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Thema: Fundstücke – Speiseplan Bundeswehr 1977

  1. #11
    Cold Warrior Avatar von DeltaEcho80
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    Vielen Dank für die interessanten Informationen.

    Ich hatte zu meiner Zeit immer sehr interessante Gespräche mit einem Küchensoldaten, der aus meinem Nachbarort kam und mit dem ich öfters zusammen gefahren bin.
    Er hat mir erzählt, dass für "uns" Grenadiere eben diese 4.000 Kalorien als Vorgabe galten. War also 1999 immer noch der selbe Wert ;-)

    Ich persönlich hatte mich nur gewundert, dass in den letzten 2 Monaten meiner Dienstzeit die dienstliche gelieferte Feldhose immer enger wurde. So sind wir auf dieses Thema gekommen.
    „Der Horizont vieler Menschen ist wie ein Kreis mit Radius Null. Und das nennen sie dann ihren Standpunkt“ (Albert Einstein)

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  3. #12
    Cold Warrior Avatar von DeltaEcho80
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    Um nochmal auf das Thema "Kreativität" zurückzukommen:

    Ich hatte mal auf einem Lehrgang eine recht angeregte Unterhaltung mit dem Chefkoch der Akademie bayerischer Genossenschaften ("Raiffeisenschule") in Beilngries.
    Er hat mir gesagt, dass es auch bei begrenztem Budget durchaus möglich ist, beim Essen kreativ zu sein. Er hatte sich z.B. hinter seiner Küche einen Kräutergarten angelegt, der ohne Kosten betrieben werden konnte. Und eine Prise Thymian oder Rosmarin geben einer Soße zum Rindfleisch gleich einen ganz anderen Schliff. Wörtlich sagte er: "Es geht da auch um meine Berufsehre als Koch".

    Natürlich muss man ein bisschen flexibel sein und Ideen haben. Nur "Dienst nach Vorschrift" schmeckt man eben auch...
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  5. #13
    Warrior
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    Zitat Zitat von DeltaEcho80 Beitrag anzeigen
    Er hat mir erzählt, dass für "uns" Grenadiere eben diese 4.000 Kalorien als Vorgabe galten.
    Mir ist so, dass nicht überall die gleichen Sätze galten. In Rotenburg/Wümme z.B. lagen Instandsetzer, Nachschub, Fernmelder und Heeresflieger. Ich meine mich zu erinnern, dass da niedrigere Vorgaben angesetzt wurden.
    Grüße

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  7. #14
    Cold Warrior
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    Avatar von Nemere
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    Zitat Zitat von Malefiz Beitrag anzeigen
    Mir ist so, dass nicht überall die gleichen Sätze galten.
    Diese 4000 Kalorien waren ein Beispiel für die typisch Kampftruppe. Ich kenne es auch so, dass z.B. in Kasernen, wo nur Stäbe lagen, niedrigere Sätze galten. Auch an der Offizierschule in Hannover gab es mit Sicherheit keine 4000 Kalorien am Tag, da wir da die meiste Zeit nur im Hörsaal saßen.

    Noch zum Thema Auskommen mit den Verpflegungssätzen und Kreativität:
    Bis in die 1980er Jahre hinein war es durchaus üblich, auch Reste zu verwerten. Wenn z.B. beim Mittagessen Nudeln übriggeblieben waren, wurden diese in einem Nudelsalat verwertet, Bratenreste gab es als Aufschnitt usw.
    Auch war es damals noch erlaubt, die Essensreste, die nicht verwertet werden konnten, an Schweinezüchter als Futter zu verkaufen. Da rückte dann eben der Bauer aus der Nachbarschaft mit dem Traktor an und holte die Fässer mit Resten ab. Diese Einnahmen kamen wieder den Verpflegungssätzen der Küche zugute.

    Dank europäischer Union und zahlreicher schwachsinniger EU-Regelungen sind diese Praktiken heute leider verboten, ohne das es einen vernünftigen Grund dafür gibt.

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  9. #15
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    Oh, Oh,
    da gibt es schon einen Grund. Der hat was mit dem Rinderwahnsinn zu tun. Man will den Infektionsweg über infizierte Tiere unterbinden.
    Grüße

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  11. #16
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    Avatar von Rex Danny
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    Hast Du Dir eigentlich den Sinn Deines Beitrages überlegt? Ich glaube, Du meintest da etwas anderes..........

    Der "Rinderwahnsinn" wäre demnach von infizierten Soldaten über die Reste zu den Schweinen gelangt..............

    Grüße und einen schönen Vatertag


    Rex Danny

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  13. #17
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    Oh, Oh,
    vielen Dank.
    habe ich, ich habe aber verkürzt gedacht. Da kommen nicht immer alle mit. BSE wird übertragen über missgebildete Proteine. Eine Ursache ist das Verfüttern von infizierten Proteinen mit Tiermehlen, wie das die Engländer viel gemacht haben. Als das Anfang der 90ger herauskam, hat man auch das Verfüttern von unbehandeltem tierischem Protein wie Essensresten verboten. - Viel Spass Morgen in der Heide, hier wird das immer ziemlich extensiv gefeiert, ich warte bis alles vorbei ist und gehe dann friedlich ein Bier trinken Grüße vom Saalestrand

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  15. #18
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    Und ich muß gleich zum 12-Stunden-Tagesdienst.........Dir viel Spaß heute Abend beim Bier.

    Grüße


    Rex Danny

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  17. #19
    Cold Warrior
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    Zitat Zitat von DeltaEcho80 Beitrag anzeigen
    Er hat mir gesagt, dass es auch bei begrenztem Budget durchaus möglich ist, beim Essen kreativ zu sein.

    Natürlich muss man ein bisschen flexibel sein und Ideen haben. Nur "Dienst nach Vorschrift" schmeckt man eben auch...
    Unser Küchenchef war da auch immer sehr Kreativ.

    Das Epa hat er eben nicht einfach in einen Topf geschmissen und warm gemacht wobei das bei anderen oft auch angebrannt ist, er hat das immer mit frischen Zutaten gemischt und aufgepeppt. So hat man es oft gar nicht gemerkt das das mit verarbeitet wurde.
    Mit den Hartkeksen hat er einige Zeit herum experimentiert bis er heraus gefunden hat wie man damit Schnitzel panieren kann.
    Er hat auch so gewirtschaftet das es für die Soldaten die an Wochenenden und Feiertagen Dienst hatten als Motivation immer etwas leckeres zu Mittag gab.

    Die Kochkünste wusste man zu schätzen wenn man dann mal in anderen Kasernen unterwegs war.
    Gruss
    Andreas

  18. Folgender Benutzer sagt Danke zu B.Man für den nützlichen Beitrag:

    B206 (03.06.2019)

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