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Thema: Der Poppenreuther Berg

  1. #21
    Cold Warrior Avatar von Thunderhorse
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    Zitat Zitat von Ritchie 66 Beitrag anzeigen
    Hallo Rex Danny,
    die Fahrzeuge waren beim Anlassen an keinerlei Schläuche oder Absaugeinrichtungen angeschlossen. Die standen auf den Parkplätzen der jeweiligen Einheiten oder im "TTP" - Truck and Tank Park. Im Winter war es gängige Praxis die Motoren der Fahrzeuge mehrmals in der Nacht anzulassen und diese Warm laufen zu lassen. Der Zweck des ganzen wurde ja schon genannt. Wie es sich anhört wenn eine Schwadron Cavalry ihre gepanzerten Fahrzeuge anlässt kann man sich vorstellen.

    Nach langer Intervention der deutschen Seite ging man im Standort Amberg davon ab. Auch hing dies wohl mit der veränderten Lage am Ende des Kalten Krieges zusammen.

    Gruß
    Richard

    Hast Du dies jemals selbst erlebt?
    Oder nur vom Hörensagen?

    Das mit dem Laufen lassen der Motoren war mal in einem Hinweis zur grnezöffnung gefallen.
    War klater Kaffee.
    Geändert von Thunderhorse (21.04.2013 um 11:18 Uhr)

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  3. #22
    Cold Warrior Avatar von Thunderhorse
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    http://www.usarmygermany.com/Sont.ht...318thASABn.htm

    Mähring (Det L-1)

    P.S.: S Mähring war damals der Grenzzwischenfall "Dick"!
    Geändert von Thunderhorse (21.04.2013 um 11:18 Uhr)

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  5. #23
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    Avatar von ed22ful
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    Moin,


    ich möchte hier aber auch mal technisch ergänzen, was den Sinn des "laufen lassens" ein wenig begründet, ob es nun gängig war oder nicht.

    Das Kaltstartverhalten der damaligen Fahrzeuge war miserabel, nicht zu vergleichen mit den heutigen Fahrzeugen, selbst bei Kompressionszündungsmotoren (Diesel).

    Bis in die 60er Jahre wurden in vielen Militärfahrzeugen (besonders bei den Amerikanern) noch Ottomotoren (Benziner) verwendet, die über keine Mechanische oder Elektrische Einspritzung verfügten und dementsprechend dann bei niedrigen Temperaturen schlecht ansprangen.

    Heute werden die Kraftstoffe allerfeinst vernebelt über Hochdruckdüsen, damals kann man sich das vorstellen, als hätte einer ein Glas Kraftstoff in den Brennraum gekippt auf gut Glück (übertrieben ausgedrückt als Vergleich).

    Die Motoren brauchten damals viel längere Warmlaufphasen, teilweise war ein sofortiges losfahren undenkbar.

    Auch die Starterbatterien waren damals noch ein Problem, deren Kaltstartverhalten war ebenso schlecht, ein längeres "orgeln" war ausgeschlossen, nicht zu vergleichen mit der heutigen Batterietechnik (Oldtimerfans kennen das).

    Es gab zu diesen Zeiten noch Einbereichsmotoröle, die je nach Jahreszeit gewechselt worden mußten, zudem war wie erwähnt der Kraftstoff ohne jeweilige Zusätze genauso wenig zu gebrauchen.

    Daher machte es wirklich Sinn, die Fahrzeuge laufen zu lassen, ob nun durchgehend oder zeitweise.

    Wer von uns Autofahrern kennt heute noch solche Probleme? Keiner (außer bei Defekten), die meisten wissen heute ja noch nicht mal mehr, was ein Choke ist.

    Daher würde es zumindest aus technischer Sicht Sinn gemacht haben, solche Aktionen durchzuführen und damit ein sofortiges losfahren zu gewährleisten.


    ed
    Geändert von ed22ful (21.04.2013 um 11:44 Uhr)

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  7. #24
    Cold Warrior Avatar von Ritchie 66
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    Zitat Thunderhorse
    Hast Du dies jemals selbst erlebt?
    Oder nur vom Hörensagen?
    Hallo Thunderhorse,
    ich habe beim 2nd ACR in Amberg gearbeitet. Die Einheit war für den Grenzüberwachungsdienst eingeteilt. Bis in die späten 80iger Jahre war das gängige Praxis im Winter. Die um die Kaserne in Amberg/Opf. lebende Bevölkerung hat sich lange Zeit darüber beschwert, in der Nacht des Öfteren aus dem Schlaf gerissen zu werden weil in der benachbarten Kaserne die Motoren der Fahrzeuge gestartet wurden. Zwar befand sich meist nicht die volle Schwadron am Standort, da sich ja jeweils ein Troop in einem der Grenzlager befand aber ab und an wenn andere Einheiten den Dienst an der Grenze versahen war auch die volle Einheit anwesend.

    Um deine Frage zu beantworten: ja ich habe es selbst erlebt wenn die Motoren von M60 oder M1 angelassen wurden. Vor allem in der Nacht wirklich ein ohrenbetäubendes Geräusch. Die M1er schnitten dabei jedoch bedeutend besser ab. Leider habe ich die Zeitungsausschnitte nicht mehr in denen man die Diskussionen darüber verfolgen konnte.

    Gruß
    Richard
    Geändert von Rex Danny (21.04.2013 um 13:13 Uhr) Grund: Name geändert, da falscher Adressat !

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  9. #25
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    Avatar von Rex Danny
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    Hallo, Leute !

    Ich denke, wir werden weder das Geheimnis der Rohre am Poppenreuther Berg noch die Sache mit dem Laufenlassen der Motoren ganz klären können. Daher schlage ich vor, daß wir zum eigentlichen Thema, dem Poppenreuther Berg, zurückkehren, bevor hier alles zerredet wird und der Überblick verloren geht.

    Grüße


    Rex Danny

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  11. #26
    Cold Warrior Avatar von Thunderhorse
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    Zitat Zitat von Ritchie 66 Beitrag anzeigen
    Hallo Thunderhorse,
    ich habe beim 2nd ACR in Amberg gearbeitet. Die Einheit war für den Grenzüberwachungsdienst eingeteilt. Bis in die späten 80iger Jahre war das gängige Praxis im Winter. Die um die Kaserne in Amberg/Opf. lebende Bevölkerung hat sich lange Zeit darüber beschwert, in der Nacht des Öfteren aus dem Schlaf gerissen zu werden weil in der benachbarten Kaserne die Motoren der Fahrzeuge gestartet wurden. Zwar befand sich meist nicht die volle Schwadron am Standort, da sich ja jeweils ein Troop in einem der Grenzlager befand aber ab und an wenn andere Einheiten den Dienst an der Grenze versahen war auch die volle Einheit anwesend.

    Um deine Frage zu beantworten: ja ich habe es selbst erlebt wenn die Motoren von M60 oder M1 angelassen wurden. Vor allem in der Nacht wirklich ein ohrenbetäubendes Geräusch. Die M1er schnitten dabei jedoch bedeutend besser ab. Leider habe ich die Zeitungsausschnitte nicht mehr in denen man die Diskussionen darüber verfolgen konnte.

    Gruß
    Richard

    Wie es sich anhört, wenn die Sheridan, M60, M1, M 114, M 113, M 88, etc., gestartet wurde ist mir hinlänglich bekannt.

    Nur habe ich diese Praxis in der Winterzeit nicht in den Standorten der Schwadronen der beiden ACR´s erlebt.
    Die Kräfte in den Standorten (Bad Hersfeld, Fulda,Wildflecken, Bamberg, Bindlach, Nürnberg, etc.) waren auch nicht in einer permanenten Bereitschaftsstufe.
    Diese galt für die Kräfte in den Border Camps.
    In den vorgeschobenen Border Camps (Harris, Wollbach, Alpha, Hof, Rötz, etc.) war dies nur der Fall bei der Überprüfung der Fahrzeuge.
    Diese erfolgte in der Regel zur Tageszeit.
    Bei Alarmierung in der Border Camps konnten auch die Motoren angeworfen werden und liefen dann bis zum Abbruch der Maßnahme (ca. 10 min.)
    Diese Stand-By Kräfte (24 Stunden) wurden in den 80er Jahren meist mit Jeep oder Mercedes Station Waggon ausgestattet.

    Ausnahme in den OP´s an der Grenze, da hier u.a. die Beobachtungstechnik der Fahrzeuge mit genutzt wurde.

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  13. #27
    Cold Warrior Avatar von Nemere
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    Zitat Zitat von ed22ful Beitrag anzeigen
    Das Kaltstartverhalten der damaligen Fahrzeuge war miserabel, nicht zu vergleichen mit den heutigen Fahrzeugen, selbst bei Kompressionszündungsmotoren (Diesel).
    Ich kann ed hinsichtlich der Probleme des Kraftfahrbetriebs im Winter in früheren Zeiten nur zustimmen. Man muß sich nur mal wieder ins Gedächtnis rufen, was z.B. der alte MAN 5-Tonner (MAN 630) alles an Vorrichtungen zur Erleichterung des Kaltstarts und zum schnelleren Erwärmen des Motors hatte:
    - ein Kaltstartgerät als Kombination aus Vorglühen und Einspritzen von Benzin.
    - drei Halterungen zum Anbringen einer Benzinlötlampe, mit deren Hilfe man den Motorblock und die Ölwanne erwärmen konnte.
    - einen Wärmetauscher unter dem Motor, in dem ein Schwingfeuerheizgerät zum Vorwärmen des Kühlwasserseingesetzt werden konnte.
    - die Schirmventil-Verstellung, mit der die Ventile dem veränderten Verhalten des Kraftstoffs beim Kaltstart angepasst werden konnten. Weiterer Zweck dieser Verstellmöglichkeit war auch der Betrieb des Motors mit anderen Kraftstoffen als Diesel.
    - die Kühlerjalouise für eine schnellere Erwärmung des Motors nach dem Start.

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  15. #28
    Cold Warrior Avatar von Nemere
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    Ich stelle hier mal den Abschnitt zu den Grenzbefestigungen aus der Zusammenstellung über den Grenzschutz an der bayerischen Ostgrenze bis 1938 ein, den ich hier schon vollständig gepostet habe:
    http://http://www.cold-war.de/showthread.php/1546-Sperranlagen-im-Landkreis-Neustadt-an-der-Waldnaab/page9

    Im Zusammenhang mit der bayerisch-tschechischen Grenzstellung wird Poppenreuth zweimal erwähnt:

    Bayerisch-tschechische Grenzstellung

    Ab 1935 errichtete Befestigungslinie von Schönwald - Neuhausen bis Furth i.W., Länge 140 km. Ausbau als Armierungsstellung mit einem Gerüst von Betonbunkern und Pak-Stellungen. Besetzung durch Truppen der Grenzwacht.

    Erste Feldbefestigungen wurden im Dezember 1934 fertig, feste Bauwerke entstanden im Herbst 1935, dabei handelte es sich meistens um Betonbunker für eine MG-Bedienung (Stärke 1:4) und eine Gruppe in Stärke 1: 12, zur Abwehr von Panzerangriffen auf von Osten herführenden Straßen waren zusätzlich Pak-Stellungen vorgesehen. Die Besatzungen (Reservisten) wohnten in den Orten in der Umgebung der Anlagen, die Schlüssel waren bei den Gendarmerieposten hinterlegt und Waffen und Gerät befanden sich in betonierten Behältern, die in der Nähe der Bunker in den Boden eingelassen waren.

    Insgesamt wurden 99 Kampfanlagen gebaut:
    - 79 Schartenstände
    - 16 Doppelschartenstände
    - je 4 bei Furth i.W. und Spielberg bei Waldmünchen
    - je 1 bei Waldmünchen, Tiefenbach, Burkhardsried, Bärnau, Poppenreuth und Hohenberg
    - 3 Dreischartenstände
    - 1 Vierschartenstand
    - 8 Scheinanlagen

    Die Ausbaustärke war entweder B 1 (1,0 m Wand und 0,8 m Deckenstärke) oder C (0,6 m Wand- und Deckenstärke).

    Schwerpunkte sind erkennbar in den Räume Furth i. W., Waidhaus, Bärnau und Schirnding.

    Ergänzt wurden die Bunkeranlagen im Jahre 1937 zur Sicherung der Zwischenräume noch durch die Anlage von „Blockhäusern“, die aus Bruchsteinen gemauert wurden.
    Lage und Anzahl dieser Blockhäuser lassen sich nicht mehr genau ermitteln. Vermutet werden 6 Blockhäuser im Abschnitt Bärnau-Flossenbürg, 5 im Waldgebiet zwischen Poppenreuther Berg und Ottengrün, ein Blockhaus bei Hohenberg und weitere Anlagen im Südabschnitt der Stellung.

    Pak-Stellungen waren vorgesehen bei:
    -Hohenberg/Schirnding
    -Waldsassen
    -Neu-Albenreuth
    -Mähring
    -Bärnau
    -Tirschenreuth (?)
    -Plößberg
    -Georgenberg
    -Waidhaus
    -Eslarn
    -Waldmünchen
    -Furth i.W.
    -Schwarzenberg


    Literatur: Burk, Kurt: Die deutschen Landesbefestigungen im Osten 1919 – 1945. Osnabrück 1993. – o.V.: Ringwall, Fliehburg u. Bunker - Gang zu Zeugen alter und jüngster Vergangenheit. In: Heimatfreund - Beilage des Rehauer Tagblatts, 8. Jahrgang, Folge 1/Februar 1960, S. 2 – 3.

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  17. #29
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    Hallo zusammen,

    da ich mich auch sehr mit der Geschichte zur Zeit des Kalten Krieges in meiner Region und auch sonnst auseinander setze, habe ich natürlich auch ein paar Bilder des Poppenreuther Berg.

    Da BMW Fan schon Bilder von der ehemaligen US Stellung gezeigt hat, möchte ich euch ein paar Bilder der DEST Echo 3 zeigen.

    Gebaut wurde das Areal 1978 und blieb mit ein paar ausnahmen bis heute unverändert.


    Hier ein Überblick:



    1 - Zugangstor
    2 - Hauptgebäude / Unterkunft
    3 - Betriebsstofflager
    4 - Mun Bunker
    5 - Fahrzeughallen / MPDR Unterstand
    (Quelle: Google Earth)



    Das Zugangstor










    Das Hauptgebäude:


    Das Gebäude ist bis auf das Dach und den Kamin noch orginal erhalten. Durch einen schweren Sturm im Jahr 2003 wurde das Dach zerstört, so das der Besitzer es neu gedeckt hat. Vor kurzen wurde auch ein neuer Kachelofen in dem Haus errichtet, so das der Kamin erneuert wurde.
    Bilder aus dem inneren kann ich euch leider bis auf den Notausgang nicht zeigen, da es alles Privat vom neuen Besitzer eingerichtet wurde. Nur soviel, es ist jetzt eine Jagdstube.











    Rund um das Areal sind auch noch die Lampen und Scheinwerfer erhalten.



    Geändert von Rex Danny (19.05.2013 um 21:26 Uhr) Grund: Fehlender Hinweis auf die Quelle des Luftbildes

  18. Folgender Benutzer sagt Danke zu Oberpfälzer für den nützlichen Beitrag:

    bmwfan2601 (06.06.2013)

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    Das Haus hat zwei Notausgänge zur Seite hin:

    Von innen....



    ...und von aussen.




    Die Fenster sind noch orginal vergittert.







    Das Betriebsstofflager:

    Ein Stück den Weg hinauf, befindet sich das Betriebsstofflager das orginal erhalten ist.








    Gleich am Weg gegenüber der Tanks ist noch ein Punkt wo Feuerlöcher untergebracht waren.


  21. Direkt antworten
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