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Thema: Das Kommando Spezialkräfte

  1. #81
    Cold Warrior Avatar von DeltaEcho80
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    Da ich schon wieder angegangen wurde, dass ich aufhören solle, dass KSK "zu verteidigen" und das Thema hier voll zu müllen, möchte ich folgendes klarstellen:

    Das Thema interessiert mich persönlich und deshalb versuche ich - OHNE jegliche persönliche Note oder Wertung - alles zusammen zu tragen, was zu diesem Thema KSK an Informationen zu finden ist. Und da ich das nicht für mich alleine behalten will, stelle ich die Links und Infos hier ins Forum mit ein - was für mich auch ein Teil des Gemeinschaftsgedankens ist.

    Sollte das irgendjemanden stören, bitte ich um Info, dann werde ich aufhören.

    Sorry - das musste mal raus jetzt.

  2. Folgender Benutzer sagt Danke zu DeltaEcho80 für den nützlichen Beitrag:

    messu (16.03.2021)

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  4. #82
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    Zitat Zitat von DeltaEcho80 Beitrag anzeigen
    Da ich schon wieder angegangen wurde, dass ich aufhören solle, dass KSK "zu verteidigen" und das Thema hier voll zu müllen,
    Von einem "voll müllen" des Themas oder gar von einer Verteidigung des KSK kann doch gar nicht die Rede sein. Ich bin sehr dankbar, dass hier Informationen aus verschiedenen Quellen zur Verfügung gestellt werden und sich daraus ein sehr sachlicher Gedankenaustausch entwickelt hat, der viele Aspekte zur Diskussion bringt. Ich bitte sehr darum, dass wir diese kritische Betrachtung des Themas KSK weiter fortsetzen.

  5. Folgende 5 Benutzer sagen "Danke" zu Nemere für den nützlichen Beitrag:

    DeltaEcho80 (22.03.2021), messu (16.03.2021), PI80 (17.03.2021), Rex Danny (16.03.2021), virago2000 (16.03.2021)

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  7. #83
    Cold Warrior Avatar von DeltaEcho80
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    Ministerin Kramp-Karrenbauer hat disziplinare Vorermittlungen gegen den General Kreitmayr eingeleitet. Die Ministerin hat damit die Wehrdisziplinaranwaltschaft des Kommandos Sanitätsdienst beauftragt.

    Die Ministerin und GI Zorn sind heute in Calw, um die Angehörigen des KSK über die Veröffentlichung des nächsten Zwischenberichtes zu informieren, welche morgen erfolgen soll. Am Mittwoch wird der Bericht im Verteidigungsausschuss des Bundestages behandelt.

    https://augengeradeaus.net/2021/03/n...ommandeur-ein/

  8. Folgende 2 Benutzer sagen "Danke" zu DeltaEcho80 für den nützlichen Beitrag:

    Nemere (22.03.2021), uraken (22.03.2021)

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  10. #84
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    Der Vollständigkeit halber:

    Wiegold berichtet über die Veröffentlichung des 2. Zwischenberichts zum KSK - inkl. Link zum Bericht:

    https://augengeradeaus.net/2021/03/f...ur-ksk-reform/

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  12. #85
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    Vielen Dank für den Link zu diesem Zwischenbericht.

    Zwei Gedanken von mir dazu:
    1. Munitions-Nachweis:
    Wie sich anscheinend langsam herausstellt, ist ein Teil der Munition nicht spurlos verschwunden, sondern bei Einsätzen / Übungen im Ausland irgendwie falsch oder nicht gebucht worden oder lagert in einer deutschen Botschaft usw. Als Konsequenz will man jetzt die Verfahren für den Munitionsnachweis ändern und bis zur „letzten Meile“ digitalisieren. Man sollte sich aber hüten, jetzt in das andere Extrem zu verfallen und der Truppe (gerade im Einsatz!) noch mehr Bürokratie aufzuladen. Wenn ich als Einheitsführer mir beim Einsatz mehr Gedanken über den Munitionsnachweis als über die taktisch richtige Verwendung meiner Truppe machen muss, läuft wieder alles schief. Bei deutscher Gründlichkeit sehe ich diese Gefahr durchaus.
    Eine einfache Lösung wäre hier eine gründliche Überprüfung der Soldaten und des Gepäcks vor der Rückverlegung in die Heimat. Dabei würde mit Sicherheit ein großer Teil eventuell versehentlich nicht abgegebener Munition usw. entdeckt werden. Machbar ist das, dieses Verfahren wurde in der Vergangenheit z.B. bei den Rückverlegungen vom kanadischen Übungsplatz Shilo angewandt. Das hatte in Kanada zwar vor allem zollrechtliche Gründe, war aber eine der Hauptaufgaben des dortigen Feldjägerkommandos. Heute gibt es auch wesentlich bessere technische Hilfsmittel für solche Überprüfungen als in den 1980er Jahren.

    2. Truppendienstgerichte:
    Irgendwo in dem Bericht steht auch, dass man bei den Truppendienstgerichten die Zahl der Kammern (also der Entscheidungskörper) wieder auf 20 erhöhen will. Die Bundeswehr des Jahres 1990 mit einer Stärke von fast 500.000 Soldaten hatte 21 Truppendienstgerichtskammern. Wenn man heute bei einer Stärke von gerade mal 185.000 Soldaten, also nur noch 37 % der damaligen Stärke, fast genauso viele Truppendienstgerichte braucht wie 1990, scheint mir mit der Disziplin einiges im Argen zu liegen.

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  14. #86
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    Zitat Zitat von Nemere Beitrag anzeigen
    2. Truppendienstgerichte:
    Irgendwo in dem Bericht steht auch, dass man bei den Truppendienstgerichten die Zahl der Kammern (also der Entscheidungskörper) wieder auf 20 erhöhen will. Die Bundeswehr des Jahres 1990 mit einer Stärke von fast 500.000 Soldaten hatte 21 Truppendienstgerichtskammern. Wenn man heute bei einer Stärke von gerade mal 185.000 Soldaten, also nur noch 37 % der damaligen Stärke, fast genauso viele Truppendienstgerichte braucht wie 1990, scheint mir mit der Disziplin einiges im Argen zu liegen.
    Ist bereits seit längerem geplant, im Bericht des Wehrbeauftragten 2019 findet sich auf Seite 83/84 eine ausführlichere Erläuterung zur Begründung. Die dort genannten 4 Kammern (von 14 auf 18) wurden letztes Jahr eingerichtet, zwei weitere sind in Planung.

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  16. #87
    Cold Warrior Avatar von DeltaEcho80
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    Das Thema "Truppendiensgerichte" wird auch im Bericht der Wehrbeaufragten 2020 wieder angesprochen.

    Das Problem scheint auch zu sein, dass die bestehenden Kammern teilweise nur zu 60 % mit Personal aufgefüllt sind. Warum man dann aber mehr Kammern einrichtet, statt zunächst die vakanten Dienstposten zu besetzen, hat sich mir nicht erschlossen.

    Interessant im KSK-Bericht finde ich übrigens auch, dass man im Zusammenhang mit dem Extremismuskomplex das Thema "genehmigte Nebenjobs" künftig angehen will. Vor allem soll den Spezialkräften konkret untersagt werden, "im hoheitlichen Auftrag für das staatliche Gewaltmonopol erworbenes Spezialwissen" in diesen Nebenjobs an Dritte weiter zu geben. Anscheinend sind hier - vor allem im Sicherheitsgewerbe - einige kritisch zu wertende Querverbindungen zu Tage gekommen, siehe Seite 25, vor allem aber Anlage E zum Bericht.

    Generell soll das Kommando Heer das Thema Nebentätigkeiten genauer unter die Lupe nehmen, es soll für alle Vorgesetzten eine Handreichung bzw. Checkliste geben, für künftige Genehmigungen.

    Wie sich anscheinend langsam herausstellt, ist ein Teil der Munition nicht spurlos verschwunden, sondern bei Einsätzen / Übungen im Ausland irgendwie falsch oder nicht gebucht worden oder lagert in einer deutschen Botschaft usw. Als Konsequenz will man jetzt die Verfahren für den Munitionsnachweis ändern und bis zur „letzten Meile“ digitalisieren. Man sollte sich aber hüten, jetzt in das andere Extrem zu verfallen und der Truppe (gerade im Einsatz!) noch mehr Bürokratie aufzuladen. Wenn ich als Einheitsführer mir beim Einsatz mehr Gedanken über den Munitionsnachweis als über die taktisch richtige Verwendung meiner Truppe machen muss, läuft wieder alles schief. Bei deutscher Gründlichkeit sehe ich diese Gefahr durchaus.
    Genau das habe ich mir auch gedacht - es steht ja schon in dem Bericht, dass es oft einsatzbedingte Notwendigkeiten sind, die die Kommandosoldaten zu schnellen Verlegungen gezwungen haben und deswegen die Munition in der Botschaft eingelagert wurde. Das hat für mich die Gefahr einer typisch deutschen Reaktion: Erst hat man gar nichts geregelt, dann passiert was und dann wird die Bürokratie so angezogen, dass gar nichts mehr funktioniert. Einen gesunden Mittelweg finden wir anscheinend nicht mehr in diesem Land.

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  18. #88
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    Warum man dann aber mehr Kammern einrichtet, statt zunächst die vakanten Dienstposten zu besetzen, hat sich mir nicht erschlossen.
    Das eine ist Aktionismus nach dem Motto "Schaut wir machen was", das andere gesunder Menschenverstand. Auf welches Politik aber auch die breite Öffentlichkeit setzt ist wohl klar ... leider.

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  20. #89
    Cold Warrior
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    Zitat Zitat von DeltaEcho80 Beitrag anzeigen
    Vor allem soll den Spezialkräften konkret untersagt werden, "im hoheitlichen Auftrag für das staatliche Gewaltmonopol erworbenes Spezialwissen" in diesen Nebenjobs an Dritte weiter zu geben. Anscheinend sind hier - vor allem im Sicherheitsgewerbe - einige kritisch zu wertende Querverbindungen zu Tage gekommen, siehe Seite 25, vor allem aber Anlage E zum Bericht.
    Wobei das Problem "Nebentätigkeiten" vor allem im Bezug zum Sicherheitsgewerbe auch nichts Neues ist. In den 1970er Jahren gewannen private Sicherheitsdienste zunehmend an Bedeutung, eine Ausbildung oder eine Erlaubnispflicht für den einzelnen Mitarbeiter gab es nicht. Fast zwangsläufig wurden Polizisten und Feldjäger für Nebentätigkeiten in dieser Branche angeworben, obwohl gerade die Tätigkeiten z.B. bei der Überwachung des öffentlichen Personennahverkehrs oder bei der Einlaßkontrolle an Discotheken usw. massives Konfliktpotential boten und in vielen Fällen tatsächlich mit dem z.B. nach dem Soldatengesetz geforderten Verhalten des Soldaten auch außer Dienst kollidierten. Eskaliert ist die Geschichte dann in München. Hier gab es den "ZSD – Ziviler Sicherheitsdienst Carl Wiedmeier GmbH", im Sprachgebrauch als "Schwarze Sheriffs", die z.B. in der U-Bahn eingesetzt waren. Hier gab es ständig pressewirksame Vorfälle überzogener Gewaltanwendung usw. Bei diesen "Schwarzen Sheriffs" und bei ähnlichen Firmen im Ruhrgebiet und in Hamburg waren damals im Nebenjob eine ganze Reihe von Feldjägern tätig.
    Der Kommandeur FJgBtl 760 hat dann in Absprache mit Rechtsberater und Befehlshaber im Wehrbereich VI Tätigkeiten der ihm unterstellten Soldaten für Sicherheitsdienste unter Bezugnahme auf § 17 Soldatengesetz (Verhalten in und außer Dienst) untersagt. Dieser Befehl hat in sämtlichen Beschwerdeinstanzen gehalten und wurde dann auch von den anderen Feldjägerbataillonen übernommen.

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