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Thema: Wenn es zu einem Angriff gekommen währe?

  1. #21
    Cold Warrior
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    Zitat Zitat von uraken Beitrag anzeigen
    An eine Verteidigung, die einen Angriff innerhalb von 10km stoppen konnte, war mit Sicherheit nicht zu denken. Wenn überhaupt sind wohl die oben genannten 50-70km realistischer.
    Wenn man sich mal die Verteilung des Territorialheers in Bayern anschaut, würde ich sowohl beim II. als auch VII. Korps im Endeffekt von einem Verzögerungsgefecht zurück zur Main-Donau-Linie ausgehen. Die liegt variabel im Bereich 50 bis 100 km. An die Linie kann man auch recht gut Reservekräfte von II. Korps, VII. Korps und TerrKdo Süd heranführen. Problematisch daran wäre wohl vor allem der zu sichernde Großraum Nürnberg gewesen.

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  3. #22
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    Ein grobe Linie Main Donau Kanal - Donau wäre mein erster laienhafter Tip. Allerdings wären dann natürlich Nürnberg, Fürth, Regensburg, Erlangen, Bamberg, ... direkt betroffen. Nach der Donau ist das Gelände ja relativ flach und für die bereits erwähnte schnelle Kriegsführung desWP durchaus geeignet.

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  5. #23
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    Die Reserven des TerrKomdo Süd sind sehr dünn. Da ist die potentiel offene Flanke nach Süden.
    Was in Bayern verfügbar wäre, sind noch die drei Jäger Regimenter, die HS Brigade 66.
    Was Sicherungs Blt und HS Kompanien angeht sind die mit Sicherheit bereits mit der Deckung desweiten Hinterlandes mehr als ausgelastet.
    In Baden Würtenberg wären noch die Deutsch-Französische Brigade (Fragezeichen Frankreich), die HS 66 und 2-3 Jäger Regimenter.

    Wobei Ausrüstung und somit Kampfkraft selbst wenn sie schnell mobilisiert werden könnten doch gering.

    Es bleibt also für 2. Korps:
    - 4th CMBG (falls CENTAG sie freigibt)
    - die Franzosen

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  7. #24
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    Zum Thema "Panzerungünstiges Gelände" sind mir auch die Ardennen eingefallen. Wobei wahrscheinlich wirklich Geländeabschnitte existieren, die für eine Operationsführung mit hochmobilen gepanzerten Truppenteilen ungeeignet sind. Aber selbst bei der Bildung von Schwerpunkten durch die NATO-Truppen an den übergangsgünstigen Stellen war es doch eine Herausforderung den gestellten Auftrag zu erfüllen.Ich finde hier die durch Euch dargellegten Stärkeangaben gerade der der Bundeswehr im Bereich der Reserveeinheiten interessant, war mir nicht bewust, dass die Personaldecken hier so "schwach" gewesen sind.

    Spannend auch die Frage wie die französische Beteiligung bei einem solchen Konflikt ausgesehen hätte? ich kann mir nicht vorstellen, das Frankreich hier so naiv gewesen währe und daran geglaubt hätte, dass die Truppen des Warschauer Paktes an der deutsch - französischen Grenze stopp gemacht hätten. Es lag also im ureigensten Interesse Frankreichs einen potentiellen Angreifer diesen Ausmaßes so weit wie möglich von seinem eigenen Territorium fern zuhalten.

    Wahrscheinlich darf man eine bewegliche und am Boden durchgeführte Verteidigung der NATO jedoch nicht isoliert auf diesen Bereich sehen. Soweit ich verstanden habe hätte das Bündnis doch die Anstrengung unternommen die Angriffsspitzen sprich die 1. Staffel der Truppen des WP von den nachfolgenden Reserven abzuschneiden sprich dem zerstören von Führungs - und Kommunikationseirnrichtungen sowie der Logistik. Teil des ganzen war doch auch das unmöglich machen der Beweglichkeit der im Hinterland liegenden Reserven des Gegners also dem Zerstören von Brücken, Verkehrsknotenpunkten usw. um ein heranführen dieser Kräfte zu verzögern. Die sich bereits im Angriff befindlichen Teile der ersten Staffel sollten dann in einem Verzögerungsgefecht gebunden und vernichtet werden.
    Geändert von Ritchie 66 (20.07.2011 um 10:05 Uhr)

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  9. #25
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    Zitat Zitat von uraken Beitrag anzeigen
    Die Reserven des TerrKomdo Süd sind sehr dünn. Da ist die potentiel offene Flanke nach Süden.
    Die von GebJgBrig 23 und HSchRgt 96 abgesichert werden kann, hinzu kommen die JgBtl von 1. GebDiv und evtl 4. PzGrenDiv (die eher Donau). Die Hälfte der österreichischen Flanke ist dabei zusätzlich auf Übergänge über Inn und Salzach kanalisiert.
    Richtung Donau und Main-Donau-Kanal bis etwa Nürnberg stehen dann der Rest der 1. GebDiv und HSchBrig 66, während die 10. PzDiv herangeführt wird. Für den Raum nördlich Nürnberg stehen dann 3 ID (US), PzGrenBrig 36 und HSchRgt 76 zur Verfügung, während PzBrig 34 und REFORGER 1 ID (US) herangeführt werden.

    Vor dem Main-Donau-Kanal und der Donau stehen im wesentlichen eine Division im nördlichen Abschnitt (Großteil 1 AD (US) und PzGrenBrig 35) und eine im südlichen Abschnitt (4. PzGrenDiv). Die Divisionseinheiten stehen jeweils entlang der Linie - jeweils Raum Regensburg (4.), Nürnberg (1 AD). Vorfeld Nürnberg nach Osten 2 ACR und 2-1st Armored.

    Rückwärtige Sicherung im Fächer zwischen Odenwald und Schwäbischer Alb durch HSchBrig 55 (D/F) und HSchRgt 75, zwischen Schwäbischer Alb und Alpen durch HSchBrig 65 und HSchRgt 85, im Zwischenraum bis zur Vollheranführung 1 ID noch die 3-1st Brigade (US), im Raum München dazu HSchRgt 85. In dem Raum stehen dann auch die Korpseinheiten und die verbleibenden "vorderen" Luftwaffenstützpunkte mit deren jeweiliger Sicherung. Mögliche Verstärkung der Verteidigung in beide Richtungen durch das Französische I. Korps, während ich die 4th CMBG eher zur Sicherung von CENTAG und Rhein sehe. Mobile Reserve zur Schwerpunktbildung LLBrig 25.
    Geändert von kato (20.07.2011 um 11:22 Uhr)

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  11. #26
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    Wie hätte es in dem Zusammenhang eigentlich mit dem Auslösen vorbereiteter Sperren im Grenzland und im näheren Hinterland zu den Grenzen ausgesehen. Währen diese bei sicherem Erkennen eines unmittelbar bevorstehenden Angriffs oder erst nach Anlaufen eines solchen aktiviert worden?

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  13. #27
    Cold Warrior Avatar von Horner
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    Moin Ritche 66,

    die Sperren wären nach meiner Meinung im Grenzland aktiviert worden, bevor der WAP mit seinen Truppen in das Territorium der BRD einsickert.
    Eine Behinderung des Vormarsches, weil dieser sich an dieser Stelle auflaufen würde, wäre ein sicheres Ziel, für unsere eigenen Truppen gewesen.
    Außerdem wäre noch die Möglichkeit geblieben, die ADM einzusetzen, wie es in den Link ein ehemaliger Angehöriger dieser Einheit erklärt.
    Da diese Waffe sehr leicht für den Transport war, konnte sie auch universal an verschiedenen Orten eingesetzt werden.

    http://www.3ad.com/history/cold.war/...ier.1971.1.htm

    Gruß
    Horner

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  15. #28
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    ADM waren aber in den 80ern schon eher auf dem Rückzug. Zumal ihr Einsatz eine sofortige nukleare Eskalation bedeutet hätte. Siehe DEn OPLAN für das 5. US Korps. Gerade in den 80er hat die NATO ja versucht mehr auf konventionelle Waffen zusetzen.

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  17. #29
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    Hallo Horner und uraken,
    ich denke auch das bestimmte Grenznahe Sperren vorher aktiviert worden währen. Bin aber auf diesem Gebiet unbefangen. Die Anwendung von ADM bereits zum Anfang einer solchen Eskalation kann ich mir eigentlich eher weniger vorstellen. Es währe einfach eine Eskalationsstufe über dem gewesen was die NATO eigentlich verhindern wollte.Das Auslösen konventioneller Speeren währe hier das erste Mittel der Wahl gewesen. Ein anderer Aspekt in diesem Zusammenhang der auch interessant ist währe der von Nemere angesprochene Einsatz von chemischen Waffen durch die Amerikaner um Geländeabschnitte durch Kampfstoffsperren abzuriegeln um damit den Gegner zu kanalisieren und in Abschnitte zu manövrieren wo man dann vorbereitete Aktionen ausführen wollte. Ist bekannt ob der Einsatz chemischer Waffen auf Seiten der NATO Teil der großen Manöver war? Ich meine jetzt hier nicht das Üben durch die Truppen sondern das Durchspielen in den Manöverlagen?
    Geändert von Ritchie 66 (21.07.2011 um 16:12 Uhr)

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  19. #30
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    Hi Ritchie,
    lies den von der Stasi geklauten OPLAN 33001 des V US Korps. Genauso wie nukleare waren auch chemische Waffen da nicht als Ersteinsatz vorgesehen.
    Ich denke er ist hier im Download Bereich wenn nicht googeln

    Zitat
    ".. den zugewiesen Verteidigungsabschnitt mit .... zu verteidigen., bereit zu sein, Kampfhandlungen unter Bedingungen des Einsatzes von Kern-, chemischen und konventionellen Waffen zuführen und auf Befehl eigene Kernwaffen einzusetzen"

    Das V US Korps hatte darauf gefasst zu sein mit A und C Waffen angegriffen zu werden, aber "nur" mit A-Waffen zurück zuschlagen.

    Zitat Abschnitt Korps Artillerie
    .. damit Artillerie Einheiten die zugeteilten Kernsprengköpfe/granaten in die vorgeschobenen Lagerplätze zugeführt werden können ...


    Zitat Abschnitt Feuerunterstützung
    (4) Einsatz chemischer Kampfstoffe
    (a) Allgemein:
    1. Chemische Kampfstoffe, die den Verlust der Kampffähigkeit zur Folge haben werden nur zu Vergeltungsschlägen eingesetzt.

    Der Plan des V Korps geht intensiv auf nukleare Waffen ein während sich der C-Waffenanteil auf Vergeltung beschränkt. Deshalb gehe ich davon aus das die angesprochen Sperrung von Gelände durch nicht flüchtige C-Waffen keine "Start" Option in der Verteidigungsplanung war. Gleiches sollte für das VII Korps gegolten haben. Die Bundeswehr fügte über keine eigenen C Waffen und war diesbezüglich eh von den Amerikanern abhängig.

    ABC Abwehr war und ist ein integraler Teil der Ausbildung. So allein deshalb bei die UdSSR auch auf diesen Gebiet über große Vorräte verfügte.
    Ich war beim Bund in einer M110 Einheit. Wir hatten oft den nuklearen aber nie den chemische Einsatz geübt.

    uraken

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