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Thema: Gliederung Flugabwehrbatterie Flak 40 L 60 SF

  1. #1
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    Standard Gliederung Flugabwehrbatterie Flak 40 L 60 SF

    Im Anhang Gliederung und Ausstattung der Flugabwehrbatterie Flak 40 L 60 SF. Zugrunde gelegt ist die STAN Nr 351 4010 vom 15.01.1972.
    Flak.jpg

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    Nemere (14.12.2013)

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  4. #2
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    Vielen Dank für diese recht seltene Gliederungsskizze.

    Ich habe eine Frage zu den Funkgeräten:

    Der schwarze Punkt im Zeichen für Funkgeräte kennzeichnet nach den 1972 geltenden taktischen Zeichen ein HF-Funkgerät (amplitudenmoduliert) mit einer Sendeleistung unter 100 Watt.
    Das würde für die Gliederungsskizze oben bedeuten, dass in der Fla-Batterie noch gößtenteils die alten US-Geräte in Verwendung waren, weil die SEM 25/35 Baureihe im VHF-Bereich arbeitet.
    Daraus ergibt sich nach meiner Vermutung folgende Ausstattung mit Funkgeräten:
    Batterietrupp: 1 x VHF-Fahrzeuggerät (entweder SEM 25 oder Gerät der GRC/VRC/VRQ-Reihe)
    Funktrupp:
    - 2 x VHF-Empfänger Fahrzeuggerät (entweder EM 25 oder Gerät der R-Reihe, z.B. R-77 oder R-108)
    - 1 x VHF-Fahrzeuggerät (entweder SEM 25 oder Gerät der GRC/VRC/VRQ-Reihe)
    - 1 x VHF-Funkgerät tragbar (entweder SEM 35 oder PRC-8/9/10)

    Zugtrupp:
    - 2 x VHF-Empfänger Fahrzeuggerät (entweder EM 25 oder Gerät der R-Reihe, z.B. R-77 oder R-108). Für R-77 beim Funktrupp der Batterie und im Zugtrupp spricht, das über diese Empfänger lange die Rundstrahldienste liefen, über die z.B. auch Luftwarnungen / Fliegerwarnungenkamen.
    - 1 x VHF-Funkgerät tragbar (entweder SEM 35 oder PRC-8/9/10)
    - 1 x HF-Funkgerät tragbar. Hier kommt eigentlich nur das PRC-8 in Frage, da dieses Gerät nach meinem Kenntnisstand das einzige tragbare Funkgerät der Bundeswehr war, dessen Frequenzbereich im HF-Bereich lag und nur so Verbindung mit den Fla-Pz gehalten werden konnte, da diese ebenfalls nur HF-Geräte hatten.
    Das ebenfalls tragbare HF-Gerät PRC 660 TG gab es meines Wissens nur bei den Fliegerleittrupps (FAC).

    Fla-Panzer:
    - 1 x HF-Fahrzeuggerät. Hier würde ich dann auf VRC-8, allenfalls noch auf VRC-16 tippen. VRQ-1 oder gar GRC-3 oder 9 dürften wohl etwas zu aufwendig gewesen sein.

    Liege ich damit einigermassen richtig?


    Zur Ergänzung noch folgende Anmerkungen:
    Das Gliederungsbild stellt die Panzerflugabwehrbatterie im Flugabwehrbataillon der Divison der Heeresstruktur 3 dar.
    Diese Bataillon hatte
    - eine Stabs- und Versorgungsbatterie (1.). In dieser Batterie gab es neben den üblichen Teileinheiten auch einen Fla-Aufklärungszug mit Zugtrupp, einer Radargruppe (AN/TPS-1E), drei Luftraumbeobachtungsgruppe mit je fünf Beobachtungstrupps und einer Fla-Auswertgegruppe.
    - drei Flugabwehrbatterien wie oben dargestellt (2. - 4. Batterie)

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  6. #3
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    Zu den Geräten liegen mir leider keine weiteren Informationen vor.
    Zu den Empfängern im Zugtrupp und Funktrupp kann ich sagen, dass mit einem Gerät der Flugabwehr-Operationsrundstrahldienst (FlaOpFüRdstrDst) empfangen werden sollte. Auf diesem sollten der Batteriechef und die Zugführer vom Bataillon Flugabwehr-Operationsführungsbefehle, wie Bereitschaftsgrade und Feuerregelungen, Orientierungen über den Einsatz eigener Luftfahrzeuge, sowie Flugmeldungen der Flugabwehr-Operationsführungszelle empfangen.
    Mit dem anderen Gerät wurde der Flugmelderundstrahldienst (FlugmRdstrDst) empfangen. Auf diesem sollte der Batteriechef und die Zugführer Flugmeldungen der Luftraumbeobachtungstrupps empfangen.

    Zum Flugabwehrbataillon habe ich noch eine andere (wohl ältere) Gliederung von 1972:
    - Stabsbatterie (1.) mit Fernmeldezug, sowie Flugabwehr-Aufklärungszug und Flugabwehrraketenzug. Hierzu heißt es:
    Zum Fla-Aufklärungszug treten die 15 Fla-Raketentrupps (FlaRakTrp) des FlaRak-Zuges. Sie werden mit den 15 Luftraumbeobachtungstrupps (LRBeobTrp) des Fla-Aufklärungszuges zu 15 Luftraumbeobachtungs-/FlaRak-Trupps kombiniert. Somit besteht der Fla-Aufklärungszug aus:
    - der Fla-Auswertegruppe,
    - der Radargruppe und
    - drei Luftraumbeobachtungsgruppen (LRBeobGrp) mit je fünf Luftraumbeobachtungs-/FlaRak-Trupps (LRBeob/FlaRakTrp).
    - Drei Flugabwehrbatterien (2.-4.)
    - Versorgungsbatterie (5.) mit Sanitätsgruppe, Verpflegungsgruppe, Transportzug und Instandsetzungszug.

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  8. #4
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    Die Versorgungsbatterien sind schon während der Laufzeit der Heeresstruktur 2 (auf jeden Fall vor 1970) aufgelöst und mit der Stabsbatterie zusammengelegt worden (ähnlich wie bei den Feldartilleriebataillonen und den Pionierbataillonen).
    Die FlaRakTrupps als Zweitfunktion der Luftraumbeobachtungstrupps wurden erst nach 1973 mit Einführung der REDEYE auch in der Bundeswehr tatsächlich aufgestellt.

    Literatur:
    Blume, Peter: Die Flugabwehrtruppe des Heeres 1956-2002 (= Fahrzeug-Profile, 19), Illertissen 2002
    Wiener, Friedrich: Die Armeen der NATO-Staaten. Organisation, Kriegsbild, Waffen und Gerät. (=Truppendienst-Taschenbuch 3) Ausgaben Wien 1966 und München 1974.

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  10. #5
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    Ich habe die Gliederung der Einzelanweisung für die Ausbildung der Heeresflugabwehrtruppe Nr F 2 Das Flugabwehrbataillon 40 L 60 SF vom September 1975 entnommen. Der Einzelanweisung soll laut Vorbemerkung die STAN Nr 351 2010 vom 15.01.1972 zugrunde gelegt sein.
    Als Ergänzung im Anhang die Funkeinsatzskizze
    Funkeinsatzskizze.jpg

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    Nemere (15.12.2013)

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  13. #6
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    Ich habe noch einmal wegen den Funkgeräten recherchiert und denke es war so (nach Signaturen für Funkeinsatzskizzen aus der HDv 298/1 von Februar 1970):

    Batterietrupp:
    - SEM 25 im Kfz des Erkundungsoffiziers mit dem der Batterieführungskreis gehalten wird.

    Funktrupp:
    - EM 25 zum Empfang des Flugmelderrundstrahldienstes.
    - EM 25 zum Empfang des Flugabwehr-Operationsrundstrahldienstes.
    - SEM 25 mit dem der Bataillonsführungskreis gehalten wird.
    - SEM 35 mit dem der Batterieführungskreis gehalten wird.

    Zugtrupp:
    - EM 25 zum Empfang des Flugmelderundstrahldienstes.
    - EM 25 zum Empfang des Flugabwehr-Operationsrundstrahldienstes.
    - PRC 9 mit dem der Zugführungskreis gehalten wird.
    - SEM 35 mit dem der Batterieführungskreis gehalten wird.

    Geschützgruppe:
    - RT 67 für Zugführungskreis

    Die alten US-Geräte wurden also nur noch im Zugführungskreis verwendet.


    Für frequenzmodulierte Sender/Empfänger ist das Grundzeichen ein Kreis, für frequenzmodulierte Empfänger ein Halbkreis. P (=portable?) über dem Kreis für tragbare Geräte.
    Bei den US-Geräten kommt in den Kreis das taktische Zeichen der Truppengattung des entsprechenden Frequenzbandes.
    Zum Beispiel
    RT 66 (20 – 27,9 MHz) mit liegendem Oval im Kreis für Panzer.
    RT 67 ( 27 – 38,9 MHz) mit Punkt im Kreis für Artillerie.
    RT 68 (38 – 54,9 MHz) mit Andreaskreuz im Kreis für Infanterie.
    Gerade Linie = frequenzmodulierte Funkverbindung
    Gerade Linie mit Pfeil zum Empfänger = Mithören eine frequenzmodulierten Funkverbindung

    Amplitudenmodulierte Sender/Empfänger werden im Grundzeichen als Quadrat, amplitudenmodulierte Empfänger als Dreieck dargestellt.
    Wellenlinie = amplitudenmodulierte Funkverbindung
    Beispiel in der Funkeinsatzskizze oben:
    VRC 24 der Flugabwehr-Auswertegruppe (FlaAuswGrp), dargestellt als Quadrat mit taktischem Zeichen Luftwaffe, mit dem eine amplitudenmodulierte Funkverbindung zu Luftfahrzeugen der Heeresflieger oder Luftwaffe (Boden-Bord) hergestellt werden kann.

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  15. #7
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    Zitat Zitat von Alex Beitrag anzeigen
    ... das taktische Zeichen der Truppengattung des entsprechenden Frequenzbandes.
    Das muss man den jüngeren Nutzern des Forums vielleicht erklären, da dieses "Baukastensystem" der US-Geräte wahrscheinlich nicht mehr allgemein bekannt ist:
    Während die moderneren Geräte einen sehr großen Frequenzbereich abdecken (SEM 25/25: 27,00 bis 70,00 MHz, SEM 70/80/90: 30, 00 - 79,975 MHz) war der Frequenzbereich der amerikanischen Geräte sehr viel schmaler:
    PRC 8 bzw. RT 66 (20 – 27,9 MHz) wurde vor allem bei der Panzertruppe verwendet.
    PRC 9 bzw. RT 67 ( 27 – 38,9 MHz) war das Frequenzband für die Artillerie
    PRC 10 bzw. RT 68 (38 – 54,9 MHz) war der Frequenzbereich der Infanterie und anderer Truppengattungen (Pioniere).
    (Siehe beigefügte Übersicht über die Frequenzbereiche).

    Das Problem war, das sich diese Frequenzbereiche nur in ganz geringem Maße überlappten, was die Kommunikation zwischen den verschiedenen Truppenteilen im Gefecht der verbundenen Waffen nicht gerade erleichterte. So konnte ein VB der Artillerie nur im Bereich 27,00 bis 27, 9 MHz mit der Panzerkompanie Kontakt aufnehmen, der er zugeteilt war. Ein Infanterieverband musste zwangsläufig ein Verbindungskommando mit eigenen Funkgeräten zum unterstützenden Panzerverband abstellen, da die Frequenzbereiche der Funkgeräte dieser Truppengattungen sich nirgends schnitten.
    Das Handfunksprechgerät PRC 6 deckte sogar nur den Bereich 47,0 - 55,4 MHz ab, deswegen wurde bei den meisten gepanzerten Fahrzeuge als Zusatzgerät das Funkgerät RT-70 eingebaut, das bei einer Sendeleistung von 0,5 Watt gerademal eine Reichweite von 1,5 km erzielte.

    Zu den Abkürzungen:
    PRC steht für Portable Radio Communication, in der offiziellen deutschen Übertragung war das zu lesen als: P - tragbare Bodenanlage, R - Funkgerät, C - Fernmeldeübermittlung. Deswegen haben die taktischen Zeichen für die tragbaren Geräte auch das "P" für Portabel über das Grundzeichen gesetzt.

    RT war die Abkürzung für einen eigenständigen Funkempfänger und -sender. Dieser Sender (also in unserem Beispiel ein RT 67 in den Flak-Panzern) wurde dann auf eine Grundplatte gesetzt (MT-297), mit einem Stromversorgungsteil (PP-112) und evtl. einem Schaltkasten (z.B. C-433) ergänzt und bildete dann den Funkgerätesatz VRC-9 (V - Vehicle, R - Radio, C- Communication).
    Wurde das RT-67 noch mit dem oben angesprochenen Gerät RT-70 und dem dazu erforderlichen Bordverstärker AM-65 ergänzt, bildete das ganze dann den Funkgerätesatz GRC-6 (GRC - Ground Radio Communication).

    Siehe auch die beiden beigefügten Übersichten zu diesem Baukastensystem.

    Literatur:
    - Das Baukastensystem der Funksprechgeräte. In: Wehrausbildung in Wort und Bild 11/1959.
    - Hahn: Übersicht der VHF-FM-Sprechfunkgeräte der US Army und des Heeres der Bundeswehr, In: FunkGeschichte 29 (2006) Nr. 170, S. 300 - 306.
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken

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    alterfritz (17.12.2013), Klingelhöfer (26.12.2013)

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    Moin Moin,
    sehr Intressanter Beitrag über die Heeresflugabwehr in der Struktur 2/3. Mich als Modellbauer und Einheiten nachsteller mit ROCO Minitanks würde die Gliederung der Stabs- und Versorgungskompanie/n begeistern. DANKE !

  19. Direkt antworten
  20. #9
    Cold Warrior Avatar von Nemere
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    Nur zur Klarstellung: Was wir hier besprochen haben, ist die Fla-Batterie im Divisions-Flugabwehrbataillon der Heeresstruktur 3.

    In der Heeresstruktur 2 gab es wesentliche Unterschiede:

    Hier war zunächst für jede Brigade eine Panzerflugabwehrbatterie mit 12 M 42 vorgesehen, allerdings wurden diese Batterien nicht bei allen Brigaden aufgestellt. Bis 1967 wurden diese Brigade-Flugabwehrbatterien dann in die Divisions-FlaBtl eingegliedert.

    Die DivFlaBtl hatten zunächst nur
    1. Stabsbatterie.
    2. und 3. FlaBttr mit -12- M 42. Bei einer Reihe von Divisionen gab es bis 1967 nur -eine- FlaBttr M 42.
    4. FlaBttr mit -9 bzw. 12 - (von LKW gezogenen) FLa 40 mm/L70. Diese Batterien wurden ab 1970 zu den Korps zur Aufstellung der Korps-FlaBtl abgegeben (z.B. FlaBtl 110, 210, 310).
    5. Versorgungsbatterie

    Die Gebirgsdivision hatte bis 1964 nur einen "Stabszug Divisions-Flugabwehrführer 8".
    Dieser führte die "Divisions-Flugabwehrbatterie 8" und die drei Brigade-Fla-Bttr der Gebirgsdivision (GebFlaBttr 220, 230, PzFlaBttr 240).

    Noch abenteuerlicher war in der Heeresstruktur 2 das Luftlande- Flugabwehrbataillon 9 der Luftlande-Division. Das Bataillon wurde ab Dezember 1956 durch Umbenennung des Luftlande-Flugabwehr-Bataillon 106 gebildet und im November 1963 nach Umgliederung umbenannt in Flugabwehr-Btl 12 und der 12. Panzerdivision unterstellt.
    Die Ausstattung war: M 16 (1956 – 1959), M 42 (1957 – 1964), Flak 40 mm L 70 (1962 – 1964) und zu Fla-MG Cal .50 in Einzel- und Vierlingslafette auf LKW 1,5 to (1957 – 1964)
    Die Gliederung war
    1956 -1960: Stabsbatterie, 1. und 2. Fallschirmflugabwehrbatterie (MG), 3. Flugabwehrbatterie L60 SF (M 42), Versorgungsbatterie.
    2. Bttr wird Oktober 1960 Fallschirm-Fla-Bttr 260, 3. Bttr wird Oktober 1960 Fallschirm-Fla-Bttr 250, beide Batterien bleiben dem Btl unterstellt.
    1962: 1. Stabsbatterie, 3. Flugabwehrbatterie L60 SF (M 42), 4. Flugabwehrbatterie Fla 40 mm L 70, Versorgungsbatterie, Fallschirm-Fla-Bttr 250, Fallschirm-Fla-Bttr 260.



    Eine Gliederung der Stabs- bzw. Versorgungsbatterie habe ich leider nicht. Einige Hinweise ergeben sich aber oben aus der Funkskizze:

    FlaAufklZug: ZugFhr - 1,5 t Funkkoffer, Gruppenführer LRBeobGruppe 0,25 t, LRBeobTrupp - 1,5 t Funkkoffer.

    RadarGrp: 1 x 1,5 t Funkkoffer, 1 x 5 t, 1 x 5 t MAN mit Radargerät TPS 1 E, 1 x 5 t MAN Pritsche zum Transport der Antenne des Radargeräts, wahrscheinlich auch noch 1 Anhänger (SEA).

    Funktrupps 2, 3 und 4: 1,5 t Funkkoffer, der Funktrupp 4 könnte auch ein 5 t mit Kofferaufbau gewesen sein.
    Funktrupp 1: M 113 Fü/Fu

    FlaAuswerteGruppe: 1 x 1,5 t Funkkoffer, 1 x 5 t Koffer

    ErkundungsOffz: 1 x 0,25 t

    Chef 5. Batterie: 1 x 0,25 t

    Versorgungsoffizier: 1 x 1,5 t Koffer

    BergeTrupps (gehören zur Versorgungsbatterie, solange diese existierte): 3 Bergepanzer, nach meinem Kenntnisstand M 88.
    Weiter gehörten zur Stabsbatterie sicher noch Feldkabeltrupps und eine Erkundergruppe mit 0,25 t und Krädern.
    In der Versorgungsbatterie gab es außerdem Feldküchentrupps, Sanitätstrupps, Hauptverbandplatztrupp, Instandsetzungszug mit Kran, Instandsetzungstrupp, Wartungstrupps und Fernmeldetechnischen Trupp. Außerdem noch den Material- und Materialnachweistrupp und den bei diesem Bataillon recht umfangreichen Transportzug mit Betriebsstoff- und Munitionsfahrzeugen. Beim FlaBtl galt die Besonderheit, dass die Munition nicht beim Divisionsversorgungspunkt, sondern direkt beim Korpsversorgungspunkt oder bei Depots abgeholt wurde.

  21. Folgender Benutzer sagt Danke zu Nemere für den nützlichen Beitrag:

    Klingelhöfer (26.12.2013)

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    Vielen Dank für die Details.
    Ab wann gabs denn bei der Fla Wechselbesatzungen?
    Gabs die "nur" für Gepard und Roland oder schon früher?

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