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Dragoner
19.03.2008, 16:00
Weiß jemand näheres zum Führungsbunker der Bundesmarine (Kriegshauptquartier des Führungsstabs der Marine) in Gerolstein?

GerryH
19.03.2008, 17:03
Ist jetzt ein Scherz, oder gabs das wirklich?
Vielleicht berittene Gebirgsmarine, oder so

Dragoner
19.03.2008, 17:38
Na sicher. Das Flottenkommando saß in Glücksburg-Meierwik im Marinehauptquartier (Bunkeranlage) und der Führungsstab der Marine mit dem Inspekteur der Marine als Teil des BMVg in Bonn. Wenn's krachte, sollten die wohl nach Gerolstein.

GerryH
19.03.2008, 23:03
War ich jetzt Dumm, oder raff ich das immer noch nicht?

Dragoner
19.03.2008, 23:33
Also wie oft denn noch: In Gerolstein befand sich der Bunker des Führungsstabes der Marine. Praktischerweise war damals zwecks Führungsverbindungen auch das Fernmeldebataillon 930 des Fernmeldekommandos 900 in Gerolstein stationiert (heute ist daraus das Führungsunterstützungsbataillon ...äh 281 glaube ich... geworden).

Was ist daran so verwunderlich? Die konnten doch im Ernstfall nicht von der Hardthöhe mal ein paar Flugstunden lang ans Meer pendeln, nur weil sie zur Marine gehörten, also bauten sie sich was Hübsches in der Eifel und bekamen von der Obersten Bundeswehrführung ein paar Fermelder abgestellt, damit sie aus Glücksburg auf dem Laufenden gehalten werden konnten, wie's denn so läuft mit der Seeschlacht in der Ostsee und den polnisch-sowjetisch-DDR-deutschen Landungstruppen oben im Schleswig-Holsteinischen.

Apropos: Weiß wer, was mit dem Führungsbunker in Glücksburg-Meierwik ist? Sitzt das Flottenkommando da noch immer drin oder sind die nach Berlin übersiedelt?

Geograph
20.03.2008, 22:38
In einer 1989 erschienenen Standortbroschüre kann man u.a. dies entnehmen:

1964 wurde die Eifel-Kaserne in Gerolstein-Lissingen übergeben.

Ende 1989 war das Fernmeldebataillon 930 stationiert.

Aufgabe der 2./FmBtl 930 (als sogenannte Fernschreib- und Fernsprechkompanie) war die Herstellung und Betreiben von Fernmeldeverbindungen für die oberste Bundeswehrführung, u.a. für den Führungsstab der Marine.

Innerhalb der Eifel-Kaserne war die Fernmeldezentrale 950 untergebracht; des Weiteren eine Fernmelde-Geräteeinheit (»Fernmeldezentrum 903«).

Als Fernmeldeausbildungsstandort spielte die Eifel-Kaserne eine große Rolle. Dem Fernmeldebataillon 930 war die Fernmeldeausbildungskompanie 931 unterstellt. Daneben existierten u.a. Fernmeldeausbildungskompanien für die 5. Panzerdivision, die 12. Panzerdivision, für die Luftlandebrigade 26. Das Nachschubausbildungszentrum 8/4 bildete Soldaten im Rahmen des WHNS-Vertrages Reservisten der deutsche WHNS-Truppenteile aus.

Die ehemalige Standortverwaltung und das einstige Verteidigungskreiskommando 422 in Gerolstein waren für die Landkreise Bitburg-Prüm und Daun – jetzt »Vulkaneifel«) zuständig. Das VKK 422 verfügte über vier Heimatschutzkompanien (4221, 4222, 4223, 4224 – Mobilmachungsstützpunkt Naurath), vier Sicherungszüge (4422/1, 4422/2, 4422/3 – Gerolstein; 7422 – Naurath) und ein Wehrleit- und Ersatzbataillon (853 – Naurath).


Also wie oft denn noch: In Gerolstein befand sich der Bunker des Führungsstabes der Marine. … also bauten sie sich was Hübsches in der Eifel …

Und wo befand sich nun dieser Bunker des Führungsstabes der Marine?

Luftbild der Eifel-Kaserne: http://maps.google.de/maps?f=q&hl=de&geocode=&q=Gerolstein-Lissingen&sll=50.221429,6.656449&sspn=0.002897,0.008658&ie=UTF8&ll=50.206736,6.615872&spn=0.005795,0.017316&t=k&z=16&iwloc=addr

.

Dragoner
20.03.2008, 22:57
Ja wenn ich das wüsste! Es gab ihn jedenfalls, aber es gibt keine klaren Quellen. Erwähnt ist er im Militarisierungsatlas, dem allerdings nicht immer zu trauen ist. Ich fand z.B. diesen Beitrag in einem Forum:

Als ehemaliger Stabsunteroffizier der Führungstruppen des Fernmelde-kommandos 900, das direkt der Bonner Hardthöhe unterstellt war, habe ich so manche Woche in Atombunkern in Mayen (Bundestag) oder Gerolstein (Führungsstab der Marine) sowie den Stäben der Luftwaffe, des BND (Bundes Nachrichten Dienst), des DLBVFR (Deutscher Logistischer Bevöllmächtigter für Frankreich) oder des Nato-Hauptquartiers SHAPE (Brüssel) durchlebt.

Hier der link dahin: http://www.allmystery.de/themen/pr15862

Meines Wissens gab es im Raum Gerolstein etliche Bunker aus dem 2. WK, möglicherweise wurde einer davon durch die BW nachgenutzt, was weiß ich. Der Bunker muss ja nicht unbedingt direkt im Bereich der Kasernenanlage gelegen sein.

Geograph
20.03.2008, 23:38
Habe was gefunden – vielleicht hilft es weiter …

Anfang 2003 gab es im Kylltal ein Hochwasser, von dem auch die Bundeswehr betroffen war:

"In den anderen Orten wird primär auf den Schutz durch Sandsäcke gesetzt. Die sind auch reichlich vorhanden, denn die Bundeswehr stellt etliche Dutzend bereits gefüllte Säcke zur Verfügung. Krämer: »Dafür haben wir ihnen mit einer Pumpe ausgeholfen, da im Bunker die Hauptschaltzentrale vom Wasser bedroht war.«"
(Quelle: http://www.birresborn.com/de/news.asp?ID_CATEGORY=6&ID_NEWS=190&OFFSET=7).

In welchem Ort sich der betroffenen Bunker befindet, bleibt unklar: Birresborn, Mürlenbach oder Densborn …. Vielleicht ist es auch ein anderer Bunker gemeint.

»Hauptschaltzetrale« klingt aber sehr interessant und die genannten Orte befinden sich in unmittelbarer Nähe zur Eifel-Kaserne …
.

Teefix
21.03.2008, 10:36
@ Dragoner: Meines Wissens ist das Flottenkommando noch immer in Glücksburg.

Dragoner
21.03.2008, 10:58
Danke, Teefix und Geograph. Tja, die Anhaltspunkte mehren sich. Irgendwie verwunderlich, dass darüber so wenig bekannt zu sein scheint. Frage mich, wer heute die Anlage nutzt, wenn da zumindest 2003 noch Betrieb war. Die Marine wohl kaum.

Ich habe in allen möglichen Unterlagen nachgesehen, aber auch für 1989 und davor keinen Hinweis darauf gefunden, wer denn nun den Bunker ganz praktisch operativ betrieben haben könnte. Aus der Struktur des Führungsstabes der Marine geht nichts hervor. Muss mal sehen, ob sich irgendwo sonst im BMVg von damals was findet oder bei einer nachgeordneten Einheit der obersten BW-Führung.

Dragoner
21.03.2008, 13:22
Nein. Absolut nix.

Dragoner
10.05.2008, 12:14
Nachfrage an Geograph: Du erwähnst eine Fernmeldezentrale 950 und ein Fernmeldezentrum 930 (GerE). Geht aus Deinen Unterlagen hervor, wem genau die unterstellt waren?

Geograph
10.05.2008, 22:11
Geht aus Deinen Unterlagen hervor, wem genau die unterstellt waren?

Negativ ……:(

.

Dragoner
11.05.2008, 12:39
Könntest Du die Passage(n), in denen die Fernmeldezentrale 950 und das Fernmeldezentrum 903 (nicht 930, da hab ich mich wohl vertippt) erwähnt werden, zitieren? Damit ich dén Zusammenhang sehe, vielleicht bringt mich das weiter. Oder sind die da einfach nur aufgelistet?

Geograph
12.05.2008, 13:47
Oder sind die da einfach nur aufgelistet?

Leider ja ……:(

Weitere Anhaltspunkte kann ich auch nicht finden.


.

Geograph
12.05.2008, 13:57
Bei »y-treff.de« (http://y-treff.de/suche.php?Einheit=1&Kaserne=Eifel%20Kaserne&PLZ=54568&Ort=Gerolstein&Bundesland=Rheinland-Pfalz&SID=138f2d7b67de599c45a4022322c413d2&SID=138f2d7b67de599c45a4022322c413d2) werden z. Zt. für die Eifel-Kaserne Gerolstein-Lissingen bislang folgende Einheiten angegeben:

2. Führungsunterstützungsregiment 40
5. Fernmelderegiment 930
Fernmeldeausbildungskompanie 3 III
Fernmeldeausbildungskompanie 931
Fernmeldebataillon 281
Fernmeldebataillon 930
Fernmelderegiment 930
Führungsunterstützungsbataillon 281
Schwerer Richtfunk

.

Dragoner
12.05.2008, 15:52
Ja das mit den Angaben auf y-treff ist so eine Sache... auch nicht immer verlässlich. Und vor allem: alles andere als vollständig.

Wie auch immer: von den genannten Einheiten in Gerolstein gabs 1989 nur das Fernmeldebataillon 930, die Fernmeldeausbildungskompanie 931 und die Fernmeldeausbildungskompanie 3/III. So viel wusste ich auch schon.

Geograph
12.05.2008, 16:28
Ja das mit den Angaben auf y-treff ist so eine Sache... auch nicht immer verlässlich. Und vor allem: alles andere als vollständig.

… aber zumindest als Diskussionsgrundlage verwendbar. …;)



.

Dragoner
12.05.2008, 20:10
Ich würde sagen: eindeutig ein Fall von schwerem Richtfunk... ;-)

Langsam beschleicht mit der Verdacht, die Urheber deutscher Militärterminologie sind heimliche Satiriker.

Geograph
12.05.2008, 20:21
Ich würde sagen: eindeutig ein Fall von schwerem Richtfunk... ;-)
Naja, so ein Bunker wiegt schon etwas … :D


Neue Erkenntnisse?

.

Dragoner
12.05.2008, 21:52
Leider nein. Hab einen Verdacht, will aber nicht spekulieren. Kommt Zeit, kommt Bunker zutage.

Dragoner
12.07.2008, 09:11
Neue Erkenntnisse zum Standort Gerolstein. Wird ja immer interessanter. Also, da gabs 1989 folgende Einheiten:

Stab/Stabskompanie Kommandant Hauptquartier BMVg I (GerE)
Stab/Stabskompanie Kommandant Hauptquartier BMVg III (GerE)
Fernmeldebataillon 930
Fernmeldezentrum 903 (GerE)
Fernmeldezentrale 950
4./ABC-Abwehrbataillon 900 (GerE)
Fernmeldeausbildungskompanie 931
Fernmeldeausbildungskompanie 3/III
Nachschubausbildungszentrum 8/4
Sanitätszentrum 403
Stab/Stabskompanie VKK 422
Infrastruktur- und Bauinstandsetzungsgruppe 7422
Sicherungszug 4422/01 (GerE)
Sicherungszug 4422/02 (GerE)
und die Standortverwaltung

Ich nehme doch sehr an, die Herren aus dem BMVg werden sich im Kriegsfall keine schöne Stube in der Kaserne gesucht haben sondern lieber untertage verschwunden sein.

Maddog
20.07.2008, 20:10
liegt, wenn ich mich richtig erinnere, im dem Bereich den ihr bei Google maps im unteren Bereich der Kaserne seht, gegenüber des Sportplatz. Die Gerätehallen, die da drauf stehen enthielten( Enthalten noch?) den Fuhrpark für diese Marine Führungseinheit. Alles große GL LKW mit Kofferaufbauten und Funk/ Büroausstattung.
Ich war 1993 da und habs gesehen. (FmAusbKp 3/III)

Maddog
20.07.2008, 20:13
aber, bevor ichs Vergesse. Das Gebäude links unten im Bild, neben der Kleinkaliber Schießanlage steht auch auf einer größeren, zweigeschossigen Bunkeranlage. Da haben wir mal ne Nacht drin verbracht.

Dragoner
20.07.2008, 20:38
Ha!! Der erste, der überhaupt was weiß von dem Bunker!

Ich weiß davon aus einer bislang absolut verlässlichen Quelle (kann dort aber nicht mehr nachfragen) und habe dafür bisher aber nur zwei Anhaltspunkte gefunden, einmal im Militarisierungsatlas (der definitiv keine verlässliche Quelle ist) und ein andermal aus einem Posting, das ich irgendwo im web gefunden und hier schon mal erwähnt habe. Aber das war's dann auch bis auf Hinweise von wegen Überschwemmungen in einem Bunker bei Gerolstein.

Besten Dank, ich dachte schon, ich sei hinter einer fata morgana her.

Die Frage ist jetzt allerdings, wer denn da sonst noch saß in Gerolstein, denn inzwischen stellt sich ja heraus, dass es da gleich zwei Stabskompanien Kommandant Hauptquartier BMVg gab... eine für den Führungsstab der Marine, die andere?

Dragoner
20.07.2008, 20:50
liegt, wenn ich mich richtig erinnere, im dem Bereich den ihr bei Google maps im unteren Bereich der Kaserne seht, gegenüber des Sportplatz. Die Gerätehallen, die da drauf stehen enthielten( Enthalten noch?) den Fuhrpark für diese Marine Führungseinheit. Alles große GL LKW mit Kofferaufbauten und Funk/ Büroausstattung.
Ich war 1993 da und habs gesehen. (FmAusbKp 3/III)

Meinst Du die hier?

http://maps.google.de/maps?f=q&hl=de&geocode=&q=gerolstein&ie=UTF8&ll=50.203684,6.614826&spn=0.002743,0.004404&t=h&z=18

Dragoner
20.07.2008, 20:52
aber, bevor ichs Vergesse. Das Gebäude links unten im Bild, neben der Kleinkaliber Schießanlage steht auch auf einer größeren, zweigeschossigen Bunkeranlage. Da haben wir mal ne Nacht drin verbracht.

Meinst Du das?

http://maps.google.de/maps?f=q&hl=de&geocode=&q=gerolstein&ie=UTF8&ll=50.201847,6.61164&spn=0.002744,0.004404&t=h&z=18

Maddog
21.07.2008, 19:42
Das erste Bild passt. Das zweite ist zu weit. Ich meine das dritte Gebäude auf der linken Seite, wenn man zur Wache reinkommt. Die Unterkunftgebäude waren aber, glaube ich, alle zweitgeschossig unterkellert. Die Fahrzeuge, die in den Wellblechgaragen stehen, die im Bild eins am unteren rechten Rand zu erkennen sind, tragen das taktische Zeichen BMVg , mit reichlich X'en ohne Zusatz aber auch BMVg mit Zusatz Marine, also dieser Anker in der Mitte.
Das sind aber z.T ganz schön alte Karren. Diese fetten MAN Langhauber LKW

Dragoner
21.07.2008, 20:46
Die Fahrzeuge ... tragen das taktische Zeichen BMVg , mit reichlich X'en ohne Zusatz aber auch BMVg mit Zusatz Marine, also dieser Anker in der Mitte.
Das sind aber z.T ganz schön alte Karren. Diese fetten MAN Langhauber LKW

Sag ich doch:

Stabskompanie Kommandant Hauptquartier BMVg I (GerEinh)
Stabskompanie Kommandant Hauptquartier BMVg III (GerEinh)

Eine davon Marine, die andere? Ärgerlich, dass uns die Herrschaften nicht den Gefallen getan haben, zu ihren vielen Xen noch zweckdienliche Angaben dranzuhängen.

Mal sehen. Das sind die übrigen derartigen Kompanien:

Zwei gab es in Mayen:
Stabskompanie Kommandant Hauptquartier BMVg II
Stabskompanie Kommandant Hauptquartier BMVg V
Dort waren auch noch folgende für diese Frage eventuell relevanten Einheiten:
Fernmeldebataillon 960
Fernmeldezentrum 901 (GerEinh)
Grundnetzschalt- und Vermittlungsstelle 41 (Mayen-Alzheim)

Und eine in Kastellaun:
Stabskompanie Kommandant Hauptquartier BMVg IV
Wo es u.a. auch noch gab:
Fernmeldekompanie 901
Fernmeldebataillon 920
Fernmeldezentrum 902 (GerEinh)
Fernmeldezentrum 908 (GerEinh)

In Mayen war der Bunker für den Bundestag. Für wen noch? Und in Kastellaun?

Firefighter
21.07.2008, 23:32
Ähm Dragoner, die GSVBw 41 in Mayen hatte bestimmt nix mit dem Bundestag zu tun :-)

Meinst wohl den Ausweichsitz der Verfassungsorgane oder auch "Dienststelle Marienthal" genannt, bei Bad Neuenahr-Ahrweiler

Dragoner
22.07.2008, 00:08
Jetzt werd' ich langsam gaga... Mayen und Bundestag...

Natürlich der AdVB alias "Rosengarten" und natürlich Bad Neuenahr-Ahrweiler und natürlich Bundesregierung und alle anderen Verfassungsorgane (und voim Bundestag nur der Gemeinsame Ausschuss).

Die Grundnetzschalt- und Vermittlungsstelle hab ich nur der Vollständigkeit halber angeführt, mir ist schon klar, dass die nicht zu den Truppen der Obersten Bundeswehrführung gehörten...

Die Frage ist, welche Hauptquartiere es da allerorten gab bei fünf Stabskompanien.
Einmal Marine in Gerolstein, das scheint geklärt.
Einmal Heer in Gerolstein, aber wer bloß?
Zweimal Heer in May... äh... für Bad Neuenahr-Ahrweiler - warum zwei?
Und Kastellaun. Wer?

Die Luftwaffe lasse ich mal außen vor, die hatten ihr Kriegshauptquartier in Mechernich.

vladdes
22.07.2008, 20:24
Also in Kastellaun gibt es keinen Bunker. Das Fernmelderegiment 920 war für die oberste Bundeswehrführung zuständig.
Kleiner Auszug aus der Festschrift zum 40-Jährigen Bestehen der Hunsrückkaserne in Kastellaun:
Am 01.09.1997 wurde die 3. Kompanie des Fernmelderegiment 920 ausser Dienst gestellt.
"Die Entscheidung, dass die 3. Kompanie betroffen ist, resultiert aus der Aufgabe des "Regierungsbunkers" MARIENTHAL."

Dragoner
22.07.2008, 23:11
Das ist ja interessant... Das würde bedeuten, Kastellaun war lediglich der Stationierungsort bzw. Mobilmachungsstützpunkt, aber vorgesehen war der Einsatz in der Dienststelle Marienthal. Demnach wären nicht bloß zwei, sondern sogar drei Stabskompanien Hauptquartier BMVg für die Anlage vorgesehen gewesen. Und womöglich ist ja sogar die aus Gerolstein, die nicht für die Marine zuständig war, noch mit eingerückt. Dann wären es vier. Ziemlich viel für einen Bunker, auch wenn der recht groß war.

Maddog
23.07.2008, 19:51
Nicht zu vergessen das WachBtl, die ja im V Fall die Sicherung im und um den Ausweichsitz im Ahrtal vom BGS übernommen hätten. Das haben die auch geübt wenn ich richtig informiert bin. Jedenfalls erinnerte sich neulich ein altgedienter "Bunkerinsasse" an solche Übungen.

Dragoner
23.07.2008, 20:49
Das Grübeln nimmt kein Ende: Laut Standortbroschüre Gerolstein (übrigens: besten Dank für den Hinweis) vom April 1989 soll die 2./FmBtl 930 die stationären Fernmeldezentralen betrieben haben für:
-Führungsstab der Marine (sic!)
-Inspektion des Sanitätswesens (womit die zweite Stabskompanie Kdt HQ erklärt wäre)
-und jetzt kommt's: Führungsstab der Luftwaffe

Das Kriegshauptquartier der Luftwaffe befand sich aber in Mechernich.

andy
15.08.2008, 21:40
Erstmal schön hier im Forum zu sein. Wenn noch Interesse besteht, kann ich mal jemanden aus meinem Verwandtenkreis fragen, welcher in Gerolstein und auch in Daun in dem Fernmelderegiment tätig war, sowie kurze Zeit in Brüssel und ist jetzt in Koblenz tätig. Unter Umständen kann ich noch div. Standorte von ausgedienten Bunkeranlagen erfahren. Jedoch nur, wenn noch Interesse besteht.

gruss

Geograph
15.08.2008, 21:59
.
Hallo andy!

Herzlich willkommen im »Cold-War-Forum«!…:)




Unter Umständen kann ich noch div. Standorte von ausgedienten Bunkeranlagen erfahren. Jedoch nur, wenn noch Interesse besteht.


… aber immer ……:cool:


.

andy
15.08.2008, 22:10
erstmal danke für das willkommen.

Soweit ich weiß befindet sich in Trier bei der Berufsschule für Sozialwesen noch ein unterirdischer Bunker, der wahrscheinlich ein Atomschutzbunker aus dem kalten Krieg ist. Leider hatte ich damals nicht genug Zeit um mir diesen Bunker genauer anzusehen, da der Hausmeister, der mir das Begehen ermöglichte kaum Zeit hatte und Bilder konnte ich leider auch keine Machen, jedoch kann man sicherlich, wenn man nachfragt eine Besichtigung der Anlage erreichen, sofern eine größere Gruppe ihr Interesse dazu zeigt. Desweiteren ist in Trier noch unter der Pestalozzi-Hauptschule noch einen Bunker unter dem Schulhof, welcher derzeit als Lagerräume für das städtische Theater genutzt würd. Für weiteren Standorten werde ich mich mal noch Umhören.

Geograph
15.08.2008, 22:18
Soweit ich weiß befindet sich in Trier bei der Berufsschule für Sozialwesen noch ein unterirdischer Bunker, der wahrscheinlich ein Atomschutzbunker aus dem kalten Krieg ist. Leider hatte ich damals nicht genug Zeit um mir diesen Bunker genauer anzusehen, da der Hausmeister, der mir das Begehen ermöglichte kaum Zeit hatte und Bilder konnte ich leider auch keine Machen, jedoch kann man sicherlich, wenn man nachfragt eine Besichtigung der Anlage erreichen, sofern eine größere Gruppe ihr Interesse dazu zeigt. Desweiteren ist in Trier noch unter der Pestalozzi-Hauptschule noch einen Bunker unter dem Schulhof, welcher derzeit als Lagerräume für das städtische Theater genutzt würd. Für weiteren Standorten werde ich mich mal noch Umhören.

Vielen Dank für die Hinweise. Da diese Hinweise Zivilschutzanlagen in Trier betreffen, verschiebe ich Deinen Beitrag gleich in einen neuen Thread (»Zivilschutzanlagen in Trier« – damit Dragoner nicht mit seinem ursprünglichen Thema »Gerolstein« durcheinander kommt ……;)

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Dragoner
16.08.2008, 08:19
damit Dragoner nicht mit seinem ursprünglichen Thema »Gerolstein« durcheinander kommt ……;)

.

Ist denn eine Steigerung des Durcheinander noch denkbar? :D

Geograph
16.08.2008, 12:00
Ist denn eine Steigerung des Durcheinander noch denkbar? :D


Alles Taktik ……;)

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Luftlandefernemelder
01.02.2009, 12:40
Hallo Kameraden,
während der Letzten Phase (Januar ´87-dezember ´90) des Kalten Krieges war ich in Kastellaun als Fernschreibunteroffizier eingesetzt.
Über die oben erwähnten Bunkeranlagen kann ich wohl folgende Aussagen treffen:
Erstrangig war ich in Kastellaun in der Fernmeldezentrale eingesetzt. diese bestand aus mehreren Einzelzellen unter verschiedenen Gebäuden. Da war zum beispiel das Fernschreibzentrum mit eigenem Schaltbereich in einem Gebäudekeller untergebracht, in einem weiteren Keller war die Fernsprechzentrale und in wieder einem Anderen die Schaltstelle der ÜTler.
Von einem Bunker konnte hier weder im engeren, noch im weiteren Sinne die Rede sein, es waren Keller. Unter jedem Keller war wiederum ein Luftschutzraum untergebracht, dorthin konnte Ferneldebetrieb im Notfall auch verlagert werden. Ebenso verhielt es sich in Daun und in Kusel(!) wo unser Bataillon (FMBtl 920 Kastellaun) ausweichzentralen eingerichtet hatte.
Während meiner Ausbildung zum Unteroffizier, war ich ebenfalls in Gerolstein eingesetzt. Dort war Die Fernmeldezentrale (FMZ) genauso organisiert. Die Anlagen in Kastellaun könnte ich heute noch zeigen wo sie damals waren, werde es aber aus Gründen der Verschwiegenheit unterlassen. Daun, Gerolstein und Kusel müsste ich passen - würde nicht mal mehr den Weg zum Unteroffizierheim dort zusammenkriegen.
Mayen glaube ich mich noch dunkel erinnern zu können, mal dort gewesen zu sein, war aber ähnlich wie in den anderen Standorten.
Ein richtiger Bunker war wohl sie Anlage in Mariental (Ahrtal) Das war der Kriegsstandort des BMVg. Dieser lag 147 m unter einem Weinberg und umfasste neben Räumlichkeiten für das Kabinett auch mehrere Krankenstationen, Dienststellen des BGS, Fernmeldezentale des BMVg welches auch Durch das Fernmeldekommando 900 betrieben Wurde u.v.m. Habe Die Anlage einmal als Reservist besucht, da war sie schon kurz vor ihere Aufgabe. Es war wirklich beeindruckend!
Während Das BMVg nach Mariental ausgewichen wäre, hätte der militärische Teil der Bonner Harthöhe sich aufgeteilt wie folgt:
HQ FüH (Führungsstab des Heeres) Kastellaun
HQ FüM /und InSan (Führungsstab der Marine und Inspekteur des Sanitätswesens) in Gerolstein
HQ FüL (Führungsstab der Luftwaffe) Mayen
Daun Und Kusel waren Ausweich HQ´s

In den Standorten gab es Gebäude in deren Keller befestigter waren, dort bezopgen Die Stäbe des BMVg (FüH, FüM, FüL) ihre Quartiere und nutzten von dort aus über Stabsmeldezentralen unsere Fernmeldedienste. Wir waren sozusagen Dienstleistingsbetriebe für diese Stäbe, und die unsere "Kunden"

Dann kam der Fall der Mauer, unsere Feinde wollten nicht länger unsere Feinde sein und von Kastellaun aus wurde "Fernmeldebetrieb Ost" betrieben - ei Pionierprojekt. Die größte Umstrukturierung der Bundeswehr seit ihrem Bestehen hatte begonnen....!
Ich hoffe etwas Licht ins Dunkel gebracht zu haben!

Glück ab!
Luftlandefernmelder

Luftlandefernemelder
01.02.2009, 12:46
Äh - ach ja...! FüL war Mechernich, nicht Mayen! Mayen war auch ein Ausweich HQ, das des öfteren bei Übungen als HQ FüL (Ueb) eingesetzt war - daher die Irrung!
Mechernich soll im übrigen auch eine Bunkeranlage gewesen sein - war selber nie da, kann nur vom Hörensagen berichten

Dragoner
02.02.2009, 00:19
Hallo Luftlandefernmelder,

herziich willkommen im Forum!

Das sind ja allerfeinste Informationen aus erster Hand. Ich versuche das mal auseinanderzudröseln und mit dem abzugleichen, was ich dazu habe.

Erst mal zu den Fernmeldezentren:

Fernmeldezentrum 900 – Dernau (für den Ausweichsitz der Verfassungsorgane des Bundes / AdVB im Ahrtal)
Fernmeldezentrum 901 – Mayen
Fernmeldezentrum 902 – Kastellaun
Fernmeldezentrum 903 – Gerolstein
Fernmeldezentrum 904 – Daun
Fernmeldezentrum 905 – Rheinbach
Fernmeldezentrum 906 – Kusel
Fernmeldezentrum 907 – Rheinbach
Fernmeldezentrum 908 – Kastellaun

Was ich nicht mit Sicherheit weiß: waren das Geräteeinheiten? Teilaktiv? Vielleicht kannst Du das aufklären. In der Chronik der Fernmeldetruppe sind die Fernmeldezentren so dargestellt, als wären sie aktive Einheiten gewesen, allerdings ist es nicht ganz eindeutig.

Dann gab es aber auch noch diese Dienststellen, die truppendienstlich zum Sicherungs- und Versorgungsregiment beim BMVg gehörten und die für den Betrieb der Kriegshauptquartiere zuständig waren. Auffällig ist allerdings, dass die Zuordnung zu den Führungsstäben hier nach meiner Quellenlage eine andere ist als von Dir geschildert. Vermutlich ist die Erklärung aber einfach: die Ortsangaben beziehen sich möglicherweise auf den Standort, an dem diese Einheiten mobil gemacht werden sollten, nicht auf ihren Einsatzort.

Stab / Stabskompanie Kommandant Hauptquartier BMVg I (GerEinh) – Gerolstein
Für den Führungsstab der Marine und den Inspekteur des Sanitäts- und Gesundheitswesens
Stab / Stabskompanie Kommandant Hauptquartier BMVg II (GerEinh) – Mayen
Für den Führungsstab der Streitkräfte
Stab / Stabskompanie Kommandant Hauptquartier BMVg III (GerEinh) – Gerolstein
Für den Führungsstab des Heeres
Stab / Stabskompanie Kommandant Hauptquartier BMVg IV (GerEinh) – Kastellaun
Für den Führungsstab der Luftwaffe
Stab / Stabskompanie Kommandant Hauptquartier BMVg V (GerEinh) – Mayen
Für den Ausweichsitz der Bundesregierung

Und schließlich noch die Luftwaffe, die im Verteidigungsfall eine gesonderte Gefechtsstandorganisation Luftwaffe hatte. Leider habe ich dazu nur die englischsprachigen Bezeichnungen, ich weiß nicht mal, ob es dafür überhaupt deutsche gab. Also: Die sogenannten Höheren Kommandobehörden und der Führungsstab der Luftwaffe waren im Air Headquarters zusammengefasst, das in der Untertageanlage Mechernich eingerichtet war. Dem Air HQ nachgeordnet waren das German Air Force Combat and Support Center (GAFCSC) Nord in Kalkar (beim dortigen ATOC) und das GAFCSC Süd in Meßstetten (ebenfalls beim ATOC). Die GAFCSC wurden aus den Stäben der Luftwaffendivisionen und der Luftwaffenunterstützungsgruppen gebildet.

Kommt das hin?

Luftlandefernemelder
02.02.2009, 08:22
Hallo Dragoner,
Uiuiui...., 908 auch Kastellaun? das kann dann aber nur das HEROS-Zentrum gewesen sein. Aber soweit ich weiß hatten die mit uns nix zu tun.
JA, Dernau ist mir auch ein neuer Begriff - Aber Bundesregierung, Verfassungsorgane = das war Mariental (interessant: Hinweisschilder auf den Ort Mariental fandest Du damals keine - nur das Ortseingansschild!) unter dem Namen wurde es bei uns genannt.
Also die FMZ waren keine Geräteeinheiten (Geräteerinheit = Eingelagerte Waffen und Material eises nichtaktiven Truppenteils)
Die FMZ waren vielmehr ortsfeste technische Einrichtungen, ausgerüstet mit Material, die von verantwortlichen Unteroffizieren m.P. der Einheit, die es betrieb übernommen war.
Beispiel:
FMZ= FschrZ(Fw Meier) + FsprZ (HFw Müller) + Schaltstelle (StFw Schulz)
Zum Betrieb kann ich nur wenig sagen, da meist Übungsbestzungen durchgeführt wurden, die in der Regel nicht den Ernstfallbesetzungen ebtsprachen. Bei einer WINTEX/CIMEX-Übung hatte ich die Ehre dabei zu sein, dort war alles nach Einsatzbedingungen. ich versuche es mal zusammen zu kriegen:

FMZ 900 wurde von einer Betriebskompanie aus Rheinbach betrieben
FMZ 901 von 3./920 aus Kastellaun
FMZ 902 von 2./920 aus Kastellaun
FMZ 903 von einer Betriebskompanie aus Geröllstein (ich glaube 3./930)
FMZ 904 von einer Betriebskompanie aus Geröllstein (ich glaube 2./930)
FMZ 905 von einer Betriebskompanie aus Rheinbach
FMZ 906 Ausweich HQ
FMZ 907 wurde aus Rheinbach betrieben
FMZ 908 - da hab ich keinen Schimmer von..., obwohl ich Kastellauner war!!!
Nach Mechernich Stellten unsere Kompaniern auch gelegentlich Leute bei Übungen ab.
Für Jeden Standort gab es eine Geräteeinheit der HQ-Kompanie für den Jeweiligen Stab der einziehen sollte.
Die Angaben zu den Standorten machen keinen Seinn und sind höchstwahrscheinlich falsch. auch habeich nen Fehler gemacht, Mayen war nicht FüL sonder FüS - das hast du richtig.
Da Gerolstein 2x aufgeführt ist liegt nahe, dass in Gerolstein das HQKp für FüL lag, schon wegen der nähe zu Mechernich. (obwohl Rheinbach da näher gewesen wäre.
FüH war definitiv Kastellaun. Die HQ Kp für M´tal hätte ich allerdings nicht in Mayen vermutet, macht auch keinen Sinn, ich schätze die Angabe ist auch falsch.
Die Luftwaffe war schon immer sehr stark in die Nato eingebunden. Auf nationaler ebene gab es den FüL aber sehr weitreichend waren hier Verbände (besonders die fliegenden) unter Natostäben organisiert, war mir selbst auch immer etwas undurchsichtig.
Welche Chronik der Fm Truppe hast du da?
Könnte dir ne Ausgabe "Die Fernmeldetruppe -Fernmeldeverbindungsdienst 1976 -2004" von Oberst a.D. Wolfgang Bappert (deutscher Fernmeldering) zur Verfügung stellen

Grüße
Luftlandefernmelder

Dragoner
02.02.2009, 08:52
Die FMZ waren vielmehr ortsfeste technische Einrichtungen, ausgerüstet mit Material, die von verantwortlichen Unteroffizieren m.P. der Einheit, die es betrieb übernommen war.

In der Fernmeldechronik (siehe unten) ist ausdrücklich von Geräteeinheiten die Rede, siehe Teil B, Seite 15.


Für Jeden Standort gab es eine Geräteeinheit der HQ-Kompanie für den Jeweiligen Stab der einziehen sollte.
Die Angaben zu den Standorten machen keinen Sinn und sind höchstwahrscheinlich falsch.

Der Verdacht beschleicht mich auch. Ich seh mir das nochmal genau an.


Könnte dir ne Ausgabe "Die Fernmeldetruppe -Fernmeldeverbindungsdienst 1976 -2004" von Oberst a.D. Wolfgang Bappert (deutscher Fernmeldering) zur Verfügung stellen

Danke für das großzügige Angebot, aber die Schwarte hab ich. Da stehen übrigens auch die genannten Fernmeldezentren alle drin, siehe Seite 192.

Luftlandefernemelder
02.02.2009, 09:19
Nun ja, lasse mich da gerne belehren. Der Begriff Geräteeinheit steht offenbar nicht nur für Gerätschaften gekderter (nicht aktiver) Einheiten. Demnach kann von GerEinh die Rede sein - nur dass die von aktiven Einheiten übernommen waren.
Ja, hab Die FMZ gefunden. Das 908er lässt mir keine Ruhe.....!?!?!?

Dragoner
02.02.2009, 09:46
Ich will keinesfalls belehren, schließlich warst ja Du an Ort und Stelle. Ich kann mich nur auf Unterlagen stützen. Wenn ich's richtig interpretiere, waren die Fernmeldezentren wohl formell Geräteeinheiten mit einer Art Minimalbesatzung. Im Ernstfall wäre deren Betrieb dann aber eine der zentralen Aufgaben des Fernmeldekommandos 900 gewesen.

Luftlandefernemelder
02.02.2009, 10:17
Nee, passt schon. offenbar hatte ich den Begriff Geräteeinheit falsch definiert..., aber so macht das Ganze Sinn.
Das mit der Minimalnesetzung kann man so sehen. Bezeichnend ist hier, dass die Minimalbesatzung immer aus der Einheit kam, die das FMZ betrieben. Das hieß, dass im Übungs- oder Einatzfalle nix übernommen werden musste, sondern die Betriebszüge nur einrücken mussten, Schltbefehle umsetzen und den Betrieb aufnehmen mussten. Ich selbst hatte das FschrZentrum in Kastellaun mal kurzzeitig für nen Übungszeitraum auf meinem Namen. 2-3 Mannschaftssoldaten dazu und fertig. Ebenso das In Daun.

Einen HFW unserer Kp lernte ich zum beispiel sehr spät kennen, weil er permanent im AusweichHQ in Daun dienst tat, es war unserer Kp zugeteilt und als AusweichHQ für einen Stab vorgesehen der evtl, aus welchen Gründen auch immer, verlegen musste. Kusel war das gleiche, es wurde von unserer Schwesterkompanie unterhalten.

Dragoner
02.02.2009, 10:21
So, nochmal zu den Stabskompanien Kdt HQ. Wie wär's damit?

I in Gerolstein: AdVB
II in Mayen: Fü S
III in Gerolstein: Fü M und InSan
IV in Kastellaun: Fü H
V in Mayen: Fü L

Die Luftwaffe hatte in Mechernich ein eigenes Luftwaffenunterstützungsbataillon einschließlich einer Stabs- und Versorgungskompanie HQ Mechernich. Wenn Mayen öfters als Ausweichquartier der Luftwaffe genutzt wurde, dann wäre es naheliegend, die Luftwaffe dort zuzuordnen. Dann käme für den AdVB allerdings nur noch Gerolstein in Frage. Es gibt ein Indiz, das für Gerolstein spricht: Die 4./ABC-Abwehrbataillon 900, eine Geräteeinheit, lag ebenfalls in Gerolstein - und war ausdrücklich für die ABC-Abwehr im HQ BMVg zuständig. Und wenn ich mal davon ausgehe, dass das zutrifft, würde ich eher sagen, die I war AdVB und nicht die III.

Übrigens hätte ich da noch eine Frage: in Gerolstein gab es auch eine "Fernmeldezentrale 950". Sagt Dir das etwas?

Luftlandefernemelder
02.02.2009, 11:39
Nee, bei Mayen und Fü L hatte ich mich ganz einfach geirrt. Mayen war kein AusweichHQ, sondern Fü S. Sorry, das Wissen war etwas verstaubt aber jetzt tritt alles wieder zu Tage. (war danach ja auch raus in der LLFmKp 9 - ganz anderes Geschäft)
Aber trotzdem wäre es möglich dass Kdt HQ V in Mayen lag
Das ABC Abwehrbtl 900 war für DIE HQ BMVg zuständig. Man beachte das Plural: BMVg, Fü S, Fu H, Fü M/InSan und Fü L waren Stäbe des HQ BMVg, nur eben räumlich aufgesplittet. In Friedenszeiten war alles in der Bonner Hardhöhe.
Fernmeldezentrale 950 sagt mir erst mal gar nix.
Erklärend kann hier soviel gesagt werden:
In den Standorten gab es die Fernmeldezentralen für die Kriegsstandorte der Stäbe. Das sind die, über die wir die ganze Zeit reden. Weiter gab es noch Die Standortfernmeldezentren. Also am beispiel Gerolstein: Hier war einmal das FMZ für FüM/InSan und einmal eine Standortfernschreibstelle mit Fernspechvermittlung für den Standort Gerolstein selbst (also erreichbarkeit der stationierten Truppenteile) Aber ich Glaube nicht dass das die Fernmeldezentrale 950 war. War das sicher da vor Ort im kalten Krieg, oder evtl erst später in den 90ern?

Dragoner
02.02.2009, 12:06
Nun gut, dann bleibt die Zuordnung der Stabskompanien Kdt HQ weiterhin etwas unklar. Als sicher kann von Fü M/InSan in Gerolstein ausgegangen werden (die Frage ist, ob I oder III), von Fü H in Kastellaun (IV) und Fü S in Mayen (vermutlich II). Wenn Mayen doch kein Ausweichsitz der Luftwaffe war, dann kommt dafür nur noch der AdVB in Frage und folglich Gerolstein für Fü L. Ist aber auch unlogisch, denn Fü L sollte doch definitiv nach Mechernich. Und die Stabskompanien Kdt HQ waren nicht für Ausweichquartiere, sondern für die tatsächlichen Kriegshauptquartiere. Also hatte InSan vielleicht eine eigene Stabskompanie Kdt HQ, womit die zweite dieser Art in Gerolstein erklärt wäre.

Die rätselhafte Fernmeldezentrale 950 ist bereits in einer Unterlage von 1987 angeführt. Und Geograph zitiert hier aus einer Standortbroschüre von 1989, in der sie ebenfalls genannt wird. Dort ist übrigens das Fernmeldezentrum 903 auch als Geräteeinheit ausgewiesen. Siehe diesen Beitrag: http://www.cold-war.de/showthread.php?p=4697&highlight=Fernmeldezentrale#post4697

Luftlandefernemelder
02.02.2009, 12:35
Hab mich an der Bezeichnung "Fernmeldezentrale" mal etlanggetastet. es sieht aus, als ob das doch die Standortfernmeldezentrale war, dann war es nix besonderes - hat jeder Bundeswehrstandort. Bin duch einen beitrag von Nemere drauf gestossen in dem Fernmeldezentralen als Kleiner Ferneldezellen aufgeführt sind:
http://209.85.129.132/search?q=cache:-07jNmgOsroJ:www.cold-war.de/showthread.php%3Ft%3D600%26page%3D121+Fernmeldezen trale+BW&hl=de&ct=clnk&cd=6&gl=de

Dragoner
02.02.2009, 12:41
es sieht aus, als ob das doch die Standortfernmeldezentrale war

Sehe ich auch so. Es war nur deshalb auffällig, weil die sonst kaum mal mit angeführt werden, aber in dem Fall sogar in zwei Quellen.

Dragoner
02.02.2009, 12:51
Hab jetzt nochmal darüber gegrübelt und alles Mögliche nachgeschlagen. Eigentlich spricht bei den Sabskompanien Kdt HQ alles dafür, dass die Sache doch so war:

I in Gerolstein: Fü M und InSan
II in Mayen: Fü S
III in Gerolstein: Fü L, wobei nicht nur der klare Hinweis aus der Standortbroschüre von 1989 zugrundeliegt, dass die 2./FmBtl 930 auch für die Fernmeldezentrale Fü L zuständig war, sondern auch die Annahme, dass Fü L evtl. nicht geschlossen nach Mechernich in die UTA gehen sollte.
IV in Kastellaun: Fü H
V in Mayen: AdVB

Irgendwann nach 1989 wurde noch eine Stabskompanie Kdt HQ VI aufgestellt, in Kusel, und die soll für den InSan gewesen sein. Der wurde dann also offenbar vom Fü M getrennt.

Dragoner
02.02.2009, 12:59
Und nochwas zum Fernmeldezentrum 908: Reine Spekulation, aber könnte es sein, dass dieses für das ANBw war oder den MAD? Würde zumindest erklären, warum es Dir nie unterkam, obwohl Du in Kastellaun warst.

Luftlandefernemelder
02.02.2009, 13:32
Ich werde mal schauen ob ich die Aufträge der Bateillone nochmal finde. Gerolstein hatte demnach den Auftrag Mechernich mit einer Einheit/Teileinheit zu betreiben. Fü L war definitiv geschlossen in Mechernich. Geröllheim Stellte das Betriebspersonal.
Das mit der Kdt HQ VI entzieht sich meiner Kenntnis. Das waren inaktive Truppenteile, sowas geht schon mal ohne dass der "Landser" was merkt.
Die Aufstellung eines Aktiven Truppenteils wäre da sicher bekannter geworden, alleine schon durch Anfragen für freiwillige zur Stellenbesetzung.
Mit Inspekteur des Sanitäswesens - da war was..., stimmt!

Das mit dem 908er da war mal was:
Ich bekam als frisch beförderter Unteroffizier den Auftrag, mit ein paar Soldaten in ein hier nicht näher zu bezeichnendes Gebäude in den Keller zu gehen um Geräte abzuholen. Dort angekommen hatte ich vor einem Haptmann der Fernmeldetruppe Einen riesen Schreck gekriegt. Meine sofort improvisierte Meldung hat er geflissentlich ignoriert und mich sehr freundlich zu den Geräten geführt. Ich fühlte mich auch unwohl, da ich formell zu diesem Bereich keinen Zutritt hatte, aber die dort diensttuenden Soldaten (allesamt höhere Dienstgrade ab Portepee) sahen das sehr lässig. Irgendwie, als wären sie trotz der Uniform keine Soldaten - so wie man es vieleicht von Reservisten kennt. Dort war wesentlich moderneres Gerät eingesetzt als bei uns.
Später sagte man mir, es sei das HEROS Zentrum gewesen - Ein Rechnergestütztes Kommunikationssystem. Die gehörten nicht zu uns, das kann schon so ein Amt gewesen sein

Dragoner
02.02.2009, 13:43
Das Systemzentrum HEROS war in St. Augustin und wurde mit Oktober 1988 aufgestellt.

Luftlandefernemelder
02.02.2009, 14:01
Sehr richtig. Hier ist mit HEROS - Zentrum ehr eine Fernschreibstelle gemeint, die Mit HEROS - Technik arbeitete. Das HEROS Systemzentrum war das Herzstück.

Dragoner
13.02.2009, 22:12
Und schließlich noch die Luftwaffe, die im Verteidigungsfall eine gesonderte Gefechtsstandorganisation Luftwaffe hatte. Leider habe ich dazu nur die englischsprachigen Bezeichnungen, ich weiß nicht mal, ob es dafür überhaupt deutsche gab.

Aber sicher gab es die:

HQ HöhKdoBehLw (Hauptquartier Höhere Kommandobehörden der Luftwaffe) in der UTA Mechernich sowie LwUGefSt N / GAFCSC N (Luftwaffenunterstützungsgefechtsstand Nord / German Air Force Combat Support Center) in Kalkar und LwUGefSt S / GAFCSC S in Meßstetten.

Morpheus
28.05.2009, 01:16
So dann will ich mal als gebürtiger gerolsteiner und mitarbeiter der "Pump-Aktion" anfang 2003 im austausch gegen die sandsäcke die sache zumindest ein wenig aufklären...

1.
In gerolstein befindet / befand sich ein Bunker genau hier unter dem gebäude

http://bildrian.de/n/b/1537bb3563747e81.jpg

genauer hier ist / war der Eingang

http://bildrian.de/n/b/d810dc8f17d4c655.jpg
Edit: Quelle: Google Earth

ich weiß definitiv das, das der Bunker der FüM (Fürungsstab Marine BMVg) war / ist.
Wir sind damals zum Pumpen 2 Stockwerke tief in den Keller gegangen, vorbei an alten Fernschreibmaschienen des AFDNBw (Automatisiertes Fernschreib- und Datenübertragungsnetz der Bundeswehr) an den Tiefsten Punkt im Bunker und haben unsere Pumpen aufgebaut und sind dann sofort wieder Raus.

2.
Folgende Angaben kann ich bestätigen:

HQ FüH (Führungsstab des Heeres) in Kastellaun
HQ FüM (Führungsstab der Marine) in Gerolstein (ist/war auch so auf Schildern bezeichnet als wir drinnen waren)
HQ FüL (Führungsstab der Luftwaffe) in Mechernich

Folgende Angaben kann ich per Hörensagen hier von den Soldaten vor Ort bestätigen:

HQ FüS (Führungsstab des Sanitätswesens) in Gerolstein

3. Um die Außmaße des Bunkers in Gerolstein kurz zu umreißen:

Raum für ca einen Zug bis zu einer Kompanie

Hoffe das hilft euch ein bischen weiter

Gruß aus der Eifel

Morpheus

Dragoner
28.05.2009, 08:34
Hallo Morpheus, vielen Dank! Eine solche Bestätigung aus erster Hand ist natürlich großartig!

Dragoner

onki
28.05.2009, 19:35
Super Bilder und super Erklärung, die leider im 2. Teil einen Fehler hat.
Die Abkürzung FüS steht für Führungsstab der Streitkräfte. Das HQ für den FüS befand sich in der General-Delius-Kaserne in Mayen. Kastellaun ist richtig. AusweichHQ war in der Heinrich-Hertz-Kaserne in Daun. Mechernich wurde von der Lw betrieben.
In Gerolstein war das HQ FüM / InSan, da die Sani`s keinen eigenen Führungsstab hatten.
Zwischen 83 - 89 war ich bei der 3./FmBtl 910 in Rheinbach. Wir wurden aber Funkkompanie genannt, da wir die einzige Funkfernschreibkompanie 400 W im FmKdo 900
waren und diese Führungsstäbe abdecken mussten.

Ralf

Harry (†)
28.05.2009, 19:46
Bei Google Bildern ist darauf zu achten dass der Vermerk GOOGLE Earth DEUTLICH sichtbar im Bild ist, es ist ansonsten ein Verstoß gegen die Lizenzbestimmungen. Außerdem bei Verlinkungen bitte nur Bilder nehmen mit einer Höchstbreite von 800, da es sonst wie oben das Forumdesign zerreist. Besser hier als Anhang einstellen, dafür ist die Funktion ja da.

SchneeVonGestern
27.11.2016, 19:24
Der Thread ist zwar schon versteinert aber ich hab durch Google mal in der Vergangeheit über WINTEX gewühlt und bin hier drauf gestossen....

Mein alter Herr (Fregattenkapt. AD , RIP ) war Anfang der 80er (ich mein es könnte 1981,82 oder 83 gewesen sein temporärer Kommandeur der
Base Gerolstein (als im BMVG stationierter Führungsoffizier) für das WINTEX Manöver...was ja schon recht drollig ist dass die Marine die Stoppelhopser im Vorgebirge auf Vordermann bringen musste :DDD Die Kaserne selbst war ja ein recht trister Laden ^^ und mit dem UFZ vom Dienst bin ich quer über die Base im Kübelwagen geprescht hehe...und durfte auch mal bisl mit ner Faustwaffe rumballern mit meinen zarten 12 oder 13 jahren hehe.
nur als der Obermufti General Soundso samt Standarten am Auto anrückte mussten wir schnell von der Bildfläche verschwinden..also kurz aufs Gas und runter vom Weg :D AM Ende hats nix geholfen ...Kriegsdienstverweigerer ^^
Er hat zwar die innere Führung der Bundeswehr mitaufgebaut..aber mit seiner Familie hat ihm das nicht viel genutzt :)

Flodders
10.02.2017, 18:28
Hallo allerseits,

also Gerolsteiner müssten eigentlich mehr wissen. Naja, dann will ich mal ein wenig aushelfen ...Postbunker Gerolstein...!
Der Bau und Fernmeldetrupp 420 oder 421 war der erste auf "Windiger Höhe" oberhalb Lissingen bei Gerolstein. Der vorbenannte Trupp bzw. Zug wurde aus Aachen/Eschweiler ca. 1958/59 dahin entsandt. Zunächst existierten dort nur Barracken. Mein "Alter" war zu dieser Zeit schon Stabsunterfeldwebel, und hatte seine Ausbildung bei der Bundesreichspost getätigt. War damit schon Beamter und trat der BW als 12ender ein. Geboren 1936 Wuppertal.
Nach verlassen der BW Gerolstein, war er Postobersekretär in Gerolstein, vornehmlich Postbunker Gerolstein.
Der eigentliche gesuchte ABC sichere Bunker befindet sich oberhalb Gerolstein, Bueschkapellenweg ca. 1Km auf der rechten Seite. Ein un=nicht scheinbares Gelände. Dort liegt eine Sternschaltung an.
Unteranderem ist dieser Bunker geschützt aufgrund der Tatsache das sich auch dort das NATO Kabel anliegt. Die Strecke basiert auf Darmstadt Hauptknotenpunkt, Idar Oberstein Bunker Knotenpunkt >>Gerolstein Sternschaltung >> Bitburg Spangdahlem Fliegerhost, Trier etc. ... Daun, BW Funk im Gelände befindet sich ein weiterer Bunker, fragt bei DARC Funkerclub Daun nach. Ausserhalb befindet sich noch eine römische Feste. Gerolstein selber war Garnisonsstadt. Die erste Standortverwaltung befand sich im alten Hospital mit Kapelle, Raderstr. höhe Schwimmbad/Schule. Gelände wird abgesichert. Darunter soll sich ein weiterer Bunker sich befinden. Zugang laut Erinnerung ueber die Kapelle. Dort sollte die eigentlicher Gerolsteiner Police ihren Sitz einnehmen. Weitere Bunker Sportfeld gesprengt, und früher auch ein kleiner Flughafen der Franzosen, so um 1905. Muehlen Wald Kyllburgerweg verschüttet. Pelm, Altenheim oberhalb Bunker möglicherweise gesprengt. Von Lissingen nach Birresborn, Basalt Union/Reichle früher Wasserentnahme mit angrenzenden Stollen Zugang gesprengt. Richtung Niederpruem Bf der Eisenbahn entlang, Bleialf U Verlagerung Giftgas, V2 etc. befindet sich im Schattentunnel, früher Luftschlag Bergbau Bleierz wurde dort schon seit dem 9. Jahrhundert geschürft. Die Erde unter Bleialf ist hohl.
Kennwort Bleialfer Tunnel Dompfaff. Bautrupp Veldenz/Todt.

Michelbach Richtung Birresborn im Fichtenbestand rechter Hand (Ortsausgang ca. 1km.) laut Erzählung vergrabene LKW mit Ladung. Römische Siedlung in Michelbacher Forst auch vorhanden.
In Gerolstein sind weiter Bunker moeglich. Das NATO Kabel wir quer durch Gerolstein am Kasselburgerweg entlang der M(unter)ley geführt. Auch dort befinden sich weitere Luftschutzstollen und müsste noch ein Bunker existieren. Warum Gerolstein so massiv angegriffen wurde basiert auf das Bahnbetriebswerk, möglicher Bunker im Gelände und der weit und breit einzigen Drehscheibe.
Geheimgang nach Ueberlieferung von der Kasselburg (Brunnen) bis nach Neroth Mauseburg, ggfs. Loewenburg und unter die Husteley bis Munterley, aber mit Sicherheit verschüttet, oder gesprengt. Ggfs. bei Herrn Moeller Gerd in Pelm nachfragen, welcher dieser, dieses selbst zum besten gegeben hat, aber auch allgemein bekannt ist. Fuchshoehlen naehe Juddefriedhof, verschuettet, Husteley.
Das Nato Kabel liegt entlang der Eisenbahnlinie bis Koeln/Bonn. Knotenpunkte sind die Bf. auch ins Ahrtal Bunker und Dernau. Bis Berlin der A4 entlang. Mit dem Ausbau der Tollen Stolpe Maut wurde dieses direkt verlaengert.

Sodele, Buedesheim Birresborn belgisches Fort.
Der gesetzl. "Alte" war schon 1958/59 in Gerolstein, zur Kaserne in Gerolstein Lissingerstr./Rasbach kamen auch die BW Siedlung hinzu, welche 1962/63 bezugsfertig waren, und "ich dort hin verschleppt wurde". Diese wurden erstmals 1979 privat verkauft.

Hillesheim, alte Eisenbahnstrecke erkunden (auch Viaduckte) und Torboegen, wie zum Beispiel Mirbach ..?.. ueberpruefen, ggfs. einmal das Buchenloch in Gerolstein linksdrehen, ueber den Dom muessete es weiter gehen, sieht wie eine kuenstliche Sprengung aus.

Bis denne.