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Thema: Bekleidung und Ausrüstung in der Bundeswehr - vor vielen Jahren

  1. #11
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    Ich habe eine schöne Geschichte deutscher Stiefel gefunden
    https://www.wikiwand.com/de/Kampfsti...h,_Modell_1955

  2. Folgende 3 Benutzer sagen "Danke" zu Malefiz für den nützlichen Beitrag:

    Berlin Brigade (09.07.2019), harbec (09.07.2019), Nemere (10.07.2019)

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  4. #12
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    Hallo Nemere,

    ich habe die Kampfstiefel im Juli 1977 bei der Einkleidung bereits bekommen. In den Einheiten hat man noch ab und zu, insbesondere bei den "alten" Kameraden, die Knobelbecher gesehen. Aber ansonsten war die Mehrheit damals schon mit Kampfstiefeln ausgerüstet.

    PI80

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  6. #13
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    Zitat Zitat von PI80 Beitrag anzeigen
    ich habe die Kampfstiefel im Juli 1977 bei der Einkleidung bereits bekommen. In den Einheiten hat man noch ab und zu, insbesondere bei den "alten" Kameraden, die Knobelbecher gesehen. Aber ansonsten war die Mehrheit damals schon mit Kampfstiefeln ausgerüstet.
    Das kam wahrscheinlich stark auf die Einheiten an. Bei Kampf- / Kampfunterstützungstruppen wurde schon um 1975 / 1976 mit der Umrüstung begonnen. In unserer bataillonseigenen Feldjägerausbildungkompanie (FJgAusbKp 760, ab 1980 AusbKp StDstMkf 852) wurden noch um 1980 die Schaftstiefel ausgegeben. Ähnlich war es auch mit den ABC-Schutzmasken. Die Truppe hatte längst die M 65 und in den Ausbildungskompanien gab es bis Ende der 1970er noch die M 62 mit der Reißverschlusstasche.

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  8. #14
    Warrior Avatar von dave2006
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    Hallo Nemere,
    schön das Du deine Erfahrungen aus dem Gruselkabinett mit uns teilst. Gott sei Dank habe ich die Große Kampftasche und den dazugehörigen Rucksack nicht mehr erlebt. Wir fingen gleich mit der Jägerkugel an. Da erinnere ich zwei Versionen. Die erste mit Riemen aus Leder und Lochschließen, die zweite mit Webgurten und Plastikschnellverschlüssen.
    Vor dem neueren Tarnfleckrucksack gab es auch noch eine olive Variante. Nicht so groß wie der Tarnfleckrucksack und auch nicht so wirklich gut.
    Der Tarnfleckrucksack war dann wirklich schon eine deutliche Verbesserung.
    Dazu gibt es heutzutage für spezielle Verwendungen den Berghaus 110Ltr Rucksack und als Daypack den Munro von Berghaus....
    Auch deutlich besser.
    Kampftasche Groß und Rucksack ohne Riemen dürften dann unsere Sanis aufbrauchen als Packgefäße für die Verbandstoffe in der FSA / TVPL Ausstattung.

    War die M 62 nicht als Maske für Kraftfahrpersonal gedacht?

    Gruß

    Dave

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  10. #15
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    Zitat Zitat von dave2006 Beitrag anzeigen
    War die M 62 nicht als Maske für Kraftfahrpersonal gedacht?
    Wenn Du mit Kraftfahrpersonal die Zivilbediensteten der Bundeswehr allgemein meinst:
    Bei diesen war noch lange die alte M 55-Maske (in der Blechtrommel) vorhanden. Soweit mir bekannt ist, wurden dann aber auch die Zivilisten auf die M 65 umgerüstet. Bei den WINTEX/CIMEX-Übungen in den 1980ern liefen die Zivibediensteten nach meiner Erinnerung bereits alle mit der M65 herum.

    Als großen Rucksack gab es damals bei der Gebirgstruppe noch den Gebirgsjägerrucksack, der aber auch kein richtiges Tragegestell hatte (siehe Bilder). Dieser Rucksack hatte z.B. Riemen zum Befestigen der Skier.
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  11. Folgender Benutzer sagt Danke zu Nemere für den nützlichen Beitrag:

    harbec (10.07.2019)

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  13. #16
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    Sportanzug

    Der Sportanzug der 1970er Jahre mutet im Zeitalter der heutigen Funktionsbekleidung (für jede Sportart extra Klamotten) schon recht altväterlich an. Allein die Gummistege an der Hose, die ein Hochrutschen der Hosenbeine verhindern sollten, sind schon seltsam genug.

    Die Sporthemden waren weiß und ärmellos. Über dem Bundesadler wurden zu Kennzeichnung der Dienstgrade schwarze Streifen angebracht: Unteroffiziere ein, Offiziere zwei Streifen.

    Der absolute Höhepunkt der damaligen Sportbekleidung war allerdings die Badekappe. Diese hatte zwei Schlaufen aus weißen Band, durch die man die Arme stecken sollte, damit die Badekappe beim Schwimmen nicht verloren ging. Man hätte die Schlaufen auch unter dem Kinn mit einem Schleifchen verknoten können. So oder so – mit dieser Badekappe sah der Soldat nur lächerlich aus. Auf den naheliegenden Gedanken, einen rundumlaufenden Gummizug in die Kappe einzuarbeiten, kam man erst beim Folgemodell.

    Ein Kapitel für sich waren die Sportschuhe. Hier hatten die Beschaffungsdienststellen vollkommen versagt. Es gab nur ein Paar, das sowohl für die Halle wie auch im Freien herhalten musste und für keine der beiden Gelegenheiten geeignet war. Die Schuhe waren solide aus Leder gearbeitet und hielten ewig, boten allerdings nicht die Eigenschaften, die man eigentlich von einem Sportschuh erwartet. Die Sohle war nahezu profillos, auf nassem Gras oder in der Halle bot sie kaum Halt auf dem Untergrund. Diese vollkommen ungeeigneten Schuhe waren sicher der Grund für eine ganze Reihe von Sportverletzungen. Stillschweigend wurde daher das Tragen privater Sportschuhe geduldet.
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  14. Folgende 3 Benutzer sagen "Danke" zu Nemere für den nützlichen Beitrag:

    DeltaEcho80 (11.07.2019), harbec (10.07.2019), klaus_erl (11.07.2019)

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    ... dem Bericht von Nemere ist nicht viel hinzuzufügen.
    Die Sportbekleidung bei der BW und dem BGS Anfang der 70iger war grausam.
    Bei den Sportschuhen des BGS gab es glaube ich, noch eine Steigerung. Ihre Sohlen
    waren aus einem holzähnlichen Material hergestellt. Sie gaben nirgends nach und biegen
    ließen sie sich schon gar nicht!
    --------------
    Gruß Hartmut
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  18. #18
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    ... und hier mal eine nette Geschichte vom Anzug "Insbruck"
    beim Bundegrenzschutz.

    1975 wurde beim BGS die Keilhose eingeführt. Dazu passend auch die Bergstiefel.
    Die Sachen wurden weisungsgemäß empfangen und im Spind verstaut. So weit,
    so gut.

    Auf unserem Unterführerlehrgang 1976 wurde ein neuer WvD/GvD-Anzug (Wachtmeister/Grenzjäger vom Dienst) befohlen.
    Üblich war Überfallhose und Schnallenstiefel. Es wurde der Anzug "Insbruck" als Dienstanzug befohlen. Keiner wußte,
    was gemeint war. Der Spieß klärte uns auf: Keilhose mit Bergstiefeln. Da der Sommer 1976 sehr heiß war, waren alle
    Diensthabenden nur am Fluchen, weil in den Keilhosen doch etwas der Schweiß floß. Auch die Bergstiefel waren bei
    den hohen Temperaturen des damaligen Sommers nicht für den Dienst geeignet.

    Ob BW oder BGS - Stilblüten gab es immer und wird es immer wieder geben!
    --------------
    Gruß Hartmut
    --------------
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  20. #19
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    Schlafsack

    Schlafsäcke wurden erst in den 1960er Jahren ausgegeben. Vorher gab es die sog. „Reißverschlußdecke“, eine normale Wolldecke, die Reißverschlüssen an beiden Längsseiten zu einer Hülle zusammengefügt werden konnte. Welchen Sinn und Zweck das haben sollte, erschließt sich mir nicht.

    1976 wurde der Schlafsack mit Ärmeln, Kapuze und abnehmbaren wasserdichten Außenbezug ausgegeben. Zudem gab es etwa in Kniehöhe einen Querreißverschluß. Hier konnte man den Schlafsack öffnen, die Füße hindurchstecken und konnte damit den Schlafsack als eine Art Übermantel, ähnlich dem Ansitzsack der Jäger tragen. Der leere Fußteil wurde mit einem Band nach oben gebunden, so dass man auch mit dieser Überbekleidung laufen konnte. Im Winter war das ein guter Wärmeschutz, z.B. als Alarmposten oder bei Fahrten hinten auf dem LKW.

    Das Warmhaltevermögen des Schlafsacks in seiner ursprünglichen Verwendung war nicht besonders gut. Wärmere Schlafsäcke, z.B. mit Daunenfüllung hätten bei den damaligen technischen Fertigungsmöglichkeiten ein sehr großes Volumen gehabt und wären dann nicht mehr auf dem Rückengepäck des Soldaten transportabel gewesen. Man musste also einen Kompromiss zwischen Warmhaltevermögen und Packmaß des Schlafsacks eingehen.

    Die späteren Ausführungen des Schlafsacks wurden dann immer mehr vereinfacht. Zuerst fielen die Ärmel und der Querreißverschluß und damit die Möglichkeit der Nutzung als Übermantel weg. Dann wurde die Kapuze entfernt und es kam der Schlafsack in Mumienform. Schließlich gab es eine Ausführung, bei der man den wasserdichten Überzug nicht mehr abnehmen konnte. Diese Bauart war ein absoluter Fehlschlag, weil dann die Soldaten z.B. bei Unterbringung in Gebäuden im eigenen Saft schmorten, weil dieser Überzug heftige Kondenswasserbildung nach sich zog.
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  22. #20
    Cold Warrior Avatar von DeltaEcho80
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    Die Bundeswehr und die Schlafsäcke, das scheint auch eine Geschichte für sich zu sein.

    Wobei ich aber gehört habe, dass der aktuelle Schlafsack recht gut sein soll.

    Frage an dich, lieber Jörg: Sind diese Gegenstände alle in deinem Besitz, weil du so gute Bilder davon hast?
    „Viele sind hartnäckig in Bezug auf den einmal eingeschlagenen Weg, wenige in Bezug auf das Ziel“
    Friedrich Nitzsche

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