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Thema: Supergeheime NVA Kommandoeinheit mit Bw-Ausrüstung...?

  1. #11
    Cold Warrior
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    Avatar von Hoover
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    ei der NVA gab es nach meinem Kenntnisstand zumindest offiziell keine T-80, außer eventuell Einzelexemplare zur Schulung und auch die Russen werden bei ihrem Abzug ihren damals modernsten Kampfpanzer kaum in der Ex-DDR "vergessen" haben.
    Laut dem HFw, der den Transport geführt hat, war der Erwerb nicht ganz koscher. Die Sowjets haben das Ding angeblich gegen ein "Taschengeld" verloren bzw vergessen.

    In Kubinka war Mitte der 90er eine Delegation von Modellbauern unterwegs, als man dort in einer Halle einen Leopard 1, einen Gepard, einen M1 und einen Marder sah. Das war damals wie heute sicher nicht unüblich, Material vom Gegner zu beschaffen. In der KIT (Modellbauzeitschrift) stand dazu damals ein Bericht. Man wollte ins Panzermuseum und kam an einer Halle mit offener Tür vorbei.

    Dss die Russen defektes/ausgeschlachtetes Material stehen ließen haben wir bemerkt. Da standen auf den Übungsplätzen ganze Panzerzüge herum. Dazu Munition haufenweise. Dass da ncihts passiert ist, wundert mich. Die Sowjets haben auch eifrig ihre Waffen verkauft. Eine Makarov lag bei 150 DM, eine AK47 bei 500 und eine AK74 bei 700 DM. Aber unser Chef hat uns sehr eindringlich gewarnt, da was anzukaufen.
    "Damals, als ich in meinem Alter war..."

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  3. #12
    Cold Warrior Avatar von Nemere
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    Zitat Zitat von Hoover Beitrag anzeigen
    Die Sowjets haben auch eifrig ihre Waffen verkauft.
    In Leipzig war 1990 - 1993 der Handelsplatz für sowjetische Waffen usw. die Roscherstraße, nordwestlich vom Hauptbahnhof. Im ostwärtigen Teil der Straße, zum Hauptbahnhof hin, standen die Damen des ältesten Gewerbes der Welt mit ihren "Beschützern", im westlichen Teil liefen die Geschäfte mit den russischen Soldaten. Gar nicht weit weg davon war in der Eutrizscher Straße auch die russische Standortkommandantur. Wenn es in der Roscherstraße zu "Zwischenfällen" mit russischen Verkäufern, Kaufwilligen und der Zuhälterszene kam, versuchte die Polizei immer noch von der russischen Kommandantur den Einsatz von Militärstreifen zu erreichen, allerdings haben sich die Russen im vollen Bewusstsein, dass sie keinerlei Befugnisse ausser den üblichen Jedermannsrechten mehr hatten, vornehm zurückgehalten und haben natürlich niemanden mehr rausgeschickt.
    Die Polizei war damals noch in der Umbruchphase von der Volkspolizei zur sächsischen (Landes-) Polizei und war mit solchen Einsätzen völlig überfordert, weil es in der DDR weder solche Waffenschiebereien noch eine nennenswerte Prostitutionsszene gegeben hatte. Bald kam die Polizeidirektion Leipzig auf die Idee, dass man doch die Feldjäger als deutsche Militärpolizei hier mit ins Boot holen könnte. Sie behaupteten einfach, das auch Bundeswehr-Soldaten in die diversen Auseinandersetzungen in der Roscherstraße verwickelt waren, was zwar in den meisten Fällen nicht stimmte, aber uns doch zwang, erst einmal auszurücken. Da immer die Gefahr einer Eskalation bestand, wurde das immer der Einsatz mindestens eines Zuges.
    Es kam dann mehrfach zu - auch tätlichen - Auseinandersetzungen vor allem mit Zuhältern, die durch die russischen Schwarzmarktgeschäfte und die dadurch ausgelösten Polizei- und Feldjägereinsätze natürlich ihren ungestörten Geschäftsbetrieb gestört sahen. Sobald es zu Angriffen kam, waren wir natürlich in der rechtlich komfortablen Situation dann auf die Befugnisse des Unmittelbaren Zwangsgesetzes der Bundeswehr zurückgreifen zu können und damit z.B. so manche vorläufige Festnahme eines sich besonders wild gebärdenden Zuhälters durchzusetzen. Die Polizei hielt sich meistens recht zurück, weil sie eben wie bereits gesagt, noch sehr unsicher über ihre Befugnisse und Möglichkeiten war.
    War eine wilde Zeit, die ab Herbst 1993 mit dem abgeschlossenen Abzug des Großteils der GUS und der sich langsam stabilisierenden Polizeistruktur in Sachsen endete.

  4. Folgender Benutzer sagt Danke zu Nemere für den nützlichen Beitrag:

    suedbaden (03.09.2021)

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  6. #13
    Cold Warrior
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    Im ostwärtigen Teil der Straße, zum Hauptbahnhof hin, standen die Damen des ältesten Gewerbes der Welt mit ihren "Beschützern"
    Toll, dass hat uns damals keiner gezeigt
    "Damals, als ich in meinem Alter war..."

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