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Thema: Artikel auf hessenschau.de

  1. #1
    Cold Warrior Avatar von vizekonteradmiral
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    Standard Artikel auf hessenschau.de

    Die Gullydeckel des Kalten Krieges - Bundeswehr lässt Sprengschächte verfüllen
    http://hessenschau.de/panorama/die-g...swehr-100.html
    Und deshalb ... äh ... haben wir uns dazu entschlossen, heute ... äh ... eine Regelung zu treffen, die es jedem Bürger der DDR möglich macht, ... äh ... über Grenzübergangspunkte der DDR ... äh ... auszureisen.
    G.Schabowski, 9.11.1989

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    DeltaEcho80 (28.08.2016), Farang (27.08.2016), Hildesheim (28.08.2016)

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  4. #2
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    Und wieder einmal heißt es:

    "Im Kriegsfall wären diese Wallmeister herausgefahren, hätten die jeweils drei über Zündleitungen verbundene Schächte einer Straße rasch mit TNT gefüllt, um dann von Sprengkästen aus mächtige Explosionskrater zu produzieren".

    Sachlich nicht ganz korrekt, oder?
    „Viele sind hartnäckig in Bezug auf den einmal eingeschlagenen Weg, wenige in Bezug auf das Ziel“
    Friedrich Nitzsche

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  6. #3
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    Das ist wieder so ein typischer Bericht von Journalisten der heutigen Zeit.

    Erst denkt man, das ist aber ein gut verfasster Bericht und am Ende kommt dann wie fast immer der dicke Knaller der totalen Unwissenheit.

    Komisch an den Journalisten ist doch, daß sie alle sehr viel über das Internet recherchieren. Warum machen sie sich dann nicht auch bspw. bei uns oder Geschichtsspuren, wo ja nun ein hervorragender Bericht über Sperranlagen und Wallmeister eingestellt ist, schlau, bevor sie anfangen, so einen Mist zu schreiben. Aber wehe, irgend jemand trifft mal eine Aussage, dann drehen dir diese Damen und Herren glatt das Wort im Munde um. Fehler dürfen offensichtlich nur diese Herrschaften machen.

    Grüße


    Rex Danny

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  8. #4
    Cold Warrior Avatar von Nemere
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    Zitat Zitat von DeltaEcho80 Beitrag anzeigen
    Schächte einer Straße rasch mit TNT gefüllt
    Vor allem "rasch" mit TNT gefüllt. Für eine Sperre mit drei Sprengschächten zu je 500 kg waren für eine Pioniergruppe in Stärke 1/8 mindestens 2 Stunden angesetzt. Darin ist nicht inbegriffen die Zeit für den Antransport der Sprengmittel. Von der zusätzlichen Zeit, wenn z.B. im Winter die Sprengschachtdeckel eingefroren waren und/oder eventuell bei Sprengschächten auf Nebenstraßen oder Waldwegen noch Schnee und Eis entfernt werden musste, gar nicht zu reden.
    (Quelle:
    Arbeitsblätter Pioniertruppe der Offizierschule des Heeres, bearbeitet nach
    - „Zahlenangaben für die Lösung von Pionieraufgaben“ (Einzelanweisung für die Ausbildung der Pioniertruppe 2/1972).
    - HDv 700/112 Sperreinsatz - Pioniere und Kampftruppen.

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    DeltaEcho80 (30.08.2016), klaus_erl (30.08.2016), Rex Danny (29.08.2016)

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  11. #5
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    Ich "durfte" das Laden einer Trichtersperre während meines Grundwehrdienstes mehrfach üben. Unter guten Bedingungen (unsere bevorzugt zum Üben genutzte Sperre befand sich auf einem asphaltierten Parkplatz, der durch eine Trassenoptimierung der Straße entstanden war) ließen sich mit einer eingespielten Mannschaft die 2h leicht einhalten. Kamen behindernde Umstände dazu konnte es schnell viel länger dauern. Ich erinnere mich an eine Übung, da hatte jemand die Schrauben der Schächte vorher mittels Bitumen zugekleistert. Das Zeug rauszukratzen um den Schlüssel ansetzen zu können hat allein rund eine halbe Stunde gekostet.

    Klaus

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    DeltaEcho80 (30.08.2016), Nemere (30.08.2016)

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  14. #6
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    Da sieht man wieder mal - ohne jetzt dem verantwortlichen Journalisten einen Vorwurf machen zu wollen - das viel an Zeitzeugen-Wissen verloren geht.

    Einfach schon dadurch, dass die nachwachsenden Generationen unter völlig anderen Umständen aufwachsen.
    Ich hab mich neulich mit einer Arbeitskollegin, Baujahr 1993 unterhalten - Grenze, DDR, kalter Krieg - die hat mich angeschaut wie ein Auto.
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    Friedrich Nitzsche

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  16. #7
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    Zitat Zitat von Rex Danny Beitrag anzeigen
    Das ist wieder so ein typischer Bericht von Journalisten der heutigen Zeit.

    Erst denkt man, das ist aber ein gut verfasster Bericht und am Ende kommt dann wie fast immer der dicke Knaller der totalen Unwissenheit.

    Komisch an den Journalisten ist doch, daß sie alle sehr viel über das Internet recherchieren. Warum machen sie sich dann nicht auch bspw. bei uns oder Geschichtsspuren, wo ja nun ein hervorragender Bericht über Sperranlagen und Wallmeister eingestellt ist, schlau, bevor sie anfangen, so einen Mist zu schreiben. Aber wehe, irgend jemand trifft mal eine Aussage, dann drehen dir diese Damen und Herren glatt das Wort im Munde um. Fehler dürfen offensichtlich nur diese Herrschaften machen.

    Grüße


    Rex Danny
    Sei nachsichtig. Jeder ist Experte auf seinem Gebiet. Ich hab viel mit Presse zu tun. Je mehr Informationen die haben umso wahrscheinlicher ist es, dass da Murks steht.
    Die haben von der Materie keine Ahnung und versuchen es nur zusammenzufassen...die haben für einen solchen Bericht nicht endlos Zeit sich einzulesen.

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  18. #8
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    Zitat Zitat von klaus_erl Beitrag anzeigen
    Ich "durfte" das Laden einer Trichtersperre während meines Grundwehrdienstes mehrfach üben. Unter guten Bedingungen (unsere bevorzugt zum Üben genutzte Sperre befand sich auf einem asphaltierten Parkplatz, der durch eine Trassenoptimierung der Straße entstanden war) ließen sich mit einer eingespielten Mannschaft die 2h leicht einhalten. Kamen behindernde Umstände dazu konnte es schnell viel länger dauern. Ich erinnere mich an eine Übung, da hatte jemand die Schrauben der Schächte vorher mittels Bitumen zugekleistert. Das Zeug rauszukratzen um den Schlüssel ansetzen zu können hat allein rund eine halbe Stunde gekostet.

    Klaus

    Hallo, Klaus !

    Kannst Du Dich auch noch erinnern, wo diese Trichtersperre genau lag (Koordinaten) und wann ihr dort geübt hattet? Dann kann man nämlich zusätzlich zu den vorhandenen Daten noch den Hinweis geben, daß es sich bei dieser Sperranlage auch um eine für Ausbildungs- und Übungszwecke genutzte Anlage handelte.

    Grüße


    Rex Danny

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  20. #9
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    Es handelt sich um die Sperre, die meinen ersten Beitrag hier im Forum veranlasst hat: http://www.cold-war.de/showthread.ph...ll=1#post30123 (DOSPA-Nr kann ich momentan nicht liefern, da die Datenbanksuche bei mir noch nicht wieder geht).

    Geübt haben wir dort mehrfach im Jahr 1984, als ich meinen Grundwehrdienst in Weiden leistete.

    Zu den zugegossenen Schrauben: Das war ja die Zeit der ersten Jahre nach dem Nato-Doppelbeschluss, als es zur Pershing2-Stationierung kam. Da gab es viele Demonstrationen und hin und wieder auch Eingriffe in militärische Anlagen. Vielleicht gehörte das Vergießen der Schrauben auch zu den kleineren Sabotageakten.

    Klaus

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  22. #10
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    Hallo, Klaus !

    Vielen Dank für die schnelle Antwort.

    Es handelt sich hierbei um die DOSPA 2698, Objekt-Nr. NEW 0023.

    Die Trichtersperre bestand aus 4 Sprengschächte von je 6,00 Metern Tiefe.

    Die Sperranlage wurde vom 21.10. - 08.11.1968 erbaut und am 08.11.1968 an das VBK 62 übergeben.

    Das offizielle Rückbau-/ Auflassungsdatum ist der 23.10.2001.

    Grüße


    Rex Danny

  23. Folgender Benutzer sagt Danke zu Rex Danny für den nützlichen Beitrag:

    klaus_erl (08.09.2016)

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