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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kernwaffen in Büchel



kitzewiesel
16.02.2008, 23:04
Wusstet Ihr schon, das sich auf dem Fliegerhorst Büchel, auf dem das
deutsche Jagdbombergeschwader 33 stationiert ist, noch heute US-Atomwaffen befinden?

GerryH
16.02.2008, 23:31
Nee,
ist ja ein Ding!!

Matthias49
17.02.2008, 08:15
Welches Büchel??
56823 oder 99638?

emu
17.02.2008, 10:21
Ersteres wohl..

Firefighter
17.02.2008, 11:17
Ja, das ist allgemein bekannt. Diese Nuklearwaffen, übrigens B-61 gehören zur Nuklearen Teilhabe der NATO-Staaten und werden von der US Army verwaltet und auch bewacht.

Auf der Ramstein AB lagerten auch B-61, aber diese sind wohl mittlerweile wieder zurückgegangen in die USA, wobei dies nicht öffentlich zugegeben und auch nicht dementiert wurde.

Gruß, Sebi

Geograph
21.06.2008, 10:50
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► http://www.cold-war.de/showthread.php?t=673 …:eek:


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Geograph
22.06.2008, 13:14
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► http://www.welt.de/politik/article2127983/Gefahr_durch_US-Atomwaffen_in_Europa.html …:eek:


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moon
07.07.2008, 18:52
Wieso werden die Atomwaffen eigentlich in Büchel gelagert? Der US Luftstützpunkt Spangdahlem ist doch fast um die Ecke.

Firefighter
07.07.2008, 19:29
Liegt ganz einfach dadrann das in Büchel die Infrastruktur vorhanden ist, in Spangdahlem jedoch nicht. Im Kalten Krieg lagerten die Atomwaffen ja in extra Sonderwaffenlagern auf der Airbase, das gab es soweit ich weiß auch in Spangdahlem.

Heut zu Tage ist das nicht mehr der Fall, da lagern die Atomwaffen im QRA-Bereich der sowieso abgesichert ist. Zusätzlich sind diese in sogenannten "Vaults" untergebracht. Diese sind in den gehärteten Flugzeugsheltern untergebracht und normal im Boden versenkt.

Geograph
30.08.2008, 23:32
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Aktueller Bericht in der »Frankfurter Runschau« (FR-online.de; 30.08.2008; 23:00 Uhr):



"Friedensbewegung
Protest gegen Atomwaffen in Büchel


Büchel (dpa) – »Im Irak gesucht, in Büchel gefunden: atomare Massenvernichtungswaffen.« Mit solchen und ähnlichen Plakaten haben etwa 2000 Menschen in Büchel im nördlichen Rheinland-Pfalz gegen die amerikanischen Atomwaffen protestiert, die dort wahrscheinlich in einem Fliegerhorst der Bundeswehr lagern.

Friedlich zogen die Menschen zu einem Gelände am Haupttor des Lagers und forderten dort bei Kundgebungen den Abzug und die Vernichtung der Waffen. 24 Menschen wurden festgenommen, weil sie laut Polizei den Zaun zum Gelände überwanden oder dieses vorhatten. Nach Angaben der Veranstalter, mehrerer Friedensinitiativen, war es die größte Demonstration, die es bislang am Fliegerhorst gab.

Der Friedensaktivist und Psychoanalytiker Horst-Eberhard Richter, der schon die großen Friedensdemonstrationen in den Achtzigerjahren erlebt hat, zeigte sich dennoch etwas enttäuscht – auch, weil keine prominenten Politiker an der Demonstration teilnahmen. Der Bombenabwurf über Hiroshima 1945 sei anscheinend nicht mehr präsent: »Das muss wieder stärker in das Bewusstsein der Menschen kommen.«


»Friedensbewegung muss aufgeweckt werden«

Elke Koller, die im Initiativkreis Büchel seit Jahren für den Abzug der Atombomben eintritt, glaubt, dass die »allgemeine Bequemlichkeit« der Menschen eine Rolle spielt. »Es geht ihnen gut.« Anscheinend müsse die Friedensbewegung erst wieder »aufgeweckt« werden. Vielen Bürgern sei vermutlich gar nicht bewusst, dass noch Atomwaffen in Deutschland lagern, meinte Koller. Schließlich bestätigt dies auch keine offizielle Stelle.

Fachleute wie der Friedensforscher Otfried Nassauer sehen jedoch indirekte Beweise, dass Büchel heute noch Atomwaffenstandort – der einzige in Deutschland – ist. So sei dort eine amerikanische Spezialeinheit für Atomwaffen stationiert. Haushaltsunterlagen des amerikanischen Kongresses belegten, dass in die Flugzeug-Schutzbauten Magazine für Atomwaffen eingebaut worden seien. Büchel stehe auf der Liste der Standorte, die von amerikanischen Fachleuten für Nuklearwaffensicherheit besucht werden.


Kritischer Soldat fordert im Ernstfall Befehlsverweigerung

Gerade die Einwohner in Büchel und Umgebung sind zurückhaltend mit Protesten. Während die Demonstranten mit fliegenden Fahnen am Zaun des Fliegerhorstes vorbeizogen, wendeten heimische Bauern äußerlich unbeeindruckt ihr Heu. Nach Angaben von Elke Koller sind viele Menschen aus der Eifel im und am Fliegerhorst beschäftigt. Sie selbst sei deshalb früher körperlich bedroht worden, als sie Flugblätter gegen die amerikanischen Atomwaffen verteilt habe. »Mittlerweile hat sich das etwas gelegt«, sagte sie. Die Menschen äußerten zwar manchmal hinter vorgehaltener Hand Kritik an den Waffen, hielten sich jedoch öffentlich zurück, sagte die 65 Jahre alte Apothekerin.

Rocksängerin Nina Hagen mahnte in gewohnt schriller Manier, das atomare Wettrüsten müsse zu einem »Friedensrennen« umgewandelt werden. Auch dürften die Menschen materiellen Dingen nicht zu viel Wert zumessen. »Mir kann ein Ziegelstein auf den Kopf fallen, dann hab' ich morgen von meinem goldenen Wasserhahn nix mehr.«

Jürgen Rose, Vertreter des »Darmstädter Signals«, einer Vereinigung kritischer Bundeswehrsoldaten, forderte seine Kameraden sogar auf, im Ernstfall den Befehl zu verweigern. Für alle Soldaten, die sich an der nuklearen Massenvernichtung beteiligen, gälten die Worte des Publizisten Kurt Tucholsky: »Diese Soldaten sind Mörder.«"

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► Quelle: http://www.fr-online.de/top_news/1586746_Protest-gegen-Atomwaffen-in-Buechel.html [30.08.2008; 23:00 Uhr]

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KalleG
05.12.2008, 02:17
Hey Leute!
Ich war 2002 beim JaBoG33 in Büchel stationiert und es ist wirklich kein Geheimnis, daß sich dort A-Waffen befinden.Die ganze Kaserne ist bewacht wie eine Festung und jeder, der dort stationiert ist, weiss natürlich ein bischen mehr als die Anderen und deshalb gibt es die schönsten Legenden dort:)

rubeck1
21.08.2009, 21:40
Das mit der Befehlsverweigerung ist übrigens nicht neu:
Altbundeskanzler Helmut Schmidt (der, der immer an einer Zigarette nuckelt) soll gesagt haben, er werde im Zweifelsfall den deutschen Soldaten seinen letzten Befehl erteilen, der auf Verweigerung des Einsatzbefehls der A-Waffen lauten würde.
Und der ehemalige Verteidigungsminister Franz-Josef Strauß soll sogar gesagt haben, er würde befehlen, die Amis in den SW-Lagern im Zweifel zu überwältigen!
Ob diese Aussagen wahr sind, kann ich nicht sagen, aber sie zeigen, dass man auch in den innersten Entscheidungszirkeln sehr wachsam war und sich der verheerenden Konsequenzen der irren Erst-, Zweitschlags- und dann nur noch Verreckenskapazitäten in Ost und West sehr wohl bewusst war.
Wer Wolfgang Dorns Buch über "Fallex 66" mal gelesen hat, weiß, wie es damals bestellt war um unser Land... (Wolfgang Dorn, "So heiß war der Kalte Krieg"; sehr zu empfehlen!).

Scaleon
21.08.2009, 22:31
Das mit der Befehlsverweigerung ist übrigens nicht neu: Altbundeskanzler Helmut Schmidt (der, der immer an einer Zigarette nuckelt) soll gesagt haben, er werde im Zweifelsfall den deutschen Soldaten seinen letzten Befehl erteilen, der auf Verweigerung des Einsatzbefehls der A-Waffen lauten würde. Und der ehemalige Verteidigungsminister Franz-Josef Strauß soll sogar gesagt haben, er würde befehlen, die Amis in den SW- Lagern im Zweifel zu überwältigen! Ob diese Aussagen wahr sind, kann ich nicht sagen, aber sie zeigen, dass man auch in den innersten Entscheidungs-zirkeln sehr wachsam war und sich der verheerenden Konsequenzen der irren Erst-, Zweitschlags- und dann nur noch Verreckenskapazitäten in Ost und West sehr wohl bewusst war....

Hallo "rubeck1"!

Was der Alt Bundeskanzler S. gesagt hat oder nicht, weiß ich nicht... Was ich aber definitiv weiß ist das, was ich 1969/70 auf einer süddeutschen F-104G Nuklear QRA als 1. Flugzeugwart selbst erlebt habe. Und dort, auf der QRA war das Wort „Befehlsverweigerung“, ja selbst der Gedanke völlig und total unbekannt.

„Befehlsverweigerung“ von was, für was, vor wem??? "Befehlsverweigerung" bei den Amis? Die waren allgegenwärtig und hatten das absolute, wdh das absolute Sagen auf QRA. Ohne deren o.k. haben wir Deutschen noch nicht einmal einen Pups gelassen. Eine Hand voll deutscher 1.Flugzeugwarte und Piloten rannten wir da rum; der Rest, nein der weit überwiegende Teil auf QRA waren aber die super-freundlichen und aufs äusserste zuvorkommenden Amis von der MUNNS.

Auf QRA gab es eh keine klasssischen, und schon gar nicht deutsche „Befehle“; vielmehr „Orders“, bzw „Anordnungen“. Oder glaubt hier etwa tatsächlich jemand im Ernst, ein deutscher Offizier hätte jemals einen Nuklearangriff befehlen können??? In 100 Jahren nicht!!! Eher hätte der Papst ne Nonne geheiratet. Wo es aber keine Befehle gibt, können solche ja wohl auch nicht „verweigert“ werden!

Fazit: Null, weniger als Null hatten wir Deutsche auf Nuklear QRA zu melden. Und unsere deutschen Offiziere? Tja, ausser den wenigen Piloten waren deutsche Offiziere rar, sehr rar auf QRA. War denen tatsächlich wohl selbst oberpeinlich, nur unter der Aufsicht der MUNNS und wie die kleinen Bubis über die QRA schleichen zu dürfen.

Viele Grüße! Scaleon

Jungbluth
06.09.2012, 08:11
Berlin ist offenbar der NATO gegenüber mit einer wichtigen außenpolitischen Forderung eingeknickt: Die schwarz-gelbe Bundesregierung habe sich damit einverstanden erklärt, dass die amerikanischen Atomwaffen im Land bleiben, berichtet die "Berliner Zeitung" unter Berufung auf Militärexperten.

Der Zeitung zufolge sollen die Atomwaffen sogar mit Milliarden-Aufwand modernisiert werden. Zudem wolle die Bundeswehr etwa 250 Millionen Euro ausgeben, um ihre Tornado-Kampfflugzeuge, von denen die US-Atombomben im Kriegsfall abgeworfen werden sollen, noch bis zum Jahr 2024 einsatzfähig zu halten.

Ein Sprecher des Außenministeriums sagte, die Bundesregierung setzte sich unverändert für Fortschritte beim Abbau und Abzug sogenannter sub-strategischer Atomwaffen ein. Das Ministerium sei mit den Fortschritten bei dem Thema "nicht hundertprozentig zufrieden", es sei aber "auf dem Weg zur Erreichung des Ziels ein gutes Stück vorangekommen".

Der FDP-Politiker hatte bereits im Wahlkampf zur Bundestagswahl 2009 wiederholt den Abzug der nuklearen US-Sprengköpfe aus Deutschland gefordert und sie als "Überbleibsel des Kalten Krieges" bezeichnet. Das Ziel ist im schwarz-gelben Koalitionsvertrag verankert, auch der Bundestag unterstützte diese Absicht im März 2010 parteiübergreifend mit breiter Mehrheit. US-Präsident Barack Obama hatte zudem mit seiner Forderung nach einer atomwaffenfreien Welt Hoffnungen auf einen tatsächlichen Abzug geschürt.

Linke: Regierung vertuscht Neustationierung

In Büchel in der Eifel sollen die letzten US-Atomwaffen lagern (Quelle: Stepmap)Auch die Linke warf der Bundesregierung vor, mit ihrer Abrüstungspolitik komplett gescheitert zu sein. "Es ist ein Versagen von Außenminister Guido Westerwelle auf der ganzen Linie", sagte Parteivize Jan van Aken. Aus Sicht des Linke-Politikers arbeitet Schwarz-Gelb mit einem Etikettenschwindel.

"Es handelt sich nicht um eine Modernisierung, sondern um eine Neustationierung", sagte van Aken und verwies darauf, dass die Sprengkraft dieser Waffen nach der Modernisierung künftig je nach militärischem Bedarf verändert werden könnten - von der kleinen Gefechtsfeld-Bombe bis zur großen Kernwaffe. Das sei bisher so nicht möglich gewesen.

Das Verteidigungsministerium wies nach Bekanntwerden des Berichts darauf hin, dass die Bundeswehr auch über das Jahr 2025 hinaus 85 Tornado-Kampfjets behalten wolle. "Ein Datum für die Außerdienststellung ist noch nicht vorgesehen", sagte ein Sprecher. Keine Informationen gab es darüber, ob und wieviele Tornados für die Beteiligung Deutschlands an der nuklearen Abschreckung der NATO vorgehalten werden.

Keine offiziellen Zahlen
Bis vor wenigen Jahren waren in fünf europäischen Nato-Ländern - darunter auch Deutschland - insgesamt rund 200 taktische US-Atomwaffen stationiert. Das wurde allerdings nie offiziell bestätigt. Atomwaffengegner gehen davon aus, dass immer noch zehn bis 20 amerikanische Nuklear-Sprengköpfe auf dem Fliegerhorst Büchel in Rheinland-Pfalz gelagert sind.

Die internationale Gemeinschaft versucht seit Jahrzehnten, eine nukleare Aufrüstung zu verhindern. Der von rund 200 Staaten unterzeichnete Atomwaffensperrvertrag gilt dabei als wichtigstes Abkommen. Der Vertrag verbietet den fünf offiziellen Atommächten USA, Russland, Großbritannien, Frankreich und China, Nuklearwaffen und die dafür notwendige Technologie an andere Länder weiterzugeben.

Allen anderen beigetretenen Ländern wie der Bundesrepublik ist es untersagt, Atomwaffen zu erwerben, zu entwickeln und zu besitzen. Neben den fünf offiziellen Atommächten gelten auch Indien, Pakistan, Israel und Nordkorea als Besitzer nuklearer Sprengköpfe. Der Iran wird verdächtigt, solche Waffen herzustellen.

Die genaue Zahl der Atomsprengköpfe ist nicht bekannt. Nach Schätzung der Federation of American Scientists (FAS) sind es weltweit rund 19.000, von denen 4400 einsatzbereit sind. Das FAS und das Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri nennen folgende Länderzahlen: Russland 10.000 bis 11.000, USA 8000, Frankreich 300, China 240, Großbritannien 225, Pakistan 90 bis 110, Indien 80 bis 100, Israel 80 und Nordkorea weniger als zehn.

Rex Danny
06.09.2012, 13:37
Hallo, Jungbluth !

Wenn Du schon etwas unkommentiert kopierst und hier einstellst, solltest Du wenigstens die Quelle benennen.

Also bitte noch einen Nachtrag erstellen mit der Quelle und alles ist gut. Wenn dies nicht bis heute Abend geschehen sollte, werde ich den Post löschen.

Grüße


Rex Danny

vladdes
06.09.2012, 14:49
Sub-strategisch...? Könnte man auch taktisch nennen wie früher.
Der Herr van Aken ist bestenfalls sehr schlecht informiert, wenn er behauptet, dass die Sprengkraft bei älteren Bomben nicht variierbar war. Das ist schon seit vielen Jahrzehnten auch bei den in Deutschland bzw. Europa stationierten Bomben möglich gewesen. Neu sind lediglich bunkerbrechende, sowie GPS-gesteuerte Varianten, wobei die Bunkerbrechende nur für die B-2 gedacht ist. Die Variante die neu stationiert werden soll wäre die GPS-gesteuerte B-61 Mod-12.

Rex Danny
08.09.2012, 18:44
Wie bereits angekündigt, wurde der Post #14 gelöscht.

Grüße


Rex Danny

kato
09.09.2012, 19:37
Sub-strategisch...? Könnte man auch taktisch nennen wie früher.
Früher nannte man diese Einsatzkategorie "taktisch-strategisch". Die B61 wird nicht wie ein taktischer Nuklearsprengkörper an der FEBA (forward edge of battle) eingesetzt, hierfür waren traditionell primär die artilleriegestützten Nuklearsysteme vorgesehen. Gleichzeitig ist die B61 nur eingeschränkt wie ein strategischer Nuklearsprengkörper für gezielte Angriffe auf gegnerische Hochwertflächenziele in der Tiefe des Raums verwendbar - aufgrund der begrenzten Möglichkeiten des Trägersystems.

Also substrategisch. Oder taktisch-strategisch. Einsatz im Bereich dazwischen.

Jungbluth
10.09.2012, 08:22
Bitte schön dein Quellenachweis.
http://nachrichten.t-online.de/us-atomwaffen-bleiben-offenbar-doch-in-deutschland/id_59291050/index

Jetzt kannst du dich wieder hinlegen und vom Weltfrieden träumen, das war mein letzter Besuch in diesem Forum.

Rex Danny
10.09.2012, 10:12
Na wie schön. In 6 Jahren 4 bzw. 5 Postings geschrieben. Das ist dann auch kein Verlust.

Übrigens wäre Dein Beitrag in anderen Foren ohne Vorwarnung und Fristsetzung bei fehlender Quellenangabe gelöscht worden.

Irgendwie habe ich den Eindruck, daß wir gerade eine kleine "Mimose" verloren haben.

Und für alle anderen ist ab sofort der Beitrag von Jungbluth wegen nachgereichter Quellenangaben wieder lesbar.

Grüße


Rex Danny

vladdes
10.09.2012, 22:48
Früher nannte man diese Einsatzkategorie "taktisch-strategisch". Die B61 wird nicht wie ein taktischer Nuklearsprengkörper an der FEBA (forward edge of battle) eingesetzt, hierfür waren traditionell primär die artilleriegestützten Nuklearsysteme vorgesehen. Gleichzeitig ist die B61 nur eingeschränkt wie ein strategischer Nuklearsprengkörper für gezielte Angriffe auf gegnerische Hochwertflächenziele in der Tiefe des Raums verwendbar - aufgrund der begrenzten Möglichkeiten des Trägersystems.

Also substrategisch. Oder taktisch-strategisch. Einsatz im Bereich dazwischen.

B-61 sind eigentlich (bis auf Mod-7) gar nicht strategisch einsetzbar. Das Einsatzkonzept ist mir klar, auch dass B-61 nicht in der Nähe der eigenen Truppen eingesetzt werden sollten. Allerdings wurden die Einsatzmöglichkeiten der B-61 in den Dokumenten die ich gelesen habe immer als taktisch und nicht sub-strategisch oder taktisch-strategisch bezeichnet (z.b. Follow-on Forces Attack). Der Einsatz den du als für die Artillerie beschreibst findet aber doch auf der operativen Ebene statt, auch wenn es den Begriff operative Atomwaffen nicht gibt und das Ausmass der Sprengwirkung dann eher dem taktischen Bereich zuzuordnen ist. Oder täusche ich mich da? Von Bodentruppen habe ich nicht so die Ahnung, könnte es sein, dass die eine andere Einteilung haben als die Luftwaffe?
Generell scheint eine Definition von taktischen versus strategischen Atomwaffen, abgesehen von der Sprengkraft nicht wirklich verbreitet zu sein.
Edit: Auch auf Wikipedia ist die Einteilung so wie ich sie kenne. Die sub-strategische Nutzung ist dort als Einsatz mit der kleinsten wählbaren Sprenkraft und/oder als kleine Anzahl von Angriffen mit höherer Sprengkraft definiert.