Seite 2 von 2 ErsteErste 12
Ergebnis 11 bis 14 von 14

Thema: "Die Welt"-Artikel über WP Angriffspläne

  1. #11
    Cold Warrior
    Registriert seit
    09.03.2013
    Beiträge
    566
    "Danke" sagen
    86
    Erhielt 87 Danke für 56 Beiträge

    Standard

    Mir scheint es daher nicht ausgeschlossen das im Osten ganz bewußt und institutionalisiert die Stärke der NATO massiv übertrieben wurde.

    "Erfand" hier wirklich nur eine Person oder "Erfand" ein ganzes System über mehrere Jahrzehnte eine nicht vorhandenes Bedrohungspotential?
    Hallo Uraken,

    habe leider jetzt gerade das Buch nicht zur Hand.

    Aber andeutungswiese gibt das der Herr Lautsch ja so wieder, dass er das "Gefühl hatte", dass die NVA-Aufklärung teilweise andere Fakten hatte als die der Roten Armee.
    Und dann wurde eben die der Roten Armee genommen, um die NATO aggressiv zu rechnen.

    Aber, wie nemere schon schreibt, es fehlen eben immer wieder genaue Quellen bzw. laviert Lautsch um den heißen Brei herum
    „Viele sind hartnäckig in Bezug auf den einmal eingeschlagenen Weg, wenige in Bezug auf das Ziel“
    Friedrich Nitzsche

  2. Direkt antworten
  3. #12
    Cold Warrior
    Registriert seit
    09.03.2013
    Beiträge
    566
    "Danke" sagen
    86
    Erhielt 87 Danke für 56 Beiträge

    Standard

    Ich muss das Thema "Lautsch" wieder mal hoch kramen.

    In der Military Power Revue 2/2014 hat er wieder mal einen Artikel veröffentlicht.

    Interessant finde ich seine Aussage : "Noch bis zur Mitte der 1980er Jahre bestand seitens der
    WVO das Kriegsziel in der Erringung des Sieges, in den US-Streitkräften
    hingegen bis zum Ende des Ost-West-Konflikts" (s. 59 rechts unten) - als Quelle zitiert er das FieldManual 100-5 der US-Army.

    Der Link öffnet das gesamte Heft, der Artikel findet sich ab Seite 58.

    http://bit.ly/2dfCoEl
    „Viele sind hartnäckig in Bezug auf den einmal eingeschlagenen Weg, wenige in Bezug auf das Ziel“
    Friedrich Nitzsche

  4. Direkt antworten
  5. #13
    Cold Warrior Avatar von Nemere
    Registriert seit
    12.06.2008
    Ort
    Südostbayern
    Beiträge
    803
    "Danke" sagen
    94
    Erhielt 467 Danke für 231 Beiträge

    Standard

    Zitat Zitat von DeltaEcho80 Beitrag anzeigen
    "Noch bis zur Mitte der 1980er Jahre bestand seitens der WVO das Kriegsziel in der Erringung des Sieges, in den US-Streitkräften
    hingegen bis zum Ende des Ost-West-Konflikts"
    Ich halte diesen Satz von Lautsch für reine Provokation, um wieder den bösen Westen anzuprangern. Wenn es zum Krieg kommt und eine Armee dann nicht den Sieg als Kriegsziel sieht, dann hat sie ihre Existenzberechtigung verloren.
    Hätte denn der Warschauer Pakt nicht den Sieg erringen wollen, selbst wenn er sich nur erfolgreich verteidigen wollte? Es wäre doch grob fahrlässig, sich gegen einen Gegner nur zu verteidigen und nicht dafür zu sorgen, das er nicht mehr angreifen kann.
    Die einzigen "Streitkräfte", die nicht zwingend auf einen Sieg aus sind, sind Guerrillas im Rahmen der asymmetrischen Kriegführung. Hier gilt zumindest in den ersten Phasen des Konflikts, das es schon als Sieg gilt, wenn man selbst nicht besiegt wird. Lässt sich schön bei den "Klassikern" dieser Strategie nachlesen, bei Mao, Che Guevara, Regis Debray und vor allem bei Giap, der das in Vietnam exemlarisch vorexerziert hat. Er hat nie über die Amerikaner gesiegt, sie haben ihn aber auch nicht besiegt und irgendwann einmal war US-Army aus Vietnam verschwunden.

    Ob die Streitkräfte einen Sieg erringen SOLLEN, bestimmt grundsätzlich die Politik. Da die Armee (zumindest nach unserem Verständnis) dem Primat der Politik unterliegt, haben die Streitkräfte, wenn es den zum Einsatz kommt, diesen auch mit dem Ziel zu führen, ihn erfolgreich abzuschließen.

    Lautsch bleibt übrigens in dem genannten Artikel den Beleg dafür schuldig, das der Warschauer Pakt tatsächlich sein militärstrategisches Ziel verändert hat. Er gibt keine Primär-Quelle für diese Behauptung an, sondern zitiert vor allem aus einem Taktik-Lehrbuch des Warschauer Paktes (Resnitschenko Wassilij G., Taktik). Militärstrategische Zielsetzungen haben aber mit Taktik nun überhaupt nichts zu tun.

    Ich füge mal die von Lautsch zitíerte Seite aus FM 100-5 bei, dann kann sich jeder selbst ein Bild machen.

    FM100-5 001.jpg

  6. Folgender Benutzer sagt Danke zu Nemere für den nützlichen Beitrag:

    DeltaEcho80 (30.09.2016)

  7. Direkt antworten
  8. #14
    Cold Warrior
    Registriert seit
    09.03.2013
    Beiträge
    566
    "Danke" sagen
    86
    Erhielt 87 Danke für 56 Beiträge

    Standard

    Er führt ja auch wieder das inzwischen zur Genüge ausgenudelte Schlagwort "von der Herstellung des Status quo ante" an.

    Aber - wie du schreibst - es fehlen tiefergehende Quellen und Beweise für seine Thesenführung.
    „Viele sind hartnäckig in Bezug auf den einmal eingeschlagenen Weg, wenige in Bezug auf das Ziel“
    Friedrich Nitzsche

  9. Direkt antworten
Seite 2 von 2 ErsteErste 12

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)

Ähnliche Themen

  1. Münchweiler Radio Relay Site (US)
    Von spoon27 im Forum Ausweichsitze, Gefechtsstände, Führungsbunker
    Antworten: 56
    Letzter Beitrag: 23.05.2014, 14:03
  2. Aktuelle Ausgabe "Welt der Wunder"
    Von gazza im Forum Forum, Allgemeines, Medien & Termine
    Antworten: 13
    Letzter Beitrag: 06.06.2013, 00:59
  3. Ruppertsweiler Arius Barracks (US)
    Von spoon27 im Forum Standorte & Liegenschaften
    Antworten: 29
    Letzter Beitrag: 10.12.2012, 15:41
  4. Alarm für Cobra 11 "Das Ende der Welt"
    Von kallepirna im Forum Forum, Allgemeines, Medien & Termine
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 19.08.2011, 00:36
  5. Die WELT "Fulda GAP"
    Von Harry (†) im Forum Termine
    Antworten: 5
    Letzter Beitrag: 13.01.2006, 23:50

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •