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Thema: MG3 und Munitionszuführung

  1. #1
    Cold Warrior Avatar von EmilBerggreen
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    Standard MG3 und Munitionszuführung

    Hallo zusammen,

    Thema: Feuerkraft MG3
    Ich kann mich leider nicht mehr daran erinnern, wieviel Munition einem MG-Schützen eines Schützentrupps PzGren oder Jg beim Absitzen zur Verfügung stand.
    MG3 mit aufgeklemmten Patronenkasten aus Plastik - 120 Schuss?
    Metall-Patronenkasten/Munkiste - 350 Schuss?
    Der MG-Schütze 1 hat das Wechselrohr auf dem Rücken und könnte mit Mühe und Not und einer stark reduzierten Bewegungsfreiheit noch eine Metallkiste an der Hand mitführen.
    MG-Schütze 2 - MILAN-Ladeschütze mit G3 und wenigstens einem Metall-Patronenkasten, um den MG-Schützen zu unterstützen.

    Es macht wohl mehr Sinn mit reduzierter Munition abzusitzen, um im Gelände mobiler zu bleiben und erst beim Beziehen einer ausgebauten Stellung einige Munitionskästen mit in den Kampfstand zu nehmen - Sturmabwehrschießen etc.

    Fragt sich nur, wie ein FschJgZg das macht, wieviel Munition können die mitnehmen, ohne sich damit in der Geschwindigkeit völlig auszubremsen.

    Vielen Dank und Gruss

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  3. #2
    Cold Warrior
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    Zitat Zitat von EmilBerggreen Beitrag anzeigen
    Metall-Patronenkasten/Munkiste - 350 Schuss?
    250. Fünf Gurte a 50.

  4. Folgender Benutzer sagt Danke zu kato für den nützlichen Beitrag:

    EmilBerggreen (26.08.2021)

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  6. #3
    Cold Warrior Avatar von Nemere
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    Normalerweise gehörten zum MG –fünf – Patronenkästen zu je 250 Patronen. Die Plastikkästen DM 4 waren eigentlich vor allem für die Bord-MG vorgesehen, sie enthielten zunächst 100 Patronen, spätere Fertigungen hatten dann 120 Patronen.

    Das sieht man gut auf dem beigefügten Beladeplan für die Jägergruppe auf MTW M 113:
    Hier sind unter Nr. 27 zwölf Patronenkästen DM 4 mit 1200 Patronen für das Bord-MG vorgesehen.
    Unter Nr. 33 finden wir die Munition für das Gruppen-MG mit 5 Patronenkästen DM 2 mit insgesamt 1250 Patronen. Zusätzlich hat die Gruppe noch eine Kiste mit 1000 Patronen 7,62 x 51 Gewehrmunition (Nr. 29). Die Jägergruppe MTW gab es z.B. bei den beiden Divisionsjägerbataillonen der 6. PzGrenDiv oder bei je einem Jägerbataillon der Heimatschutzbrigaden der 5-er Reihe. Auch die die PzGrenKp MTW (4. Kp) bei den PzGrenBtl der PzGrenBrigaden war ähnlich ausgerüstet.

    Die Jägergruppe auf LKW hat dagegen planmäßig keine Plastik-Patronenkästen DM 4, weil es hier kein Bord-MG gibt. Das MG in der Drehringlafette über dem Beifahrersitz ist das Gruppen-MG. Infolgedessen gibt es hier nur die 5 Kästen DM mit je 250 Schuß und die Kiste mit den 1000 Schuß Gewehrmunition, verstaut auf der Ladefläche in der Kiste 2. Siehe ebenfalls den anhängenden Beladeplan für den LKW. Das ist hier der alte 1,5 t Unimog, bei den 2 t gl oder nicht gl wurde die Munition teilweise anders verstaut.

    Das schließt aber nicht aus, das MG-Munition auch auf dem Nachschubweg bereits in den Plastikkästen geliefert wurde und so auch Einheiten, die eigentlich diese MG-Kästen nicht hatten, plötzlich über die Plastikkästen verfügen konnten.

    Wieviel von dieser Munition von wem mitzunehmen war, war durch den Gruppenführer je nach Lage und Auftrag festzulegen. Einen Anhalt dafür gibt der ebenfalls angefügte Auszug aus der HDv 214/100 – Jägergruppe -.
    Hier kann man nachlesen:
    - Jäger 1 kämpft mit Gewehr oder Maschinengewehr
    - Jäger 2 kämpft als Gewehrschütze, trägt das Ersatzrohr und die Munition für das MG. Hier ist also nirgends festgehalten, ob der Jäger 5 einen, zwei oder alle fünf Kästen trägt. Ein gefüllter MG-Kasten wiegt ungefähr 10 kg, wenn alle fünf Kästen mitgeführt werden sollen, wird der Gruppenführer sich die Verteilung der Kästen auf seine Gruppe überlegen müssen.
    - auch der Jäger 5 ist als Munitionsträger vorgesehen.
    Ganz übel wird es dann, wenn auch noch die Feldlafette mitgeführt werden muss. Beim Einrichten zur Verteidigung, wo die Lafette wohl am häufigsten zum Einsatz kam, ist das nicht so tragisch, weil dann alles nach und nach in Stellung gebracht werden kann. Problematisch kann es allerdings werden, wenn die Gruppe z.B. als Deckungstrupp bei einem Stoßtruppunternehmen vorgesehen ist und sowohl die Lafette wie auch reichlich Munition nach vorne in die Sturmausgangsstellung gebracht werden müssen.
    Bei der Verteidigung kann der Gruppenführer z.B. befehlen, das 1 Patronenkasten in der Wechselstellung des MG ausgelagert ist und das ein weiterer Kasten im Kampfstand des Gruppenführers als Sperrbestand abgelegt wird. Dann wären im Kampfstand des MG-Schützen zunächst zur 3 Patronenkästen vorhanden.
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken

  7. Folgende 3 Benutzer sagen "Danke" zu Nemere für den nützlichen Beitrag:

    EmilBerggreen (26.08.2021), Hoover (26.08.2021), oranier (25.08.2021)

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  9. #4
    Cold Warrior
    Themenstarter
    Avatar von EmilBerggreen
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    Vielen herzlichen Dank Euch beiden! Jetzt bin ich wieder im Bilde!

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