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Thema: BND - Versager unterm Schlapphut?

  1. #11
    Cold Warrior Avatar von FEK
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    Zitat Zitat von vizekonteradmiral
    Tut mir leid, aber ich habe selten so gelacht .....
    ....

    So siehts doch aus

    Soviel aus der Sicht eines Wessis .... .. sicherlich nicht ganz ernst zu nehmen .. , schönes Wochenende noch!
    verzeih, vizekonteradmiral. Aber darauf kann man nicht ernssthaft reagieren. Nur so viel, der Wessi ist u.a. darum im Osten so beliebt weil er den Leuten, genauso wie Du hier, erklärt wie er gelebt hat und seine Vergangenheit zu betrachten hat. Zu Deiner Entschuldigung kann ich allerdings anführen "Woher soll er es denn besser wissen, unterstützen ihn doch in seiner Meinung gar manche, welche es aus eigenem Erleben besser wissen müssten." Einige davon haben sich in führenden Positionen der Partei amgesammelt, welche sich selbst als "Linke" bezeichnet. Sei es drum.


    Zurück zum eigentlichen Thema von Taupe.

    Eine Sache hätte ich nämlich noch anzumerken. Geheimdienste dienen der Politik. Dieses in mehrfacher Hinsicht. Jedem ist klar, das sie zuallererst Informationen liefern sollen, welche der Politik des jeweiligen Staates nützen sollen.
    Andererseits sollen sie aber auch Argumente für die Politik liefern. Diese beiden Aufgaben decken sich manchmal, häufig widersprechen sie sich aber. Typisches Beispiel ist die Rolle der CIA in Vorbereitung des Überfalls der USA auf den Irak. Die Informationen gaben einen Krieg einfach nicht her. Also mußte künstlich etwas geschaffen werden, was sich später zu Lasten der CIA als falsch erwies.
    In solchem Dilemma befand sich auch häufig der BND. Während die Aufklärer der DDR es einfach hatten Pläne gegen die DDR zu entdecken, liefen die Bemühungen des BND Ähnliches für die DDR zu entdecken ins Leere. Derartige Pläne existierten einfach nicht.

    FEK

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  3. #12
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    Hallo,

    vielleicht sollte unterschieden werden zwischen den Aufgaben der HVA und einiger anderer Diensteinheiten des MfS.

    Auch ich sehe es so,dass der große Teil der Bevölkerung der DDR wenigstens loyal zum Staat stand.

    Und wer hat denn 1989 gerufen „wir sind das Volk“, dies waren doch die verschiedensten Personenkreise und ob dies die meisten waren und welche Ziele damit verfolgt wurden, steht auf einen ganz anderen Blatt.

    Welche Erfolge der BND hatte – oder nicht - ist heute nur schwer einzuschätzen, kann man sich doch nur an den Informationen orientieren, die heute FREIGEGEBEN sind.

    Vieles an Material dürfte in den verschiedensten Archiven schmoren und für den „normalen Menschen“ nicht zugänglich sein.

    Gruß

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  5. #13
    Cold Warrior
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    Hallo Swen,

    willkommen im Forum

    Mir ist schon durchaus klar, dass die HVA der eigentliche Konterpart des BND war, nur frage ich mich, ob nicht das MfS im Gesamten doch erheblich mehr zur erfolgreichen Spionageabwehr beitrug. Ich könnte mir schon vorstellen, dass in diesem Ministerium die eine der anderen Abteilung - und letztlich war die HVA ja auch nur eine unter vielen - zugearbeitet hat. Deshalb auch weiter oben meine Frage, wie die Anzahl der Mitarbeiter die effektiv für Spionageabwehr tätig waren, zu bewerten ist.

    Sicher gibt es Erfolge des BND und sicher ist es extrem schwierig die Arbeit während der letzten Jahrzehnte vollkommen objektiv zu beurteilen. Die Quellenlage ist ungesichert, auf dieser Basis sind nur wenige Autoren und Publizisten bereit das Wagnis einer solchen Bestandsaufnahme zu wagen.
    Hinzu kommt, dass der Aufschrei in den Medien naturgemäß bei Pleiten groß ist und bei Erfolgen - und auch deshalb sind es solche - nichts berichtet wird.
    Aber dennoch schimmert meiner Meinung nach doch einiges an Fehlerlast durch - jedenfalls mehr als bei anderen westlichen Geheimdiensten, die unter ähnlichen Rahmenbedingungen arbeiten.

    @FEK
    Zitat Zitat von FEK
    Typisches Beispiel ist die Rolle der CIA in Vorbereitung des Überfalls der USA auf den Irak. Die Informationen gaben einen Krieg einfach nicht her. Also mußte künstlich etwas geschaffen werden, was sich später zu Lasten der CIA als falsch erwies.
    In solchem Dilemma befand sich auch häufig der BND. Während die Aufklärer der DDR es einfach hatten Pläne gegen die DDR zu entdecken, liefen die Bemühungen des BND Ähnliches für die DDR zu entdecken ins Leere. Derartige Pläne existierten einfach nicht.
    Es tut mir leid, ich verstehe diesen Passus nicht. Das MfS hatte es einfacher Pläne gegen die DDR aufzudecken - die es aber dennoch gar nicht gab ?
    Welches Dilemma des BND meinst du genau? Ich verstehe den Vergleich mit der CIA vor dem Irakkrieg nicht.
    Gruß

    Michael


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  7. #14
    Cold Warrior Avatar von FEK
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    Zitat Zitat von taupe
    Welches Dilemma des BND meinst du genau? Ich verstehe den Vergleich mit der CIA vor dem Irakkrieg nicht.
    Der BND stand vor dem Dilemma über Dinge berichten zu müssen welche eigentlich nicht existierten. Konkret über seitens der DDR gegen die BRD gerichtete Pläne und Maßnahmen. Solche gab es nun mal nicht. Oder welche Aufgaben sollte ein Auslandsnachrichtendienst sonst erfüllen? Mit Positivberichten über den vermeintlichen Gegner läßt sich kaum Politik begründen, welche gegen diesen gerichtet ist.
    Pläne und Maßnahmen der BRD gegen die DDR gab es zuhauf. Damit sind nicht nur unmittelbare Kriegsmaßnahmen gemeint sondern auch andere Störmanöver. Welche sicher im Laufe der vier Jahrzehnte gegeneinander ganz verschieden waren.

    FEK

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  9. #15
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    >der DDR gegen die BRD gerichtete

    Nana... vielleicht nicht offen. Aber beispielsweise die Informationen, die von Schnitzler und Co. bezüglich angeblicher Giftgasdepots oder ähnlichem zur Deutschen Friedensbewegung lanciert wurden sehe ich durchaus als "Maßnahmen".
    --------------------------------
    Der liebe Harry

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  11. #16
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    Zitat Zitat von fek
    Der BND stand vor dem Dilemma über Dinge berichten zu müssen welche eigentlich nicht existierten. Konkret über seitens der DDR gegen die BRD gerichtete Pläne und Maßnahmen. Solche gab es nun mal nicht. Oder welche Aufgaben sollte ein Auslandsnachrichtendienst sonst erfüllen? Mit Positivberichten über den vermeintlichen Gegner läßt sich kaum Politik begründen, welche gegen diesen gerichtet ist.
    Ähem ...in diesem Licht hinkt dein Vergleich aber gewaltig aus meinem Blickwinkel

    Zuerst einmal solche Pläne des Wahrschauer Paktes gab es sehr wohl - wiewohl sie auch bei der NATO existierten.
    Ich sträube mich gegen die Darstellung, dass die BRD alleine solche Pläne ausgeheckt hätte, die DDR hat das wie du sicher zutreffend schreibst, auch nicht im Alleingang geplant.
    Weiterhin war dies aber nur EIN Aspekt von vielen, die das Aufklärungsziel DDR - welchem innerhalb des BND immer höchste Priorität zukam - betraf. Neben solchen Plänen, sagen wir besser des Wahrschauer Paktes, ging es eben auch um Kenntnis um alle internen Vorgänge, um Hintergrundinformationen etc. Dieselben sind eben auch wichtig, um das politische Agieren z.B. außen- und wirtschaftspolitisch überhaupt erst einschätzen zu können.
    Ich bin mir umgekehrt auch sehr sicher, dass die HVA nicht nur NATO-Angriffsplanungen interessiert haben...
    Gruß

    Michael


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  13. #17
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    Zitat Zitat von taupe
    Ähem ...in diesem Licht hinkt dein Vergleich aber gewaltig aus meinem Blickwinkel
    Vergleiche hinken immer ein wenig


    Tatsache ist, dass es seitens der Bundesrepublik ein ganzes Paket von Maßnahmen gegen die DDR aufzuklären gab - nicht nur Dinge welche irgendwie mit dem Militär, seiner Ausstattung und seinen Pläne im Falle eines Krieges zusammenhängen.

    Da sehe ich z.B. sämtliche Maßnahmen, welche mit der Störung der Wirtschaft zusammenhängen. Oder eben all jene Dinge im Zusammenhang mit der Nichtanerkennung der DDR Staatsbürgerschaft un der gezielen Abwerbung von DDR Bürgern. Eben alles Maßnahmen um die Entwicklung in der DDR gezielt zu stören. Mindestens bis in die 60er Jahre gehören da auch ziemlich miltante Aktionen dazu. Sachen welche wären sie heutzutage gegen die BRD gerichtet "große Besorgnis der Bundesrepublik und der internationalen Gemeinschaft" und scharfe Reaktionen des Staates bedeuten würden. All solche Dinge gab es seitens der DDR nicht - konnten daher auch nicht als Aufklärungsergebnisse auf der Habenseite verbucht werden.

    Ich will mich aber auch nicht bis aufs Messer streiten. Ich weiß das die Sonne jeden Tag aufgeht.

    FEK

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  15. #18
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    >bis in die 60er Jahre

    Hm, das liegt wohl in der Sache und dem Datum selbst... reden wir doch von den 70ern bis End 80ern
    --------------------------------
    Der liebe Harry

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  17. #19
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    Zitat Zitat von Harry
    ... reden wir doch von den 70ern bis End 80ern
    gern denn an der Angelegenheit selbst "Organisation, Planung und Unterstützung von Maßnahmen und Aktionen gegen die DDR" hat sich auch in den 70er und 80er Jahren vom Prinzip nichts geändert. Wenn auch die ganz aggressiven und militanten Sachen in der Schublade gelassen wurden.
    Die Doktrin des Herrn Hallstein wirkte weiter, der Anspruch auch für die Deutschen in der DDR sprechen zu dürfen und alles daraus resultierende wirkte ebenso weiter. Da wurde auch noch in den 80er Jahren manchem Entwicklungsland nahegelegt Wirtschaftsverträge mit der DDR doch nicht abzuschließen, weil das negative Auswirkungen auf das Verhältnis zu Bundesrepublik haben könnte.

    Aber Schwamm drüber wir wollten ja über den BND plaudern und eigentlich hatte ich nur vor dem BND zur Seite zu stehen, indem ich die Kopliziertheit deren Aufgabe erläuterte

    FEK

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  19. #20
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    Hallo zusammen,

    Der BND verfügte 1989 über eine Quelle im ZK der SED. Darüber wurde erst kürzlich in einer Fernsehsendung berichtet; die Information gab der BND offiziell heraus.
    Dass es diese Quelle wirklich gab, wurde mir auch von Insidern bestätigt. Um hier auch mal über Erfolge zu sprechen.

    Joachim

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