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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Anzahl der Sonderwaffenlager in der BRD



Lance
20.04.2008, 15:19
Tach

Weiß jemand wie viele Sonderwaffenlager
es in der ehemaligen BRD gab.

Vielleicht hat ja jemand auch eine Karte
mit den ehemaligen Standorten die er einstellen kann.


Gruß Lance

Firefighter
20.04.2008, 15:51
Hallo,

bisher sind diese Sonderwaffenlager bekannt, dies gilt jedoch nur für die Zeit nach 1980 und auch nur für die Landstreitkräfte:


SAS Alten-Buseck
SAS Aschaffenburg
SAS Bernbach (vermutet)
SAS Bimbach
SAS Büren
SAS Clausen
SAS Diensthop
SAS Dortmund
SAS Dülmen
SAS Dünsen
SAS Erlangen-Uttenreuth
SAS Feucht
SAS Fischbach
SAS Geilenkirchen
SAS Gießen
SAS Großengstingen
SAS Hanau-Erlensee
SAS Hemau
SAS Herborn-Bellersdorf
SAS Horb-Empfingen
SAS Kellinghusen
SAS Kitzingen
SAS Köppern
SAS Landsberg-Leeder
SAS Lechfeld
SAS Nienburg
SAS Maßweiler
SAS Menden-Holzen
SAS Meyn
SAS Miesau
SAS Montabaur
SAS Münster-Dieburg
SAS Kriegsfeld (Northpoint)
SAS Paderborn-Sennelager
SAS Pfullendorf
SAS Phllipsburg
SAS Radolfszell-Stahringen
SAS Reiterswiesen
SAS Riedheim-Günzburg
SAS Saarlouis
SAS Schwalmstadt-Treysa
SAS Siegelsbach
SAS Telgte-Münster
SAS Trier
SAS Villingen
SAS Wahner Heide
SAS Werl
SAS Welgte
SAS Wesel


Für die Luftstreitkräfte liegen mir keine Infos vor, aber ich denke mal man kann davon ausgehen das jeder Flugplatz auf dem Jagdbomber stationiert waren auch Atomwaffen gelagert wurden.

Gruß, Sebi

suedbaden
20.04.2008, 17:19
Diejenigen Lager, die der Versorgung in Deutschland stationierter französischer Einheiten dienten, wurden aber schon lange vor 1980 geräumt, nämlich nachdem sich Frankreich am 1. Juli 1966 aus der integrierten Befehlsstruktur der NATO zurückgezogen hatte. Zum Beispiel war das der Fall für Radolfzell-Stahringen und für Villingen.

suedbaden
20.04.2008, 17:26
Oh, ich sehe gerade, es gab vier NATO SAS Sites für französische Einheiten. Neben Radolfzell-Stahringen und Villingen noch Wallerfangen und Mattheiserwald (bei Saarlouis bzw. Trier).

Nähere Informationen auf dieser Seite:

USAREUR (http://www.usarmygermany.com/units/Ordnance/USAREUR_59thOrdBde%201.htm)

Geograph
20.04.2008, 17:56
Vgl. Beitrag »Sonderwaffenlager« von Harry (26.04.2007; 23:05 Uhr) mit angehängter kmz-Datei:

http://www.cold-war.de/showpost.php?p=2702&postcount=1


Dazu ein Beitrag von Firefighter (06.05.2007; 11:45 Uhr) mit erweiterter kmz-Datei:

http://www.cold-war.de/showpost.php?p=2716&postcount=2


.

Firefighter
23.04.2008, 20:07
Da mir die Übersicht in Google Earth nicht gefallen hat hab ich mich entschlossen eine Übersicht auf Basis einer Politischen Karte mit Kreis und Stadtgrenzen zu machen.

Nun benötige ich jedoch noch eure Hilfe. Es geht um die Zuordnung der einzelnen Depots, ob diese komplett unter Amerikanischer Verwaltung standen ( gekennzeichnet als US Army) oder jedoch Depots der Bundeswehr waren, dort wurde die Wachmannschaft von der Bw gestellt und lediglich der Innere Bereich war von US-Soldaten besetzt.
(mit Bundeswehr gekennzeichnet)

Hier zur Karte (http://87.106.51.43/SAS.jpg)

Wie man unschwer erkennen kann ist die Karte auch noch nicht fertig, neben der Zuordnung fehlen auch noch einige Städte.

@ Harry: Ich hoffe du hast nichts dagegen wegen dem Banner von cold-war :)

Gruß, Sebi

StefanK
23.04.2008, 20:45
Da mir die Übersicht in Google Earth nicht gefallen hat hab ich mich entschlossen eine Übersicht auf Basis einer Politischen Karte mit Kreis und Stadtgrenzen zu machen.

Nun benötige ich jedoch noch eure Hilfe. Es geht um die Zuordnung der einzelnen Depots, ob diese komplett unter Amerikanischer Verwaltung standen ( gekennzeichnet als US Army) oder jedoch Depots der Bundeswehr waren, dort wurde die Wachmannschaft von der Bw gestellt und lediglich der Innere Bereich war von US-Soldaten besetzt.
(mit Bundeswehr gekennzeichnet)

Hier zur Karte (http://87.106.51.43/SAS.jpg)

Wie man unschwer erkennen kann ist die Karte auch noch nicht fertig, neben der Zuordnung fehlen auch noch einige Städte.

@ Harry: Ich hoffe du hast nichts dagegen wegen dem Banner von cold-war :)

Gruß, Sebi

Hallo Firefighter.
Ich kann es nicht genau sagen aber das SAS Telgte-Münster wurde von der Britischen Army bewacht,und von Paderborn gehe ich auch mal aus.:confused:
Gruß Stefan.

Dragoner
23.04.2008, 21:17
Bei der Luftwaffe gab es nur bei jenen Geschwadern Sonderwaffendepots, die mit Tornado ausgerüstet waren.
Die hatten auch alle eine zusätzliche Luftwaffensicherungsstaffel "S" (wie Sonderwaffen).

Alpha Jet mit nem Nuke dran... was für eine Vorstellung

suedbaden
23.04.2008, 22:53
Die Karte ist cool. (Nur ein kleiner Hinweis: Es heißt "Radolfzell", nicht "Radolfszell").

Nach meinem Verständnis hatte die Französische Armee bis 1996 unter NATO-Kommando an sechs Standorten Atomsprengköpfe zur Verfügung:

Für Honest John: Saarlouis, Trier, Villingen, Radolfzell

Für Nike Hercules: Böttingen, Inneringen

Diese Sonderwaffenlager wurden von der frz. Armee bewacht und hatten wie üblich US custodial units.

Dragoner
24.04.2008, 00:10
Die Geschwader mit einer Sicherungsstaffel "S"

JBG 31 (Tornado) - Nörvenich
JBG 33 (Tornado) - Büchel
JBG 34 (Tornado) - Memmingen

Das heißt, nicht mal alle Tornado-Verbände waren für die nukleare Option vorgesehen (es gab noch JBG 32 Fürstenfeldbruck und JBG 38 Jever sowie das im V-Fall zur Aufstellung vorgesehene JBG 39 Erding).

Allerdings hatten die beiden Tornado-Geschwader der Marineflieger auch "Sonderwaffen" (MFG 1 Jagel, MFG 2 Eggebek)

3.5DME
24.04.2008, 07:24
Ich glaube, da ist ein kleiner Fehler unterlaufen. Die Marineflieger hatten keine Sonderwaffen.
Mir ist der Fall von mindestens einem WSO bekannt, der von der Luftwaffe zur Marine wechselte, weil er mit Atomwaffen ein Problem hatte.

Dragoner
24.04.2008, 09:32
Hm... ich dachte, zumindest das Geschwader in Jagel wäre in Frage gekommen, aber vielleicht verwechsle ich das mit Starfighter-Zeiten. Muss mal in Unterlagen graben, wenn der Speicher im Kopf nicht fehlerfrei funktioniert...

Firefighter
24.04.2008, 19:36
Die Karte ist cool. (Nur ein kleiner Hinweis: Es heißt "Radolfzell", nicht "Radolfszell").

Nach meinem Verständnis hatte die Französische Armee bis 1996 unter NATO-Kommando an sechs Standorten Atomsprengköpfe zur Verfügung:

Für Honest John: Saarlouis, Trier, Villingen, Radolfzell

Für Nike Hercules: Böttingen, Inneringen

Diese Sonderwaffenlager wurden von der frz. Armee bewacht und hatten wie üblich US custodial units.

Hallo,

danke für den Hinweiß, ich werde es beim nächsten Update ändern.

Kann ich das mit den Sonderwaffenlagern der Armée de terre irgendwo nachlesen?

Den dann müsste ich meine Karte doch auf den kompletten Kalten Krieg umstellen, was ich jedoch vermeiden wollte da vor der Einführung des LRSP Ende der 70er die Sonderwaffenlager nicht klar erkennbar waren.

@ Dragoner: Danke für die Info mit den Sonderwaffen bei der Luftwaffe, ich werde die Daten dann auch noch eintragen, dann braucht man keine extra Karte für die Luftstreitkräfte.

Bei der USAF waren wohl auf folgenden Stützpunkten Sonderwaffen gelagert:


Ramstein AB
Spangdahlem AB
Hahn AB
eventuell auch Bitburg AB


Darüber werde ich aber auch nochmal recherchieren, genauso wie die Stützpunkte der RAF die mit Sonderwaffen ausgerüstet waren.

Gruß, Sebi

suedbaden
24.04.2008, 21:47
Hallo Firefighter,

aus eigener Beobachtung kann ich sicher sagen, dass die Lager Villingen und Radolfzell-Stahringen in den späten 70er Jahren schon leer standen. In Stahringen bin ich selbst mal rumgelaufen, Villingen kannte mein Vater. Ansonsten war meine Überlegung so:

1. Dass Frankreich sich 1966 unter de Gaulle aus der integrierten NATO-Kommandostrukur zurückgezogen hat, ist allgemein bekannt.

2. Dass die frz. Armee keine "eigenen" (sprich: französischen) Nukleargefechtsköpfe in Deutschland hatte, sondern dass es sich um amerikanische handelte, die von den üblichen U.S. custodial units bewacht wurden, ergibt sich aus den (meiner Einschätzung nach recht verlässlichen) Informationen auf der USAREUR-Seite:

http://www.usarmygermany.com/units/Ordnance/USAREUR_59thOrdBde%201.htm

Dort sind die von mir genannten sechs SAS, die U.S. custodial units sowie die frz. Einheiten, denen sie zugeteilt waren, verzeichnet.

Kurz und gut: Ich bin sicher, dass Villingen und Stahringen ab 1966 leer waren. Bei den anderen bin ich nicht 100% sicher, aber ganz bestimmt waren dort nach 1966 keine Nuklearsprengköpfe zur Verwendung der frz. Truppen mehr gelagert.

Grüße aus Südbaden!

Firefighter
24.04.2008, 22:32
Hallo,

der erste Punkt ist mir bekannt, macht ja auch Sinn den die Atomwaffen unterstanden ja der NATO.

Bei zweiten Punkt ist es auch verständlich den die "Force de frappe" hatte in den Anfangsjahren noch keine eigenen landgestützen Atomwaffen und musste auf die der US Army zurückgreifen. Von daher wohl auch die Bewachung durch die custodial units

Ich werde die Liste etwas abändern und dann wär das auch geklärt.

Gruß, Sebi

51edb
11.05.2008, 13:14
All former RAF Germany units tasked in the nuclear strike role were

3 sqn operating the BI8 Interdiction Canberra from RAF Geilenkirchen (1961-1968)
3 sqn same aircraft operating from RAF Laarbruch (1968-1972)
9 sqn operating the Tornado GR1 from RAF Brüggen (1986-2001)
14 sqn operating BI8 Canberra’ s stationed at RAF Wildenrath (1962-1970)
14 sqn operating the Jaguar GR1 from RAF Brüggen (1975-1985)
16 sqn operating BI8 Canberra’s stationed at RAF Laarbruch (1967-1972)
16 sqn operating the Blackburn Buccaneer from RAF Laarbruch (1974-1980)
16 sqn operating the Tornado GR1 from RAF Laarbruch (1983-1991)
17 sqn operating the Jaguar GR1 from RAF Brüggen (1975-1982)
17 sqn operating the Tornado GR1 from RAF Brüggen (1985-1999)
20 sqn operating the Tornado GR1 from RAF Laarbruch (1983-1991)

The RAF SAS and QRA locations had been guarded only by RAF Regiment.infantry units. No US armed forces were involved as the weaponry was of UK origin.

Both the SAS and QRA at Brüggen are still in place and very good visible in Google Earth and MSN Live Search Maps.
The former QRA at Geilenkirchen has been demolished as the base transformed into AWACS unit. The SAS at Geilenkirchen has been extended to store Pershing warheads. Made invisible in Google Earth but very good visible in MSN Live Search Maps.
Both SAS and QRA at Laarbruch are still in place and good visible in Google Earth and MSN Live Search Maps.
The SAS at Wildenrath has totally been demolished. Some remains of the former QRA are still in place. These are good visible in Google Earth and MSN Live Search Maps.

Firefighter
11.05.2008, 14:03
Hello,

many thanks for our detailed informations about the RAF nuke units in Germany.

You are a former RAF tower rat?

regards, Sebi

51edb
11.05.2008, 15:02
Hi there
I used to be a staffsgt in the RAF regiment. We did not use the term towerrat but we did the same job! I used to be stationed at Laarbruch and Brueggen until 2001.
Regards! Brad

Herby
17.06.2008, 17:32
Moin, ein SAS fehlt noch und zwar das in Ostbevern-Schirl (Münsterland). Das müsste aber die Nummer 43 auf der Karte sein. In Telgte direkt waren wohl nur die Wach- und Wartungssoldaten stationiert. Dort wehte immer nur die US-Flagge, wenn wir daran vorbei fuhren. Gruß Herby

Grisu
03.07.2008, 22:45
Hallo!!!
Mich würde mal interessieren was denn so alles in Phillippsburg gelagert war?? Hast Du da nähere Informationen??

Firefighter
03.07.2008, 22:54
Hallo,

in Phillippsburg waren meines Wissens 203mm-Artillieriegranaten gelagert, laut usarmygermany.com wohl auch Sprengköpfe für Kurzstreckenraketen ( Sergeant, Honest John, Lance).

Gruß, Sebi

Grisu
05.07.2008, 17:38
Danke für die Info!!!

Weltverbesserer
16.07.2008, 04:42
Das SAS Alten-Buseck war nur im äußeren Ring durch die Bundeswehr bewacht im inneren Ring war die US Army. Die auch zu diesem wohl nur Zutritt hatte. So mein Wissensstand.

Niederrheiner
25.07.2008, 21:59
Hallo, bei den SAS fehlt unbedingt das US-SAS in Kevelaer-Twisteden. Hier wurde die Mun für RAF Weeze Laarbruch gelagert. (siehe auch Verwaltung von USAREUR Rheinberg/Niederrhein. Diese Anlage ist heute noch zu besichtigen, trotz anderer Nutzung.

Lance
05.08.2008, 15:55
@Firefighter

Schöne Karte über Sonderwaffenlager
die du da angefertigt hast:)

Gibt es mittlerweilen ein Update
der Karte das du hier reinstellen könntest:confused:

Gruß Alwbu

Firefighter
05.08.2008, 16:30
Jawoll, das gibt es :)

Mittlerweile sogar fast fertig :D

http://87.106.51.43/SAS.jpg

Lance
06.08.2008, 23:31
@Firefighter

Danke:)

trunkenpolz
07.08.2008, 08:38
@ Firefighter:

SAS Wahner Heide wurde mit ziemlicher Sicherheit von der belgischen Armee betrieben.
Die Standorte Camp Altenrath und Camp Spich liegen in unmittelbarer Umgebung.
Welche US-Einheit dort statioiert war ist mir (noch) nicht bekannt, ebensowenig wie lange das Depot A-Waffen beherbergt hat.
Soweit mir bekannt ist waren in Spich Honest-John Einheiten stationiert, aber die Nähe und Verbindung zum Flughafen Köln lassen vermuten daß dort auch Bomben gelagert waren.
Das SAS ist nicht mit moderner Sicherung ausgestattet (kein SSCC, keine Intrusion Detection, keine Beleuchtung, nur ein Doppelzaun), so daß ich vermute daß das SAS als A-Waffenlager schon früh aufgegeben wurde (mit Außerdienststellung Hones John?).

Firefighter
07.08.2008, 16:41
Hallo,

zunächst mal danke für die Info, dann kann ich das vmtl. ja wegmachen :)
Vom Aufbau des Lagers her denke ich auch das dies nicht zu einem "NATO-Lager" umgebaut wurde, wäre gut möglich das es zur Außerdienststellung von Honest John stilgelegt wurde.
Das dort Bomben lagerten glaube ich kaum den waren jemals Kämpfende Verbände der Luftwaffe in Köln-Wahn beheimatet?

Im (riesigen) Artikel von der 59th Ordnance Brigade steht so einiges über die Nukleare Artllierie der Belgier in Deutschland drinn, vieleicht findet man dort noch mehr Infos, hab jetzt grad keine Zeit den ganzen Artikel durch zu schauen.

http://www.usarmygermany.com/Units/Ordnance/USAREUR_59thOrdBde%201.htm

trunkenpolz
12.08.2008, 16:37
Hallo,

zunächst mal danke für die Info, dann kann ich das vmtl. ja wegmachen :)
Vom Aufbau des Lagers her denke ich auch das dies nicht zu einem "NATO-Lager" umgebaut wurde,

Die Außensicherung ist bis auf den Doppelzaun in keiner Weise mit der anderer SAS vergleichbar. Die Anlage ist (bis auf ein paar Big Bags mit Sandfüllung im Eingangsbereich) lange nicht mehr verstärkt / verbessert worden. Keine Anzeichen von LRSP-Sicherung etc.



Das dort Bomben lagerten glaube ich kaum den waren jemals Kämpfende Verbände der Luftwaffe in Köln-Wahn beheimatet?

Ist auch nur eine Vermutung , da in Wahn Abstellflächen für Flugzeuge zu finden sind, die von Größe und Anordnung für Jagdbomber geeignet wäre. Zusammen mit der großen Anzahl von regulären Flugplätzen in der Gegend (Nörvenich, Geilenkirchen, Brüggen) könnte ich mir vorstellen, daß dort ein Ausweichplatz vorgesehen war, die Infrastruktur war ja weitgehend vorhanden. Die im Vergleich zum Rest der Wege recht gut ausgebaute Zufahrt vom Flughafen zum SAS könnt aber auch einfach nur zum Transport gedient haben.

StefanK
13.08.2008, 21:27
Hallo.
Ich glaube die Liste der Sonderwaffenlager ist noch nicht ganz vollständig,auf dem Fliegerhorst Hopsten gab es auch mal ein QRA-Bereich für Atombomben von 1967 bis 1972 und das SAS Uthuisen befand sich 3 Kilometer entfernt.100 US-Soldaten der Munitions Support Group vom 50th Bomb Detachment wohnten in Dreierwald.
Hier noch ein paar Bilder.
Gruß Stefan.

StefanK
13.08.2008, 21:36
Hallo.
Ich glaube die Liste der Sonderwaffenlager ist noch nicht ganz vollständig,auf dem Fliegerhorst Hopsten gab es auch mal ein QRA-Bereich für Atombomben von 1967 bis 1972 und das SAS Uthuisen befand sich 3 Kilometer entfernt.100 US-Soldaten der Munitions Support Group vom 50th Bomb Detachment wohnten in Dreierwald.
Hier noch ein paar Bilder.
Gruß Stefan.

UPPS Ich Blindfisch.:rolleyes:

Firefighter
13.08.2008, 22:14
:D

Macht nix, immerhin hab ich nun auch über Hopsten ein paar Details :)
Wobei das hier recht komisch ist, in der Regel lagerten die Atomwaffen direkt auf dem Fliegerhorst bzw. der Airbase, hier waren es wohl nur für Victor Alert.

Visbeck Ranger Stuffz
22.11.2008, 22:49
Für die Panzer und Feld Artillerie gab es zu meiner Aktiven zeit(1990-93) 12 Begleitbatterien für jede Panzer Division eine wobei die BglBttr 8 als einzige zu den Gebirgsjägern gehörte.In Dülmen hat die Begleitbatterie des Raketenartillerie Battalions 150 nach schließung deren Lagers zur unterstützung mit im Lager Visbeck Dienst getan !Ich weiss nur noch das die BeglBttr 11 in Kellinghusen Stationiert war. Das Lager Dünsen war zu meiner zeit nur noch als Ausbildungslager genutzt worden sowohl für Das Heer als auch für Luftwaffen Einheiten. Dort wurde meist 5 Tage lang verschiedene Szenarien durchgespielt z.b. Terroristische Sabotage Akte,Demonstrationen als auch Militärische angriffe !!

Dragoner
22.11.2008, 23:43
Für die Panzer und Feld Artillerie gab es zu meiner Aktiven zeit(1990-93) 12 Begleitbatterien für jede Panzer Division eine
...
Ich weiss nur noch das die BeglBttr 11 in Kellinghusen Stationiert war.

Die Bundeswehr hatte nie 12 Panzerdivisionen, sie hatte 12 Divisionen, von denen 11 im Artillerieregiment eine Begleitbatterie hatten (die 1. Luftlandedivision hatte keine).

Die Begleitbatterie 11 war in Delmenhorst-Adelheide kaserniert und bewachte das Sonderwaffenlager Dünsen. In Kellinghusen war die Begleitbatterie 6.

Farang
23.11.2008, 12:54
Die Bundeswehr hatte nie 12 Panzerdivisionen, sie hatte 12 Divisionen, von denen 11 im Artillerieregiment eine Begleitbatterie hatten (die 1. Luftlandedivision hatte keine).

Die Begleitbatterie 11 war in Delmenhorst-Adelheide kaserniert und bewachte das Sonderwaffenlager Dünsen. In Kellinghusen war die Begleitbatterie 6.

richitg dragoner.
die bw hatte 89 12 divisionen, davon 6 Pz-,4 PzGren, 1 Geb- und 1 LL Div.
dazu noch das TerrHeer mit Heimatschutzbrigaden 51,52,53,54,55,56 (alle taktiv),sowie die Heimatschutzbrigaden 61,62,63,64,65,66 (alle gereinh.). dazu noch allerlei krimskrams. noch eine seite für die dies interessiert.www.nva-forum.de. auf dieser hompage belege gefunden das die Heimatschutzbrigaden allesamt im V-fall zu divisonen aufgestockt werden sollten.aufejedenfall ne intressante seite.

noch was in eigener Sache:
jeder hatt in der Armee gedient in desen Land er aufgewachsen und demetsprechend erzogen wurde. dementsprechend respektiere ich die kameraden der ehemaligen NVA.
noch was: Die BW ging 90 zugrunde(aus meiner sicht) , ob sie noch überhaupt einsatzfähig ist wie ende 89 laß ich mal bezweifeln. deshalb danke ich den lieben gott noch 2 jahre vor der wende gedient zu haben:D. Meine jählichen 3 monatigen wehrübungen laßen mich immer mehr den kopfschütteln. aber wie gesagt alles meine Meinung.;)

Marlon
26.11.2008, 19:53
Da ich jetzt nicht das ganze Forum durchsuchen möchte:

Wie nah hat man denn Atomwaffen von Westseite an die Grenze zur DDR stationiert? So die Km-Zahl würde mich interessieren.

mattenmiehler
26.11.2008, 21:40
Hallo ,

was waren das für Bunker bei Wörth im Bienwald ?

Grüße Ralf

Firefighter
26.11.2008, 21:59
Hallo Ralf,

zunächst Herzlich Willkommen im Cold-War-Forum :)

das Depot zwischen Wörth und Kandel-Langenberg war ein konventionelles Nachschubdepot der US Army, ein sogenannter Prestock Point (PSP76)
Hier lagerte in 26 Munitionslagerhäusern und ca. 5 Holzbarracken konventionelle Munition aller Art, von Artilleriegranaten bis Pistolenmunition.

http://maps.google.de/?ie=UTF8&ll=49.052889,8.218589&spn=0.009056,0.01914&t=h&z=16&lci=lmc:panoramio

König von Mentrup
20.12.2008, 22:17
Moin, ein SAS fehlt noch und zwar das in Ostbevern-Schirl (Münsterland). Das müsste aber die Nummer 43 auf der Karte sein. In Telgte direkt waren wohl nur die Wach- und Wartungssoldaten stationiert. Dort wehte immer nur die US-Flagge, wenn wir daran vorbei fuhren. Gruß Herby


Die BW. war auch da und hatte fast gegenüber ein Depot ! Ostbevern-Schirl liegt zwischen Telgte u. Ostbevern . Bin inder Straße "Überwasser" aufgewachsen .

StoMunNdlg 241/3
06.01.2009, 17:39
Ist mit dem SAS Nienburg das SAS in Liebenau gemeint ?

StoMunNdlg 241/3
07.01.2009, 17:03
ich bin grad irgendwie zu einsichtig (hab nur ein Auge in dem anderen steckt grad was drin) und finde das SAS Büren nicht...

hat da wer netter weise einen google maps link ? danke :)

maxxam
07.01.2009, 17:44
Hi,

hier ist der Link:

http://maps.google.de/maps?f=q&hl=de&geocode=&q=b%C3%BCren&sll=51.151786,10.415039&sspn=20.28642,39.550781&ie=UTF8&ll=51.549804,8.638494&spn=0.009794,0.019312&t=k&z=16&iwloc=addr

Die Bunker sind geschleift, der zentrale Wachturm steht noch. Rechts die ehemalige Kaserne, ist - glaube ich - jetzt n Knast.

maxxam

Firefighter
07.01.2009, 21:39
Ist mit dem SAS Nienburg das SAS in Liebenau gemeint ?

Richtig, damit ist die SAS Liebenau-Nienburg gemeint.

http://maps.google.de/maps?t=h&hl=de&ie=UTF8&ll=52.601622,9.070693&spn=0.004157,0.009656&z=17&g=Dahn

StoMunNdlg 241/3
08.01.2009, 10:01
danke euch beiden !!!

^ das würd mich ja echt ankotzen da im Knast zu sitzen wenn nebenan nen SAS ist das ich noch nicht kenne ;)

a.ewing
08.01.2009, 20:29
Hi,

hier ist der Link:

http://maps.google.de/maps?f=q&hl=de&geocode=&q=b%C3%BCren&sll=51.151786,10.415039&sspn=20.28642,39.550781&ie=UTF8&ll=51.549804,8.638494&spn=0.009794,0.019312&t=k&z=16&iwloc=addr

Die Bunker sind geschleift, der zentrale Wachturm steht noch. Rechts die ehemalige Kaserne, ist - glaube ich - jetzt n Knast.

maxxam

stimmt
ist jetzt ein Knast für ausländische Mitbürger die abgeschoben werden

klausi1305
30.05.2009, 23:45
zu SAS Villingen..
viel sieht man nicht mehr jedoch weis ich das es ausschliesslich vom 100 IR FR bewacht wurde

trince
18.07.2009, 17:16
Hallo,

bisher sind diese Sonderwaffenlager bekannt, dies gilt jedoch nur für die Zeit nach 1980 und auch nur für die Landstreitkräfte:


...
SAS Paderborn-Sennelager
...



Gruß, Sebi

Ich habe da mal in einem Forum recheriert, bei Leuten die es wissen müssten. Das SAS Paderborn ist definitive nicht das Depot 90 gewesen, noch darin eingebettet. Es waren lediglich die Rakaten ohne Sprengkopf dort gelagert.


Remember with the Lance missile system, we only had the MMA's, the yanks kept the warheads somewhere in Sennelager in a very sucure place. I think we had to do some sort of guard but not inside the compound. siehe Beitrag hier (http://raoc.websitetoolbox.com/post/show_single_post?pid=34528255&postcount=9)

Zu meiner Zeit als Wachmann bei den Briten (Anfang 1987-bis Mitte 1989), gab es da eine MSO Hundeführereinheit, mit zivilen Mitarbeitern. Meiner Meinung schon ein Indiz dafür, das dort keine Atomwaffen gelagert waren.

Nach Aussagen von Soldaten, die dort stationiert waren, immer nur 2 Soldaten zum Wachdienst eingeteilt.


We used to do a 2 man duty at Depot 90 on weekdays & weekends, with rations for 10 (just in case of enlarged duty at short notice) siehe Beitrag hier (http://raoc.websitetoolbox.com/post/show_single_post?pid=34499933&postcount=3)

Das kommt mir bekannt vor, da es genau das selbe System war, mit welchem im Korpsdepot Wöhle bei Schellerten/Hildesheim zu meiner Zeit gearbeitet wurde. 2 Soldaten für 2-3 Tage, 2 Hundeführer für 25 Stunden (inkl Transport von und nach Hildesheim zu den Tofrek Barracks {jeweils 1/2 Stunde Fahrt mit dem Landrover}) die abwechselnd Aussenstreifen gelaufen sind. Im folgenden wurde dann noch geschrieben
Depot 90 only had conventional ammo up til 1977, after that I do not know.

Ob in der Zeit von 1977 bis 1987 dort eine SAS-Site gewesen möchte ich ausschließen, da ich von Kollegen der MSO die dort beschäftigt waren damals erfahren hatte, das es dort schon seit der Einrichtung des Depots ein Attachment der MSO dort gab. (Ziviles Wachpersonal SAS-Site?!)

Zum Abschluß dann noch der 2. Satz dies Zitats:


Remember with the Lance missile system, we only had the MMA's, the yanks kept the warheads somewhere in Sennelager in a very sucure place. I think we had to do some sort of guard but not inside the compound.

Bob H siehe Beitrag hier (http://raoc.websitetoolbox.com/post/show_single_post?pid=34528255&postcount=9)

Fazit:
Das Depot 90 ist nicht das eigendliche Sonderwaffenlager gewesen. (Bitte das Depot 90 in die RELME-Datenbank aufnehmen ;) )
Innerhalb des Sennelagers muss sich ein weiteres Depot/Lager befinden, in dem dann die Sprengköpfe gelagert wurden. Das war das eigendliche Sonderwaffenlager.

Gruß
Oliver

Firefighter
18.07.2009, 18:34
Hallo Oliver,

danke für deine Recherche.

Was mich dann allerdings etwas stutzig macht, wieso baut man eine vermeintliche SAS für Zehntausende von Dollar nach dem Long Range Security Program um (SSCC, Doppelzaun etc ) und nutzt das dann nur als Lager für die Lance-Raketen?

Vielleicht sollte man in dem Fall eher ehmalige GIs vom 26th USAFAD fragen, die sollten wissen wo die Warheads lagerten.
Alternativ einfach mal Walter Elkins anschreiben, eventuell hat der noch mehr Infos vom 26th USAFAD in seinem Fundus, was nicht im großen Artikel von der 59th Ord Bn (http://www.usarmygermany.com/Units/Ordnance/USAREUR_59thOrdBde.htm) zu finden ist.

Joiner
27.09.2009, 19:28
Guten Tag zusammen,
ich hab erst vor kurzem vom Depot Riedheim- Günzburg erfahren, wusste bis dato nichteinmal das diese Anlage existiert.
Nun hab ich 2 Fragen dazu:
1. hat mir jemand ein Google Earth Link. Mir ist zwar die ungefähre Gegend bekannt aber kein genauer Standort.
2. liegt es nahe das die im 5 km entfernten Fliegerhorst Leipheim stationierten Tornados ebenfalls für die A Waffen vorgesehen waren, da das für die Verwaltung und Bewachung zuständige Artellerie Batillion "schlag mich tot" im 20 km entfernten Neu- Ulm beheimatet war und deren Pershing II Abschussrampen sich im 30 km entfernten Illertissen/ Krumbach befanden. Wieso sollte sich das Depot ansonsten in 5 km Umkreis zum Fliegerhorst jedoch in 30 km Entfernung zu den Abschussrampen befinden?!
Vielleicht weiß hierzu jemand genauer Bescheid.

Rex Danny
27.09.2009, 20:10
Hallo Oliver,

danke für deine Recherche.

Was mich dann allerdings etwas stutzig macht, wieso baut man eine vermeintliche SAS für Zehntausende von Dollar nach dem Long Range Security Program um (SSCC, Doppelzaun etc ) und nutzt das dann nur als Lager für die Lance-Raketen?

Vielleicht sollte man in dem Fall eher ehmalige GIs vom 26th USAFAD fragen, die sollten wissen wo die Warheads lagerten.
Alternativ einfach mal Walter Elkins anschreiben, eventuell hat der noch mehr Infos vom 26th USAFAD in seinem Fundus, was nicht im großen Artikel von der 59th Ord Bn (http://www.usarmygermany.com/Units/Ordnance/USAREUR_59thOrdBde.htm) zu finden ist.

Hallo, Firefighter !

Du hast doch mein KMZ-File, da stehen doch alle SAS drin.

Hier noch einmal nur das SAS Sennelager als KMZ-File.

Das Depot wird immer noch von den Briten genutzt, jetzt allerdings für Ausbildungszwecke (Auslandseinsätze etc.). Ich war im Juni unten in Sennelager und habe mir dort alles, was erreichbar war, angeschaut. Daher kann ich mit Bestimmheit sagen: "Aktive Liegenschaft, aber sicherlich keine Atomwaffen mehr in den Bunkern !"

Grüße,


Rex Danny

Rex Danny
27.09.2009, 20:18
Guten Tag zusammen,
ich hab erst vor kurzem vom Depot Riedheim- Günzburg erfahren, wusste bis dato nichteinmal das diese Anlage existiert.
Nun hab ich 2 Fragen dazu:
1. hat mir jemand ein Google Earth Link. Mir ist zwar die ungefähre Gegend bekannt aber kein genauer Standort.
2. liegt es nahe das die im 5 km entfernten Fliegerhorst Leipheim stationierten Tornados ebenfalls für die A Waffen vorgesehen waren, da das für die Verwaltung und Bewachung zuständige Artellerie Batillion "schlag mich tot" im 20 km entfernten Neu- Ulm beheimatet war und deren Pershing II Abschussrampen sich im 30 km entfernten Illertissen/ Krumbach befanden. Wieso sollte sich das Depot ansonsten in 5 km Umkreis zum Fliegerhorst jedoch in 30 km Entfernung zu den Abschussrampen befinden?!
Vielleicht weiß hierzu jemand genauer Bescheid.


Zunächst einmal herzlich willkommen im Forum !

Zu Frage 1 habe ich Dir zwei KMZ-Files angehängt, 1x das SAS Riedheim und gleich daneben in derselben Liegenschaft die StoMuna Riedheim.

Zu Frage 2 sei gesagt, daß es sich bei beiden Einrichtungen um Bundeswehreinrichtungen handelte. Im SAS wurden die Lance-Sprengköpfe für das Raketenartilleriebataillon 250 gelagert. Bewacht wurde das Depot durch das Nachschubbataillon SW 220 sowie das 84th US Army Field Artillery Detachment.

Grüße,


Rex Danny

Joiner
28.09.2009, 17:45
@ Rex Danny.
Ich danke dir für die kmz Datei.
Werde bei Gelegenheit mal dort vorbeischauen. Mich interessiert es ob dort noch irgendwelches Militär zuständig ist, schließlich habe alle Kasernen in unmittelbarer Nähe dicht gemacht.

McMarkus
28.09.2009, 18:06
Moin.

Mal rein interessehalber gefragt: Zählen lediglich Kernwaffen als Sonderwaffen, oder auch chemische und biologische Kampfstoffe?

Gruß,
Markus

dochol
29.09.2009, 17:27
Hallo,
meines Wissen zählt auch B und C-"Munition" dazu. Irgendwo (usaeur?) hab ich gelesen, dass auch uranmunition als "special weapon" gilt. In Hanau-Erlensee (http://maps.google.de/maps?f=q&source=s_q&hl=de&geocode=&q=hanau+erlensee&sll=51.151786,10.415039&sspn=19.69748,39.506836&ie=UTF8&ll=50.162656,8.948691&spn=0.00245,0.004823&t=h&z=18) gibt es ein Depot, was ähnlich gesichert ist wie ein typisches SAS. Kurioser Weise liegt ein SAS in unmittelbarer Nachbarschaft. Das Depot selber wurde afaik bezeichnet als SW1 und ist mit Doppelzaun und Wachtürmen gesichert.

Auf bing.com gibts eine gute Ansicht des Ganzen, nur zu deiner Information ;)
Gruß

1.TrspBtl120 Werlte
05.10.2009, 20:24
Hallo,

ich bin selber in Welte gewesen beim 1.TrspBtl120 dem nachfolger des Nachschubbataillon SW 120 . Das Lager selber war in Lahn ( Lager Lahn), die Bundeswehr hat den Ring aussen Bewacht und die Ami´s den inneren. Die Kaserne der Ami`s war in Sögel. Das Lager war also genau zwischen beiden Ortschaften Werlte und Sögel. Wer Lust hat kann sich das ansehen ist nun Freigegeben, unter Relikte.de sind auch Bilder zusehen.

sebi83
06.10.2009, 18:50
Hallo zusammen,

kann mir jemand sagen welche Art Waffen im SAS 31 in Montabaur gelagert waren.

Gruß sebi

B206
09.11.2009, 18:57
In folgenden Artikel ist die Rede von Kernwaffen schon in den 50er-Jahren:

Quelle: Märkische Allgemeine, MAZ Hauptteil, 01.10.2008

ZU „NUR DIE ,TAUBSTUMMEN’ WUSSTEN BESCHEID / MILITÄRGESCHICHTE ...“, 19. 9., S. 3 Gegen einseitige Schuldzuweisungen

Im o. g. Beitrag wendet sich der Autor einem bisher wenig beachteten militärgeschichtlichen Thema zu, den sowjetischen Kernwaffen in der DDR. Mindestens 200 seien es hier gewesen, worüber der Westen seit Mai 1973 Gewissheit erlangt habe...

Wissenschaftliche Redlichkeit verlangt aber die Gesamtschau, d.h. sie muss auch den potenziellen militärischen Gegner betrachten, denn sonst könnte leicht der Aufschrei entstehen: „Was haben die ,Russen’ bloß mit uns gemacht!“ Erneut wäre die einseitige Schuldzuweisung perfekt. Tatsache ist, dass die USA bereits spätestens seit September 1953 begannen, Kernwaffen in die Bundesrepublik zu bringen (vorher schon nach Großbritannien). Das begann mit den 280-mm-„Atomkanonen“ vom Typ M-65 mit nuklearen Granaten W-9 mit einer Sprengkraft nur etwas geringer als die Hiroshimabombe. Am 29. April 1954 waren alle fünf vorgesehenen Artillerieabteilungen mit 20 Kanonen vollständig. Von der zweiten Hälfte der 50er Jahre an folgten 203,2-mm- bzw. 155-mm-Haubitzen und 175-mm-Kanonen, ebenfalls für den Kernwaffeneinsatz. Derartige Artilleriesysteme sind in vielen Nato-Staaten bis heute im Bestand. Doch das ist weniger als die halbe Wahrheit. Schon ab Frühjahr 1954 kamen Kurzstreckenraketen Honest John und Flügelraketen Matador bzw. Mace, später abgelöst durch Sergeant, Lance und Pershing I bzw. Pershing II sowie Cruise Missiles, auch Fla-Raketen Nike Ajax bzw. Nike Hercules, Nuklearminen, sogar nukleare „Rucksackbomben“, und Jagdbombenflugzeuge unterschiedlichster Typen hinzu ... Für all die genannten Systeme, die auch von Nato-Partnern zum Einsatz gebracht werden sollten, lagerten die USA in Westeuropa schon 1959 2500 Kernwaffen, in der Spitze (die britischen und französischen Kernwaffen gar nicht gerechnet) dann Ende 1968/Anfang 1969 7200. 1986 waren es immer noch etwa 6000 nukleare Sprengsätze. Die Mehrzahl davon, etwa 3800, in der Bundesrepublik. Schätzungen besagen, dass die USA noch heute in Belgien, Deutschland und den Niederlanden bis zu 240 Nuklearbomben besitzen, darunter bis zu 44 im nordrhein-westfälischen Büchel. Wozu das alles, wo doch die „Russen“ mit ihren 200 ATOMBOMBEN schon längst abgezogen sind? Dr. sc. Lothar Schröter

Militärhistoriker, Borkwalde

Gibt es aus dieser Zeit irgendwelche Infrastrukturen die man noch besichtigen kann?

Hatebreed
11.11.2009, 16:24
I

... darunter bis zu 44 im nordrhein-westfälischen Büchel...

. :confused: :mad: :eek: Äääähm, "rheinland-pfälzischen Büchel" müßte es aber heissen...;)

Gruß Thomas

B206
11.11.2009, 18:37
:confused: :mad: :eek: Äääähm, "rheinland-pfälzischen Büchel" müßte es aber heissen...;)

Gruß Thomas

Sagt "Dr. sc. Lothar Schröter, Militärhistoriker, Borkwalde" ... hihi ...

suedbaden
11.11.2009, 19:23
Die Rache des Ostens: "Militärhistoriker, Borkwalde"

raketenhans
22.01.2010, 22:18
Da ich jetzt nicht das ganze Forum durchsuchen möchte:

Wie nah hat man denn Atomwaffen von Westseite an die Grenze zur DDR stationiert? So die Km-Zahl würde mich interessieren.

hallo, stationiert waren sie ca 20 - 60 km von der ddr grenze - das spielte auch keine grosse rolle - bei einem kriegsfall wären sie ausgelagert worden. wir haben jedes jahr abschussplätze neu festgelegt und eingenordet ( mit Bierkronenkorken in die Bäume geschlagen. die abschussplätze gingen von nähe quickborn bis rauf weit über den nord-ostsee-kanal.
ich fand es damals bemerkenswert, da die haubitzen zum verschiessen der a-köpfe nicht weiter als 30 km schiessen konnten, so das wir im ernstfall unsere eigene bevölkerung mit a- bomben beharkt hätten.
Bewacht und transportiert wurden sie von der begleitbatterie 6 verschiessen sollten sie von haubitzen aus albersdorf

Horner
22.01.2010, 23:59
Hey Raketenhans,

dafür waren auch in Wentorf, Bismark und Boose- Bergmann Kaserne
Panzer/Haubitzen M110/(?)
Denn die waren wie alle in R-Osten gerichtet.

Horner( Beagle)

Samurai
24.01.2010, 04:45
Moinsen Horner,

ich muss Dich leider berichtigen, in der Bismark- Kaserne waren nur Panzergrenadiere des PZGrenBtl.162, die 2./ PzGrenBtl. 161 und das Sanitäts- Zentrum 111. Das Panzerartilleriebtl. 165 mit den M110 war in der Bose- Bergmann Kaserne stationiert gewesen.

So long

Samurai

Horner
24.01.2010, 09:03
Moinsen Samurai,

endschuldige meine nicht so detalierte Ausführung, aber ich war mir nicht mehr ganz sicher, in welche von beiden das Panzeratellerie Btl. 165 stationiert war. Nach all den Jahren fängt nähmlich der Kalk so langsam an zu rieseln :D , um sich an den alten Begebenheiten zu erinnern.
Ich selber war in der Boose-Bergmann bei den mobilen Wentorfer Jägern 3/ 66.
Wie ich das erste mal diese schießenden Kampfkollosse gesehen habe, überkam mich ein ehrwürdiges Gefühl, vielmehr ein in das Staunen geratenes Gesicht. Unser damaliger Bayrischer Oberfeldfebel sagte:Jungs, wo die Hinhauen, wird alles Platt sein und gab uns noch einige Beispiele von Einsätzen dieser Waffe. Die Nähe zur damaligen DDR war wirlich fast nur ein Kantzensprung, wenn man die alten Grenzverhältnisse vergleichen tut. Da Du diesen Standort auch kennst, habe ich Dir mal ein Bild von den heutigen "Outfit" eingesetzt.

Gruß
Horner ( Beagle )

Horner
24.01.2010, 10:37
Noch etwas vergessen,

das nächste SAS das in der Nähe von Hamburg-Wentorf war, ist das SAS Kellinghusen gewesen. Also, wären wohl die nuclearen Arty-Geschosse nach meiner Meinung ( ob diese da auch eingelagert waren? ) für das Panzerartillerie 165 gelagert gewesen. Die Entfernung vom Standort Wentorf zum SAS Kellinghusen ist ca. 88,8 Km, zur alten Grenze von Wentorf je nach Grenzverlauf ca.40-50 Km geschätzt. Verantwortlich für die Durchführung wäre wohl die Stabskp PzGrenBrig 16 und für den Nachschub die Nschkp 160 gewesen. Ob das auch dann so Ausgeführt worden wäre, ist von mir nur eine Vermutung. Wenn der Feind die Grenze überschritten hätte, wie Reketenhans schon sagte, wäre das SAS ausgelagert und in flexiblen Sicherungskreisen gesichert worden. Jede Handlungsweise würde, je nach der vorliegenden Lage geplant, so das man diese nur in taktischen Vermutungen ( was wäre wenn ) in der heutigen Zeit überdenken kann.

Gruß
Horner ( Beagle )

Samurai
24.01.2010, 12:03
Moinsen Horner,

wie die SAS ausgelagert worden sind, das sollten wir doch noch in guter Erinnerung haben :-), nämlich dann als wir auf die Übungen rausgefahren sind und Feldmässig die SAS eingerichtet haben und gesichert haben. Sei es jetzt im Wald oder in irgendwelchen Scheunen gewesen. Soviel ich noch weiss, waren auch in unserem SAS Meyn nicht nur die Lance- Gefechtsköpfe, sondern auch Granaten für die M110 eingelagert worden, kann sein das ich mich jetzt da irre.
Ich denk mal das die Taktischen Rückzugsgebiete gen Westen und Norden gewesen sind und der Verschuss der Sondermunition als einer der letzten Mittel einegesetzt worden wäre, wenn die Konvertionellen Kampfmittel nicht mehr ausgereicht hätten. Da das SAS Kellinghusen ja auch im eventuellen Rückzugsraum gelegen ist, könnte ich mir das unter Umständen vorstellen, das in beiden SAS Kellinghusen, sowohl auch SAS Meyn die Sondermunition für die Panzerhaubitzen eingelagert war.

so long

Samurai :-)

alterfritz
24.01.2010, 12:24
Das SAS Kellinghusen war das SAS(SdMunLgr) der 6. Panzergrenadierdivision. Dort war unter Gewahrsam des 13.(US) Field Artillery Detachment der Vorrat an Atomsprengkörpern eingelagert, die im Kriege nach Freigabe durch den US-Präsidenten in Verantwortung des Kommandeurs der 6.Panzergrenadierdivision hätte eingesetzt werden können. Diese Atomgeschosse waren vom Kaliber 203mm und 155mm. Bis Anfang der 1980er Jahre gehörten auch noch Sprengköpfe für die Honest John-Raketen dazu. Das war bei allen deutschen Heeresdivisionen (außer der LL-Div) so. Von deutscher Seite war für Verwaltung und Bewachung die Begleitbatterie des jeweiligen Artillerieregiments verantwortlich. Die Atomgeschosse wären nicht erst nach Kriegsausbruch aus den SAS ausgelagert worden sondern bereits vorher. Dies war Aufgabe der Begleitbatterie in Zusammenarbeit mit den beiden Artilleriespezialzügen des Artillerieregiments, die über die entsprechenden Transport-Lkw verfügten. Die Atomgeschosse wurden dann in einem DVP SdMun (Divisionsversorgungspunkt Sondermunition) unter Befehl des Artillerieregiments beweglich bereitgehalten. Die Brigaden und die Nachschubkompanien hatten damit überhaupt nichts zu tun. Für den Verschuss der 155mm-Atomgeschosse griff der Kommandeur des Artillerieregiments, der zugleich Divisisonsartillerieführer war, auf die Panzerartilleriebataillone der Brigaden zu und befahl dazu die Abstellung von Teilen einer Batterie an einen Artilleriespezialzug. Der Artilleriespezialzug verfügte über das spezielle Personal und Material, um die Atomgeschosse für den Verschuss vorzubereiten, nicht aber über die Gechütze und Geschützbedienungen.

Horner
24.01.2010, 13:00
An Alter Fritz: Danke für die ausführlichen und damit Verbundenen Einheiten mit deren Aufgabestellung im V-Fall. Das es einen Arty-Spezialzug hierfür gab, hatte ich nicht gewusst, aber man lernt ja nie aus;)

An Samurai:
Ja, die Auslagerung habe ich noch in bester Erinnerung mit feldmäßigen Einsatz. Besonders wenn man morgens um 3.00Uhr in der Dunkelheit und Niemandsland, ohne Beleuchtung den S-Draht wieder zusammen Rödeln musste.
Die Einschnitte in der Uniform zeugten von deren Schärfe und das Fluchen der anderen Kameraden war nicht zu über hören.
Mit den Rückzugsraum denke ich genauso, mehr Möglichkeiten gen. Westen oder Nord haben wir ja nicht gehabt. Beide SAS waren ja nur ca. 122km von einander getrennt, was auch keine große Entfernung darstellt. Das hatte ich vergessen, bevor etwas in Gange gewesen wäre, hätten wir schon längst unsere Ostereier in Sicherheit gebracht.

Gruß
Horner ( Beagle )

suedbaden
24.01.2010, 13:45
Nur mal eine kurze Frage. Das PzArtBtl 165 müsste doch M109 mit 155mm Rohren gehabt haben. Die M110 gehörten zur Divisionsartillerie, das wäre also das FArtBtl 61 in Albersdorf gewesen.

Horner
24.01.2010, 19:03
Wau excuse me Suedbaden,

da hat sich doch mal wieder ein Zahlendreher eingeschlichen !
Das PanzerartillerieBtl 165 hatte die Panzerhaubitze mit den Kaliber 155mm und diese war ab 1972 in der Lage auch nucleare Geschosse zu veschießen.
Die M110 war auf einer Selbstfahrlafette und hatte das schwere Kaliber von 203mm und war schon seit 1960 für nucleare Geschosse verwendbar.
Hier wäre das Feldartillerie Btl 61 aus Albersdorf ( Divisionsarty Btl ) zum Zuge gekommen, das 1993 Umgegliedert in Beob Art Btl 61 wurde.
Der Division unterstand auch das Artilleriebatallion 6. in Kellinghusen.
In Falle des V-Falles wären diese zum Landjut über gewechselt. Wenn man sich dann noch vostellen kann, wenn die RakArty auch noch dazu gekommen wäre, rote Erde auf breiter Front.
Gott Sei Dank hat dieses nucleare Szenario nie stattgefunden.

Gruß
Horner ( Beagle )

uraken
25.01.2010, 22:01
MIt der Ausssonderung der Honest Johns aus den Rak Art Btl waren nur doch die M109 und M110 als atomare Artilleriesysteme auf Divisonsebene vorhanden.
In der Regel war ein Art Spez Zug dem FeldArtBlt der Division und der andere einer der PzArtBlt zugeteilt.
Alles was auf Divisionsebene verschossen wurden wäre wäre wohl auf der BRD Seite der Grenze gelandet. Weiter als circa 15km (M110 18km max mit der goldenen Murmel) wären die ja nicht geflogen und eine nukleare Feuerstellung befindet sich mit Sicherheit nicht am vorderesten Rand der Verteidigung.

Die Lance von RakArtBlt 650 waren ja direct LANDJUT unterstellt (V-Fall).

GermanyNavy
03.03.2010, 01:40
Muntlangen fehlt als US Army Ware Head Store und bei Fulda in der Röhn wurden auch Pershing Nuclear Köpfe gelagert,wie in Muntlangen. Und durch einige Kontakte wurden für die GLCM der Pytna die Nuclearköpfe im Dep Wüschheim gelagert und zum teil auf USAB Hahn.

vladdes
03.03.2010, 02:09
In Wüschheim wurden nie Sprengköpfe der GLCM gelagert.

GermanyNavy
03.03.2010, 09:59
Also laut Unterlagen wurden dort komplett montierte BGM 109 G Gryphon in Transportcontainer mit Thermonucler Gefechtskopf gelagert! Die Thermonuclear Sprengsätze auf der USAB Hahn.

Hatebreed
03.03.2010, 12:58
Will ja nichts sagen, aber ich war bisher über die Qualität der Beiträge begeistert und würde mich freuen, wenn es so bliebe...Gruß Thomas
PS.: Link "Räschtschreipung" oder so vom Admin Harry lesen, wäre ganz dienlich...

GermanyNavy
03.03.2010, 13:30
Scheinst es nicht verstanden zu haben,ab okay! Die Wareheads der GLCM für sich wurden auf der USAF AB Hahn gelagert. Komplette GLCM in Wüschheim.

Hatebreed
03.03.2010, 13:45
Pershing (1 oder 2, egal) in Fulda???:confused: Naja, da staunt der Laie und der Fachmann wundert sich...Aber egal, hab da nicht so die Ahnung und bitte um Aufklärung...Gruß Thomas

Firefighter
03.03.2010, 13:56
Mutlangen war die Missile Storage Area der 56th Field Artillery Brigade, dort waren meines Wissens nur die Raketen selber für den Nachschub der QRA-Stellungen gelagert. Neben Mutlangen gab es noch im Munitionsdepot Weilerbach/Rodenbach bei Kaiserslautern eine Pershing-MSA.
Die Sprengköpfe für den Nachschub lagerten in den Sonderwaffenlagern Siegelsbach und Fischbach.

In Fulda gab es bestimmt keine Pershing, so nahe an der Zonengrenze...
Ich glaub du hast Pershing mit Lance verwechselt, den dieses Waffensystem war im Fulda Gap stationiert.

Nur so zur Info, der Aufstellraum der Pershing II der 56th FA Bde im V-Fall war u.a. der Hunsrück...

vladdes
03.03.2010, 14:32
Und durch einige Kontakte wurden für die GLCM der Pytna die Nuclearköpfe im Dep Wüschheim gelagert und zum teil auf USAB Hahn.


Also laut Unterlagen wurden dort komplett montierte BGM 109 G Gryphon in Transportcontainer mit Thermonucler Gefechtskopf gelagert! Die Thermonuclear Sprengsätze auf der USAB Hahn.


Scheinst es nicht verstanden zu haben,ab okay! Die Wareheads der GLCM für sich wurden auf der USAF AB Hahn gelagert. Komplette GLCM in Wüschheim.

Was denn jetzt? Sprengköpfe in Wüschheim, oder nicht?

Soweit ich das weiss wurde in Wüschheim nie was anderes als konventionelle Munition gelagert. Dass die Sprengköpfe auf dem Hahn lagerten ist richtig, die sind da neben den "Eiern" für die F-16 auch gar nicht weiter aufgefallen.
Die Unterlagen über die Lagerung von den kompletten Raketen würde ich ja gerne mal sehen. Das habe ich zwar noch nie gelesen, ist aber durchaus im Bereich des Möglichen. Vieleicht könntest du ja mal deine Quelle angeben, das wäre nett.

Gruß Tobias

Scaleon
04.03.2010, 00:09
Muntlangen fehlt als US Army Ware Head Store und bei Fulda in der Röhn wurden auch Pershing Nuclear Köpfe gelagert.

Hallo GermanyNavy!
In Mutlangen wurden lediglich Raketen, sowie die Raketen-Abschußvorrichtungen / Komponenten für die drei QRA's: Heilbronn, Neu Ulm, plus ??? vorgehalten, sowie wohl auch zum Training bereitgestellt, aber zu keinem Zeitpunkt wurden in Mutlangen jemals nukleare Sprengköpfe permanent gelagert. Quelle: Buch "Mutlanger Heide", plus meine erste Frau. Die kam aus Schwäbisch Gmünd, war in der damaligen Schwäbisch Gmünder Lokalpolitik aktiv, unfehlbar und alleswissend! Gruß Scaleon.

Firefighter
04.03.2010, 08:21
Hallo GermanyNavy!
In Mutlangen wurden lediglich Raketen, sowie die Raketen-Abschußvorrichtungen / Komponenten für die drei QRA's: Heilbronn, Neu Ulm, plus ??? vorgehalten, sowie wohl auch zum Training bereitgestellt, aber zu keinem Zeitpunkt wurden in Mutlangen jemals nukleare Sprengköpfe permanent gelagert. Quelle: Buch "Mutlanger Heide", plus meine erste Frau. Die kam aus Schwäbisch Gmünd, war in der damaligen Schwäbisch Gmünder Lokalpolitik aktiv, unfehlbar und alleswissend! Gruß Scaleon.

Hallo Scaleon,

die letzten aktiven QRA-Stellungen bzw. CAS-Sites der 56th FA Bde waren folgende:

Heilbronn-Waldheide; Fort Redleg
Lehmgrube/Kettershausen; Fort Von Steuben
Inneringen; Fort Blackjack

rubeck1
05.03.2010, 21:44
Hallo GermanyNavy!
In Mutlangen wurden lediglich Raketen, sowie die Raketen-Abschußvorrichtungen / Komponenten für die drei QRA's: Heilbronn, Neu Ulm, plus ??? vorgehalten, sowie wohl auch zum Training bereitgestellt, aber zu keinem Zeitpunkt wurden in Mutlangen jemals nukleare Sprengköpfe permanent gelagert. Quelle: Buch "Mutlanger Heide", plus meine erste Frau. Die kam aus Schwäbisch Gmünd, war in der damaligen Schwäbisch Gmünder Lokalpolitik aktiv, unfehlbar und alleswissend! Gruß Scaleon.

... das mit der unfehlbaren alleswissenden schwäbischen Ehefrau gefällt mir am besten....
Tschuldigung, ist mir gerade so herausgerutscht.

Ralf69
23.01.2011, 11:45
Luftwaffe? schau mal Tevern bei Geilenkirchen.

rampi
01.02.2011, 19:18
zu Mutlangen (ohne N bitte) ist nichts mehr hinzuzufügen... wer trotzdem noch etwas kucken möchte: 56th FA USAREUR (http://www.usarmygermany.com/Sont.htm?http&&&www.usarmygermany.com/units/FieldArtillery/USAREUR_56th%20FA%20Bde.htm). Ansonsten ist das schon erwähnte Buch auch wärmstens zu empfehlen!

Ich hab zwar noch nie nen SAS-Bunker live gesehen, allerdings kann ich mir wirklich nicht vorstellen, dass die beiden kleinen Dinger auf der Heide für A-Köpfe geeignet sind.

Heute ist das Gelände zum größten Teil überbaut und bis auf die beiden Bunker alles geschleift. Nur noch ein Teil der alten Landebahn sowie des kleinen Vorfelds im Westen und ein Teil der Zufahrtsstraße zum inneren Sicherheitsbereich und einiger Wartungshallen sind sichtbar.

rampi
02.02.2011, 14:28
hier mal im Anhang grob aus dem Gedächtnis ne Skizze, die Luftaufnahme ist schon bisschen älter (ca. 10 Jahre), heute ist ja der Mutlanger Teil des Geländes komplett überbaut (sieht man schön, wenn man näher reinzoomt bei bing). So lassen sich zumindest die groben Strukturen erahnen, auch wenn schon der ganze Beton durch den Shredder gewandert war. Beim inneren Sicherheitsbereich bin ich mir über den Zaunverlauf jetzt nicht 100% sicher, da müsst ich nochmal nachforschen. Auf jeden Fall war an dem kleinen Gebäude westlich der Bunker eine Hubsperre in der Straße.

rampi
31.08.2011, 21:00
Was lange währt wird endlich wahr: Ich hab's endlich geschafft mal ne kleine Tour über die Heide zu machen. Opas Fahrrad schnell auf Vordermann gebracht und ab die Post :) Leider hat gegen Ende der Kamera-Akku den Dienst quittiert, ein paar Bilder gibt's dann erst morgen.

8607
Blick von der Zufahrtsstraße auf die beiden "Bunker"

8608
8609
Reste einer der Wartungshallen

8610
Blick vom ehemaligen inneren Sicherheitsbereich nach Norden Richtung altes Main Gate (Bildmitte bei dem weißen Haus)

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8612
Sperre an der Zufahrt zum Allerheiligsten

8613
Parkplätze südlich der Runway und westlich der Zufahrtsstraße (wenn mich nicht alles täuscht standen hinterhalb des Parkplatzes 2-3 Barracken)

8614
T-Bereich, ebenfalls Reste von Wartungs-/KFZ-Hallen

8615
Abzweig von der alten Runway, rechts neben dem Schild versteckt sich die Hardt-Kaserne zwischen den Bäumen

8616
Markierungen auf der alten Runway (möglicherweise Heli-Platz?)

rampi
31.08.2011, 21:11
Teil 2:

8617
das alte Ch-47 Helipad; dort wurden die Raketen ein- und ausgeflogen

8618
8619
Details am Rande: Befeuerungssockel und Verzurröse

8620
Blick von der Klostersteige auf die ehemalige Bismarck-Kaserne in Gmünd (HQ 56th FA Brig.) sowie das KWEA Schwäbisch Gmünd; darüber die Hardt-Kaserne

8621
Tor des rechten "Bunkers". Leider ist das schöne Graffiti schon zerstört :( Schade um die schöne Arbeit der Schüler

8622
Lüftung

8623
Abluft

8624
Blick vom Dach Richtung Norden (dort waren früher die KFZ-Hallen/Schleppdächer sowie dahinter die Hardstands)