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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Sonderwaffenlager Fischbach bei Dahn (Pfalz)



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Firefighter
28.12.2007, 17:26
Hallo,

das Sonderwaffenlager war im Inneren des Fischbach Ordnance Depot.
Dies war von der Fläche her das zweitgrößte Munitionsdepot in Deutschland, nur Miesau/Weilerbach war/ist größer.

Die SAS bestand aus 19 Bunkern, davon 7 Stück in Alter Bauweiße mit entsprechenden Sicherheitsausrüstungen nachgerüstet, 12 Bunker wurden neu errichtet.
Zudem gab es das obligatorische SSCC mit dem Tower One, auf dem Gelände selber standen nochmal 4 Wachtürme und 8 MG-Kampfstände.

Bild 1 (3894): "Tower One", davor war damals schon der erste Zaun mit dem Kiesbett.

Bild 2 (3897):SSCC von der "Feindseite" aus.

Bild 3 (3901): SSCC mit Straßensperre

Bild 4 (3902): SSCC mit Garage für den SAT-Jeep

Bild 5 (3911: Zugang zum Turm und dem Zweiten Geschoss.Die Treppe wurde vermutlich vom BVA entfernt.

Firefighter
29.12.2007, 00:56
Die restlichen Bilder stell ich morgen online, mir kam was dazwischen.

Harry
29.12.2007, 02:08
Wars blond? :D

Firefighter
29.12.2007, 13:06
Ne, es war Rot, Heiß und hat Rauch erzeugt :D
http://www.ff-dahn.de/images/Einsaetze/2007/wohnungsbrand28.12.07/wohnungsbrand28.12.07.htm

Nun weiter mit den Bildern:

Bild 1 (3919): Wachraum, da der Zustand des SSCC erbärmlich ist, erspar ich euch die restlichen Bilder.

Bild 2 (3924): Einer der verbliebenen 2 Kampfstände

Bild 3 (3932): Die ersten 5 Bunker, erste Lagerstraße.

Bild 4 (3936): Der größte Bunker, in älterer Bauart.

Bild 5 (3946): In Raureif gehüllt, zweite Lagerstraße.

Firefighter
29.12.2007, 13:26
Bild 1 (3961): Bunker neuer Bauart mit drei Türen, zwischen der zweiten und dritten hang oben der NATO-Draht. Dieser wurde nach Schließung des Depots von Bw-Pionieren entfernt, die auch versuchten einen Bunker zu sprengen. Ohne Erfolg natürlich :D

Bild 2 (3962): Der Vorherige Bunker von Außen.

Bild 3 (3983): Die 4 Zwischenlagerplätze, zwischen den zwei Lagerstraßen.

Bild 4 :Panorama von der Kurve der zweiten Lagerstraße.

Bild 5 (3989): Hubschrauberlandeplatz, neben den Zwischenlagerflächen.

Firefighter
29.12.2007, 13:44
Und die letzen Bilder:

Bild 1 (3992): Der zweite Kampfstand, direkt hinter dem SSCC. Die restlichen 6 wurden ein paar Jahre nach der Schließung 1992 abgerissen, genauso wie die 4 anderen Wachtürme.

Bild 2 (3996): Der Tage geht zu Ende, somit das letzte Bild.

Bild 3: Die SAS von der Luft aus.

Das Fischbach Ordnance Depot wurde im September 1992 geschlossen, Sonderwaffen wurden schon 1990 abtransportiert, als das Giftgas in Clausen abtransportiert wurde ( Aktion Lindwurm ).
Gelagert wurde im Depot alle Arten von Munition, dazu noch Raketentreibstoff
(Hydrazin, Rauchende Salpetersäure).
In der SAS wurde die ganze Palette an Atomwaffen gelagert: Nike Hercules (Die SAS versorgte die 4 Batterien der 2/56 ADA, die Raketenmotoren wurden auch im Depot gewartet),Pershing, Lance, 155mm-Atomgranaten, in früheren Zeiten wohl auch Sergeant und Honest John.

In den 80ern gab es die Gerüchte das Giftgas in Fischbach lagerte. Es ist aber heute letzendlich noch nicht bekannt ob es stimme oder nicht.

Gruß Sebi

StefanK
29.12.2007, 13:56
Und die letzen Bilder:

Bild 1 (3992): Der zweite Kampfstand, direkt hinter dem SSCC. Die restlichen 6 wurden ein paar Jahre nach der Schließung 1992 abgerissen, genauso wie die 4 anderen Wachtürme.

Bild 2 (3996): Der Tage geht zu Ende, somit das letzte Bild.

Bild 3: Die SAS von der Luft aus.

Das Fischbach Ordnance Depot wurde im September 1992 geschlossen, Sonderwaffen wurden schon 1990 abtransportiert, als das Giftgas in Clausen abtransportiert wurde ( Aktion Lindwurm ).
Gelagert wurde im Depot alle Arten von Munition, dazu noch Raketentreibstoff
(Hydrazin, Rauchende Salpetersäure).
In der SAS wurde die ganze Palette an Atomwaffen gelagert: Nike Hercules (Die SAS versorgte die 4 Batterien der 2/56 ADA, die Raketenmotoren wurden auch im Depot gewartet),Pershing, Lance, 155mm-Atomgranaten, in früheren Zeiten wohl auch Sergeant und Honest John.

In den 80ern gab es die Gerüchte das Giftgas in Fischbach lagerte. Es ist aber heute letzendlich noch nicht bekannt ob es stimme oder nicht.

Gruß Sebi

Hallo Firefighter.
Das sind ja TOP Bilder hast du vieleicht noch mehr Bilder vom SSCC von innen??
Gruß Stefan.

Firefighter
29.12.2007, 14:23
Ja, sicher hab ich davon noch mehr Bilder.
Das Panzerglas ist übrigens an die 6 bis 8 cm stark.

Gruß Sebi

Firefighter
29.12.2007, 15:11
Achja, ein Bild hab ich vergessen, die Zwischenlagerflächen:

StefanK
29.12.2007, 19:06
Ja, sicher hab ich davon noch mehr Bilder.
Das Panzerglas ist übrigens an die 6 bis 8 cm stark.

Gruß Sebi

Hallo.
Sehr schöne Bilder vom SSCC,aber die Farbauswahl an den Wänden über Geschmack lässt sich streiten.
Gruß Stefan.

Firefighter
29.12.2007, 19:13
Hallo,

Ja, das stimmt, diese Farben sind jetzt nicht unbedingt passend zu dem Verwendungszweck:)

Lag wohl am Patch der 165th MP Company, die die SAS bewachte.

Gruß Sebi

Firefighter
09.01.2008, 22:17
Und nun als Abschluss noch ein Auszug vom orginal US-Plan im Maßstab 1:5000 :)

Gruß Sebi

Buschist
10.01.2008, 21:48
tolle bilder. schade, dass das alles so verottet ist. vor allem vom wachlokal würden mich mal bilder interessieren, wie es zu "aktiven" zeiten da aussah.

Thunderhorse
10.01.2008, 22:10
C-Waffen waren in den Depots "Miesau" und "Clausen" gelagert.
Im Jahre 1990, vom 15. Juli bis 22. September, erfolgte der Abtransport im Rahmen der Aktion "Lindwurm".
Ein Straßen-, Bahn- und Schiffstranport durch die Länder Rheinland-Pfalz, Hessen und Niedersachsen, sowie die dt. Küstengewässer in die USA.

TH

michiss
12.01.2008, 12:50
Ja, sicher hab ich davon noch mehr Bilder.
Das Panzerglas ist übrigens an die 6 bis 8 cm stark.

Gruß Sebi

Werde nachher ein paar Bilder von der Struktur des Glases einstellen,bei dem in meiner Nähe hat man alles drangesetzt um da durchzukommen.Man hat es leider geschafft:(

Hast du eventuell auch ein Bild von dem Bunker der versucht worden ist zu sprengen.Würde mich mal interessieren wie was schiefgegangenes aussieht:D

Firefighter
12.01.2008, 18:08
Ja, das ist in Fischbach leider genauso, da wurden die zerstörten Scheiben immerhin vom Forst komplett entfernt.
Im Depot Clausen war genau das selbe, siehe Bild...

Bilder von dem Sprengversuch hab ich leider keine, aber ich werde demnächst mal den zuständigen Förster kontaktieren, der hat jede Menge Material über das Depot, auch Bildmaterial wenige Wochen nach der Schließung als noch alles Intakt war. Wenn das Forstamt mitspielt kann ich ja mal mit dem Förster dann auch Bilder von den Bunkern im Inneren machen, die werden ja alle vom Forst genutzt.

Gruß Sebi

Firefighter
06.02.2008, 22:55
So Leute, nunmal einen Blick in das Herz eines Bunkers.

Auf dem Ersten Bild erkennt man die Sicherung der Front.
Dies bestand aus einem Aufzug und drauf aufgewickelten NATO-Drahtrollen.
Diese waren an der Decke befestigt und gingen hoch und runter, wie ein Vorhang.

Die zweite Sicherung war die der Decke. Da wurde der NATO-Draht wohl auf der Lagergut wie eine Decke herabgelassen.

Heute gibt es noch einen Bunker in diesem Zustand, bei den restlichen wurde der S-Draht entfernt.

Gruß, Sebi

SAR71
06.03.2008, 14:49
Ich hab mal gehört,das es hir im SSCC auch einen Schießplaz gab...... Weis zufälig jemand wo der genau ist.....?....... Gab es hir auch ein geheimes unterirdisches Tunnelsystem.....???

SAR71
06.03.2008, 14:53
Wo genau ist den der eine Buker(Bild) im SSCC?(Ich hab en Lagerplan vom Depot,also ich kenn mich da aus) Gruss Richie

Firefighter
06.03.2008, 17:37
Vieleicht zunächst mal zur allgemeinen Verständigung, mit SSCC ( Site Security Control Center ) ist nicht das komplette Sonderwaffenlager gemeint, sondern lediglich das Wachgebäude am Eingang mit dem Turm.

Richtig, es gab einen Schießplatz, der lag zwischen der lag nördlich der Area II.
(Westseite Rumberg richtung Frankreich )

Nein, es gab hier kein geheimes unterirdisches Tunnelsystem..

Was für ein Bunker das ist weiß ich nicht, irgendeiner der 19 Stück halt.

Gruß, Sebi

SAR71
06.03.2008, 20:02
Kannste mir sagen wo sich genau die Area II.auf dem Plan befindet ist ??? Ich hab den Plan aufem PC.Ich kann aber leider negs bei heran zoomen erkennen-es wird unscharf....:-(;Die Area I.mit dem SSCC ist ja leicht zu erkennen,aber die II ?? Kannste mir da weiter helfen??? Gruß Richie

Firefighter
06.03.2008, 20:47
Na wenn du dich auskennst dann solltest du die Area II jedoch kennen.
Das war der frühere Bereich wo vor der Einführung des LRSP und dem festungsähnlichem Ausbau der Area I die Sonderwaffen lagerten.
Bestand aus 13 Munitionslagerhallen und war mit Holztürmen und Doppelzaun gesichert.
Das war die erste Reihe an MLHs südlich vom Rumberg ( Bldg-Nummern 7175 A-M)

Gruß, Sebi

SAR71
07.03.2008, 14:10
Hey merci,ich habe die Area II. auf dem Plan gefunden Danke-Die Area II. Bestand nur aus Lgerhallen und nicht aus Bunkern oder? Gruß Richie

Towbar555
08.03.2008, 01:14
Nein die Area 2 Bestand auch nur aus Bunkern nicht aus Lagerhallen.Leider wurden diese auch alle Zerstört.

Towbar555
08.03.2008, 01:42
Hier einige Bilder der Area1
Bild1 Wachturm.Bild2 Montagehalle,Wachgebäude mit Tower und Hubschrauberlandeplatz

Towbar555
08.03.2008, 01:58
Bild1 Eingangsbereich Bild2 Montage u. Wartungshalle der A-Sprengköpfe für die Mittelstreckenrakete LANCE.Bild3 Wachgebäude. Bilder wurden 1994 im Frühling Aufgenommen leider noch keine Digitalkamera.

Towbar555
08.03.2008, 02:16
Bild1 Sicht vom Tower Auf die Montagehalle die leider von der Forstverwaltung auch Zerstört wurde. Bild 2 Sicht Richtung Ludwigswinkel mit Todesstreifen und IR Bewegungsmelder. Bild3 Wachgebäude aus Richtung Ludwigswinkel. Habe auch noch Bilder vom C-Waffenlager Clausen muss sie erst noch Suchen.

Towbar555
08.03.2008, 02:43
Achja, ein Bild hab ich vergessen, die Zwischenlagerflächen:
Das sind keine Zwischenlagerflächen das sind die Landeplätze der Chinook Transporthelicopter

SAR71
08.03.2008, 17:35
Hey die Bilder sind Super,wo her hats du die,und hast du noch mehr von Fischbacher Depo??? Gruß Richie

Firefighter
08.03.2008, 21:14
Ich fass es nicht, es gibt noch mehr die alte Bilder haben :)

Ich meld mich mal per PN bei dir..

Gruß, Sebi

Towbar555
10.03.2008, 20:45
Nein und die Bilder aus Clausen hab ich auch noch nicht gefunden

Towbar555
11.03.2008, 13:42
Bilder von Clausen sind Online :D

Towbar555
12.03.2008, 13:19
Hallo,

das Sonderwaffenlager war im Inneren des Fischbach Ordnance Depot.
Dies war von der Fläche her das zweitgrößte Munitionsdepot in Deutschland, nur Miesau/Weilerbach war/ist größer.

Die SAS bestand aus 19 Bunkern, davon 7 Stück in Alter Bauweiße mit entsprechenden Sicherheitsausrüstungen nachgerüstet, 12 Bunker wurden neu errichtet.
Zudem gab es das obligatorische SSCC mit dem Tower One, auf dem Gelände selber standen nochmal 4 Wachtürme und 8 MG-Kampfstände.

Bild 1 (3894): "Tower One", davor war damals schon der erste Zaun mit dem Kiesbett.

Bild 2 (3897):SSCC von der "Feindseite" aus.

Bild 3 (3901): SSCC mit Straßensperre

Bild 4 (3902): SSCC mit Garage für den SAT-Jeep

Bild 5 (3911: Zugang zum Turm und dem Zweiten Geschoss.Die Treppe wurde vermutlich vom BVA entfernt.

Nein die Treppe wurde vom Revierförster entfernt liegt glaube ich noch in einem der Bunker

Towbar555
12.03.2008, 13:26
Mit diesen Hubschraubern wurde das Lager meistens Beliefert

SAR71
13.03.2008, 18:00
Mit diesen Hubschraubern wurde das Lager meistens Beliefert

Das ist der 2 beste Transporthubschrauber den die USA jehmals gebaut hatten. Doch der Beste(Foto1u.2) Bell UH 1D oder besser bekant als Huey:cool: Der 2 beste Hubschrauber ist der CH-47 Chinook(Foto3 u.4)

Bilder gelöscht

Harry
13.03.2008, 18:07
Sind die Fotos dein Eigentum oder hast du die Rechte daran? Mit ziemlicher Sicherheit nicht. Hier dürfen ausschliesslich Fotos etc. gezeigt werden deren Rechteinhaber man ist. Ansonsten Link zu einem Bild einstellen.

SAR71
13.03.2008, 18:10
die Fotso sind vom Internt-hallo?

SAR71
13.03.2008, 18:18
Soory hab ich need gewusst!! Danke

Harry
13.03.2008, 18:44
Schon gut. Mach einfach einen Link zu solchen Sachen bei Bedarf.

Firefighter
13.03.2008, 22:16
Die Chinooks die die 4 Sonderwaffenlager hier in der Pfalz beliefert hatten, waren vermutlich vom Finthen AAF in Mainz.
Für kleinere Sachen waren vmtl. die Hueys vom Pirmasens AAF zuständig.

Gruß, Sebi

SAR71
14.03.2008, 10:59
Hier ein kleiner Link,da sind die Besten Helis der US.Army http://www.redstone.army.mil/history/aviation/images.html

chris-78
09.04.2008, 18:59
Hallo, habe bei Google Earth noch ein weiteres Lager östlich vom Lager Lemberg entdeckt, weiss einer was da gelagert wurde Koordinaten 49°10'24.53"N / 7°44'26.42"O

Weiter habe ich östlich von Heltersberg, Koordinaten 49°17'59.20"N
7°50'47.27"O eine com site entdeckt, welche Funktion hat diese und ist sie noch in Betrieb?

Firefighter
09.04.2008, 19:35
Hallo,

das Lager östlich von Lemberg war die PSP A65, Ruppertsweiler.
War ein kleines konventionelles Munitionsdepot der US Army bestehend aus 15 MLHs.

Die von dir genannte Comm Site gehört zu Leimen und heißt Radio Relay Site Langerkopf.
Früher in den 60ern zog sich diese Anlage über den ganzen Langerkopf und Mosisberg, dort war sie eine Radarstellung der NATO-Luftraumüberwachung ( CRC) das was heute noch übrig ist erkennt man ja aus der Luft.

Auch wenn es nicht so aussieht, die Anlage ist teilweiße immernoch aktiv.

Gruß, Sebi

Towbar555
12.04.2008, 08:36
Hier ein paar Bilder der Kaserne am Braunsberg der Luftabwehreinheit für die Lager Fischbach und Dahn soweit mir bekannt ist. Wer weiß mehr darüber ?:confused:

Firefighter
12.04.2008, 11:56
Danke für die Bilder, weißt du von wann diese sind (Aufnahmejahr)?

Zu dieser Einrichtungen kann ich dir mehr sagen, die war wie du ja schon sagtest die Unterkunft ( AA - Administrative Area ) der Nike-FlaRak-Stellung auf dem Braunsberg und auf dem Gr. Mückenkopf. Dies war die Charlie-Batterie des 2nd Missile Battalion, 56th Air Defense Artillery ( C-2/56 ADA). Hauptquartier dieses Battalions war auf der Husterhöhe in Pirmasens.
Die weiteren Stellungen waren:

Geinsheim bei Hassloch - Alpha
Landau - Bravo
Salzwoog - Charlie
Zweibrücken-Oberauerbach - Delta


Weiteres kannst du bei Rolf Goerigk auf seiner Nike-Seite lesen:
http://nikesystem.de/Pages/Ami/us_nike_salzwoog.htm

Mir liegen Informationen vor von einem Ehmaligen US-Soldaten aus Fischbach das nach 1983 ( Da wurde das Battalion aufgelöst) auf dem Braunsberg eine HAWK-FlaRak-Stellung war. Jedoch habe ich hierzu noch keinerlei weiteren Infos erhalten oder gefunden.
Fakt ist aber wohl das auf dem Braunsberg keine Lance-Kurzstreckenraketen stationiert waren, wie dies so oft in der Lokalpresse zitiert.
Dafür gibts es rein garkeine Beweiße aber das ist ein anderes Thema.

Gruß, Sebi

chris-78
15.04.2008, 16:35
Was für eine Funktion hatten diese Stellungen?
Kann man sie heute besichtigen? ( das was noch davon übrig ist)
Demnächst wenn ich mit meinem Fahrad unterwegs bin werd ich mal an diesen Standorten vorbeifahren!

Towbar555
15.04.2008, 18:49
Die Bilder stammen aus dem Jahr 1992

Firefighter
15.04.2008, 21:37
Was für eine Funktion hatten diese Stellungen?
Kann man sie heute besichtigen? ( das was noch davon übrig ist)
Demnächst wenn ich mit meinem Fahrad unterwegs bin werd ich mal an diesen Standorten vorbeifahren!

Hallo,

na das hab ich doch schon oben geschrieben, das waren Flugabwehrraketenstellungen ( Nike Hercules ).

Besichtigen kann man einfach so nur noch Landau, näheres per PN.

Die Stellung Salzwoog gibt es nicht mehr, da wurden Ende der 90er alle Gebäude abgebrochen. Da kannst du nur noch mit ein wenig Ahnung erdeuten wo was gestanden hat.

Geinsheim wird vom Forst genutzt, wenn du Glück hast sind grad Forstarbeiter auf dem Gelände und du kommt rein.

In Zweibrücken wird die Launch Area von der Bundeswehr genutzt, ebenso die Radarstellung ( Polygone).

Gruß, Sebi

VTEC INSIDE
21.05.2008, 21:57
Hallo!
War auch schon mehrfach in ehemaligen Lager Fischbach. Leider sind ja mittlerweile alle Bunker gesprengt, außer denen in "Innenlager". Weiß jemand wie die grünen Stahltüren geöffnet wurden? Die Türen, die im geschlossenen Zustand noch ein Stück im Boden versenkt waren. Muss ja irgend ein hydraulischer Hebemechanischmus gewesen sein. Kann mir das irgendwie nicht ganz vorstellen. Heben ja, aber wie wurden die Tore dann nach außen bewegt? Leider sind ja jetzt alle noch bestehenden Bunker abgeschlossen bzw. man bekommt die Türen nicht mehr auf.

Gruss Thomas

Firefighter
21.05.2008, 22:40
Hallo,

die grünen kleinen Tore wie auf deinem Bild zu sehen wurden per Hand geöffnet, die sind auch nicht in den Boden eingelassen bzw. im Boden versenkt.
Diese sind auch nur an den kleinen Bunkern verbaut.

Die Tore bei den großen Bunkern waren meines Wissens Rolltore und wurden mittels Kettenzug geöffnet.

Jedoch waren beide Arten der Tore mit elektronisch Überwachten Sperrbolzen verriegelt und konnten von daher nur aus dem SSCC (Wachgebäude) geöffnet werden.

Gruß, Sebi

VTEC INSIDE
21.05.2008, 23:18
Danke für die Antwort. Ich bin mir aber 100% sicher daß die Tore im geschlossenen Zustand noch mindestens 10cm im Boden versenkt waren und somit nicht einfach geöffnet werden konnten. Man sieht es auch an den Drehschanieren daß die Tore erst angehoben und dann geöffnet werden konnten. Auch oben in der Mitte war jede Torhälfte nochmal mit einem Schließzapfen versehen der bei abgesenktem Tor eingerastet ist/war. Die Anderen Tore wurden mittels Kette auf die Seite geschoben wie auf dem zweiten Bild zu sehen. Die jetzigen Mieter oder was auch immer dürften Anfangs schon Ihre Probleme gehabt haben den Bunker überhaupt zu öffnen. An manchen Toren ist deutlich zu sehen daß die mit irgendetwas nach oben gehoben wurden und die Schaniere unterbaut waren um ein Absenken zu verhindern. So ein Tor dürfte bestimmt 2t wiegen wenn nicht mehr.

Gruss Thomas

Firefighter
21.05.2008, 23:40
Ja stimmt, du hast recht. Macht ja auch Sinn den selbst wenn die Sperrbolzen irgendwie aufgegangen wären hätte man das Tor nicht öffnen können

An dem Bunker mit dem Roten Gitter sieht man es ja, da ist auf der linken Seite eine Stütze, um das Tor oben zu halten.

Ich vermute wohl das die Tore mit Mechanik ein Stück abgehoben wurden und das Tor dann wenn es oben ist arretiert wird das es bei einem Ausfall nicht herunterkracht. Dies wird dann wohl auch mit elektrischen Veriegelung gekoppelt gewesen sein.

Ich werde mal einen ehmaligen GI fragen, der könnte das eventuell noch wissen.

Gruß, Sebi

VTEC INSIDE
21.05.2008, 23:46
Das wäre super, vielleicht gibts ja auch noch irgendwo Bilder bevor das Lager geschlossen wurde.

Gruss Thomas

VTEC INSIDE
10.06.2008, 22:03
@Sebi: Hallo, konntest Du schon etwas in Erfahrung bringen???

Gruss Thomas

Firefighter
11.06.2008, 20:05
Hallo Thomas,

die Frage habe ich ihm gestellt, ich warte bisher noch auf die Antwort.

Gruß, Sebi

SAR71
26.06.2008, 20:02
Hallo, gibt es den bei úns in der Umgebung noch Amerikanische Anlagen die noch in betrieb sind?? Gruss SAR71

Geograph
26.06.2008, 20:20
Hallo, gibt es den bei úns in der Umgebung noch Amerikanische Anlagen die noch in betrieb sind?? Gruss SAR71

Eine präzisere Ortsangabe (bzw. Region) wäre bei der Anfrage durchaus von Vorteil ……;)


.

Firefighter
26.06.2008, 20:38
Hallo, gibt es den bei úns in der Umgebung noch Amerikanische Anlagen die noch in betrieb sind?? Gruss SAR71

Falls du bei uns im Landkreis+ZW und PS meinst, ja es gibt noch ein paar aktive US-Anlagen:

Radio Relay Site Langerkopf
Radio Relay Site Mühlenberg
USAMMC-E Pirmasens (Medical Materiel Center-Europe)
POLYGONE Site Pirmasens und Zweibrücken-Oberauerbach (Luftwaffe/USAF)

Das wars aber auch schon, nicht mehr sonderlich viel.

SAR71
26.06.2008, 21:20
Falls du bei uns im Landkreis+ZW und PS meinst, ja es gibt noch ein paar aktive US-Anlagen:

Radio Relay Site Langerkopf
Radio Relay Site Mühlenberg
USAMMC-E Pirmasens (Medical Materiel Center-Europe)
POLYGONE Site Pirmasens und Zweibrücken-Oberauerbach (Luftwaffe/USAF)

Das wars aber auch schon, nicht mehr sonderlich viel.

Danke das habe ich gemeint!!!!

Firefighter
19.07.2008, 13:19
@Sebi: Hallo, konntest Du schon etwas in Erfahrung bringen???

Gruss Thomas

Es hat zwar lange gedauert aber nun habe ich eine absolut ausführliche Erklärung vorliegen :-)
Die Rotgefärbten Wörter sind Kommentare von mir.

"Die Sicherheitsvorkehrungen in Fischbach waren genauso wie an allen anderen Einrichtungen mit Sonderwaffen.
Um Zugang zu dem weitläufigen Bereich, in dem sich Area 1 befand, zu
erhalten, musste man über eine gültige Identitätskarte (Ausweis) und über
einen Sonderausweis, den Blue Border Pass, verfügen.
Der große Bereich wurde von deutschem Wachpersonal an den Toren und einem deutschen Streifendienst bewacht. (CSG-Truppen)

Die MP hatte einen Streifendienst und eine Hundestaffel (K9 - ausgesprochen:
Canine - engl. für das Adjektiv Hunde-...)

Diese beiden Streifendienste waren gemeinsam für die Sicherheit der äußeren
Umzäunung und aller Bunker im Innenbereich zuständig, die NICHT für
Sonderwaffen benutzt wurden.
Wenn man einmal in der Area 1 war, brauchte man einen gültigen Ausweis und
einen Black Border Pass. Diese wurden von MP und im SSCC überprüft, während man in dem Drehtor (Vereinzelungsanlage) eingeschlossen war. In dieser Zeit wurde überprüft, ob man auf der Zugangsliste für Area 1 vermerkt war.
Wenn der Zugang gewährt wurde, durfte man in die SSCC gehen. War man in dem SSCC, so musste man sich bei dem MP melden, der gerade für die Kontrolle der Bunkerschlüssel zuständig war.
Die Schlüssel wurden in dem SSCC aufbewahrt und zwar in dem Raum direkt
links im Eingangsbereich.
Schlüssel wurden jeweils nur zwei Leute gleichzeitig ausgehändigt.

Alles in Area 1 unterlag einer sog. "Zwei Mann Kontrolle": Eine Person wurde
dabei als Aufschließer "A", der andere als Aufschließer "B" bezeichnet.
Man musste angeben, für welche Bunker man die Schlüssel benötigte.
Die Schlüssel hingen an langen Ketten und mussten in die Uniform gesteckt
werden, so dass man nicht sehen konnte, wer einen Schlüssel mitführt.
Einer der beiden Aufschließer erhielt einen 20-Tonnen-Hydraulikzylinder mit
Hebel (etwa wie ein Wagenheber) und der andere Aufschließer erhielt ein Telefonheadset.
Danach ging man zu dem Bunker, zu dem man wollte.
Der äußere Käfig war durch ein einfaches Kombinationsschloss mit
Sicherungsstäben gesichert.
Man musste nur die Buchstaben-/Zahlenkombination einstellen und den Sicherungsstab rausziehen.
Der andere Aufschließer machte das ebenso. Damit war die Käfigtür geöffnet.
Ich gehe davon aus, dass die Käfige zur gleichen Zeit wie die Bunker gebaut
wurden - es ist aber auch möglich, dass sie erst danach angebaut wurden.
Man nannte sie übrigen "Z-Käfige". Warum, weiß ich nicht.

Wenn beider Aufschließer im Käfig waren, stellte man den Hydraulikzylinder
unter das Scharnier der linken Bunkertür und nahm mit dem Headset Kontakt
zur SSCC auf und teilte mit, dass man jetzt den Bunker XY öffnen würde. Das
SSCC bestätigte dies und schaltete das WADS im Bunker aus.
Meistens testete einem das SSCC mit der Frage nach der Zahl des Tages
(Datum?). War die Zahl 9, dann sagten sie 6 und man musste mit 3 antworten
(hä?) usw.
Wehe, die Zahl stimmte nicht, dann war die Reaktionstruppe (SAT-Team) der MP sofort zur Stelle und man bekam einen Arschtritt dafür, dass man Mist gebaut hatte.

Wenn dann das OK vorlag, gingen beide Aufschließer zur rechten Seite das
Bunkers. Dort war ein Stickstoffbehälter, der mit dem Schließmechanismus in
Verbindung stand. Dann steckt man den Schlüssel, der nichts anderes war, als ein flaches Stück Aluminium mit einem bestimmten Lochmuster in einen Schlitz des Schließmechanismus und drückte auf den Schaltknopf. Darauf wurde Stickstoff durch die Löcher des Schlüssels in den Mechanismus geblasen.
Beider Aufschließer mussten das mit ihren Schlüsseln tun. Zuerst "A", dann
"B".
Wenn alles richtig gemacht wurde, hörte man, wie die Bolzen des
Verriegelungsmechanismus in der Tür aufglitten.
Dann wurde mit der Hydraulik der linke Torflügel soweit angehoben und
geöffnet, dass Personal oder Gabelstapler rein oder raus konnten, bevor man
das Tor wieder abließ.
Wenn man die Haupttore offen hatte, musste man noch die Innentore öffnen.
Das ging genauso wie das Öffnen der Käfigtür mit einem dreistelligen
Rotationsschloss.
Dann war man drin.

Das Weapons Access Delay System (WADS) bestand aus einem Netz aus
Stacheldraht, das über das Dach des Bunkers verlief. Außerdem waren
Stacheldrahtrollen in einem Gestell im Eingang aufgespannt. Diese wurden
mittels einer Elektrowinde abgelassen oder hochgezogen. Wenn man die Türen
schnell genug öffnete, konnte man sehen, wie die Gestelle zur Decke
hochgezogen wurden.
Wenn man versuchte, sich Zugang zu verschaffen, ohne dass die Gestelle
hochgezogen waren, hätte man sich einer Wand aus Stacheldraht
gegenübergesehen.
Zu WADS gehörten auch Behälter an der Decke, von denen ich glaube, dass das CS Gas drin war. WADS wurde vom SSCC aus gesteuert und zwar vom
Hauptschaltpult, rechts der Eingangstür aus.
Ich war als Aufschließer von 1987 an tätig und zwar solange, bis das Lager
aufgegeben wurde. Außerdem versah ich dort Wachdienst als das WADS zu WADS 2 aufgerüstet wurde.
Man hatte herausgefunden, dass die CS-Behälter durch
Blitzschlag ausgelöst werden konnten. Amerikanische Zivilbeschäftigte kamen
rein und tauschten die Gasbehälter aus und installierten neue Elektronik.
Das wurde alles in Area direkt durchgeführt, ohne dass jemand die
Einrichtung verlassen musste.
Ein deutscher Kontraktor kam rein und schweißte Erdbänder an alle Käfige und
erneuerte das Blitzableitersystem.

Vieleicht noch zur Info, der ehmalige GI war von 1986 bis 1992 in Fischbach bei der 64th Ordnance Company stationiert.

Gruß, Sebi

Hellfish75
19.07.2008, 15:05
Mein lieber Herr Gesangsverein. Was für ein Aufwand, aber er mußte wohl so sein.
Danke für diese reichhaltige Info.

Gruß
Rene

VTEC INSIDE
21.07.2008, 18:23
Hallo Sebi!
Danke für den ausführlichen Bericht. Dachte mir schon daß die Bunkertüren irgendwie hydraulisch geöffnet werden mussten. War ja ein ganz schönes Prozedere aber wenn man bedenkt was da gelagert war ist es wohl verständlich.
Ich persönlich denke daß die Käfige vor dem Bunker erst nachträglich angebracht wurden. Die sehen verhältnismäßig neu aus im Vergleich zum Rest.

Gruss Thomas

Firefighter
22.07.2008, 17:22
Hallo Sebi!
Danke für den ausführlichen Bericht. Dachte mir schon daß die Bunkertüren irgendwie hydraulisch geöffnet werden mussten. War ja ein ganz schönes Prozedere aber wenn man bedenkt was da gelagert war ist es wohl verständlich.
Ich persönlich denke daß die Käfige vor dem Bunker erst nachträglich angebracht wurden. Die sehen verhältnismäßig neu aus im Vergleich zum Rest.

Gruss Thomas

Ja, das ist richtig, die Bunker standen auch schon in den 60er-Jahren wie man auf der angehängten handgezeichneten Karte erkennt.
Auch in den 60ern war die heutige Area 1 schon extra eingezäunt, ich frage mich nur für was...

Die Atomwaffen lagerten vor dem Umbau der Area 1 in der Area 2 die doppelt umzäunt war. Nach dem Umbau diente die Area 2 wohl kurze Zeit als Lager für Raketentreibstoff und danach war dies ein Übungsgebiet.
Jetzt frage ich mich nur was bis Ende der 70er in der Area 1 gelagert wurde, etwa doch Chemische Kampfstoffe? :D

Gruß, Sebi

VTEC INSIDE
25.07.2008, 23:46
Hallo Sebi!
Schönen Dank für die Antwort. Aber was genau ist bei Dir Area1 und Area2. Kann das aus Deiner Karte schlecht entnehmen. Ich kenne mich mit solchen Anlagen noch nicht so gut aus, war aber schon zig mal im Lager Fischbach. Ist die Area1 das "kleine Hochsicherheitslager" mit dem Betonwachturm und der Metalldrehtür, also das "Lager" im Lager? Was lagerte in den anderen Bunkern die bereits alle gesprengt sind, leider. Das hätte man alles stehen lassen und ein Museum oder sonstwas draus machen sollen. Wen hats gestört. Mich fasziniert das Lager immer wieder, nur schade daß mittlerweile jeder Bunker verpachtet ist und ein Schloss dran hängt. Viel ist ja nicht mehr zu sehen weil gesprengt. Hast Du noch Bild oder Kartenmaterial aus der Zeit wo das Lager noch intakt war? Als ich das erste mal drin war standen noch alle Gebäude und Bunker, dürfte aber schon über 10 Jahre her sein.
Lagerten da nur die Atom-Gefechtsköpfe für die Nike Raketen oder größere Kaliber. Das dort keine chemischen Kampfstoffe gelagert gewesen sein sollen glaube ich ehrlich gesagt auch nicht.

Gruss Thomas

Firefighter
27.07.2008, 20:12
Hallo Thomas,

es gab in Fischbach einmal die Area I, das war das Sonderwaffenlager in der so ziemlich das ganze Arsenal an Atomwaffen lagerte was die US Army zu bieten hatte. Wichtig jedoch das die Area 1 erst nach dem Umbau ende der 70er für diesen Zweck genutzt wurde. ( Wobei ich da mittlerweile drann zweifel wenn ich den alten Plan sehe..)
An die Area I grenzte die North Area an, diese bestand aus 32 Munitionslagerhäusern (MLH), dort lagerte konventionelle Munition, hauptsächlich in Form von Artilleriegranaten.

Südlich des Rumberges lag dann die Area II, diese bestand aus 13 MLHs.
Dieses Areal war Doppelt umzäunt und mit Wachtürmen bewacht. Dort lagerten die Atomwaffen vor dem Umbau der Area I.
An die Area II schloss die South Area an mit ebenfalls 32 MLHs, dort lagerte das selbe wie in der North Area

Dann gab es noch die Area III, diese lag im heutigen Gewerbepark und besteht aus einer großen Halle umzäunt mit Doppelzaun. In der wurden die Raketenmotoren und wohl auch Raketen gewartet. Vor der Area III gab es noch ein Schutzbauwerk um das Personal zu schützen falls giftiger Raketentreibstoff austrat (Hydrazin und Rauchende Salpetersäure - Hochgiftig, Ätzend, Hochentzündlich usw..)

Schick mir mal deine Emailadresse, ich hab etwas für dich :-)

Gruß, Sebi

sitarg
20.11.2008, 17:43
Ich habe mir heute auch mal das Depot angeschaut. Auch wenn hier schon viel überwuchert und mutwillig zerstört ist ist es trotzdem noch sehr interessant.

Ich bin auch mal auf einen der Bunker raufgeklettert im hinteren Teil ist eine Art Metallpilz der wohl zur Entlüftung des Bunkers gedient hat. An dem Metallpilz befindet sich ein kleines Metall-Fähnchen mit einer Art Gegengewicht. Weiss jemand wozu das benötigt wurde?

Duffy
07.01.2009, 22:12
Hallo,
zuerst einmal ein Kompliment an dieses Forum. Es vergeht kaum eine Woche wo ich nicht reinschaue, um die neuesten Threads zu lesen.
Ich würde gerne nochmals auf den Braunsberg zu sprechen kommen. In meiner Jugend war der Berg militärisches Sperrgebiet und damit natürlich für Zivilisten unzugänglich. Ein oder zwei Jahre nach der Schließung hatte ich den Berg erstmals aufgesucht und konnte noch die ein oder andere Halle samt Funkturm besichtigen. Leider durch für mich nicht nachvolllziehbaren Vandalismus arg verwüstet (völlig analog des Fischbacher Lagers)...

Ein paar Jahre später, waren nahezu sämtliche Hinweise die auf ein ehemaliges Lager deuteten, verschwunden. Was allerdings geblieben ist (war allerdings auch schon einige Zeit nicht mehr dort), waren 2 oder 3 seltsame Röhren. Nachlesen konnte ich hier, dass auf dem Braunsberg "lediglich" eine HAWK-FlaRak-Stellung war. Weiß jemand mehr darüber, was für Bunkeranlagen sich auf dem Braunsberg befanden bzw. sich noch befinden. Das es sich bei den Röhreneingänge wohl kaum um eine Abwasserkanalisation handelt, zeigt mein angehängtes Bild.

Gruß

Firefighter
08.01.2009, 07:33
Hallo,

zunächst einmal Herzlich Willkommen im Forum :)

Auf dem Braunsberg war bis 1983 der Abschussbereich ( Launch Area ) der NIKE-Batterie C 2/56th ADA, gegenüber, auf dem Mückenkopf befand sich die Feuerleitstellung ( IFC ), also die Radarstellung.

1983 wurde der Braunsberg dann in eine HAW-Stellung umgewandelt, A 4/1st ADA.

Der Mückenkopf war bis 1985 ungenutzt, wurde dann jedoch zu einer POLYGONE (http://de.wikipedia.org/wiki/Multinational_Aircrew_Electronic_Warfare_Tactics_F acility_Polygone)-Stellung der USAF bzw. Luftwaffe umgebaut und war dann auch bis 1996 in Nutzung.

Von diesen Röhren gibt es in der nähe des Mückenkopf 2 Stück, dahinter befinden sich 2 Stollenanlagen aus der Westwallzeit, welche bis in die 90er von der US Army als Lager für C-Rationen genutzt wurde ( Pirmasens Underground Storage Areas ).

Gruß nach Eppenbrunn

VTEC INSIDE
10.01.2009, 10:52
Hallo!
War da auch schon oben, aber die Röhren sind mir nicht aufgefallen. Welchen Durchmesser haben die? Kann man da eventuell rein?
Weiß jemand wie man am besten auf den Mückenkopf kommt?

Gruss Thomas

Firefighter
10.01.2009, 19:28
Hallo,

das sind 800er Kanalrohre, 1998 wurden die zwei die Stollenanlagen verplombt.
Beim 6. Bild seht ihr im nachfolgenden Link, wie der Zugang in den 60ern aussah.

http://www.goerigk-nike.de/tracy/Access/rt_access.html

Auf den Bildern ist auch gut zu sehen, wie kahl der ganze Berg damals war.
Ich werd mal ein Bild von heute raussuchen.

Näheres per PN, da die zwei Stollenanlagen schon mit einem negativen Hintergrund in der Zeitung standen.

Firefighter
10.01.2009, 20:01
Habe mittlerweile ein Bild von 2006 gefunden, hier sieht man das der Berg nach 40 Jahren wieder ziemlich grün ist.

Es gibt 3 möglichkeiten, wie man am einfachsten auf den Mückenkopf kommt, einmal über Dahn durch das Moosbachtal. Fahren darf man bis zur Gewanne "Schneidereck", danach sind es noch 10 km zu Fuß, ziemlich steil :)

Die zweite möglichkeite ist die Zufahrt zur Launch Area von der L487 aus.
Hier darf man aber auch nur ein Stück mit dem Auto fahren, der Rest muss man laufen.
Die genaue km-Zahl weiß ich grad nicht genau, ist aber auch ein Stück.

Die letzte möglichkeit wäre über das Wolfsäger Tal in Fischbach, hier war auch die Wasserversorgung des Mückenkopf. Der Weg dürfte so ziemlich der weiteste sein, da man maximal bis Ortsausgang Fischbach fahren darf.

Wenn du gerne Fahrrad fährst, würde ich dir den Weg über das Moosbachtal empfehlen. Der Weg bis zum Gipfel ist zwar recht anstrengend, auf dem Rückweg geht es dann allerdings auch 10 km nur Bergab, meine Höchstgeschwindigkeit war 70 km/h :D

Duffy
11.01.2009, 23:31
Hallo Firefighter,
ein schönes beeindruckendes Panoramabild.
Hab auch noch ein Bild gefunden das in 2005 aufgenommen wurde. Es vermittelt einen kleinen Eindruck, was sich hinter der Röhre auftut.
Wenn ich mich aber recht entsinne, gab es allerdings nach dem Verlassen der Amerikaner noch 2 größere Eingangstore (zwischen Mückenkopf und Braunsberg ? Ich kriegs nicht mehr genau hin). Jahre später wollte ich mir diese nochmals anschauen, konnte aber leider nichts mehr wiederfinden. Offensichtlich wurden diese irgendwann durch Erdreich zugeschüttet. Gibt es dazu irgendwelche Infos?

Firefighter
12.01.2009, 09:40
Hallo,

ich werd demnächst mal Bilder einstellen, jedoch nicht unbedingt von diesen zwei Stollen. Da diese meistens ähnlich aufgebaut sind, spielt das eh keine Rolle wenn man die einzelnen Stollen nicht kennt.

Wie die Tore aussahen, siehst du im von mir genannten Link auf der Seite zuvor.
Ich kann später aber mal ein Bild ausstellen, wie die Tore nach dem Abzug der US Army aussahen.

Dein Bild dürfte von der unteren Anlage stammen, da diese zeitweiße von der Bundeswehr genutzt wurde.

Firefighter
13.01.2009, 20:56
Beinahe hätte ich es vergessen, das erste Bild zeigt eines der Tore, die restlichen Bilder stammen aus verschiedenen requirierten Stollenanlagen hier im Landkreis.

Firefighter
13.01.2009, 21:02
und noch ein paar..

Duffy
13.01.2009, 22:06
Ja, korrekt das Bild stammt von der unteren Anlage. Hast Du bestimmt am Türgriff erkannt ;)

matrix
13.01.2009, 22:39
Wenn schon vom Moosbachtal die Rede ist, hätte ich da noch die Frage, was dort eigentlich gemacht wurde? Ich hatte mal gehört, dass dort Funkgeräte gewartet wurden. Warum man das aber in einem Stollen geschehen muss, der dann auch noch so gut bewacht wird, passt dann auch irgendwie nicht. Insbesondere wenn man es mit der Einrichtung unterhalb des Messegeländes in Pirmasens vergleicht, wo angeblich (immer noch) ähnliches getan wird.

In der linken, höheren Halle befand sich ein Zugang zum Stollen, der mehrere Räume und Seitenarme hatte, die auch noch durch einen zweiten Zugang zu erreichen waren.

Anbei noch Bilder der Anlage von 1996.

matrix
13.01.2009, 22:57
Und hier noch ein paar Bilder von Ende Dezember 2008.

Bild 1 zeigt die Stelle wo die Halle mit dem Zugang zum Stollen stand.
Bild 2 zeigt den evtl. dritten(?) Zugang (hier bin ich mir nicht mehr sicher)
Bild 3 zeigt den ehemaligen Sicherheitsstreifen, der bis zum Bergrücken ging.
Bild 4 zeigt die Stelle wo sich der zweite Stollenzugang befand.

Firefighter
14.01.2009, 08:44
Hallo,

da bist du nicht der einzige der so denkt. Ich weiß bisher auch nur von Wartung von Kommunikationsmitteln. Nur Frage ich mich dann wieso diese Anlage autark ausgerüstet wurde, es gab einen eigenen Brunnen der einen Durchsatz von ettlichen m³ in der Minute hatte. Im Stollen selber war die Wasseraufbereitung und die Heizung/Klimatechnik. Neben 2 NEA mit gab es sogar eine Sprinkleranlage.

Für die Wartung von Kommunikationsmitteln ziemlich viel Aufwand..

Die Anlage war ständig besetzt, der Perimeter war komplett beleuchtet, was drauf hinweißt das hier garantiert nicht nur Funkgeräte gewartet wurden.
Ich habe irgendwo einen Hinweiß gelesen mit den Stichworten "Cave", " near Dahn" und "Radar MOS". Ein MOS ist bei der Army ein spezialist für eine bestimme Tätigkeit. Daher glaube ich das in dem Stollen auch Teile der NIKE-Raketen bzw. die Radargeräte gewartet wurden.

Firefighter
14.01.2009, 10:21
So sah es früher übrigens im Inneren aus...

Firefighter
14.01.2009, 14:43
Und nochwas schönes zur oben genannten Anlage.

donholiu
18.01.2009, 02:55
Hallo,

das sind 800er Kanalrohre, 1998 wurden die zwei die Stollenanlagen verplombt.
Beim 6. Bild seht ihr im nachfolgenden Link, wie der Zugang in den 60ern aussah.

http://www.goerigk-nike.de/tracy/Access/rt_access.html

Auf den Bildern ist auch gut zu sehen, wie kahl der ganze Berg damals war.
Ich werd mal ein Bild von heute raussuchen.

Näheres per PN, da die zwei Stollenanlagen schon mit einem negativen Hintergrund in der Zeitung standen.

was meinst du mit negativen hintergrund??? weisst du, wie oder wo ich die eingänge finden kann???

lg

Firefighter
18.01.2009, 14:03
2006 wurden beide Stollen aufgebrochen, in einem davon wurde vermutlich mit automatischen Waffen geschossen.

Wenn man weis wo sich die Stollen befinden, findet man auch die Eingänge.
Da diese jedoch eh verschlossen sind lohnt es sich garnicht erst danach zu suchen.

Guard Operation
19.01.2009, 16:45
Ich habe mir heute auch mal das Depot angeschaut. Auch wenn hier schon viel überwuchert und mutwillig zerstört ist ist es trotzdem noch sehr interessant.

Ich bin auch mal auf einen der Bunker raufgeklettert im hinteren Teil ist eine Art Metallpilz der wohl zur Entlüftung des Bunkers gedient hat. An dem Metallpilz befindet sich ein kleines Metall-Fähnchen mit einer Art Gegengewicht. Weiss jemand wozu das benötigt wurde?
Erklärung!!!
Kenne ich von den Bunkern,welche wir früher bewacht haben.Das Ding hat folgende Funktion.Das Gegengewicht war in Verbindung mit einer Feuerklappe,welche sich im Inneren des Entlüftungsrohrs befand.An der Kette befand sich auch ein Stück Metall,welches bei einer bestimmten Temperatur schmolz.Dann schloss das Gegengewicht die Feuerklappe und sorgte so dafür dass kein Funkenflug in das Innere des Bunkers gelangen konnte.
Gruss
Guard Operation

matrix
22.01.2009, 22:57
Hallo hier Bilder aus dem Depot Fischbach, kurz nachdem es aufgegeben wurde:

Bild 1: ein Gebäude kürz vor der Area 2

Bild 2: Bunker zwischen dem Gebäude aus Bild1 und Area 2
Bild 3 +4: Hinweise an diesem Bunker aus Bild 2

Bild 5: Eingang zu Area 2

matrix
22.01.2009, 23:01
Bild 1: Ein Bunker in Area 2

Bild 2: Wachgebäude in Area 2

Bild 3: Schiessplatz (ein Stück hinter Area 2)

Bild 4: Weiteres Bauwerk auf dem Schiessplatz

Bild 5: Gebäude zwischen Area 1 und Area 3 (Sandstrahlanlage?)

matrix
22.01.2009, 23:12
Bild 1: Eingang zu Area 3 (doppellter Zaun + Wachtürme)

Bild 2: Ansicht der kurzen Seite des Gebäudes in Area 3

Bild 3: Ansicht der langen Seite des Gebäudes (von "hinten")

Bild 4: nochmal gesicherter Raum im Gebäude

Bild 5: Blick aus einer der 3 "Buchten" im Gebäude nach "hinten". Gut zu erkennen, die Kranlaufschienen an der Decke. An den ganzen Seitenwänden waren Massebänder.

Firefighter
23.01.2009, 07:49
Hallo,

Danke für die Bilder. Finde ich die später in höherer Auflösung im temp-Ordner? :)

Wenn ich die Antwort eines ehmaligen Zivilangestellten vom 41th Ord Det richtig deute, war die Sandstrahl und Lackieranlage für die Pershing und Lance-Container auch im Lance-Maintenance-Building in der Area III untergebracht.

Ich kann aber nochmals fragen, welchem Zweck das besagte Gebäude diente.

matrix
23.01.2009, 11:48
Wenn ich Zeit habe, stelle ich noch mehr Bilder hier rein.
Leider habe ich die nicht in höherer Auflösung :(

In Area 3 war eine "Lackierkabine", die auch noch von der Firma genutzt wurde, die das Gebäude übernahm. Eine Sandstrahlanlage gab es darin nicht (mehr). Ich habe bei dieser Firma 1998 einen Ferienjob gemacht.

Auf "Bild 1: Eingang zu Area 3 (doppellter Zaun + Wachtürme) " ist in der Baumkrone rechts, die Entlüftung der Lackierkabine auf dem Dach des Gebäudes zu erkennen. Vor diesem Baum war auch der Vordereingang in die "Schutzröhre" mit Dekontaminationsschleuse.

In dem Gebäude zwischen Area 1 und 3 war, wenn ich mich noch richtig erinnere, bei meinem ersten Besuch noch eine Kabine eingebaut, die ich als Sandstrahlanalge deutete. Beim nächsten Besuch war sie verschwunden und es hingen nur noch grosse Rohre von der Decke. (Bilder davon habe ich auch noch)

sitarg
23.01.2009, 23:04
@Guard Operation: danke für die Erklärung!

VTEC INSIDE
25.01.2009, 12:17
Hallo!
Super Bilder von der Area3 wie ich Sie bisher noch nicht kannte. Bin schon auf die nächsten Bilder gespannt. Weiß jemand was das hier sein sollte: Bild 4: Weiteres Bauwerk auf dem Schiessplatz
Hatte es damals auch gesehen auf dem Schießplatz aber ne Erklärung hatte ich dafür auch nicht. Hab noch Projektile vom Schießplatz die ich seinerzeit dort im Sand ausgebuddelt hab.

Gruss Thomas

Firefighter
25.01.2009, 12:53
Hallo Thomas,

an dem Bauwerk dürfte die Sicherheitsprüfung nach dem Schießen auf dem Schießstand stattgefunden haben.

Denke mal das durch die Öffnung die Waffe durchgehoben wurde, Magazin raus, durchgeladen und abgedrückt. Wenn sich kein Schuss mehr löste, war die Waffe frei von Patronen und ungefährlich.

Wenn sich hinter der Mauer ein Sandhaufen oder ähnliches befand, dann ist es ziemlich klar das es sich dabei um solch eine Einrichtung handelt.

VTEC INSIDE
25.01.2009, 13:28
Hallo Sebi!
Deine Erklärung klingt einleuchtend. Allerdings war das Teil direkt in den Hang gebaut, man konnte also nicht dahinter gehen etc.

Gruss Thomas

Firefighter
25.01.2009, 21:45
Aufgrund meiner aktuellen Archivrecherche habe ich eine Übersichtskarte aus dem Jahre 1976 von Fischbach gefunden.

Anbei ein Ausschnitt von der North Area bzw. der Area I. Zur damaligen Zeit war das Gelände schon doppelt umzäunt, hatte jedoch wohl keine Wachtürme wie die Area II.

Wieder ein Rätsel mehr...

dipl-ing
26.01.2009, 07:57
Hallo Sebi,

kommt mir irgendwie bekannt vor *G*
Der Scanner ist wieder bereit gefüttert zu werden.
Netzwerkproblem ist behoben.

matrix
26.01.2009, 11:35
Wenn sich hinter der Mauer ein Sandhaufen oder ähnliches befand, dann ist es ziemlich klar das es sich dabei um solch eine Einrichtung handelt.

Ja, hinter der Mauer konnte man durchgehen und dahinter befand sich eine weitere Mauer am Hang, die in der Mitte eine größere Öffnung hatte, die tief mit Sand gefüllt war. Wenn man also durch das kleine Loch schaute, sah man direkt in den Sand.

VTEC INSIDE
26.01.2009, 13:06
Hallo Sebi!
Wiedermal ein guter Plan von Dir! Ich dachte eigentlich immer daß die hochprisanten Waffen/Munition in der Area I lagerten. Das Teil war ja zu Betriebszeiten gesichert wie Fort Knox. Die ganzen anderen Bunker auf der gegenüberliegenden Bergseite waren ja bei weitem nicht so gesichert wie in der Area I. Schade daß mittlerweile bis auf die Area I alles gesprengt ist und man sich nur noch schwer vorstellen kann wie es dort aussah. Als ich das erste mal das Lager betrat waren noch alle Bauwerke bis auf die Wachtürme vorhanden.
Gab es eigentlich einen "General-Bauplan" der USA-Army? Ich meine damit daß ich ja alle SAS in der Bauweise gleichen wie ein Ei dem anderen. Zumindest das Zugangsgebäude mit integriertem Wachturm etc. sind immer identisch. Auch die Bunkeranlagen mit Ihren Toren sind wohl immer gleich gewesen.

Gruss Thomas

Firefighter
26.01.2009, 13:51
Naja, nach dem Umbau Ende der 70er lagerten die brisanten Waffen auch nur noch in der Area I, da wurde die Area II nur noch als Übungsgelände bzw. als Lager für die LANCE-Teile und Motoren genutzt.

Aber ich habe leider noch garkeine Ahnung, wie die Area I vor dem Umbau genutzt wurde.

Es gab bestimmt Generalpläne, diese habe ich bisher aber lediglich für die Sicherungssysteme. Eventuell bekomme ich noch Gebäudepläne von Fischbach in die Hände.

Die Bunker unterschieden sich an der Bauform teils erheblich, da es in Deutschland ettliche Bauarten gab. Hier gab es auch unterschiede ob WADS verbaut war oder nicht.

Alles nicht so einfach, aber Stück für Stück bekommt man den Durchblick :)

matrix
26.01.2009, 23:25
Wie versprochen, weitere Bilder:

Bild 1 & 2: "Schutzröhre" vor Area 3.
Man konnte von vorne und hinten durch einen "Dekontaminationsbereich" in die Röhre gelangen, drinnen waren links und rechts an der Wand Sitzbänke. Die Aussenluft wurde gefiltert und Überdruck konnte bestimmt auch darin hergestellt werden.

Bild 2: Lagerhalle in der Nähe von Gate 1. Einige dieser kleinen Lagerhallen waren von der Landstrasse aus zu sehen.

Bild 3: Hundezwinger / Anlage für die Wachhunde zwischen Area 1 und 3.

Bild 4: Jetziges Schützenhaus, hier sieht man die Zufahrt zu der Kläranlage (im Hintergrund rechts) und dahinter zu der Ringstrasse, in der noch viele der Gebäude wie auf Bild 2 standen.

emu
27.01.2009, 00:19
Schöne Fotos! So ein Haus wie auf dem letzten Bild suche ich schon lange...
Was sind "Massebänder"? und doppellt? Diese Begriffe sind mir nicht so geläufig..
Oder es handelt sich um Rechtschreibfehler...dann bitte ich um Nachsicht...

dipl-ing
27.01.2009, 10:51
die Bunker wurden nicht gesprengt, sondern mit einem Hydraulikbagger abgebrochen. Die Bewehrung wurde größtenteils abtransportiert.

matrix
27.01.2009, 12:29
So ein Haus wie auf dem letzten Bild suche ich schon lange...


Es gibt noch einige zu kaufen dort ;-) z.B. dreistöckiges Kasernengebäude für ca. 100.000 Eur



Was sind "Massebänder"?


Hätte wohl besser geschrieben "Kupferbänder die zur Erdung dienten". Vermutlich wurden wurden die Bauteile an denen gearbeitet wurde mit Kabeln mit diesen Bändern an der Wand verbunden, um Funkenbildung zu verhindern. Die Kupferbänder an den Wänden waren dann bestimmt wie ein Blitzableiter "geerdet". Ich lasse mich hier aber gerne eines Besseren belehren.



und doppellt? Diese Begriffe sind mir nicht so geläufig..
Oder es handelt sich um Rechtschreibfehler...dann bitte ich um Nachsicht...


Sollte "doppelter Zaun" heissen. Gemeint ist damit zweifache Umzäunung, wie man auch auf den Bildern sieht.

matrix
27.01.2009, 13:31
die Bunker wurden nicht gesprengt, sondern mit einem Hydraulikbagger abgebrochen. Die Bewehrung wurde größtenteils abtransportiert.

Den Abbruch sieht man auf Bild 1 und 2. Bild 3 zeigt den Zustand nach Abbruch und Übererdung.

In Area 2 bzw im Bereich hinter Area 2 wurden angeblich "versuchsweise" 1 oder 2 Bunker gesprengt. Das stand damals auch in der Zeitung, glaube ich. Werde mal in den Artikeln nachschauen, die ich habe.

VTEC INSIDE
28.01.2009, 13:28
Hallo Sebi!
Was ist denn WADS und wo war die AREA III?

Es tut mir wieder in der Seele weh wenn ich diesen Bagger auf dem Bunker sehe.
:(

Gruss Thomas

Firefighter
28.01.2009, 15:17
Hallo Thomas,

mit WADS ist das "Weapon Access Denial System" gemeint. Die Systeme waren in den Bunkern verbaut ("Stacheldrahtvorhang", CS-Gas etc..)

Die Area III findest du hier: http://maps.google.de/?ie=UTF8&ll=49.065319,7.686256&spn=0.004724,0.009656&t=h&z=17

In diesem Gebäude wurden die Wartungsarbeiten an den LANCE-Raketenmotoren vorgenommen sowie die Container für LANCE und HAWK lackiert. Da diese Motoren den hochgiftigen Treibstoff IRFNA und UDMH enthielten, war das Gelände mit Doppeltzaun abgesichert, zum Schutz bei einem Unfall diente das ABC-Schutzbauwerk davor.

Die Raketenmotoren lagerten in der Area II und der South Area, daher die Hinweiße.
Wenn diese Bunker geöffnet wurden, wurde zunächst unter ABC-Schutz die Luft mit einem Dräger Simultantest überprüft, ob auch keine Treibstoffe ausgetreten sind.

Firefighter
07.02.2009, 14:15
Hier ein Luftbild von 1987. Darauf zu sehen ist die Area III.
Oberhalb des Gebäude stehen Container, in den welchen die LANCE-Raketen transportiert wurden.

Zwischen dem Haus und den parkenden Autos ist auch schemenhaft das ABC-Schutzbauwerk zu sehen.

Firefighter
07.02.2009, 14:36
und nun zur Area I, 1987 :D

Hier (http://nighthidesnot.com/1987_Area%20I_big.jpg) gibts das ganze in höherer Auflösung.

Interessanterweise waren 1987 noch nicht alle Kampfstände errichtet, 1993 gab es deutlich mehr. Plan reiche ich nach :)

Firefighter
07.02.2009, 22:41
Den Plan habe ich auch fertig, bisher jedoch ohne BLDG-Nummern bzw. Erklärungen.

http://nighthidesnot.com/FAD_Area1_93.png

K steht für Beton-Kampfstand, T für Wachturm. Das Graue ist das Kiesbett mit der Perimeter-Liniensicherung.

sitarg
12.02.2009, 23:44
Toller Übersichtsplan bzw. Luftaufnahmen. Vielen Dank!

Warum war das Lager eigentlich so aufgebaut, dass die Türen/Eingänge der Bunker, der in deinem Übersichtsplan oberen langen Reihe, in Richtung des Zauns (also vom Zauns aus sichtbar bzw. in offener Lage) ausgerichtet waren, anstatt die Türen in Richtung des geschützten Inneren auszurichten?

Firefighter
13.02.2009, 11:57
Naja, zum einen hatte es den Grund das die Bunker der Area I schon Ende der 50er-Jahre gebaut wurden und an die konventionelle "Bunkerstraße" anschließten.

Die kleinen Bunker in der Area I wurden nachträglich errichtet, wohl beim Umbau Ende der 70er-Jahre. Diese waren auch bereits mit Schiebetoren ausgestattet.

Zum anderen wurden Munitionsdepots immer so errichtet, das sich die Bunker nicht gegenseitig mit der Front "anschauten", da bei einer Explosion wohl die meiste Energie nach vorne geht.

VTEC INSIDE
21.02.2009, 08:44
Hallo Sebi!
Für was steht die Bezeichnung M&A Building? Wurden darin auch Raketen gewartet?

Gruss Thomas

Firefighter
21.02.2009, 10:11
Hallo Thomas,

M&A steht für Maintenance and Assembly - heißt soviel wie Instandsetzung und Montage.

In diesem Gebäude wurden demnach die Atomwaffen gewartet und gereinigt, vermutlich auch neu lackiert usw..

Firefighter
23.02.2009, 23:48
Hab da noch was schönes :D

dipl-ing
24.02.2009, 07:16
da waren noch andere schöne Sachen *g*
bei 600dpi massive Streifen.
bei 300dpi fast keine mehr.
Werde nochmal den Scanner mit Aceton reinigen.

dipl-ing
24.02.2009, 07:27
frisch auf den Tisch aus der heutigen Regionalpresse
es hat ja so kommen müssen
leider

Harry
24.02.2009, 17:11
Ich habe den Anhang gelöscht. Eine Veröffentlichung in Form eingescannter fremder Texte verstößt leider deutlich gegen das Urheberrecht.

dipl-ing
24.02.2009, 20:25
öffentlich als pdf zugängige Zeitung ist problematisch ?
Gescannt negativ, nur aus pdf ausgeschnitten.
Wenn dem so ist, sind alle Pläne die hier abgebildet worden sind im Sinne des Patentschutzgesetzes auch nicht astrein.
Nun denn dann eben kein Anhang
Helau und Alaaf und ...

Harry
24.02.2009, 20:54
>öffentlich als pdf zugängige Zeitung ist problematisch

Ja... das war kein Link sondern ein Dateianhang. Link nix Problem

>sind alle Pläne die hier abgebildet

Die Diskussion ist müßig. Zum einen liegen für eine Vielzahl von "Plänen" die Originale oder Freigaben lokal vor. Zum andern ist fraglich ob bspw. die US Army aufs Copyright pocht. Im Gegensatz zum Deutschen... da hagelt es regelmäßig Abmahnungen wegen derlei Dingen. Eine ganze Heerschar an Abmahnvereinen hat sich darauf spezialisiert.

Firefighter
24.02.2009, 22:08
Als Text sollte es aber normal kein Problem sein:

Nur fünf Bunker und der Turm bleiben stehen

Fischbach: Abriss von Militäranlagen noch in diesem Jahr


Von PZ-Mitarbeiterin Lilo Hagen

Noch in diesem Jahr will die Zentralstelle der Forstverwaltung bei der Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd (SGD) in Neustadt auch die letzten im Eigentum des Landes befindlichen Bunker in Area I des ehemaligen US-Depots zwischen Fischbach und Ludwigswinkel beseitigen. Diese werden zerkleinert und mit Erde überdeckt, lediglich der Wachturm und fünf Bunker bleiben zur Nutzung durch die Ortsgemeinde stehen.
Welche Bunker erhalten werden sollen, das wird im Vorfeld in einem noch zu führenden Gespräch mit der Gemeinde geklärt, kündigt Dr. Olga Schornek auf Anfrage der Pirmasenser Zeitung an. „Bis jetzt ist noch kein Einvernehmen hergestellt. Wir haben von den aktuellen Plänen der SGD Süd keine Kenntnis, denn man hat sich mit uns noch nicht in Verbindung gesetzt", erklärt der Fischbacher Ortsbürgermeister Josef Hammer. Grundsätzlich sei mit der Struktur- und Genehmigungsdirektion über die Bunker gesprochen worden, auch sei vereinbart, dass im Austausch für den Abriss von der Ortsgemeinde Waldflächen gekauft werden können. Allerdings bezeichnet es Hammer als „verwunderlich", dass jetzt zur Tat geschritten wird, ohne dass die Ortsgemeinde informiert wurde. Wie die übrig bleibenden Bunker künftig genutzt werden können, dazu äußerte sich Hammer nicht.
Mehr als fünf Jahre hatte sich der Gemeinderat gegen einen Abriss der Militäranlagen durch die Forstverwaltung, der die Verkehrssicherungspflicht obliegt, gewehrt, dann aber in nichtöffentlicher Sitzung einem Abriss zugestimmt - unter der Bedingung, dass einige Militäranlagen erhalten bleiben. Einen der Bunker wollte man unter anderem nutzen, um die Präparate aus dem inzwischen geschlossenen Heimatmuseum auf der Reichenbach, welche die Ortsgemeinde übernommen hat, zu lagern. Konzepte, die gemeinsam mit dem Landessportbund erarbeitet worden waren und eine Art Sportcamp vorsahen, scheiterten am Forst, der damals ein eigenes Konzept in Aussicht gestellt hatte.
Inzwischen ist die Anlage immer mehr verkommen, der Wachturm zeigt deutliche Spuren von Vandalismus und wurde vom Forst vollständig eingezäunt, um ein Betreten unmöglich zu machen. Einige Bunker dienen als Lagerhallen, alle sind fest verschlossen, und anders als noch vor wenigen Jahren kann sich der Wanderer heute kein Bild mehr machen von den riesigen Hallen aus Beton, in den über Jahrzehnte Waffen und Munition gelagert waren. Dem Vernehmen nach hatte Ministerpräsident Kurt Beck anfangs Überlegungen angestellt, das ehemalige Militärgelände flächendeckend unter Denkmalschutz zu stellen, doch auch diese Pläne wurden nicht umgesetzt.
Die Zeit, die gesamte Anlage unter dem Motto „Moderne Burgen" für den Tourismus zu erhalten, so wie es das Konzept des Biosphärenhauses einmal vorgesehen hat, ist vorbei, meint Klaus Meichel, Leiter des Bauamtes der Verbandsgemeindeverwaltung. „Dazu hätte alles erhalten werden müssen. Das, was jetzt noch steht, bringt uns die Geschichte auch nicht näher. Alle Bunker in diesem Bereich sind baugleich, und so macht es wohl mehr Sinn, einen oder zwei gut zu präsentieren", sagt er.
Meichel hat Verständnis für die Pläne der Forstverwaltung, die Bunker einzuebnen, denn es hat bereits tödliche Wildunfälle gegeben. Die Belüftungsschächte der Bunker sind ungesichert und stellen nicht nur für Tiere, sondern auch für spielende Kinder eine Gefahr dar. Andererseits bedauert Meichel, dass die gesamte Anlage zerstört und damit auch die Zeugnisse aus der Zeit des Kalten Krieges vernichtet wurden.
Mit dieser Meinung steht er nicht alleine. Auch der Geschäftsführer des Biosphärenhauses, Uli Diehl, gehört zu denen, die nicht verstehen, dass die Überlegungen, im und um den Wachturm ein Museum anzulegen, wieder ad acta gelegt werden mussten. „Man hätte von der regionalen Geschichte - und den Auswirkungen der Besatzung durch die Amerikaner für die Menschen vor Ort - einen Bogen schlagen können über die Friedensbewegung bis in die heutige Zeit und die weltweite Entwicklung. Inzwischen können solche Ideen ohne großen Aufwand nicht mehr umgesetzt werden", sagt er. Als Biologe ist er der Meinung, dass die Bunker hätten problemlos zu Fledermaus- und Wildkatzenquartieren ausgebaut werden können.
„Es wurde viel Geld ausgegeben, um die vorhandenen Anlagen zu vernichten, das besser hätte verwendet werden können, um sie zu erhalten", beklagt er: „Keine Multimedia-Präsentation kann vermitteln, wie bedrückend diese Zeit für die Menschen gewesen ist. Das ist ähnlich wie mit der Berliner Mauer, die noch für meine Generation eine Selbstverständlichkeit war. Meinen Kindern aber kann ich nicht mehr begreiflich machen, welche Auswirkungen sie auf ein ganzes Volk hatte, denn auch hier hat wurde es versäumt, wenigstens so viel zu erhalten, dass nachfolgende Generationen einen Eindruck von ihren Ausmaßen bekommen können." Es wäre für das Felsenland eine große Chance gewesen, mit diesen Relikten aus dem Kalten Krieg im Depot Fischbach eine Zeit zu dokumentieren, die für die nachfolgenden Generationen kaum mehr zu begreifen sei. „Ob das jetzt noch Sinn macht, mit fünf Bunkern und einem Turm, das wage ich zu bezweifeln. Meiner Ansicht nach ist der Zug schon fast abgefahren", so Diehl.
GLOECKG / GLOECKG

Quelle:
Verlag: Adolf Deil GmbH & Co. KG
Publikation: Pirmasenser Zeitung
Datum: Nr.46
Datum: Dienstag, den 24. Februar 2009
Seite: Nr.16

Noch ein Kommentar von meiner Seite an die Gemeinde, wenn man sich 5 Jahre gegen den Abriss wehrt aber kein gescheites Konzept zur Nachnutzung vorlegt, braucht man sich nicht zu wundern...

Aber dem Staat kann es noch so schlecht gehen, Hunderttausende von Euro sind immer noch verfügbar, um Bunker abzureißen, die eigentlich nur die Spinner von der SGD stören.

Harry
24.02.2009, 23:02
Nein als Text nicht so sehr, da es bach dem Zitatrecht als Diskussionsgrundlage dient

SAR71
25.02.2009, 14:24
Das ist doch so ein Schei...... was die machen wollen...!!! Wie seht das den aus??? Wen alle anderen Bunker abgerissen werden und danach nur noch 5 Bunker und der Wachturm bleiben stehen bleiben solle???????
na toll :-(

VTEC INSIDE
26.02.2009, 08:06
Was ist denn daß für eine Schei.....? Die Bunker sind gesichert und in gutem Zustand, ein Verletzungsrisiko sehe ich da mal überhaupt nicht. Spielende Kinder ohne Aufsicht haben dort sowieso nix verloren!!!
Hätte man mal früher auf den Trichter kommen sollen und die Area1 pflegen und erhalten sollen. Die ganzen Deppen die dort ihren vandalistischen Gelüsten nachgehen sollte man an den Eiern aufhängen. Wäre vielleicht auch sinnvoll gewesen z.B. einen Verein etc. zu gründen der sich am Erhalt und Pflege mit einbringt. Scheinbar ist das aber vom Forst unerwünscht. Ich frage mich warum der Forst so eine Macht besitzt.
Schau mer mal was daraus wird.

Gruss Thomas

dipl-ing
26.02.2009, 10:07
Der Forst ist bei uns auch ein politischer Spielball verschiedener Institutionen.
Wie in jeder Behörde gibt es da solche und solche.

Firefighter
26.02.2009, 16:42
Das Problem liegt hierbei nicht am Forstamt Wasgau sondern an der "Zentralstelle der Forstverwaltung", welche ihren Sitz bei der SGD Süd in Neustadt a.d.W. hat.
Die Damen und Herren in Neustadt sind halt der Meinung das alles Fremde im Wald stört und entfernt werden muss. Das Hauptargument hierzu ist grundsätzlich die "Verkehrssicherungspflicht".

Wenn man so argumentiert, müsste man aber jeden Felsen und jede Burg bei uns sprengen, den da besteht ja auch Gefahr...

Das Forstamt hier ist wohl gegen den Abriss, hat sich aber noch nicht öffentlich dazu geäußert.

SAR71
26.02.2009, 18:29
Aha.....
Und was wird jetzt eurer Meinung nach jetzt mit dem Depot passieren?????????
(Wen ich denne schei.... Artikel von der PZ schon lese da könnte ich explodieren. :-(

VTEC INSIDE
27.02.2009, 14:16
Aha, "Verkehssicherungspflicht"???? Dann müsste man wohl jeden Hochsitz im Wald abreißen. Daß ich nicht lache.

dipl-ing
02.03.2009, 08:11
war am Wochenende vor Ort.
Mein letzter Besuch liegt etwa 4 JKahre zurück.
Die Natur hat sich einiges zurückerobert.
Das SSCC ist einmgezäunt.
Ein Großteil der Fenster ist entfernt. Kann mich nicht genau erinnern, ob das schon so war.
Im Bereich der Personenvereinzelungsanlage die alten bekannten Spuren von Vandalismus.
Die Bäume auf den Lagerbunkern haben mittlerweile beträchtliche Ausmaße.
Selbst auf den noch genutzten Einheiten. Ich würde mir mal langsam Sorgen um die Standsicherheit der Decke machen, wenn die Wurzeln da weiter so agieren.
Das soll kein Grund sein für den Abriss, aber eine sinnvolle werterhaltende Instandsetzung wäre wohl auch im Sinne der dortigen Nutzer.
Insgesamt nur noch ein sehr trauriger Anblick. Schade.

dipl-ing
02.03.2009, 08:13
weitere Bilder der Area I

dipl-ing
02.03.2009, 08:14
man beachte das angebrachte deutlich sichtbare Schild bzgl. Verkehrssicherungspflicht ... von wegen spielende Kinder ...
auch wenn der Radweg genau vorne dran verläuft
letztes Bild: ehemalige Schneise für Zaunanlage
Ende des Updates

VTEC INSIDE
03.03.2009, 15:51
Für mich hört sich das alles sehr widersprüchlich an und ich bin der Meinung daß da jemand etwas gegen die Zeitzeugen des kalten Krieges hat und die Anlage einfach weg haben will.
Bin des öfteren in der Anlage und hab letztens mal den Heli Landeplatz gesucht und gefunden. Ist mittlerweile komplett mit Bäumen umwachsen und man kann es eigentlich nur wissen wenn man die Bau- und Lagepläne kennt. Die Natur holt sich eben alles zurück, echt genial.

Gruss Thomas

Firefighter
03.03.2009, 17:27
Ich denke da sind wir ziemlich alle der gleichen Meinung, das es für diese Aktion absolut keinen Grund gibt.

Das Hauptargument (Verkehrssicherungspflicht) hinkt mächtig hinterher, das Kommentar von Frau Dr. Schorneck, "die Anlagen könnten ja in Zukunft weitere Kosten verursachen" geht genauso am Thema vorbei.

Wer sich dazu in der Öffentlichkeit äußern möchte, soll bitte einen Leserbrief an die PZ schreiben:

Ihr Leserbrief an die Redaktion Leserbriefe
Schachenstraße 1
66954 Pirmasens
Fax: 06331/8005-81, E-Mail:
redaktion@pirmasenser-zeitung.de

Mit der Geschichte des Kalten Krieges interessiert sich von Seiten der Landesbehörden kein Schwein, für die Erhaltung der Burgen werden hingegen Jahr für Jahr Millionen verpulvert.

Das der Kalte Krieg aber genauso zur Geschichte gehört wie die Burgen, das möchte keiner Hören...

SAR71
03.03.2009, 18:17
Ich würde gerne ein Leserbrief schreiben, aber ich hab leider nicht das richtige Sprachgefühl für so einer Aktion ;-) Wer würde es den machen????

VTEC INSIDE
04.03.2009, 07:51
Hallo Sebi!
Hast Du vielleicht schon nen Leserbrief verfasst? Denke Du wärst Da mit Deinem Wissen der richtige Autor für nen Leserbrief.

Gruss Thomas

Scaleon
04.03.2009, 20:59
>öffentlich als pdf zugängige Zeitung ist problematisch
Ja... das war kein Link sondern ein Dateianhang. Link nix Problem
>sind alle Pläne die hier abgebildet
Die Diskussion ist müßig. Zum einen liegen für eine Vielzahl von "Plänen" die Originale oder Freigaben lokal vor. Zum andern ist fraglich ob bspw. die US Army aufs Copyright pocht. Im Gegensatz zum Deutschen... da hagelt es regelmäßig Abmahnungen wegen derlei Dingen. Eine ganze Heerschar an Abmahnvereinen hat sich darauf spezialisiert.

@Harry
Sorry, klingt vielleicht "off-topic", aber paßt irgendwie doch exact hier her, zumal mir bis dato keiner meine nachfolgende Frage beantworten konnte oder wollte:
Angenommen ich habe "gedanklich" (wir hatten damals brutal striktes Photografierverbot auf QRA) noch exact das Layout sowie sämtliche Details einer damals streng geheimen "A-Waffen QRA" eines süddeutschen F-104G Jabo Geschwaders aus dem Jahr 1969 im Kopf, und lasse auf Basis dieser, meiner eigenen Erinnerung heute, also 40 Jahre danach, eine detaillierte, quasi photographisch genaue Zeichnung des Shelters, der F-104G, der A-Waffe, plus Pilot, 1.Wart und weiterer, ggfs beteilgter Personen anlässlich eines damaligen, simulierten A- Waffen Alarmstarts anfertigen; darf/dürfte ich eine solche Zeichnung / Detailskizze dann z.B hier im Forum publizieren??
Gruß Scaleon

Firefighter
05.03.2009, 10:14
Aus rein rechtlicher Sicht könnte es durchaus zu Problemen kommen, wenn die Unterlagen von damals zu den QRAs und dem Victor Alert noch als VS-NfD bzw. Geheim eingestuft sind.

Die Sperrfrist von 30 Jahren für Militärische Akten ist zwar bereits abgelaufen, das heißt jedoch nicht das diese Akten hierzu bereits eine Freigabe haben.

Ich bin aber auch kein Rechtsanwalt und kann dir dazu keine verbindliche Auskunft geben.

Scaleon
07.03.2009, 23:47
Danke für deine Antwort, "Firefighter!"

Langsam wird mir klar, weshalb ich bis dato öffentlich noch nicht ein einziges Photo / Bild, bzw exacte Beschreibung von einer (Ende der 60er / Anfang der 70er Jahre ) streng-geheimen, weil "aktiven" F-104G Atom-Waffen QRA gesehen habe.

Das Maximum war bislang die Beschreibung der (deutsch/amerikansichen) Zugangsprozesse zu einer A-Waffen QRA anlässlich eines Flugzeugtausches. Diesen Prozess, plus eine graphische Abbildung, sowie ansatzweise einen sog. Permissive-Action-Links (PALs)- Prozeß! des ("amerikanischen") A- Waffen-Bediengeräts DCU-117, (dieses wurde nur auf der QRA und nur durch die Amerikaner dort im Cockpit unserer F-104G installiert / aktiviert), hat allerdings ein ehemaliger Jabo- Waffenspezialist vor wenigen Jahren mal in einer deutschen, relativ bekannten Fach-Publikation veröffentlicht...!

Kann man nur hoffen, daß dem guten Mann, bzw dem Verleger die ganze Dokumentation nicht eines Tages plötzlich um die Ohren fliegt.
Gruß Scaleon !

Harry
08.03.2009, 00:14
>wenn die Unterlagen von damals zu den QRAs und dem Victor Alert noch als VS-NfD

Ja, daran hängts dann. Muss man eruieren ob oder ob nicht...

Scaleon
08.03.2009, 15:31
>wenn die Unterlagen von damals zu den QRAs und dem Victor Alert noch als VS-NfD
Ja, daran hängts dann. Muss man eruieren ob oder ob nicht...

Hallo Harry!

Sorry, daß ich dieses „off-topic“ Thema hier so strapaziere, aber nun ist es mal so. Also die sog Sonderwaffen, sprich Atomwaffen QRA- Geschichten sind auf der deutschen Seite noch immer „VS-NfD“, bzw „streng geheim“; insbesondere was den sog „atomaren Anteil“ betrifft. Hier wird nämlich aufs Gramm genau unterschieden, zwischen dem (amerikanischem) "atomaren" Anteil, und dem deutschen „nicht-atomaren“ Anteil. Weil eine exacte Trennung naturgemäß aber nicht möglich ist, ist der Graubereich und die daraus resultierenden Unsicherheiten entsprechend groß.

Wie z.B. in meinem Fall: Ich wurde Ende 2008 von einem belgischen TV- Journalisten angesprochen, der mich unbedingt zu meinen Erlebnissen als 1.Wart auf Starfighter F-104G, auf einer süddeutschen A-Waffen QRA im Jahre 1969 interviewen wollte. Weil mir die Brisants sofort klar wurde, rief ich daraufhin meinen damaligen Chef der Wartungsstaffel, **** an. Der gute Mann fiel vor Schreck bald aus seinem Sessel und gab mir statt einer Antwort gleich die Privat Nummer unseres ehemaligen Kommodore.

Auch der Ex-Kommodore sagte mir sofort, daß ich - auch nach 40 Jahren!!! Zu absolut keinen Auskünften - auch nicht allerkleinster Details, den atomaren Anteil unserer damaligen A- Waffen QRA betreffend, berechtigt sei! Der wollte dann auch nur noch den Namen des Journalisten hören, gab mir anschliessend noch eine Art von Anschi** - und "rumms" lag auch schon der Telephonhörer auf der Gabel.

Also wie gesagt, es geht hier primär um den sehr schwierig zu definierenden „amerikanischen“, sog A-Waffen Anteil. Diesen haben wir damals – wenn teilweise auch nur im Ansatz, natürlich hautnah auf QRA mitbekommen. Nach all dem was ich auch hier im Forum gelesen habe, werde ich bis auf weiteres jetzt aber ganz sicher meine QRA- Klappe halten; oder aber mir eine Goldwaage kaufen, und mittels dieser jedes Wort vor Posting, abwägen.

Danke und Gruß! Scaleon

Harry
08.03.2009, 16:02
>Ex-Kommodore sagte mir sofort

>aber nun ist es mal so

Ja sicher, ich habe dir ja Recht gegeben...

>Kommodore

Naja, da beißen sich Wunschdenken und Realität, das ganze ist auch eher ein juristisches Problem. Denn die historische Aufklärung des Kalten Krieges (--> Wissenschaft) ist ein Grundgesetzliches Recht, und dass Geschehnisse aus den 60ern geeignet sind die heutige Verteidigungsbereitschaft etc. zu beschädigen wage ich zu bezweifeln.

Anderes Beispiel: Der General Defense Plan ist nach wie vor als VS eingestuft... aber über die damalige Gauck Behörde konnte man ihn problemlos einsehen und bekommen. Oder die CRC... da hätte man keine Fotos der aufgegebenen machen dürfen, da ja alle mehr oder minder baugleich sind. Oder Eskimo (http://www.fulda-gap.de/eskimo.htm) da ja andere Objekte ähnlich sind.

>Klappe halten

Jo, oder sich eingehend bei den zuständigen erkundigen. Wobei der MAD sicher anderer Meinung als ein Rechtsanwalt oder dergleichen ist :)

VTEC INSIDE
09.03.2009, 00:00
Hallo!
Interessante Diskussion aber ich möchte mal wieder etwas mein Wissen erweitern und Euch fragen was eigentlich "QRA´s" sind???

Gruss Thomas

vladdes
09.03.2009, 01:03
Quick Reaction Alert, zu deutsch Schnellschussstellung. Gibt es immer noch für Flugzeuge im Luftabwehr-Auftrag.
Früher auch für Flugzeuge im Strike Auftrag (mit A-Waffen), sowie auch für Raketen wie Pershing oder GLCM die atomar bestückt waren.
Unterschieden wird zumindest bei den Flugzeugen zwischen Zulu Alert (Luftabwehr) und Victor Alert (Strike). Aber auch für Luftabwehr-Raketen galt dieser Alarmzustand.
Im Falle der F-16 in der Victor Alert war die Elektronik immer an und die QRA-Flugzeuge konnten in wenigen Minuten gestartet werden (unter 15 min). Beide Arten von QRA waren nahe der Runway gelegen, die Zulu sogar in speziellen Bunkern.

vladdes
09.03.2009, 01:13
Ein Bild der "Zulu Alert Facility" der Bitbug Air Base.
http://community.webshots.com/photo/fullsize/1023776714028514424ceSzjeuIZo

Scaleon
09.03.2009, 10:12
Hallo!
Interessante Diskussion aber ich möchte mal wieder etwas mein Wissen erweitern und Euch fragen was eigentlich "QRA´s" sind???
Gruss Thomas

Hallo Thomas!
QRA=>„Quick Reaction Alert“. Nachfolgend definiere ich nur die sog „Sonder-, bzw A-Waffen QRAs“ und auch nur diese, die ich selbst kenne, nämlich aus den Jahren 1969-71 also aus der damals sehr schwierigen Phase des Kalten Krieges.

Eine solche, vom normalen Flugbetrieb eines Jagdbomber Geschwaders völlig separierte, vier F-104G umfassende QRA- Alarmflotte, lag meist abgelegen, aber mit direktem Zurollweg zur Runway versehen, und wäre unter dem Schirm der NATO während des Kalten Krieges 7/24 und innerhalb von < 15 Min mit A-Waffen beladen, gestartet.

Wie aus der bisherigen Diskussion ersichtlich, geht und ging es hierbei immer wieder um die sensiblen Zusammenhänge der sog „Nuklearen Teilhabe“. Sprich, wer „verfügte“ letztlich über die A- Waffe, bzw wer verfügte letztlich über deren Einsatz und auf Basis welcher primären Authority? Hierzu gab es sehr komplexe Abgrenzungen und Prozesse, insbesondere auch die spezielle
F-104G Cockpit Hardware (Codierungspanel „DCU-117“, u.a.) betreffend. Dieses sog „DCU-117“ Panel war ausschließlich unter US Authority und unterlag / unterliegt folglich bis heute noch immer der strengsten US- Geheimhaltung. Und eben diese Geheimhaltung ist bis auf viele weitere Jahre hinaus, zumindest dieses Panel und die zugehörigen sehr komplexen Prozesse betreffend, ausdrücklich nicht „declassified“.

Genau zu diesen, defakto „amerikanischen“ Panel-Prozessen wollte mich aber besagter Journalist in meiner Eigenschaft als ehemaliger (vor 40 Jahren!)
1.Wart auf einer F-104G A-Waffen QRA, interviewen; weil er just dieses
„DCU-117“ in einer relativ neuen, deutschen Publikation (wenn auch nur als Skizze), abgebildet gesehen hat, inclusive einer Art von Kurzbeschreibung!!!

Weshalb in dieser Publikation ausgerechnet ein ehemaliger Luftwaffenangehöriger und F-104G Waffenspezialist, nun genau diese Panelskizze plus eine, wenn auch nicht stimmige Teil- Beschreibung von noch immer streng geheimen A- Waffen QRA- Prozessen von sich gab, wird mir immer schleierhafter.

Möglicherweise erhielt das ganze Thema irgendwann einfach zu viel Eigendynamik; sprich, der gute Mann hätte wohl besser von Anfang an seine Klappe gehalten. Und genau dieses tue ich jetzt auch.

Alles Gute!
Scaleon

Wolfsrudel89
26.03.2009, 14:47
Hey hallo leute! Hab mich neu angemeldet und habe schon ein paar eurer Beiträge gelesen! Ich sehe das alles genauso, der kalte krieg war ein pulverfass dass jederzeit hätte hochgehen können, massenweise Munitionslagerstätten und Militärische einrichtungen allein hier im näheren Umkreis! Und als 89 alles vorbei war un immernoch niemand wusste was eigentlich in unmittelbarer Nachbarschaft für dinge getrieben wurden, hat man schleunigst zugesehen alle Relikte zu vernichten - SCHADE!!!

matrix
07.04.2009, 22:04
Hallo,

ich zitiere aus der Rheipfalz von Mittwoch 01.04.2009:

Fünf Ami-Bunker als Kulturdenkmäler
FISCHBACH: In der ehemaligen „Area One“

...Wald bleibt im ehemaligen
US-Depot auf dem früheren
Hubschrauber-Landeplatz sowie zwischen
„Siedlung“ und den Tennisplätzen.
Eine Fläche mit fünf Bunkern in
der ehemaligen „Area One“ des USDepots
nahe des Towers soll als Kulturdenkmal
erhalten werden....


Leider kein Aprilscherz, sondern eher "neues aus Schilda" :(
Wobei sich dieses "Schilda" in Neustadt a.d. W. befindet. :mad:

Wenn ich das richtig interpretiere, bedeutet dies, dass das SCC ebenfalls zerstört und somit ein Kulturdenkmal zerstört, statt geschaffen wird. :eek:

Grüsse.
matrix

Wolfsrudel89
09.04.2009, 13:48
Hallo matrix,

Habe den Zeitungsartikel in der Rheinpfalz leider nicht gelesen, aber wenn ich dein Zitat richtig verstehe soll der teil der ´´Area One´´ doch erhalten bleiben oder? Weil du sagtest:
Wenn ich das richtig interpretiere, bedeutet dies, dass das SCC ebenfalls zerstört und somit ein Kulturdenkmal zerstört, statt geschaffen wird.

Gruß Wolfsrudel89

Firefighter
09.04.2009, 14:08
Neben 5 Bunkern soll wohl das SCC sowie der "Tower One" stehen bleiben.

Zum SCC gibt es jedoch noch unterschiedliche Aussagen, daher kann man dazu noch nichts genaues sagen.

matrix
09.04.2009, 14:22
Hallo Wolfsrudel89,

laut dem dem von firefighter zitierten Artikel in der PZ vom Dienstag, den 24. Februar 2009, sollte der Turm (SCC) auch stehen bleiben. Jetzt ist aber nur noch von "5 Bunkern" die Rede, die verschont werden sollen. Somit scheint das SCC auch zu "fallen". Ohne dieses würde ich die 5 Bunker alleine, nicht mehr als "Kulturdenkmal" bezeichnen wollen. Da der Zaun, die anderen Türme, M&A Building usw. schon "entfernt" sind, wird der Kontext in dem die 5 Bunker standen gar nicht mehr deutlich. Ein paar Bunker im Wald gibts bei uns an jeder Ecke...

Noch eine kleine Anekdote am Rande:

Der Zaun der Area One ging ironischerweise "in den Osten" an einen Bauunternehmer in Leipzig...

Grüsse.
matrix

Wolfsrudel89
09.04.2009, 14:22
Fällt denen aber auch früh ein mal was stehen zu lassen! Erst mal alles abreissen und dann sehen wir weiter! Naja wenigstens etwas, wenn man bedenkt welche unsummen an geld das alles gekostet hat.

PS: Hallo Firefighter, schaust du als nicht ma in dein Posteingang?;)

Wolfsrudel89
09.04.2009, 14:30
Hallo matrix,

Ja stimmt sehe ich genauso, das SCC ist natürlich ein ganz entscheidendes merkmal für das Depot! Nur frage ich mich welchen nutzen das hat 5 Bunker stehen zu lassen und den Turm mit eingangsgebäude (wenige meter entfernt) abzureissen? Wollen sie das damit begründen dass dies wichtige Aufforstungsfläche ist oder was?

Firefighter
09.04.2009, 15:08
Tja, die SGD bzw. die ZdF in NW sieht erst einen Nutzen daran, wenn die "Fremdkörper" aus dem Wald entfernt sind.

Anbei ein allgemeiner Aufruf eines Bekannten, ich bin ebenfalls dabei:


Ein Stück Geschichte soll ausgelöscht werden.
Keine Besonderheit in unserer Zeit. Schon so manches alte Haus, so manche feine Villa sind eines schönen Tages verschwunden. Anderes gammelt solange vor sich hin, bis ein Brand dem Trauerspiel ein Ende bereitet.
Und diesmal? Nein, diesmal ist es kein Bunker der NS-Zeit, wie noch kürzlich einige bei Irrel, die einem dringend benötigten Gewerbegebiet zum Opfer fielen (es gibt ja nur so verdammt wenige Gewerbegebiete). Auch nicht der Trifels soll verschwinden, sondern es ist das Lager, in dem Tausende von Menschen der Region in den 80er Jahren ein Giftgaslager vermuteten: Das A-Waffenlager in Fischbach bei Dahn soll nun abgerissen werden.

Große Teile der Einrichtungen und die Mehrzahl der ehemals 95 Bunker, besser übererdete Lagerhallen, sind bereits für einen unbekannten Betrag, der sicherlich in die Millionen geht, abgerissen worden. Nun sollen von den verbliebenen 19 Lagerhallen bis auf fünf und den geplündertem Wach- und Eingangsbereich alle anderen folgen.

Zur Erinnerung: Hier demonstrierten damals 2000 Menschen gegen die Aufrüstung, gegen das Gift und die Atombomben in diesem Lager. Richter verurteilten einige dieser Aufrührer wegen Nötigung, weil sie eines der sieben Tore blockierten. Sie galten fortan als verurteilte Straftäter. Nach einigen Jahren wurden diese Menschen rehabilitiert. Wenigstens das hat man dann noch hingekriegt und die Urteile dem Verlauf der Geschichte angepasst.
Als das Giftgas aus Clausen abtransportiert wurde, ist das mit einem Riesenspektakel geschehen. Als die Atombomben und Granaten aus Fischbach verschwanden, ging das still und leise über die Bühne. Das Lager wurde aufgegeben und danach Teile als Gewerbefläche vermarktet.
Gegen den Widerstand der Ortsgemeinde wurde mit dem Abriss der übererdeten Lagerhallen und der Gebäude im eigentlichen Lagerbereich begonnen. Und nun sollen gegen den Willen der Bevölkerung und der regionalen Politik wieder für viel Geld 14 von 19 Bunkern abgerissen werden, weil sie irgendwann „Kosten verursachen könnten“, so das Argument der ZdF (Zentralstelle der Forstverwaltung) in Neustadt. Dass der Abriss jetzt Kosten verursacht, ist dort nicht der Rede wert. Schließlich verschleudert man nicht das eigene Geld, sondern das der Steuerzahler. Und das ausgerechnet der Forst, der gegenwärtig aus den Wäldern den letzten Cent rauspresst, geht dabei sehr großzügig mit dem sonst so knappen Geld um.
Wir sollten nicht so tun, als wäre das unabänderlich. Wir sollten statt dessen all unser Wissen und unsere Kraft einsetzen, um das zu verhindern.
Wie können wir vorgehen? Als erstes brauchen wir Leute, die mit uns ziehen und am besten auch noch vom Fach sind. Denkmalschützer und Festungsforscher an erster Stelle, aber auch Menschen die vor den Toren Standen. Wer bereit ist, sich und sein Wissen einzubringen und dem Denkmalschutz unter die Arme zu greifen, der melde sich unter der angegebenen Adresse. Und wer weitere mögliche Mitstreiter kennt, sollte diese auf uns oder uns auf diese aufmerksam machen.

Traut euch also.

Wir sollten nicht so tun als wäre das unabänderlich. Wir sollte all unsere Wissen und Kraft einsetzen das zu verhindern.

Was sollten wir machen, wie können wir vorgehen.

Als erstes brauchen wir Leute die mit uns ziehen, am besten auch noch von Fach sind. Denkmalschutz und Festungsforscher an erster Stelle.

Wer ist bereit sich und sein Wissen einzubringen und dem Denkmalschutz unter die Arme zugreifen.

Wer sich so was vorstellen kann meldet sich bitte unter der angegebene Adresse.

Wer aber noch weitere Mitarbeiter kennt macht diese auf uns aufmerksam oder sendet uns eine E-Mail an die unten angegebene Adresse:

walter.stutterich@bund.net

Gruß, Sebi

Wolfsrudel89
09.04.2009, 15:23
Also ich bin zwar kein Denkmalschützer oder Festungsforscher, aber ich bin genauso an dem Erhalt unserer Militärischen Liegenschaften interessiert wie ein solcher! Und ich bin froh dass es noch viel mehr menschen gibt die das gleiche denken und das retten wollen was noch da ist! Und deshalb ich bin auch dabei!!!:cool:

Wolfsrudel89
09.04.2009, 15:59
Was wäre jetzt der nächste Schritt den man tun sollte? Sollte ich einfach an die angegebene E-Mail Adresse schreiben dass ich auch interesse an der Sache habe?

Wolfsrudel89
14.04.2009, 12:27
Gut ok! Dann also her mit den ideen!!! Was wäre denn mit einer Unterschriftenaktion?

VTEC INSIDE
16.04.2009, 13:24
Hallo!
Bei diesem Artikel könnte ich wiedermal platzen! Haben diese Intelligenzallergiker in Neustadt nix besseres zu tun als wiedermal buchstäblich Millionen in den Sand zu setzen. Diese, leider nur noch 19 Bunker, stören keine Menschenseele aber anscheinend den Oberförster. In Zeiten von Wirtschaftskrise und Rezession werden hier wohl wieder einmal Steuergelder mit vollen Händen aus dem Fenster geworfen.
Wir habens echt weit gebracht in Deutschland!

Gruss Thomas

dipl-ing
16.04.2009, 18:34
Thema Oberförster
Der lokale Förster war damals gegen die Zerstörung der Area I und hat auch versucht den massenhaften Abriss / Demonatage durch die Bevölkerung der umliegenden Gemeinden einzudämmen. So mancher Kilometer Leitung sowie Kloschüsseln und anderes Inventar sind unweit des Depots wieder verbaut worden. Soll im Münchweiler Army Hospital ähnlich gewesen sein.

Der lokale Förster war auch sehr auskunftsfreudig und hat mir sogar Bilder aus seinem Privatarchiv zukommen lassen.

Dessen Oberförster sieht das alles wieder ganz anders.
Der arbeitet eben nicht an der "Basis".
Nur der typische Schreibtischattentäter. na ja ... kennt man ja.

Wollte damit nur sagen: nicht alle über einen Kamm scheren.

Dubbeglas
23.04.2009, 01:20
Am Wochenende habe ich mir das Gelände auch (mal wieder) angesehen. Was sollte man mit dem zusammengewichsten SSCC und der handvoll Bunker die noch übrig sind großartig anfangen?

Das ganze dokumentiert nicht einmal ansatzweise den Ausmaß den es einmal hatte.

Verkehrssicherungspflicht? Das ist nichts weiter als dämlich dümmliches Geplapper eines Schreibtischtäters der im Dunkeln seinen eigenen Arsch nicht findet. Das gefährlichste am SSCC (=das Teil am Wachturm, Area I) ist der Zaun außen herum. Vermutlich sind dort auch die "tödlichen Wildunfälle" passiert.

Das Gebäude dort sollte ein- zweimal jährlich grob mit dem Besen ausgekehrt werden, vor den Bunkern könnte man Bildtafeln aufstellen wie es innen drin aussieht - dann juckt es auch niemand (so sehr) in den Fingern einen Weg ins Innere zu finden.

Falls die Gemeinde Fischbach denn einen "Plan" haben sollte bzw. "Ideen" was man dort machen "könnte" dann frage ich mich was für einen Wein die sich in den letzten 18-19-20 Jahren in die hohle Rübe gekippt haben - von dem Jahrgang bestelle ich mir dann auch ein Faß.

Nachdem ich mich durch 16 Seiten (höchst informativen) Text gelesen habe würde mich aber interessieren weswegen die Community dieses Forums [die mir ausgesprochen aktiv und informiert zu sein scheint] nicht (versucht) in "Wikipedia" Manier ein Konzept auszuarbeiten und im Internet vorzustellen?

Asphaltierte Wege gibt es dort in Hülle und Fülle, weswegen bekommt die Gemeinde Fischbach - der soviel an diesem Gelände zu liegen scheint - nicht den Arsch hoch und macht wenigstens irgendetwas? Ist es so kompliziert Hinweistafeln und Schilder aufzustellen? Haben "die" im Pfälzerwald schon mitbekommen das ein nicht unerheblicher Bevölkerungsanteil auf Inlineskatern durch die Gegend fährt? Wo ist eine größere ebene Fläche im Pfälzerwald? Weswegen sind die Sandsteinfelsen auf dem Gelände nicht freigeschnitten und werden von Bäumen verdeckt? Will man so Touristen anlocken?

Firefighter
23.04.2009, 15:53
Größtenteils kann ich dir nur Recht geben, der Gemeinderat von Fischbach hat Jahrelang nur gegen den Abriss gestimmt, doch Konzepte von deren Seite zur Erhaltung gab es nie. Das Millionengrab Biosphärenhaus ist halt wichtiger :rolleyes:
Von der Verbandsgemeinde gab es zwar Studien nur Nachnutzung und auch Konzepte von Externen, diese Schlummern jedoch in den ettlichen Ordnern an Konversionsunterlagen und wurden vermutlich nie ernsthaft durchgelesen..
Damals wollte man alles so schnell wie möglich weghaben, sowas nennt sich dann "erfolgreiche Konversion".

Mit den Resten die aktuell noch stehen, kann man mit Sicherheit noch etwas machen, jedoch nicht in dem Umfang wie man bis 1994 hätte machen können.
Konzepte zur musealen Nutzung bzw. zur schaffung eines "Denkmal des Kalten Krieges" sind derzeit in Planung.


Das wichtigste ist jedoch zunächst (mal wieder) den Abriss zu verhindern.


PS:
Es gab übrigens bereits vor einigen Jahren Pläne von Seiten der SGD, die Area I dem Erdboden gleich zu machen. Doch damals hatte der Gemeinderat noch dagegen gestimmt.

Dubbeglas
23.04.2009, 20:33
Eigentlich ist mir überhaupt nicht klar weswegen überhaupt etwas abgerissen werden soll. Das mit der Verkehrssicherungspflicht ist in etwa so berechtigt wie den Wald abzuholzen, immerhin könnten Kinder auf die Idee kommen auf die Bäume zu klettern und anschließend herunter fallen. Die Bunker stehen ja wohl nicht im Weg.

Natürlich bekommen Firmen bei Nichtabriß auch keine (lukrativen) Aufträge, für die sie anschließend Gewerbesteuer zahlen. :rolleyes:

Die Bunker und das SSCC könnte man als Museum bzw. Dokumentationszentrum nutzen, außerdem könnte man eine Tourist-Info integrieren, einen Skaterpark außenherum, Grillmöglichkeiten an den Felsen, und was mir jetzt gerade in den Sinn kommt wäre ein angeschlossener Segway (http://de.wikipedia.org/wiki/Segway)-Übungspark/ Fahrschule, würde auch zum Biospärenhaus passen....allerdings liegt das Depot in einer Kernzone des Pfälzerwaldes:

http://www.naturschutz-pfaelzerwald.de/SGD/bilder/image001.jpeg


Schaffung eines großflächigen störungsarmen Bereiches mit dem Ziel der freien Entwicklung als Wildnisgebiet entsprechend den Kriterien der Internationalen Union zum Schutz der Natur und der natürlichen Ressourcen (IUCN) und in seiner Grenzziehung orientiert am Wassereinzugsgebiet

(Von hier (http://www.naturschutz-pfaelzerwald.de/SGD/zonierung.html#2.3))

.....was eine zukünftige Nutzung nicht gerade wahrscheinlicher macht...


Abreißen ist jedenfalls vollkommener Schwachsinn, das SSCC müßte nur noch einmal gereinigt werden, den außen herumfliegenden Kleinkram beseitigen, die Treppe wieder in den Turm schrauben, anschließend eine Horde schwererziehbarer, beratungsresistenter, jugendlicher Intensivstraftäter mit ein paar Flaschen Whisky in dem Gebäude eine Party feiern lassen und die Gefahrenstellen (alles was ein Affe kaputtreißen kann) wären beseitigt... :p:D

...hintergründig geht es vor allen Dingen wohl um Beschäftigungsmaßnahmen/ statistische Bereinigungsmaßnahmen.

Wird z.B. alles abgerissen, sagen wir für 2 Millionen €, dann....

-haben eine Handvoll ansonsten arbeitslose Leute eine (vermutlich unterbezahlte) Stelle -> 1. Fliege geklatscht;

-bezahlen die Unternehmen Gewerbe- (etc.) steuern -> 2. Fliege

-fließen die 2 Millionen als "Altlastenbeseitigung" in irgendeine Statistik (z.B. Pfälzerwald/ Unesco Weltkulturerbe/ Biospärenreservat/ blabla + höchstwahrscheinlicher EU - Zuschuß -> Fliege Nr. 3, 4 und 5


.......falls sich allerdings ein naturkundlich erfahrener Mensch findet der auf dem Gelände eine gefährdete Art nachweisen könnte wäre dies wohl der beste Weg einen Abriß zu verhindern, vielleicht eine seltene Moosart oder Farne auf den Bunkern oder derartiges...


An den gesunden Menschenverstand zu appelieren dürfte verlorene Zeit sein, also denke ich mir folgendes:

Bodenproben vom Gelände nehmen, der Boden wird wohl kaum im ganzen Areal ausgetauscht worden sein, da auch keine Abflüsse vorhanden sind ist die ganze Brühe die sich so auf Armeefahrzeugen + Hubschraubern befindet und vom Regen abgewaschen wird wohl im Boden versickert, müßte also irgendwo hier (http://maps.google.com/maps?f=q&source=s_q&hl=de&geocode=&q=+49%C2%B0+3%2749.53%22N++7%C2%B039%2750.15%22E&sll=49.050344,7.655497&sspn=0.010336,0.026886&ie=UTF8&t=h&z=16&iwloc=A) heruntergelaufen sein, bzw. der Weg westlich davon, also ich könnte mir sehr sehr gut vorstellen das auf dem Gelände großflächige Bodenverunreinigungen vorhanden sind die weitaus schwerer wiegen als irgendwelche "Vekehrssicherungspflichten"; gerade in einer als Kernzone ausgewiesenen Fläche eines Unesco Biospärenreservates.

Findet jemand solch eine Stelle, läßt eine Bodenprobe analysieren und veröffentlicht anschließend die Resultate dürften die Gelder die für einen "Rückbau" bzw. "Konversion" der Bunker und des SSCC vorgesehen sind für eine - einer Kernzone angemessenen - Bodenaltlastensanierung verwendet werden.


Weiß jemand ob der Boden von unabhängigen Stellen untersucht wurde? Ich meine ich lese hier von Sondermunition, Giftgas, Raketentreibstoff, Mittel- und Kurzstreckenraketenwartungshallen (geiles Wort lol), und im ganzen Lager ist auch nicht nur eine Spur davon zu sehen das irgendwo Boden ausgetauscht wurde? (Von einigen kleineren Flächen auf denen Gebäude standen abgesehen):confused: Ich kann es nicht ganz glauben das dort niemals irgendwo irgendetwas ausgelaufen ist.....

Dubbeglas
23.04.2009, 21:05
Ich hab hier noch einen Link (http://towerrat.com/) zu einem Forum von ex Army`s gefunden die in Fischbach stationiert waren und Dienst schoben :)

dipl-ing
24.04.2009, 08:10
Link ist bekannt. Trotzdem danke.

Anbei ein paar Statements, Fakten, Kommentare:

- Bis auf den Bereich der ehemaligen Tankstelle hat kein Bodenaustausch stattgefunden.
- O-Ton eines damals Anwesenden: Wer suchet der findet jede Menge Altlasten. Wer nichts sucht, weiß nichts, der wiederrum muss nichts bezahlen. Logisch gell.
- Es haben ja wohl auch mal Probebohrungen für einen Sprudelhersteller stattgefunden. Die Proben waren wohl nicht ganz für Trinkwasser brauchbar.
- Nachnutzung: Das Problem wurde von der Gemeinde so dargestellt, dass das weitläufige Gelände schwer zu überwachen wäre, zu viel Museumspersonal notwendig, dies wiederrum zu hohe Kosten verursachen würde. Einbruchmeldeanlage war das nächste K.O.-Argument. Diese "technischen" Probleme kann man heute durchaus mit Einsatz der Elektrotechnik lösen.
- Der groß propagierte Radweg entlang des Depots findet im Bereich der Area I meiner Meinung nach seinen optischen Tiefpunkt. Ob Touristen das nicht auch so empfinden?
- Fliege bzgl Gewerbesteuer: da müsste man bei der Auftragssumme "garantieren", dass ein lokales Unternehmen den Zuschlag erhält. OB das funktioniert ? "IRONIE" :D
- http://de.wikipedia.org/wiki/Verkehrssicherungspflicht
Mein Lieblingsthema. Immer der Joker wenns um Abriss geht.
Der Träger /Besitzer einer Immobilie soll frühzeitig alle Maßnahmen treffen, dass es nicht so weit kommt.
- meine Geschäftsidee: Ich bin dafür alle Hochsitze im Bereich Südwestpfalz einem statischen Nachweis zu unterziehen und den sofortigen Abriss dieser Gefahrenschwerpunkt zu veranlassen. Zufällig kann ich die Statik selber rechnen. Das wiederrum bringt doch mir mehr Aufträge in Zeiten der Wirtschaftskrise und der Gemeinde in der ich lebe wieder mehr Gewerbesteuer. Sowie dem Holzbauer auch einen neuen Auftrag.
Was ein Irrsinn !
- Zitat Landesbauordnung Rheinland-Pfalz §3 Absatz 1
Bauliche Anlagen sowie andere Anlagen und Einrichtungen im Sinne des § 1 Abs. 1 Satz 2 sind so anzuordnen, zu errichten, zu ändern und instand zu halten, dass sie die öffentliche Sicherheit oder Ordnung sowie die
natürlichen Lebensgrundlagen nicht gefährden. Dies gilt entsprechend für die Änderung ihrer Benutzung und ihren Abbruch.
- Da hat man doch jahrelang die Pflichten nicht wahrgenommen, die per Gesetz definiert sind. Diese Methode hat bei uns leider Schule gemacht.
Die Villa Löser in Pirmasens ist ein gutes Beispiel.
Der nicht Ortskunbdige kann sich eine Gründerzeit-Villa an einer der Hauptausfallstraßen vorstellen. Seit Jahren war der Besitzer nicht mehr in der Lage das Gebäude instandzuhalten. Verfall. Auszug wegen Krankheit. Das Haus stand unter Denkmalschutz. Kein Mensch wollte für den Kasten richtig Kohle bezahlen. Dann ein Sturmschaden. Das Dach musste gesichert werden.
Der Bauherr wird gedrängt einen Käufer zu finden. Nichts geschieht.
Mittlweile steht das Gebäude mitten in der Stadt seit zwei Wintern auf, der Hausschwamm hat sich breitgemacht. Und hier hört man nichts von Verkehrssicherungspflicht. Die Gefährdung der Verkehrsteilnehmer wird akzeptiert. Im Wald sieht das natürlich ganz anders aus. Die armen spielenden Kinder. Die armen Eltern, die ihre Aufsichtspflicht verletzt haben. Die vielen armen Tiere, die durch die nicht vorhandenen Löcher im Dach in die Bunker gestürzt sind. Stellt sich die Frage, ob der Abbruch der Gebäude der Umwelt nicht noch mehr schaden zufügt? Wäre vielleicht ein Ansatzpunkt.

Armes Deutschland

VTEC INSIDE
27.04.2009, 10:56
@dipl-ing: Du sprichst mir aus der Seele!
Glaube die Villa in Pirmasens auch schon gesehen zu haben, steht doch direkt vor nem Fabrikgelände, oder??? Es ist echt schade solche Bauwerke sich selbst zu überlassen.

dipl-ing
28.04.2009, 08:02
http://maps.google.de/maps?f=q&source=s_q&hl=de&geocode=&q=pirmasens+lemberger+stra%C3%9Fe&sll=51.151786,10.415039&sspn=24.590839,67.675781&ie=UTF8&ll=49.189554,7.617307&spn=0.003117,0.008261&t=h&z=18

VTEC INSIDE
28.04.2009, 08:08
Genau die Villa meinte ich auch.


MFG

Wolfsrudel89
28.04.2009, 13:07
Hallo,
Ich kenne diese Villa auch! Bin letzte woche daran vorbeigefahren und habe gesehen dass eine Dachdeckerfirma mit einem Mobilen Kran daran gearbeitet hatte, ich denke auch nur, um schlimmeres zu verhindern oder? Gruß Wolfsrudel89

Firefighter
02.05.2009, 21:24
Ich war heute morgen zusammen mit "dipl-ing" in Fischbach um mal wieder aktuelle Bilder zu machen. Wir hatten auch die Gefahrenstellen gesucht, welche von der Zentralstelle der Forstverwaltung in der Zeitung beschrieben wurden, konnten aber dummerweiße keine finden..

Firefighter
02.05.2009, 21:25
und weiter..

Firefighter
02.05.2009, 21:28
noch ein paar..

Firefighter
02.05.2009, 21:29
gleich geschafft..

Firefighter
02.05.2009, 21:30
und das letzte.

Geograph
02.05.2009, 21:41
Ich war heute morgen zusammen mit "dipl-ing" in Fischbach um mal wieder aktuelle Bilder zu machen. Wir hatten auch die Gefahrenstellen gesucht, welche von der Zentralstelle der Forstverwaltung in der Zeitung beschrieben wurden, konnten aber dummerweiße keine finden..

Zecken ……:D


.

ExEO
01.06.2009, 17:00
Hi Leute,

habe mir mal bisher nur bruchweise eure Posts durchgelesen aber ich finde das ganze sehr interessant.
Ich war gestern Nacht mal oben auf dem Braunsberg weil ein Kollege mir davon mal erzählt hat und ich gestern Langeweile hatte.
Als ich oben war und die vielen kleinen Asphaltwege sah, dachte ich schon dass das etwas militärisches sein musste.
Und über Google bin ich dann auch auf das super Forum hier gestoßen.

Wollte mal noch fragen falls jemand wieder hin fährt ob er mir nicht bescheid sagen könnte weil ich würde auch gern mal hin.
(Aber alleine finde ich da bestimmt nichts weil ich nicht wirklich weiß wo was ist)

Wäre echt nett.

Gruß

ExEO

Freigeist
14.06.2009, 22:33
Gut ok! Dann also her mit den ideen!!! Was wäre denn mit einer Unterschriftenaktion?

Hmmm... ok... nette Idee.. aber wen meinst Du damit begeistern zu können ? Ausser uns alten Haudegen, die damit die eine oder andere Erinnerung verbinden, haben doch die wenigsten Leute irgendeinen Bezug zu den alten Anlagen. Im günstigsten Fall sind die denen doch *nur* scheissegal....

niel
19.06.2009, 16:47
Ich bin aus Ludwigswinkel und meine die Leute aus dem Dorf haben veileicht noch Intrese an der Anlage weil es ein oft Besuchter Ausflugsplatz ist .

p.s war gestern im tower auf arena 1

ExEO
19.06.2009, 19:08
@ niel
kannst du mir sagen wie man zu dem Tower kommt?
Könntest du mir eine Wegbeschreibung machen?
Würde gern das alles mal knipsen!

niel
20.06.2009, 15:15
Also dierekt in Tower was ich nicht ader in Gebeude und auf Arena 1 . Wenn du wissen mochtes wie man dort hinkommt hab ich ein link für dich : Google Maps (http://maps.google.de/maps?hl=de&tab=wl) und sucht Ludwigswinkel . Dar gugst du unterhalb von Ludwigswinkel in (Wald) , wenn du dir die Bilder schon angesehen hast wirst du es sofort finden und last dier dei Route bei ,, googel maps '' Berechnem . Ich kann es dier auch direckt beschreiben.

niel
20.06.2009, 15:50
Hallo,
zuerst einmal ein Kompliment an dieses Forum. Es vergeht kaum eine Woche wo ich nicht reinschaue, um die neuesten Threads zu lesen.
Ich würde gerne nochmals auf den Braunsberg zu sprechen kommen. In meiner Jugend war der Berg militärisches Sperrgebiet und damit natürlich für Zivilisten unzugänglich. Ein oder zwei Jahre nach der Schließung hatte ich den Berg erstmals aufgesucht und konnte noch die ein oder andere Halle samt Funkturm besichtigen. Leider durch für mich nicht nachvolllziehbaren Vandalismus arg verwüstet (völlig analog des Fischbacher Lagers)...

Ein paar Jahre später, waren nahezu sämtliche Hinweise die auf ein ehemaliges Lager deuteten, verschwunden. Was allerdings geblieben ist (war allerdings auch schon einige Zeit nicht mehr dort), waren 2 oder 3 seltsame Röhren. Nachlesen konnte ich hier, dass auf dem Braunsberg "lediglich" eine HAWK-FlaRak-Stellung war. Weiß jemand mehr darüber, was für Bunkeranlagen sich auf dem Braunsberg befanden bzw. sich noch befinden. Das es sich bei den Röhreneingänge wohl kaum um eine Abwasserkanalisation handelt, zeigt mein angehängtes Bild.

Gruß

Ich weiß wo genau die selbe Absperug an einer Tür (Eingang) wie auf dem Bild ist . Wenn man von Dahn nach Fischbach kommt ist rechts kurtz vorm Dorf ein Berg und an hang (hab ich duch zufall) , zimlich oben einem Eigang gesehen . War aber noch nicht dort , es sieht ader genau so aus .

Geograph
20.06.2009, 23:59
war gestern im tower auf arena 1


… und auf Arena 1

Schalke-Arena oder Commerzbank-Arena?……:rolleyes:




Gibt es Probleme mit Deiner Tastatur?

… hinweiß …

… dierekt … Gebeude … mochtes … Dar … gugst … dier … dei … googel … Berechnem … dier … direckt …

… dei … Absperug … kurtz … zimlich … Eigang … ader …

……:confused:


.

Firefighter
21.06.2009, 08:34
Ich weiß wo genau die selbe Absperug an einer Tür (Eingang) wie auf dem Bild ist . Wenn man von Dahn nach Fischbach kommt ist rechts kurtz vorm Dorf ein Berg und an hang (hab ich duch zufall) , zimlich oben einem Eigang gesehen . War aber noch nicht dort , es sieht ader genau so aus .

Hierbei handelt es sich um ein Hohlgangsystem aus dem 2 WK. (Westwall).

Der Stollen ist stark versprengt und verstürzt, die Luft darin ist auch nicht unbedingt sonderlich Lungenfreundlich. Daher würde ich es NICHT empfehlen, diesen Stollen zu betreten, zumal dies ohne Genehmigung eine illegale Befahrung ist.

Sniper
21.06.2009, 12:59
@ niel
kannst du mir sagen wie man zu dem Tower kommt?
Könntest du mir eine Wegbeschreibung machen?
Würde gern das alles mal knipsen!
Hallo ExEO,

wenn Du zum Tower willst, kommst Du am besten dorthin, wenn Du gegenüber vom Schützenhaus in die Straße gehst und den Schildern des Radweges folgst. Du kommst nach längerem Gehweg am Tower an.

Gruß
Sniper

niel
21.06.2009, 16:24
Zuerst mal danke das du mir gesagt hast was in Fischbach ist und mochte dich fragen Woher weist du so viel über den Westwall und das Lager in Fischbach weißt . ;)

Firefighter
21.06.2009, 18:41
Wenn man sich mit dem Thema intensiv auseinandersetzt dann weiß man halt nach der Zeit so einiges.

ExEO
21.06.2009, 20:09
Hallo ExEO,

wenn Du zum Tower willst, kommst Du am besten dorthin, wenn Du gegenüber vom Schützenhaus in die Straße gehst und den Schildern des Radweges folgst. Du kommst nach längerem Gehweg am Tower an.

Gruß
Sniper

Welches Schützenhaus meinst du?
Das in Ludwigswinkel?
Schonmal vielen Dank.
(Muss man feste Schuhe anziehen oder kann man auch mit normalen Alltagsschuhen dorthin gelangen?))

dipl-ing
22.06.2009, 08:03
normale Besohlung reicht :D

ExEO
22.06.2009, 22:41
Sehr schön!
Danke Leute :D

Wolfsrudel89
23.06.2009, 19:16
Hmmm... ok... nette Idee.. aber wen meinst Du damit begeistern zu können ? Ausser uns alten Haudegen, die damit die eine oder andere Erinnerung verbinden, haben doch die wenigsten Leute irgendeinen Bezug zu den alten Anlagen. Im günstigsten Fall sind die denen doch *nur* scheissegal....

Hallo,
Ja das ist mir dann bei schärferem grübeln auch eingekommen(wollte in erster linie mal motivieren)! Aber es gibt vlt. möglichkeiten mit gewissen Personen, die auch einfluss auf solche entscheidungen haben, zu sprechen! Ich bin in solche angelegenheiten (zumindest noch nicht) involviert und kann auch keine genauen Vorschläge zum angehen der Sache geben, aber ich bin bereit mit Leuten die das besser können als ich mitzuwirken! Mir ist der Erhalt unserer Liegenschaften doch sehr wichtig! Mfg Wolfsrudel89

Firefighter
26.06.2009, 11:10
Bunkermentalität ärgert Denkmalschützer

Denkmalschützer und Grüne machen mobil gegen den geplanten Abriss eines Großteils der im einstigen US-Lager Fischbach noch vorhandenen Bunker. 19 Bunker und ein Wachgebäude mit Turm stehen noch in dem Lager mitten im Wald. Nur fünf Bunker will der Landesbetrieb Forsten als Eigentümer der Fläche erhalten. Der Rest soll dem Erdboden gleich gemacht werden. von Klaus Kadel

Diese Pläne bestätigte gestern Olga Schornick vom Landesbetrieb Forsten. Die Erhaltung von fünf Bunkern mit dem Charakter einer Bunkerflucht mache Sinn, so die Überlegungen beim Landesbetrieb. Alle noch erhaltenen 19 Bunker und das Wachgebäude zu erhalten, sei langfristig zu teuer. „Die Beseitigung ist günstiger als die Verkehrssicherung", so Schornick. Beim Landesbetrieb Forsten sei man zwar auch der Meinung, dass es sich bei den Bunkern um ein schützenswertes Ensemble handele. Allerdings sieht man dort auch die finanziellen Belastungen, die sich daraus ergeben werden. „Irgendwann verursachen die Bunker Kosten", gibt Schornick zu bedenken.
Die Pläne für die Beseitigung betreffen auch das frühere Wachgebäude mit dem eindrucksvollen Wachturm. „Eine Zeit lang wollten wir das auch erhalten, wenn sich jemand finden würde, der das bezahlen will." Allerdings verursache gerade das Wachgebäude wegen wiederholter Einbrüche und Vandalismus Kosten für die Verkehrssicherung. Absperrungen werden regelmäßig aufgebrochen. Im Innern toben sich neben Satanisten und Paintballspielern auch Jugendliche aus, die ihrer Zerstörungswut an den Panzerglasscheiben freien Lauf lassen. Zudem findet sich Übungsmunition vom Militär, was darauf schließen lässt, dass Bundeswehr oder andere europäische Soldaten in dem früheren Wachgebäude Übungen veranstaltet haben.
Was der Abriss der Bunker kosten wird, konnte Schornick noch nicht sagen. Man sei auch noch nicht aktiv geworden, um die Beseitigung konkret anzugehen, versicherte die Mitarbeiterin des Landesbetriebs. Bevor man den Abriss angehe, werde ohnehin mit den Betroffenen besprochen, welche Bunker erhalten werden.
Eine Initiative für die Rettung des Bunkerensembles hat jetzt der Sprecher des Arbeitskreises Denkmalschutz beim Bund für Umwelt und Naturschutz, Hartmut Hofrichter, gestartet. In einem Schreiben an Landrat Hans Jörg Duppré und Mitglieder des Kreistags erinnert Hofrichter an die internationale Bedeutung des früheren US-Lagers, das immerhin das zweitgrößte Munitionsdepot der US-Armee in Deutschland gewesen sein soll, in dem Sonderwaffen, auch Atomwaffen, und „möglicherweise Giftgas" gelagert wurden. Als Baudenkmal des Kalten Krieges handele es sich um ein „weltweit bedeutendes Zeugnis des 20. Jahrhunderts", das der Nachwelt erhalten bleiben sollte. 95 Bunker standen einst auf dem Gelände. „Selbst die Demonstranten von damals, die das Lager mit allen Mitteln beseitigt haben wollten, sehen es heute nicht mehr als Bedrohung, sondern als schützenswertes Mahnmal eines trügerischen Friedens an", sagt Hofrichter und erinnert an die weltweit beachteten Blockadeaktionen der Friedensbewegung vor dem Depot Fischbach in den späten 80er Jahren.
Er spielt in dem Schreiben auch auf die touristische Bedeutung des Bunkerensembles an. Das in einer landschaftlich äußerst reizvollen Ebene liegende Depot könnte sich zu einer überregional bekannten Attraktion entwickeln, meint Hofrichter. Vor allem, wenn man in einem Gesamtkonzept die anderen Wehrbauten des Pfälzerwalds wie Ringwälle, Burgen und Westwall einbeziehen würde. Das ließe sich aber nur dann realisieren, wenn die 19 noch vorhandenen Bunker mit dem Wachgebäude als Ensemble erhalten bleiben. Fünf Bunker alleine würden nur einige wenige Wanderer anlocken.
Das meint auch die Kreistagsfraktion der Grünen und fordert für die Sitzung am Montag in einem Dringlichkeitsantrag die Verabschiedung einer Resolution, worin sich der Kreistag gegen den Abriss ausspricht. Ziel müsse sein, die Anlagen des Westwalls wie auch des Kalten Krieges für künftige Generationen als Anschauungsobjekt zu erhalten. Die Grünen fordern einen Abrissstopp bis zur Erarbeitung eines Konzepts und verweisen in ihrem Antrag auf das Schreiben von Hofrichter.
Pikanterweise war der Brief Hofrichters an Duppré in der Kreisverwaltung nicht mehr auffindbar und wurde nach Eingang des Grünenantrags noch mal schnell beim BUND angefordert. (kka)

Kommentar:
Vertane Chance
von Klaus Kadel

Das Potenzial wehrtechnischer Anlagen für den Tourismus wird von den hier Verantwortlichen immer noch verkannt.

Über zehn Jahre ist es inzwischen her, dass ein Historiker für die Region Südwestpfalz/Lothringen den Vorschlag unterbreitete, mit einer „Straße der Befestigungen" das touristische Potenzial von keltischen Ringwällen, Burgruinen, Westwall, Maginotlinie und US-Anlagen zu nutzen. Passiert ist in der Südwestpfalz seitdem nichts. Es ist nicht einmal ein Ansatz erkennbar, die noch vorhandenen Anlagen beiderseits der Grenze in einem Konzept zu vernetzen. Anderswo ist man da weiter. Der frühere Regierungsbunker bei Ahrweiler lockt in der nur spärlich zugänglichen Version von heute pro Jahr 45.000 Besucher an. In der Südpfalz ist man in die Vermarktung der Westwallbunker mit speziellen Wanderwegen eingestiegen. In der Südwestpfalz, die über sehr viele Wehranlagen verfügt, will man aus diesem einstigen Manko keinen Nutzen ziehen - das ist ganz klar eine vertane Chance.

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pirmasenser Rundschau
Ausgabe: Nr.145
Datum: Freitag, den 26. Juni 2009
Seite: Nr.17

niel
26.06.2009, 21:30
Ich meine man können die Bäume wegschneiden und die Bunker freimachen.
Die 2 Millionen für den abriss kann man auch zum renovieren benutzen (Streichen, Zaunaufstellen, Schilder mit Informatoren zum Lager, ein paar alte Gegenstande, und so weiter, …) .:(

rubeck1
27.06.2009, 21:51
Viele gute Ideen, aber wer macht es?
Habt ihr - vor allem die, die bei uns in der Westpfalz wohnen - schon mal daran gedacht, für so etwas organisiert aktiv zu werden?
"Straße der Befestigungen" - halte ich für eine sehr gute Idee, zumal ich jeden Tag aus dem Fenster auf das Westwallmuseum Niedersimten schauen kann...
Also Leute: wer ist bereit, mitzumachen?

Firefighter
28.06.2009, 01:25
Viele gute Ideen, aber wer macht es?
Habt ihr - vor allem die, die bei uns in der Westpfalz wohnen - schon mal daran gedacht, für so etwas organisiert aktiv zu werden?
"Straße der Befestigungen" - halte ich für eine sehr gute Idee, zumal ich jeden Tag aus dem Fenster auf das Westwallmuseum Niedersimten schauen kann...
Also Leute: wer ist bereit, mitzumachen?

Du sagst es - Konzepte zur Nachnutzung des Geländes gibt es bereits und diese liegen auch den entsprechenden Stellen vor - doch wer soll es machen?

Wenn überhaupt würde das nur mit einem Verein klappen, genauso wie in Niedersimten. Ich wär auf alle Fälle dabei.

Sniper
28.06.2009, 17:24
Welches Schützenhaus meinst du?
Das in Ludwigswinkel?
Schonmal vielen Dank.
(Muss man feste Schuhe anziehen oder kann man auch mit normalen Alltagsschuhen dorthin gelangen?))
Hallo ExEO,

hier ist die Beschreibung nochmals genauer:Wenn Du nach Fischbach fährst, hälst Du dich in Richtung Gewerbepark. Dort kannst Du am Schützenhaus parken. Gegenüber vom Parkplatz führt eine Straße schräg ins ehemalige Depot zur Area 1.
Kannst natürlich auch mit dem Radl zum Tower hinfahren, die Fahrwege sind in gutem Zustand.
Warte nicht so lange mit Deinem Besuch im Depot,denn es gibt Bestrebungen vom Landesforst, die restlichen Bunker bis auf fünf zu zerstören.

Gruß
Sniper

Wolfsrudel89
29.06.2009, 14:31
Du sagst es - Konzepte zur Nachnutzung des Geländes gibt es bereits und diese liegen auch den entsprechenden Stellen vor - doch wer soll es machen?

Wenn überhaupt würde das nur mit einem Verein klappen, genauso wie in Niedersimten. Ich wär auf alle Fälle dabei.


Ja klar ich auch!!! ;)

ExEO
29.06.2009, 17:00
Hallo ExEO,

hier ist die Beschreibung nochmals genauer:Wenn Du nach Fischbach fährst, hälst Du dich in Richtung Gewerbepark. Dort kannst Du am Schützenhaus parken. Gegenüber vom Parkplatz führt eine Straße schräg ins ehemalige Depot zur Area 1.
Kannst natürlich auch mit dem Radl zum Tower hinfahren, die Fahrwege sind in gutem Zustand.
Warte nicht so lange mit Deinem Besuch im Depot,denn es gibt Bestrebungen vom Landesforst, die restlichen Bunker bis auf fünf zu zerstören.

Gruß
Sniper

Hi Sniper,

vielen Dank für die Wegbeschreibung!
Habs leider auch gelesen was die Idi*ten dort planen! :mad:

niel
30.06.2009, 14:32
Wenn ihr einem Verein oder so was Ähnliches eröffnen möchtet hätte ich die Idee zuerst eine Internet Seite zu eröffnet und schaut wer Interesse hat .Zusätzlich könnte man mach Sponsoren suchen die das ganze finanzieren ( was anfangs ziemlich nützlich wehre ) . :rolleyes:

Firefighter
30.06.2009, 16:17
Kreistag verlangt Abrissstopp für Bunkeranlagen im Lager Fischbach

„Die Radikalkur hätte man sich sparen können." Mit diesen Worten kritisierte Landrat Hans Jörg Duppré gestern die Abrissorgie der Forstverwaltung, in der mittlerweile ein Großteil der Bunker im ehemaligen US-Depot Fischbach zertrümmert und auch viele Wege im Lager beseitigt worden sind. Der Kreistag verabschiedete einstimmig eine Resolution der Grünen, die Beseitigung der Baudenkmäler sofort zu stoppen (die RHEINPFALZ berichtete am Freitag).
„Wenn mir vor 25 Jahren jemand gesagt hätte, dass ich mich im Kreistag mal dafür einsetzen würde, den Abriss der Bunker zu beenden, hätte ich gesagt: ,Nie im Leben"", meinte Manfred Seibel (Grüne). „Aber so ändern sich die Zeiten, und das ist gut so", fügte er an. Er spielte damit darauf an, dass es heute zum Glück keinen Grund mehr dafür gibt, vor US-Depots in der Südwestpfalz gegen Atomraketen und Giftgas zu demonstrieren, wie es viele Anhänger der Friedensbewegung in den 80er Jahren in Fischbach getan hatten.
Hintergrund der eiligen Resolution sind Pläne des Landesbetriebs Forsten, 14 der 19 noch vorhandenen Bunker im Lager Fischbach sowie den Wachturm im ehemaligen Hochsicherheitstrakt dem Erdboden gleich zu machen. Dagegen wehren sich Denkmalschutzexperten des BUND sowie die Grünen - und nun auch unisono der Kreistag. In der Resolution werden die Landes- und Bundesbehörden aufgefordert, „alle Maßnahmen, die die Beseitigung von Bunkern, Anlagen und Einrichtungen zum Ziel haben, bis zur Erstellung eines ganzheitlichen Konzepts zu stoppen". Es solle erreicht werden, sowohl die Anlagen des Westwalls - wie mit dem Westwallweg im Kreis SÜW schon geschehen - als auch die Anlagen aus der Zeit des Kalten Krieges für künftige Generationen als „Anschauungs- und Lernobjekte" zu erhalten. Fachleute wiesen immer wieder auf die Bedeutung als Baudenkmäler hin. Auch der Gemeinderat Fischbach hat sich für den Erhalt der Bunker in dem Depot auf seiner Gemarkung ausgesprochen.
Seibel verlangte, dass der Westwallweg SÜW nicht das Ende, sondern der Anfang der geschichtlichen Aufarbeitung sein müsse. Gerade die Westpfalz habe eine große Last aus dem Zweiten Weltkrieg getragen, was zu dokumentieren sei. Das viele Geld, das der Steuerzahler für den Abriss zahlen müsse, sei in einem Erhaltungskonzept besser angelegt, argumentierte er.
Duppré sprach sich dafür aus, „exemplarische Teile" der Anlagen zu erhalten, Berthold Martin (FWG) ergänzte, dies nur dort zu tun, wo es „touristisch sinnvoll" sei. (ow)

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pirmasenser Rundschau
Ausgabe: Nr.148
Datum: Dienstag, den 30. Juni 2009
Seite: Nr.17
"Deep-Link"-Referenznummer: '5181514'

niel
01.07.2009, 13:10
Man soll auch immer daran denken wenn es losgegangen währe hätten nicht viele überlebt oder währen erst gar nicht geboren worden. Also geht das jeden was an egal wo er her kommt (Man kann ja nicht wissen dar bewiesen ist das die Anzahl der Atomwaffen die ganze Menschheit auslöschen können . ) Auch wenn es schon hundert Lager zu besichtigen gibt besonders in Ludwigswinkel und Fischbach die vom Tourismus leben sollte man erhalten :) .

ExEO
01.07.2009, 20:53
Ich finde es sehr gut dass sich Duppré gegen den Abriss aussprecht!
Ich finde auch dass es wirklich einen historisch interessanten Hintergrund zu den Anlagen in Fischbach gibt.

rubeck1
02.07.2009, 22:26
Na, da haben sich doch schon eine ganze Menge Leute sehr positiv geoutet.
Ich bin jetzt einige Tage nicht da, werde aber mal in der übernächsten Woche versuchen, mit der Kreisverwaltung PS Kontakt aufzunehmen, um evtl. mehr zu erfahren.
Wie "Firefighter" schon weiter oben geschrieben hat: da sollte man wirklich was vereinsmäßig oder ähnlich organisieren.
Ich weiß, dass das mit den Klarnamen im forum so eine Sache ist, aber ich versuche es jetzt trotzdem: wer da mal unverbindlich mit mir Kontakt aufnehmen will, kann es unter folgender Adresse tun: juergen.rubeck@polizei.bund.de (womit insider natürlich sofort wissen dürften, wo ich zu finden bin...).
Vielleicht trifft man sich einfach mal zum Bier in Ludwigswinkel oder Fischbach...

rubeck1
04.07.2009, 16:16
Noch eine Ergänzung:
Ich war gestern mal in der Area I und hab mich ein wenig umgesehen. Leider musste ich vorzeitig abbrechen, da ein Gewitter aufzog (Gewitter im Wald ist nicht sehr empfehlenswert, wenn man zu Fuß unterwegs ist...).
Einer der Bunker war nicht abgeschlossen, sodass ich mal reinschauen konnte: sieht eigentlich noch ganz o.k. aus.
Das Wachgebäude und der Hauptwachturm sind allerdings durch einige Vollidioten stark in Mitleidenschaft gezogen: das Glas ist erkennbar durchschusshemmend aber da musste natürlich drauf geschossen und geworfen werden! Jetzt ist natürlich das Glas nicht ganz durch aber voller Sprünge und Risse. Naja, ansonsten wurde da auch kräftig "kannibalisiert".
Wenn man was erhalten will, muss man schnellstmöglich handeln.
So, wie gesagt, bin jetzt bis Mitte nächster Woche nicht erreichbar, dann können wir evtl. weiter sehen.

Sniper
04.07.2009, 19:04
Hallo rubeck 1,

wenn Du wieder zurück bist, schlage ich vor, das wir ein Treffen im Schützenhaus Fischbach arrangieren sollten. Die Gaststätte ist seit einigen Wochen wieder geöffnet und vielleicht kann man einen "Bunker-Frühschoppen" ins Leben rufen, der an einem Sonntag stattfinden kann.
Ich selbst bin hier im Gewerbepark beruflich die ganze Woche vor Ort.
Also, jetzt versuchen wir mal Nägel mit Köpfen zu machen.
Bin selbst gespannt, wer sich dafür interessiert!
Mein Vorschlag für das erste Treffen: Sonntag, 12.07.09, um 11.00 Uhr im Schützenhaus Fischbach.

Gruß
Sniper

niel
05.07.2009, 15:46
Noch eine Ergänzung:
Ich war gestern mal in der Area I und hab mich ein wenig umgesehen. Leider musste ich vorzeitig abbrechen, da ein Gewitter aufzog (Gewitter im Wald ist nicht sehr empfehlenswert, wenn man zu Fuß unterwegs ist...).
Einer der Bunker war nicht abgeschlossen, sodass ich mal reinschauen konnte: sieht eigentlich noch ganz o.k. aus.
Das Wachgebäude und der Hauptwachturm sind allerdings durch einige Vollidioten stark in Mitleidenschaft gezogen: das Glas ist erkennbar durchschusshemmend aber da musste natürlich drauf geschossen und geworfen werden! Jetzt ist natürlich das Glas nicht ganz durch aber voller Sprünge und Risse. Naja, ansonsten wurde da auch kräftig "kannibalisiert".
Wenn man was erhalten will, muss man schnellstmöglich handeln.
So, wie gesagt, bin jetzt bis Mitte nächster Woche nicht erreichbar, dann können wir evtl. weiter sehen.

Hallo rubeck1ich weiß wer die Bunker so verschandelt hat und möchte noch fragen ob du die Nummer des Bunkers weist (wo der Bunker steht ) in den du drin warst . Ich bin nämlich öfter dort und will auch mal einen Blick in den Bunker werfen Habe schon mach einem offenen gesucht .:confused:

dipl-ing
06.07.2009, 08:48
Wem Personen bekannt sind, die eine Sachbeschädigung verübt haben, sollte mal über eine Strafanzeige nachdenken. Ist immerhin Staatsbürgerpflicht.
Jemand der sich öfter auf dem Gelände umgesehen hat, sollte bei so wenigen erhaltenen Gebäuden auch den offen stehenden "Bunker" finden.

Wolfsrudel89
06.07.2009, 15:50
Hallo rubeck 1,

wenn Du wieder zurück bist, schlage ich vor, das wir ein Treffen im Schützenhaus Fischbach arrangieren sollten. Die Gaststätte ist seit einigen Wochen wieder geöffnet und vielleicht kann man einen "Bunker-Frühschoppen" ins Leben rufen, der an einem Sonntag stattfinden kann.
Ich selbst bin hier im Gewerbepark beruflich die ganze Woche vor Ort.
Also, jetzt versuchen wir mal Nägel mit Köpfen zu machen.
Bin selbst gespannt, wer sich dafür interessiert!
Mein Vorschlag für das erste Treffen: Sonntag, 12.07.09, um 11.00 Uhr im Schützenhaus Fischbach.

Gruß
Sniper


Hallo Sniper,

ich finde das zusammentreffen mal eine gute idee zum Austauschen und Spekulieren! Ich und vlt. auch mein bruder würden kommen! mfg

niel
06.07.2009, 16:20
So genau hab ich noch nicht an den Bunkern geschaut war eher in Tower oder bei der FLS .

p.s beim nächsten Besuch wenn das Wetter besser ist schau ich selbst mach .

SAR71
07.07.2009, 19:09
Hallöchen ihr Bunkerfuzziis :-)
Ich breuchte mal eure Hilfe, und zwar.....
Ich suche im Depo den alten Schießplatz, ich besitze zwar ein Lagerplan aber es ist nicht eingezeichnet wo er ist. Auch ein Bekanter konnte mir nur sehr ungenau zeigen Auf dem Plan wo er ist. Ich habe mich schon auf die Suche gemacht aber wie gesagt niiigsss gefunde :-(
So viel ich weis ist er Nord-Westlich der Area 1....also am Ramm-Rommberg?????

Könnte mir eventuel einer die Koordinaten geben das ich bei Google Earth mal nach schauen kann.....

LG Richie

Firefighter
07.07.2009, 20:01
also auf meinen dutzend Übersichtsplänen ist überall der Schießstand eingezeichnet :)

All zu viel wirst du dort aber nicht mehr entdecken.

SAR71
07.07.2009, 23:02
Ahhhhhaaaa Ich sage mal Dankeschönnnn... :-) Hab ihn auf meiner Karte gefunde, dad is ganz am Rade und nur Halb drauf......

LG Richie

rubeck1
08.07.2009, 20:55
Hallo Sniper,
die Idee mit dem "Bunker-Frühschoppen" ist ausgezeichnet.
Ich habe nur ein Problem: Sonntag, 12.07. und Sonntag, 19.07.09 bin ich (mal wieder) nicht da.
Daher folgender Vorschlag: erstes Treffen ausnahmsweise mal an einem Freitag; ich könnte am 17.07. oder 24.07.09 ab 15:00 Uhr nach Fischbach kommen (wie sind die Öffnungszeiten vom Schützenhaus?). Da Du ja dort gegenüber arbeitest, könnten wir das ja irgendwie hinbekommen.
Es wäre zumindest ein Anfang.
Für evtl. Antwort kannst Du gerne auch meine Email-Adresse nutzen.
Gruß aus Niedersimten
R.

Sniper
08.07.2009, 22:10
Hallo rubeck 1,

das erste Treffen können wir am Freitag, 17.07.09, wahrnehmen. Als Zeitpunkt schlage ich 16:00 Uhr vor. Die Gaststätte ist Werktags ab 11:00 Uhr, ausser Montag, geöffnet.

Gruß
Sniper

Sniper
09.07.2009, 17:52
Hallo, liebe Nutzer!

An mich ist herangetragen worden, es doch beim ersten Termin am 12.07.09 zu belassen.
Also ich bin dann am Sonntag um 11:00 Uhr im Schützenhaus Fischbach/Gewerbepark.
Wenn ihr Euch auf diesen Tag festgelegt habt, dann kommt zum "Bunker-Frühschoppen".
Der Termin am 17.07.09 bleibt bestehen.
Es wäre nett, wenn jemand dabei ist, der von der Materie eine Menge Wissen mitbringt.
So, die Kugel ist angestossen. Ob sie weiter rollt, liegt an uns.

Gruß
Sniper

rubeck1
09.07.2009, 21:07
Hallo Sniper,
danke für Deine Nachricht, habe Deine Email heute nur kurz lesen können; werde Dich morgen mal anrufen.
Der Termin 17.7.09, 16:00 Uhr ist hiermit bestätigt.

Hallo Forum-Nutzer!
Ich hoffe, zum ersten Bunker-Frühschoppen am 12.07. kommen ein paar interessierte Leute (können natürlich auch am Freitag danach dazu kommen!).
Zur Materie SW-Lager, Bunker usw. habe ich selbst nur "Grundwissen", kann dafür aber zum Thema Vereinsgründung, Verwaltung & Co. einiges beitragen, wenn´s (hoffentlich) ernst wird.
Eins ist wohl klar: wenn nicht jetzt - wann dann? Der längste Weg beginnt ja bekanntlich mit dem ersten Schritt...
O.k., Schluss jetzt mit den abgedroschenen Sprüchen.

Firefighter
09.07.2009, 22:02
Hallo,

am Sonntag werde ich warscheins auch kommen. Wissen ist genug vorhanden, weiteres Material bring ich mit.

Gruß, Sebi

boots
10.07.2009, 07:05
Hallo,

da ich mich schon lange mal mit einigen zu diesem thema treffen wollte, werde ich auch dabei sein.

@sebi für dich habe ich schon lange ne liste, die du auch kennen wirst dabei.

kann jemand noch einen link zur lokation einstellen, mein navi sollte den weg ja auch finden können. Danke

gruss bernhard

Firefighter
10.07.2009, 12:08
Das Schützenhaus befindet sich hier, in der Bildmitte:
Fischbach bei Dahn - Google Maps (http://maps.google.de/maps?f=q&source=s_q&hl=de&geocode=&q=Fischbach+bei+Dahn&sll=36.405419,28.086192&sspn=0.200055,0.305901&g=36.405419,28.086192&ie=UTF8&ll=49.069758,7.689362&spn=0.002436,0.00478&t=h&z=18&iwloc=A)

Ist nicht zu verfehlen, das erste Gebäude von Ludwigswinkel richtung Petersbächel auf der linken Seite.

Scaleon
10.07.2009, 22:26
Hallo rubeck 1,
wenn Du wieder zurück bist, schlage ich vor, das wir ein Treffen im Schützenhaus Fischbach arrangieren sollten. Die Gaststätte ist seit einigen Wochen wieder geöffnet und vielleicht kann man einen "Bunker-Frühschoppen" ins Leben rufen, der an einem Sonntag stattfinden kann.
Ich selbst bin hier im Gewerbepark beruflich die ganze Woche vor Ort.
Also, jetzt versuchen wir mal Nägel mit Köpfen zu machen.
Bin selbst gespannt, wer sich dafür interessiert!
Mein Vorschlag für das erste Treffen: Sonntag, 12.07.09, um 11.00 Uhr im Schützenhaus Fischbach.
Gruß Sniper

Hallo Sniper!
Ich plane ebenfalls am Sonntag nach Fischbach zu kommen. Ausser einem alten Handbuch für den Bau von Schutzräumen, sowie einige Bilder eines QRA- Bunkers werde ich allerdings nicht all zu viel beitragen können.
Gruß Scaleon!

rubeck1
11.07.2009, 20:43
Jeder Beitrag zählt...
Wer irgendwas hat, was er beisteuern kann, möge es bitte mitbringen, ob zum Frühschoppen oder am Freitag!
Da ja schon viel zu viel kaputt geschlagen, "renaturiert" und abgerissen wurde, müssen wir sammeln, was nur geht. :confused:

boots
12.07.2009, 07:12
Guten Morgen,

leider muss ich meine Teilnahme für heute absagen.
@sebi, du hast ne pn.

Gruss bernhard

Sniper
12.07.2009, 15:26
Hallo, liebe Nutzer!

Heute trafen sich einige Interessierte zum Erhalt der noch vorhandenen Bunker im ehemaligen Depot Fischbach im Schützenhaus/Gewerbepark.
Mit dabei war ein ehemaliger Angehöriger der US-Streitkräfte, der uns detailierte Auskünfte gab.
Ein großes Lob muss ich an Firefighter aussprechen, der in den vergangenen Jahren eine Menge Bild- und Kartenmaterial zusammengetragen hat. Es lohnt sich!
Wer Interesse hat, kann sich uns anschliessen.

Gruß
Sniper

Wolfsrudel89
12.07.2009, 19:59
Hallo, liebe Nutzer!

Heute trafen sich einige Interessierte zum Erhalt der noch vorhandenen Bunker im ehemaligen Depot Fischbach im Schützenhaus/Gewerbepark.
Mit dabei war ein ehemaliger Angehöriger der US-Streitkräfte, der uns detailierte Auskünfte gab.
Ein großes Lob muss ich an Firefighter aussprechen, der in den vergangenen Jahren eine Menge Bild- und Kartenmaterial zusammengetragen hat. Es lohnt sich!
Wer Interesse hat, kann sich uns anschliessen.

Gruß
Sniper

Hallo Leute,

konnte Heute morgen leider nicht teilnehmen, werde allerdings das nächste mal auf jeden fall dabei sein! Ist es möglich dass dieser US-Soldat nochmals dabei sein kann? gruss Wolfsrudel

Firefighter
12.07.2009, 20:22
Hallo,

Pat, der ehmalige US-Soldat war für 4 Wochen in Deutschland, am Donnerstag geht es für ihn wieder "back to states".

Wenn du Fragen an ihn hast, schreibs mir per PN, ich kann es dann gerne weiterleiten.

Betonkopf
18.07.2009, 17:25
und weiter..
Auf den Fotos des Kontrollgebäudes sind mir die Fenster aufgefallen.

Wenn ich das richtig sehe, sind die zweigeteilt: oben gibt es ein relativ großes
Fenster und darunter noch ein viel kleineres, rechteckiges Fenster, das zusätzlich
noch mit einem Schieber verschlossen werden kann.
Kann mir jemand erklären, welche Funktion/Aufgabe das hat? Danke.

Firefighter
18.07.2009, 18:08
Auf den Fotos des Kontrollgebäudes sind mir die Fenster aufgefallen.

Wenn ich das richtig sehe, sind die zweigeteilt: oben gibt es ein relativ großes
Fenster und darunter noch ein viel kleineres, rechteckiges Fenster, das zusätzlich
noch mit einem Schieber verschlossen werden kann.
Kann mir jemand erklären, welche Funktion/Aufgabe das hat? Danke.

Hallo,

hierbei handelte es sich um Schießscharten, die mit einem Schartenschieber verschlossen waren. Teilweiße findet man die Schienen des Schartenschiebers noch an den Fenster, jedoch alle ohne Schieber.

Betonkopf
18.07.2009, 18:14
Hallo,

hierbei handelte es sich um Schießscharten, die mit einem Schartenschieber verschlossen waren. Teilweiße findet man die Schienen des Schartenschiebers noch an den Fenster, jedoch alle ohne Schieber.

Gedacht habe ich mir soetwas schon.
Wie paßt das aber damit zusammen, daß die Verglasung so stabil
war? Wenn ich das richtig gelesen habe 6 cm stark und (fast)
unkaputtbar?

niel
19.07.2009, 13:48
War vor ein paar tagen im Tower und habe einen Blick hinein geworfen ( dort lauft das Wasser durchs Dach (wenn man bald nichts macht zerfällt das ganze Ding ) .

Sniper
21.07.2009, 12:27
Hallo liebe Nutzer,

am Sonntag, 26.07.09 um 11:00 Uhr, findet wieder ein Treffen der IG "Bunker Fischbach" im Schützenhaus/Gewerbepark statt.
Vielleicht können wir uns einmal zu einer gemeinsamen Tour zu den Bunkern einigen. Einige von uns sind des öfteren alleine unterwegs.

Gruß
Sniper

rubeck1
23.07.2009, 21:56
Hallo Sniper,
bin wieder aus Fuldatal zurück (hab mir übrigens auch die ehemalige sehr umfangreiche Bw-Kaserne in Fuldatal-Rothwesten angesehen: also, Leute, wie da mit Bundeseigentum umgegangen wird, ist zum Heulen. Ich wusste gar nicht, dass Gras fast zwei Meter hoch wachsen kann...; nur mal so am Rande).
Ich werde - wie vergangenen Freitag vereinbart - am Sonntag um 11:00 Uhr kommen (kann ein paar Minuten später werden).
Dann können wir ja mal über eine gemeinsame Tour zur Area 1 reden. Gute Idee!
Bis dann.
Gruß
J.

Wolfsrudel89
08.08.2009, 19:03
Hallo Leute!

Wollte mal fragen ob inzwischen noch ein treffen stattgefunden hat? Da es mir beim ersten und zweiten mal nicht möglich war zu kommen, wollte ich wissen wann es mal wieder so weit ist, ich würde dann gerne kommen! mfg Wolfsrudel ;-)

Sniper
09.08.2009, 10:39
Hallo Wolfsrudel,

halte Dir mal den 23.08.09 fest. Wenn es Dir möglich ist, dann bist Du zu unserem Treffen um 11:00 Uhr im Schützenhaus/Gewerbepark Fischbach der "IG Area 1" herzlich willkommen. Momentan sind wir nur ein kleiner Kreis, der sich über die Möglichkeiten zum kompletten Erhalt der noch bestehenden "Area 1" austauscht.
Bei mir hat sich zuletzt ein Ehepaar erkundigt, ob es auch mal zum Treffen kommen kann, nachdem ich die IG erwähnt hatte. Jeder kann zum möglichen Erhalt der "Area 1" beitragen.

Gruß
Sniper

Wolfsrudel89
09.08.2009, 19:49
Hallo Sniper,

ok wunderbar mein bruder würde auch mitkommen, von ihm hab ich mein interesse für unsere liegenschaften!;-)

Ja klar, wer interesse hat sollte sich anschliessen - ob jung oder alt!

Gruss Wolfsrudel

niel
11.08.2009, 14:39
Hat vielleicht jemand Baupläne von SSCC in Fischbach ? damit konnte ich nämlich ein 3D Gebäude in Google SketchUp erstellen und in Google Earth platzieren . Hier noch den Link dazu : Google SketchUp (http://sketchup.google.com/intl/de/)

p.s das wahre sehr hilfreich :rolleyes: .

Firefighter
11.08.2009, 22:55
Ich habe zwar einige Pläne zum SSCC, die werd ich aber nicht an jeden rausgeben...

Wenn du Fit in SketchUp bist kannst mir ja mal ein paar Beispiele von dir zeigen, dann bekommst du eventuell auch die Pläne.

niel
13.08.2009, 13:26
In Moment habe ich nicht sehr viele weil ich einem neuen Computer bekommen habe und auf dem die alten Entwürfe noch nicht gehen aber eins habe ich schon gemacht (muss ich noch fertig machen ).

Werde es dir aber bald zukommen lasen dazu muss ich weißen ob du Google SketchUp auf deinem PC hast damit du dir auch ansehen kannst .

Wenn sich aber jemand meldet und sagt er kennt sich besser aus kann er es gerne übernehmen .

wasigenstein
13.08.2009, 14:41
Hallo zusammen,
weiß jemand was in der Stollenanlage Moosbach gelagert wurde? Ein ehemaliger Zivilbeschäftigter erzählte mir: dort war eine Elektronikwerkstatt untergebracht. Mit Duschen usw.
Davor der Hubschrauberlandeplatz für eine E-Werkstatt?
Und in der Halle ein DEMAG Portalkran für 5t ?

Kann mir jemand weiterhelfen?

Firefighter
14.08.2009, 07:51
Hallo,

über die Stollenanlage hatte ich hier schon einmal was geschrieben, der genaue Verwendungszweck ist mir aber auch heute noch nicht bekannt. Bisher wurde mir auch immer erzählt, das darin Funktechnik repariert und gewartet wurde.

Wieso man dafür allerdings einen völlig autarken Stollen mit Vollklimatisierung und eigener Wasserversorgung/Brunnen benötigt, konnte mir noch keiner erklären. Für solch einen Zweck braucht man auch keinen Hubschrauberlandeplatz oder eine komplette Perimeterbeleuchtung bei Nacht.
Ebenso gab es dort eine eigene Küche mit Kantine, obwohl die GIs nur 5 Minuten bis zur Dahn Ammo Area gebraucht hätten, wo es eine Kantine gab.

Auch konnte mir noch keiner sagen welche Einheiten dort stationiert waren, das müssen dann ja Fernmelder gewesen sein, welche aber in Pirmasens und der Stollenanlage Massweiler stationiert waren.

suedbaden
14.08.2009, 08:47
Welche Stollenanlage ist hier gemeint? Nicht Mosbach am Necker, oder?

Firefighter
14.08.2009, 09:02
Hier ist die Stollenanlage Schneidereck der US Army bei Dahn/Pfalz gemeint:

Moosbachtal - Google Maps (http://maps.google.de/maps?f=q&source=s_q&hl=de&geocode=&q=dahn&sll=36.405419,28.086192&sspn=0.202265,0.308647&g=36.405419,28.086192&ie=UTF8&ll=49.15165,7.742513&spn=0.002568,0.004823&t=h&z=18&iwloc=A)

http://www.cold-war.de/9084-post81.html

Wolfsrudel89
14.08.2009, 10:26
Hallo Leute,

über die Stollenanlage ist mir das selbe zu ohren gekommen wie euch auch(Wartungsanlage für funk-elektronik u.s.w.)!

Aber desweiteren habe ich mitbekommen dass auch Steuereinheiten der auf dem Nahegelegenen Braunsberg Stationierten Nike Batterien dort drin ausgerichtet(Nivelliert) und eingestellt wurden - sprich die Elektronik die die Rakete ins Ziel steuert! Würde aufgrund der Lage auch sinn machen oder?

Kann das jemand bestätigen?

Gruss Wolfsrudel ;-)

Firefighter
14.08.2009, 12:07
Hallo Leute,

über die Stollenanlage ist mir das selbe zu ohren gekommen wie euch auch(Wartungsanlage für funk-elektronik u.s.w.)!

Aber desweiteren habe ich mitbekommen dass auch Steuereinheiten der auf dem Nahegelegenen Braunsberg Stationierten Nike Batterien dort drin ausgerichtet(Nivelliert) und eingestellt wurden - sprich die Elektronik die die Rakete ins Ziel steuert! Würde aufgrund der Lage auch sinn machen oder?

Kann das jemand bestätigen?

Gruss Wolfsrudel ;-)

Die Geschichte mit der Wartung von Avionik und Radarteilen der Nike,- und später HAWK-Raketen habe ich auch schon gehört.
Ein Radaroperator, der von 1966 bis 1968 auf dem Mückenkopf stationiert war, konnte mir dieses Gerücht jedoch auch nicht bestätigen.
Jedoch weiß er selber auch nicht genau, was im Schneidereck untergebracht war.
Er hat die Vermutung, das die Anlage zu dieser Zeit etwas mit der AWSCOM zu tun hatte, dem Vorgänger der 59th Ordnance Brigade und somit Atomwaffen. Sein Wortlaut war auf einer Karte:

Approximate Location of U.S. Army Ordnance Corps (or AWSCOM? ) of electronics repair shop in an old underground installation, indside ridge south of the Moosbach: had blast doors, airlock and air filtration system ( none of which were in use at that time)...
From the road, all one could see was a small compund and a couple of building: "camo"??


Auf einer anderen Seite steht folgender Wortlaut.


I transferred to Co A, 10th Ord Bn, Dahn, mid-1958 as an E3, after training at Sandia Base, NM. I left Dahn as a part of the 583rd Ord Co in mid-1960 as an E5.

I was a radar MOS on special weapon warheads working inside a cave between Hinterweidenthal and Dahn.

From reviewing my orders and pay stubs, and from what I recall, the 10th Ord Bn at Dahn was made up of Co A (Mechanical, Nuclear and Electronics personnel), Co B was MP, and Co C was Motor Pool as I recall. Of course there was a headquarters detachment. There were communications, parts and logistical support personnel there but I don't know how they fit in organizationally.

Co. A became 1st Ord Co (Prov) of 82nd Ord Bn, May, 1959 which then became 583rd Ord Co, 82nd Ord Bn in Jun, 1959. Commanding Officer (at least starting in July 1959) was Maj Walter F Diggs.

As I recall, Co B of the 10th became an MP company. I don't recall about the Motor Pool.


In Sandia, New Mexico befindet sich auch das SNL (http://de.wikipedia.org/wiki/Sandia_National_Laboratories), was für Atomwaffen spricht.
Somit halte ich es für möglich, das im Schneidereck die Elektronik von Atomwaffen gewartet wurde, zumindest in den 50er und 60er-Jahren.

Rex Danny
14.08.2009, 14:40
Leute, Leute, Leute !

Das Ihr immer aus allem so ein Drama machen müßt und hinter jeder Sache, die aus den 50er- und 60er-Jahren kommt, die große Atomverschwörung seht.

Die Antwort ist aus meiner Sicht ganz einfach. Hier wurden elektronische Bauteile kalibriert und gewartet.

Solche Einrichtungen hatte bzw. hat die Bundeswehr auch. Beim Heer nennen sie sich Kalibrierlabore und bei der Luftwaffe sind es spezielle Luftwaffenwerften.

In Mechernich gab es z.B. die Luftwaffenwerften 81 und 84. Beide waren in der UTA Mechernich untergebracht. Warum in einer UTA oder in Stollen ? Ganz einfach. Zum Kalibrieren ist es einfacher, wenn ein konstanter Luftdruck und eine konstante Luftfeuchtigkeit und Temperatur herrscht. Da UTA´s und Stollenanlagen in sich autark sind, haben sie natürlich den Vorteil ggü. herkömmlichen Wartungseinrichtungen.

Warum der Hubschrauberlandeplatz und der Riesenkran ? Auch ganz einfach. Elektronische Bauteile gibt es in ganz klein, aber auch in ganz groß. Also für sehr schwere Bauteile der Kran und der Hubschrauberlandeplatz war für Transportanlieferungen per Hubschrauber. Dies dürfte in der Eifel oftmals schneller, sicherer und einfacher gegangen sein als auf der Straße.

Und das SNL ist zuständig für das Entwickeln, Herstellen und Testen der nicht-nuklearen Bauteile von Atomwaffen, also der Elektronik etc. Also auch nichts mit Atomwaffen.

Grüße,


Rex Danny

Firefighter
14.08.2009, 14:56
Dann muss ich mal etwas weiter ausholen und ins Detail gehen:

Ich behaupte doch garnicht, das darin Atomwaffen gewartet wurden, wenn dann nur die Elektronik, was ja im SNL entwickelt wurde.
Die MOS der Ordnance-Einheiten, die für die Wartung der Sprengsätze verantwortlich waren, wurden vermutlich im LANL in Los Alamos geschult.
Das wurde in den 50ern/60ern aber wohl kaum im Schneidereck gemacht sondern eher in Massweiler, Fischbach oder Miesau.

Zum Thema Dahn noch folgendes:

Im Mai 1962 war in Dahn die 193rd MP Co sowie die 583rd Ord Co stationiert.
Die MP Company wurde teilweiße in Fischbach eingesetzt, von der Ordnance-Einheit habe ich jedoch noch nie einen zusammenhang mit Fischbach gehört. Für ein konventionelles Depot brauchte man aber auch keine Ordnance-Unit, dafür gab es die CSG-Einheiten.
Diese Einheiten werden auch immer zusammen mit AWSCOM genannt, dem Vorgänger der 59th Ord Bn.

Es gab in den 50er und 60er-Jahren in der Dahn Ammo Area ein nochmals abgezäunter Bereich mit einer Perimeterbeleuchtung. Das kann ich mit Orginalplänen auch belegen. Ebenso gab es in der Dahn Ammo Area einen größeren Hubschrauberlandeplatz.


Für was braucht man in einem konventionellen Depot einen abgegrenzten Bereich oder ein Helipad?
Ich halte es auch durchaus für möglich, das in Dahn zeitweise Atomwaffen lagerten.

Das sind nur vermutungen von mir, also bitte nicht falsch verstehen.

Scaleon
14.08.2009, 22:35
Leute, Leute, Leute !
Das Ihr immer aus allem so ein Drama machen müßt und hinter jeder Sache, die aus den 50er- und 60er-Jahren kommt, die große Atomverschwörung seht... Solche Einrichtungen hatte bzw. hat die Bundeswehr auch. Beim Heer nennen sie sich Kalibrierlabore und bei der Luftwaffe sind es spezielle Luftwaffenwerften.... In Mechernich gab es z.B. die Luftwaffenwerften 81 und 84. Beide waren in der UTA Mechernich untergebracht..... Rex Danny

Hallo Rex Danny!

Ich kann deine Argumentation bis zu einem gewissen Punkt nachvollziehen, und ich gebe dir recht daß man die 50er- und 60er Jahre nicht per se in den Topf „Atomverschwörung“ und/oder „Drama“ geben sollte, trotzdem sind m.E. diese beiden Begriffe, zumindest in Bezug auf die damaligen deutschen Jabo Nuklear QRA’s, aber gar nicht so abwegig, bzw zu weit hergeholt!

Oder glaubst du im Ernst die Bundeswehr hätte in den 60er Jahren auch nur mit einem Putzlappen an den amerikanischen Atomwaffen auf unserer F-104G QRA-N zu tun gehabt?! Oder gar Maintenance und so...!? Ganz im Gegenteil! Wie du weißt, waren die Mk28 (B28) einzig und alleine unter amerikanischer ("rabiater") Obhut, und erst recht deren „Wartung“. Ein eigenes, im strengsten Sicherheitsbereich zusätzlich/nochmals abgesichertes Maintenance Gebäude gab es hierfür „US Eyes only“, sprich exclusive für die MUNNS; da kam ein deutscher Lw- Angehöriger noch nicht einmal rein!! Die Amis waren teilweise derartig extrem, speziell die von deren S-Staffel, oder was auch immer das für ne komische Truppe innerhalb der MUNNS war, daß es mir noch heute peinlich ist, hier Details zu nennen.

Die Deutschen durften allenfalls die A-Waffe unter den Rumpf hängen und das Ding bei QRA- Flugzeugwechsel dann wieder abbauen und mit dem komischen Mj-?, transportieren. Ende Gelände... Das hochkomplexe PAL- System, den streng geheimen C***- Switch, die A- Waffenauslöseverkabelung, und natürlich das Cockpit Codier Panel(!), haben selbst wir 1.Flugzeugwarte auf QRA und dort in der „No-Lone Zone“, bei „Split-Action“, und weiss der Geier welch irre und brachiale Security Verfahren es damals noch so gab, sprich einzig und alleine mit den Amis ständig im Genick, gesehen.

Selbst heute, 40 Jahre danach, sind die meisten atomaren Verfahren von damals, insbesondere aus der hochkritischen Phase "Flexible Responce" (ca 1968/72?) aus welchen Gründen auch immer, noch immer nicht durch die Amis „de-classified“. Oder hast du schon mal von den damaligen, den einzelnen Nuklear Jabo's, bzw QRA-N fest zugeordneten, sog "automatischen" Targets (Ortsnamen), den Waypoints, den Zeitfenstern, den Routings, etc gelesen? Mit absoluter Sicherheit nicht! Oder schon mal ein Photo von einer F-104G mit scharfer A-Waffe bei einem damaligen Alarm im QRA- Shelter stehend, gesehen? Ebenfalls mit Sicherheit nicht! Noch nicht einmal Handskizzen existieren; selbst die wurden uns strengstens untersagt.

Viele Grüße!
Scaleon

Rex Danny
15.08.2009, 01:02
Hallo, Scaleon und Firefighter !

Ich wußte genau, daß ich so manchen mit meinem Beitrag hinterm Busch hervorhole.

Freunde, bleibt locker, der Anfang war doch gar nicht so ernst gemeint, daß wir jetzt die großen Abhandlungen über die 60er und 70er anfangen müssen. Ich wollte Euch doch eigentlich nur sagen, daß es für alles auch eine sehr naheliegende und alles andere als atomare Antwort geben kann. Und die hohen Sicherheitsstandards können auch gewesen sein, weil die Amis Angst hatten, daß man ihr streng geheimes Zeugs hätte ausspionieren können.

Ich meine, irgendwo gelesen zu haben, daß in der Bundesrepublik nicht an den Atomwaffen rumgeschraubt werden durfte. Wenn die Sprengköpfe selbst gewartet, sprich wohl auch zerlegt werden mußten, dann wurden sie zunächst in die USA gebracht und dann dort instandgesetzt.

Was die nicht-atomaren elektronischen Bauteile dieser Waffen anbelangt, kann ich mir durchaus vorstellen, daß diese dann unter hohen Sicherheitsvorkehrungen in Dahn gewartet wurden. Jetzt wären wir aber wieder im Bereich meines Beitrags, nämlich den Aufgaben, die auch bei den Werften und Kalibrierlaboren der Bundeswehr durchgeführt wurden, bei den Amis aber halt auch für Atomwaffen.

Und eines sollten wir auch noch bedenken. Bei den Amis war immer alles anders als bei uns Normaldenkenden. Die mußten doch immer alles schneller, größer, teurer usw. haben. Warum dann nicht auf 5 Minuten Fußweg auch zwei Kantinen und alles andere. Wenn genug Geld da war. Amis sind, glaube ich, auch ein bißchen bequemer, ergo auch verschwenderischer als wir.

Mein Vorschlag wäre jetzt, daß wir uns wieder alle lieb haben und uns um wichtigere Dinge kümmern, nämlich das bevorstehende Wochenende. In diesem Sinne


Rex Danny

spoon27
18.08.2009, 18:34
schützenhaus in fischbach??
gruss markus

Sniper
18.08.2009, 21:54
Hallo spoon27,

bis jetzt hat sich am Termin nichts geändert. Die kleine "IG Area 1" freut sich über jeden, der an dieser Runde teilnehmen möchte.

Gruß
Sniper

Scaleon
18.08.2009, 22:55
Hallo, Scaleon und Firefighter !

Ich wußte genau, daß ich so manchen mit meinem Beitrag hinterm Busch hervorhole.

Freunde, bleibt locker, der Anfang war doch gar nicht so ernst gemeint, daß wir jetzt die großen Abhandlungen über die 60er und 70er anfangen müssen.

Und eines sollten wir auch noch bedenken. Bei den Amis war immer alles anders als bei uns Normaldenkenden. Die mußten doch immer alles schneller, größer, teurer usw. haben. Warum dann nicht auf 5 Minuten Fußweg auch zwei Kantinen und alles andere. Wenn genug Geld da war. Amis sind, glaube ich, auch ein bißchen bequemer, ergo auch verschwenderischer als wir.

Mein Vorschlag wäre jetzt, daß wir uns wieder alle lieb haben und uns um wichtigere Dinge kümmern, nämlich das bevorstehende Wochenende. In diesem Sinne

Rex Danny


Hallo Rex Danny!

Du hast zu 100% Recht, Rex Danny! Vor allem „verschwenderisch“ waren bzw sind die Amis; sehr "verschwenderisch"!!! Vor allem meine Ex- Frau,
Ssgt ... (GOD bless her and keep her in America, please, please !!!).

War bald zwölf (!) Jahre in Landstuhl und Ramstein stationiert, die Gute! Gewohnt haben wir in Kindsbach oder wie das Kaff hieß, in einem umgebauten Hasen- oder ehemaligen Kuhstall, sprich bei einem dieser ober-geldgierigen Pfälzer (macht ja nix, US Army bezahlt...). Wie gesagt, "verschwenderisch, sehr verschwenderisch" war meine US Lady; insbesondere mit ihrer komischen, gold-farbenen "Star-" oder so ähnlich hieß die Militär Kreditkarte.

Achso ja, „bequem“ war sie auch, die Lady. Fuhr die paar Meter vom Vogelweh PX zum gegenüberliegenden Kino garantiert und immer nur mit dem Auto; dafür hat man’s ja, oder?

Du siehst, Rex Danny, ich gebe dir zu 100% recht und zwar in nahezu allem und jedem! Und ich bleibe auch "locker", völlig locker; allerdings nur exakt und solange wie ich absolut sicher sein kann, dass die Lady nicht plötzlich wieder vor meiner Haustür steht, hier in "nice good old Germany", weil ihr in USA die Geldeintreiber mal wieder hinter her sind. Die sollen ja ziemlich rabiat und ungemütlich sein?!

Ich weiß, klingt alles ein bisschen „Off Topic“, wobei dann doch auch wieder nicht! Immerhin sind wir hier im "Cold War Forum", und dazu gehören doch irgendwie auch (ehemalige) deutsch-amerikanische, man könnte man ja auch sagen "Cold-War Ehen"!? Oder sehe ich da jetzt etwas völlig falsch?!

Viele Grüße Scaleon

Wolfsrudel89
19.08.2009, 15:42
Hallo spoon27,

bis jetzt hat sich am Termin nichts geändert. Die kleine "IG Area 1" freut sich über jeden, der an dieser Runde teilnehmen möchte.

Gruß
Sniper

Hallo,

Bin dann am Sonntag auch dabei!

Gruss Manuel

spoon27
19.08.2009, 23:22
The 41st maintains two storage depots, one in Weilerbach, near Kaiserslautern, and one in Fischbach (near the French border) where large reserves of Pershing, Improved Hawk and Nike Hercules missile systems are stored and maintained.

While supporting the 32nd Army Air Defense Command (AADCOM), the 56th Field Artillery Brigade, the VII U.S. Corps and various NATO units with special ammunition, repair parts and maintenance, life for the soldiers assigned to the 197th continues

Fischbach Army Depot
A large portion of the battalion's assigned strength is based at the Fischbach Army Depot, a stone's throw away from the French border, about a half hour drive south of Muenchweiler.

One of the largest depots in Germany, covering more than 1,600 acres of land, Fischbach prides itself on its modern facilities and ideal settings.

Fischbach is home for two units of the 197th Ord. Bn. They are the 64th Ordnance Company and the 165th MP Company.

In all, Fischbach's population numbers between 500 and 600 people, according to newly installed Depot Commander, Capt. John Blackburn.

The 64th Ord. Co., says Blackburn, who also is in command of that unit, too, is made up pimarily of ammunition handlers and truck drivers who take charge of the 40 five-ton S & T Tractor Trailer rigs that are part of the 64th's mobile inventory.

In addition, the 64th also has an assembly platoon, ammunition maintenance platoon along with mechanics and a large signal section.

The 64th headquarters section employs the services of armorers, maintenance storage specialists, administrative soldiers and dining facility membersProjects underway
With all this activity, Blackburn readily points out that several Depot improvement projects are currently going on within the compound.

Presently all the on-depot living quarters have been completely renovated with exception of the women's billets. Plans for that building's total overhaul has already been included in the FY '82 maintenance budget. Also in the planning stages is a $150,000 rejuvenation project of the 64th's motorpool facilities, which, says Blackburn, "is long overdue."

Also underway is a rebuilding of the gymnasium at Fischbach. With a price tag set at $750,000, the new athletic center will include two new racquetball courts, showers and locker rooms for both men and women.

Because it's also part of the Pirmasens Military Community, a shuttle bus service is provided to and from Fischbach daily. The Depot also offers an education center, post exchange, chapel (under the direction of Chap. (Capt.) Larry Call), movie theater and a small but well-stocked commissary.

Fischbach also sports a two-lane bowling alley which surprisingly sees quite a bit of use. Currently bowling leagues are scheduled throughout the week to satisfy the dedicated keggler.

Fischbach also hosts a focal point for persons, both military and dependent, who are sick and may need to go to the nearby hospital at Muenchweiler. Depot aid station medic, Sp5 Vincent Maggio, is the man to see if you are ill. Maggio, a certified Emergency Medical Technician (EMT) has recently been given the nod by the Muenchweiler hospital to act as a screening agent at the Depot. With this title comes the responsibility of examining persons to determine if visits to the hospital are necessary. If they are not critical, Maggio can offer mild medication and an appointment to the hospital can be made for a later date.

Housing for persons living off-depot is possible, says Blackburn, depending on what people are able to afford. A liaison for the Pirmasens Community Housing Referral Office (HRO) makes visits to Fischbach three times each week, escorting prospective tenants to potential German renters.

The soldiers in Fischbach never cease to distinguish themselves, either by winning sports teams competitions or by having exceptional persons assigned to the Depot.

In fact, two soldiers from the 165th MP Co. earlier this year became the first husband and wife team to gain entrance into the prestigious Sergeant Morales Club. The two, Sgts Claude and Nancy Michel, credit the fine NCO development program within their unit in helping them achieve the honor.


Without a doubt, the pride of the entire Depot is found in that building where the elite meet to eat - the Fischbach dining facility.

The dining hall there has undergone some radical and at the same time noticeable changes.

SSgt. Wilfredo Cruz-Rios, Fischbach dining facility manager, recently took over the job after spending almost a year at the dining hall as its assistant manager. Now in total control, Cruz-Rios, a food specialist for his entire Army career, spanning almost nine years, has proceeded to make physical changes in the facility with the plan of making the visitor to his dining hall a happy one.

The Fischbach dining hall has 14 persons assigned to it. Six are cooks from the 165th MP Co., and the rest are part of the 64th Ord.

Averaging more than 200 persons per meal, the dining hall at Fischbach serves meals four times a day including a midnight chow call for shift workers.

Along with new cooking and serving utensils, the dining facility also has a brighter look about it with fresh paint on the walls, modern booth-like eating areas and even fresh flowers brought in daily on a volunteer basis by the civilian KPs working in the dining hall.

Specialty nights are also part of the
monthly menu at the Fischbach Depot. And there are plans for upcoming "Cook's Days
Off" where officers of the Depot will prepare and serve the meals.
"The Army dining facility is the place where morale can be built up or brought down. If a soldier comes in here and has a
good meal in a pleasant surrounding he will go back to his duty and do a better job," facility manager Cruz-Rios firmly believes.
Siegelsbach Army Depot

rubeck1
21.08.2009, 21:30
Hallo Leute,
kann mir mal jemand eine Info geben: bei Leimen, am "Rehberg" oder so ähnlich, soll es ein Depot welcher Art auch immer gegeben haben. Wo ist das genau und was war das? Ist davon noch was zu sehen?
Firefighter, der Allwissende, könntest Du mal Dein Wissen kundtun (kann Dich leider am Sonntag nicht selbst fragen, da ich verhindert bin)?
Danke schon im Voraus.

dipl-ing
22.08.2009, 09:39
clausen - Google Maps (http://maps.google.de/maps?f=q&source=s_q&hl=de&geocode=&q=clausen&sll=49.348953,8.689423&sspn=0.097179,0.264187&g=leimen&ie=UTF8&ll=49.271515,7.735662&spn=0.012167,0.033023&t=h&z=16)

Rex Danny
22.08.2009, 14:32
clausen - Google Maps (http://maps.google.de/maps?f=q&source=s_q&hl=de&geocode=&q=clausen&sll=49.348953,8.689423&sspn=0.097179,0.264187&g=leimen&ie=UTF8&ll=49.271515,7.735662&spn=0.012167,0.033023&t=h&z=16)

Hallo, Dipl-Ing !

Das von Dir auf Google Maps angegebene Depot ist das PSP A67 Leimen, ein reines Munitionsdepot der US-Streitkräfte, welches 1993 geschlossen wurde.

Das Sonderwaffendepot Clausen (NATO-Site 59) lag 1,5 Kilometer südwestlich vom PSP A67 und wurde 1990/ 1991 geschlossen.

Grüße,


Rex Danny