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Thema: Verpflegung bei der Bundeswehr

  1. #11
    Cold Warrior
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    Zitat Zitat von Malefiz Beitrag anzeigen
    Ich war Anfang 1981 in der Jägerkaserne auf ABC/SeAbwehrUffz Lehrgang. Da gab es zum Mittagessen eine Flasche Bier. Die habe ich auf Deinem Speiseplan nicht gefunden....
    Ich weiß nichts davon, das mit der dienstlich bereitgestellten Truppenverpflegung eine Flasche Bier ausgegeben wurde. Es gab allerdings eine Zeitlang bei der 1. Gebirgsdivision und der 4. Jäger- / Panzergrenadierdivision die Erlaubnis eine Halbe Bier zum Essen zu trinken - allerdings auf eigene Kosten. Kraftfahrer usw. waren davon natürlich ausgeschlossen. Da es immer wieder Auswüchse gab, weil diese Bestimmung mehr als großzügig ausgelegt und dann aus dem einen Bier einige Biere wurden, wurde das eigentlich schon immer bestehende Alkoholverbot während des Dienstes dann auch bei diesen beiden Divisionen durchgesetzt.

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  3. #12
    Cold Warrior
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    Wie versprochen hier zum Vergleich einige Speisepläne aus anderen Zeiten:
    - Wehrmacht kurz vor dem 2. Weltkrieg. Man hat anscheinend damals vor allem von Kartoffeln gelebt - 1500 Gramm am Tag
    - Reichsarbeitsdienst Frühjahr 1944. Hier werden die Versorgungsschwierigkeiten schon deutlich: 80 gr. Ochsenfleisch (mit Knochen) als Hauptgericht oder gerade mal 30 gr. Schweinebauch (auch mit Knochen) für den Erbseneintopf.
    - US-Army kurz nach Kriegsende. Hier lebt man aus dem Vollen.
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  5. #13
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    Zitat Zitat von Nemere Beitrag anzeigen

    Rinderherz gehört zu den besten Innereien überhaupt, das ist hervorragendes fettarmes Fleisch. Es lässt sich als Steak zubereiten oder im ganzen schmoren. Man findet genügend Rezepte dafür.
    Das weiß ich auch zu schätzen. Ich frage mich halt aufgrund der ganzen Hygienevorschriften etc. ob Innereien in einer Truppenverpflegung noch verwendet werden dürften.
    Vom "Ihgitt, Innereien" der heutigen Jugend ganz zu schweigen.
    „Viele sind hartnäckig in Bezug auf den einmal eingeschlagenen Weg, wenige in Bezug auf das Ziel“
    Friedrich Nitzsche

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  7. #14
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    Zitat Zitat von DeltaEcho80 Beitrag anzeigen
    Ich frage mich halt aufgrund der ganzen Hygienevorschriften etc. ob Innereien in einer Truppenverpflegung noch verwendet werden dürften.
    Leber war bei uns noch Standard in der Verpflegung, ich meine mich auch mal an Saumagen zu erinnern. Waren auch in der Mannschaftsverpflegung so ziemlich die einzigen tierischen Produkte, die jeder am Geschmack erkannte...

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  9. #15
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    Nochmal zum Bier bei der Bundeswehr in der Mittagspause. Ich füge einen kurzen Absatz aus der Divisionsgeschichte der 4. PzGrenDiv bei, der sich mit dieser Frage beschäftigt.
    (Quelle: Oster, Heinz/ Sander, Wolfgang: Gesichter einer Division - Soldaten der "Vierten" im Bayerischen Grenzland. Regensburg 1982, S. 177).
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  11. #16
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    Ich schwör Stein und Bein, im Februar 1981 gabs in der Jägerkaserne Bier zum Essen. Der ganze Lehrgang wunderte sich.

    Waren in der Kaserne denn noch andere Truppenteile, als die Schule?
    Geändert von Malefiz (02.12.2018 um 18:21 Uhr) Grund: Ergänzung

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  13. #17
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    In Sonthofen waren damals die ABCAbwehrkompanie 4 (= 4. PzGenDiv), die Gebirgs-ABCAbwKp 8 (= 1. Gebirgsdivision) sowie der Stab, die 1. und eine Ausbildungskompanie des Gebirgs-Instandsetzungsbataillons 8 (= 1. GebDiv), also alles Truppenteile der beiden Divisionen, bei denen damals ein Bier mittags erlaubt war. Das führte natürlich zu Konflikten, wenn in der Kaserne auch Truppenteile stationiert waren, die anderen Kommandobehörden unterstanden, wie im Falle Sonthofen z.B. die ABC/Abwehr-SE-Schule. Es musste dann irgendeine Einigung gefunden werden. Ich will nicht ausschließen, das man sich der Regelung 4. PzGrenDiv/1. GebDiv angeschlossen hat. In der ebenfalls in Sonthofen befindlichen Generaloberst-Beck-Kaserne (Schule Feldjäger und Stabsdienst und Ausbildungskompanie 905) war dagegen kein Bier während des Dienstes erlaubt.

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  15. #18
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    Ich wundere mich nur über die Behauptung, das diverse Lebensmittel, die sonst nicht verkauft werden konnten, an die Bundeswehr zu verbilligten Preisen abgegeben wurde. Ich erinnere mich nämlich noch sehr deutlich, das mir ein Küchen-Uffz einmal erzählte, das beim Einkauf von Verpflegung auf den öffentlichen Markt, nur Handelsklasse A eingekauft werden durfte. Dieser Uffz erzählte weiter, das die BW auch keine Sonderangebote, weil verbilligt, Einkaufen durfte. Na ja, das war im Jahr 1969.

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  17. #19
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    Zitat Zitat von Nemere Beitrag anzeigen
    US-Army kurz nach Kriegsende. Hier lebt man aus dem Vollen.
    Nix für Vegetarier

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  19. #20
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    Ein Cousin brachte mir immer die guten alten Bundeswehr-Hartkekse mit. Die Wehrpflichtigen/Zeitsoldaten kriegten wohl immer die ablaufenden Haltbarkeitsdaten zum Mitnehmen. Die Kekse hatten wir immer als wetterfeste Energienahrung zum Rudern mit. War nicht schlecht. Habe später erst gelernt, dass man damit sogar Feuer machen kann.

    Bei den Amis hat mich immer deren weltweite Essenslogistik aus dem Vollen beeindruckt: In Deutschland (jedenfalls in Berlin) tranken die ihre Cola aus original US-Aludosen mit US-Verschluss ohne separaten Nippel. Natürlich auch mit allen anderen US-Sorten, die wir gar nicht hatten. Das leckere US-Militäreis aus "Gruenstadt, Germany" wurde seinerzeit global über "Clark Air Base" auf den Philippinen verteilt. Das gab es immer am "Tag der offenen Tür" in Tempelhof in der riesigen 1 Pint-Pappschachtel und gleich mit großem Plastik-Esslöffel.

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