Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Point Alpha
Gestern in der HNA:
rasdorf. Über 100 Mitglieder soll die DDR-Kameradschaft "Geyer” nach eigenen Angaben haben. Auf dem Jahrestreffen 2003 der DDR-Grenztruppen hielt der Major a.D. Gerhard Lehmann eine Rede, die unserer Zeitung in schriftlicher Form vorliegt. In der Rede erwähnt der Major die Erfolge seiner Kameradschaft: Im Juli 2000 habe man es geschafft, einen Sitz im Museumsbeirat zu erhalten. Damit war das Ziel erreicht, das Grenzmuseum von innen heraus zu beeinflussen. Major Lehmann: "Wollten wir Verzerrungen von außen bekritteln, würde man uns als Unbelehrbare, ewig Gestrige in die Schmuddelecke stellen.”
Für das Grenzmuseum, das 2004 über 65 000 Besucher hatte, ist der Verein Point Alpha verantwortlich. Dessen Vorsitzender, Berthold Dücker (Chefredakteur der Südthüringer Zeitung) kann die Kritik, im Museum werde die DDR-Sicht zu sehr in den Vordergrund gerückt, nicht verstehen. Dücker: "Es geht darum, die Dinge, die sich in 40 Jahren abgespielt haben, so authentisch wie möglich darzustellen." Dies sei ein schwieriger Prozess, und es seien dazu auch Gespräche mit Ex-DDR-Grenzern nötig.
Die Kameradschaft "Florian Geyer" und Major Lehmann kenne er persönlich, sagt Dücker. Auch habe er sich in Point Alpha mit Klaus Dieter Baumann getroffen, um über das Museum zu reden. Klaus Dieter Baumann war DDR-General und Chef der Grenztruppe. Er war vom Landgericht Berlin wegen Totschlags und versuchten Totschlags zu sechseinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden. Nach der Verbüßung der Hälfte der Strafe war er vom Berliner Senat begnadigt worden. Das hatte zu heftigen Protesten geführt.
Mit Baumgarten und auch mit Major Lehmann habe er über die Museumskonzeption gesprochen, so Dücker. Seitdem sind die DDR-Grenzer auch im Museumsbeirat vertreten. Dass als Ergebnis die Mauer-Opfer zu kurz kämen, könne er nicht nachvollziehen, sagt Berthold Dücker: "Wir waren die Ersten, die den Opfern ein Denkmal errichtet haben." Außerdem würde in wechselnden Ausstellungen auf das Schicksal der Opfer hingewiesen. Die Dauerausstellung könne das Thema nur "anreißen". Geschult würden die Führer etwa von der Volkshochschule des Wartburgkreises. Darunter seien auch ein oder zwei ehemalige Grenzer gewesen. Dücker: "Das alles ist ein ganz, ganz schwieriger Prozess. Aber es nützt nichts, wenn wir uns gegenseitig anschweigen."
Der Komplex Schusswaffengebrauch ist in der Ausstellung mit dem Zitat des früheren DDR-Verteidigungsministers Heinz Keßler überschrieben: "Es hat nie einen Schießbefehl gegeben.” Überhaupt geht die Ausstellung mit den Maueropfern lieblos bis zynisch um. Zitat von einer Schautafel: Der 20-jährige Chris Gueffroy sei am 6.2.89 an der Mauer das "letzte Opfer des nicht existierenden Schießbefehls" gewesen - "ein tragisches Schicksal unter hunderten". Dafür huldigen die DDR-Grenzer dem Schicksal der früheren Kameraden Waldemar Estel und Rudi Arnstadt mit einem Schrein samt Gedenktafel. Estel und Arnstadt waren unter mysteriösen Umständen vom Bundesgrenzschutz erschossen worden.
Hier der Folgeartikel
http://www.hna.de/region_nordhessen_uebersicht/00Wir_gedenken_der_Grenzopfer.html
Thunderhorse
01.07.2007, 22:37
Hallo Harry,
Waldemar Estel wurde nicht von einem BGS-Beamten erschossen.
Der Täter war ein Grenzgänger, der beim Abtransport eine Waffe zog und auf den
Grenzpolisiten Estel geschossen hat.
TH
Thunderhorse
19.04.2008, 21:49
Ein kleines Buch zum OP Alpha (heute Point Alpha), "Point ALpha" Brennpunkt der Geschichte.
Es zeigt grob die Geschichte der Grenze im Rasdorf/HE - Geisa/TH bzw. später des OP Alpha von 1945 - 1990 auf.
Das 14/11th ACR bzw. der Standort Fulda/Sickels, sowie die Sperranlagen und besondere Vorkomnisse im Umfeld werden kurz dargestellt.
Ab 1991 die Nutzung als Asylantenheim und daran die Entstehung des Point ALpha als Museum/Gedenkstätte bis in die heutige Zeit.
Autor:
Klaus Harwig Stoll
POINT ALPHA
Brennpunkt der Geschichte
ISBN 978-3 86568-238-3 (Deutsch)
9.95 €
Michael Imhof Verlag
Es gibt eine deutsche und eine englische Ausgabe.
Regards.
TH
P.S:: Für Insider gibt es nichts wesentlich Neues.
Geograph
19.04.2008, 23:11
Für Insider gibt es nichts wesentlich Neues.
Immerhin heißt der Buchtitel nicht »POINT APLHA. Der heißeste Punkt im Kalten Krieg« ……;)
.
Thunderhorse
19.04.2008, 23:29
Das Buch heißt::cool:
POINT ALPHA
Brennpunkt der Geschichte
Einer von vielen weiteren "Brennpunkten" an der einstigen innerdeutschen Grenze!!
Immerhin heißt der Buchtitel nicht »POINT APLHA. Der heißeste Punkt im Kalten Krieg«
Was sollen diese Animositäten??:confused:
TH
Geograph
20.04.2008, 00:08
Was sollen diese Animositäten??:confused:
Vgl. http://www.cold-war.de/showthread.php?t=503, speziell dann http://www.cold-war.de/showpost.php?p=3923&postcount=31 :
P.S.: OP Alpha war nicht der heißeste Ort im Kalten Krieg, auch wenn damit Heute noch Werbung gemacht wird. Den Begriff hat die Politik geprägt.
Dann ist das wohl auch politisch und werbewirksam gewollt:
"POINT ALPHA. Wolfgang Christmann sitzt in einer der Baracken, in denen zu Zeiten der deutsch-deutschen Teilung noch US-Soldaten stationiert waren. Christmann ist als Zeitzeuge vor Ort, um seine Erlebnisse rund um den »heißesten Punkt im Kalten Krieg« an die Geschichtslehrer aus dem Landkreis Fulda weiterzugeben. … und weiter http://www.fuldaerzeitung.de/newsroom/huenfeld/dezentral/huenfeld/art14184,574605 [19.04.2008; 23.45 Uhr]
.
Thunderhorse
20.04.2008, 00:41
Aus meiner Sicht gab es keinen heißesten Ort an der Grenze! Und im damaligen Sprachgebrauch wurden die Begriffe "Fulda GAP" / "Meiningen GAP" verwendet.
Siehe Zitat!
Das mit diesem Begriff, der Politisch geprägt ist, nunmehr Werbung gemacht wird, wird sich nicht vermeiden lassen!
Und hier muß dann ständig nachgelegt werden??:confused:
Dann ist das wohl auch politisch und werbewirksam gewollt:
????????????????????
In seinen weiteren Ausführungen berichtet der Ex-BGS-Mann von einem anderen Zwischenfall an der Grenze, als 1974 vier westdeutsche Fahnenjunker bei Birx in der Rhön dem Sonnenuntergang entgegenblickten.;)
Hier irrt sich der Mitteiler im Zeitungsbericht.
Der Vorfall war nicht 1974, sondern am 20. April 1962.:cool:
TH
Geograph
20.04.2008, 00:58
Aus meiner Sicht gab es keinen heißesten Ort an der Grenze!
Na, daüber sind wir uns doch einig …
.
oh, das ist ja gar nicht weit weg von meiner neuen Heimat - das werde ich mir mal ansehen...
Fahr lieber ins Grenzmuseum Schifflersgrund :D
Geograph
13.09.2008, 00:05
Fahr lieber ins Grenzmuseum Schifflersgrund :D
… ist nicht zu »heiß« ……;)
.
Thunderhorse
13.09.2008, 12:32
Ich empfehle, beide Museen zu besuchen.;)
TH
dipl-ing
15.09.2008, 08:55
Hallo Forumskollegen,
habe mich vor meiner Tour im April diesen Jahres Richtung Fulda Gap vorher eingehend informiert, auch in diesem Forum.
Ich habe die bestehenden Inkompatibilitäten zwischen Forumsmitgliedern und den Museen gelesen und mich dennoch entschlossen eine große Tour zu machen und möglichst viele "Konzepte" zu erfahren.
Mein Resümee (komische Schreibweise ?) ist schwer in Worte zu fassen.
Die Museen haben alle was für sich. Ich würde aber einem potentiellen Besucher empfehlen auch Orte außerhalb einer kommerziellen Bewirtschaftung anzuschauen.
Als jemand der weit weg von der innerdeutschen Grenze gewohnt hat, fehlte mir die Erinnerung an das Bauwerk wie es mal war.
Besucht habe ich Schifflersgrund, Eichsfeld, Point Alpha, Point India, Brücke der Einheit und einen Grenzturm in der Nähe von Buttlar.
Jedes Konzept hat etwas für sich. Das eine wirkt authentischer, das andere weniger.
Allerdings muß ich sagen, dass der Besuch nur eines einzigen Ortes mir nicht die Klarheit für den Aufbau der Grenzanlagen gegeben hätte. Die Tiefe der ganzen "Grenze" kommt wie ich finde eigentlich nur undeutlich heraus, am ehesten noch in Eichsfeld. Dort läuft der Rundweg parallel zum Sperrzaun und nach der Führungsstelle schneidet der Weg durch die "Mauer".
Die Konzepte richten sich alle an verschiedene Nutzer. In Schifflersgrund gibt es sehr viele Dokumente und Fahrzeuge mit viel Hintergrundinfo zu sehen, vielleicht zu viel für den normalen Besucher. Point Alpha ist sehr plakativ dargestellt, mit weniger Tiefgang.
Ist alles meine persönliche Meinung, habe auch keine Verbindung zu einem der Museen. :)
Anbei Bilder der Tour
http://picasaweb.google.com/underground.facilities
TopOfTheRock
30.10.2008, 15:07
Hab neulich gehoert in Point Alpha gibt's so ne Figur die die Uniform eines US Staff Sergeant traegt und wenn man einen Knopf drueckt dann sagt die Figur: "Mein Name ist Leutnant......." Ist schon gut gemacht, oder? Hehehehe....
Gruss,
T.
Hmmmhh,
man beachte auch den Halftrack (M16) der im Point Alpha eingesetzt war...also so von 1945 ab.....
Gruß
urimuu
Thunderhorse
01.11.2008, 14:59
Immer das gefrotzel.
Solche Fehler passieren überall.
Im Grenzmuseum bei Behrungen steht in der alten FÜSt Gelände (ostwärts Behrungen) eine Puppe die trägt die alte Uniform der Grenzpolizei BY.
Da ist ein Betonbunker nachgebaut, an der Stelle stand wirklich mal einer, der dem Original in keinster Weise entspricht.
Ein weiterer Betonbunker ist verkehrt zusammengesetzt.
Die Zaunelemente an der Landesgrenze und das Stück GSSZ weisen auch Mängel auf, was die einstige Bauwweise der Anlagen betrifft.
Ein Erdloch, sieht aus wie Neu, soll eine ehemalige Stellung der GSSD aus den 50er Jahren sein.
Deklariert als Archäologisches Bodendenkmal.
TH
dipl-ing
04.11.2008, 08:09
@TopOfTheRock
@urimuu
vielleicht wäre konstruktive Kritik eher angebracht.
Wer weiß vielleicht bedankt sicher der eine oder andere Betreiber für die Info.
Soll schon vorgekommen sein.
>Soll schon vorgekommen sein
Nein, da ist man beratungsresistent. A: Weiss ich dass die Leut auch die Seiten hier lesen, ergo wissen sie bspw. dass die Sprengschachtgeschichte Nonsens ist. B: Hatte ich das auch persönlich in einem Gespräch erwähnt C: Ist es keine Art, eine Dokumentation, in dem Fall den Gen. Def. Plan den wir von der Birtler Behörde bekamen und ihnen zum studieren überließen ohne unser Wissen einfach auszudrucken, und als Ausstellungsschmankerl auf einem Podest zu präsentieren.
Als WIR eine Ausstellung gemacht haben haben WIR im Vorfeld alle erreichbaren Infos eingeholt, um Fehler zu vermeiden. DORT WILL man aber offensichtlich die Fehler gar nicht weghaben, zumindest so mein letzter Stand, denn es steht immer noch da "Atombombensprengschächte".
Abgesehen davon: Das ist eher Gefrotzel, denn "böses Gehacke". Sicher hat man da nicht alles so gut gemacht wie es hätte sein können, speziell versäumt Leute zu fragen die sich bspw. mit Sperranlagen auskennen. Aber das führt nicht automatisch zur Todfeindschaft :)
@dipl-ing
ja, das dachten wir am Anfang auch und haben das Gespräch mit den Organisatoren gesucht aber man hat uns abgewimmelt...was können so ein paar Hobbyhistoriker schon wissen. Ist eigentlich egal, hat aber viel viel Geld gekostet, mit dem Geld hätte man auch was ordentliches auf die Beine stellen können. Unerträglich ist die Beschilderung, die sehr viel Geld gekostet hat (bin vom Fach), sowas zu Präsentieren ist eine Lachnummer, ich hätte den Lieferanten mit seinen Schildern wieder nach Hause geschickt....
gruß
urimuu
TopOfTheRock
05.11.2008, 12:47
Kann mich harry und urimuu nur anschliessen. Leider ist es so dass man ohne Dr.-Titel oft nicht fuer voll genommen wird. Da werden dann Unsummen fuer "Forschungen" ausgegeben die andere (halt die Hobby-Historiker die das zwar selber erlebt und aus Interesse vieles gesammelt haben) laengst in der Schublade liegen haben. Manchmal hat es auch den Eindruck das da immer noch ideologisch gekaempft wird (Kalter Krieg nicht zu Ende??). Na ja, was solls, man wird langsam muede und denkt sich: Leckt mich d......
germanbhoy
11.11.2008, 19:27
Gestern in der HNA:
Der Komplex Schusswaffengebrauch ist in der Ausstellung mit dem Zitat des früheren DDR-Verteidigungsministers Heinz Keßler überschrieben: "Es hat nie einen Schießbefehl gegeben.” Überhaupt geht die Ausstellung mit den Maueropfern lieblos bis zynisch um. Zitat von einer Schautafel: Der 20-jährige Chris Gueffroy sei am 6.2.89 an der Mauer das "letzte Opfer des nicht existierenden Schießbefehls" gewesen - "ein tragisches Schicksal unter hunderten". Dafür huldigen die DDR-Grenzer dem Schicksal der früheren Kameraden Waldemar Estel und Rudi Arnstadt mit einem Schrein samt Gedenktafel. Estel und Arnstadt waren unter mysteriösen Umständen vom Bundesgrenzschutz erschossen worden.
Leider ist dieser seltsame Umgang mit der Geschichte kein Einzelfall.
In Strausberg, wo ich längere zeit stationiert war , ist bis zum heutigen Tag eine straße nach Peter Göring benannt .
Peter Göring wurde vom Westen her erschossen , weil er über 40 Schuss auf einen 14jährigen Flüchtling abgegeben hat .
Übrigens , wenn es keinen schießbefehl gegeben hat , dann wären die " DDR" - Grenzer , die geschossen haben , ja des Mordes schuldig .
War jemand in den letzten Wochen in diesem Museum .
Ist die Darstellung immer noch so ?
Das mit der Huldigung an Rudi Arnstadt und Estel ist so eigentlich nicht richtig. Wie soll man denn euer Meinung nach sonst in einem Museum so etwas aufzeigen?
Reine Texttafeln gibt es in diesem Museum doch genug.
man beachte auch den Halftrack (M16) der im Point Alpha eingesetzt war...also so von 1945 ab.....
Wenn man bedenkt, dass nirgends steht, dass er dort eingesetzt wurde...
Er steht wahrscheinlich dort, da ein damals kleines Grenzmuseum für jedes Teil dankbar war.
[QUOTE=Thunderhorse;5051]Aus meiner Sicht gab es keinen heißesten Ort an der Grenze!
Auch ich sehe das so. Aber werbewirksam ist sowas - muss man zugeben. :cool:
StoMunNdlg 241/3
12.12.2008, 14:34
Ich denke aber auch - ohne jetzt hier irgendwen verteidigen zu wollen - das die Museen es vll. auch nicht ganz einfach haben. Woher sollen sie wissen was "wahr" und autentisch ist - weils jemand sagt ? Viele dinge sind ja auch gern mal nur Mundpropaganda die schon über lange Zeit ihre runden macht. Daher evt. der drang zu teuren Forschungen. Ok - wenn die dann nen offentsichtlich falsches ergebniss haben...naja.
Ich kenns aber halt speziell auch aus dem Bereich 2. Weltkrieg - da findet man viel erfundenes was halt damals durch die Medien ging, um z.B. die Bevölkerung zu beruhigen, was in echt ganz anders war, und nach dem Krieg wurde viel verdreht und verändert und ganz anders dargestellt als es war, um die Bevölkerung halt davon zu überzeugen das sie davon ablassen sollen.
Hinzu kommt - weiß nicht ob das bei DDR Dingen ebenso ist, bei 2WK sachen ist es so - das man viele Sachen niemandem zeigen kann, weil man dann gleich rechts ist.
Ich hab zwar kein Museum, aber dennoch gern mal ein paar Sammlerstücke in meinem Büro (privat) , und hab schon mehrmals die erfahrung gemacht das Besuch kommt, die alte Wehrmachts-Gasmaske mit Hakenkreuz sieht, daneben noch nen alten Brief mit gewissen Stempeln und gleich hellauf am schimpfen ist, was man denn in DER szene will. Erklärungen : hoffnungslos.
Und dann kommt bei Museen sicherlich hinzu, das diese Geld benötigen, und vielleicht irgendwann mehr auf die Kostendeckung oder den Gewinn achten als auf die autentische dokumentation, vielleicht auch weils viele Besucher eh nicht interessiert obs wirklich wahr ist was gezeigt wird. (Allgemeine Sensationsneugier).
Und dann kommt bei Museen sicherlich hinzu, das diese Geld benötigen, und vielleicht irgendwann mehr auf die Kostendeckung oder den Gewinn achten als auf die autentische dokumentation, vielleicht auch weils viele Besucher eh nicht interessiert obs wirklich wahr ist was gezeigt wird. (Allgemeine Sensationsneugier).
Das wiederum glaub ich überhaupt nicht. Für die Besucher ist die Wahrheit natürlich wichtig. Kleine Details, wie Abzeichen an Puppen etc., die können schon mal falsch sein. Aber Geschichtliche Dinge, die müssen einfach stimmen.
Ein falsches Bild abzugeben, dass würde sich wohl keines der Grenzmuseen erlauben können - hier geht es ja auch um Fördergelder.
TopOfTheRock
16.12.2008, 11:16
Es wird wohl kaum ein Museum geben das kostendeckend arbeitet. Auch Point Alpha haengt am Foerdertopf von Hessen und Thueringen. Allerdings scheint der recht gut gefuellt zu sein, man liest oefters was von zweistelligen Millionenbetraegen... Aber grundsaetzlich muss man sagen das es besser ist etwas nicht zu hundertprozent richtiges zu haben als garnix zu haben wo die Geschichte bewahrt wird.
9,2 Millionen Euro soll das Stiftungskapital sein, welches Point-Alpha zur Verfügung steht. Allerdings hat man dieses Geld ja nicht zur Verfügung, sondern man lebt von den Zinserträgen.
Zweistellige Millionenbeträge kann ich mir bei keinem Museum vorstellen. Das hebt man sich lieber für irgendwelche Opern etc. auf :D
StoMunNdlg 241/3
16.12.2008, 13:45
^^oh gib mal den link wo man das geld beantragen kann.....ich liefer auf wunsch auch nur mist ab wenns sein muss ;))
Thunderhorse
26.03.2009, 16:40
Im Eigenverlag ist eine kleine Dokumentation zum Point Alpha erschienen.
Herausgeber:
K.-H. Dörsmann, 98617 Meiningen.
Inhalte siehe eingestellte Rückseite.
TH
nachschieber
07.06.2009, 12:05
Ich hab da eine Frage zum Point Alpha-Museum:
Anfang April war ich dort für die Planung einer Motorradtour bei einem Treffen, ich werde eine Gruppe zum Museum führen und wir werden uns das anschauen.
Ich kenne es schon, war zum letzten Mal im Sommer 2003 dort. Als ich im April zur Anlage fuhr, war ich doch überrascht, unten am früheren Eingang einen durchgehenden Zaun vorzufinden. Der Eingang ist ja nun ums Eck herum und weiter oben in der Nähe des Turms.
Die Dame an der Kasse meinte nun, dass der Eingang schon vor über 10 Jahren verlegt worden sei, das kann ich aber nicht so ganz glauben. Was stimmt nun?
Hallo,
das Bild, dass ich eingefügt habe, ist am 28.07.2002 entstanden. Wie
man sehen kann ist der Eingang noch am unteren Ende des Camps.
gruß
urimuu
nachschieber
07.06.2009, 19:15
Ja genau so kannte ich das auch.
Danke und Gruß!
Die Dame an der Kasse wird wohl noch nicht so lang da sein. :D
Sind ja keine Vollzeit-Kräfte.
vr6insider
31.10.2009, 11:48
Kuck mal den link von youtube an.
Die einen feiern Fasching und die anderen wachen.
Da bekommt man eine Gänsehaut.
YouTube - AFN News - Someone is always on duty (http://www.youtube.com/watch?v=bO71LjkB-X8)
Das ist ja wirklich unvorstellbar, auf der einen Seite der feiernde Fasching mit der Brockenhexe und auf der anderen Seite wird gerödelt.
Das sieht fast so aus, als wurden hier die Soldiers zum Bock gemacht,
da bleibt einen ja die Spucke weg!!!:confused:
Thunderhorse
07.11.2009, 10:15
Das ist ja wirklich unvorstellbar, auf der einen Seite der feiernde Fasching mit der Brockenhexe und auf der anderen Seite wird gerödelt.
Das sieht fast so aus, als wurden hier die Soldiers zum Bock gemacht,
da bleibt einen ja die Spucke weg!!!:confused:
Hi Horner,
wie hast Du Dir dass sonst vorgestellt?
Dienst ist Dienst und Schnaps ist Schnaps. War schon immer so und wirds auch weiterhin sein.
Hallo Thunderhorse,
Das ist doch klar, so wird es immer bleiben.
Meinte nur damit, das die Narren die andere Seite damit vieleicht verhöhnen
wollte.
Gruß Horner
Thunderhorse
28.12.2010, 19:47
Der Winter 2010 und eine seiner Folgen:
Überschrift aus der Osthessen News.
Fahrzeughalle von Point Alpha unter Schneelast eingestürzt - Spenden-Aufruf
http://www.osthessen-news.de/beitrag_H.php?id=1191673
CampGates
28.12.2010, 20:22
Der Winter 2010 und eine seiner Folgen:
Überschrift aus der Osthessen News.
Fahrzeughalle von Point Alpha unter Schneelast eingestürzt - Spenden-Aufruf
http://www.osthessen-news.de/beitrag_H.php?id=1191673
Ich weiß nicht, in welchem Jahr die Fahrzeughalle errichtet wurde, aber anscheinend war seitdem die Schneelast auf deren Dach noch nie so groß gewesen wie im Dezember 2010!
Wirklich sehr schade! Nachfolgend ein Photo der Halle, welches ich am 26.09.2010 aufgenommen habe:
http://up.picr.de/5966315.jpg
Gruß Hagen
Thunderhorse
28.12.2010, 20:40
Die Halle für den Motorpool wurde Anfang der 80er Jahre errichtet.
Winter mit viel, sehr viel Schnee gabs auch in den 80er und 90er Jahren in der Rhön.
TH
Ach tut mir das leid. Das Ding bestand aus bischen Plastik auf Trägern, überall wird gewarnt dass auf solchen Dächern die Lasten zu groß werden, aber keiner geht mal fegen...
SPENDENAUFRUF??? Die ham wohl nen HAU! A: Wird das wohl versichert sein, wie der Leiter in der Hessenschau sagte und B: Ham die mehr als genuegend Kohle!!! Sowas, ich ärgere mich glatt weg...
Thunderhorse
28.12.2010, 20:47
Es geht nicht ums ärgern, sondern um eine einfache Nachricht.
Ärgerlich ist die Sache allemal.
Thunderhorse
28.12.2010, 20:49
OP Alpha REUNION 2005
Allons.
TH
Moin zusammen,
irgendwie habe ich das Gefühl, das es verlernt wurde, wie man sich in einen Winter überhaupt verhalten und dem nach walten soll.
RTW`s können nicht bis zur ihren Notfall vorfahren, weil die Kommunen es ignorieren auch die Nebenstraßen zu räumen. Dann wird vergessen, das auch Schnee eine gehörige Dachlast ist, die dazu führen kann, diese zum Einsturz zu bringen. Erst wenn die Deckenabdeckung von oben herunter fällt, wird der Alarm ausgeführt und alles fängt an zu springen, so geschehen im Münsterland.
Hätte man am Point Alpha nicht vorher eine Kontrolle vornehmen können? Jetzt hat das Kind etwas auf dem Deckel bekommen und Zeugnisse der Geschichte sind unwiederruflich beschädigt.
Echt schade drum, aber ich hoffe, das aus Fehler endlich mal gelernt werden muss.
Gruß
Horner ( Beagle )
TopOfTheRock
29.12.2010, 14:35
Winter mit viel, sehr viel Schnee gabs auch in den 80er und 90er Jahren in der Rhön.
Eben. Bei der Army gibt es eben für jedes Gebäude einen Verantwortlichen, den "building coordinator!" Und wenn dieser feststellt, dass die Schneehöhe auf einer Halle die zulässige Grenze erreicht (was typischerweise auch in irgendeiner Richtlinie geregelt ist) dann meldet er das über seine "chain of command" an die, die es etwas angeht. Diese werden dann (und haben damals auch schon) dafür sorgen, dass sich ein "work detail" auf das Dach begibt und den Schnee ruterschmeisst.
Man bekommt leider den Eindruck, dass es in P A zwar jede Menge hochstudierter "Häuptlinge" gibt, aber auf Praktiker (denen sowas auffällt) hat man offenbar verzichtet.
Na ja, anyway....
Hildesheim
04.01.2011, 15:49
Früher nannte man sowas Winter... heute ist es eine Schneekatastrophe.
Ist Schade...
http://www.portal-grenzmuseum.de/Community/news-schifflersgrund/3460-wintereinbruch-der-gedenkstaette-grenzmuseum-schifflersgrund.html#post3490
Früher nannte man sowas Winter... heute ist es eine Schneekatastrophe.
Ist Schade...
Der Trend geht zu hemmungslosen Übertreibungen
Thunderhorse
23.02.2011, 22:30
Bericht und Empfehlungen
der Historiker-Kommission
für eine
„Landesförderkonzeption für Gedenkstätten und Lernorte
zur Aufarbeitung der SED-Diktatur“
Für die Bewertung der einzelnen Einrichtungen waren vor allem folgende Kriterien
maßgeblich:
- Denkmals- bzw. Zeugniswert der historischen Orte
- historische und edukative Relevanz von Sammlungen
- Exemplarität der Geschichte des Ortes bzw. der am Ort geleisteten Arbeit
- fachliche Qualität der historischen, museologischen und pädagogischen
Arbeit
- Landesrelevanz sowie Bedeutung für die Aufarbeitung der SEDDiktatur
in Deutschland.
1. Grenze und Teilung
U.a.: Schifflersgrund, Point Alpha
Gesamttext, hier lang.http://www.thueringen.de/imperia/md/content/tmbwk/kulturportal/aufarbeitungsed-diktatur/empfehlungen_der_historiker-kommission_mit_anlage.pdf
Beitrag im Meininger Tagblatt:http://files.homepagemodules.de/b150225/f52t5863p136599n1.pdf
Thunderhorse
06.08.2011, 23:58
Nach Hallen-Einsturz
Wiederaufbau am Point Alpha
http://www.mdr.de/thueringen/sued-thueringen/pointalpha104.html
Zitat, Quelle siehe zuvor:
Insgesamt entstand ein Sachschaden von 460.000 Euro. Da nach Stiftungs-Angaben von der Versicherung nur 270.000 Euro gezahlt wurden, wird weiter nach Sponsoren gesucht.
Und mit den beiden geschrotteten Helikoptern gibts noch Problem.:
Na ein OH-58 bzw. eine SA 318 wird doch noch irgendwo rumstehen.
TH
Na da war wohl jemand unterversichert? Teure Kunst kann man anschaffen, aber keine gescheite Versicherung...
TopOfTheRock
08.08.2011, 09:37
Brandschutz in einer offenen Stahlhalle ohne nennenswerte Brandlast?
Der Artikel hört sich fast so an, and wolle man die Gelegenheit ergreifen, da jetzt was komplett Neues zu bauen....??
TopOfTheRock
08.08.2011, 09:48
Brandschutzauflagen in einer offenen Stahlhalle ohne nennenswerte Brandlast?
Der Artikel hört sich fast so an, and wolle man die Gelegenheit ergreifen, da jetzt was komplett Neues zu bauen....??
Die teure Kunst wurde weder vom Museum angeschafft, noch bezahlt. Falls der sogenannte Weg der Hoffnung gemeint ist, wirkt sich das sogar eher nachteilig aus. Schließlich bezahlt dafür niemand Eintritt.
Bei den Helis versuchen aktuell Bundeswehrsoldaten Reparaturen durchzuführen - der Erfolg ist allerdings fraglich.
Hier mal etwas Input zum aktuellen Stand der Helis:
http://osthessen-news.de/beitrag_H.php?id=1203409
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