bekannt.


Hallo,

bei passender Gelegenheit (Besichtigung Kirspenich) habe ich den/die Macher von Ausweichsitz.de mal gefragt, ob er noch vor Veröffentlichung des Buchs mal verraten mag, welcher Ausweichsitz da in der Diskussion war. Und, da wäre ich auch nicht darauf gekommen: Das war Bunker "Erwin" - dessen Schicksal ist aber heute gut dokumentiert. Das Thema hat sich anders erledigt, als ich dachte. Das Kanzleramt hat, anstelle für einen gemeinsamen Ausweichsitz zu sorgen, jedes Ministerium einzeln angewiesen, sich selbst darum zu kümmern. Damit war das Kanzleramt wohl alle Sorgen los, bis auf die eigene. Und da scheint es unter dem Kanzleramt, wie hier berichtet, Schutzräume zu geben. In diesem Zusammenhang hat man mir auch geraten, bei Ein-/Ausfahrt mit der Bahn aus dem Berliner Hauptbahnhof mal auf Notausgangstüren zum Gleisbett hin zu achten. Da bin ich aber noch nicht dazu gekommen.

Viele Grüße,

Markus

rubeck1
07.06.2013, 23:09
Nun, es mag Erwin gewesen sein, dort war ja zeitweise das Heeresführungskommando Hausherr, warum also nicht auch durch die Bundesregierung nutzen?
Auch die Ruppertsweiler underground facility (RUF II) wurde einst in die Überlegungen einbezogen und auch diesbezüglich begutachtet. Allerdings hat man dann wohl feststellen müssen, dass dort ein Rohbau im Berg war, den fertig zu bauen sich wohl kaum gelohnt hätte... Das sind die üblichen Floskeln, um eine ungeliebte Variante in den Akten verschwinden zu lassen. Ich vermute eher, dass man gar kein echtes Interesse mehr hatte, einen Ausweichsitz in der bisherigen Form zu betreiben, denn zur damaligen Zeit schien ja da Zeitalter des ewigen Friede-Freude-Eierkuchen angebrochen zu sein und man sehnte sich nach der "Friedensdividende", dem "Ende der Geschichte" und ähnlichem Quatsch. Wie weit es damit her war, zeigte der 11.9.2001, als schlagartig klar wurde, dass es immer noch Verrückte genug auf dieser Welt gibt, um in wenigen Stunden das gesamte Gleichgewicht zu zerstören und eine vermeintliche neue Welt"ordnung" vollkommen aufzulösen.
Die Illusion, wir brauchen das alles nicht mehr, wir können es uns leisten, auf Schutzmaßnahmen größeren Stils zu verzichten, hat in den vergangenen 20 Jahren dazu geführt, dass bewährte Strukturen beseitigt und dann völlig kopflos durch untaugliche Ersatzgebilde ersetzt wurden - sei es bei der Bundeswehr, sei es im Bevölkerungsschutz (neudeutsch für Zivilschutz), sei es im Polizeibereich...
Und da sind die Ausweichsitzplanungen nicht ausgenommen, wovon ich sicher ausgehe. Vermutlich liegt der Ausweichsitz in der Remise des Gästehauses Meseberg der Bundesregierung, gleich hinter dem Gästeklo und ist aus Brandschutzgründen leider nicht nutzbar.:D