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Thema: "Die Schlacht um den Thüringer Wald"

  1. #1
    Cold Warrior
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    Standard "Die Schlacht um den Thüringer Wald"

    Hallo zusammen,

    weiß nicht, ob der Artikel schon bekannt ist - ich konnte jedenfalls über die Suchfunktion nichts finden.

    Anscheinend hat die NATO Dokumente freigegeben.

    http://www.otz.de/web/zgt/leben/deta...Wald-408312665

    DE
    „Viele sind hartnäckig in Bezug auf den einmal eingeschlagenen Weg, wenige in Bezug auf das Ziel“
    Friedrich Nitzsche

  2. Folgender Benutzer sagt Danke zu DeltaEcho80 für den nützlichen Beitrag:

    Nemere (25.04.2014)

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  4. #2
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    So neu sind diese Erkenntnisse auch nicht. Es gab z.B. schon ab 1952 die sog. „Contingency“-Planung der US-Streitkräfte, die bereits 1998 in einem Artikel in den "Militärgeschichtlichen Mitteilungen" dargestellt wurde.

    Diese Notfallpläne umfaßten alle Maßnahmen gegen eine erneute sowjetische Blockade der Zufahrtswege nach Berlin. Anders als 1948/49 wollte man sich nicht mehr nur auf rein defensive Maßnahmen wie die Luftbrücke beschrän¬ken, sondern die Sowjetunion durch ein Bündel abgestufter Reaktionen von der Kriegsgefahr überzeugen. Im Mittelpunkt standen dabei Überlegungen über den Einsatz einer begrenzten militärischen Streitmacht in Form von durch Kampftruppen gesicherten Versorgungskolonnen auf der Autobahn Hof – Berlin. Falls dieser Testkonvoi durch Grenzorgane der DDR oder sowjetische Truppen an der Weiterfahrt gehindert werden würde, sollte noch am gleichen Tag eine US-Division die Autobahn nach Berlin „öffnen“. Schwierigkeiten bereitete dabei die seit 1945 gesprengte Autobahn-Brücke bei Rudolphstein, die erst 1966 wieder benutzbar war. Die amerikanischen Streitkräfte hätten bei ihrer Demonstrationsfahrt erst eine längere Strecke auf der Bundesstraße 2 durch die DDR fahren müssen, um - wie der gesamte damalige Inter¬zonenverkehr - schließlich bei Hirschberg oder Blintendorf wieder die Autobahn zu erreichen. Man scheint daher bald neben der Autobahn Hof – Berlin zusätzlich die durchgehend befahr¬bare Strecke Helmstedt – Berlin in Erwägung gezogen zu haben, obwohl diese außerhalb der ursprünglichen amerikanischen Zone lag.
    Auch die Abstimmung dieser Maßnahmen mit den NATO-Verbündeten Frankreich und England, die ja ebenfalls noch Besatzungstruppen in Berlin stationiert hatten, gelang nicht zufriedenstellend. Die deutsche Bundesregierung scheint an den Konzeptionen nur informativ beteiligt gewesen zu sein, in den Einsatzplänen der Bundeswehr tauchte dieser mögliche Truppenaufmarsch im Hofer Raum zumindest auf der Durchführungsebene überhaupt nicht auf. Ein Angriff von NATO-Verbänden und der Bundeswehr als „Stahlspitze“ gegen ein blockiertes Berlin war jedoch zwischen 1960 und 1962 Thema von strategischen und taktischen Überlegungen, die Berichterstattung über diese Planungen war Teil der SPIEGEL-Titelgeschichte „Bedingt abwehrbereit“ vom 8.Oktober 1962, die dann zur sattsam bekannten SPIEGEL-Affäre und zum Sturz von Strauß als Verteidigungsminister führten.

    Literatur: Bremen, Christian: Die Contingeny Planning der Eisenhower Administration während der zweiten Berlinkrise. In: Militärgeschichtliche Mitteilungen 57 (1998), S. 117 – 147.

    Über anderweitige Überlegungen der NATO zu Gegenangriffen auf DDR-Gebiet haben wir uns schon einmal unterhalten (http://www.cold-war.de/showthread.ph...lbe+Bundeswehr ) Beitrag Nr. 45 vom 26.06.2013, 19:45
    Geändert von Nemere (25.04.2014 um 19:01 Uhr)

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  6. #3
    Cold Warrior
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    Hallo Nemere,

    ich wurde über das NVA-Forum auf diesen Artikel aufmerksam und wollte hier zumindest darauf hinweisen, dass die Info nicht verloren geht.
    Danke für deine Infos!

    DE
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  8. #4
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    Zum Thema Berlin hatte die NATO einen ständigen Stab namens "Live Oak". Dazu gibt es hier historische Dokumente als pdf online:

    http://www.nato.int/cps/en/natohq/72157.htm

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