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Thema: HQ AIRNORTH bald versiegelt

  1. #101
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    Auch der SWR berichtet auf seiner Homepage über den geplanten Alleingang der Ortsgemeinde Münchweiler:

    http://www.swr.de/landesschau-aktuel...rq1/index.html

    In dem Bericht ist ein Bild aus dem Innern der Anlage zu sehen, das zur Zeit des Rückbaus gemacht worden sein muss.
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    Standard Neuer Presseartikel

    Gemeinde will Arius-Bunker kaufen
    Rechenzentrum in Münchweiler soll ohne das Land verwirklicht werden – Umweltministerium nennt keinen Preis für das Areal
    Mainz/Münchweiler (gana). Die Pläne, in einem ehemaligen Nato-Bunker bei Münchweiler (Kreis Südwestpfalz) ein Rechenzentrum zu bauen, gehen in eine neue Runde. Die Kommune will die Immobilie vom Land kaufen und selbst vermarkten.
    Es war ein Paukenschlag beim Neujahrsempfang der 2900-Seelen-Gemeinde Münchweiler. Ortsbürgermeister Georg Denz (CDU) verkündete dort, dass er anstrebt, den Arius-Bunker zu erwerben. Nach seinen Vorstellungen soll die Gemeinde das gemeinsam mit der Verbandsgemeinde Rodalben und den Gemeindewerken Münchweiler stemmen.Die Fraktionen des Gemeinderates hätten ihm Rückendeckung gegeben, berichtet Denz. Am Dienstag tagte der Verwaltungsrat der Gemeindewerke, auch von dort gab es grünes Licht für das Vorhaben. Wenn jetzt noch der Verbandsgemeinderat und der Gemeinderat einen entsprechenden Beschluss fassen, will Denz das Land anschreiben und den Bunker kaufen.

    In den vergangenen Jahren, in denen das Land es nicht schaffte, einen Pächter zu finden, der ein Rechenzentrum in dem Bunker bauen will, hat Denz diesbezüglich das Vertrauen in die Landesregierung verloren. Er stehe immer noch in Kontakt mit ernsthaften Interessenten, sagt Denz. Der Kommunalpolitiker lässt durchblicken, dass die Unternehmen keine Lust auf die umständliche Zusammenarbeit mit den Mainzer Behörden haben. Denz kann aber nur ernsthaft mit ihnen verhandeln, wenn die Kommune Besitzer des Bunkers ist.

    „Wir wollen zunächst einmal vom Land wissen, was der Bunker kostet und ob wir uns das leisten können“, informiert der CDU-Mann. Allerdings mache er sich wenig Hoffnung: „Das Land wird aus politischen Gründen wohl gegen unseren Vorschlag sein.“ Denz beteuert, dass die Kommune selbstverständlich nicht leichtsinnig vorgehen würde. Bevor es an eine Verpachtung ginge, würde sie von den Interessenten Sicherheiten verlangen – genau wie das Land.

    Denz ist ein gestandener Kommunalpolitiker. In den vergangenen Jahren hat er einige Erfahrungen mit der Landesregierung gemacht – nicht nur die besten. Und: Er gibt sich kämpferisch. Sollte das Land den Bunker nicht verkaufen wollen, werde er dafür sorgen, dass politischer Druck auf die Verantwortlichen ausgeübt wird: „Die müssen dann erst mal begründen, warum sie den Bunker nicht verkaufen wollen.“

    Um den Bunker kümmert sich das Mainzer Umweltministerium im Auftrag des Landes. In der Tat ist die Behörde von dem Vorschlag aus der Südwestpfalz nicht gerade begeistert. Auf Anfrage der RHEINPFALZ teilt eine Sprecherin mit, dass „grundsätzlich keine Veräußerung von Waldgrundstücken“, unter denen die Bunkeranlage Arius liegt, beabsichtigt sei.

    Weiter sagt die Sprecherin: „Der Arius-Bunker könnte nur mit den darüber liegenden Waldflächen verkauft werden, damit der Betreiber Zugang hat. Die Waldflächen sind öffentliches Eigentum. Im Interesse des Steuerzahlers könnten sie nur zum Verkehrswert abgegeben werden.“ Welchen Verkehrswert diese Fläche hat, ist allerdings unbekannt. Auf weitere Nachfrage räumt die Sprecherin ein, dass für den Verkehrswert von Waldflächen im Pfälzerwald kein allgemeiner Richtwert existiere: „Deshalb können wir keine konkrete Zahl nennen.“

    Der Wert eines Waldgrundstückes setze sich aus dem Bodenwert und dem Wert des darauf stehenden Waldbestandes zusammen. Der Wert des Waldbestandes müsse von Gutachtern ermittelt werden. Er sei beispielsweise abhängig von Baumart, Wuchsbedingungen und Holzqualität. Die Werte können extrem schwanken. So schlägt ein 40-jähriger Kiefernbestand (Ertragsklasse 2, durchschnittliche Qualität) mit etwa 0,80 Euro pro Quadratmeter zu Buche. Bei 160-jährigen Eichen ist der Wert mehr als viermal so hoch. Den Richtwert für den Waldboden beziffert die Behörde auf rund 0,40 Euro je Quadratmeter. Weiter sagt die Sprecherin: „Im Wald gelegene Gewerbeflächen oder Flächen, die höherwertig genutzt werden, werden entsprechend höher bewertet.“ So liege der Bodenrichtwert für Gewerbeflächen in der Gemarkung Münchweiler bei 13 Euro je Quadratmeter.

    Der Arius-Bunker befindet sich im Staatswald. Der Bund pachtete die Fläche für militärische Zwecke. Als es nicht mehr benötigt wurde, ging das Areal im Mai 2010 an das Land zurück. Laut Umweltministerium wurde damals für die unterirdische Bunkeranlage kein Kaufpreis vereinbart. Im Gegenzug wurde auch kein Rückbau der Bunkeranlage vereinbart und daher keine Entschädigung seitens des Bundes zur Herstellung des ursprünglichen Zustandes bezahlt.
    Quelle
    Ausgabe Die Rheinpfalz - Pirmasenser Rundschau - Nr. 12
    Datum Donnerstag, den 15. Januar 2015
    Seite 12 ("Südwestdeutsche Zeitung")


    ...und hier der zugehörige Kommentar "Einwurf:"

    Einwurf
    Auf eigene Faust
    Von Andreas Ganter
    Die Landesregierung, speziell das von Ulrike Höfken (Grüne) geleitete Umweltministerium, hat sich bei der seit Jahren andauernden Diskussion um den Bau eines Rechenzentrums in der Südwestpfalz nicht mit Ruhm bekleckert. Derzeit sieht es nicht so aus, als ob der Wunsch jemals Wirklichkeit wird. Das liegt nicht zuletzt am fehlenden politischen Willen in Mainz. Der Ortsbürgermeister von Münchweiler pfeift jetzt auf die Bedenkenträger in der Landeshauptstadt. Er will das Projekt auf eigene Faust verwirklichen – gemeinsam mit zwei kommunalen Partnern. Ob das klappt, steht in den Sternen. Er ist nämlich weiterhin auf die Landesregierung angewiesen. Wenn die das Gelände nicht verkaufen will – oder astronomische Summen verlangt –, kann er das Projekt endgültig begraben.
    Quelle
    Ausgabe Die Rheinpfalz - Pirmasenser Rundschau - Nr. 12
    Datum Donnerstag, den 15. Januar 2015
    Seite 12
    Geändert von moped (17.01.2015 um 00:27 Uhr) Grund: Ergänzung des "Einwurfs"
    Das Beste an der Vergangenheit ist, dass wir alle damals jünger waren.

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    Wolfsrudel89 (18.01.2015)

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    Die kläglichen Ruinen und Überreste der Arius-Kaserne sollen dieses Jahr auch abgerissen werden.

    Arius-Kaserne wird abgerissen
    Ruppertsweiler: Asphaltflächen sollen bleiben – Förster plant natürliche Wiederbesiedelung
    von Klaus Kadel-Magin



    Noch in diesem Jahr will die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) die frühere Nato-Kaserne Ruppertsweiler komplett beseitigen. Nach jahrelangem Warten auf Käufer und andere Verwendungsmöglichkeiten für das frühere Nato-Hauptquartier wird die Fläche jetzt wieder purer Wald. Eine Entwicklung, die für den zuständigen Forstamtsleiter Theodor Ringeisen nicht schnell genug gehen kann.
    Momentan ist das Gelände am Ortsrand von Ruppertsweiler aber noch eine Spielwiese für Graffitisprayer, Vandalen und Metalldiebe. Wobei, gar so viel an Metall ist dort nicht mehr zu stehlen, und wer mit einem Wagen reinfahren will, riskiert platte Reifen, da alle Straßen voller Scherben und spitzer Gegenstände sind.Das nach einem RHEINPFALZ-Bericht im vergangenen Jahr notdürftig verschlossene Tor steht inzwischen wieder sperrangelweit offen. Abschließen wäre ohnehin nicht nötig, da der Zaun ebenfalls von einem „Verwerter“ großteils abmontiert wurde. Im Innern der Anlage haben sich Graffitisprayer ausgetobt. Fast alle Gebäude stehen ohne Dach da. Neben den Ziegeln, die mit Genehmigung der Bima abtransportiert wurden, haben andere auch das Dachgebälk großteils entfernt. Die Aluminiumfenster und Metalltüren wurden bereits vor Jahren ausgebaut.

    Übrig sind nur noch die Grundmauern und die sollen jetzt abgerissen werden, wie Thorsten Grützner von der Presseabteilung der Bonner Bima-Zentrale auf Anfrage versichert. Der Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung sei mit dem Abriss beauftragt worden, so Grützner. Nach vorbereitenden Untersuchungen, beispielsweise auf Schadstoffe in den Gebäuden, werde derzeit ein Konzept für den Abriss erstellt und ein Leistungsverzeichnis angefertigt. „Nach aktuellem Stand kann von einem Abschluss der Arbeiten im Laufe des Jahres ausgegangen werden“, meint Grützner.

    Altlasten seien nicht gefunden worden. Sobald der Abriss erledigt sei, werde das Gelände wieder an das Land übergeben, also an den Forst.

    Im für Ruppertsweiler zuständigen Forstamt Westrich freut sich Leiter Ringeisen indes schon auf die Rückgabe. „Es wäre gut, wenn das mal wirklich zu Ende geht“, zeigt sich der Forstamtsleiter auch etwas ungeduldig. Immerhin sieht es Ringeisen nicht so gerne, wenn mitten in seinen Wäldern eine quasi rechtsfreie Zone für Vandalen, Plünderer und Sprayer existiert. „Die haben alles mitgehen lassen, was einen gewissen Wert haben könnte“, so Ringeisens Beobachtung. Aus der Kaserne wird nach dem Abriss wieder ein Wald werden, wobei die Bima angekündigt habe, die asphaltierten Flächen so zu belassen, was Ringeisen gerne anders hätte. Eventuell könne der Forst die früheren Parkplätze als Lagerflächen für Holz nutzen. Der Forst sähe es jedoch lieber, wenn die Bima auch den Asphalt beseitigen würde.

    Die seit Jahren nicht mehr genutzten Anlagen haben sich nach Theodor Ringeisens Beobachtung bereits zu wertvollen Naturflächen zurückentwickelt. „Wir haben dort Heideflächen und Borstgras.“ Wenn die Bima wirklich den Abriss umsetzt, will der Forst dort keine neuen Bäume anpflanzen, sondern das Gelände in einem Talkessel der natürlichen Wiederbesiedlung überlassen. Altlasten dürften nach seiner Einschätzung keine vorhanden sein: „Das wurde Ende der 80er Jahre gebaut, da wurde kein Teer mehr verwendet.“ Die Heizöltanks seien vorschriftsmäßig geleert worden und für die frühere Fahrzeughalle habe es einen Ölabscheider gegeben.

    Die frühere Kaserne des Nato-Hauptquartiers Airnorth wurde 2005 geräumt. Bis dahin dienten die Gebäude als Zentrale für den Luftkrieg im nördlichen Gebiet der Nato. Tausende Kampfflugzeuge, 100 Luftabwehr-Raketeneinheiten, 85 Flugplätze und 18 Kontrollzentren wurden von hier aus befehligt. Aus allen Nationen der Nato kamen die Luftwaffenoffiziere, die hier Dienst taten. Die Kaserne diente jedoch nur als Befehlszentrale in Friedenszeiten. Im Ernstfall wäre die gesamte Besatzung in den atombombensicheren Bunker unter dem Ariusberg umgezogen, wo auch des Öfteren der Ernstfall geprobt wurde. Dann wären von Ruppertsweiler aus auch Atomwaffeneinsätze befohlen worden. Das Nato-Hauptquartier Airnorth ist 2005 auf das Gelände der Ramsteiner Airbase umgezogen.

    Im Fall der Realisierung des geplanten Hochsicherheitsrechenzentrums im früheren Ariusbunker gab es auch die Überlegung, Zulieferbetriebe eventuell in der früheren Kaserne anzusiedeln.
    Quelle
    Ausgabe Die Rheinpfalz - Pirmasenser Rundschau - Nr. 19
    Datum Freitag, den 23. Januar 2015
    Seite 15
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    Es wird nix, es gibt nix und es wird auch in Zukunft nix werden. Das ist meine ganz persönliche Prognose. Wie viele Konversionsprojekte sollen denn noch an die Wand gefahren werden? Sei es der "Langerkopf", wo aus der Windkraft nix wird - und aus unseren Vorschlägen natürlich auch nichts, weil man ja nicht in der Lage ist, über neuartige Vorschläge auch nur nachzudenken. Sei es der "Gräfensteinpark", das Gelände des früheren US-Militärkrankenhauses, das von einem glorreichen Investor vermurkst wurde oder sei es schließlich die Ariuskaserne, die bei Auszug der NATO in Top-Zustand war, aber über Jahre des Hickhack, der gelebten Inkompetenz und völliger Fantasielosigkeit sämtlicher Entscheidungsträger zum Lustobjekt beknackter Vandalen und zur Materialquelle professioneller Kabeldiebe wurde.
    Der Bunker selbst steht leer und steht immer noch leer und wird weiter leer stehen. Wie die Karnickel auf die Schlange starren die Kommunalpolitiker auf die IT-Gaukler und Pseudoinvestoren, die ihnen schöne Figuren aufs Papier malen und Hochglanzpräsentationen herunterbeten - aber in der Praxis vollkommen versagen. Neue Arbeitsplätze? Fehlanzeige. Gewerbesteuereinnahmen? Kompletter Blödsinn!
    Unser Vorschlag, mit geringen Mitteln der Bevölkerung den Rüstungswahn der 80er Jahre zu zeigen und damit Interessierte anzulocken, die dann beim Wiederauftauchen aus der Unterwelt sehr wohl die Schönheit des Pfälzerwaldes entdecken können und wollen, wird mit nachsichtigem Lächeln kommunalpolitisch Verantwortlicher als "gut gemeint, aber nicht gewünscht" abgetan.
    Und so zeigen unsere Größen vor Ort genauso wie die grün-roten in Mainz, was sie können: reden und vernebeln. Aber realisieren, umsetzen, anpacken - das sieht anders aus.
    Vielleicht ist das hier schon die Grabrede für den NATO-Bunker Ruppertsweiler. Wer weiß...
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    anton28 (21.03.2015), ed22ful (17.03.2015), Firefighter (18.03.2015), moped (19.03.2015), Rex Danny (17.03.2015), Traumaretter (01.05.2015), Wolfsrudel89 (17.03.2015)

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  12. #105
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    Am 10.04.2015 stand in der Rheinpfalz folgender Artikel:

    „Vertane Chancen für die Region“
    MÜNCHWEILER/RUPPERTSWEILER: Nato-Kaserne verschwindet in zweiter Jahreshälfte – Denz und Föller halten Abriss nun für richtig

    Noch in diesem Jahr wird die frühere Nato-Kaserne bei Ruppertsweiler dem Erdboden gleichgemacht. Im Frühling 2016 kann dann die Natur wieder Besitz von dem Areal ergreifen, wo dereinst der Dritte Weltkrieg inklusive Atomwaffeneinsatz geübt wurde. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) bereitet derzeit die Ausschreibung für den Abriss vor, der in der zweiten Jahreshälfte erfolgen soll. Die Bima sei momentan mit dem Leistungsverzeichnis des Abrisses beschäftigt, erläuterte Thorsten Grützner von der Bima-Pressestelle in Bonn. Anschließend werde der Rückbau ausgeschrieben. Frühestens Mitte Juli könnten dann die Bagger in dem Talkessel bei Ruppertsweiler anrücken, schätzt der Bima-Sprecher. Zu den Kosten des Abrisses konnte Grützner noch keine Angaben machen. „Da ist nichtsmehr zu gebrauchen“, urteilt Georg Denz, Bürgermeister der Gemeinde Münchweiler, auf deren Gemarkung das Kasernengelände liegt. Der Forst sei schon immer für den Abriss gewesen und so wie die Anlage derzeit dastehe, sei dies wohl die vernünftigste Lösung, so Denz’ Einschätzung. Der Ortschef Münchweilers verhehlt jedoch nicht, dass er vor zehn Jahren beim Abzug der Nato- Offiziere ganz andere Pläne mit den Kasernenbauten hatte. „Da war noch alles wie neu“, erzählt Denz. Die Bima habe allerdings anfänglich zu hohe Summen für das Areal gefordert und nachdem die Jahre ins Land gegangen sowie Vandalen sich mächtig dort ausgetobt hatten, sei die Anlage zu verkommen für eine Vermarktung gewesen. „Das ist überall das gleiche bei den Konversionsgebieten“, klagt der Münchweilerer Bürgermeister über seiner Meinung nach vertane Chancen für die Region. Das sieht sein Amtskollege aus Ruppertsweiler, Hans Föller, ganz genauso. „Die Anlage war in einem sehr guten Zustand. Da war alles da und man hätte das gut anders nutzen können“, meint Föller und verweist auf kurz vor dem Nato-Abzug renovierte Anlagenteile. „Die Kaserne hätte viel besser gesichert werden müssen. Das ist wirklich traurig, wie das verkommen ist“, meint der Ortschef Ruppertsweilers. Ideen für Alternativnutzungen seien vorhanden gewesen, meint Föller und verweist auf Pläne für eine Jugendherberge oder ein Tagungszentrum. „Wir hatten nur den Ärger mit der Kaserne“, grollt der Ruppertsweilerer, der jedoch inzwischen den Abriss als dringend geboten sieht. „Das ist jetzt richtig gefährlich da drin. Jugendliche werden von den Ruinen angezogen“, so Föllers Beobachtung. Nach einem RHEINPFALZ-Bericht im Januar, in dem auch angemerkt worden war, dass die Eingangstore sperrangelweit offenstehen, wurde das Tor inzwischen wieder mit einer Kette verschlossen. Unbekannte lagern nun allerdingsMüll vor demTor ab. (kka)
    KOMMENTAR
    VON KLAUS KADEL-MAGIN
    Was vergessen? Auf dem Gelände des Nato-Hauptquartiers sollte ein nicht störender Rest verbleiben, der als Mahnmal für den Frieden genutzt werden kann. Bei dem jetzt zum Abriss anstehenden früheren Nato-Hauptquartier Airnorth handelt es sich nicht um irgendeine frühere Militärliegenschaft, deren Verschwinden keinen juckt. Hier wurde jahrzehntelang der Dritte Weltkrieg inklusive Atomwaffeneinsatz geübt. Luftwaffeneinsätze mit tausenden Kampffliegern, Bombern und Raketen sollten im Ernstfall von Ruppertsweiler aus dirigiert werden. Städte und ganze Landstriche wären auf Befehl aus dem Wald am Ariusberg heraus ausradiert worden. Mit dem Abriss verschwinden die letzten Zeugen einer Militärdoktrin, die kein Maß kannte, auch wenn die Liegenschaft bei den umliegenden Anwohnern eher positiv gesehen wurde, wegen der zivilen Arbeitsplätze und der Wirtschaftskraft der dort arbeitenden Offiziere. Die gesamte Anlage als Mahnmal zu erhalten, wäre wohl viel zu teuer geworden. Ein Rest sollte aber stehenbleiben, der zusammen mit einer Schautafel und Fotos zum Gedenken und zur Mahnung dienen kann. Zumal zu befürchten ist, dass erneut eine Phase der Hochrüstung ansteht.
    Quelle: Die Rheinpfalz Nr. 83, "Pirmasenser Rundschau", FREITAG, 10. APRIL 2015



    Eine kleine Anmerkung:

    Die folgenden Stellen
    wo dereinst der Dritte Weltkrieg inklusive Atomwaffeneinsatz geübt wurde
    Städte und ganze Landstriche wären auf Befehl aus dem Wald am Ariusberg heraus ausradiert worden.
    in den Texten sind inhaltlich falsch. Aus dem Kasernengeländer heraus, wären diese Befehle nicht gegeben worden, dies wäre aus dem, ein paar hundert Meter weiter gelegenen Bunker unter dem Ariusberg, der Ruppertsweiler Underground Facility (RUF) erfolgt. Auf dem Kasernengelände war nur Verwaltung und Unterkunft für die RUF. Die Central Army Group (CENTAG) und Fourth Allied Tactical Air Force (4 ATAF), die Kriegshandlungen gesteuert hätten, wären im Verteidungsfall von ihren Quartieren in Heidelberg bzw. Ramstein in die RUF eingezogen.
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    Weiter geht es mit einem Artikel aus der heutigen Rheinpfalz:

    Infotafeln ja, Wachhaus nein
    RUPPERTSWEILER/MÜNCHWEILER: Verein „area 1“will an Nato-Hauptquartier erinnern

    Das frühere Nato-Hauptquartier Airnorth bei Ruppertsweiler wird nicht komplett verschwinden, auch wenn in diesem Jahr die Abrissarbeiten beginnen. Zumindest eine Infotafel will der Verein „area 1“ im Wald installieren, um die Geschichte des Ortes und die Strukturen des ehemaligen Nato-Stützpunktes darzustellen. Der Verein könnte sich auch den Erhalt des Wachhauses am Eingang vorstellen. Das lehnt jedoch der Forst als Eigentümer ab. Aufgrund des RHEINPFALZ-Berichtes zum geplanten Abriss der oberirdischen Kasernenanlage hat sich Jürgen P. Rubeck, der Vorsitzende von „area 1“ gemeldet. Der Verein kümmert sich um die Reste des früheren US-Lagers bei Fischbach. Dort werden im Frühsommer Informationstafeln zur Geschichte des Depots aufgestellt, erklärt Rubeck und äußerte das Interesse des Vereins, ähnliches auch bei Ruppertsweiler zu tun. Voraussetzung sei die Genehmigung durch die Forstverwaltung und die Unterstützung der Ortsgemeinden Ruppertsweiler und Münchweiler, so Rubeck weiter. Die Verantwortlichen seien von ihm angeschrieben worden. „Wir möchten ein sang- und klangloses Verschwinden der Relikte der gewaltigen historischen Periode des Kalten Krieges, die unsere Region nachhaltig prägte, verhindern und bieten deshalb unsere Zusammenarbeit an“, sagt Rubeck. Beim derzeitigen Verwalter der Liegenschaft mit dutzenden Gebäuden im Wald bei Ruppertsweiler, der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) in Bonn, steht man den Wünschen von „area 1“ neutral gegenüber. Die Bima sei vertraglich verpflichtet, die Gebäude komplett abzureißen, erklärt Thorsten Grützner von der Pressestelle der Bima. „Über eine mögliche Abweichung vom Umfang der Rückbaumaßnahmen kann daher grundsätzlich nur das Bundesland entscheiden. Über den weiteren Umgang mit dem Areal entscheidet ausschließlich die Eigentümerin“, so Grützner. Im Klartext: Wenn der Forst als Eigentümer damit einverstanden wäre, würde die Bima auch dasWachhaus stehen lassen. „Ich möchte generell keine Reste im Wald haben“, stellt jedoch Theodor Ringeisen, Leiter des zuständigen Forstamts Westrich, klar. Gerade das Wachhaus habe in der Vergangenheit sehr dubiose Menschen angelockt, wie man an den Einschusslöchern im Panzerglas des Gebäudes sehen könne. Nach Ringeisens Einschätzung seidortmehrmalsmitheftigem Beschuss, die Widerstandsfähigkeit des Panzerglases ausgetestet worden. „Da wurde intensiv darauf geschossen“, so Ringeisen. Infotafeln stehe er jedoch sehr aufgeschlossen gegenüber, betonte der Forstamtsleiter. Wobei er eine Installation in der Nähe des einstigen Bunkereingangs für sinnvoller erachten würde. Dort seien schließlich die spektakuläreren Anlagenteile gewesen. Ganz und gar wollte Ringeisen auf Anfrage der RHEINPFALZ eine Nutzung desWachhauses für Dokumentationszwecke nicht ausschließen. Allerdings will der Forstamtsleiter geklärt haben,wer für die Kosten der Sicherung des Hauses und eventuelle Schäden durch Vandalen aufkommt. Aus dem Forstetat könne er das Geld nicht nehmen. „Wenn die Denkmalpflege die Anlage sichert, kannsie das gerne tun. Dann kann man darüber reden“, so Ringeisen, der grundsätzlich auch für eine Art Denkmal an der Stelle des früheren Nato-Hauptquartiers ist. „Die Idee finde ich nicht schlecht. Aber wer kommt dafür auf?“, fragt Ringeisen. (kka)
    Quelle: Die Rheinpfalz Nr. 93, "Pirmasenser Rundschau", MITTWOCH 22. APRIL 2015
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    Laut heutigem Bericht in der Pirmasenser Zeitung laufen jetzt die Abrissarbeiten in der Ariuskaserne und sollen im April 2016 abgeschlossen sein:

    Quelle: PZ Online Artikel vom 07.12.2015: Ehemalige Militäranlagen fallen wieder an die Natur zurück
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    Münchweiler, Kreis Südwestpfalz
    Bunker wird voraussichtlich leer bleiben
    Das Land sieht keine Chancen mehr, den ehemaligen Nato-Bunker in der Nähe von Münchweiler in der Südwestpfalz zu vermarkten. Auch Ortsbürgermeister Denz geht nicht davon aus, dass der Bunker in absehbarer Zukunft zivil genutzt werden kann. Der Münchweilerer Ortsbürgermeister Denz sagte, es gebe in Sachen Arius- Bunker zu viele Stellen, die mitzureden hätten. Darunter ist nicht nur seine Gemeinde, auf deren Gelände der Bunker gebaut ist, sondern auch das Land als Eigentümer, sowie die Verbandsgemeinde Rodalben und der Landkreis Südwestpfalz. Die Bitte von Denz, dass seine Gemeinde den Bunker allein vermarkten darf, hatte das Land abgelehnt. Nach Angaben des Umweltministeriums gibt es keinen geeigneten Investor. Bis auf Weiteres soll es auch keine Versuche mehr geben, den Bunker bei Münchweiler zu vermarkten. Lange Zeit hatte es Pläne gegeben, dort ein Rechenzentrum einzurichten. Diese waren aber gescheitert, weil ein Investor die Pacht nicht bezahlt hatte.
    Quelle: Website des SWR 16.12.2015
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    Nato-Kaserne ist bald Geschichte


    RUPPERTSWEILER: Abriss der ehemaligen Militäranlage fast beendet – Interessengemeinschaft „area1“ will Geschichte pflegen


    Von Klaus Kadel

    Die frühere Nato-Kaserne bei Ruppertsweiler ist beinahe Geschichte. Der Abriss ist fast komplett erledigt. Ein von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) beauftragtes Unternehmen hat alle Gebäude dem Erdboden gleichgemacht, auch das frühere Wachgebäude am Eingang, das der Verein „area1“ als Erinnerung an die Natozeiten gerne erhalten gesehen hätte. Bis zu 700.000 Euro wird der Abriss der Kaserne kosten.
    Bis Ende Mai, so hofft Bima-Sprecher Thorsten Grützner, seien die Arbeiten zum Abriss fertig. Die Kosten dafür bezifferte Grützner auf 650.000 bis 700.000 Euro. Die Gebäude werden auf Kosten des Bundes abgerissen. Ob die Nato eventuell eine Pflicht hat, Kosten zu erstatten, werde noch geprüft. Ansonsten erfolge die Abwicklung nach Vereinbarungen zwischen Nato und Bund.Der Abriss wurde unter anderem wegen vorhandener Altlasten so kostspielig. Die beim Bau üblichen Materialien wie Asbestwellplatten und Klebstoffe mit Polyaromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) seien gefunden worden. Die gefährlichen Baustoffe seien den Richtlinien gemäß ausgebaut und entsorgt worden, versicherte der Bima-Sprecher. Vor Ort warnten Hinweisschilder vor dem Betreten des Geländes. Der Zugang war auch mit einer Kette gesichert gewesen, wobei direkt daneben der Zaun von Unbekannten aufgeschnitten wurde.

    Das Gelände soll wieder komplett Natur werden, so die Vorstellung von Forstamtsleiter Theodor Ringeisen, in dessen Zuständigkeit die Liegenschaft wieder fällt, wenn die Bima mit den Aufräumarbeiten fertig ist. Der Zaun werde dazu wieder komplett entfernt und die versiegelten Flächen sollten wieder von Beton und Asphalt befreit werden. Wenn das nicht im Zuge des Abrisses passiere, wolle der Forst die Entsiegelung als Ausgleich für Neuversiegelungen anbieten, wie sie beispielsweise für Fundamente von Windrädern nötig sind. Für die dort neu versiegelte Fläche kann dann ein Investor als Ausgleich die entsprechenden Quadratmeter in der Kaserne entsiegeln. Eventuell könne eine kleine Fläche als Lagerplatz für Holz genutzt werden, meint Ringeisen. Das sei aber noch nicht entschieden. Die Kasernenfläche dürfte eine wertvolle Ergänzung zum umliegenden Wald werden. Es haben sich laut Ringeisen schon schöne Heiderasenflächen gebildet.

    Die frühere Nato-Kaserne beherbergte bis zu 400 Offiziere und Soldaten der Nato-Luftstreitkräfte. Dort wurde in Friedenszeiten der Luftkrieg über Europa und Nordafrika simuliert – inklusive dem Einsatz von Atomwaffen. Im Ernstfall hätte die Truppe die unterirdischen Bunkeranlagen aus Wehrmachtszeiten am anderen Ortsende von Ruppertsweiler bezogen. Das Nato-Hauptquartier „Airnorth“ zog 2005 auf das Gelände der Airbase bei Ramstein um. Seitdem stand die Kaserne leer und war schnell von Vandalen verwüstet worden.

    Im Zuge der Planungen für ein Hochsicherheitsrechenzentrum in den unterirdischen Bunkern des Nato-Hauptquartiers war auch an eine Nutzung der Kaserne für Zulieferbetriebe gedacht worden.

    Zur Sache: Interessengemeinschaft „area1“ will Bunker touristisch nutzen


    Die Ankündigung der Kreisverwaltung, den früheren Nato-Bunker bei Ruppertsweiler endgültig zubetonieren zu lassen, hat die Interessengemeinschaft „area1“ mobilisiert. In einem Schreiben an Landrat Hans Jörg Duppré schlägt der „area1“-Vorsitzende Jürgen Rubeck eine touristische Nutzung des Relikts aus der Zeit des Kalten Krieges vor. Teilweise sollten auch Führungen im Bunker möglich sein, so Rubeck, der den Nato-Bunker als Teil eines Gesamtkonzepts zusammen mit den Überresten des Fischbacher Depots sieht.

    Nach dem erneuten Einbruch von Unbekannten in dem mit einer Stahltür gesicherten Bunker über den früheren Eingang im Fresstal beim Beckenhof will die Kreisverwaltung die endgültige Sicherung des Bauwerks mit einer massiven Betonplombe zügig angehen. Angebote dazu seien schon eingeholt worden (wir berichteten). Alle anderen früheren Eingänge wurden bereits 2005 mit Betonplomben und Erdanschüttungen versiegelt und sind heute kaum noch auffindbar.

    „Wir sind der Meinung, dass wir ein solches einmaliges Bauwerk nicht einfach zubetonieren dürfen“, meint jedoch Rubeck, der die mehrere hundert Meter lange Bunkeranlage lieber touristisch genutzt sähe. Wenigstens sollte offen darüber diskutiert werden, fordert Rubeck. Die Interessengemeinschaft „area1“ will die bis zu zehn Meter hohen Stollen nicht für einen Militärtourismus genutzt wissen, sondern bei historisch interessierten Ausflüglern mit der Anlage einen Nutzen generieren. „Keiner der in der Westpfalz gleich mehrfach vorhandenen Westwallstollen ist in einer Art und Weise erweitert und ausgebaut worden wie das Kriegshauptquartier Ruppertsweiler“, so Rubeck. Das darin vorgesehene Nato-Hauptquartier Airnorth sei für die Führung von hunderttausenden Soldaten in einem Nuklearkrieg vorgesehen gewesen. Rubeck will zumindest den Versuch unternommen wissen, die Anlage einer touristischen Nutzung zuzuführen, zumal Ausflugslokale wie der Beckenhof nicht weit entfernt seien und eine Anbindung an die B 10 auch vorhanden sei.

    An einem runden Tisch könnten vor einer endgültigen Sicherung der Anlage Ideen gesammelt und diskutiert werden und möglicherweise auch eine externe Expertise hinzugezogen werden. Hierzu könnten auch Fachleute vom Museum des Ahrtalbunkers sowie frühere Soldaten und Mitarbeiter der Ruppertsweilerer Anlage selbst mitarbeiten. „Es wäre ein unverzeihlicher Fehler, dieses Relikt einer bewegenden Epoche ungenutzt zu lassen“, so Rubeck.

    Landrat Hans Jörg Duppré signalisierte auf das Schreiben von Rubeck Gesprächsbereitschaft und will sich mit ihm treffen, wie die Pressestelle der Kreisverwaltung auf Nachfrage mitteilte. „Unabhängig vom Ausgang dieses Gesprächs muss der Arius-Bunker zeitnah verkehrssicher verschlossen werden“, fügte Pressesprecherin Ulla Eder noch hinzu. Außerdem sei es nicht allein die Entscheidung der Kreisverwaltung, wie mit dem Bunker zu verfahren sei. Eigentümer sei immerhin der Landesforst.

    Dessen Träger, das Mainzer Umweltministerium, verweist darauf, dass „area1“ sich bereits im Interessenbekundungsverfahren der Kreisverwaltung um eine künftige Nutzung der Bunker als Museum beworben habe, teilte die Ministeriumssprecherin Heike Spannagel mit. Und weiter: „Im Hinblick auf die kommunalen Erwartungen an eine sinnvolle und auch wertschöpfende Nutzung der Bunkeranlage wurde eine solche Nutzung als nicht zielführend gewertet.“

    Im Klartext: Wegen der Hoffnungen auf eine Nutzung als Hochsicherheitsrechenzentrum oder andere lukrative Projekte war damals die Initiative von „area1“ abgelehnt worden. Diese privatwirtschaftlichen Ideen haben sich jedoch inzwischen alle zerschlagen. (kka)
    Quelle:
    Ausgabe Die Rheinpfalz - Pirmasenser Rundschau - Nr. 80
    Datum Mittwoch, den 6. April 2016
    Seite 21
    Sonderwaffenlager Fischbach bei Dahn
    Interessengemeinschaft „Area 1" militärgeschichtlicher Verein e.V.
    www.ig-area-one.de

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    Der Abriss der Arius-Kaserne ist mittlerweile seit einigen Monaten abgeschlossen. Der Zaun wurde auch komplett zurückgebaut und die Zufahrt ist mittlerweile mit einem großen Sandstein versperrt.
    So sieht das Gelände heute aus der Luft aus.
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken
    Sonderwaffenlager Fischbach bei Dahn
    Interessengemeinschaft „Area 1" militärgeschichtlicher Verein e.V.
    www.ig-area-one.de

  26. Folgende 3 Benutzer sagen "Danke" zu Firefighter für den nützlichen Beitrag:

    matrix (23.02.2017), Rex Danny (14.02.2017), Wolfsrudel89 (14.02.2017)

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