Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 20

Thema: Morbach Ammunition Storage Area (US)

  1. #1
    Warrior
    Registriert seit
    15.08.2008
    Ort
    Salmtal
    Beiträge
    74
    "Danke" sagen
    0
    Erhielt 1 Danke für 1 Beitrag

    Standard Morbach Ammunition Storage Area (US)

    In Morbach-Wederath befindet sich noch ein altes Mun-Depot der US-Army. Dieses wurdevor ungefähr 10 Jahren geschlossen und wird nun in einen Energiepark umgebaut.
    Zu dem Depot führte damals auch noch eine Eisenbahnlinie durch den Hunsrück bis hin nach Ramstein, welche aber größten Teils zurück gebaut wurde. Vor 2 Monaten hatte ich mal die gelegenheit mir das ehemalige Depot anzuschauen und musste feststellen, dass bis auf wenige oberirdische Bunker, der Waffenwerkstatt, sowie dem Labor so gut wie alles abgerissen wurde. Im Bereich des Labores soll sich noch einen Eingang in ein unterirdisches Tunnelsystem geben, wo auch Lagerräume für nukleare Sprengköpfe waren. Aus diesem Lager kamen über 50% der verschossenen Munition im kalten Krieg der US-Army her.

    Nach schließung der Anlage konnte die Zivilbefölkerung das Gelände räumen, nur wurde dadurch sehr viel durch wandalismuss zerstört. Eine Besichtigung des Geländes ist noch immer während den Öffnungszeiten möglich, jedoch sind mir diese nicht bekannt.

    gruss

  2. Direkt antworten
  3. #2
    Wallmeister Avatar von Geograph
    Registriert seit
    10.05.2006
    Beiträge
    3.647
    "Danke" sagen
    0
    Erhielt 89 Danke für 63 Beiträge

    Standard Munitionsdepot Morbach

    Aus diesem Lager kamen über 50% der verschossenen Munition im kalten Krieg der US-Army her.




    .
    _G.E.O.G.R.A.P.H

  4. Direkt antworten
  5. #3
    Warrior
    Themenstarter

    Registriert seit
    15.08.2008
    Ort
    Salmtal
    Beiträge
    74
    "Danke" sagen
    0
    Erhielt 1 Danke für 1 Beitrag

    Standard

    Entschuldige bitte für die Aussage, hatte eigentlich gemeint, dass dort über 50% der in Deutschland gelagerten Munition der US Army lagerte, welche während des kalten Krieges immer mehr aufgerüstet wurde.

    Hier noch ein Luftbild des Areals
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken

  6. Direkt antworten
  7. #4
    Warrior Avatar von Wippgogo
    Registriert seit
    09.06.2008
    Ort
    Oberbergischer Kreis "GM"
    Beiträge
    57
    "Danke" sagen
    6
    Erhielt 0 Danke für 0 Beiträge

    Standard

    Die dort gelagerte Munition ist größtenteils in den ersten Golfkrieg "abgeflossen", ehe das Depot geschlossen wurde.
    Habe ich richtig in Erinnerung, das dort ein Windpark entstehen soll? Ich meine so was gelesen zu haben.
    Viele Grüße aus dem Oberbergischen
    Guido

  8. Direkt antworten
  9. #5
    Systemadministrator
    Avatar von Firefighter
    Registriert seit
    09.07.2006
    Ort
    Dahn/Pfalz
    Beiträge
    1.003
    "Danke" sagen
    87
    Erhielt 270 Danke für 141 Beiträge

    Standard

    Hallo,

    das dieses Depot der US Army untergestellt war ist falsch.

    Die Morbach Ammunition Storage Area war das größte Depot der USAF in Europa und unterstand der Hahn AB. Die Nebenlager davon waren einmal bei Wüschheim/Kappel im Hunsrück und das noch aktive Lager in Hochspeyer bei Kaiserslautern.
    In Morbach wurden auf ettlichen Freilagerflächen Bomben gelagert, in den wenigen Bunkern dann vermutlich die Zünder dazu.
    Nebendem war in Morbach auch die Maintenance inklusive einer automatischen Anlage um die Bomben neu zu lackieren.
    Anbei zwei Bilder wie das früher dort so aussah

    @Wippgogo: Wie andy schon sagte entsteht dort zu Zeit ein Energiepark, die große Anzahl an WKA sieht man deutlich von der Hunsrückhöhenstraße.
    http://upload.wikimedia.org/wikipedi...rk_Morbach.jpg
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken

  10. Direkt antworten
  11. #6
    Warrior Avatar von Wippgogo
    Registriert seit
    09.06.2008
    Ort
    Oberbergischer Kreis "GM"
    Beiträge
    57
    "Danke" sagen
    6
    Erhielt 0 Danke für 0 Beiträge

    Standard

    Wer lesen kann ist klar im Vorteil > hatte ich überlesen mit dem Energiepark
    Viele Grüße aus dem Oberbergischen
    Guido

  12. Direkt antworten
  13. #7
    Cold Warrior
    Registriert seit
    27.08.2006
    Beiträge
    231
    "Danke" sagen
    18
    Erhielt 19 Danke für 13 Beiträge

    Standard

    Ein paar Fotos aus Morbach-Wenigerath, enstanden im August 2005.
    Bild 1 ist die Feuerwehr
    Bild 2 die Inspektion
    Bild 3 ist eine Lagerhalle
    Bild 4 zeigt einen der vielen Aussenlagerplätze
    Bild5 zeigt den Blick über ein paar der Aussenlagerplätze
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken

  14. Direkt antworten
  15. #8
    Cold Warrior
    Registriert seit
    27.08.2006
    Beiträge
    231
    "Danke" sagen
    18
    Erhielt 19 Danke für 13 Beiträge

    Standard

    Bild 1 der Blick über eine der vielen Strassen im Lager
    Bild 2 unbekanntes Gebäude
    Bild 3 die "Bomb Renovation Plant" von aussen
    Bild 4 im Inneren der BRP
    Bild 5 im Inneren der BRP

    Weiss jemand wofür das unbekannte Gebäude da war? Ist wohl ein Standard-Typenbau, und ist mir auch schon in anderen Munitionslagern aufgefallen.

    Ich zitiere mal ein paar Beiträge von mir aus dem Lostplaces-Forum:
    "Insgesamt gab es 144 Lagerplätze und 10 geschlossene Munitions-Igloos in dem Depot sowie 4 Wartungs- und Inspektionsgebäude."
    "Die "Bomb Renovation Plant" ist eine 6.5 Millionen DM teure, halbautomatische und computergestützte Anlage, die im Monat ca. 1000 Bomben komplett erneuern konnte. Für die Anlage waren 2 Techniker und 18 Mannschaftsgrade zuständig. Konzipiert wurde die Anlage mit Hilfe der deutschen Autoindustrie."

    Die Bomben die dort erneuert wurden waren vom Typ Mk-82 und Mk-84.

    Ein schöner Artikel zum Munitionsdepot:
    http://www.lostplaces.de/cms/content/view/107/33/
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken
    Geändert von vladdes (08.09.2008 um 17:02 Uhr)

  16. Direkt antworten
  17. #9
    Warrior
    Themenstarter

    Registriert seit
    15.08.2008
    Ort
    Salmtal
    Beiträge
    74
    "Danke" sagen
    0
    Erhielt 1 Danke für 1 Beitrag

    Standard

    Trierischer Volksfreund 11.11.2008:

    Mit der Taschenlampe auf Zeitreise


    Von unserer Redakteurin Ilse Rosenschild
    Die Morbacher Energielandschaft soll touristisch erschlossen werden. Ein zentrales Vorhaben ist es, die beiden Überlebensbunker auf der Konversionsfläche zugänglich zu machen. Das Gesamtkonzept soll 730 000 Euro kosten.

    Morbach/Wenigerath. In der Morbacher Energielandschaft werden nicht nur beispielhaft regenerative Energien produziert und genutzt. Auf dem Gelände des ehemaligen US-Munitionslagers will man auch Touristen ansprechen. Dass das Konzept Erfolg versprechend ist, darauf lassen die derzeit schon rund 5000 Besucher im Jahr aus aller Welt schließen, obwohl die Gemeinde Morbach das Projekt derzeit noch gar nicht vermarktet.

    Zentrale Anlaufstellen sollen zwei ehemalige Überlebensbunker werden. Das Konzept hat die Campus Company GmbH aus Neubrücke entwickelt. Die Bunker sollen möglichst unverändert bleiben, aber erlebbar gemacht werden, ist das Ziel von Geschäftsführerin Heidrun Hausen.

    Die Gäste sollen mit der Taschenlampe in der Hand auf Entdeckungsreise gehen können. Dass es dabei beengt zugeht, ist durchaus beabsichtigt. In den Gebäuden sollen die Themen "inszeniert" werden, die mit Geschichte und Zukunft der Energielandschaft eng verbunden sind: der Kalte Krieg und der Klimawandel.

    Auf einem rund 3,5 Kilometer langen Energie-Erlebnis-Lehrpfad sollen auf "Info-Inseln" Fakten über Energie-Erzeugung, -sparen und -effizienz lebendig vermittelt werden.

    In der jüngsten Ratssitzung waren vor allem die Kosten in Höhe von 730 000 Euro (siehe Extra) umstritten. Deutlich formulierte Frank Klein (FDP) seine Bedenken: "Ich habe angesichts dieser Summen Kopf- und Bauchschmerzen." Das Konzept sei nicht zeitgemäß.

    Bürgermeister Gregor Eibes wies den Einwand zurück. Der Gemeinderat habe bereits die große Lösung mit Kosten in Höhe von 2,5 Millionen Euro inklusive Bau des Info-Zentrums durchgewinkt (der TV berichtete).


    Fraktionsübergreifender Zuspruch



    Jetzt werde deutlich abgespeckt. Schließlich verzichte die Kommune auf das Energie-Plus-Haus, das in der ursprünglichen Variante als Info-Zentrum dienen sollte. Eibes wörtlich: "Sollen wir das Konzept nicht umsetzen, weil irgendwelche Banker nicht mit Geld umgehen können?"

    Der zweite Beigeordnete Felix Assmann (CDU) plädierte für das Gesamtpaket in der Energielandschaft: "Andere Gemeinden wären froh, sie hätten so etwas zu bieten." Aus der Sicht von Uwe Andretta (Grüne Liste) ist es "sehr zeitgemäß", angesichts der Klimaveränderung Geld für ein solches Projekt auszugeben. Auch Karlheinz Schneider (SPD) und Achim Zender (FWM) plädierten dafür, das Vorhaben auf den Weg zu bringen.

    Mit einer Nein-Stimme wurde das Konzept verabschiedet. Die Verwaltung wurde beauftragt, ein Betriebskonzept zu erarbeiten und das Thema Personalkosten mit dem Land Rheinland-Pfalz und der Campus Company zu klären.
    Quelle: http://www.volksfreund.de

  18. Direkt antworten
  19. #10
    Cold Warrior Avatar von vizekonteradmiral
    Registriert seit
    21.01.2006
    Ort
    Darmstadt
    Beiträge
    198
    "Danke" sagen
    1
    Erhielt 3 Danke für 1 Beitrag

    Standard

    Zitat Zitat von andy Beitrag anzeigen
    Zu dem Depot führte damals auch noch eine Eisenbahnlinie durch den Hunsrück bis hin nach Ramstein, welche aber größten Teils zurück gebaut wurde.
    Ist das zu 100% sicher?
    In der Regel kann man in Betrieb befindliche sowieso aber auch aufgegebene Eisenbahntrassen sehr gut in Google Maps erkennen. Aufgegebene bzw. zurückgebaute Bahntrasse bedeutet ja nur, dass die Schienen demontiert sind. Der eigentliche Bahndamm bleibt in der Landschaft zurück, es sei denn er stört bei der Ausweisungen von neuen Wohn-/Gewerbegebieten, was hier aber nicht der Fall ist.
    Den römischen Limes sieht man stellenweise noch nach rund 2000 Jahren aus der Luft, da kann man wohl kaum eine vergleichsweise junge Bahntrasse verschwinden lassen. Außer David Copperfield hatte seine Finger im Spiel

    Beim ehemaligen US-Depot Münster zum Beispiel erkannt man den Bahnanschluss auch noch sehr gut, obwohl seit gut 2 Jahrzehnten nicht mehr in Betrieb.

    Ich kann mir eher vorstellen, dass von Ramstein eine Bahnverbindung bestand bis zum Bahnhof in Morbach und die Munition auf der letzten Meile den Weg per LKW zum Depot nehmen musste. Obwohl, macht wenig Sinn. Warum nicht dann gleich die komplette Strecke per LKW.

    Oder hat irgendjemand die Bahntrasse zum Depot entdeckt?
    Und deshalb ... äh ... haben wir uns dazu entschlossen, heute ... äh ... eine Regelung zu treffen, die es jedem Bürger der DDR möglich macht, ... äh ... über Grenzübergangspunkte der DDR ... äh ... auszureisen.
    G.Schabowski, 9.11.1989

  20. Direkt antworten
Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)

Ähnliche Themen

  1. Langen Pre-Stock Point 2J (US)
    Von taupe im Forum Konventionelle Depots
    Antworten: 77
    Letzter Beitrag: 23.02.2014, 13:30
  2. Gerlos Ammunition Storage Site (US)
    Von roamer im Forum Konventionelle Depots
    Antworten: 8
    Letzter Beitrag: 29.12.2013, 21:20
  3. Gerbach Pre-Stock Point 3 (US)
    Von ed22ful im Forum Konventionelle Depots
    Antworten: 5
    Letzter Beitrag: 25.08.2013, 11:25
  4. Reserve Storage Activity (RSA), Rheinberg 54th Area Support Group
    Von Horner im Forum Standorte & Liegenschaften
    Antworten: 9
    Letzter Beitrag: 24.09.2012, 19:08
  5. Ehemaliges Munitionsdepot Morbach
    Von Hatebreed im Forum Neues & Nachrichten
    Antworten: 6
    Letzter Beitrag: 21.09.2012, 22:55

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •