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Thema: Büchervorstellungen

  1. #1
    Cold Warrior Avatar von Nemere
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    Standard Büchervorstellungen

    Ich greife den hier http://www.cold-war.de/showthread.ph...B%C3%BCcher%29
    gemachten Vorschlag für ein Dauerthema „Büchervorstellungen“ auf und beginne mit einer Vorstellung:

    Deinhardt, André: Panzergrenadiere im Kalten Krieg: die Geschichte einer Truppengattung zwischen "Massive Retaliation" und "Flexible Response" 1960 bis 1970, (Sicherheitspolitik und Streitkräfte der Bundesrepublik Deutschland, 11) München 2012.

    Diese Buchreihe wird vom Militärgeschichtlichen Forschungsamt bzw. dessen Nachfolgeorganisation herausgegeben, was für eine hohe Qualität bürgt.
    Das Buch ist eine Dissertation der Universität der Bundeswehr München und beschreibt die Entwicklung, Organisationsformen und Einsatzgrundsätze der Panzergrenadiere der Bundeswehr in den Heeresstrukturen 1 bis 3. Zum Inhalt siehe das beigefügte Inhaltsverzeichnis.
    Aufgelockert ist das Buch durch zahlreiche Grafiken und Übersichten, von denen ich ebenfalls zwei beigefügt habe.
    Um keine falschen Vorstellungen zu wecken: Das Buch befasst sich NICHT mit der Geschichte einzelner Bataillone!

    Ich würde mir wünschen, das auch zu den anderen Truppengattungen Bücher in solcher Qualität entstehen würden, bisher gibt es mit Ausnahme der Panzertruppe und der frühen Jahre der Fernmelder noch nicht sehr viel in dieser Richtung.
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken

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  3. #2
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    Avatar von Rex Danny
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    Wie gewünscht, habe ich das Thema oben festgehalten, damit zukünftig nicht mehr lange gesucht werden muß, um Neueinträge vornehmen zu können.

    Grüße


    Rex Danny

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  5. #3
    Cold Warrior Avatar von DeltaEcho80
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    Ich habe das Buch ebenfalls im Regal stehen.

    Sehr interessant und informativ, kann ich nemere nur beipflichten.
    „Viele sind hartnäckig in Bezug auf den einmal eingeschlagenen Weg, wenige in Bezug auf das Ziel“
    Friedrich Nitzsche

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  7. #4
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    Wagner, Armin / Uhl, Matthias: BND contra Sowjetarmee - westdeutsche Militärspionage in der DDR, (Militärgeschichte der DDR 14) , Berlin 2007.
    Auch als Sonderauflage bei der Bundeszentrale für politische Bildung erschienen (Schriftenreihe Band 658, Bonn 2007).

    Beschreibt anhand freigegebener Akten der Organisation Gehlen und des Bundesnachrichtendienstes die Arbeit des Bundesnachrichtendienstes in der DDR zwischen 1945 und 1970. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Aufklärung der sowjetischen Stationierungskräfte (GSBT / GSSD). Es werden die Schwierigkeiten der geheimdienstlichen Arbeit in einem totalitären Staat thematisiert, ebenso die Spionageabwehr durch das MfS. Im Anhang finden sich Auszüge aus Originalakten, z.B. zu Stationierungsübersichten und Ausstattung der 8. Gardearmee um 1971.

    Nähere Informationen zu diesem Buch hier:
    https://books.google.de/books?id=OE5...tarmee&f=false

    http://www.hsozkult.de/publicationre...ezbuecher-9799

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  9. #5
    Cold Warrior Avatar von Hoover
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    https://www.amazon.de/Massive-Retali...ve+retaliation

    "Massive Retaliation"
    Dokumentation der US Planungen zur Nuklearen Kriegsführung 1950 - 1985
    Das Buch ist eher ein Abdruck und eine Erklärung der ehemals geheimen Akten zu den Einsatzpänen, mit Zielen, Einsatzmitteln etc.
    Sehr heftig, wenn man amtlich liest, dass 1972 als Ziel bei einem Nuklearschlag 30 % der sowjetischen Polpulationn und 70% der industirellen Kapazität zu vernichten und man dazu über gesamt 3200 Sprengköpfe verfügte. Zusätzilch dazu wurden 600 Sprengköpfe für China eingeplant.
    Die letzte Überarbeitung fand 1980 statt und ist nicht mehr so detailliert wie die von 1972 und davor. Man hätte einfach die Sowjetunion ausgelöscht.

    Interessantes Buch, gerade die Änderungen von den SAC-Angriffen in den 50ern zu den ICBM-Angriffen ab den 60er Jahren mit den Zahlen der Einsatzmittel geben Faktenfutter.

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  11. #6
    Cold Warrior Avatar von B206
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    Bedauerlich das letztgenanntes Buch nicht in der hier üblichen Sprache verfügbar ist.

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  13. #7
    Cold Warrior
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    Bei allem Verständnis - aber wenn man sich mit der Planung nuklearer Kriegführung zur Zeit des Kalten Krieges befasst, wird man um gewisse Englischkenntnisse nicht herumkommen. Die Masse der - brauchbaren - Literatur zu diesem Thema und vor allem die Quellen (soweit sie den veröffentlicht sind) stammen nun mal aus den USA. Kaum ein Verlag wird bei dem absehbar geringen Leserkreis das Risiko einer ÜBersetzung ins Deutsche eingehen.

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  15. #8
    Cold Warrior Avatar von Hoover
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    Zum Glück habe ich (ohne zu protzen) sehr gute Englischkenntnisse, und etwa drei Viertel meiner 1200 Bücher zur Militärgeschichte sind alle in Englisch. Die meisten Bücher gibt es nur auf Englisch, weil sich meist eine Übersetzung nicht lohnt für die Verlage.

    Gerade dieses hier würde sich sicher nur eine Handvoll Male in Deutschland verkaufen. Ähnlich mit den Büchern zum Thema Indochina, Korea und Vietnam etc.

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  17. #9
    Cold Warrior Avatar von B206
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    Zitat Zitat von Nemere Beitrag anzeigen
    Bei allem Verständnis - aber wenn man sich mit der Planung nuklearer Kriegführung zur Zeit des Kalten Krieges befasst, wird man um gewisse Englischkenntnisse nicht herumkommen.
    Wenn ich dieser für sich alleine gestellten Argumentation folge dann sollte man das auch auf die russische Sprache erweitern. Wie steht es bei dir so mit den russischen Sprachkenntnissen? Nicht nur im englischen Sprachraum gab es Nuklearwaffen, die gab es auch, und das ist bekannt, in der Sowjetunion. Doch was bedeutet das jetzt? Sind jetzt russische Sprachkenntnisse notwendig um sich mit der nuklearen Kriegführung der Sowjetunion zu beschäftigen?

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  19. #10
    Cold Warrior
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    Ich glaube nicht, das besonders viel zur russischen nuklearen Strategie in russischer Sprache veröffentlicht wurde. Man hält sich dort, soweit ich das beurteilen kann, recht bedeckt. Grundsätzlich tritt aber hier das gleiche Problem auf wie bei den USA: Wenn derartige Bücher oder Quellen in russischer Sprache veröffentlicht werden, wird sich kaum ein deutscher Verlag bei dem zu erwartenden geringen Interesse bereit finden, diese Werke übersetzen zu lassen und in Deutsch herauszubringen. Es lohnt sich einfach ökonomisch gesehen nicht. Wer so etwas lesen will, muß entweder Russisch können oder jemanden kennen, der gut genug Russisch kann.
    Meine Russischkenntnisse reichen dazu sicher nicht aus, allerdings ist mein Interesse an sowjetischer Nuklearstrategie bzw. an Nuklearwaffen überhaupt, marginal bis nicht vorhanden.

    Auch verstehe ich Deinen Satz von der "für sich alleine gestellten Argumentation" nicht. Sobald man bei der Beschäftigung mit Geschichte in jeder Hinsicht tiefer in die Materie einsteigt und anfängt, sich neben der veröffentlichten Literatur, mit den Quellen zu beschäftigen, wird man in vielen Fällen nicht darum herumkommen, sich bestimmte Sprach-Kenntnisse oder Grundlagen anderer sog. "Hilfswissenschaften" zu verschaffen. Wer sich mit alten Urkunden oder Kirchenbüchern befasst, braucht sehr schnell Lateinkenntnisse, wer sich mit Aktenmaterial der Neuzeit abgibt, tut gut daran, sich Grundkenntnisse der Akten- und Dokumentenkunde anzueignen. Genauso ist es eben auch mit fremdsprachlichen Quellen.
    Man muss sich eben darüber im klaren sein, dass man immer nur einen minimalen Bruchteil des vorhandenen Wissens nutzen kann, u.a. eben wegen der vorhandenen Sprachprobleme.

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