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Thema: CRC Langerkopf Leimen

  1. #131
    Systemadministrator
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    Hallo Manuel,

    zur ehemaligen Bundeswehr-Liegenschaft auf der Mühlenberger Ebene bzw. dem Christelseck schrieb ich bereits einige Beiträge vorher etwas:
    Zitat Zitat von Firefighter Beitrag anzeigen
    Hallo,

    die Bundeswehr übernahm nach der Aufgabe durch die US Air Force zwischen 1963 und 1965 den hinteren Teilbereich der Liegenschaft.
    Dort befanden sich die Unterkünfte sowie die Fahrzeugunterbringung für das "Materialhauptdepot Leimen". Dieses Depot befand sich im Bereich der Mühlenberger Ebene bzw.
    dem Christelseck, zwischen Leimen und dem Langerkopf:
    https://www.google.de/maps/@49.28223.../data=!3m1!1e3
    Die Aufgabe des Depots erfolgte bereits 1972.

    Die 2. Kompanie des Schweren Transportbataillon 921 war dem Depot disloziert.

    Eine separate Zufahrt gab es nicht, die Straße endet am ehemaligen Standort des Radars. Die Bundeswehr-Liegenschaft war somit nur durch die US-Liegenschaft erreichbar.

    Kurze Anekdote zur besagten Einheit:
    Die Soldaten vom Langerkopf errichteten zwischen Heltersberg in Schmalenberg die Langerkopf-Hütte (dort findet man einen Hinweis auf die besagte Einheit)
    http://www.tourenwelt.info/huettenli...p?huette=64002

    Ebenso wurde durch die Initiative der Einheit ein Skilift am Hermersberger Hof errichtet.

    Quellen:
    -Deutscher Bundestag, Mündliche Anfragen, Wahlperiode 5, Drucksache V/ 2090
    http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/05/020/0502090.pdf
    -Aussage eines ehemaligen Soldaten der besagten Einheit
    Anbei noch einen Plan der Liegenschaft, den ich vor einigen Jahren gezeichnet habe.
    In welchem Jahre die Liegenschaft errichtet wurde, ist mir nicht bekannt. Laut Zeitzeugenaussagen standen im Bereich der Straße zwischen der Comm Site und der L 496 etliche sog. Nissenhütten.
    Im Winter erkennt man die Standorte teilweise noch, anhand der Bodenveränderungen. Der Rückbau der Liegenschaft muss zeitnahe nach der Aufgabe erfolgt sein.
    Vor einigen Jahren hatte ich ein längeres Gespräch mit dem, mittlerweile pensionierten Revierförster, der unweit des Depots im Forshaus Leimen wohnt.
    Dieser bekam Anfang der 1980er-Jahre das Revier Mühlenberg zugewiesen, damals sah man laut seiner Aussage schon nahezu keine Spuren mehr der eigentlichen Nutzung der Liegenschaft.

    Der Transformator (siehe Plan und Bild) stammt noch aus der Erstnutzung durch die Bundeswehr. Ebenso gibt es unweit des Trafos noch einen Holzmast mit zwei Post-Abschlusspunkten. Ob die APL erst zur Errichtung der Comm Site angelegt wurden, weiß ich nicht.
    Auf Höhe des APL-Mastes erkennt man im Asphalt noch die Torriegel der Eingangstore.

    Zum Langerkopf gibt es auch Neuigkeiten. Die Abrissarbeiten begannen vor etwa 2 Wochen. Den Zuschlag bekam die gleiche Firma, die auch die Arius-Kaserne in Ruppertsweiler abgerissen hat.
    https://scontent.xx.fbcdn.net/v/t31....f8&oe=596A655B
    https://scontent.xx.fbcdn.net/v/t31....73&oe=5926BD76
    https://scontent.xx.fbcdn.net/v/t31....48&oe=59718FD0

    Die Bilder sind aus Facebook, eigene Bilder folgen in den nächsten Tagen.

    Viele Grüße,
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  2. Folgende 3 Benutzer sagen "Danke" zu Firefighter für den nützlichen Beitrag:

    bjmawe (12.03.2017), Rex Danny (11.03.2017), Wolfsrudel89 (11.03.2017)

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  4. #132
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    Wie versprochen, hier einige Bilder von gestern.
    Das Generatorgebäude am Eingang ist bereits abgebrochen, ebenso Teile der Splitterschutzwände. Die Gebäude sind weitgehenst entkernt, sofern man das von aussen erkennen konnte.
    Lange wird der Abriss wohl nicht mehr dauern!
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  5. Folgende 3 Benutzer sagen "Danke" zu Firefighter für den nützlichen Beitrag:

    Orbiter (13.03.2017), rubeck1 (27.03.2017), Wolfsrudel89 (12.03.2017)

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  7. #133
    Cold Warrior Avatar von Wolfsrudel89
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    sondern das weitergeben des Feuers!

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  9. #134
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    Es ist uns trotz mehrfacher Anstrengungen - auch zusammen mit dem BUND und der VEWA - leider nicht gelungen, die Zuständigen von der Notwendigkeit einer denkmalrechtlichen Unterschutzstellung zu überzeugen. Nun wird alles dem Erdboden gleichgemacht und es bleiben nur ein paar Fotos in den Foren und unserem Vereinsarchiv. Ob es uns gelingt, dort oben Infotafeln aufzustellen, vermag ich im Moment noch nicht zu sagen; es wäre schön, kostet aber auch viel Geld (das wir nicht haben).
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  10. Folgender Benutzer sagt Danke zu rubeck1 für den nützlichen Beitrag:

    Wolfsrudel89 (28.03.2017)

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  12. #135
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    Ende Juni zieht die Natur ein

    LEIMEN: Abriss der Militäranlage „Langerkopf“ läuft – 2,1 Millionen Euro für Abriss und Renaturierung
    Von Marianne Teuscher


    Das ehemalige Militärlager „Langerkopf“ zwischen Leimen und Johanniskreuz wird platt gemacht. Bis auf den Nato-Turm wird von der früheren Militäranlage, die sowohl von den amerikanischen Streitkräften als auch später von der Bundeswehr genutzt wurde, nichts mehr übrig bleiben.
    Bis Juni soll der „Langerkopf“ dem Erdboden gleichgemacht werden. Dann ist ein weiteres bedeutendes Relikt aus dem Kalten Krieg aus dem Pfälzerwald verschwunden. Rückbau und Renaturierung kosten 2,1 Millionen Euro. Seit Mitte Februar arbeitet die Firma Ferraro aus dem saarländischen Neunkirchen – sie hat in Pirmasens etwa das ehemalige Hotel Matheis abgerissen – mit 15 Mann auf dem ehemaligen Militärareal, zuständig für den Abriss ist die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima). Wie vom Bauleiter zu erfahren war, sind vier Monate eingeplant, bis alle Gebäude, darunter ehemalige Büros, Unterkünfte und Technikgebäude nebst Inhalten beseitigt sind. In Schutzkleidung marschieren Männer herum, die sich um die Entsorgung der Gefahrenstoffe kümmern.Bis in die 1990er Jahre wurde die US-Militäranlage auf dem Mosisberg (nahe Hofstätten) auf etwa 610 Metern Höhe genutzt, im Sommer darf die Natur wieder Einzug halten, sich ihr entrissenes Areal wieder zurückerobern. Bereits am 13. März 2012 informierte die RHEINPFALZ, dass die Tage der maroden Militäranlage gezählt seien. Bis zum Sommer werden 14 Gebäude und der rot-weiße Funkturm beseitigt. Danach soll das Gelände an den Landesforst zurückgegeben werden. Die Aufsicht über die Entsorgung der Altlasten und die Abrissarbeiten führen der Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung (LBB) und das Amt für Bundesbau (ABB).

    Wie der Bauleiter informiert, sind typische Altlasten wie Dämmmaterialien, die PCB und PAK enthalten, zu entsorgen. Alles werde nach einem genauen Plan abgebaut und entsorgt, das müsse genau dokumentiert werden. Für jeden unterschiedlichen Arbeitsgang seien nicht nur die speziellen Arbeitsgeräte, sondern auch die ausgebildeten Fachleiter mit vor Ort.

    Quelle:

    Ausgabe Die Rheinpfalz - Pirmasenser Rundschau - Nr. 76
    Datum Donnerstag, den 30. März 2017
    Seite 15
    Sonderwaffenlager Fischbach bei Dahn
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  14. #136
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    Nun, viel zu retten war an der alten Anlage eh nicht mehr. In den letzten Jahren war da oben ja schon ein reiner Touristen-Boom, dementsprechend sah es dort auch aus.
    Aber die Tatsache, dass der Bund die Kosten für den Abriss tragen muss, ist schon eine Sauerei.

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