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Thema: Kernkraftwerke im Kalten Krieg?

  1. #1
    Warrior Avatar von Kaepten Kaos
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    Frage Kernkraftwerke im Kalten Krieg?

    Guten Abend Forengemeinde!
    Ich habe eine Frage die mir schon länger unter den Nägeln brennt!

    Was währe im Falle einer Ost-West Konfrontation mit den auf beiden Seiten vorhandenen Kernkraftwerken passiert?

    Gab es Pläne gegnerische Reaktoren gezielt anzugreifen beziehungsweise gezielt von jedem Angriff auszunehmen?

    Eine Explosion eines Reaktors würde wohl mehr Strahlung und
    Hoch giftigen+radioaktiven Staub freisetzen als es eine Kernwaffe vermag......

    Ich verrate hier wohl niemandem ein Militärisches Geheimnis wenn ich feststelle das wohl kein Reaktor einem gezielten Angriff, sei er nun konventionell oder nuklear standhalten würde......


    Anmerkung: Da ich selbst in der Nähe einer solchen "Zeitbombe" wohne will ich über das bis heute aktuelle Thema Terrorismus gar nicht erst nachdenken! Sonst würde mir nur die Galle hoch kommen wie wenig ernst unsere Regierung dieses Thema nimmt.....

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  3. #2
    Cold Warrior Avatar von Störfang
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    Nur so zur Anmerkung 1981 hat die Israelische Armee ein KKW im Irak zerstört, kurz bevor dieses in Betrieb genommen wurde.

    Also ich denke mal das auch in einem Schlagabtausch auch KKW´s angegriffen worden wären um größt mögliche schäden zu verursachen. Man kennt ja die lehren aus Tschernobyl.
    Geändert von Störfang (04.11.2009 um 23:59 Uhr)

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  5. #3
    Cold Warrior Avatar von StoMunNdlg 241/3
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    Also mir sind keine besonderen Schutzmaßnahmen (ausser den üblichen) bekannt. Ich glaube das Thema wurde und wird heute noch etwas "sorglos" betrachtet, da man die KKW braucht, sie aber halt nicht so sehr gegen einen direkten angriff schützen kann.
    KKW's gehören nach wie vor zu den "Kritischen Infrastrukturen". Vielleicht wäre eine Karte mit damals vorhandenen Kraftwerken interessant, wie weit diese von der Grenze entfernt standen - sprich ob man vielleicht einfach eine gewisse räumliche trennung versucht hat.

    Ansonsten ist sowas natürlich ein "gutes" Ziel. Bei aktuellen Terrorismus Zenarien wäre ein KKW aber wohl zu verherend - schließlich soll ja lieber Angst verbreitet werden. Dafür eignen sich andere Kraftwerke und Infrastrukturen wie Wasser und Telefon besser - oder die Trafostationen vom KKW, um den Strom lahm zu legen.

    Wenn keiner dazu näheres weis, könnte man wie gesagt mal eine Karte mit Standorten suchen und evt. diese auch auf Luftverteidigungslinien + Stellungen untersuchen.

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  7. #4
    Cold Warrior Avatar von Störfang
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    >Wenn keiner dazu näheres weis, könnte man wie gesagt mal eine Karte mit Standorten suchen und evt. diese auch auf Luftverteidigungslinien + Stellungen untersuchen.<

    Also das KKW Grohnde bei Hameln ist die Stellung Aerzen/Laatzen und Goldbeck im Extertal ganz in der nähe. Ausserdem gab es nich eine bei Bad Münder/Hamelspringe.

    Beim KKW Lingen ist die Nike Stellung bei Nordhorn

    Beim KKW Unterweser ist die Nike Stellung bei Rodenkirchen

    Beim EX KKW Würgassen ist die HAWK bei Tietelsen

    Interessant sind da das KKW Krümmel und Stade da sie sehr nahe an Hamburg liegen.
    Besonders bei Krümmel ist das es nur 10 km von der Grenze entfernt liegt.

    Mehr kann ich im moment nicht dazu sagen. Da ich leider nicht alle Stellungen in Deutschland habe.

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  9. #5
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    Im KKW Grafenrheinfeld bei Schweinfurt gibt es ein Besucherzentrum.

    Dort ist erleutert, dass man nicht davon ausgegangen wäre, das das Kraftwerk angegriffen wird.

    1. Der Feind hätte sich selbst getroffen, daher die Grenze nicht weit entfernt war
    2. Für den Feind wäre das "eroberte" Gebiet unbrauchbar gewesen
    3. Der Feind hätte sicherlich nicht ein solch wichtiges Kraftwerk zerstört, daher er es selbst benötigt hätte, insofern er das Gebiet erobert hätte.

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  11. #6
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    Avatar von Kaepten Kaos
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    Zitat Zitat von PzGrenBtl 352 Beitrag anzeigen
    Im KKW Grafenrheinfeld bei Schweinfurt gibt es ein Besucherzentrum.

    Dort ist erleutert, dass man nicht davon ausgegangen wäre, das das Kraftwerk angegriffen wird.

    1. Der Feind hätte sich selbst getroffen, daher die Grenze nicht weit entfernt war
    2. Für den Feind wäre das "eroberte" Gebiet unbrauchbar gewesen
    3. Der Feind hätte sicherlich nicht ein solch wichtiges Kraftwerk zerstört, daher er es selbst benötigt hätte, insofern er das Gebiet erobert hätte.

    Klingt logisch vermutlich hätten die Warschauer Packt Truppen keine Kernkraftwerke angegriffen die auf ihrer Vorstoßachse lagen...

    Aber was währe mit den anderen Reaktoren gewesen?

    Noch eine Anmerkung:
    Auch wenn die Ausführungen von PzGrenBtl in diesem Fall wirklich Hand und Fuß zu haben scheinen sollte man nicht alles glauben was einem in diesen wohl bei jedem Kernkraftwerk vorhandenen Besucherinformations-Zentren erzählt wird......
    Es sind Einrichtungen der Kraftwerksbetreiber in denen ganz gerne die Gefahren der Kernkraft heruntergespielt werden und der Nutzen in den Himmel hoch gelobt wird....
    Geändert von Kaepten Kaos (07.11.2009 um 21:38 Uhr)

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  13. #7
    Cold Warrior Avatar von Boris
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    Hallo zusammen,

    ich kann mich erinnern, daß in den achtziger Jahren (meine Schulzeit) immer von atombombensicheren KKW die rede war. So wurde es doch suggeriert, oder?
    Viele Grüße

    Boris


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  15. #8
    McMarkus
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    Moin.

    Zitat Zitat von Boris Beitrag anzeigen
    ...daß in den achtziger Jahren immer von atombombensicheren KKW die rede war. So wurde es doch suggeriert...
    Wer suggeriert denn so etwas?

    Gruß,
    Markus

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  17. #9
    Cold Warrior
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    Zitat Zitat von StoMunNdlg 241/3 Beitrag anzeigen
    Vielleicht wäre eine Karte mit damals vorhandenen Kraftwerken interessant, wie weit diese von der Grenze entfernt standen - sprich ob man vielleicht einfach eine gewisse räumliche trennung versucht hat.
    Naja, zumindest Abstände von militärischen Bombardierungszielen gabs wohl eher weniger. Mir fielen da zum Beispiel Philippsburg (Umgebung: Sonderwaffenlager, Tanklager, größerer Bw-Standort) oder Obrigheim (5 km Luftlinie schräg gegenüber im Tal: UTA Neckarzimmern) ein. Grafenrheinfeld bei Schweinfurt dürfte militärisch gesehen auch nicht gerade günstig gelegen haben (70 km von der Grenze?), und die Anlage Kahl/Großwelzheim (in den 70ern/80ern stillgelegt) lag ja in dem Sinne im Grunde "verkehrsgünstig" fast auf dem Weg zwischen Fulda und Frankfurt.

    Interessant ist in dem Zusammenhang höchstens, wo die ABC-Abwehr-Einheiten nach dem Ende des Kalten Kriegs hinverlegt wurden - nämlich so, daß sie deutlich KKWs mit abdecken:
    - ABCAbwBtl 7 in Höxter liegt mitten im Quadrat der KKW Hamm-Uentrop, Lingen/Emsland, Würgassen und Grohnde
    - ABCAbwBtl/Rgt 750 in Bruchsal liegt mitten im Dreieck der KKW Biblis, Obrigheim, Philippsburg und des Kernforschungszentrums Karlsruhe
    Nicht "abgedeckt" sind die KKW in Bayern und im Großraum Hamburg.

    Im Kalten Krieg war das so noch nicht gegeben; damals lagen die teilaktiven ABC-Abwehr-Einheiten der Korps vielmehr an den westlichen/südlichen Außengrenzen Deutschlands in Emden, Zweibrücken und Sonthofen. Im "Umfeld" des Großteils der KKW lag damals jeweils eine aktive Kompanie (in Bruchsal, Munster-Lager und Albersdorf), sowie ein bis zwei nichtaktive Bataillone der Territorialkommandos.

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  19. #10
    Warrior
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    Die Stationierung der ABC-Abwehrtruppe hatte und hat nichts mit der Lage von Kernkraftwerken zu tun. Vielmehr sind für die Stationierung der ABC-Abwehrtruppe folgende Kriterien maßgeblich
    - Heeresstruktur (welche ABC-Abwehrtruppenteile werden benötigt?)
    - Anzahl Soldaten und Fahrzeuge des zu stationierende Truppenteils
    - Dislozierung des zugehörigen Großverbandes
    - Verfügbare Infrastruktur.

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