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Thema: Kampf um Sperren / Militärische Minenräumung

  1. #11
    Cold Warrior
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    Avatar von EmilBerggreen
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    Wie ich lese, wurde das nicht mit dem Spaten gemacht.

    Es gab/gibt anscheinend spezielle Bodenausheber zum Ausheben von Minenlöchern.
    Das Verlegen geschieht dann arbeitsteilig: Verlege-, Träger-, Einbau- und ganz zum Schluss der Entsicherungstrupp.

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  3. #12
    Cold Warrior Avatar von Ritchie 66
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    · M18A1 Claymore-Antipersonenmine mit Richtwirkung („Front toward Enemy“), bekannt aus dem Vietnamkrieg aber evtl. auch von US-amerikanischen oder auch britischen Streitkräften auch f. d. potenziellen Einsatz in Europa angedacht
    Die Claymore war auch für den Einsatz in Europa vorgesehen. Diese Richtsplittermine war/ist nicht nur für den Einsatz durch Pioniereinheiten vorgesehen sondern wurde auch von Einheiten genutzt, die nichts mit dem Pionierwesen zu tun hatten. Infantrie usw., aber auch die Angehörigen der US Militärpolizei wurden an diesem Kampfmittel ausgebildet. Es eignet sich halt hervorragend zum Schutz von Stellungen usw.
    Soweit ich mich noch Erinnere, wurden in Wildflecken in den 80ziger Jahren mal zwölf solcher Minen entwendet. Ist schon so lange her.

    Gruß
    Richard

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  5. #13
    Cold Warrior Avatar von Hoover
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    Zitat Zitat von EmilBerggreen Beitrag anzeigen
    Was mich interessiert: wie wurde die DM-11 A/Pper Hand verlegt?

    [/COLOR][/SIZE][/FONT]Mit dem Klappspaten? Grassoden ausstechen,Mine in das Loch, Zünder scharf machen, vorsichtig Grassode drauf – fertig.Oder unter anderen Geländebedingungen mit Laub oder Reisig bedecken.Worauf beruhte die Gefährlichkeit der DM-11 A/P?War der Zünder so hochempfindlich? Sollte der nicht erst auf einen Druck von5-10 kg reagieren?Wie spürt man überhaupt Plastikminen auf? DieMinensuchnadel ist da wohl ineffektiv.[/COLOR][/SIZE][/FONT]
    10Kg war das Auslösegewicht (100 Newton, also gerundet 10 Kg).
    Die Mine durfte nicht verdeckt werden, nur offen und mit etwas Tarnung per Hand drübergestreut. Aber das Federlager des Detonators war empfindlich, da reichte schon ein dummer Handgriff, und die Feder sprang an.
    Masse war 200 gr, Sprengstoff 114 gr, Durchmesser 81 mm, Höhe 37 mm. Also sehr klein. Minensuchgeräte zeigten die Dm 11 gar nicht an (bei uns jedenfalls nicht, keine Ahnung, ob die WP-Geräte empfindlicher waren).
    Minensuchnadeln brauchte man eigenltich nicht, weil die DM 11 ja offen verlegt wurde. Kreichend zentimeterweise vorgehen, anders ging das nicht.

    Handhabung nach meinem Handbuch ging wie folgt (wir hatten jeder ein eigenes Oktavheft mit Notizen fürs Gelände. Dieses trugen wir mit Fahrtennachweisheft und Schießbuch in einer aufgeschnittenen großen Verbandpäckchentasche in der rechten Oberschenkeltasche des Feldanzuges).

    Also:
    1. Prüfen, ob der Sicherungsring leichtgängig war, wenn nicht stand die Feder und Spannung. Mine zurückgeben.
    2. verschlussschraube bei aufgesetzem Sicherungsring ausschrauben, prüfen, ob die Schlagbolzenfeder nach unten durchgedrückt ist und nicht in den Detonatorraum ragt.
    3. Detonator einschrauben
    4. Sicherungsring abziehen
    5. Mine ablegen, Sicheurngsring beim Truppführer/Gruppenführer abgeben.

    Aufnehmen:
    1. Mine freilegen
    2. Detonator ausschrauben, dabei auf keinen Fall Druck auf den Rand der Mine ausüben! Wenn es schwer geht, Mine sprengen.
    3. Mine aufnehmen
    4. Sicheurngsring aufschieben (ja, in dieser Reihenfolge)
    5. Verschlussschraube einschrauben
    6. Verpacken

    Wobei wir nicht einmal eine scharfe Dm 11 gesehen haben udn immer nur mit der Übungsmine DM18 geübt haben, und ich meine, dass es keine Exerzierversion der DM 11 gab.

    Ich suche für meine Bw-Sammlung noch eine DM18 Übungsmine, ich habe alle Minen in Ex- oder Übversion, nur diese fehlt mir. Nichts auf dem Markt zu finden.

    Beste Grüße
    Frank

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    EmilBerggreen (21.08.2018)

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  8. #14
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    Hallo zusammen,

    anbei ein Link zum Field Manual der Claymore Mine.
    http://www.bits.de/NRANEU/others/amd...C2%2873%29.pdf

    Gruß aus der Pfalz

  9. Folgender Benutzer sagt Danke zu palatinat für den nützlichen Beitrag:

    EmilBerggreen (21.08.2018)

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  11. #15
    Cold Warrior
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    Hi Frank,

    besten Dank für die Anleitungen!
    Die Panzerpioniere waren um ihre gefährlichen Tätigkeiten wirklich nicht zu beneiden. Im V-Fall wäre dann noch der Faktor Zeit und ständig wechselnde Lagen dazu gekommen.
    Wären mit Antipersonenminen verminte Flächen eigentlich durch Trassierband nach hinten gekennzeichnet worden (feindwärts natürlich nicht sichtbar) oder allein durch eine Minenmeldung mit Skizze, die an den Zugführer der verteidigenden Einheit übergeben wird?

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  13. #16
    Cold Warrior Avatar von Hoover
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    Pioniere allgemein. Panzerpioniere hatten gegenüber den Divisions- oder Korpspionieren ja noch das Problem, dass eine PzPiKompanie (PzPi waren ja meist Brigadepioniere) nicht die Masse an Personal hatte, um einen TrTeil zu unterstützen. Eine Kompanie ist schnell eingesetzt und auch schnell verloren.

    Zur Markierung:
    Die AnwFE 286/100 Sperren sagte dazu, dass der Pionierführer oder der Führer der unterstützten Kampftruppe festlegen kann, ob die Markierung/Einzäunung rundum, nur feindwärts, nur freundwärts oder auch nur zu einer Seite geschehen soll. das Entfernen der Markierungen wird von den Führern befohlen, sprich Zeitpunkt und ob komplett entfernt werden soll.

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    EmilBerggreen (22.08.2018), Nemere (21.08.2018)

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