Alarmierung und Bewegung zu den Einheiten bei Angriff mit kurzer Vorwarnzeit

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  • Colonel Dash Rendar
    Warrior
    • 04.08.2011
    • 75

    #1

    Alarmierung und Bewegung zu den Einheiten bei Angriff mit kurzer Vorwarnzeit

    Eine neue Frage beschäftigt mich:

    Im Falle einer geringen Vorwarnzeit:

    Wie wären alle Bundeswehr Soldaten (z.B. an Wochenenden) alarmiert worden? Hätte es einen generellen Aufruf in Radio und Fernsehen gegeben wie "Alle aktiven Soldaten und Reservisten müssen sofort zu ihren Einheiten zurück kehren."?
    Oder vielleicht noch dazu "Alle wehrfähigen Männer zwischen 18 und 50, die noch keine aktiven Soldaten bzw. Reservisten sind, müssen sich sofort bei ihren zuständigen Kreiswehrersatzämtern melden (wenn die in den Städten wegen drohender Luftangriffe nicht schon dicht gemacht hätten)?"

    Außerdem tut sich für mich die Frage auf, wie die Leute noch rechtzeitig zu ihren Einheiten gekommen wären, vor allem dann, wenn sie geografisch nicht in den Bereichen der Territorialkommandos wohnten, sondern in den Korpsbereichen des Feldheeres. Was wäre gewesen, wenn ihre Heimatdörfer bzw. Heimatstädte bereits vom WP eingenommen gewesen wären? Oder die Kasernen, wo sie zu Friedenszeiten ihren Wehrdienst leisteten? Wo wäre dann ihr Ort gewesen, wo sie sich stellen sollten? Bei jeder beliebigen BW-Einheit? Wahrscheinlich, oder? In dem dann eingetretenen Chaos wäre das zumindest die einzige noch sinnvolle Lösung gewesen und die bereits im Feld stehenden Einheiten wären froh über jeden Zugang gewesen, gleich ob Derjenige zu der Einheit gehört oder nicht. Auch ohne spezielles Fachwissen zu den diversen Waffensystemen: Zumindest ein G3 hätte ja Jeder noch abfeuern können?!

    Doch die Straßen wären sowieso dicht gewesen. Wären sie dann trotzdem mit ihren Privatautos noch irgendwie über Landstraßen (evtl. schon die BMP Schützenpanzer des WP im Rücken hinterher fahrend) in Richtung Westen gefahren? Womöglich hätten sie dadurch auch noch die zivile Flüchtlingswelle verschlimmert? Hätte es zumindest noch in den ersten Stunden nach dem Eindringen über die Grenze noch Verkehrsregelung durch Polizei und Natotruppen in den Grenzgebieten gegeben? Wann wäre eine generelle Sperre für den Verkehr von Zivilfahrzeugen ausgerufen worden?
    Vielleicht hätte es auch eine Mischung aus einer Fluchtbewegung und einer militärischen Bewegung gegeben? Beispiel: Ein BW-Soldat hätte seine Freundin/Frau/Familie ins Auto gepackt um weiter im Westen seine Einheit zu erreichen, gleichzeitig auch bei dieser Fahrt seine Angehörigen bei Verwandten weiter westlich unterzubringen?
    Selbst wenn der Soldat aus einem besetzten Gebiet kam, so wäre es doch seine Pflicht gewesen, und wenn es notfalls auch nur mit einem Fahrrad gegangen wäre, irgendwann am VRV (so bald nach Wochen die Verteidigung durch den Convoi-Nachschub aus USA stärker wurde und der VRV langsam zum Stillstand gekommen wäre)anzukommen und sich den nächsten Bundeswehreinheiten zum Dienst zu stellen. Er hätte ja schlecht nur einfach zu Hause sitzen bleiben können und die Hände in den Schoß legen können so nach dem Motto "Mist, jetzt ist die Front, pardon, der VRV an mir vorbei gerauscht, jetzt kann ich nichts mehr machen und bleib halt zu Hause."
    Das wäre dann ja wohl Fahnenflucht gewesen. Dann lieber selbst noch zu Fuß zum VRV laufen. Irgendwie wäre man an den WP Truppen doch noch vorbei gekommen. Ich denke, daß ich das zumindest versucht hätte. Lieber tot als rot, sagte man ja damals im Kalten Krieg. Auch wenn ich erst 1991 und 1992 beim Bund war (und Nürnberg ja auch nicht direkt im unmittelbaren Grenzbereich lag, diese Gefahr also auch für mich gar nicht bestand, nicht rechtzeitig bei meiner Einheit zu sein), gemustert wurde ich schon 1987 (wegen Berufsausbildung und Fachoberschule wurde ich zurück gestellt und rückte erst am 1. Oktober 1991 zu der HFlg Ausb. Staffel 8/II in Roth ein).
    Ich war ein Kind des Kalten Krieges, durch und durch, auch durch mein Elternhaus. Für mich war es schon seit früher Jugend klar, daß ich zum Bund wollte. Verweigern kam für mich gar nicht in Frage. Mein Großvater väterlicherseits (er starb 5 Jahre vor meiner Geburt) war auch Fernmelder (allerdings nicht Funker, sondern Meldereiter auf einem Pferd), allerdings schon im 1. Weltkrieg (wegen größerer Generationenverschiebung in der Familie - die Söhne waren in jeder Generation immer die letzten Kinder). Heute schaut mich Jeder ungläubig an, wenn ich erzähle, daß mein Opa schon im 1. Weltkrieg war. Mein anderer Opa war für den ersten Weltkrieg (sehr knapp) zu jung und für den Zweiten ebenfalls zu alt. Naja, egal, zurück zum Thema. Die eigene Geschichte tut ja nichts zur Sache.

    Hatten Wallmeister und Pioniere eigentlich einen kritischeren (höheren) Bereitschaftsgrad? Ihr schneller Einsatz wäre ja vielleicht kriegsentscheidend gewesen?
    Zuletzt geändert von Colonel Dash Rendar; 17.08.2011, 03:01.
  • Hildesheim
    Co-Administrator
    • 10.11.2009
    • 498

    #2
    Ich glaube fast, wenn der kalte Krieg heiss geworden wäre und es, wie in deiner Annahme, zunächst ohne atomare Waffen geschehen wäre, hätte man das Problem mit der Zivilbevölkerung relativ simpel im Griff behalten können : Man hätte sie einfach später informiert. Einzelne Eingeweihte hätten sicher versucht ihre Familienangehörigen ins Auto zu setzen oder in irgendeinen der wenigen Zivilschutzbunker unterzubringen. Doch wir reden von vor 1989, da hatte keiner ein Handy, wenn da jemand in der Schule oder auf Arbeit war, dann war der da. Ich glaube nicht, dass sich das so schnell herumgesprochen hätte und selbst wenn, dann hätte es auch eine Übung sein können...

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    • uraken
      Cold Warrior
      • 27.09.2008
      • 865

      #3
      In den 80ern gabs zwar keine Handies aber trotzdem wäre dies doch aufgefallen. Schliesslich wäre so ein Angriff mit massiven Luftangriffen und Luftlandungen einhergegangen und in nahe zu jeder grössen Ortschaft gab es militärische Einrichtungen. Die Nachrichten hätten sich wohl etwas langsamer aber trotzdem noch schnell verbreitet.

      Ich war ab 85 Mob Reserve. An eine de rletzen Tage vor dem ausscheiden hatten wir unsere Alarmierungskennwörter (Radio) so wie Bahnkarten zur Anreise gekriegt. Ich denke ich hab die Dinger noch irgendwo. Einen Seesack voll mit Klamotten und Stahlhelm gabs obendrein noch.

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      • Maeks
        Cold Warrior
        • 28.02.2010
        • 340

        #4
        Ich denke mal aber auch das so eine Vorbereitung für ein Angriff des WP bei der Nato schon vorher auffallen wäre. Es gab zwar auch WP-Truppen in der DDR und Polen, aber die hätten nicht ausgereicht. Man hätte quasi schon mal Truppen aus dem Osten heranführen müßen. Das aber wäre der Nato schon aufgefallen.

        Gruß Maeks

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        • uraken
          Cold Warrior
          • 27.09.2008
          • 865

          #5
          Naja der ultimative Alptraum wäre wohl ein Angriff direkt aus den Kaserne an eine Wochenende, in den Ferien, oder über Weihnachten gewesen ...
          Keine Vorbereitungen nur das Kommando "Go West" ...

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          • Horner
            Cold Warrior
            • 24.05.2009
            • 1888

            #6
            Genau Uraken,
            ein großen Seesack und einen Kampfrucksack voll gestopft mit Klamotten, Bahnfahrkarte und Bescheinigung zur Alarmreserve mit Kennwort wie " Schwarzer Tiger " waren im trauten Heim untergebracht. Ab und zu wurde das Kennwort wiederrufen und durch ein neues ersetzt, nur der Grund war niemals angegeben. Die Alamierung wäre über Telefon, Rundfunk und Fernsehen gestartet worden, wenn diese Anlagen nicht schon bei einen Erstangriff, zerstört worden wären.

            Gruß
            Horner

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            • ed22ful
              Cold Warrior
              • 01.11.2010
              • 1208

              #7
              Weil ich gerade drübergestoßen bin, hier ein "Einberufungsbescheid Alarmreserve", wie ihn viele von euch wohl kennen.

              ed
              Angehängte Dateien
              Sonderwaffenlager Fischbach bei Dahn
              Interessengemeinschaft „Area 1" militärgeschichtlicher Verein e.V.
              www.ig-area-one.de

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              • uraken
                Cold Warrior
                • 27.09.2008
                • 865

                #8
                So einen hatten sie fast allen Ausscheidern meiner Einheit 85 zum Abschied mit gegeben

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                • Ritchie 66
                  Cold Warrior
                  • 09.07.2011
                  • 444

                  #9
                  Hallo,
                  ich denke das im großen und ganzen ein bevorstehender Angriff von der jeweils betroffenen Seite rechtzeitig wargenommen worden wäre. Ausgehend davon, das ein Angriff durch den Warschauer Pakt rein konventionell erfolgt wäre, hätte dies einen organisatorischen Truppenaufmarsch nötig gemacht, der der NATO bestimmt nicht verborgen geblieben wäre. Es hätte ja nicht nur die unmittelbar die in der DDR stationierten NVA und GSSD - Truppen betroffen sowie die in der CSSR und der VR-Polen sondern auch die hinteren Staffeln, die auf dem Gebiet der UDSSR stationiert waren. Eine solche heranführung von Massen an Einheiten mit ihrem Material konnte nicht unauffällig erfolgen. Ich denke, dass hier schon durch die Satelitenaufklärung Alarm geschlagen worden wäre.

                  Vor langer Zeit habe ich mal einen Bericht über die in der DDR stationierten Soldaten der US Militärmission in Potsdam gesehen. Ein ehemaliger Offizier erzählte, dass Sie gut über Truppenbewegungen in der DDR informiert waren. Dieser Mann sagte, das "wenn in der DDR ein Truppenverband mit einer Stärke ab dreißig Fahrzeugen aufwärts die Kaserne verließ - ob NVA oder GSSD - Sie das wussten." Er berichtete weiter, dass bei allen großen und wichtigen Militärobjekten in der DDR in der Nähe der Zufahrtsstraßen Sensoren vergraben worden waren, die automatisch eine Meldung absetzten das sich dort etwas tat. Fragt mich jetzt nicht nach technischen Einzelheiten, das weis ich nicht mehr und ich kenne mich da nicht aus. Die Aussage lautete aber so. Größere Truppenkonvois wurden so bereits bei der Ausfahrt aus ihren Kasernen von der NATO erfasst.

                  Ritchie 66
                  Zuletzt geändert von Ritchie 66; 31.10.2011, 12:38.

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                  • Scaleon
                    Cold Warrior
                    • 24.01.2009
                    • 160

                    #10
                    Zitat von Ritchie 66 Beitrag anzeigen
                    Hallo,
                    ich denke das im großen und ganzen ein bevorstehender Angriff von der jeweils betroffenen Seite rechtzeitig wargenommen worden wäre....... Ritchie 66
                    Ein bevorstehender, atomarer Angriff wäre ab Mitte der 1970er Jahre eben NICHT mehr rechtzeitig von der Gegenseite wahrgenommen worden, weil die Atomare Abschreckung, also das Atomare Gleichgewicht, spätestens per Mitte/Ende der Periode "Flexible Responce" zunehmend aus primär technischen Gründen nicht mehr beherrschbar wurde! So wurden u.a. die Vorwarnzeiten immer kürzer und insbesondere mit der Ausrüstung von U-Booten mit Atomwaffen, diese Vorwarnzeiten immer undurchsichtiger. Wußte bis zu dem Zeitpunkt als es noch keine, mit Atomwaffen bestückten U-Boote gab, die jeweils andere Seite noch ganz genau, wer, wo, welche Bomber mit welcher Sonder- bzw A-Waffe auf QRA stehen hatte, so war dies spätestens mit der Einführung von atomwaffenbestückten U-Booten nicht mehr der Fall. So gesehen wurden aus meiner Sicht, aus rein 'techn./taktischen' Gründen, beide Seiten ab einem gewissen Zeitpunkt quasi zur Abrüstung gezwungen.
                    Scaleon

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                    • Ritchie 66
                      Cold Warrior
                      • 09.07.2011
                      • 444

                      #11
                      @Scaleon,
                      meine Ausführungen bezogen sich nicht auf einen atomaren Angriff. Ich schreibe ja ... ausgehend von einem konventionellen Angriff. Deinen Ausführungen zum Thema Nuklearwaffen und derren Rolle in den Verteidigungsstrategien stimme ich zu. Vor allem die Mittelstreckenraketen SS-20 auf der sowjetischen Seite und die Reaktion der NATO darauf in Form der Pershing 2 Raketen und Marschflugkörper ermöglichten zum Ende der Ost-West Konfrontation ein Eröffnen eines nuklearen Erstschlags der der anderen Seite quasie keine oder kaum noch die Möglichkeit einer Reaktion ließ.

                      In meinen vorausgegangenen Ausführungen bin ich aber von einem rein konventionell begonnenen Krieg ausgegangen. Die dafür nötigen Vorbereitungen in Form von Aufmärschen der nachfolgenden Staffeln die tief im Hinterland der Sowjetunion stationiert waren hätte sich meiner Meinung nach nicht auf Dauer verbergen lassen. Hier waren die vorhandenen Aufklärungsmöglichkeiten meiner Meinung nach durchaus nicht schlecht.

                      Ritchie 66

                      PS: Sorry, dass ich erst heute antworte. Bin gestern nicht mehr ins Net gekommen.
                      Zuletzt geändert von Ritchie 66; 03.11.2011, 09:16.

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                      • ed22ful
                        Cold Warrior
                        • 01.11.2010
                        • 1208

                        #12
                        Strategische Einsatzplanungen der NATO

                        Zum Thema hier bin ich interessanterweise auf eine Dissertation der Universität der Bundeswehr München gestoßen, in der auch auf die Angriffsplanungen des WP kurz eingegangen wird.

                        Zitat aus "Strategische Einsatzplanungen der NATO":


                        "Den Kreis der Theoretiker schließt der ehemalige belgische General Close, der in seiner Studie „L’Europe sans Défense“ die Frage stellte, ob Europa mit der gültigen Strategie überhaupt verteidigt werden könne. Er gab dabei einem Überraschungsangriff der Sowjets, der noch dazu in den Ferienmonaten und an einemWochenende stattfand - Zeiten, in denen die militärische Präsenz stark reduziert war –, durchaus eine Chance, ihre wichtigsten Angriffsziele innerhalb von 48Stunden zu nehmen
                        . Close hatte damit die Möglichkeit eines Blitzkrieges ohne Vorwarnzeit in die Diskussion eingebracht."


                        Da wären wir wieder bei "BW am Wochenende daheim" .

                        Ich empfehle die Dissertation mal zu lesen, wenn auch schwerer Stoff.


                        Gute Nacht


                        ed
                        Angehängte Dateien
                        Sonderwaffenlager Fischbach bei Dahn
                        Interessengemeinschaft „Area 1" militärgeschichtlicher Verein e.V.
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                        • jason.76
                          Cold Warrior
                          • 22.01.2012
                          • 133

                          #13
                          Ein Angriff des WP wäre nicht von heute auf morgen passiert.Dazu hätte es wohl Vorbereitungen geben müssen.Und der Westen wusste mit Sicherheit was dort drüben vor sich geht.Und Gründe für einen Angriff hätte man mit Sicherheit auch gebraucht.Das wäre auch der Presse und den Medien nicht verborgen geblieben.Falls sich die Spannungen erhöht hätten, dann hätte sicher auch die NATO darauf reagiert.Vermutlich hätte man dann sicher Vorkehrungen getroffen, um die Einsatzbereitschaft der Truppe zu erhöhen.Dazu gibts ja fiktive Romane dazu.Z.B.von Tom Clancyer Sturm oder Welt in Flammen von den ehemaligen NATO General Sir John Hacket.
                          Ich kann mich noch an 9/11 erinnern, als nach den Anschlägen NATO Alarm ausgelöst wurde. Von einen Kollegen, der damals Wehrpflichtiger war, weiss ich, das damals alle in der Kaserne bleiben mussten.Keiner wusste was passieren würde.

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                          • B.Man
                            Cold Warrior
                            • 18.05.2013
                            • 112

                            #14
                            Zitat von ed22ful Beitrag anzeigen
                            . Er gab dabei einem Überraschungsangriff der Sowjets, der noch dazu in den Ferienmonaten und an einemWochenende stattfand - Zeiten, in denen die militärische Präsenz stark reduziert war –, durchaus eine Chance, ihre wichtigsten Angriffsziele innerhalb von 48Stunden zu nehmen
                            Wollten die das überhaupt ?
                            Und in welcher Epoche ?

                            Wenn man mal auf die Karte schaut waren die großen Sowjetischen Kasernen alle min 150 km von der Grenze weg.
                            In den 80ern war es bestimmt nicht mehr möglich diese Einheiten unauffällig in Grenznähe zu bringen.

                            Gerade gestern habe ich zufällig nachgeschaut wie weit es von Kassel nach Halle ist, da war der nächste grössere GSSD Standort.

                            Das sind heute mit der neuen Autobahn 200 km.

                            In den 80ern mit dem Ural war das ne halbe Weltreise.

                            Gruss Andreas
                            Gruss
                            Andreas

                            Kommentar

                            • Nemere
                              Cold Warrior
                              • 12.06.2008
                              • 2879

                              #15
                              Zitat von B.Man Beitrag anzeigen
                              Wenn man mal auf die Karte schaut waren die großen Sowjetischen Kasernen alle min 150 km von der Grenze weg.
                              Gerade gestern habe ich zufällig nachgeschaut wie weit es von Kassel nach Halle ist, da war der nächste grössere GSSD Standort.
                              Das sind heute mit der neuen Autobahn 200 km.
                              Das stimmt mit Sicherheit nicht, es gab grosse Standorte, die dicht an der Grenze lagen. Einige Beispiele:
                              - 39. GMSD im Raum Ohrdruf
                              - 94. GMSD im Raum Schwerin
                              - 8. Garde-Armee in Weimar
                              - 3. Armee in Magdeburg
                              - MSR 732 in Bad Langensalza
                              - Fast alle Kampftruppen einer Division (3 x MSR in Plauen und Zwickau)

                              Dann darf man für das Verlegen das System der KEttenmarschwege nicht außer Acht lassen, es gab mehrere Kettenmarschwege die in Meiningen und Eisenach oder westlich Wismar fast an der Grenze enden. Solche reinen Verlegestraßen gab es z.B. im Westen nicht.

                              Siehe dazu die vom Militärgeschichtlichen Forschungsamt zur Verfügung gestellten Original-Lagekarten:






                              Auf den Karten sind allerdings nicht alle Kettenmarschwege erfasst.

                              Unter



                              kann man gezielt nach grenznahen Standorten suchen.

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