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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : NIKE C/1-67th ADA Hardheim (US)



marc25
17.05.2009, 14:49
Die Errichtung der meisten Gebäude und Infrastruktureinrichtungen im Abschußbereich erfolgte ab 1960 bis Juli 1961. Die NIKE-Raketenstellung wurde am 12. Juli 1961 zur Nutzung an die US-Army übergeben. Das Gelände blieb Eigentum des Bundes. Die Rückgabe erfolgte am 11. Mai 1992. Seitdem liegt das Gelände ungenutzt brach. Vor der Umnutzung als Raketenstellung wurde das Gelände landwirtschaftlich genutzt. Eigentümer und Nutzer waren verschiedene Einzelpersonen.

Der Betrieb der Raketenstellung umfaßt die Übung mit den Raketen und deren Instandhaltung sowie die Wartung und Reparatur der verwendeten Fahrzeuge und Generatoren. Die Übung mit den NIKE-Raketen beschränkte sich auf den Bereich der drei Raketenlagerhallen und den davor liegenden Betonflächen mit je drei Abschußpunkten. Die anfangs stationierten NIKE-Raketen wurden Anfang der 80er Jahre durch HAWK-Raketen ersetzt, die auf Fahrzeugen montiert waren. Ab diesem Zeitpunkt wurden Übungen und Tagesvorratstanks außerhalb der Raketenstellung und das Abwaschen der im Feld mitgeführten Gerätschaften im Abschußbereich.

Während der Nutzung des Standortes und insbesondere im Zuge der Umrüstung auf HAWK-Raketen wurden im Abschußbereich verschiedene bauliche Veränderungen vorgenommen.

samy
17.05.2009, 16:38
Interessanter Link hierzu... http://www.bundesarchiv.de/foxpublic/7ECF5C3F0A06221200000000C443AC9F/frame.jsp?detail=findmittelinfo.html&oben=findmittelinfo_oben.html (siehe unter 9.2.4.2 NATO-NIKE-Stellungen).

matrix
20.05.2009, 13:22
Hallo,

auf das "Bundesarchiv" bin ich vor kurzem auch gestossen. Die "militärischen" Dokumente müssten demnach in Freiburg liegen. Weiss jemand was ich nun mit z.B.

BW 1 / 91817 Bd 1:
Salzwoog, NATO-NIKE-Stellung (US).- Neubau 1968 - 1973
Enthält u.a.:
Lagepläne
Aktenzeichen: 45-10-43-04
Organisationseinheit: U I 5
anfangen kann, ausser dass ich dahin fahren und den Band nun greifen kann?
Kommt man auch online zumindest an die Information wieviele Seiten in welchen Formaten darin sind? Es gibt ja auch einen Kopierservice... Ist es dann dennoch erlaubt solche Dokumente persönlich per Foto abzulichten?

Grüsse.
matrix

Firefighter
20.05.2009, 15:24
Hallo,

da liegst du richtig, diese Dokumente liegen im BArch-MA in Freiburg.

Meines Wissens gibt es online keinen detailierten Fundmittelkataloge bzw. Inventarverzeichnisse.
Die Informationen über Findmittelinfo reichen aber aus um dir die Dokumente vor Ort anzuschauen.

Ich kenne den Kopierservice nur für die Westwall-Stellungskarten, welche die Fa. Selke extern anbietet.

Normalerweiße darf man im Archiv eigenhändig keine Fotografien anfertigen, Kopien wenn dann nur gegen Bezahlung.

samy
24.05.2009, 12:22
"Nur bei Archivalien, die als Mikrofiches oder -filme vorgelegt werden, können Sie mit Hilfe der in den Benutzersälen aufgestellten Reader-Printer-Geräte Papierkopien selber anfertigen" und das ist mE nur in Berlin der Fall.

Siehe noch http://www.bundesarchiv.de/benutzung/hinweise/reproduktion/index.html

gizmo975
24.05.2013, 20:35
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/f/f0/Aerial_fg230.jpg

Bin bei Wiki drüber gestolpert .

Quelle : http://de.wikipedia.org/wiki/Hardheim

Mfg Gizmo

Rex Danny
24.05.2013, 20:48
Hallo, Gizmo !

Gib bitte die exakte Quelle des Bildes an. Ansonsten muß ich es leider wieder rausnehmen.

Grüße


Rex Danny

gizmo975
24.05.2013, 21:26
Quelle : http://de.wikipedia.org/wiki/Hardheim

Rex Danny
24.05.2013, 23:40
Danke, Gizmo !

gizmo975
25.05.2013, 01:45
bitte schön...

Siegfried-Kremer
25.05.2013, 14:03
In der Kaserne Hardheim soll ja im Juli ein Tag der offenen Tür stattfinden. Gizmo 975 weiß den genauen Termin, glaube 27.07.2013, aber Gizmo975 kann das ja gerne nochmals bestätigen. Würde gerne dort hingehen und natürlich damit gleichzeitig die naheliegende Nike Stellung besichtigen und die dortige Standortmunitionsniederlage. Weiß jemand über den Zustand Bescheid ?

gizmo975
25.05.2013, 15:53
Ja es ist der 21.07


Tag der offenen Tür beim
Sicherungsbataillon 12
Carl-Schulz-
Kaserne, 74736
Hardheim

Quelle :www.deutschesheer.de & Facebook

Rex Danny
25.05.2013, 20:59
Hallo, Gizmo !

Ja, es ist der 21.07. paßt aber nicht auf die Frage von Siegfried.

Siegfried war der Meinung, daß es der 27.07. wäre.

Welches Datum stimmt denn nun?

Grüße und ein schönes Wochenende


Rex Danny

gizmo975
25.05.2013, 21:08
Kommt davon wenn man alles überfliegt.:rolleyes:

es ist der 21.07

https://www.facebook.com/pages/Tag-der-offenen-T%C3%BCr-bei-der-Bundeswehr/521299477909266?id=521299477909266&sk=events

Diesmal nur Facebook als Quelle ;)

Siegfried-Kremer
25.05.2013, 21:31
Hallo Gizmo975. Da könnten wir auch noch Dallau (liegt auf der Strecke) mitnehmen und mal bei Walldürn einen Zwischenstopp einlegen. Was uns in Walldürn erwartet weiß ich allerdings nicht.

gizmo975
25.05.2013, 22:35
Da war Ich mal kurz , wo Ich beim Bund war ( etwas abholen )

ed22ful
05.01.2014, 12:06
Moin,


zur Nike in Hardheim auch ein paar Foto-Impressionen, die am gestrigen Tage durch messu und mich entstanden sind.

Wir haben den Bereich Launch Area, die Unterkunft sowie das Integrated Fire Control besucht und bildlich festgehalten.

Zum Zustand, die LA gehört heute einer Baufirma und wurde dementsprechend umgestaltet, die Erdwälle um die Abschussbereiche sind komplett verschwunden sowie das noch vorhandene SSCC komplett entkernt, weder Türen, Fenster noch Innenausstattung sind vorhanden.
Der Turm, in dem das PSCC untergebracht war, ist noch relativ gut in Schuss, selten gesehen, das die Panzerglasscheiben noch intakt sind, auch wenn diese Mangels Belüftung beschlagen sind.
Gebäude am Eingangsbereich sind ebenfalls nicht mehr vorhanden, ansonsten kann man den ursprünglichen Zweck der Liegenschaft aber noch erkennen.
Interessant auch hier die Ausführung des LRSP, SSCC vorhanden, aber einfache Zaunanlage, weitere Sicherungseinrichtungen aber nicht mehr zu sehen, anscheinend wurde die Anlage auch in "Light" umgerüstet.
Die Unterkunft der C/1-67 ist heute teilweise renoviert und dient als Unterkunft für Asylbewerber, deswegen haben wir auf eine Begehung verzichtet.
Das IFC ist erstaunlicherweise auch noch komplett vorhanden, sogar ein Stahlturm für das Hippar-Radar steht noch, aber eine Begehung ebenfalls nur von außen möglich.
Zudem haben wir in der Nähe des IFC noch einen Turm bzw. Stahlgittermast gesehen, wo wir aber nicht sicher sind, ob dieser dazu gehört.

Nun gut, hier die Bilder, angefangen bei der Unterkunft.

20559 20558 20560

20561


Hier die LA.

20562 Hauptzufahrt (Main Gate)

20563 Ansicht von Westen aus gesehen

20564 Primär Tower

20565 Nochmals von Westen

20566 Das entkernte SSCC

20567 Nochmals


Teil 2...

ed22ful
05.01.2014, 12:41
Teil 2


20568 Tower

20569

20570 Alle Scheiben ohne Vandalismusschäden

20571 Missile Hangar

20572 Stromversorgung


Hier das IFC.

20573 Main Gate

20574

20575

20576 Nebeneingang

20577 Die Plattform für das Hipar


Teil 3...

ed22ful
05.01.2014, 12:58
Teil 3.


Hier noch besagter Gittermast, den wir nicht zuordnen können.

20580 Komisch, das Bild steht auf meinem PC richtig, aber beim hochladen???

20581 Gebäude


Im Anhang noch die kmz.

Gruß


eded22ful

Firefighter
05.01.2014, 13:26
Hallo Ed,
hab grad kein GE hier, steht der Mast in der Nähe der IFC?

Die Antennen heute deuten auf eine Nutzung durch BOS (Polizei, Feuerwehr usw.) oder auch Betriebsfunk für EVU (Stromversorger) hin.

EDIT:

Die erste Frage hätte ich mir durch Lesen beanworten können :floet:

In Hardheim befand sich das BOC (Battalion Operations Center) des Nike-Bataillon 1/67 Artillery.
Am BOC-Standort gab es auch immer entsprechende Richtfunkstrecken zu den anderen 3 Nike-Stellungen des Bataillons.

Daher denke ich das der Richtfunkmast genau für diesen Zweck da war.
Im IFC der Nike-Stellung Lemberg-Salzwoog wurde hierzu ein abgespannter Gittermast aus Einzelelementen aufgebaut:

http://www.usarmygermany.com/Units/Air%20Defense/UHF%20Commo%207.jpg

http://www.usarmygermany.com/Units/Air%20Defense/Guarding%20The%20Gates.jpg

http://www.usarmygermany.com/Units/Air%20Defense/Tower%20at%20IFC.jpg

Quelle: Richard Tracy via usarmygermany.com

ed22ful
05.01.2014, 14:05
350m Luftlinie.


Wenn wir dich nicht hätten :bow:.

Danke für deine Ergänzung.

Gruß


eded22ful


(Übrigens, hast du den auch schon erklettert?)

Firefighter
05.01.2014, 20:50
(Übrigens, hast du den auch schon erklettert?)

Nein, natürlich nicht :D

In Hardheim war ich noch nicht und der Mast von den anderen Bildern gibts schon 30 Jahre nicht mehr.

tomasgo
18.03.2014, 09:55
Auch interessant:

http://www.usarmygermany.com/Units/Air%20Defense/Partials_3-71%20Bn%20l.htm#Pic2

http://www.usarmygermany.com/Units/Air%20Defense/Partials_3-71%20Bn%20m.htm

http://www.usarmygermany.com/Units/Air%20Defense/Aerials_Hardheim%202007.htm

Marsipulami
18.03.2014, 10:57
Naja , vielleicht einige Anmerkungen :

Der erste Turm ist kein Richtfunk ; es fehlt ganz einfach ein Kran am oberen ende um den sog. Holleiter einzubauen oder zu wechseln - ohne diesen geht das nicht.

Der zweite Turm ist ein mobiler Turm. Diese wurden nur temporär genutzt. Entweder wenn ein Stellung Aus- oder Umgebaut wurde oder wenn der normal stationäre Turm kurzzeitig nicht zur Verfügung stand. Auch in Rahmen von Übungen wurden diese verwendet.

Firefighter
18.03.2014, 12:52
Naja , vielleicht einige Anmerkungen :

Der erste Turm ist kein Richtfunk ; es fehlt ganz einfach ein Kran am oberen ende um den sog. Holleiter einzubauen oder zu wechseln - ohne diesen geht das nicht.


Unsinn, zeig mir mal bitte einen Gittermast der einen Kran montiert hat?!
Richtfunkstrecken an dauerhaften Standorten werden ja nicht alle paar Wochen umgebaut und einen Hohlleiter muss man bei entsprechender Pflege auch nicht einfach so tauschen. Dafür braucht man auch keinen festinstallierten Kran.

Es mag sein das viele Bundeswehr-Standorte einen festinstallierten Kran auf dem Turm hatten. Diese These dann aber auf anderen Streitkräfte zu übertragen ist unsinn.



Der zweite Turm ist ein mobiler Turm. Diese wurden nur temporär genutzt. Entweder wenn ein Stellung Aus- oder Umgebaut wurde oder wenn der normal stationäre Turm kurzzeitig nicht zur Verfügung stand. Auch in Rahmen von Übungen wurden diese verwendet.

Das ist korrekt, in meinem Beispiel wurde der Turm aber für mehrere Jahre in der NIKE-Stellung verwendet. Erst Anfang der 80er-Jahre wurde dort ein Mast aus Schleuderbeton errichtet.

Marsipulami
18.03.2014, 13:43
Firefighter - guck dir mal den mobilen Turm an ...der hat auch einen kleinen Kran oben. Diese sog. Holleiter konnten mehrere 100 Kilo schwer sein.

Der Turm im Bild hat eine spitzen-artige Form ohne Kran. Guck dir mal die Türme genauer an (die als Richtfunk benutzt wurden) - alle hatten einen mit Ausleger.


Die mobilen Türme wurden meisten während der Umbauphase von Analog auf Digital in der BW verwendet und bei Übungen wo der Ausfall einer Stationären Richtfunkstrecke geübt wurde.

Die Amerikaner haben Ihre Kommunikation über UHF und ADL (Automatic Data Link) mit den Nike verbunden.

Ausnahmen von der Regel gibt es immer aber ein Turm der als Richtfunksystem Anfang der 80er Jahre benutzt wurde brauchte diesen (Kran/Ausleger)

Von Unsinn hier zu sprechen finde ich doch ein bisschen rabiat.

Firefighter
18.03.2014, 15:27
Ich kenne diverse große Gittermasttürme die für Richtfunk genutzt wurden, an keinem hab ich bisher einen dauerhaften Kranausleger oder ähnlichem gesehen.
Mal ein paar Beispiele:

-Langerkopf
-Hohenstadt
-Bann
-Kolbenberg (RRS Feldberg)
-Stein (Westerwald)
-Donnersberg
-Pirmasens
-Prüm Air Station

Kleinere Türme, speziell für das CIP-Netz hatten zumindest hier in Süddeutschland auch keinen Kranausleger und genau dieses Netz wurde Anfang der 80er-Jahre errichtet.

Wie ich schon sagte, deine Aussage mag für die Bw zutreffen aber eben nicht für die anderen Streitkräfte, speziell US.

Deswegen finde ich deine erste Ausage etwas dürftig, sowas einfach zu pauschalisieren
Am Beispiel Hardheim ist zumindest für mich die einzig plausbile Erklärung das der Gittermast für Richtfunk verwendet wurde.
Bei NIKE wurde wie man auf meinen Bilder erkennt relativ kleine Hornstrahler verwendet, die benötigen auch keine richtig dicken Hohlleiter bei nicht allzuhoher Antennenhöhe.

Hier vielleicht noch ein weiteres Beispiel:
http://www.usarmygermany.com/Units/Air%20Defense/Partials_5-6th%20Arty%205.htm#Pic3

Das Bild zeigt die Stellung Baumholder.

Marsipulami
18.03.2014, 17:34
Firefighter _

1. Das Bild zeigt einen ausfahrbaren , mobilen Turm. Stücke von 5 Metern länge wurden in einem Gestell von unten montiert und dann nach oben "gefahren" ; auf die gleiche Art und Weise konnte der Turm "heruntergelassen" werden um z.B. neue Antennen anzubauen

2. Langerkopf - guck dir mal das Bild an http://www.morgenweb.de/region/mannheimer-morgen/metropolregion/windpark-auf-militarbasis-sorgt-fur-streit-1.795060 auf dem zweiten Bild kannst du (wenn auch unscharf) an der Turmspritze das L (umgekehrt vorstellen) des Ausliegers sehen

3. CIP-67 bestand aus Richtfunk , Kabel , ACE (Troposcatter) und UHF Links. Es war ein Programm zur Erweiterung der Kommunikationswege der Nato. CIP bedeutet nicht gleich Richtfunk

4. Hier kannst du ein Beispiel eines Turmes mit Kran/Auslieger sehen http://www.ich-war-hier.de/2011/09/25/britische-kinos-der-50er-haben-was/p1030971/

5. Bann (z.B.) war keine Richtfunkstelle sondern eine ACE (3 Strecken) ; erst mit der Umstrukturierung der Luftwaffe und der Erstellung des FmSKT 121 wurde hier eine digitale RiFu der Luftwaffe gebaut - also NACH dem die Nike Verbände deaktiviert wurden.

Ich habe zu KEINER Zeit gesagt das es entweder nur auf BW oder das es auf ALLE Nato Partner sich bezieht. Was Ich gesagt habe ist das ein Richtfunksystem mit Hohlleitertechnik einen Kran/Auslieger braucht (wie es zur Zeit der Nike Verbände in Deutschland beschrieben wurde) - bei allen Türmen die nicht wie in 1 (ähnlich wie eine transportabler Kran).

Ich möchte auch noch darauf hinweisen das die Stellungen selbst nicht zwingend die Richtfunktürme hatten sondern in den meisten Lagen die Unterkunftsbereiche/Kasernen.Des weiteren wurden Stellungen auch über UHF Links angeschlossen.

Ach Ja..CIP-67 ...67 steht für das Jahr wann dieses Programm von der Nato beschlossen wurde....

Firefighter
18.03.2014, 19:44
1. Das Bild zeigt einen ausfahrbaren , mobilen Turm. Stücke von 5 Metern länge wurden in einem Gestell von unten montiert und dann nach oben "gefahren" ; auf die gleiche Art und Weise konnte der Turm "heruntergelassen" werden um z.B. neue Antennen anzubauen

Die Art des Mastes ist mir bekannt, die wurden ja auch bei der Bw verwendet. Ich brachte das nur als zweites Beispiel für NIKE.



2. Langerkopf - guck dir mal das Bild an http://www.morgenweb.de/region/mannheimer-morgen/metropolregion/windpark-auf-militarbasis-sorgt-fur-streit-1.795060 auf dem zweiten Bild kannst du (wenn auch unscharf) an der Turmspritze das L (umgekehrt vorstellen) des Ausliegers sehen

Das ist falsch, der Langerkopf hat keinen Kranausleger. Ich kenne den Mast von unten als auch von oben bestens.
Die zwei Bilder aus dem Zeitungsartikel sind auch von mir. Auf dem ersten angehängten Bild erkennt man den Mast etwas besser.
Das was du als Ausleger deutest sind die zwei Blitzfangstangen sowie die Flugsicherungsleuchte.


3. CIP-67 bestand aus Richtfunk , Kabel , ACE (Troposcatter) und UHF Links. Es war ein Programm zur Erweiterung der Kommunikationswege der Nato. CIP bedeutet nicht gleich Richtfunk

Ich bezog mich mit meiner Aussage aber speziell auf den Richtfunkteil von CIP und dieser war doch sehr umfangreich.


4. Hier kannst du ein Beispiel eines Turmes mit Kran/Auslieger sehen http://www.ich-war-hier.de/2011/09/25/britische-kinos-der-50er-haben-was/p1030971/

Ich hab ja nicht behauptet das es garkeine Gittermasten mit Kranausleger gibt, nur sind mir bei großen Masten zumindest hier in der Gegend keine bekannt.


5. Bann (z.B.) war keine Richtfunkstelle sondern eine ACE (3 Strecken) ; erst mit der Umstrukturierung der Luftwaffe und der Erstellung des FmSKT 121 wurde hier eine digitale RiFu der Luftwaffe gebaut - also NACH dem die Nike Verbände deaktiviert wurden.

Bann war eine Radio Relay Site der US Air Force, somit eine Richtfunkstelle der USAF. Nur ein kleiner Teil der Anlage war ACE HIGH (heute POLYGONE)
http://www.usarmygermany.com/Units/Signal/Bann%20ABHZ%20ACE%20HIGH.jpg


Was Ich gesagt habe ist das ein Richtfunksystem mit Hohlleitertechnik einen Kran/Auslieger braucht (wie es zur Zeit der Nike Verbände in Deutschland beschrieben wurde) - bei allen Türmen die nicht wie in 1 (ähnlich wie eine transportabler Kran).

Diese Aussage stelle ich immer noch in Frage da ich genug Gegenbeispiele der US-Streitkräfte und teilweise auch Bundeswehr habe.
Anbei einige Bilder von US-Relay Sites der Army und Airforce sowie Anlagen der Bw. Die haben alle keinen Kran und waren auch nach 1980 noch in Richtfunknetze eingebunden.


Ich möchte auch noch darauf hinweisen das die Stellungen selbst nicht zwingend die Richtfunktürme hatten sondern in den meisten Lagen die Unterkunftsbereiche/Kasernen.Des weiteren wurden Stellungen auch über UHF Links angeschlossen.

Das ist mir auch bekannt, da kenne ich auch etliche Einrichtungen. Aber das hat ja mit der Sache nix direkt zu tun.

Keilerdackel
18.03.2014, 23:35
Firefighter _

Was Ich gesagt habe ist das ein Richtfunksystem mit Hohlleitertechnik einen Kran/Auslieger braucht (wie es zur Zeit der Nike Verbände in Deutschland beschrieben wurde) - bei allen Türmen die nicht wie in 1 (ähnlich wie eine transportabler Kran).


Mein Arbeitgeber hat bis vor einigen Jahren ein recht umfangreiches Richtfunknetz betrieben. Wir haben Funkmaste in allen Größenprdnung in unserem Besitz. Vom einfachen Betonmast bis zum 70m hohen Gittermast. In einigen unserer Standorte war auch die Bundeswehr mit Rifusystemen eingemietet bzw. haben Räumlichkeiten genutzt.

Meine Aufgabe war ca. 15 Jahre lang die Betreuung dieser Standorte inkl. der verbauten Technik. Auf keinem unsere Maste war bzw. ist eine Kran installiert. Mir war bis dato auch nicht bekannt, dass es stationäre Karananlagen auf Funkmasten gibt.

Zur installation der Rifu Antennen, ab einer gewissen Größe, wurde immer Autokrane eingesetzt.


Viele Grüße

Michael

Marsipulami
19.03.2014, 10:35
Wir sprechen über die 80er Jahre ; guck dir mal dieses Foto an : http://www.geschichtsspuren.de/forum/viewtopic.php?t=5583&postdays=0&postorder=asc&start=60

Da kannst du sogar bei einem Betonmast den Ausleger sehen - und dann vergleich mal deine Foto's mit dem Ausleger im obigen Link ; gleiche Bauart ! Ich würde sogar sagen das der eine Turm der genau der gleiche ist wie bei dem Foto von Firefighter.

Und dieses Foto wurde später aufgenommen.

Es geht nicht um die Zivile Nutzung der digitalen Richtfunktechnik ab Anfang der 90er Jahre die eine Veränderung der Antennen Technik mit sich zog wo der sog. Transreceiver in der Antenne mit eingebaut ist und schon ein einfaches sog. Twisted Pair ausreichend ist die digitalen Signale "auf dem Turm zu bringen"...

Jeder Turm hatte ein 10 bis 20 Zentimeter großen Sockel auf dem Turm wo ein L-Träger Kran hinein gesteckt wurde.

Ab Ende der 80er Jahre mit Einführung digitalen Richtfunktechnik wurden die Wanderfeldröhren in der analogen Übertragungstechnik abgelöst und die Hohlleiterbauform veränderte sich.

Ich spreche nicht von RiFu Antennen , sondern den Einbau und Austausch von Hohlleitern ; auch die generelle Aussage es wurden Autokräne benutz ist grenzwertig ; bei der Erstinstallation der eigentlichen Antenne wurde dies wohl so gemacht (weil die Dinger einfach schwer waren) - das war es aber auch schon.

Ich habe mal mit einen UfZ über seine Zeit Mitte bis Ende der 70er gesprochen. Dieser sagte mit sogar das es einige Unfälle mit diesen Kränen gegeben hat und daraufhin die Einweisung über die Tragkraft dieser Kräne Bestandteil der Schulung war.

Ich glaube einen Grundkurs in Übertragungstechnik , analog und digital Richtfunk , PCM, PPM und PAM würden helfen.

Ich muss schon sagen das der erste Kommentar wo mir Ungenauigkeit vorgeworfen wurde oder Pauschalisierung im vergleich zu den o.g. "Fakten" im Zusammenhang mit Zeiten (wann und wo) ein Hammer ist....hier werden mir Sachen in den Mund gelegt von denen Ich noch nicht mal gesprochen haben und Zeit Fenster die weit außerhalb der o.g. Verwendung sind (es geht hier um Nike bis Mitte der 80er - also alles analoge Hohlleiter)

Marsipulami
19.03.2014, 11:42
Und noch mal zum Stein des Anstoßes : der sog. Richtfunkturm des BOC Hardheim :

1. Er steht außerhalb ; keine Objektsicherung - ist gut 300 Meter weg vom BOC

2. Zeigt keine Spuren das er jemals militärisch genutzt wurde

3. Hat keinen Anschein das hier mal ein Notstromaggregat oder desgleichen war : kann mir schwer vorstellen das die US Army Ihre stationären Funkstellen nur über eine normale Stromleitung anschliessen

4. Argument das das BOC keinen Platz hatte für einen Turm sollte mal auf Google Maps nachschauen

5. Der Turm ist 85 Meter hoch...doch ein wenig hoch für eine RiFu - normal bis 45 Meter und maximale Reichweite bei 70 KM ; wenn du die Schüssel auf 80 Meter Hoch setzt dann sind ganz andere Reichweiten...und wenn jetzt das Argument kommt das Höhenunterschiede Ausschlag geben sollte sich mal die Topografie anschauen.

Um es kurz zu fassen - der einzige Hinweis das es sich um eine RiFu der US Army handelt ist die nähe zum Objekt.

Firefighter
19.03.2014, 12:04
Wir sprechen über die 80er Jahre ; guck dir mal dieses Foto an : http://www.geschichtsspuren.de/forum/viewtopic.php?t=5583&postdays=0&postorder=asc&start=60

Ich spreche auch über die 80er-Jahre, die Bilder dienen nur als Vergleich zu deiner Aussage das ein Mast für Richtfunk immer einen Kran braucht. Auf meinen Bildern sind überwiegend Richtfunkstrecken zu sehen, die bereits in den 80er-Jahren errichtet wurden.



Da kannst du sogar bei einem Betonmast den Ausleger sehen - und dann vergleich mal deine Foto's mit dem Ausleger im obigen Link ; gleiche Bauart ! Ich würde sogar sagen das der eine Turm der genau der gleiche ist wie bei dem Foto von Firefighter.

Der Salzkopf war Luftwaffe und AutoFü, der Mast ist in der Tat ähnlich zu dem Mast auf dem Arius. Beim Arius gab es aber keine Aufnahme für einen Ausleger, hier war direkt auf der Mastspitze ein 6ft-Dish von Andrew für die CIP-Richtfunkstrecke nach Baumholder montiert. Daran hing ein elliptischer Hohlleiter, Durchmesser müsste ich nachmessen.


Und dieses Foto wurde später aufgenommen.

Das ist richtig, die identischen Richtfunkstrecken gabs aber schon in den 80er-Jahren.


Es geht nicht um die Zivile Nutzung der digitalen Richtfunktechnik ab Anfang der 90er Jahre die eine Veränderung der Antennen Technik mit sich zog wo der sog. Transreceiver in der Antenne mit eingebaut ist und schon ein einfaches sog. Twisted Pair ausreichend ist die digitalen Signale "auf dem Turm zu bringen"...

Ich spreche eigentlich auch nicht von digitaler Splittingtechnik sondern von Analoger. Mir ist kein Militärischer Standort bekannt wo Splittingtechnik mit IDU/ODU eingesetzt wird und davon war auch nie die Rede.


Jeder Turm hatte ein 10 bis 20 Zentimeter großen Sockel auf dem Turm wo ein L-Träger Kran hinein gesteckt wurde.

Kannst du das Beweisen das jeder Turm sowas hatte?


Ich glaube einen Grundkurs in Übertragungstechnik , analog und digital Richtfunk , PCM, PPM und PAM würden helfen.

Mir sind diese Aussagen durchaus ein Begriff, keine Sorge.



Ich muss schon sagen das der erste Kommentar wo mir Ungenauigkeit vorgeworfen wurde oder Pauschalisierung im vergleich zu den o.g. "Fakten" im Zusammenhang mit Zeiten (wann und wo) ein Hammer ist....hier werden mir Sachen in den Mund gelegt von denen Ich noch nicht mal gesprochen haben und Zeit Fenster die weit außerhalb der o.g. Verwendung sind (es geht hier um Nike bis Mitte der 80er - also alles analoge Hohlleiter)

Ich schlüssele nochmals auf, du hast folgendes gesagt:


Der erste Turm ist kein Richtfunk ; es fehlt ganz einfach ein Kran am oberen ende um den sog. Holleiter einzubauen oder zu wechseln - ohne diesen geht das nicht.

Das ist für mich irgendwo eine Pauschalaussage, du behauptest das der Mast nicht für Richtfunk genutzt wurde weil man zwingend einen Kran benötigt.

Hast du Beweise dafür, das bei der US Army Hohlleiter immer mit einem Kran aufgezogen wurden?
Hast du Beweise dafür das der Mast definitiv nicht für Richtfunk verwendet wurde?

Das die Diskussion danach etwas abgedriftet ist stimmt, da gebe ich dir recht.

Ich würde vorschlagen wir belassen es jetzt einfach dabei und das Thema ist erledigt.

Marsipulami
19.03.2014, 13:22
guck dir mal den Turm in Hardheim an http://www.panoramio.com/photo/54780869 -

1. Die Plattform ist nur auf einer Seite

2. Die Plattform sieht so aus als wenn 2-3 Omni direktionale Antennen drauf sind ; weiter oben eine Yagi und ganz oben wieder Omni

3. Der Turm heißt Thomas Nörber Funkturm (nach einem katholischen Pastor)

4. Es gibt keine Anzeichen (ehemaliges Befestigung Material das aber bei anderen außer Dienst gestellten noch meistens sichtbar ist so wie z.B. die Befestigung Stangen um den Spiegel zu halten) das hier jemals eine RiFu der US war

Es gibt KEINE Hinweise das dieser Turm zum BOC gehörte - keine ! Warum soll Ich dir Beweise geben das der Turm NICHT als Richtfunk verwendet wurde ? Ist schon ein bisschen komisch....

Ich habe jede Menge Fotos gezeigt wo Bauarten von Türmen zu sehen sind mit Kran und wo du die gleichen hast ohne ....
Und der Turm mit den Fluglichtleuchten - da schaue doch mal auf den Turm der Donnerschwee Kaserne der ja nachweislich einen Kran hatte - genau an der gleichen Stelle wo jetzt nur noch die Fluglichtleuchten sind - das war natürlich der höchste Punkt... vergleichen der Bilder und Ich hoffe das ist jetzt klar...

Zum Hohlleiter - frag mal jemand den du kennst der mal so ein Ding hochgezogen hat....das sind 100er von Kilo. Die konnte man mal nicht manuell hochziehen (Muskelkraft).

Marsipulami
19.03.2014, 14:03
Und hier die (mögliche) Lösung - der Turm in Hardheim (auch als Höpfingen bekannt) wurde seit ende 1990er als Teil des Mobilfunks benutz (offizielle Erteilung der Genehmigung 31.07.2001). In 2012 wurde auf dem BOC/Nike im Gewerbegebiet ein neuer Turm erstellt der nun die Aufgaben des alten Turmes übernommen hat (deshalb auch der recht verwahrloste Zustand des alten Turmes) - Quelle Bundesnetzagentur

Firefighter
19.03.2014, 14:15
1. Die Plattform ist nur auf einer Seite

Für kleinere Parabolspiegel bedarf es nicht unbedingt Plattformen rundum, das ist für mich kein Gegenargument.


2. Die Plattform sieht so aus als wenn 2-3 Omni direktionale Antennen drauf sind ; weiter oben eine Yagi und ganz oben wieder Omni

Was sich heute auf dem Mast befindet, ist ja eher uninteressant für die damalige Nutzung.


4. Es gibt keine Anzeichen (ehemaliges Befestigung Material das aber bei anderen außer Dienst gestellten noch meistens sichtbar ist so wie z.B. die Befestigung Stangen um den Spiegel zu halten) das hier jemals eine RiFu der US war

Ich war bisher weder vor Ort noch hab noch ich richtigen Detailfotos des Mast gesehen und auf den Bildern die mir bekannt sind kann man recht wenige Details erkennen.


Es gibt KEINE Hinweise das dieser Turm zum BOC gehörte - keine ! Warum soll Ich dir Beweise geben das der Turm NICHT als Richtfunk verwendet wurde ? Ist schon ein bisschen komisch....

Ich hatte damals vermutet das dieser Mast zum BOC gehören könnte, aufgrund der relativen Nähe, des Alters sowie der Aufmachung des Betriebsgebäude sowie des Zauns.
Ich habe nie behauptet das der Mast definitiv dafür genutzt wurde, oder?

Mir geht es einfach nur noch um die Behauptung bloß weil ein Mast keinen Kran hat ist da kein Richtfunk drauf.

Definitive Beweise für was der Mast damals diente haben wir aktuell keine.
Du hast deine Argumente die dagegen sprechen, ich hab meine Argumente die dafür sprechen könnten und fertig.

Das Thema ist für mich zumindest nun erledigt.

Marsipulami
19.03.2014, 14:54
In den 80er Jahren gab es keine stationären Türme die nicht einen Kran/Auslieger brauchten um einen Hohlleiter in 30 oder 40 Meter Höhe auszutauschen. Es ist einfach nicht Möglich sonst.

Wie ham die die Dinger sonst raufbekommen ? Die hatten alle eine Vorrichtung dafür...frag mal einem aus der aktiven Zeit damals wie oft die Dinger zum Teil ausgetauscht werden mussten ? Jedes mal einen Autokran geholt ? Hast du mal gesehen wie groß so einer ist ? und dann noch auf nen Berg....

Die Richtfunksysteme bei den Nato Mitgliedern die in Deutschland stationiert waren hatten sogar das gleiche System Siemens/ANT/Halske FM/EM 12/400 , 12/800 , 120/5000 ; selbst die Troposcatter hatten dieses.

Kleiner Spiegel ? Lies mal wie groß der Spiegel für eine 12/800 (typische Anbindung einer Stellung) waren - 1.2 bis 1.7 Meter Durchmesser ....und nicht auf 80 Meter höhe angebracht....das reist dir das Ding aus der Verankerung. Guck dir mal an wie schlank der Turm auf höhe der Plattform ist und vergleiche die mal mit anderen ...

Ich werde mich von diesem Forum verabschieden ..erst auf einen Draufhauen und wenn seine Annahmen widerlegt werden nichts besseres zu tun als "..kannst du einen Beweis dafür geben das es bei allen so war ? " - willst du ne Anleitung ? Es gibt immer Ausnahmen aber Ich hacke nicht auf Leute rum ....

ed22ful
19.03.2014, 18:05
Hallo Marsipulami,


lass nicht gleich die Pferde durchgehen.

Da ich Firefighter persönlich kenne und weiß, was er beruflich macht, darf ich behaupten, zu sagen, das er sehr viel Ahnung von der ganzen Materie hat und nicht irgendetwas erfindet.

Ich persönlich habe nicht viel Ahnung von eurem Thema mit diesen Kränen, aber vielleicht könnt ihr das normal klären und du gibst allen hier mal ein paar Quellen, wo du das her hast mit den Dingern, deine Aussage wird ja einen Hintergrund haben.

Also, Ruhig Blut und auf normalem Level weitermachen… Kündigung deinerseits von mir abgelehnt :no:

Gruß


René :friends:

Marsipulami
19.03.2014, 19:59
Mir versuchen einen Turm als RiFu zu verkaufen der gar nicht die Merkmale hat und dann selbst keine Beweise bringt das es jemals eine RiFu war finde ich einfach nur schade. Gibt mir das Gefühl nicht ernst genommen zu werden.

Ich habe über 12 Jahre in einer Kaserne gelebt , habe in Norddeutschland während der 80er alle 20 RiFu der 3./11 besucht , war auf 5 Türmen. Habe dann auch die 35th Field und die 1 und 2/26 besucht , war auf Highway 84. War bei Reforger zu Gast.

Jede RiFu die ich besucht habe , hatte einen Kran/L-Träger vor Ort - jede. Die waren zum Teil nicht auf dem Turm oder aber innerhalb des Turmes (verbunden mit einem Elektromotor) angebracht.

Ich habe extra ein Bild beigesteuert wo klar zu sehen war das es einen Kran gab bei Schleuderbetonmasten - damit man die Bauweise sehen kann und vergleichen wo die Träger angebracht wurden.

Davon aber mal abgesehen , die eigentliche Frage war warum ich mir so sicher war das der Turm kein RiFu war - Ich habe den Kran angemerkt - es gab einfach keinen Hinweis auf militärische Nutzung am ganzen Turm. Davon abgesehen gibt es so viele Merkmale (wie oben aufgeführt) die klar gegen einen RiFu der US sprechen - auch das alter des Turmes. Die Gitterstruktur hatte noch keinen Rost und war noch recht unbeschadet. Wenn es ein Turm der US war musste dieser spätestens ende der 70er erbaut worden sein. Da die Stellung 1985 (oder ?) aufgegeben wurde , wurde auch keine Wartung am Turm vorgenommen. Also fast 20 Jahre (bis Anfang 2001) keine Wartung und dann doch 2011 (Bild) so gut aussehen....

Und dann den Eintrag der Bundesnetzagentur -alle seit 1992 betriebenen Anlagen mussten genehmigt werden - die erste Genehmigung war aber von 2001.

Marsipulami
20.03.2014, 00:09
I expect a full apology from Firefighter for the damaging and inaccurate information in regards to the c.1-7 Richtfunkturm

Marsipulami
20.03.2014, 00:19
und bevor mich andere fragen , die 67 wurde in die 71 umgewandelt..deshalb die c1-7 = 71first

Firefighter
20.03.2014, 10:56
I expect a full apology from Firefighter for the damaging and inaccurate information in regards to the c.1-7 Richtfunkturm

Wieso jetzt auf einmal Englisch?

Alles weitere dann per PN...

ed22ful
20.03.2014, 18:11
Hallo ihr beiden,


bevor jetzt weiter hier öffentlich rumdiskutiert wird, bitte ich euch, das ganze mal persönlich anzugehen, vielleicht ist einer einer von euch auf dem Holzweg oder hat etwas übersehen, wie auch immer...

…es gibt keinen Grund, ein Fachthema feindlich oder mit Zoff zu erläutern, sondern wir sind alle am selben interessiert, daher mal Luft holen und einen Neustart wagen :zwinker:.

Gruß


René ed22ful

Vanitas
30.10.2016, 23:15
Auch wenn der letzte Eintrag schon über zwei Jahre alt ist, war die Frage ja noch offen: Der Gitterturm in Höpfingen war nicht Bestandteil der IFC bzw. des BOC für die Hardheimer NIKE-Stellung. Der Turm wurde als Relais für den BOS-Funk im nordöstlichen Neckar-Odenwald-Kreis und den angrenezenden Gebieten errichtet. Ohne diesen Turm wären Polizei, Feuerwehr, etc. aufgrund der ungünstigen Topographie in dieser Gegend sonst von der Leitstelle im gut 40km entfernten Mosbach völlig abgeschnitten.

Vanitas
21.12.2016, 19:15
Ich wohne vor Ort und war in den vergangenen Tagen einmal wieder bei der Anlage unterwegs und habe ein paar Fotos geschossen.
Die NIKE-Stellung in Hardheim kenne ich aus meiner Kindheit noch im "Originalzustand". Der Zufahrtsweg führt zur "Wolfsgrube", einem beliebten Wandergebiet mit Grillhütte, von daher kam man öfter an der Stellung vorbei. Vor allem die La machte mit dem Turm, den Wällen und den Stacheldrahtzäunen Eindruck. In den vergangenen Jahren habe ich immer mal wieder zu dieser und anderen Objekten vor Ort nachgeforscht und will hier einen kleinen Abriss über die Geschichte der Stellung geben:

Die Stellung wurde ab 1960 errichtet und im Juli 61 von der C Battery 1/67 ADA bezogen. Erstes Waffensystem war die MIM-3 NIKE Ajax. Zur 1/67 ADA gehörten noch die Stellungen in Griesheim (A), Mainbullau (B) und Dallau (D). Das HQ lag in Wertheim.
Die drei Launch Sections (Alpha, Braco, Charly) liegen in einer Reihe in grober Nord-Süd-Ausrichtung. Südlich an die LA schließt sich der Admin Bereich mit Wohngebäuden, Kantine und Motorpool an. Dei IFC wurde über dem südwestlich von Hardheim gelegenen Nachbarort Höpfingen errichtet, wo auch das BOC der 1/67 ADA lag. Bis 1966 war der Wechsel auf NIKE Hercules abgeschlossen.
Im Rahmen von Umstrukturierungen der US-Streitkräfte in Deutschland wurde die 1/67 ADA und mit ihr die Stellungen in Griesheim und Mainbullau zum 26. 12. 1969 aufgelöst. Die Stellung in Hardheim wurde von der C Battery 3/71 ADA übernommen. Zur 3/71 ADA gehörten die Stellungen in Dallau (A), Grossachsenheim (B) und Wurmberg (D). Das HQ lag in Kornwestheim. Aufgrund diverser Anschläge auf US-Einrichtungen (RAF, etc. ) wurden auch die Sicherheitseinrichtungen des Atomwaffenstandorts in Hardheim erhöht. Dazu wurden unter anderem das SSCC und der Wachturm aus Betonelementen errichtet, sowie ein zweiter innerer Zaunring.
1983 wurde die C 3/71 ADA und mit ihr die NIKE-Hercules aus Hardheim abgezogen. Die Nuklearsprengköpfe wurden dabei per Helikopter ausgeflogen.
26108 Two CH-47 Chinooks arrive at Hardheim to remove the nuclear warheads as the site is deactivated, 1983 . The photo was taken from "Charlie" tower looking towards the SSCC and main gate. Foto von David Buckley
Quelle: http://www.usarmygermany.com/Units/Air%20Defense/Partials_3-71%20Bn%20l.htm#Pic2
Die Stellung wurde daraufhin von der D Battery 6/52 ADA mit dem Waffensystem IHAWK übernommen, die zuvor in den Peden Baracks in Wertheim stationiert war. Zur 6/52 ADA gehörten die HAWK-Stellungen in Giebelstadt, Kitzingen und Würzburg, wo auch das HQ beheimatet war. Mit der Umstellung auf HAWK wurde die IFC aufgegeben, da die HAWK-Radargeräte in der LA aufgestellt wurden. Die IFC wird seither als Bauhof der Gemeinde Höpfingen und Grüngutplatz genutzt.
1992 wurde die Stellung schließlich freigezogen und die Liegenschaften an die deutschen Behörden zurückgegeben.
Seit 1993 befindet sich im Admin-Bereich ein Asylbewerberheim, was dazu führt, dass die Anlage bis heute komplett erhalten und gut in Schuss ist.
Die LA blieb bis Ende der 90er Jahre ungenutzt. 1998 und 99 versuchte ein lokaler Veranstalter dort unter dem Namen "Love Base" ein Techno-Festival etablieren (Vorbild war wohl die Nature One auf der Wüschheim Air Station im Hunsrück), was aber letztlich erfolglos blieb. Anfang der 2000er Jahre wurde das Gelände von einem lokalen Bauunternehmen aufgekauft, der die Fläche in ein Gewerbegebiet unwandeln wollte. Davon ist is heute aber noch nichts zu sehen.
Momentan befindet sich die Anlage in einem traurigen Zustand. Sämtliche Blast Walls wurden eingeebnet und alle Gebäude bis auf die Missile Hangars - die umgebaut als Lagerhallen dienen -, den äußeren Zaun, das SSCC und den Wachturm abgerissen. Die ganze Fläche wir von einem großen Durcheinander an Baumaterial und -fahrzeugen sowie Erdaushub und anderem Unrat beherrrscht.

26116Die Rückseite des Missile Hangar der Launch Section Alpha. Er wurde noch von den US-Truppen in den 80er Jahren zu einer Lagerhalle umfunktioniert. Hier stand auch zu HAWK-Zeiten ein Funkmast.
26117Im Vordergrund die Rampe mit dem CWAR des HAWK Systems. Quelle: http://www.thumbwave.com/d652ada/graphics/comtowr1.jpg
26118Blick auf die Rampe mit dem HPIR vor dem Missile Shelter Bravo. Quelle: http://www.thumbwave.com/d652ada/graphics/tacsite1.jpg

26119Ein Kasten auf dem Gelände, den ich nicht zuordnen kann. Im Hintergund Missile Shelter Alpha. Links ist MS Bravo zu erkennen.
26120Auf der Rückseite von MS Alpha ist noch das ursprüngliche Rolltor aus NIKE-Zeiten erhalten geblieben.
26121SSCC und Wachturm. Ersteres ist völlig entkernt und dient ebenfalls als Lager für Drahtrollen, etc.
26123Zum Vergleich: Foto vom Turm auf das SSCC und den Zugang zu den Launch Sections. Hier kann man den äußeren (normale Stacheldrahtbespannung) und inneren Zaun (mit NATO-Draht als Krone) erkennen. Quelle: http://www.usarmygermany.com/Units/Air%20Defense/Partials_3-71%20Bn%20m.htm
26122Interessante Sicherungsmaßnahme: "Wachgänse" zwischen äußerem uns innerem Zaun. Quelle: http://www.thumbwave.com/d652ada/graphics/geese1.jpg
(https://www.facebook.com/photo.php?fbid=1110110589079934&set=gm.10154596916446833&type=3&theater)

Vanitas
21.12.2016, 23:42
Zwei aktuelle Bilder vom Admin Bereich:
26124 Auf dem Bild sind zwei Technikgebäude und der gelbe Wohnblock zu sehen. Das orangefarbene Gebäude ist ein Neubau, der erst vor wenigen Jahren gebaut wurde.

26125 Blick über den Hof auf den Motorpool. Davor sind Wohncontainer aufgestellt um die Kapazität des Asylbewerberheims zu erhöhen.

26126 Zum Vergleich: Ein Bild vom Motorpool Anfang der 80er Jahre. Quelle: http://www.usarmygermany.com/Units/A...1%20Bn%20m.htm (http://www.usarmygermany.com/Units/Air%20Defense/Partials_3-71%20Bn%20m.htm)

Und noch ein paar Eindrücke aus der IFC in Höpfingen:

26127 Der Turm diente zur Aufnahem des HIPAR, das Gebäude gehörte wohl zum BOC.

26128 Fahrzeugschuppen im MERDC-ähnlichen Tarnanstrich, mit dem auch die Betonwände in der LA bemalt waren.

26129 Das Radarkontrollgebäude, an das ursprünglich die verschiedenen Trailer "angedockt" waren. Links davon befand sich der Wall für das LOPAR und die verschiedenen Folgeradare.

26130 Das Bild zeigt das gleiche Gebäude im Jahr 1965 im Betriebszustand. Quelle: https://www.facebook.com/photo.php?f...type=3&theater (https://www.facebook.com/photo.php?fbid=1110110589079934&set=gm.10154596916446833&type=3&theater)
(https://www.facebook.com/photo.php?fbid=1110110589079934&set=gm.10154596916446833&type=3&theater)

Vanitas
21.12.2016, 23:46
Eventuell kann ein Administrator meinen vorletzten Beitrag löschen. Da gab es wohl irgendwelche Probleme mit den Bildern.

Firefighter
22.12.2016, 09:23
Hallo Vanitas,

habe den fehlerhaften Beitrag entfernt.

Der besagte Schaltkasten auf einem deiner Bilder diente der Anschaltung und Stromversorgung von LRSP-Sicherheitssystemen, z.B. Mikrowellenmelder oder Zaunsicherungen mit Detektionskabel.
Welche Systeme im einzelnen in Hardheim eingesetzt wurden, erkennt man auf den historischen Bilder leider nicht.

Viele Grüße,

messu
20.07.2017, 22:45
Das Thema ist zwar ein bisschen älter, aber zum Funkturm nahe der IFC habe ich mittlerweile die Bestätigung, dass er mit den US-Streitkräften überhaupt nichts zu tun hatte. Habe im Zuge einer anderen Recherche mit jemandem zu tun gehabt, der verantwortlich für das Funktionieren der Fernmeldetechnik vor Ort war. Der heutige, rot-weiße Turm ist eine reine Anlage für BOS-Funk.