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Thema: Warum verschwanden die Jägerverbände?

  1. #1
    Cold Warrior Avatar von Horner
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    Standard Warum verschwanden die Jägerverbände?

    Moin zusammen,

    da ich selber eine Ausbildung bei der 3/66 Wentorfer Jäger absolviert habe, möchte ich mal eine Frage stellen.
    Warum sind eigentlich die Einheiten der Jägerverbände von der Bildfläche verschwunden?
    Ich weis, das die Umstrukturierung der BW mit Anlass war, aber solch einen trainierten Verband verschwinden zu lassen ist traurig und die Fitness hat von uns viel abverlangt.
    Nach dem Frühstück 2Km laufen um dann in der Lohe weiter zu Rödeln und manchmal bis in die Nacht hienein. Nicht zu vergessen die tollen Gewaltmärsche die mit allen geschmückt waren. Nach meiner Zeit im SAS Meyn wurde nicht lange gefackelt und mein Kamerad Henning, sowie ich wurden sofort zum JgBtl 3/733 in Greven berufen. Das Lustige an der ganzen Geschichte war: Nach Austritt der NscHkp sw 611 sind alle Dokumente vernichtet und keiner wusste, ob wir zwei jeweils gedient hatten.
    Bei keiner Einheit waren auf einmal keine Einträge mehr sichtbar, unvorstellbar,wa`. Denn alle Einträge die vorhanden waren sind gelöscht worden.
    Na ja, war schon ganz lustig 2 fach gemustert zu werden.

    Ich hoffe das einer von uns vieleicht eine Antwort hat,

    Gruß

    Horner ( Beagle )
    Geändert von Horner (31.12.2009 um 01:31 Uhr)

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  3. #2
    Cold Warrior
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    Na ja, so ganz verschwunden sind die Jäger ja gar nicht. Die Fallschirm- und Gebirgsjägertruppe hat's ja immer gegen. Aber weiss schon auf was du anspielst: Die alten Jägerbataillone, also die mit dem grünen Barett und dem goldenen Eichnlaub.
    Warum die verschwunden sind? Keine Ahnung, wahrscheinlich war man im Nachwende, jetztkommtderewigefriede-Taumel der Ansicht dass die Fussgänger ausgedient hätten und die PzGren bzw. GebJg und Fallis das bischen auch mitmachen können.
    Mittlerweile gibt es wenigstens wieder dem Namen nach Jäger, nämlich das Jägerregiment 1 in Hammelburg/Schwarzenborn. Allerdings sollen die ja eher der amerikanschen "AirCav" nacheifern, daher sollen Sie angeblich luftbeweglich sein. Ob die nötigen Hubschauber mittlerweile zur Verfügung stehen weiß ich nicht. Is aber auch wurscht, denn z.Zt. befinden sich der Großteil des Rgt in A-Stan.

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  5. #3
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    Richtig, die mit den Eichenlaub auf grünen Barett waren gemeint!
    Die These mit den Friedenstaumel hatte ich auch, aber war nicht so ganz einverstanden damit. Denn ohne Fußvolk geht es auch nicht, man hätte zumindest einen Teil dieser Batallione erhalten können, um zu sehen ob diese noch gebraucht werden. Ob die Gebirgs und Fallis das bisschen schaffen würden? Uns hat man auf jedenfall beigebracht, das wir mit den Pionieren als erstes das Gelände sichten, begehbar machen und sichern für den nachfolgenden Truppenzug. Nicht zu vergessen, hinter den feindlichen Linien Störmanöver durchzuführen, sowie den Feind mit kleinen Patrolien aufzuspüren bzw. mit Geruilliataktik seine Kampfkraft zu schwächen.
    Wir waren mit Bostedt die einzigen 2 beweglichen Jägereinheiten,also wir hatten unsere eigenen Fahrzeuge mittels MTW 110.
    Aber wenigstens gibt es, wie Du sagst ein kleines Aufflammen in dieser Richtung. Ich stell mal kurz das Wappen der Wentorfer Jäger mit rein.

    Gruß
    Horner ( Beagle )
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  7. #4
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    Es gibt noch ein "echtes" Jägerbattalion .
    292 in der deutsch Französischen Brigade

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  9. #5
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    Danke Uraken,

    das werden wir nach den anstehenden Kater Mikesch beleuchten!!!
    So, ich muss jetzt den Grill anschmeißen und leider unsere Leidenschaft erstmal beenden.
    Komm gut rein ins Neue Jahr mit aller Frische und Gesundheit,

    Gruß
    Horner ( Beagle )

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  11. #6
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    War es nicht so, dass die Jäger alter Art schwerpunktmäßig zum Raum- und Objektschutz vorgesehen waren?
    Das hat man in der Zwischenzeit anders gelöst: den Raumschutz übernehmen FlaVerbände (!), den O-Schutz z.B. das O-SchutzReg der Lw oder das noch vorhandene SichBtl BMVg (sind doch auch irgendwie Jäger, oder?).
    Im heutigen "vielfältigen Aufgabenspektrum" und den "kriegsähnlichen Zuständen" werden wahrscheinlich nur noch hoch spezialisierte Jäger benötigt: JgRgt 1, Fallis, FeldJg (übrigens auch Jäger!), KSK (das ist auch ein infanteristischer Verband) usw.
    Wir alten Artilleristen hatten es ja doch einfacher: die Artillerie kennt weder Freund noch Feind, sie kennt nur lohnende Ziele! Und das ist heute auch noch so, wenn auch diese meine ehem. Truppe stark gerupft wurde...
    Und wenn der "Bumskopp" keine Kanonen und Raketen mehr hat - kämpft er als Infanterist weiter (so wurde es uns damals beigebracht...).

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  13. #7
    Cold Warrior
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    Ja, die Zeiten ändern sich,die Truppen werden immer technisierter und werden durch moderne Luftfahrzeuge immer schneller zu ihren Einsatzgebiet zum absetzen gebracht.
    Wenn wir von jedem etwas in einen hinein packen, dann haben wir den "Universalen Soldiers" wie die schnelle Eingreiftruppe KSK oder andere.
    Aber es stimmt, in Wirklichkeit mussten fast alle Einheiten ihre Federn lassen und Einbußen über sich ergehen lassen.
    So lasst uns das Vergangene in Erinnerung halten und schauen was die Zukunft mit ihrer neueren Planung bereit hält.
    Aber wenn der Bumskopp keine.....mehr hat......

    Gruß
    Horner ( Beagle )

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  15. #8
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    Naja den Fehler haben auch Bush und Rumpsfeld gemacht als sie Irak aund Afganistan auf die "billige" Art und Weise mit viel Spezial Forces und wenig "normalen" Mannen versuchten.

    Gegen den Rat der darauf hin gefeuerten oder in den Ruhestand geschicken Stabschefs von Armee und Marine Corps.

    Universal Soliders und High Tech sind ein Aspekt aber Boots on the Ground und Manpower ein andere.
    Das eine kann das andere nicht ersetzen sondern nur ergänzen.

    Ein KSK Mann ist mit Sicherheit zig fach besser als ein normaler Jäger/Grenardier aber auch ein KSK Mann hat nur 2 Augen, 2 Ohren ....

    Oder mit Lenin Quantität ist auch eine Qualität.

    Auf den richtigen Mix kommt es an.
    Ob der Mix noch stimmt - da bin ich mir nicht so sicher.

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  17. #9
    Cold Warrior
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    Wenn die Technik streikt, wegen Fehler die vorher nicht ein zu planen waren, so wie früher bei den Witwenmacher, kann alles schnell in die Hose gehen.
    In dem Zeitalter der Technik auf die man Vertraut, wird nach meiner Meinung sich zu viel verlassen. Deswegen sollte man seine Sinne bzw. Fähigkeiten waren und benutzen, solange man überhaupt noch eingreifen kann.
    Wie hat es sons`t immer geheißen? Was früher sich bewährt hat, ist auch noch heute gut, so will ich damit sagen , das man einen gut ausgebildeten Soldaten, nicht immer mit Technik ersetzen kann.

    Gruß

    Horner ( Beagle )

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  19. #10
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    Sehe ich ganz genauso. Und wenn man überlegt, gegen welche "Gegner" heute angetreten werden muss: das sind Typen mit einer hinterhältigen Art von Taktik, mit Sprenggürteln und menschlichen Schutzschilden! Im Grunde gar nicht mit Technik und Schnickschnack zu kriegen. Vielleicht dreht sich ja die Einstellung der Strategen eines Tages wieder: die "gemeine Kampfsau", also der stinknormale Infanterist mit den Hauptkampfmitteln Auge/Ohr hat noch lange nicht ausgedient. Allerdings muss er sich dann wohl oder übel mit diesen dreckigen Banden auseinandersetzen, die eigentlich eher etwas für spezielle Polizeitruppen oder besser noch Psychiater wären... Ist nicht sehr sachlich, aber es musste mal raus.

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