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Thema: Heimatschutzbrigade 56 - Verzögerung im Bayerischen Wald

  1. #11
    Cold Warrior
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    Die 5./FlaRgt 200 ist NICHT die Bttr im FlaKpfVerband 220, sondern eine zusätzliche Batterie.
    Ich nehme auch an, dass der FlaKpfVerband 220, nach Ende der Verzögerung, also nach der Aufnahme, wieder von der HSchBrig 56 abgezogen wird und für den Schutz im VfgR nur noch die 5./FlaRgt 200 verbleibt. Dazu macht aber der Befehl keine Aussagen.

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  3. #12
    Cold Warrior Avatar von DeltaEcho80
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    Zitat Zitat von uraken Beitrag anzeigen
    In der Pionierkräfte Diskussion postete Nemere die Truppeneinteilung für die 4.PzGrenDiv. http://www.cold-war.de/attachment.ph...7&d=1591103389.
    Dort ist angegeben, das das PzGrenBtl. 112 und im Falle eines Überraschungsangriffes auch 113 von der PzGrenBrg 11 an die Heimatschutzbrigade 56 abgegeben würden.
    Ok, sorry für meine Frage. Diese von dir genannten Unterlagen habe ich leider erst durchgelesen, als ich hier schon meinen Beitrag abgesetzt hatte. Dann wird der Kreis jetzt rund.

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  5. #13
    Cold Warrior Avatar von DeltaEcho80
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    Zitat Zitat von Nemere Beitrag anzeigen
    Das heißt: 564 war Reserve und sollte die Aufnahmetruppe für 563 in der VZL ADLER stellen. Die Aufnahme ist eine eigenständige Gefechtshandlung. 563 wurde deswegen NICHT Teil von 564.
    Sorry, ich hatte mich falsch ausgedrückt. Ich meinte nicht, dass 563 Teil von 564 wird. Sondern dass die Restteile 563 dann 564 unterstellt wurden. Aufnahme als eigenständige Gefechtshandlung hatte ich so nicht auf dem Schirm, aber dann wird es klarer.

    So ist es. Deswegen war ja auch der KpChef der Panzerjäger mit seiner Kompanieführungsgruppe frei als Führer des Gefechtsverbandes Sieber. Da der Chef einer PzJgKp neben seinem eigentlichen Führungsfahrzeug, einem abgerüsteten Kanonenjagdpanzer auch noch über einen M113 FüFu verfügte, war er für so eine Rolle geradezu prädestiniert. Er konnte also den Führungskreis bzw. den G 3 Kreis der Brigade halten und über ein anderes Funkgerät auf einem weiteren Funkkreis seinen Gefechtsverband führen.
    Hätte ich auch von selbst drauf kommen können. Nachdem ich jetzt sämtliche Unterlagen, die du eingestellt hattest, nochmal in Ruhe durchgelesen habe, wird mir auch das klar.
    Blöde Frage am Rande: Mussten dann, wenn der Chef der Panzerjägerkompanie 560 wechselte, auch sämtliche Unterlagen geändert werden, da der neue Chef ja sicher nicht mehr Sieber hieß, oder?

    Zur Heimatschutzbrigade 56 generell noch eine Frage: War das nicht die Brigade, bei der es Anfang der 1980er Jahre einen schweren Schießunfall auf dem Übungsplatz Münsingen oder Heuberg gab? Irgendwas geistert mir da durch den Hinterkopf.

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  7. #14
    Cold Warrior
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    Zur Aufnahme: Wenn es während der Aufnahme zu einer Krisensituation kommt, kann sich der Führer der Aufnahmetruppe (= 564) die aufzunehmende Truppe (Verzögerungskräfte, = hier 563) unterstellen, bis diese Situation bereinigt ist.

    Zum Chef Panzerjäger: Das ist das Problem, wenn Verbände nach ihren Führern benannt werden. Wenn der KpChef wechselt, dann müssen auch die Führungsunterlagen angepasst werden. Man hat das oft bei der Beschäftigung mit dem Kriegsende 1945, massenhaft irgendwelche Alarmeinheiten, Volkssturm- oder Sperrverbände gebildet wurden, die nach dem Namen ihres Führers benannt wurden, aber offiziell mit ganz anderen Bezeichnungen geführt wurden. Verwirrung pur. Sinnvoller wäre es vielleicht, solche Sonderverbände nach geografischen Bezeichnung zu benennen, z.B. hier Gefechtsverband Panoramastraße.

    Dieser Schießunfall war bei der HSchBrigade 56 und zwar bei der 5./PzGrenBtl 562 aus Neuburg/Donau. Hier schossen die Mörser bei einem Gefechtsschießen aus irgendeinem Grund zu kurz und trafen die Zuschauergruppe. Bei Auswertung dieses Unfalls stellt man fest, das mehr Soldaten mit Schock ausgefallen waren, als wirklich verletzt wurden. Das war dann einer der Anlässe, die "kriegsnahe Ausbildung" zu forcieren, beginnend mit der Weisung des II. Korps von 1984. Diese Weisung füge ich im Anhang, hier ist auf der 1. Seite auf diesen Schießunfall Bezug genommen.
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  8. Folgende 3 Benutzer sagen "Danke" zu Nemere für den nützlichen Beitrag:

    DeltaEcho80 (07.06.2020), EmilBerggreen (07.06.2020), spanier (11.06.2020)

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  10. #15
    Cold Warrior Avatar von EmilBerggreen
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    Gefechtshärte/kriegsnahe Ausbildung finde ich hochspannend!
    Absolut mein Thema. Kam das noch von den Eindrücken ehemaliger Weltkriegsteilnehmer, für die natürlich jegliche Ausbildung der Bundeswehr viel zu lasch gewesen sein musste und/oder auch von Manövereindrücken (NATO-Manöverbeobachter auf WP-Manövern?) von der körperlichen Leistungsfähigkeit der Mot-Schützen.

    Heute ist ja mehr oder weniger bekannt, dass die andere Seite "härter rangenommen" wurde. Aber war das auch damals bekannt?
    Wie war die damalige Einschätzung? Das moderne Gefecht der 1980er Jahre (schneller, beweglicher und weitreichender bzgl. Waffenwirkung, keine HKL mehr, sondern "überall Front", überraschende Luftlandungen etc.) vs. Weltrieg.
    Hatte der Infanterist an der Ostfront eventuell eine etwas längere Lernkurve, um sich an die Kriegswirklichkeit zu gewöhnen und sank die durchschnittliche Lebenserwartung bei einem Panzergrenadier der Bundeswehr, z.B.?

    Spannend von OTL Müller finde ich auch die Forderung, der eigenen Truppe die Waffenwirkung von Artillerie/Mörser und Luftwaffe vorzuführen.
    War das auf dt. Truppenübungsplätzen überhaupt möglich oder nur in Shilo/Kanada?
    ----------------------------------------------------------------------------
    Noch interessanter finde ich solche "Memoranda" von Kommandeuren zur Leistungsbeurteilung der eigenen Truppe!
    Woher kommen solche Aussagen? Nehmen wir mal SPEARPOINT 80. Die Übung ist beendet. Der leitende Kommandeur, keine Ahnung NORTHAG, I DE-Korps, I. BR-Korps hat einzelne Übungsabschnitte (Verteidigung eines Gewässerabschnittes, Angriff über ein Gewässer, Kampf um Sperren, etc., etc.) persönlich inspiziert und seine eigenen Schlüsse gezogen.
    Dann setzen sich alle Verantwortlichen zur Manöverabschlussbesprechung zusammen? Die Engländer geben ihre Sicht zum Besten, US-Army und Bundeswehr ebenso. Und das Ganze dann runtergebrochen z.B. Feinddarstellung ORANGE PzBrig 3, Oberst von der Recke staucht seine BtlKdr zusammen, das war wohl nichts, zu lasch, Auftrag nicht in der befohlenen Zeit und mit den und den Zielen erreicht, etc.

    Entschuldigung, sind vielleicht zu viele Einzelthemen. Wollte hier nicht reingrätschen. Es geht ja um die HSchBrig 56.

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  12. #16
    Cold Warrior
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    Sinnvoller wäre es vielleicht, solche Sonderverbände nach geografischen Bezeichnung zu benennen, z.B. hier Gefechtsverband Panoramastraße.
    Das würde vermutlich zu viel Informationen offenbaren, wenn nur der Titel des Verbandes in jeglicher Art von Kommunikation bekannt wird.
    Warum nicht einfach bei der bewährten Kunstrufzeichen und Decknahmen zu vergeben?
    Wir haben z.B. die Truppeneinstellung aber keine Ahnung wo die VZL Adler, Löwe usw. verlaufen. Aus guten Grunde wurden diese Namen gewählt und nicht z.B. "VZL Arnschwanger Schwelle".
    "Gefechtsverband Panoramastraße" gibt viel Preis, "Gefechtsverband Fuchs" viel weniger.
    Geändert von uraken (07.06.2020 um 10:37 Uhr)

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  14. #17
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    Ich habe zufällig auf m136.de einen Manöver-Bericht aus dem PzBtl 563 gefunden, der Autor berichtet seine Sicht als Richtschütze auf dem Leo über das Manöver "Schwerer Dampfhammer 1986".

    https://m136.de/schwerer-dampfhammer-86/

  15. Folgende 3 Benutzer sagen "Danke" zu DeltaEcho80 für den nützlichen Beitrag:

    Malefiz (07.06.2020), spanier (11.06.2020), uraken (07.06.2020)

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