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Thema: Crailsheim PSP 82 (US)

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    Rekrut Avatar von Vanitas
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    Standard Crailsheim PSP 82 (US)

    Ich habe den Feiertag genutzt, um das PSP in Crailsheim aufzusuchen. In Crailsheim waren sowohl US-Truppen (McKee Barracks - u.a. 1st Bn 51st Inf und 2nd Bn 42nd FA mit Lance Raketen) als auch die Bundeswehr (Depot) stationiert. Von diesen Liegenschaften gibt es heute kaum noch etwas zu sehen. An die 1993 aufgelösten McKee Barracks (heute Wohn-/Geschäftsviertel "Hirtenwiesen") erinnert eine Informationssäule auf dem McKee Platz und ein gleichnamiges Geschäftshaus. Die Wohnblöcke stehen renoviert ebenfalls noch. Südlich der US-Kaserne und der Bahnlinie hatte die Bundeswehr ein Gerätehauptdepot(C7, Versorgung der 4. PzGrenDiv und WBK V und VI), in dem vor allem Radfahrzeuge gewartet wurden. Die Einrichtung ist komplett verschwunden und heute ein Industriegebiet.

    Spuren findet man noch westlich der Stadt, wo zwei Schießstände stehen.
    Rechts der für Kurzwaffen, links der für Langwaffen:
    ISchießstände.jpg
    Der Kurzwaffenschießstand sieht auf den ersten Blick noch recht gut aus. Man kann erkennen,dass sechs Schießbahnen ausgezeichnet waren. Entfernungschilder für 10, 15 und 25m sind noch im Inneren erkennbar:
    IPistolenschießstand.jpgIPistolenschießstand2.jpgIPistolenschießstand Rückseite.jpg

    Einige Meter daneben befindet sich der Langwaffenschießstand, der sich in weitaus schlechterem Zustand befindet
    Auf dem rechten Seitenwall steht noch ein Mast (Warnflaggen oder Windsack?), hinter dem Kugelfang ein ziemlich ramponiertes Backsteingebäude:
    IGewehrschießstand Tor.jpgIGewehrschießstand Bahn.jpgIGebäude.jpg

    Um zur Munitionsniederlage bzw. PSP zu kommen, muss man einem Schotterweg in den Burgbergwald folgen. Das Gelände ist ziemlich sumpfig und man bekommt das Gefühl, dass hier nichts mehr kommt, bis man an einem kleinen See auf eine mit Betonplatten ausgelegte Kreuzung stößt. Hier biegt man linker Hand ab und läuft dann direkt auf die Liegenschaft zu. Sie wird heute offenbar von einem Jäger genutzt, der dort eine kleine Halle hat und Hochsitze baut.
    Um hier noch etwas erkennen zu können, braucht man Vorstellungskraft, bzw. man muss wissen, wonach man sucht: Die Anlage ist nicht mehr umzäunt (lediglich Metallwiderlager im Beton zeigen, wo sich einstmals Tore befunden haben) nur noch ein Schlagbaum (der aber geöffnet ist/war) sperrt den Weg ab.
    Im Prinzip ist nur noch die Straße des PSP vorhanden. Es handelt sich um einen Weg aus großen Betonplatten, der breit genung ist, dass zwei LKW anstandslos aneinader vorbeifahren können. Die Stellen, an denen sich die neun "Munitionsbunker" befanden kann man noch am fehlenden/schwachen Bewuchs erkennen. Gegen Ende der Straße ist rechter Hand eine Freifläche, auf der wohl noch einige Lagerschuppen aus Holz gesstanden hatten. Etwas seltsam: Der Betonplattenweg endet nicht in einem "Wendehammer" sondern abrupt am Waldrand. Dort hat sich ebenfalls ein Tor befunden, der anschließende Waldweg sieht aber nicht danach aus, als ob er jemals für schwerere Fahrzeuge befahrbar gewesen ist.

    IEingang PSP.jpgIStraße PSP.jpgI ECM.jpg

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    Submariner (04.05.2019)

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  4. #2
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    Standard PSP 82 Crailsheim

    Hallo,

    von mir noch einige Informationen zum PSP 82. Die neun Earth-covered magazines (ECM) entstammten augenscheinlich zwei Bauperioden. Ursprünglich bestand das Munitionslager wohl nur aus sechs ECM des typischen Bautyps der Errichtungszeit der PSP's (und mutmaßlich aus mehreren der für PSP typischen Holzunterstände). Später wurden dann noch drei wesentlich größere und moderne Magazine des Typs Stradley hinzugefügt. Am von Vanitas angesprochenen Ende des Weges befand sich tatsächlich eine Notausfahrt und ein mit Sicherheit erst in der zweiten Hälfte der achtziger Jahre errichtetes technisches Betriebsgebäude (mit der Nummer B 300). Ansonsten verfügte das Lager vor der Aufgabe nur über ein gemauertes Wachgebäude mit gegenüberliegendem kleinem technischem Betriebsgebäude sowie ein kleinen ECM. Vom Wachgebäude aus gesehen, war die Reihenfolge bzw. die Nummerierung der ECM wie folgt: 277 (älteres ECM), 279 (älteres ECM), 281 (älteres ECM), ECM 283 (älteres ECM), B 298 (neueres ECM), ECM 285 (älteres ECM), B 299 (neueres ECM), 287 (älteres ECM) und 296 (neuerer ECM). Ob die Tatsache, dass zwei der drei neueren ECM sowie das neu erbaute Technikgebäude B 300 ein B der Nummer vorangestellt haben, etwas zu bedeuten hatte ? Ich füge einige Bilder, gemacht nach Freiräumung des Lagers, bei.

    Viele Grüße
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken

  5. Folgende 3 Benutzer sagen "Danke" zu Jagstheimer für den nützlichen Beitrag:

    Rex Danny (07.11.2019), Schlumpf (07.11.2019), suedbaden (04.11.2019)

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