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Thema: Minensperren einstige innerdeutsche Grenze.

  1. #41
    Cold Warrior
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    Zitat Zitat von Thunderhorse Beitrag anzeigen
    Nachdem es am 2020-09-05 einen Fund von Minenresten und 2 "scharfen" PMP-71 bei Neuhaus-Schierschnitz gegeben hat, hab ich mal ein bisschen Pläne gewälzt und gerechnet.
    https://www.mdr.de/thueringen/sued-t...HZAKsYpW95gkeM

    Die Minensperre (14 MF) befand sich no Neuhaus-Schierschnitz, war 2,1km lang und ging bis in den Bereich so Schwärzdorf.
    Bei einer Dichte 4 lagen dort 8480 PMP-71.
    Geräumt wurden die 14 MF 1984/9185.

    Schade dass die Nahaufnahme so blöd abgeschnitten ist und man nicht die gesamte Minenoberseite (mit den beiden Ösen) erkennen kann.

    Insgesamt gab es 13 Minensperren unterschiedlicher Länge und Anzahl von Minenfeldern an der ehemaligen innerdeutschen grenze.
    Insgesamt wurden auf rund 90 km, 134 400 PMP-71 verlegt.
    In unterschiedlicher Dichte (3, 4 und 5).
    Hatte schon, an Hand der beiden Fotos, meine Zweifel.
    Deshalb auch "scharfen" in Anführungszeichen gesetzt.
    https://www.insuedthueringen.de/regi...t83453,7381810

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  3. #42
    Cold Warrior
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    Am 29. September 2020 wurden Reste einer PMD-6M im Bereich zw. Rotheul (Thüringen) und Bächlein (Oberfranken) gefunden.

    Bericht Presse.
    https://www.insuedthueringen.de/regi...t83453,7410683

    Es war keine vollständige Holzkastenmine.
    Nur der Sprengsatz (ca. 200 gr. TNT), mit Zünder aber ""wohl"" ohne Zündstück.
    Gesprengt haben Spezialisten des Landeskriminalamtes lt. Info Polizei.
    https://news.feed-reader.net/ots/472...nd-im-bereich/

  4. Folgender Benutzer sagt Danke zu Thunderhorse für den nützlichen Beitrag:

    EmilBerggreen (11.10.2020)

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  6. #43
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    Moin Thunderhorse,

    bei der Gelegenheit. Weisst Du oder hast Du zufällig Quellen, wie man plante, die Grenzanlage bei einem Panzerangriff zu beseitigen? Wenn Regimenter, Divisionen die Innerdt. Grenze überqueren sollen, dann muss sie ja erst einmal beseitigt werden, denn eine schmale Grenzübergangsstelle reicht da sicherlich nicht. Grenzzaun niederreißen. Minenräumleiter? Wie muss man sich das vorstellen? Weißt Du da mehr?

    Gruss

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  8. #44
    Cold Warrior
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    Zitat Zitat von EmilBerggreen Beitrag anzeigen
    Moin Thunderhorse,

    bei der Gelegenheit. Weisst Du oder hast Du zufällig Quellen, wie man plante, die Grenzanlage bei einem Panzerangriff zu beseitigen? Wenn Regimenter, Divisionen die Innerdt. Grenze überqueren sollen, dann muss sie ja erst einmal beseitigt werden, denn eine schmale Grenzübergangsstelle reicht da sicherlich nicht. Grenzzaun niederreißen. Minenräumleiter? Wie muss man sich das vorstellen? Weißt Du da mehr?

    Gruss
    Konkrete Unterlagen für eine Vorgehensweise im Kriegsfall sind mir nicht bekannt.

    Die Sperranlagen stellten für gepanzerte Kräfte kein Hindernis da.
    Minenfelder gab es ab 1985 , bis auf einzelne Minen, keine mehr.
    Und auch vorher wären die eher nicht das Problem gewesen. Vereinzelt gab es auch Scheinminenfelder.

    Bei starkem Druck, Sprengen sind die Betonsäulen leicht gebrochen. Konnte man vorbereiten.
    Siehe Durchbrüch mit Planierraupe, Anschlag bei Geisa.
    Der Sperrgraben war für Panzer auch kein Hindernis.
    Einige Bereiche wurden in den 80er Jahren auch wieder abgebaut bzw. verfüllt.
    Panzersperren, insbesondere in Berlin, wurden bis auf wenige Teile an Zufahrtswegen, entfernt.

    Aus meiner Sicht hatten die Grenzsperranlagen der DDR keinen bis geringen militärischen Wert.

    An der Grenze der ehemaligen CSSR kamen im Panzertauglichen Gelände wesentlich mehr Höckersperren /Panzersperren zum Einsatz.
    Geändert von Thunderhorse (11.10.2020 um 16:35 Uhr)

  9. Folgender Benutzer sagt Danke zu Thunderhorse für den nützlichen Beitrag:

    EmilBerggreen (12.10.2020)

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  11. #45
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    Im Spannungsfall lagerten in Depots für die GT, etc. Minen für die Verlegung u.a. im Grenzbereich.
    Siehe hier:
    http://www.cold-war.de/showthread.ph...ll=1#post45949

  12. Folgender Benutzer sagt Danke zu Thunderhorse für den nützlichen Beitrag:

    EmilBerggreen (12.10.2020)

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  14. #46
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    Moin Thunderhorse,

    besten Dank für Deine Info!
    Dachte immer, es wäre ein großer pioniertechnischer Aufwand, die Grenzanlagen einzureißen, damit ein Panzerdurchmarsch stattfindet. Aber dann war dem wohl nicht so.
    Besten Dank und Gruss!

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  16. #47
    Cold Warrior
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    Zitat Zitat von Thunderhorse Beitrag anzeigen
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    https://www.mdr.de/thueringen/sued-t...HZAKsYpW95gkeM

    Die Minensperre (14 MF) befand sich no Neuhaus-Schierschnitz, war 2,1km lang und ging bis in den Bereich so Schwärzdorf.
    Bei einer Dichte 4 lagen dort 8480 PMP-71.
    Geräumt wurden die 14 MF 1984/9185.

    Schade dass die Nahaufnahme so blöd abgeschitten ist und man nicht die gesamte Minenoberseite (mit den beiden Ösen) erkennen kann.

    Insgesamt gab es 13 Minensperren unterschiedlicher Länge und Anzahl von Minenfeldern an der ehemaligen innerdeutschen grenze.
    Insgesamt wurden auf rund 90 km, 134 400 PMP-71 verlegt.
    In ujnterschiedlicher Dichte (3, 4 und 5).
    1978 waren 35000 Stück PMP-71, seitens dem Kdo Grenze zur Vernichtung vorgesehen,
    da man feststellte, dass dieser Minentyp für den Einsatz an der Grenze nicht geeignet ist.
    Die PMP-71 wurde wegen Problemen im konstruktiven Bereich (Umkippen am Verlegeort bei Wassereinwirkung, ein relativ hoher Auslösedruck (zw. 10 - 32 kp), etc.)
    ab 1977 nicht mehr eingesetzt, damit verbunden wurde die Produktion eingestellt.

    Ein Vorfall mit PMP-71:
    Ehemaliger Abschnitt des GR15 Sonneberg, im Bereich der Verbindungsstraße Spechtsbrunn - Tettau,
    Am 21. Mai 1973 wurde beim Verlegen von Minen des Typ PMP-71 ein Pionier schwer verletzt.
    Unfallursache war die Detonation einer PMP71 beim Verlegen. Sicherungsstifte waren noch nicht gezogen worden.
    Schwerste Augenverletzung, Arm versteift, seitdem Invalidenrentner.

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  18. #48
    Cold Warrior
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    Zitat; Quelle Main-Post:
    http://mobil.mainpost.de/regional/art127465,6731204
    Allein auf einem zehn Kilometer langen Streifen bei Trappstadt lagen 60 000 Minen“, sagt der Vorsitzende des Vereins für Heimatgeschichte im Grabfeld, Hanns Friedrich (Bad Königshofen).



    Ab 1967 Bau des zweireihigen Metallgitterzaun im Bereich Bezirk Suhl.
    An der Grenze zu Unterfranken begannen die Arbeiten im Jahre 1968.


    1970 von s Milz bis Spanshügel
    Sperre 9/4/70, Länge 11,7km
    MF 54 , Dichte 2, 18793 Minen PMN

    1980 beginnend, Neuverlegung nach Räumung der MS66. Minentyp PPM-2.
    Zunächst wieder in der MS66.

    1982 von sw Milz bis sw Eicha
    Sperre 7/4/82, Länge 9,2km
    MF 66, Dichte 5, 44995 Minen PPM-2

    Um Anschluss wurde 1983 eine Minensperre 83 errichtet.

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