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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Depot Amstetten und Gerstetten



roadrunner
03.01.2009, 19:47
Hallo zusammen,
kann mir einmal jemand nähere angaben übder die Depots in Gerstetten (Baden Württemberg) und Teiledepot Amstetten (auch Baden Württemberg machen)?
Ich bin unlängst mal in Gerstetten vorbei gefahren, da ist fast alles abgerissen.
In Amstetten, da sieht es noch sehr gut aus.
Was war den in den beiden Depots gelagert, wo sind die ganzen gegenstände nun eingelagert?
Wenn ich es recht mitbekommen habe, ist in Amstetten eine Kanister Abfüllstation installiert gewesen, (gabe es nicht früher in ganz Deutschland) 3 Stück? Sind die andern beiden auch aufgelöss geworden? braucht das die BW nicht mehr, oder wird dass alles privat vergeben?
Wieviel Leute waren den in so einem Depot im Einsatz (zivile und auch in Uniform)
Ist jemand bekannt ob in Amstetten unterirdische Bunkeranlagen installiert sind?
Sind dort auch zufällig unterirdische Tankanlagen, falls ja wie viel Fassungsvermögen hatten die den und für welche Kraftstoffsorte?
Mir ist bekannt, dass an der Kanisterabfüllstation je 1 Tank mit 30m³ Diesel und 30m³Benzin vorhanden waren.

Was wist Ihr den über das Lager

Danke für die mithilfe
Roadrunner

roadrunner
03.01.2009, 22:08
Hier seht ihr mal eine Anlage die nicht zerstört wurde!!!
Weitere folgen sofort!

roadrunner
03.01.2009, 22:17
Ist die Abzweigdose (mit loch in der mitte) eine Tarnkamera?
2. Bild Splitterschutz am Bahnhof
3. Bild Bahnhof
4. Bild hier wurden die Tankwagen entladen
5. Lagerhalle

wie gefällt es euch? habe noch weitere!!

roadrunner
03.01.2009, 22:26
Bild 1 Sauberer Bahnhof
Bild 2-4 Heizzentrale warscheinlich siehe Kamin zustand 1AAA
Bild 5 Bunkereingang

weiter folgen!

roadrunner
03.01.2009, 22:35
Bild 1Wache
Bild 2 Lagerhalle
Bild 3 Lagerhalle
Bild 4 Lagerhalle
Bild 5 Beachte die Alarmanlage, was wurde da gelagert?

Man beachte, keine scheibe eingeschalgen, Rasen geschnitte, gesamtnote würde ich mal sagen sehr gut.

Geograph
03.01.2009, 23:05
… kann mir einmal jemand nähere angaben übder die Depots in Gerstetten (Baden Württemberg) und Teiledepot Amstetten (auch Baden Württemberg machen)?
Ich bin unlängst mal in Gerstetten vorbei gefahren, da ist fast alles abgerissen.
In Amstetten, da sieht es noch sehr gut aus.
Was war den in den beiden Depots gelagert, wo sind die ganzen gegenstände nun eingelagert?
Wenn ich es recht mitbekommen habe, ist in Amstetten eine Kanister Abfüllstation installiert gewesen, (gabe es nicht früher in ganz Deutschland) 3 Stück? Sind die andern beiden auch aufgelöss geworden? braucht das die BW nicht mehr, oder wird dass alles privat vergeben?
Wieviel Leute waren den in so einem Depot im Einsatz (zivile und auch in Uniform)
Ist jemand bekannt ob in Amstetten unterirdische Bunkeranlagen installiert sind?
Sind dort auch zufällig unterirdische Tankanlagen, falls ja wie viel Fassungsvermögen hatten die den und für welche Kraftstoffsorte?
Mir ist bekannt, dass an der Kanisterabfüllstation je 1 Tank mit 30m³ Diesel und 30m³Benzin vorhanden waren.

Was wist Ihr den über das Lager


Sicher bekannt:

► http://www.cold-war.de/showthread.php?t=712…;)



Auch interessant:

► http://www.vergessene-bahnen.de/Ex758_1c.htm



Bebauungs- und Nutzungsplan vom Objekt »Amstetten«:

► http://www.amstetten.de/media/files/GR-Vorlagen/28-04-08benzwang.pdf

.

roadrunner
03.01.2009, 23:12
Hallo Geograph,

ich war vor 3 WOCHEN an der Anlage, sieht echt noch aus, wie wenn es noch in betrieb wäre. sowas habe ich noch nie bei einer Aufgegebenen liegenschaft gesehen

Geograph
03.01.2009, 23:18
… ich war vor 3 WOCHEN an der Anlage, sieht echt noch aus, wie wenn es noch in betrieb wäre. sowas habe ich noch nie bei einer Aufgegebenen liegenschaft gesehen

Die Liegenschaft wird – ohne zeitraubenden Leerstand – zivil weitergenutzt;
vgl. den Bebauungs- und Nutzungsplan: http://www.amstetten.de/media/files/GR-Vorlagen/28-04-08benzwang.pdf.…:)

.

roadrunner
03.01.2009, 23:20
Die Liegenschaft wird – ohne zeitraubenden Leerstand – zivil weitergenutzt;
vgl. den Bebauungs- und Nutzungsplan: http://www.amstetten.de/media/files/GR-Vorlagen/28-04-08benzwang.pdf.…:)

.

Sie Anlage wird noch nicht genutzt, in den Medien, wird derzeit geredet, ob es die Lebenshilfe oder einen Solarpark verkauft werden soll, aber die Anlage ist noch nicht verkauft.

Dragoner
03.01.2009, 23:26
Sin rechtschaffen Leut, die Schwabe, die mache ebe nix kaputt :D

roadrunner
03.01.2009, 23:29
Sin rechtschaffen Leut, die Schwabe, die mache ebe nix kaputt :D

Es ist eine sehr Ländliche gegend. Da sieht das glaub anderst aus alls in einer Stadt. Es freut mich jedenfalls sowas noch zu finden. Ich hoffe nur, dass die Anlage in 2 Jahren auch nch so gut erhalten ist!

Geograph
03.01.2009, 23:32
Sin rechtschaffen Leut, die Schwabe, die mache ebe nix kaputt :D


Na, die sind zu geizig, ihre körperlichen Kräfte bei derartigen Zerstörungsaktionen dafür zu verschwenden ……:D



.

roadrunner
03.01.2009, 23:37
Na, die sind zu geizig, ihre körperlichen Kräfte bei derartigen Zerstörungsaktionen dafür zu verschwenden ……:D



.

So kann man des nicht ausdrücken, eine gute erziehung sorgt vor.

Nostalit
04.01.2009, 08:22
Sie Anlage wird noch nicht genutzt, in den Medien, wird derzeit geredet, ob es die Lebenshilfe oder einen Solarpark verkauft werden soll, aber die Anlage ist noch nicht verkauft.

Guten Morgen zusammen,
die Anlage in Rothensand http://www.cold-war.de/showthread.php?t=720 wurde an die Lebenshilfe Bamberg verkauft. Die Lebenshilfe wollte die Bunker zu Werkstätten umbauen, was wie es momentan aussieht nicht mehr verfolgt wird. Die Lebenshilfe wurde von der Öffentlichkeit angeprangert zukünftig die Behinderten unter "Verschluss" zu halten...........
Die Lebenshilfe Bamberg würde sehr gerne das Depot wieder verkaufen, doch findet sich kein Käufer, auch soll der vorgestellte Verkaufspreis im Verhältnis sehr hoch sein (wird erzählt).

Jagstheimer
04.01.2009, 17:47
Hallo,

in ehem. Depot Amstetten gibt es mittlerweile einen Nutzer zumindest eines Teils der Anlagen: die Firma "Alb-Donau-Industrieservice gemeinnützige GmbH". Es finden auch an mind. einer großen Lagerhalle Renovierungsarbeiten statt. Darüber hinaus dient der Gleisanschluss des Depots regelmäßig zur Unterstellung und Bekohlung einer Dampflok eines Museumseisenbahnvereins.

Dass die Anlage noch so gut in Schuss ist, kann ich bestätigen: der Zaun noch so jungfräulich unberührt, wie es heute bei keiner Jungfrau mehr zu erwarten ist. Auch in einer ländlichen Gegend auf der Schwäbischen Alb ist es mit edler Gesinnung und unschuldiger Landbevölkerung schon lange vorbei. Man muss sich nur die Stradleys der ehemaligen Standortmunitionsniederlage Radelstetten wenige Kilometer weiter ansehen: trotz gewerblicher Nutzung vollgeschmiert mit der üblichen grässlichen Graffitti.

In Amstetten findet allerdings auch etwas statt, was nicht die Regel ist für aufgegebene Bundeswehrliegenschaften: sie wird gepflegt ! Das Heizkraftwerk ist noch in Betrieb, wie ich heute mit eigenen Ohren vernehmen konnte. Man beachte auch den nach wie vor gemähten Postenweg entlang des Zauns (wenn auch keine Fußabdrücke in der schon seit längerem liegenden Schneedecke zu erkennen waren).

Aufgefallen ist mir auch, dass das Depot einmal während der Bundeswehrzeit erheblich erweitert wurde, vermutlich Anfang der achtziger Jahre. Man kann noch Reste des alten Zauns aus der Erbauungszeit im Depot erkennen. Der Erweiterungsbereich sind die in Google gut zu erkennenden Hallen und Fahrzeugunterstände im Südwesten der Liegenschaft. Vermutlich befanden sich Lagerbereich Gerät, der Mobilmachungsstützpunkt und vmtl. auch die Pipelinepioniermateriallager hier. In den neunziger Jahren waren hier größere Mengen an LKW abgestellt. Die alte Liegenschaft bestand aus dem POL-Lagerbereich mit den typischen POL-Lagerhallen, von der Bauform her noch aus der Errichtungszeit des Depots in den sechziger Jahren. Der sich anschließende (und das Depot nach Osten beschließende) Lagerbereich Material besteht aus Beton-Lagerhallen mit jeweils zwei Toren. Diese dürften ebenfalls nicht aus der Erbauungszeit des Depots stammen, sondern später errichtet worden sein. Im Depot sind noch mehrere Anlagen aus der Wifo-Zeit erhalten und waren bis zum Schluss in Betrieb, z.B. eines der typischen Wifo-Produktionsgebäude mit zwei Etagen in hervorragendem Erhaltungszustand. Daneben mindestens drei erdbedeckte Beton-Lagerhäuser.

Viele Grüße aus dem Schwabenland.

roadrunner
04.01.2009, 18:02
Ist dir zufällig bekannt, ob das Gelände schon verkauft wurde?
Hast du infos, was an Bunker und Tanks in Boden eingelassen sind?

Grüße roadrunner

Jagstheimer
04.01.2009, 18:08
roadrunner hat geschrieben:


Hallo zusammen,
kann mir einmal jemand nähere angaben übder die Depots in Gerstetten (Baden Württemberg) und Teiledepot Amstetten (auch Baden Württemberg machen)?
Ich bin unlängst mal in Gerstetten vorbei gefahren, da ist fast alles abgerissen.


Hallo roadrunner,

zu Gerstetten kann ich einige Angaben machen. Es handelte sich hierbei um das ehemalige Teildepot Munition Steinheim (am Albuch), Abkürzung STE. Dieses Depot war nach eigenem Augenschein im Oktober 1995 noch mit Wachpersonal besetzt, 1996 aufgegeben. Der letzte mit Schieberahmen am Wandkalender im Wachlokal markierte Tag war der 26.10.1995 (dieser Kalender fand sich noch ein Jahr später an der Wand).

Die Lagereinrichtungen des Depots bestanden ausschließlich aus Holz-Lagerhütten, wie sie früher für die Munitionslagerung in Depots üblich waren. Insgesamt gab es 148 solcher Hütten, die in aller Regel in Gruppen von zwei, drei, vier bis hin zu 14 nebeneinander standen und im Regelfall gemeinsam mit einem Splitterschutzwall umgeben waren. Daneben existierten noch zwei große Holz-Lagerhallen sowie das ebenfalls aus Holz gefertigte Munitionsinstandsetzungshaus. Die Hallen und Hütten wurden ab Sommer 1996abgebaut, nicht abgerissen, und vermutlich verkauft. Der selbe Fall und die selbe Depotstruktur wie im Falle Maulbronn, welches auch kürzlich ein Thema hier war.

Zu dem Depot gehörte noch die ein paar Kilometer entfernt an der Nebenbahn Amstetten-Gerstetten (an welcher auch das Depot Amstetten lag) liegende Verladestelle Krickethau. In einem größeren umzäunten Gebiet befanden sich hier neben einem Dienstgebäude zwei Ladegleise sowie große Kopf- und Seitenladerampe für Güterwagenbe-/ entladung.

Nach verschiedenen Aussagen (u.a. einer Geschichte zu der Nebenbahn) plante die Bundeswehr noch die Errichtung eines weiteren Depots bei Gerstetten. Dies wäre dann das dritte Depot in relativ engem räumlichen Zusammenhang zu Steinheim und Amstetten in der Gegend gewesen. Näheres zu diesem geplanten Depot (wo es errichtet werden sollte, welche Art von Depot es gewesen wäre) weiß ich nicht.

Viele Grüße

roadrunner
04.01.2009, 18:20
Danke,
in Gerstetten, war ich vor einigen Wochen mal, dort sind fast alle Hütten abgerissen worden, es sind nur noch ein Paar grössere Lager, diese werden von der Forstverwaltung genutzt. Wenn das Gelände nun gehört ist mit unbekannt.

Grüße zurück, Danke

Jagstheimer
04.01.2009, 18:31
Ist dir zufällig bekannt, ob das Gelände schon verkauft wurde?
Hast du infos, was an Bunker und Tanks in Boden eingelassen sind?

Grüße roadrunner

Hallo roadrunner,

nennenswerte unterirdische Anlagen / Tankanlagen dürfte es in Amstetten nicht geben (wenn man mal die alten erdbedeckten Wifo-Lagerhäuser nicht als unterirdisch ansieht). Im POL-Lagerbereich befindet sich eine große Halle (ist gut vom Außenzaun an der Nordseite des Depots zu erkennen, befindet sich kurz nach der Abbiegung des Zauns nach Osten, wenn man von der Hauptzufahrt aus entlang geht). Hierbei handelte es sich vmtl. um die von dir angesprochene Kanisterbeladeanlage. 1996 gab es dort zwei Treibstoffabfüllanlagen F 54 (waren so gekennzeichnet) und es stand vor der Halle alles voll mit Kanistern. Es sind durch Fenster in der Halle Lüftungsrohre zu erkennen, so dass hier u.U. unterirdische Tankanlagen liegen. Aber mit Sicherheit nichts spektakuläres.

Ich hab kurz meine Aufschreibungen aus den neunziger Jahren gewälzt: 1996 fanden sich Wegweiser, welche auf das nichtaktive Instandsetzungsbataillon 230 sowie die nicht aktive Feldersatzkompanie 21 hinwiesen. Die von mir bereits angesprochenen, im Gerätelagerbereich abgestellten LKW waren v.a. 5-Tonner, überwiegend Magirus / Iveco und DB 1017 tmil, aber auch MAN N4510 4x4 gl. Einige der Magirus trugen das Zeichen der 3. Kompanie des Sanitätslehrbataillon 851 (was bei in Gerätelager abgestelletn LKW nichts heißen mag; hier wurden Fahrzeuge von aufgelösten Einheiten eingelagert). In einem Freilagerbereich südlich der Kesselwagenabfüllanlage stapelten sich etliche Tankaufsätze für LKW.

Die Zivilwache damals hat sich nicht sonderlich über mein Interesse an dem Geschehen hinter dem Zaun gewundert, sondern ist, mich freundlich grüßend, an mir auf der anderen Seite des Zauns vorbeigegangen.

Jetzt ist mein Wissensstand zu Amstetten erschöpft.

roadrunner
04.01.2009, 18:42
Hallo roadrunner,

nennenswerte unterirdische Anlagen / Tankanlagen dürfte es in Amstetten nicht geben (wenn man mal die alten erdbedeckten Wifo-Lagerhäuser nicht als unterirdisch ansieht). Im POL-Lagerbereich befindet sich eine große Halle (ist gut vom Außenzaun an der Nordseite des Depots zu erkennen, befindet sich kurz nach der Abbiegung des Zauns nach Osten, wenn man von der Hauptzufahrt aus entlang geht). Hierbei handelte es sich vmtl. um die von dir angesprochene Kanisterbeladeanlage. 1996 gab es dort zwei Treibstoffabfüllanlagen F 54 (waren so gekennzeichnet) und es stand vor der Halle alles voll mit Kanistern. Es sind durch Fenster in der Halle Lüftungsrohre zu erkennen, so dass hier u.U. unterirdische Tankanlagen liegen. Aber mit Sicherheit nichts spektakuläres.

Ich hab kurz meine Aufschreibungen aus den neunziger Jahren gewälzt: 1996 fanden sich Wegweiser, welche auf das nichtaktive Instandsetzungsbataillon 230 sowie die nicht aktive Feldersatzkompanie 21 hinwiesen. Die von mir bereits angesprochenen, im Gerätelagerbereich abgestellten LKW waren v.a. 5-Tonner, überwiegend Magirus / Iveco und DB 1017 tmil, aber auch MAN N4510 4x4 gl. Einige der Magirus trugen das Zeichen der 3. Kompanie des Sanitätslehrbataillon 851 (was bei in Gerätelager abgestelletn LKW nichts heißen mag; hier wurden Fahrzeuge von aufgelösten Einheiten eingelagert). In einem Freilagerbereich südlich der Kesselwagenabfüllanlage stapelten sich etliche Tankaufsätze für LKW.

Die Zivilwache damals hat sich nicht sonderlich über mein Interesse an dem Geschehen hinter dem Zaun gewundert, sondern ist, mich freundlich grüßend, an mir auf der anderen Seite des Zauns vorbeigegangen.

Jetzt ist mein Wissensstand zu Amstetten erschöpft.


Super, danke, hast echt weitergeholfen!!


Mir ist bekannt, das an der Kanister Abfüllstation wie bereits vorne erwähnt 2 Tanks je 30m³ sind oder waren einer für Diesel und einer für Benzin.

Aber mal eine allgemeine frage noch.
Waren die Wifo Tanklager den in der grösse oder der Technik genormt?
Gab es von den Standorten Informationen?
Wo waren in Baden Württemberg den solche Lager?
Ich denke auch einmal, wenn ein Güterzug mit Kraftstoff angekommen ist, musste der doch auch irgendwie geleert werden. Es Zug mit Kraftstoff ist ja ein gefahr für das ganze Depot. und der ist auch vom Flugzeug aus der ferne zu erkennen.

Jagstheimer
04.01.2009, 19:25
Hallo roadrunner,

mit dem Thema Wifo verlassen wir den Cold War und begeben uns ins Dritte Reich. Deshalb nur ganz kurz (obwohl ich mich nie kurz fassen kann): Wifo steht für Wirtschaftliche Forschungsgesellschaft mbH mit Sitz Berlin. Die Firma, deren alleiniger Gesellschafter in späteren Jahren das Deutsche Reich war (vorher u.a. die berüchtigte IG Farben), betrieb v.a. Großtanklager und Fernleitungen und beschaffte / lagerte die entsprechenden Betriebsstoffe; Scherpunkt lag hierbei bei Flugzeugtreibstoffen.
In Baden-Württemberg war Amstetten das einzige Wifo-Tanklager. In Bayern gab es die Tanklager Eberau bei Ebrach (Nähe Bamberg), Unterpfaffenhofen (Krailing) und Unterhausen bei Neuburg an der Donau, die während des Kalten Krieges (Kurve noch gekriegt) alle drei Großtanklager der VTG / IVG waren.
Der Schwerpunkt der Wifo-Tanklager lag in Nord-,Mittel-oder Ostdeutschland (Derben bei Genthin, Eickeloh bei Walsrode, Farge bei Bremen, Hitzacker bei Dannenberg, Neuenheerse bei Altenbeken, Niedersachswerfen bei Nordhausen, Schäferhof bei Nienburg, Staßfurt bei Magdeburg, Münchenbernsdorf bei Gera, Zarrentin in MacPomm sowie Drugehnen bei Königsberg, Mährisch-Schönberg in Mähren, Vorderheide bei Liegnitz / Schlesien sowie Wien-Lobau).

Die Lager waren in der Regel so gut getarnt und aufgelockert, dass sie bis auf Ausnahmen nie Ziel von Luftangriffen wurden. Der Kenntnisstand der Sowjetunion wäre hierbei natürlich ein anderer gewesen. Aber nach der Abgabe des eingelagerten Materials hätten in einem heißen Krieg ohnehin die meisten Depots ihre Aufgabe erledigt gehabt.

Ich hoffe, das "kurz antworten" war nicht zu lang.

roadrunner
04.01.2009, 20:10
Ist jemand bekannt, ob es möglich gewesen wäre, dass in dem Lager 7,2 m3gelagert gewesen sein könnten?

roadrunner
05.01.2009, 08:05
Hallo, da hat sich das komma verschoben, wollte 7200m³ schreiben.

Grüßle

rampi
03.02.2011, 03:43
Ich war 2005 mal kurz im Dp in Amstetten, leere Betriebsstoff-Paletten für ne Übung holen. Die kleinen Shelter links und rechts der Straße waren alle voll davon, zumindest im unteren Teil, wo wir waren. Sonst hab ich leider nicht viel von der Anlage gesehen, da wir wiegesagt gleich an den ersten paar Sheltern waren. Ein paar 2- und 5-Tonner standen noch rum, aber sonst nix aufregendes... Und ich bin eigentlich auch nur zufällig da mitgekommen, weil ich noch der einzige in der Kp war, der ortskundig war :D "Sie sind doch hier aus der Gegend!?" - "Joa" - "Gut, ich brauch Sie als Beifahrer, wir müssen nach Amstetten"

Und zur Abgeschiedenheit der Region dann folgendes Zitat von meinem OFw: "Junge Junge, wo sind wir denn hier? Da ist der Krieg auch erst seit gestern aus!"