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Thema: Sperranlagen in der Landeshauptstadt Kiel

  1. #1
    Warrior
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    Standard Sperranlagen in der Landeshauptstadt Kiel

    Ich bitte um Entschuldigung, weil ich es "quick and dirty" mache.
    Also: Wenn man sich auf Google die Satellitenaufnahme der
    Levensauer-Hochbrücke und der danebenliegenden neuen Brücke
    (Oluf-Palme-Damm) ansieht, so kann man jeweils eine schöne
    Trichtersperre erkennen. Auf der nördlichen Brückenseite sind
    insgesammt 6 Schächte zu erkennen, auf der Zufahrt zur Levensauer
    erkennt man drei Schächte. Die Schächte auf der neuen Brücke sind
    inzwischen nur noch als Teerflicken existent.
    Warum war diese Sperre derart vorbereitet? Kiel war (und ist) kriegswichtig.
    Und da schneiden die Militärs die Nachschubrichtung aus Norden ab? Immerhin
    wären da zwei Straßen und eine Bahnlinie unbenutzbar gewesen.

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  3. #2
    Wallmeister Avatar von Geograph
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    Standard Hedwig-Holzbein …

    Wenn man sich auf Google die Satellitenaufnahme der
    Levensauer-Hochbrücke und der danebenliegenden neuen Brücke
    (Oluf-Palme-Damm)
    ansieht, so kann man jeweils eine schöne
    Trichtersperre erkennen. Auf der nördlichen Brückenseite sind
    insgesammt 6 Schächte zu erkennen, auf der Zufahrt zur Levensauer
    erkennt man drei Schächte. Die Schächte auf der neuen Brücke sind
    inzwischen nur noch als Teerflicken existent.

    Vielen Dank für den Hinweis!……


    Datenbank Dokumentation Sperr-Anlagen - Projekt DOSPA

    Datenbank Dokumentation Sperr-Anlagen - Projekt DOSPA



    .
    _G.E.O.G.R.A.P.H

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  5. #3
    Cold Warrior Avatar von CampGates
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    Lächeln Teer, Bitumen und Asphalt...

    Servus miteinander,


    schon öfters bin ich hier im Forum über diesen

    ...Die Schächte auf der neuen Brücke sind
    inzwischen nur noch als Teerflicken existent...
    oder ähnliche Sätze „gestolpert“, als Straßenbauer fallen einem diese besonders ins Auge.

    Reden wir im Alltag über Straßen oder Straßenbau, haben sich in unserem heutigen Sprachgebrauch ganz unbewusst „nicht mehr zeitgemäße“ Wörter wie "TEER“,„TEEREN“ oder „TEERSTRASSE“ fest „etabliert“. Ohne hier Wortklauberei betreiben zu wollen: Diese Begriffe werden in den meisten Fällen im falschem Kontext angewendet. Ich habe überlegt, ob ich mich hier dazu äußern soll oder nicht, bin aber der Meinung, daß eine diesbezügliche „Aufklärung“ den ein oder anderen interessieren könnte; es soll aber auf keinen Fall als Kritik verstanden werden!! Daher möchte ich mir zur Begriffsabgrenzung mal eine kleine Exkursion in die Baustoffkunde bzw. in den Straßenbau erlauben, auch wenn dies etwas am hier diskutierten Thema „vorbeigeht“:

    TEER ist u. a. ein Bindemittel, welches bis in die Siebziger des vergangenen Jahrhunderts hinein (aber vor allem in der Nachkriegszeit) in der Bundesrepublik Deutschland auch im Straßenbau (z. B. zur Stabilisierung von Schottertragschichten in Verbindung mit Splitt, sog. „Einstreudecken“) Verwendung fand.

    ASPHALT ist ein Baustoffgemisch, welches hauptsächlich aus Gesteinskörnungen sowie dem Bindemittel BITUMEN besteht.

    Chemisch betrachtet sind Teer und Bitumen zwei unterschiedliche Stoffe mit völlig unterschiedlicher Herkunft: Teer ist ein Produkt aus der Stein- oder Braunkohleverarbeitung, Bitumen wird bei der Destillation von Erdöl gewonnen.

    Teer gilt heutzutage aufgrund der darin enthaltenen polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe als gesundheitsschädigender Gefahrstoff (krebserzeugend) und darf deshalb seit ca. Mitte der Achtziger in Deutschland im Straßenbau nicht mehr verwendet werden. „Findet“ man heutzutage beim Rückbau von befestigten Flächen bzw. bei Aufgrabungsarbeiten teerhaltiges Material (oft liegen mit Teer gebundene Tragschichten unter später eingebauten Asphaltschichten), muß dieser entweder als „Sondermüll“ unter hohem Kostenaufwand fachgerecht entsorgt („lukrative“ Einnahmequellen vieler Deponien) oder darf nur und in Ausnahmefällen nach aufwendiger Verfahrensweise wieder im Straßenbau verwendet werden. Die Unterschiede zwischen Bitumen und Teer kann auch ein „Nichtfachmann“ relativ leicht erkennen: Teerhaltiger Straßenaufbruch hat einen charakteristischen beißenden süßlichen Geruch der mit der Temperatur zunimmt und eine leicht bräunliche Färbung, wogegen bitumenhaltiger Asphalt in der Regel eher schwarz gefärbt ist und einen weniger „penetranten“ Geruch besitzt. Wird teerhaltiger Aufbruch mit herkömmlichen weißen Fahrbahnmarkierungsspray, so wie dieses im Straßenbau häufig eingesetzt wird, besprüht, ist innerhalb weniger Sekunden eine Verfärbung der weißen Farbe ins gelbliche zu erkennen, dieser „Effekt“ tritt beim Ansprühen von Bitumen nicht auf.

    Seit nunmehr fast drei Jahrzehnten wird in Deutschland ausschließlich Asphalt mit dem Bindemittel Bitumen für Straßenbeläge eingesetzt. „Kaltes“ Bitumen in fester Form ist gesundheitlich unbedenklich und nach dem Ausbau von bitumenhaltigem Asphalt kann dieser auch nahezu uneingeschränkt im Straßen- und Wegebau wiederverwertet werden (z. B. wird Asphaltfräsgut gerne als kostengünstige Deckschichtvariante im ländlichen Wegebau verwendet, zudem kann gebrochener Ausbauasphalt als Granulat zu einem gewissen Prozentsatz bei der Herstellung von „neuem“ Mischgut eingesetzt werden).

    Resümee: Heute werden in der Bundesrepublik Deutschland sachlich korrekt ausgedrückt Straßen oder Wege bei Verwendung des Baustoffes „Asphalt“ nicht „geteert“, sondern „asphaltiert“!

    Gruß Hagen

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  7. #4
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    Standard

    Danke für diese Aufklärung. Dennoch, solange Geräte wie Haartrockner und Trennschleifer mit den Begriffsmonopolen Föhn und Flex bezeichnet werden, werde auch ich generalisiert Teer als Bezeichnung für Straßenbelag verwenden. Schon allein weil das Wort nur aus drei verschiedenen Buchstaben besteht, schön kurz ist und jedes Kind weiss wovon geredet wird.

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  9. #5
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    Zitat Zitat von Betonkopf Beitrag anzeigen
    ...
    Warum war diese Sperre derart vorbereitet? Kiel war (und ist) kriegswichtig.
    Und da schneiden die Militärs die Nachschubrichtung aus Norden ab? Immerhin
    wären da zwei Straßen und eine Bahnlinie unbenutzbar gewesen.
    @ Betonkopf

    wie ein befreundeter Lotse und mein Ex-Schwiegervater mir damals erklärt hatten, hätte der NOK als "nasser" Panzergraben gedient, nachdem sich alle in Richtung Norden abgesetzt hatten.
    Er war als Verteidigunglinie für den Norden geacht, das südlich gelegene Gebiet war schon ar-mäßig in Friednszeiten vermessen. (iehe auch andere Threads hier im Forum)

    Diurch Sprengung einiger Brücke wie zum Beispiel Grünental solte zudem eine feindliche Nutzng des "grabens" ujnterbunden werden.

    Und im übrigen hätte sich wohl jede Sperre in Kiel bzw. die Überlegungen dazu im V-fall erledigt, da Kiel mit Sicherheit mit A-Waffen belegt worden wäre.

    Gruß
    Hendrik

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  11. #6
    Rekrut Avatar von Erk
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    Standard Neues aus Kiel

    Moin allerseits,

    neben den bereits bekannten drei Kieler Sperren an den Brücken des NOK gibt es auch noch diese Sperre hier auf der Zufahrt zur Anlegestelle einer Behelfsfähre:

    54.363542,10.081858, drei Schächte, doppelte Froschklappen (neulich dachte ich noch, in SH hätte man die nicht angelegt...weil bislang eben noch nicht gesehen, immer nur einfach). Eine Froschklappe dient übrigens als Geocache-Depot (mit Logbuch, Tauschgegenständen und was eben so dazugehört), am anderen Schacht mußte ich etwas stochern, weil beide Klappen schon zugewachsen, und am dritten Schacht noch nichts gesehen, weil ohne passendes Gerät da gewesen (und manche Spaziergänger ungeniert neugierig starren, warum ich da rumgrabe...).

    Ein Foto zeigt noch die Anlegestelle auf der nördlichen NOK-Seite.
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken

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  13. #7
    Rekrut Avatar von Erk
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    Hoppsa, entschuldigung, falsche Koordinate. Die Koordinate oben (54.363542,10.081858) war für die jetzt folgende Sperre bestimmt.
    Die Sperre oben direkt am NOK hat die Koordinate (54.360837,10.065676).

    Etwa 500 Meter südlich der westlichsten Kieler NOK-Brücke (K 27, Eckernförder Straße) befindet sich in einer Kurve eine weitere Sperre: zwei Schächte, einer auf der östlichen Fahrbahn, einer ganz am Rand des Geh-/Radwegs. Beide in einer Linie quer zur Fahrtrichtung.

    Da dort gerade eine Baustelle war, werde ich Überblicksbilder demnächst nachreichen.
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken
    Geändert von Erk (15.03.2012 um 22:41 Uhr)

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  15. #8
    Cold Warrior Avatar von Horner
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    Standard

    Moin Erk,
    erstmal Glückwunsch zu Deinen Fund ,
    zu den Froschklappen, meintest Du mit " Einfach ", das ein Metallrohr mit Gewinde als Zündvorrichtung bei den anderen Funden zu sehen war?
    Ich hatte gestern an der Straße der EÜST Orsoyerberg am Rhein auch keine Froschklappen gesehen, aber dafür 2 zugewachsene Metallrohre, die in Richtung der zurück gebauten Sprengschächte führten.

    Gruß
    Horner

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  17. #9
    Rekrut Avatar von Erk
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    Standard Nachtrag Bilder K 27 in Kurve

    Moin Horner,

    mit "einfach" meinte ich erstmal nur, daß eben eine einzige Froschklappe vorhanden ist. An der Rampe zur Anlegestelle sind es aber zwei Froschklappen pro Schacht direkt nebeneinander, was ich hier in der Gegend sonst noch nicht gesehen habe.

    Hier nun noch mehr Bilder für die oben erwähnte Stelle an der K 27 (Kurve),
    54.363542,10.081858.

    Bei dem Schacht auf der Gehwegseite eine einzelne Froschklappe entdeckt (als reines Metallrohr ohne die Betoneinfassung, ist ja auch direkt an der Böschung).

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  19. #10
    Cold Warrior Avatar von Horner
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    Standard

    Moin Erk,
    genau das meinte ich auch mit einfach, keine Einfassung mit Beton, leider war bie mir keine Klappe mehr vorhanden.
    Am Sonntag habe ich meinen Bruder dazu befragt, ob die Froschklappen eigentlich Standard waren, oder ob auch " einfach " nur mit die Regel war.
    Er sagte: Eigentlich brauchte man gar nicht die Froschklappen in Beton einfassen, da hat ein Rohr auch seinen Dienst getan. Im Grunde war es nur von Nöten, das die Zündkabel durch ein Rohr zu den Ladungen kam, der Vorteil der in Beton eingefassten Froschklappen war, das man diese besser im Gelände finden konnte und nicht so überwuchert waren.

    Gruß
    Horner

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