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Thema: Munitionslager für konventionelle Munition der US Army in Deutschland

  1. #1
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    Standard Munitionslager für konventionelle Munition der US Army in Deutschland

    Hallo an alle,

    beim Sichten der unterschiedlichsten Quellen zu den US-Munitionsdepots und der jeweiligen Kategorisierung bzw. Benennung gab bzw. gibt es für mich (und auch in verschiedenen Beiträgen in diesem Forum) immer wieder Unklarheiten über die Bezeichnung und die Rolle der Vielzahl an konventionellen Munitionslagern der US Army.

    Ich habe nachstehend versucht, an Hand der zugänglichen Quellen die Vielzahl an Angaben zusammenzufassen, um vielleicht eine grundsätzliche Struktur und Systematik der konventionellen Munitionslagerung herauszuarbeiten, als Basis für weiteres Arbeiten an dem Thema. Ich konnte zumindest so etwas wie eine Zusammenfassung in den Foren noch nicht finden. Wie bei vielem in der US Army handelt es sich hierbei um ein durchaus komplexes Thema.

    Quellen waren v.a. die website „usarmygermany“ von Walter Elkins und hier v.a. die Beiträge zum 15th Ordnance Battalion in Bezug auf die achtziger Jahre sowie die Ordnance Overview-Seiten; alle relevanten Beiträge in diesem Forum sowie für die fünfziger Jahre die beiden Bücher „Forging the Shield: the US Army in Europe 1951-1962 (Donald A. Carter, Washington D.C. 2015) und „Zwischen Schild und Schwert: Die US-Streitkräfte in Deutschland 1953 bis 1963 und die Umsetzung der Militärstrategie der USA“ (Thomas Christoph Marx, Münster 2004), das Technical Paper 15 des Explosive Ordnance Boards des US Departments of Defense sowie nicht zuletzt Wahrnehmungen aus eigenem Augenschein heraus. Ich hatte ab 1993 den Geistesblitz, eine große Anzahl der aufgegebenen Munitionslager der US Army in Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen zu besuchen und fotografisch sowie skizzenmäßig zu dokumentieren. Dies war damals noch relativ problemlos möglich, da sich damals „so gut wie keine Sau“ um diese aufgegebenen Liegenschaften gekümmert hat. Außer den wohl zwangsläufigen „Vandalen“, die wohl unmittelbar nach Aufgabe solcher Liegenschaften ihren Trieben freien Lauf lassen und

    Kleiner Exkurs: es war eine spannende Zeit – kein Internet, keine einschlägigen Foren, keine Literatur -bis auf die „Bibel“: den Militarisierungsatlas als einzigem Anhaltspunkt-, kein GoogleEarth, keine Eintragungen dieser Liegenschaften in den offiziellen Kartenwerken -dies kam erst später- und auch noch eine Zeit, wo das Fragen nach solchen Liegenschaften vor Ort für spürbaren Argwohn gesorgt hat. Man hat sich also anhand der sehr rudimentären Angabe im Militarisierungsatlas teilweise 200 Kilometer weit auf den Weg gemacht und dann nach vorherigem Kartenstudium, wo sich denn am ehesten eine solche Liegenschaft befinden könnte, teils stundenlang vor Ort mit dem Auto und mitgeführtem Fahrrad oder zu Fuß auf die Suche gemacht. Mit der Zeit entwickelte sich ein bemerkenswertes Gespür, diese Liegenschaften in immer kürzerer Zeit aufzuspüren, selbst in schwierigen Fällen.

    Fortsetzung folgt.

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  3. #2
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    Nun ein paar grundsätzliche Anmerkungen zur Kategorisierung konventioneller Munition der US Army:
    Nach dem DA Pam 700-16 (DA Pam = Department of the Army Pamphlet) „The Army Ammunition Management System“, Dec. 1982 (über amazon erhältlich) gab es in den achtziger Jahren fünf Kategorien, in welche Munitionsbestände unterteilt waren:
    a) Pre-positioned War Reserve Material Stocks: das ist -grob gesagt- der Munitionsbestand,
    dessen Höhe für den Verteidigungsfall festgelegt wurde (bspw. NATO-Norm) abzüglich des in
    Friedenszeiten unmittelbar verfügbaren Bestandes (siehe bspw. basic load)
    b) Operational Project Stocks: dies ist Material über die TOE (Table of Organization and Equipment,
    also das Äquivalent zum Stärke- und Ausrüstungsnachweis - StAN- der Bundeswehr) hinaus, um erfolgskritische Schlüsselfähigkeiten zu garantieren (bspw. bei der US Army Germany für Sperr- und Barriere-Zwecke).
    c) Basic Loads (die Munitionsmenge, welche ein taktischer Verband beim Verlegen in den
    Verfügungsraum mit seinen eigenen Transportmitteln unmittelbar mit sich führen kann)
    d) Training / Operational Stocks: Munition, welche für Ausbildungszwecke benötigt wird (bspw.
    einem Truppenübungsplatzaufenthalt) oder konkreten operationellen Aufgaben außerhalb des
    Verteidigungsfalls.
    e) Combat Operations Support Levels (hierfür fehlt mir eine Definition)

    Hinweis zum eingelagerten Munitionsbestand: die US Army war die einzige NATO-Streitkraft in Europa, welche die von der NATO „empfohlene“ Reserve auch tatsächlich eingelagert hat: 90 Tagessätze (Days of Supply –DOS). Die anderen NATO-Staaten (auch Deutschland) lagen zwischen 30 und maximal 50 DOS (Quelle: Truppendienst-Handbuch Volume 3: The Armies of the NATO; Wien, 1987). Insgesamt lagerten an konventioneller Munition in Europa Ende 1981 838.000 short tons, 1990 vor der Verlagerung enormer Munitionsmengen im Rahmen Desert Shield 900.000 short tons (eine short ton entspricht 907 kg). Quelle für diese und alle nachfolgenden Munitionslager-mengen: usarmygermany.com, Seite Ordnance Division (Pt.2).


    Diesen fünf unterschiedlichen Munitionskategorien entsprechen dann auch unterschiedliche Lagerungs- und Nachschubsystematiken (siehe weiter unten).

    Fortsetzung folgt.

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  5. #3
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    Wichtig zu wissen ist auch, dass es zwei simultan laufende Munitionsversorgungswege („ammunition flows“) gab. Einmal das „Doctrinal (wartime) System“, zum anderen das „Training / Basic Load System“.

    Im Doctrinal (Wartime) System „fließt“ die Munition aus der sogenannten Theater Storage Area (auf Deutsch: vor allem das Miesau Ammunition Depot mit zugehöriger Weilerbach Ammunition Storage Area) zur Corps Storage Area (in Form von Reserve Ammunition Storage Points -RASP- oder Pre-Stock Points-PSP). In Friedenszeiten endet hier die Kette. Im Verteidigungsfall werden auf Divisionsebene „Ammunition Supply (oder auch Storage) Points“ im rückwärtigen Divisionsbereich gebildet (Achtung: Name / Abkürzung lautet verwirrenderweise genau so wie bei den weiter unten behandelten Ammunition Supply Points), welche dann Ammunition Transfer Points bilden, in der Regel je einen pro Kampfbrigade. Hier wird die Munition an die Kampfeinheiten übergeben.
    Hinweis: zu den Corps gehörten ab den achtziger Jahren auch Forward Storage Sites. Diese gehörten nicht zum doctrinal system, wurden jedoch je nach Bedarf von der Theater Storage Area oder der Corps Storage Area aus befüllt. Diese Forward Storage Sites wurden in der Nähe der General Defense Plan - Ausgangsstellungen der Kampfeinheiten errichtet und hatten die Aufgabe, diesen durch die Abgabe von erfolgskritischer Munition (sowie Betriebsstoffen und Verpflegung) für eine Dauer von längstens 72 Stunden den Munitionsvorrat bis zur Inbetriebnahme der Ammunition Storage Points bzw. Transfer Points zu gewährleisten. An einigen Stellen im Forum wurde diskutiert, dass in diesen Forward Storage Sites überhaupt keine Munition gelagert worden wäre; dies würde dann der vorstehend geschilderten Aufgabe solcher Sites widersprechen - und auch den Aufwand der Errichtung von MLH-Bereichen nicht rechtfertigen.
    Verantwortlich für die Corps Storage Area (also die RASP, PSP und FStS) war das jeweilige Corps Ordnance Ammunition Battalion, im Bereich des V Corps das 15th Ordnance Battalion, im Bereich des VII Corps das 101st Ordnance Battalion. Bis 1977 war die Munitionsversorgung zentralisierter, die beiden Bataillone unterstanden der 60th Ordnance Group (HQ Zweibrücken) des 21st Support Command. Generell fand Mitte der siebziger Jahre eine grundsätzliche Neustrukturierung der Munitionsversorgung der US Army weltweit statt, welche auch die Einführung automatisierter Munitions-Management-Systeme umfasste (im Falle der USAREUR durch den Director of Ammunition Management des 200th Theater Army Material Management Center, Zweibrücken.

    Noch eine Anmerkung zu den im Verteidigungsfall zu bildenden Ammunition Supply / Storage Points: diese wären (zumindest anfangs) auch in passenden RASP’s oder PSP’s eingerichtet worden, ansonsten aber „auf / in freiem Gelände bzw. Wald“. Aus dem Bereich des V Corps ist gem. des Beitrags über das 15th Ordnance Battalion bekannt, dass die PSP 3J (Koeppern South) und 4 J (Muenster) auch im V-Fall als Corps Storage Area weiter genutzt worden wären. Alle anderen, die nicht als Ammunition Storage Point dienen, wären leergezogen worden.

    Fortsetzung folgt.

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  7. #4
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    Im Training / Basic Load System geht erforderliche Munition von der Theater Storage Area (Miesau / Weilerbach) an einen der vier Ammunition Supply Points (ASP; zur Abkürzung siehe auch weiter oben), je zwei pro Corps. Von dem ASP wird die Munition von den bestellenden Einheiten (Munition für Ausbildungszwecke musste 60 Tage vorher in der Theater Storage Area bestellt werden, Basic Load wie erforderlich) entweder für das Ausbildungsvorhaben oder zum Auffüllen der Basic Load abgeholt werden.

    Daneben hat es aber auch für die im Ernstfall aus den USA einzufliegenden Einheiten, deren Material bereits in Europa in den POMCUS-Depots eingelagert war, extra zugewiesene große Munitionslager gegeben, die Ende der siebziger / Anfang der achtziger Jahre errichtet wurden (Twisteden in Nordrhein-Westfalen, errichtet in den achtziger Jahren mit 325 Earth Covered Magazines und Bertrix in Belgien, erst 1991/92 fertig gestellt mit 270 Earth Covered Magazines). Ob dies in die Logik der Theater oder Corps Storage Area passt oder wiederum einen separaten Lager-Strang darstellte, wäre noch zu klären.


    Apropos Earth Covered Magazines (ECM, erdüberdeckte Munitionslagerhäuser, umgangssprachlich gerne als „Munitionsbunker“ bezeichnet, wenngleich diese Bauwerke von ihrer Konstruktion her keine Bunker sind).

    Grundsätzlich unterscheidet man bei ECM in Deutschland folgende grundsätzliche Bauarten mit jeweils teils zahlreichen Ausprägungen (die Abkürzung rc steht hier immer für reinforced concrete, also Stahlbeton):
    - rc box magazines (wie die Type II Magazines aus den Erbauungszeiten der Munitionsdepots) mit
    Rechteckigen Seitenwänden und Dach, welches teils mit Betonpfeilern abgestützt wird.
    - rc arch magazine (landläufig als "igloo's" bezeichnet) deren Lagerraum über ein Bogendach aus
    Stahlbeton verfügt, wobei hier der Bogen am Boden des Lagerraums seinen Anfang nimmt, also ohne
    vertikale Seitenwände)
    - steel arch magazines (mit Stahldach in "Wellblechform"), bspw. in den sog. grenznahen Quick
    Reaction Sites v.a. der US Armored Cavalry (= Panzeraufklärer im Grenzüberwachungsdienst)
    - rc Stradley (nach dem Konstrukteur benannt): der Lagerraum verfügt über ein bogenförmiges Dach,
    welches auf vertikalen Seitenwänden aufgesetzt ist, deren Betonstärke von unten nach oben
    abnehmen.
    Stradleys wurden ab den fünfziger Jahren erbaut und dienten anfangs vermutlich v.a. der Lagerung
    von Raketen (ohne Gefechtsköpfe) wie Corporal und Honest John.
    - rc FRELOC-Stradley (vereinfachte und schneller zu fertigende Stradley-Variante mit Bogendach
    auf vertikalen Seitenwänden mit gleichbleibender Dicke).
    Errichtung ab 1968. FRELOC bedeutet übrigens France Relocation und war der Name der Operation
    zur Verlegung der US-Streitkräfte aus Frankreich nach dem „Hinauswurf“ durch de Gaulle 1966/67,
    in deren Zusammenhang auch die bisher dort gelagerten Munitionsvorräte verlagert werden
    mussten.
    - rc modified FRELOC-Stradley mit ovalem Innenraum ohne vertikale Seitenwände. Erbauung ab
    ca. 1980.

    Fortsetzung folgt.

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  9. #5
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    Als Ergebnis der dargestellten Munitionsversorgungsstruktur ergeben sich die unterschiedlichen Bezeichnungen und Aufgaben der Munitionslagerstätten:

    a) Theater Storage Area:
    Vor allem das Miesau Ammunition Depot mit zugehöriger
    Weilerbach Ammunition Storage Area (in welche auch das frühere Rhine Ammunition Depot der Rhine Ordnance Barracks, Kaiserslautern, aufgegangen ist) . Hier lagerten Ende 1981 265.714 short tons Munition in zusammen 690 ECM. Zum Miesau Ammunition Depot gehören auch Außenlager, so die vier Pre-Stock Points im Saarland (mit weiteren 14.000 short tons) sowie Lemberg, Ruppertsweiler und Börrstadt (und vermutlich auch Leimen, wenn auch mutmaßlich mit zeitlicher Unterbrechung während des Um-/ Ausbaus des benachbarten Clausen zum Sondermunitionslager sowie Clausen bis zu dessen Um-/ Ausbau).
    Vor dem Abzug der US-Streitkräfte aus Frankreich 1966/67 gab es dort weitere zentrale Munitionsdepots (Trois-Fontaines bei St. Dizier und Captieux südlich von Bordeaux), deren Aufgaben von Miesau übernommen wurde.
    Weitere Munitionsdepots bzw. -lagerkapazitäten der Theater Storage Area befanden sich in Großbritannien mit Bramley (Hampshire) mit 98.429 short tons, eingelagert in dem britischen Munitionsdepot Bramley (1987 aufgegeben) und Caerwent Army Depot Activity (Monmouthshire) mit 81.857 short tons, in Belgien in den zwei deutschen Munitionsdepots Sugny (9.429 short tons) und Baronville (15.714 short tons) sowie in Italien (Camp Darby bei Livorno mit 47.719 short tons).



    b) Ammunition Supply Points
    ASP 1 Vilseck
    ASP 2 Hohenfels
    ASP 3 Wildflecken
    ASP 4 Baumholder
    Hier wurde der von den Einheiten abgeforderte Bestand an Munition für Übungszwecke bzw. zum Auffüllen der Basic Load nach Lieferung durch die Theater Storage Area abgeholt.
    Der ASP 3 Wildlecken lagerte darüber hinaus zusätzlich selbst die Basic Load der in Wildflecken stationierten Einheiten ein, ist also sowohl Ammunition Supply Point als auch Basic Load Storage Area.


    Reserve Ammunition Storage Points
    Hier dürften ausschließlich War Reserve Material Stocks gelagert gewesen sein (also keine Basic Loads). Welche sonstige Unterscheidung es zu Prestock Points gab, ist mir nicht klar (Größe kann es nicht ausschließlich gewesen sein, siehe PSP Koeppern bzw. RASP Limbach).

    RASP 951 Viernheim (Viernheim-Lorsch Ammunition Storage)
    Zuletzt 76 ECM aus der Erbauungszeit (teilweise modernisert) und mindestens 262 gemauerte Lagerhütten. Verfügte ehemals über besonders abgezäunten Bereich, welcher acht ECM umfasste.
    Lagerkapazität 1981: 22.143 short tons.

    RASP 952 Kriegsfeld (Kriegsfeld Ammunition Depot)
    Das ursprünglich errichtete Depot wurde durch die Errichtung von 101 neueren ECM massiv in seiner Lagerkapazität ausgebaut. Vom alten Depot verblieben ca. 38 der ursprünglichen ECM sowie zahlreiche gemauerte Lagerhütten.
    Lagerkapazität 1981: 21.429 short tons (die Angabe bezieht sich vmtl. auf den Zustand vor Fertigstellung des neu errichteten ECM-Bereichs).

    RASP 953 Limbach (Limbach Ammunition Area) (bei Hünstetten)
    Im Vergleich zu den anderen RASP kleine Liegenschaft mit kleiner Truppenunterkunft und 16 ECM eines modernen Bautyps. Das Depot wurde auf alle Fälle umgebaut. Es war zuletzt noch ein extra abgetrennter Bereich erkennbar, welcher nochmals abgezäunt und ehemals über Wachtürme und Lichtmasten verfügte, dessen Zaunverlauf aber nicht vollständig zu zuletzt vorhandenen ECM passte. Darüber hinaus war die Liegenschaft in einem weit größerem Umfang abgezäunt als tatsächlich durch die ECM belegt waren. Vermutung: hier war ein (weiterer) Ausbau geplant, der nicht mehr umgesetzt wurde.

    RASP 971 Graben-Neudorf (aka Bruchsal Ordnance Area)
    Verfügte über ca. 104 ECM und zahlreiche gemauerte Lagerhütten.

    RASP 972 Dahn (aka Dahn Class V Storage Area)
    Erbaut mit 31 ECM (vermutlich 18 Type II und 13 Stradley), 424 gemauerten Lagerhütten und 14 offenen Holzschuppen. Angeschlossen waren zwei räumlich getrennte Truppenunterkünfte (Ordnance Camp und Infantry Camp). In deren früheren Zeit (u.a. 1967) einschließlich besonders abgezäuntem und gesichertem Bereich mit 6 ECM (mutmaßlich Sondermunitionslager), welches später aufgegeben und Teil des konventionellen Depots wurde.
    Zu späterem Zeitpunkt Ausbau mit weiteren ECM, welche zahlreiche der bisherigen Lagerhütten ersetzten. Erbaut wurden 10 weitere Stradley eines neueren Bautyps und 24 FRELOC-Stradley, so dass im End-Ausbauzustand 65 ECM vorhanden waren (18 Type II, 23 Stradley in zwei Bausausführungen und 24 FRELOC-Stradley).
    Zuletzt 65 ECM (18 Type II aus der Erbauungszeit, 23 Stradley und 24 FRELOC-Stradley) und 317 Lagerhütten sowie 12 offenen Holzschuppen.


    Fortsetzung folgt.

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  11. #6
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    Prestock Points (PSP)
    In Prestock-Points wurden einerseits die Pre-positioned War Reserve Material Stocks gelagert. Zum anderen aber auch Basic Loads. Teilweise gehören sie zur Theater Storage Area (die dem Miesau Ammunition Depot angegliederten; diese dürften ausschließlich Reserve Material Stock gelagert haben), in aller Regel aber zu den beiden Corps Storage Areas.
    Darüber hinaus waren in PSP auch Operational Project Stocks gelagert (v.a. Pioniersperrmaterial).
    Über die Verteilung der gelagerten Munition gibt es zwei konträre Aussagen: einmal, dass die verschiedenen Munitionsarten grundsätzlich in jedem PSP so gleichmäßig auf die einzelnen ECM verteilt wurden, dass die Zerstörung eines oder mehrerer ECM nicht den Verlust einen bestimmten Munitionsart bedeutet hätte (also je magazine gemischte Lagerung unterschiedlicher Munitionsarten). Zum anderen das genaue Gegenteil (bestimmte Munitionsarten artrein in bestimmten „sections“ eines PSP).
    Von der Größe her gibt es enorme Schwankungen, von 372 ECM (Koeppern, zumindest nach Endausbau; damit scheint aber auch die Trennung in zwei PSP’s verbunden gewesen zu sein) bis zu 2 ECM.

    Die Tatsache, dass ein PSP zwei „ammunition flows“ und mehreren Munitions-Kategorien dienen kann, erklärt auch deren manchmal unterschiedliche Benennung. So wird der PSP 34 Tennenlohe auch als Erlangen Basic Load Storage Area angesprochen, wobei letzteres dann aber nur für einen Teil der Lagerfläche innerhalb des PSP gelten dürfte. Es kann auch PSP geben, die nur als Basic Load Storage Areas dienen.

    Ein „typischer“ PSP (wenn es so etwas überhaupt gab) bestand aus bis zu 30 Earth Covered Magazines (Type II Magazines), in vielen Fällen zusätzlichen gemauerten Lagerhütten und fast immer mit einer Anzahl Holz-Schuppen. Errichtet wurde er in der ersten Hälfte (1953) und bis zum Ende des kalten Krieges nicht mehr modernisiert mit Ausnahme des Umbaus von i.d.R. einigen Type II Magazines mit neuen Toröffnungen, um den Lagerraum für den Umschlag von palettierter Munition mit mechanisierten Umschlagmitteln (Gabelstaplern) herzurichten. Die Bezeichnung wurde von Anfang an verwendet. Zu der Nummerierung scheint es keine Angaben mehr zu deren Systematik zu geben bzw. diese scheint im Laufe der Zeit vergessen worden zu sein.

    Einige der PSP tragen die Zusatzbezeichnung „J“, über die es bisher ebenfalls keine Erklärung gibt
    (so PSP 2 J Langen, PSP 3 J Koeppern (South), PSP 4 J Muenster, PSP 5 J Vielbrunn aka Hainhaus,
    PSP 6 J Wertheim, PSP 7 J Würzburg, PSP 8 J Koeppern North (nach dem Ausbau von Köppern), PSP 27 J Bad Mergentheim, PSP 56 J Bernbach). Erwähnt werden noch PSP 16 J Fulda und PSP 34 J Erlangen, aber zu ersterem habe ich große Zweifel (wäre für mich reine Basic Load Storage Area), bei Erlangen überwiegt die Nennung ohne das „J“. Auffällig ist die Häufung bei den einstellig nummerierten PSP.
    Meine (auch im Forum „geschichtsspuren“ bereits von einem Teilnehmer bereits formulierte) These:
    das „J“ wurde bei den PSP’s ergänzt, welche in den achtziger Jahren massiv ausgebaut wurden (oder deren entsprechender Ausbau geplant war). Dies trifft auf alle Fälle und umfassend für Koeppern, Vielbrunn (und ggf. Erlangen), die nach dem Umbau „nicht wiederzuerkennen“ waren), teilweise für Langen, Wertheim und Bernbach zu (hier wurde nur ein Teilbereich modernisiert). In Bad Mergentheim gab es definitiv entsprechende Planungen, welche nicht zur Umsetzung kamen und bei Würzburg und Muenster mag es entsprechende Planungen gegeben haben.

    Nachstehend eine Auflistung der mir bekannten Prestock Points:

    PSP 2J Langen aka Walldorf Ammunition Area
    Verfügte im Endzustand über 11 moderne sowie 20 ältere ECM, mindestens 43 gemauerten Lagerhütten sowie 43 offenen Holzschuppen.

    PSP 3 Ruppertsecken vermutlich als PSP zu unbekanntem Zeitpunkt aufgegeben und Außenlager
    vom RASP 952 Kriegsfeld geworden; bestand nur aus gemauerten Lagerhütten, in welchen zuletzt vermutlich v.a. Treibladungen gelagert waren

    PSP 3J Koeppern South Bezeichnung vermutlich nach Aufgabe Ruppertsecken als PSP, eventuell
    erstem massiverm Ausbau von 60 ECM auf 283 ECM in den Jahren 1978/79. Muss dann vorher eine andere Bezeichnung gehabt haben. Verfügte 1981 über eine Lagerkapazität von 38.571 short tons (diese Zahl kommt mir jedoch vergleichsweise gering vor bei 283 MLH und bezog sich meiner Einschätzung nach auf einen Zeitpunkt vor dem endgültigen Ausbau). Ein mit Muenster identisch Lagerbereich, bestehend aus 10 MLH, war u.U. die Central Missile Storage Area der 4-3 / 4-43 ADA (Patriot, Gießen).

    PSP 4J Muenster (Muenster Ammunition Depot, bestehend neben dem PSP auch aus der seit
    1959 bestehenden Special Ammunition Site 111.
    Der PSP verfügte anfangs mutmaßlich über ca. 52 ECM (davon einige der ehem. Muna, aber auch 16
    des deutschen Bautyps MLH 30B), nach Einrichtung der SAS noch über ca. 48; später wurde ein
    weiterer Lagerbereich mit 10 modernen ECM errichtet (welcher einem vergleichbaren in Koeppern
    South entsprach und u.U. die Central Missile Storage Area der 2-43 ADA (Patriot, Hanau) war. Dazu
    kamen noch zahlreiche gemauerte Lagerhütten und offene Holzschuppen.
    Die SAS verfügte zuletzt über weitere neun ECM; vier hiervon dürften von den ursprünglich
    existierenden übernommen worden sein, die anderen später erbaut).
    Lagerkapazität 1981: 15.714 short tons.

    PSP 5J Hainhaus aka Vielbrunn Ammunition Area
    1953 als PSP mit 23 ECM errichtet. Anfang der achtziger Jahre massiver Ausbau in zwei Bauschritten auf nunmehr 122 ECM sowie einem Munitionsinstandsetzungsbereich.

    PSP 6J Wertheim
    Bestand zuletzt aus neun modernen sowie 37 älteren ECM aus der Erbauungszeit. Daneben 18 offene Holzschuppen.
    Enthielt mutmaßlich auch die Basic Load Storage Area der Peden Barracks (hier waren v.a. Artillerieeinheiten stationiert, zuletzt auch MLRS).


    PSP 7J Würzburg (Steinbachtal Ammunition Area)
    Bestand zuletzt aus 20 ECM aus der Erbauungszeit, 48 gemauerten Lagerhütten und 15 offene Holzschuppen. In der zweiten Hälfte der achtziger Jahre wurde in dem PSP die Central Missile Storage Area der 8-43 ADA (Patriot, Giebelstadt) mit fünf massiven Beton-Hallen errichtet.

    PSP 8
    War im Jahr 1976 erwähnt und nicht identisch mit dem späteren Koeppern North. Ort ist mir unbekannt.

    PSP 8J Koeppern North
    Bestand vermutlich ab der zweiten Ausbauphase von Köppern in der zweiten Hälfte der achtziger Jahre, als die Liegenschaft auf insgesamt 372 ECM erweitert und offensichtlich in zwei Prestock Points aufgeteilt wurde. Die Gesamt-Lagerkapazität beider PSP Köpperns bestand zuletzt aus 162.000 short tons.


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  13. #7
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    PSP 16J Fulda
    Wird in usarmygermany.com genannt, kann von mir jedoch nicht zugeordnet warden. Eventuell die Bimbach Class V Storage Area bzw. die ehemalige SAS Site 26 ? Hätte dann aber nur 2 ECM als Lagerkapazität gehabt.


    PSP 25 Boeblingen
    Ehemals 29 ECM aus der Erbauungszeit und gemauerte Lagerhütten. Ist noch heute in Nutzung durch die US Army (die benachbarte Panzer Kaserne ist noch aktiv).
    Dürfte auch die Basic Load Storage Area der Panzer Kaserne (ehemals Panzer und mechanisierte Infanterie) beinhaltet haben (siehe hierzu weiter unten bei den sonstigen Munitionslagern).

    PSP 26 Kupfer (Muna Kupfer Ammunition Facility)
    Verfügte über 26 ECM aus der Erbauungszeit, einschließlich zwei MLH der ehem. Muna).

    PSP 27J Bad Mergentheim (Roggenberg Ammunition Storage Site)
    Errichtet als Betriebsstofflager, ab Mitte der fünfziger Jahre Munitionslager. Bestand zuletzt aus 11 ECM (vier Stradley und sieben Type II) und 16 offenen Holzschuppen. Ein massiver Ausbau war in den achtziger Jahren geplant, wurde aber nicht durchgeführt.

    PSP 28 Schwaebisch Gmünd (Unterbettringen Ammunition Storage)
    Bestand anfangs aus 28 ECM aus der Erbauungszeit, von denen drei im Laufe der Zeit abgerissen wurden (mutmaßlich nach einem Erdrutsch oder einem ähnlichen Ereignis). Wurde auch durch die in Schwäbisch Gmünd stationierte Pershing-Einheit genutzt (vor Pershing 2-Zeiten). Errichtung 1953 bis 1957, war offensichtlich vor 1989 bereits als PSP aufgegeben und diente als Training Area.

    PSP 30 Oberdachstetten
    Bestand neben einigen US-ECM v.a. aus MLH der ehemaligen Muna. In der zweiten Hälfte der achtziger Jahre wurde die Central Missile Storage Area der 6-43 ADA (Patriot, Ansbach) mit vier massiven Beton-Lagerhallen errichtet. Wird noch heute von der US Army genutzt (als CFMO-Warehouse; CFMO = Centralized Furnishing Management Office, d.h. Möbellager).

    PSP 31 Ansbach
    Gegebenfalls aus ehemaliger Special Ammunition Site mit 2 ECM hervorgegangen, welche in den PSP integriert wurden. Zuletzt neben diesen beiden ECM 16 weitere moderner Bautypen in verschiedenen Bauausführungen. War vermutlich teilweise Basic Load Storage Area für Ansbach (Panzer und Artillerie). Heute vollkommen abgerissen und durch neu erbaute US-Wohnsiedlung überbaut.

    PSP 32 Langlau
    Auf dem Gelände der ehem. Luft-Muna Langlau, direkt an das Bundeswehrdepot Langlau angrenzend (und ehemals durch dessen Tor zu erreichen). Bestand mutmaßlich aus ca. einem Dutzend ehemaliger MLH der Muna.

    PSP 34 Tennenlohe (eventuell PSP 34 J)
    Wurde in den achtziger Jahren massiv ausgebaut (deshalb die Vermutung der Zusatzbezeichnung „J“) und bestand zuletzt aus neun ECM aus der Erbauungszeit sowie 47 in den achtziger Jahren errichtete ECM. Beinhaltete die Erlangen Basic Load Storage Area. Vor der Aufgabe war die 528th Ordnance Company, 101st Ordnance Battalion, für den Betrieb zuständig.
    Benachbart (aber nicht integriert) befand sich die Uttenreuth Special Ammunition Storage mit zwei ECM, welche aber nicht mehr dem LRSP-Ausbau unterzogen und somit ab unbekanntem Datum nicht mehr Sondermunition gelagert haben dürfte.

    PSP 35 Hepberg (Hepberg Ammunition Storage)
    Verfügte über zehn ECM, vermutlich aus der Erbauungszeit.

    PSP 50 Spabrücken (Spabruecken Storage Facility)
    Verfügte über 49 ECM aus der Erbauungszeit (Type II) sowie acht offene Holzschuppen.

    PSP 51 Fürfeld (Fuerfeld Class V Point)
    Verfügte über 29 ECM aus der Erbauungszeit.

    PSP 52 Eppelsheim (Class V Point Eppelsheim)
    Errichtet auf dem Gelände eines ehemaligen Flak-Munitionslagers der Wehrmacht.
    Als PSP verfügte er über 24 gemauerte Lagerhütten und 10 offene Holzschuppen. Keine ECM. War als Munitionslager offensichtlich nur bis 1974 in Betrieb.

    PSP 54 Lampertheim (Lampertheim Ammunition Area)
    Im Errichtungszustand mit gemauerten Lagerhütten und offenen Holzschuppen. Wurde später mit 36 ECM modernisiert. Diente vermutlich als Mannheim Basic Load Storage Area.

    PSP 56J Bernbach (auch als BLSA bezeichnet)
    Kenne ich nicht aus eigener Anschauung, scheint nach GoogleEarth-Auswertung auch von der Struktur eines „typischen“ PSP abzuweichen. Im südlichen Bereich scheint ein Bereich mit acht modernen ECM eingefügt worden zu sein. Dann dürfte die Zusatzbezeichnung „J“ hiervon rühren.

    Fortsetzung folgt.

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    PSP 75 Germersheim
    Direkt an das Germersheim Army Depot angrenzend.
    Verfügte über 29 / 30 ECM aus der Erbauungszeit (Type II).


    PSP 76 Kandel
    Verfügte über 26 ECM aus der Erbauungszeit (Type II) sowie einst 25 bis 28 offene Holz-Schuppen.

    PSP 77 Schifferstadt
    Direkt angrenzend an das französische dépôt de garnison sowie die deutsche Standortmunitions-niederlage von Speyer. Verfügte ehemals über 30 ECM aus der Erbauungszeit (Type II) sowie mindestens zwei (vermutlich mehr) offene Holzschuppen.

    PSP 78 Hochstetten
    Bestand aus 35 ECM aus der Erbauungszeit (Type II) sowie 34 offene Holzschuppen.

    PSP 79 Schwetzingen (Schwetzingen Ammunition Storage Area)
    Hier habe ich keine weitere Informationen.

    PSP 80 Weinsberg
    Genaue Lage nicht klar. War dies die Wilfensee Storage Area bei Neckarsulm (zwei ECM und vier unbefestigte Lagergebäude) oder das Anfang der fünfziger Jahre errichtete Munitionslager auf der südlichen Heilbronner Waldheide vor dem Ausbau zur Pershing Missile Storage Area 1977 ?

    PSP 81 Merklingen (Merklingen Ammunition Dump)
    1953 errichtet. Bestand aus 26 gemauerten Lagerhütten und weiteren Lagerplätzen. ECM waren nicht vorhanden. 1970 aufgegeben und weiter in Nutzung als Training Area für die Pershing-Einheit aus Neu Ulm.

    PSP 82 Crailsheim
    Bestand ursprünglich aus sechs ECM aus der Erbauungszeit. Zu einem späteren Zeitpunkt wurden drei weitere modernere ECM hinzugefügt. Daneben acht bis neun offene Holzschuppen.
    Vermutung: ein Teil diente als Basic Load Storage Area von Crailsheim (Lance-Bataillon bzw. bis Mitte der achtziger Jahre zusätzlich mechanisierte Infanterie).

    PSP 94 Bamberg
    War vermutlich die östlich der Warner Barracks gelegene und der Quick Reaction Site (s.u.) benachbarte Liegenschaft mit acht modernen ECM. Später als die ursprünglichen PSP errichtet.


    PSP 242 Darmstadt (2 MLH)
    Könnte die südlich Darmstadts und des Griesheim Army Airfields (aber auf der anderen Seite der A 67 gelegenen) Liegenschaft gewesen sein. Zwei ECM sind vorhanden. Dürfte dann eher Funktion einer Basic Load Storage Area gehabt haben.



    Dem Miesau Ammunition Depot angegliederte Prestock Points (Teil der Theater Storage Area)

    PSP A 64 Lemberg
    Später als die ursprünglichen PSP errichtet; dem Miesau Ammunition Depot angegliedert. Bestand aus 15 ECM.

    PSP A 65 Ruppertsweiler
    Später als die ursprünglichen PSP errichtet; dem Miesau Ammunition Depot angegliedert. Bestand aus 15 ECM.

    PSP A 67 Leimen
    Später als die ursprünglichen PSP errichtet; dem Miesau Ammunition Depot angegliedert. Bestand aus 12 ECM. Verfügte über kleine Truppenunterkunft und diente mutmaßlich während des Ausbaus von Clausen als temporäres Zwischenlager.

    PSP A 82 Börrstadt (Boerrstadt Ammunition Depot)
    Später als die ursprünglichen PSP errichtet; dem Miesau Ammunition Depot angegliedert. Bestand aus 16 ECM.

    sowie die vier Außenlager im Saarland (welche 1981 zusammen über 14.000 short tons Lagerkapazität verfügten), errichtet 1973/74.

    PSP S 5 Haustadt mit 15 ECM

    PSP S 9A Differten mit 14 ECM

    PSP S 29A Büschfeld mit 14 ECM

    PSP S 32 Urexweiler mit 15 ECM

    Fortsetzung folgt.

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  17. #9
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    Basic Load Storage Areas
    Neben den mit PSP identischen oder dort integrierten BLSA gab es auch explizit als solche bezeichnete Liegenschaften, immer in unmittelbarer Nähe der Kasernen.

    Aschaffenburg BLSA
    Hervorgegangen aus der ehem. NATO Site # 21 (Special Ammunition Site) und für Funktion als BLSA über die zwei vorhandenen ECM hinaus um sieben weitere ECM des Typs steel arch erweitert worden.

    Kitzingen BLSA (westlich der Larson Barracks)
    1983 mit 11 ECM errichtet (6 Typ 33-15-28 Steel Arch, fünf weitere).

    Oberolmerwald BLSA (Mainz)
    Eines von drei abgetrennten Munitionslagern in der Ammunition Storage Oberolmerwald mit 12 ECM (die beiden anderen waren, zumindest zeitweise, SAS).

    Bad Kreuznach BLSA (Rheingrafenstein)


    Schwabach BLSA
    Auf dem Gelände einer ehemaligen Hawk-Flugabwehrraketenstellung errichtet. Zwei ECM und acht Lagerhallen.

    Vilseck BLSA
    Nahe Gate 4 bei Tanzfleck des TrÜbPl Grafenwöhr mit drei ECM.

    Wiesbaden BLSA
    Südlich der Wiesbaden Air Base gelegen, 16 ECM. Heute durch US-Wohnsiedlung überbaut.


    Basic Load Storage Areas / Quick Reaction Sites
    Die Quick Reaction Sites wurden ab Mitte der siebziger Jahre für Verbände der US Armored Cavalry in Grenznähe errichtet und bestanden aus fünf bis sieben Steel Arch ECM sowie ca. vier Dutzend Lagerhütten.

    Amberg QRS
    Bad Hersfeld QRS
    Bad Kissingen QRS
    Bamberg QRS
    Fulda QRS (Bimbach)
    Bindlach QRS
    Schweinfurt QRS


    Fortsetzung folgt.

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    Weitere konventionelle Munitionslager ohne nähere Bezeichnung:
    Hierbei werden sich mutmaßlich weitere Basic Load Storage Areas befinden.

    Augsburg Ammunition Vehicle Park
    1955/56 errichtet als Bereitstellungsplatz für einsatzbereit beladene Transportfahrzeuge, aber wohl nie als solches genutzt. Diente in späteren Zeiten als Abstellplatz für Tanksattelauflieger.

    Bad Kissingen
    zwei weitere Lager neben der QRS: Reiterswiesen Ammunition Storage und Ammunition Facility, einmal mit 3 ECM, einmal mit einem ECM mit vier Türen)

    Bamberg Ammunition Depot, später Depot
    Ehemalige Muna. Die Lagerkapazität betrug 1981 14.572 short tons. Zuordnung nicht klar (Theater oder Corps Storage Area).

    Böblingen
    kleines Munitionslager mit 3 MLH an PSP 25 angrenzend

    Buedingen Ammunition Area (vermutlich identisch mit Lorbach Ammunition Area)
    Vermutlich BLSA von Büdingen.

    Butzbach Ayers Kaserne
    Ursprünglich Ammunition Vehicle Park, später mit vmtl. sieben ECM ausgestattet. Dürfte BLSA gewesen sein.

    Butzbach Schloss Kaserne Ammunition Storage

    Hanau Army Airfield
    Sechs kleine ECM sowie 13, später noch 10 Lagerhallen.

    Feucht Ammunition Storage Area
    Vermutlich BLSA für Nürnberg / Feucht (Artillerie / Kampfhubschrauber) mit 11 ECM und sechs großen Freilagerflächen. Mutmaßlich nach 1968 errichtet (siehe unten bei Zennwald).

    Fischbach Army Depot (mit Ausnahme Lagerbereiche Sondermunition, Raketen)
    Erbauung Ende 1956 bis 1958 mit 89 ECM Type II. Neben den mindestens zwei Sondermunitionsbereichen gab es zwei Lagerbereiche für konventionelle Munition mit insgesamt 64 Type II ECM, in welchen vermutlich Munitionsbestände der Theater Storage Area gelagert waren.

    Fulda Gerlos Ammunition Storage Site mit drei ECM.

    Giebelstadt Army Airfield mit zwei ECM, zwei Lagergebäude, einer Freilagerfläche

    Grafenwöhr (bei Tanzfleck, Wache 4) (als BLSA bezeichnet)
    Nahe Gate 4 des TrÜbPl Grafenwöhr mit drei ECM.


    Hailer-Hesse Ammunition Area (genaue Lage unbekannt, bei Gelnhausen, vermutlich BLSA)

    Haunstetten Ammunition Storage (Augsburg)
    Ehem. Wehrmachts-Munitionslager mit kleinen 15 erdüberdeckten MLH. 1961 der Bundeswehr übergeben.

    Hockenheim (bereits in den sechziger Jahren aufgegeben; als PSP bezeichnet)

    Illesheim Storck Barracks mit sechs ECM und zwei Lagergebäuden (BLSA)

    Kitzingen Airfield
    Ehemals vermutlich SAS NATO Site #35 bis Errichtung des Neubaus bei Kaltensondheim, welcher die selbe Bezeichnung weiter führte. Anschließend Erweiterung auf insgesamt sechs ECM und konventionelle Munitionslagerung (Vermutung: entweder BLSA für Harvey Barracks und / oder Munitionslagerung für A-10A Thunderbolt II der USAFE, welche Kitzingen regelmäßig nutzten).

    Mutlangen (Schwäbisch Gmünd) mit zwei ECM, 1956 errichtet und 1985 mit massiven Ausbau der Liegenschaft in Pershing 2 Missile Storage Area in diese integriert (allerdings weiterhin für konventionelle Munitionslagerung).

    Neckarsulm-Wilfensee Storage Area Site mit ehemals 2 ECM und vier Lagergebäude
    (identisch mit PSP 80 ? siehe bei PSP)

    Oberauerbach (Zweibrücken) (ehem. Nike Launch Area, Munitionslager ab 1983)

    Ober-Mörlen mit 20 ECM

    Oberweis Ammunition Supply Point der B-Battery, 6-56 ADA bzw. 5-44ADA (Bitburg Air Base)

    Regensburg Ammunition Dump (Obertraubling)
    Vermutlich 1955 errichtet und bereits 1958 wieder aufgegeben, spätestens 1964. Keine Spuren mehr vorhanden.

    Rottershausen Ammunition Storage Area
    Auf dem Gelände der ehem. Luft-Muna Rottershausen. Vier neu errichtete ECM und ca. 18 modernisierte erdüberdeckte MLH der ehemaligen Muna.

    Siegelsbach Ammunition Facility
    Konventioneller Lagerbereich mit ca. 38 ECM.

    Stettenhofen Ammunition Area (Augsburg)
    Bestand aus 27 gemauerten Lagerhütten und 11 offenen Holzschuppen. Vermutlich bereits weit vor Abzug der US Army aus Augsburg als Munitionslager aufgegeben (ggf. mit Abzug der 24th Infantry Division 1970). Liegenschaft war aber weiterhin abgezäunt und mutmaßlich zuletzt von der Bundeswehr genutzt. Direkt benachbart weiteres, kleines Lager mit Doppelzaun und mutmaßlich zwei, drei Lagerhütten hinter Erdwällen. Dieses kleine Lager wurde bereits längere Zeit nicht mehr genutzt.

    Waldsachsen Ammunition Area (Coburg) mit ECM (Anzahl nicht bekannt); gemeinsame Nutzung US Army und Bundesgrenzschutz.

    Woert Ammunition Area (Landkreis Schwäbisch Hall, Baden-Württemberg)
    Vom Aufbau her klassischer PSP. War somit vermutlich auch einer, Nummer jedoch nicht bekannt.
    Bestand aus 33 ECM der Erbauungszeit (Type II, welche teilweise modernisiert wurden) und 5 offenen Holzschuppen.

    Würzburg Leighton Barracks mit zwei größeren und drei kleineren Lagerhallen (Ammo- oder sonstiges Lager ?)

    Zennwald Ammunition Storage Area (Fürth)
    Ehemalige Munitionsausgabestelle 2/XIII für Flak-Munition der Wehrmacht. 1958/59 Instandsetzung und Inbetriebnahme durch US Army mit 14 erdüberdeckten MLH (aus Wehrmachtszeiten) und neu errichteten ECM. Sollte 1968 um einen Ammunition Vehicle Storage Park erweitert werden. Statt dessen wurde Feucht ausgebaut. Mutmaßlich Basic Load Storage Area für Fürth (u.a. Artillerie und Pioniere).


    Fortsetzung folgt.

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