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Thema: Harvey Black "TheRed/BLack/Blue Effect"

  1. #1
    Cold Warrior Avatar von Hoover
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    Standard Harvey Black "TheRed/BLack/Blue Effect"

    Ichhabe mir mal die 3-teilige Reihe gekauft und durchgelesen. Anbei meine Rezension bei Amazon.
    Ich würde vesuche, die Reihe über Amazon-Merketplace zu holen, da habe ich für alle 3 Teile gesamt 12 € bezahlt, das war okay. beim Kauf zum Verlagspreis hätte ich mich geärgert.

    Beste Grüße
    Frank


    Wie schon im ersten Teil "The Red Effect" und im zweiten Teil "The Black Effect" wird hier der Verlauf der ersten Stunden im 3. Weltkrieg geschildert. Im ersten Teil waren die Monate, Tage und Stunden vor dem Kriegsausbruch das Thema, im zweiten Band sind die ersten Kriegsstunden/Tage bis zum ersten Einsatz chemischer Kampfmittel und jetzt im dritten Teil der (begrenzte) Einsatz taktischer Nuklearwaffen beschrieben.

    Tolle, interessante Idee, zumal hier alles aus hauptsächlich britischer Sicht beschrieben wird. Dazu kommen einzelne Kapitel, in denen auch andere (Sowjets, DDR-NVA, Bundeswehr) in kleinen Absätzen zur Sprache kommen. Den Handlungspfad bestimmen die Einheiten/Protagonisten, die schon im ersten und zweiten Teil Thema waren.

    Und da liegt die große Schwäche der Bücher (gilt übrigens gleichlautend für den dritten Band "The Blue Effect"): Es wird teils sehr detailliert die Geschenisse geschildert, was dazu führt, dass auf 2 Seiten der Funkverkehr im Panzerkampf erzählt wird. Allerdings nervt das nach endlosen "Bravo-Two, SABOT, left 500m" und so weiter etwas, denn die Geschichte kommt so seitenlang nicht voran, mich hat es irgendwann gar gelangweilt. Und als Tom Clancy-Fan und begeisterter Leser von den Klassikern "Im Sturm" oder "Team Yankee" ist das schon eine Leistung.

    Auch vermag es der Autor nicht, dass sich irgendweine Bindung zu den Protagonisten aufbaut. Sie gehen in Stellung, haben Feuergefechte, einige fallen, und? Dazu sind die Personen äußerst oberflächlich beschrieben, persönliche Ängste etc nur am Rande, die Handlungsstränge wechslen zu oft, viele werden nur in einem Kapitel beschrieben.

    Auch der Einsatz chemischer und nuklearer Kampfmittel, eigentlich ja der Kernpunkt des Buches, kommt eher am Rande vor. Da hätte man viel mehr draus amchen können, die Wirkungen auf beide Seiten sind da eher nur Randnotizen.

    Die Serie ist bekanntlich reine Fiktion (zum Glück), da kann man nicht sagen, dass es anders gekommen wäre, aber zumindest beim Einsatz taktischer Nuklearwaffen hatte der Warschauer Pakt die Freigabe zum Gegenschlag bis an die Kommandeure der Armeen heruntergegeben. Die Annahme, dass es da keinen sofortigen Gegenschlag gegeben hätte ist halt sportlich. Dass es einige Waffensysteme, die hier beschrieben sind, 1984 erst in kleinen Mengen bzw als Prototypen gab, mag man verzeihen, denn auch Clancy hat in "Im Sturm" ja Einiges an Fiktion reingebracht.

    Die 3 Bände sind schon interessant, ich empfehle sie allen Interessierten am Kalten Krieg, aber wirklich ein Klassiker ist die Serie nicht und nicht so stark intereessierte Leser werden das Buch evtl nciht mal zu Ende lesen.
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    "Damals, als ich in meinem Alter war..."

  2. Folgender Benutzer sagt Danke zu Hoover für den nützlichen Beitrag:

    Nemere (20.01.2019)

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  4. #2
    Cold Warrior Avatar von EmilBerggreen
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    Also ich habe damals nur "The Red Effect" gekauft und muss sagen, dass ich von der Lektüre relativ enttäuscht war.
    Ich hatte allergrößte Erwartungen und dachte, dass einen das Buch in die Welt von NORTHAG und des I. BR Corps mitnimmt. Aber keine der Erwartungen wurde erfüllt.
    Harvey Black diente zwar beim British Army Intelligence aber er war anscheinend weder Panzersoldat noch hat er sich aus meiner bescheidenden Sicht als Autor qualifiziert.
    Da es so gut wie keine Konkurrenz in dieser Thematik gibt, liest man das Buch halt doch, weil es ja kaum etwas anderes gibt.
    Meiner Meinung nach eine große Chance vertan.

    BERGEN-HOHNE. 4. Juli 1984. -26 Hours ... - Black ist Brite, man kann nicht unbedingt erwarten, dass er in die Heidelandschaft eintaucht und eine Panzerkompanie zum
    Leben erwecken kann.


    "This is an alert. This is an alert. This is an ACTIVE EDGE alert. This is not an exercise."
    The Chieftain tank was the backbone of the 1st British Corps armoured force ans 1st Armoured, 2nd Armoured and 4th Armoured Divisions were the formations that ...
    "There will be casualties. I can't promise survival ...
    Spricht man so über anstehende Verluste? Ich denke, ein Truppenführer würde dieses Thema eher vermeiden/
    verdrängen. Wenn es kommt, dann kommt es halt und dann müssen die SanMTWs halt rechtzeitig da sein. Aber darüber kann man nur spekulieren.

    Dabei ist es ja eigentlich das wichtigste Thema überhaupt. Die Soldaten, die ins Gefecht gehen, sollten zumindest Sicherheit darüber haben, dass man sie auch wieder daraus
    herausholt, sollten sie verwundet werden.

    Welches Buch folgt eigentlich auf "The Red Effect"? "The Blue Effect"? Vielleicht wird es ja besser??

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  6. #3
    Cold Warrior
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    Ich habe in meinem Zitat oben die Reienfolge und meine Einschätzung geschrieben. Nein, wird nicht besser. Der gute Nemere wird das Buch wahrscheinlich verfeuern
    "Damals, als ich in meinem Alter war..."

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  8. #4
    Cold Warrior Avatar von Nemere
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    Zitat Zitat von Hoover Beitrag anzeigen
    Der gute Nemere wird das Buch wahrscheinlich verfeuern
    Die Zeit der Bücherverbrennungen ist vorbei. Aber - nein, er wird es mit Sicherheit nicht lesen, weil er in den 1980er-Jahren zwei Bücher gelesen hat, die einen möglichen 3. Weltkrieg nach meinem Eindruck viel realistischer und mit mehr Sachkenntnis beschreiben.
    Da ist zuerst von John Hackett: Der Dritte Weltkrieg. Hauptschauplatz Deutschland. Hackett war bis Ende der 1960er Jahre Oberkommandierender der NORTHAG und britischen Rheinarmee. Er wusste also, wovon er schrieb, vor allem waren ihm die Planungen der NATO bekannt. Der Vorzug des Buches ist, das Hackett auf die Gesamtkonzeption der NATO eingeht und auch Themen wie den Nachschub über den Atlantik nicht übersieht.
    Eine gute Inhaltsübersicht gibt es bei Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Dr...tz_Deutschland

    Das zweite Buch ist: Francois: Wenn die Russen angreifen. München 1980. Francois ist ein Pseudonym eines hochrangigen französischen Offiziers, der einen dritten Weltkrieg aus der Sicht der auf deutschem Boden kämpfenden französischen Truppen schildert. Er geht auch auf die immer verdrängten Probleme hinter der Front ein, z.B. auf die Bevölkerungsbewegungen.

    Grüße
    Jörg

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  10. #5
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    den Hackett habe ich auch im Regal, das andere kenne ich nicht. Also gleich suchen

    Edit: Gibt es für unter 1 € bei Amazon. Habe ich mir also gleich bestellt.

    Edit#2 an Nemere: ich meinte nicht verbrennen (als Schadereigneis) sondern im Kamin verfeuern als Nutzereignis.
    Gnaa, Feuerwehrkleinkariertbegriffebenutzen....
    "Damals, als ich in meinem Alter war..."

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  12. #6
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    John Hackett: Der Dritte Weltkrieg. Hauptschauplatz Deutschland.
    Der Vollständigkeit halber, von Hackett gibt es noch ein dazu passendes Buch:
    Welt in Flammen - Der dritte Weltkrieg-Schauplatz Europa“
    Darin werden die Kampfhandlungen im gesamten europäischen Raum beschrieben. Dazu aber auch im Rest der Welt, auf den Meeren und im Weltraum.
    Kenne ich aber nur als Taschenbuch.

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