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Thema: Minensperren einstige innerdeutsche Grenze.

  1. #1
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    Standard Minensperren einstige innerdeutsche Grenze.

    Folgende Typen von Minensperren kamen ab 1961 zum Einsatz.

    1961, Minensperren Typ 61 (zweireihiger Stacheldrahtzaun an Betonpfosten)
    1962-65 Minensperren Typ 62 (zweireihiger Stacheldrahtzaun an Betonpfosten)
    ab 1966 Minensperren Typ 66 (zweireihiger Metallgitterzaun an Betonpfosten, ca. 2,4m hoch, Breite 23m)
    ab 1970 Minensperren SM-70 (einreihiger Metallgitterzaun an Betonpfosten, ca. 3,2m hoch)
    ab 1983 Minensperre Typ 83 (zweireihiger Metallgitterzaun an Betonpfosten, Breite 14m)
    Zur MS83.
    Die Sperre ist feindwärts durch eine GZ I, 3,2m hoch und freundwärts durch einen Grenzzaun, 2,4 hoch m begrenzt
    Beim Bau hat man einfach die freundwärtige Reihe der alten MS 66 stehen gelassen und die Zaunreihe instandgesetzt.
    Beim Neubau der feindwärtigen wurde ein GZ I errichtet.
    Zusätzlich wurde am GZ I ein Untergrabschutz eingebaut.

    Im Zeitraum zwischen 1961 und 1985 wurden insgesamt 1 322 700 Minen verlegt,

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    Schnüppl (29.03.2017)

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  4. #2
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    Zweireihiger Stacheldrahtzaun an Betonpfosten.
    Als Minensperre61, verlegter Minentyp: POMS-2, bezeichnet.
    Als Minensperre 62, verlegter Minentyp PMD-6M bzw. ab 1963 Minentyp PMN, bezeichnet.

    Foto, Archiv TH.
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    Rex Danny (26.03.2017), Schnüppl (29.03.2017)

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  7. #3
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    Zweireihiger Metallgitterzaun, ca. 2.4m hoch. Abstand zw. den Zäunen ca. 23m.
    Als Minensperre 66, verlegter Minentyp, PMN, PMP71 und PPM-2

    Foto eigene Aufnahme TH., Hier zu erkennen der Übergang auf den GZI, ca. 3,2m hoch.
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  8. Folgender Benutzer sagt Danke zu Thunderhorse für den nützlichen Beitrag:

    Schnüppl (29.03.2017)

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  10. #4
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    Die letzte Variante Minensperre an der innerdeutschenGrenze.

    Minensperre 83, eingeführt ab Frühjahr Sommer 1983 in Bereichen des GK Süd und Nord.

    Umbau der Minensperre 66 nach Räumung der Bodenminen.
    Der Abstand zur Staatsgrenze hat grundsätzlich 50 Meter zu betragen, daher auch die Verkürzung von 23 auf 14 Meter in der Tiefe.
    Die Sperre ist feindwärts durch eine GZ I 3,2m und freundwärts durch einen Grenzzaun 2,4 m zu begrenzen.
    Beim Bau hat man einfach die freundwärtige Reihe der MS 66 stehen gelassen und die Zaunreihe instandgesetzt.
    Aufgrund der Verkürzung und des Neubau wurde eine GZ I errichtet, auch um einem Flüchtling die weitere Ausführung der Flucht zu erschweren.
    Zusätzlich wurde am GZ I ein Untergrabschutz eingebaut.
    Verlegt wurde, maschinell und von Hand die Mine PPM-2.
    Erhöhung der Minendichte auf 5 in vier Reihen.

    Fotos: Aufnahme/Archiv TH
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  12. #5
    Cold Warrior
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    Sperranlage 501 (SM70), 701 (11 Anlagen ab 1982) modernisierte Anlage.

    Zur Anlage 501 (SM 70).

    Dazu gab es bereits im August 1970 eine Einsatzkonzeption seitens der Grenztruppen der DDR,
    die im September 1970 durch dem Minister für Nationale Verteidigung der DDR bestätigt wurde.

    Mit Befehl 56/70 des Chefs der Grenztruppen der DDR, vom 09.Oktober 1970 wurde die Errichtung einer Erprobungsanlege (Truppenversuch) an der deutsch-deutschen Grenze angeordnet.
    Noch im Oktober 1970 wurde mit der Errichtung eines Erprobungsabschnitts von insgesamt 15 km Länge im Grenzabschnitt des GR 24 begonnen.
    Die Versuchsanlagen befanden sich in etwa von nord-westlich Salzwedel bis etwa nord-westlich Ziemendorf.

    Es gab zwei Ausführungen der Erprobungsanlage:

    Ausführung 1:

    Länge 5 km
    Grenzzaun I, ca. 3.20 hoch, mit 3 Minenlininen.

    Anzahl der Minen je Anlage (5 km) bei 3 Minenlininen:
    750 Stück
    Abstand der Minen: 23 m
    Höhe der Minenlinien vom Boden aus:
    1 Linie: 0.60 m
    2 Linie: 1.60 m
    3 Linie: 2.70 m

    Auslösekraft:
    Bei Belastung: 7,6 kp
    Bei Entlastung: unmittelbar


    Ausführung 2:

    Diese Anlage befand sich im östlichen Bereich des Erprobungsabschnitts. nw Ziemendorf bis etwa nördlich Mechau.

    Montage der Anlage 501 in 2 Reihen an dem freundwärtigen (östlichen) Zaunreihe der Minensperre 66.
    Länge 10 km
    Hierbei nur 2 Minenlininen
    Insgesamt 2 Minenanlagen 501 (Daten siehe bei Ausführung 1)
    In den folgenden Jahren nur an einigen wenigen Abschnitten an der Grenze zur BRD so installiert.

    Die Erprobungsphase dauerte, nach Verlängerung durch Befehl des Chefs der GT, bis zum 30. April 1972.


    Gesamtlänge eines Abschnitts, bis zu 5 km.
    Der Gesamtabschnitt war in 2 Zonen mit bis zu 9 Abschnitten untergliedert.
    Länge eines Abschnitts in der jeweiligen Zone max. 280 m.
    Jeder Abschnitt untergliederte sich in bis zu 12 Teilabschnitte mit jeweils eigenem Verteilerkasten für 3 - 4 Geräte 501 (SM 70).
    Montage der Geräte für die Anlage 501 auf 3 Ebenen.
    Die Zonen und Abschnitte waren mittels Symbolen und Nummernschilder gekennzeichnet.
    Anbringung am GZI bzw. Betonsäule.
    In einer komplett Ausgebauten Anlage waren insgesamt 750 Minen in 3 ML vorhanden.
    Grundsätzlich waren die Anlagen, voll ausgebaut ca. 4,7 km lang, dies hing mit den Kennwerten (max. Länge) für die Kabelnetze Zuleitung (S- und Z-Spannung(max. 7000 m Länge)), Zonenleitung (Signal- und Zündspannung (max. 2500 m Länge)) und Rückleitung (Zündspannung (max. 7500 m Länge)) zusammen.

    Anlage 501 als Rechenbeispiel:
    Anlage 501, nw bis sw Frankenheim eine Gesamtlänge von 4,3 km mit 648 Minen in 3 ML

    Ausgehend von 3 SM70 (3 ML)je Teilabschnitt.
    648 : 3 (SM70) = 216 C-Verteilerkästen
    216 : 12 (C-Kästen) = 18 B-Verteilerkästen

    Die Anlage GR3 / 24/ 79; hatte 2 Zonen,
    je Zone 108 C-Verteilerkästen, je Abschnitt 36 Minen SM70 = 12 C-Kästen = 12 Teilabschnitte,
    je Zone 9 Abschnitte, jeder Abschnitt mit einem 1 B-Verteilerkasten,
    2 Verteilerkästen A, je Zone 1 A-Kasten.
    Verteilerkasten D zum schnellen Auftrtennen und erden der Zonenleitung und der Zündrückleitung.
    Zusätzlich beiderseits der Sperranlage Minenwarnschilder.
    Bei der Anlage 501/701 waren die Abstände zwischen den Tafeln, freund- und feindwärts jeweils 280 m.
    Entsprach einer Zone der Anlage.
    Entfernung zur Anlage (GZ I) feindwärts ca. 3 - 5 m, freundwärts ca. 5 m.
    Später gabs noch eine Hinweistafel, 15 m Abstand einhalten.
    Nur bei einer Anlage 701 im SiA I des GR 9 am GZ I angebracht.
    Technische Änderungen, die bei der weiterentwickelten Anlage 701 zum Einsatz gekommen sind:

    - Schaltelement zur Eigensicherung der Mine
    - Sprengzünder NS-225
    - konstruktiv verbesserte Minenhalterung
    - Stichleitungsschutz
    - veränderte Prüf- und Schaltanlage (701)
    - Überspannungsschutz gegen Blitzschlag

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  14. #6
    Cold Warrior
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    Bezogen auf die Bodenminen. Ein Bericht aus dem jahre 1991.
    Die verminte Grenze
    Von einer Anhöhe namens Generalsblick aus ergötzte sich Erich Honecker am Anblick des Todesstreifens. Nach 1990 mussten auch hier die Minen geräumt werden. (Prisma, 18.07.91)

    Ehemaliger Bezirk Suhl, einstige GR9 und 15 bzw. Grenzkreiskommandos Meiningenund Hildburghausen.
    http://www.mdr.de/heute-im-osten/pro.../mauer222.html

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    Berlin Brigade (13.05.2017)

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  17. #7
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    Schalter - Auslösemechanismus für die SM-70.
    Foto/Quelle: Archiv TH

    1 km GZ I mit Anlage 501/701 (SM 70) >376.600 Mark der DDR
    Kosten für:
    1 km GZ I mit Anlage 701 (SM 70) >335.000 Mark der DDR (Anlage in 4 Ebenen).
    Gab es so nur in einem Abschnitt.
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    Geändert von Thunderhorse (13.05.2017 um 19:48 Uhr)

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    Berlin Brigade (13.05.2017)

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  20. #8
    Cold Warrior
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    Leitung/Kabel gepanzert.
    Foto/Quelle: Archiv TH
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  22. #9
    Cold Warrior
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    BGSK Oerlenbach. Bergung aus der Minensperre 1970.
    Passt sicherlich hier gut rein.

    DDR-Flüchtling Bernd Geis schwerverletzt aus dem Minenfeld geborgen
    http://www.bgsk-oerlenbach.de/html/historisches.html

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    Rex Danny (02.10.2017)

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