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Thema: Sperranlagen in der Freien und Hansestadt Hamburg

  1. #11
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    Avatar von Rex Danny
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    Standard Trichtersperre B4/ B75 (stadtauswärts)

    Kommen wir nun zu den drei Trichtersperren.

    Leider habe ich nur die oben genannte Trichtersperre der Richtungsfahrbahn stadtauswärts fotografiert. Die beiden Sprengschächte sind rückgebaut, aber deutlich zu erkennen.

    Als ich abends zu Hause die Sperre bei Google Earth eingetragen habe, stellte ich fest, daß auf Google Earth die rückgebauten Sprengschächte noch sehr gut als originale Sprengschächte zu erkennen sind. Weiterhin stellte ich fest, daß ca. 50 Meter entfernt auf der Richtungsfahrbahn stadteinwärts, getrennt durch die Tunnelausfahrt der Busspur von der Veddel, ebenfalls zwei originale Sprengschächte auf Google Earth zu erkennen sind. Diese Schächte sind heute aber auch rückgebaut, da ich sie am Mittwoch bei der Fahrt in die Innenstadt hätte sehen müssen. Daher habe ich hiervon keine Bilder, werde aber noch welche machen.

    Zu guter letzt stellte ich dann noch auf Google Earth fest, daß die ehemalige Bus- und Taxenspur von der Veddel in Richtung Innenstadt im Bereich der Tunnelausfahrt ebenfalls mit einem Sprengschacht gesichert war. Diese Busspur ist heute stillgelegt. Auch hiervon habe ich natürlich kein Bild. Vielleicht gelingt es mir aber in den nächsten Tagen irgendwie in den Tunnel der Busspur zu kommen. Bilder folgen dann.

    Für alle drei Trichtersperren habe ich der vorstehenden Reihenfolge nach die KMZ-Files angehängt.

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  3. #12
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    Avatar von Rex Danny
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    Standard Brückensperre B404 Elbbrücke Geesthacht

    Und zum Abschluß nun noch die versprochenen Bilder der Brückensperre auf der B404 (Elbbrücke Geesthacht) von Geesthacht nach Rönne.

    Auf der Elbbrücke befanden sich drei Zugangsschächte, die aber rückgebaut wurden. Unter der Elbbrücke befanden sich in Höhe der drei Zugangsschächte ebenfalls Zugangsschächte, wobei der nördlichste Zugangschacht noch original vorhanden ist, der einige Meter weiter südlich gelegene aber zugeschweißt wurde. Was mit dem dritten Zugangsschacht unter der Brücke passiert ist, kann ich nicht sagen, da ich an diesen nicht herankam.

    So, das soll es erst mal gewesen sein. Ich muß langsam ins bett, die Arbeit am Freitag ruft schon mehr als laut.

    Ich hoffe, meine kleine Exkursion hat Euch gefallen und es waren nicht zu viele Fehler enthalten. Die fehlenden Bilder der beiden Trichtersperren versuche ich noch dieses Wochenende zu schießen (falls das Wetter mitspielt).

    Grüße


    Rex Danny

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  5. #13
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    Sehr interessante Beiträge muss ich sagen. Über die Meisten der Trichter- und Brückensperren fahre ich mindestens einmal die Woche und über die ehemalige Trichtersperre auf der B5 sogar 2 mal Täglich.

    Vielen Dank dafür das ich so meinen geistigen Horizont wieder ein Stückchen erweitern konnte.

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  7. #14
    Cold Warrior Avatar von Horner
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    Moin zusammen,

    super Bild-Doku von den Brücken in Hamburg Rex Danny, echt toll!!!

    Gruß
    Horner (Beagle)

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  9. #15
    Cold Warrior Avatar von CampGates
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    Zitat Zitat von Rex Danny Beitrag anzeigen
    ...Ich hoffe, meine kleine Exkursion hat Euch gefallen und es waren nicht zu viele Fehler enthalten...
    Vielen Dank für die sehr interessant und lehrreich gestaltete Dokumentation!

    Gruß Hagen

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  11. #16
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    Nun nehmt es einem weit weniger Beschlagenen als die meisten anderen hier nicht übel, aber die ganzen Stahlbrücken sind mir Sperrenmäßig ein wenig dünn. Nur aus einer Galerie auf eine
    vorbereitete Sperre zu schließen ist mir hier zu vage. Immerhin handelt es sich bei allen Brücken um hochfrequentierte Bauwerke, die durch optimale Wartungsmöglichkeiten (Galerien) möglichst wenig zu Verkehrsbeeinträchtigungen führen sollen. Oder sind die Sperren hieb- und Stichfest?

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  13. #17
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    Avatar von Rex Danny
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    Zitat Zitat von Betonkopf Beitrag anzeigen
    Nun nehmt es einem weit weniger Beschlagenen als die meisten anderen hier nicht übel, aber die ganzen Stahlbrücken sind mir Sperrenmäßig ein wenig dünn. Nur aus einer Galerie auf eine
    vorbereitete Sperre zu schließen ist mir hier zu vage. Immerhin handelt es sich bei allen Brücken um hochfrequentierte Bauwerke, die durch optimale Wartungsmöglichkeiten (Galerien) möglichst wenig zu Verkehrsbeeinträchtigungen führen sollen. Oder sind die Sperren hieb- und Stichfest?
    Hallo, Betonkopf !

    Wenn Du mit hieb- und stichfest die Bestätigung einer Behörde meinst, so kann ich Dir sagen, daß ich es aus einer Quelle, die es wissen muß, erfahren habe.

    Grundsätzlich gebe ich Dir Recht, daß Galerien natürlich auch für Wartungsarbeiten genutzt werden können bzw. i. d. R. auch werden. Allerdings müßten dann die Galerien auch an allen Sockeln im Wasser vorhanden sein, denn es wird nicht nur ein Sockel bzw. die Widerlager gewartet und der andere Sockel bzw. die Widerlager gammeln vor sich hin.

    Bei der Elbbrücke B4/ B75 von der Autobahn kommend muß man allerdings sagen, daß diese in den vergangenen Jahren intensiv gewartet wurde und die Sperrvorrichtungen heute nicht mehr erkennbar sind außer den Galerien unter der Brücke. Da sie aber die Haupteinfallstraße von Süden ist, wäre es unlogisch, sie nicht zu sprengen. Die nebenan (westlich) liegenden 3 Brücken im Freihafen hingegen sind noch fast in ihrer Ursprungsform und hierfür habe ich die 100%-ige Bestätigung.

    Bei den 3 Trichtersperren an der Elbbrücke muß ich allerdings einen Rückzieher machen. Ich war heute nochmals an der Brücke und mußte feststellen, daß die auf Google Earth gut zu erkennenden Gullydeckel auf der stadteinwärts liegenden Fahrbahn und der Bus- und Taxenspur aus dem Tunnel nach wie vor vorhanden sind. Es handelt sich um schlichte Kanalisationsdeckel. Somit kann davon ausgegangen werden, daß es sich bei den beiden auf der stadtauswärts liegenden Fahrbahn befindlichen "Teerflicken" um zwei rückgebaute Kanalisationsschächte handelt. Warum diese beiden rückgebaut wurden, entzieht sich leider meiner Kenntnis.

    Im Anhang zwei Bilder der stadteinwärts führenden Fahrbahn sowie der gesperrten Bus- und Taxenspur aus dem Tunnel von der Veddel kommend.

    Grüße


    Rex Danny
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  15. #18
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    Standard Besichtigung der Brückensperre Köhlbrand-Brücke

    Wie versprochen, hier nun mein Bericht über die Besichtigung der Brückensperre Köhlbrand-Brücke am vergangenen Freitag mit einem Brückenprüfer der Hamburg Port Authority.

    Der Zugang zur Sperre erfolgte über das Gelände des Zollamtes HH-Waltershof. Hier befand sich eine Zugangsluke direkt an den Widerlagern im ersten Brückenfach (Bilder 1 - 4).

    Im Brückenkasten angelangt, befand sich direkt neben dem Zugang ein vergitterter Raum mit Eisentür, in welchem die Zünd- und Sprengmittel in einem Krisenfall gelagert wurden. Zur übrigen Zeit waren hier nur Kisten mit Attrappen gelagert, damit man nie wußte, ob die Sperre befüllt oder leer war (Bilder 5 - 9).

    Direkt neben dem Lagerraum befand sich ein roter Kasten, der für den Anschluß der Zünddrähte vorgesehen war (Bild 10).

    Bis hierhin war alles noch sehr einfach für die eingesetzten Soldaten. Nun mußte aber a) die eigentliche Sperre oben an der Köhlbrandbrücke erreicht werden und b) die Zünd- und Sprengmittel mußten dorthin gebracht werden. Hierzu mußte ein Teil der Soldaten durch den gesamten Brückenkasten über mehr als einen Kilometer zur Brücke hochlaufen (ca. 30 - 45 Minuten), was aufgrund des Durchkletterns der einzelnen Brückenfächer mit Stufen, engen Durchgängen und Gepäck nicht ganz einfach war. Der andere Teil der Soldaten lud die Zünd- und Sprengmittel auf ein Transportfahrzeug und brachte diese über die Finkenwerder Straße und den Rugenberger Damm direkt unter die Zugangsöffnung der eigentlichen Brückensperre im obersten westlichen Brückenfach vor der eigentlichen Köhlbrand-Brücke.

    Unter dieser Zugangsöffnung befindet sich heute eine Zugangsgalerie, die von der Fahrbahn der Köhlbrand-Brücke aus erreicht werden kann. Diese wurde aber erst vor wenigen Jahren eingebaut, damit die langen Wege durch den Brückenkasten entfielen. Zu Zeiten des Kalten Krieges gab es die Galerie nicht (Bilder 11 - 13).

    Im obersten Brückenfach befand sich direkt neben der Zugangsklappe ein Kran, mit dem dann die Zünd- und Sprengmittel vom Rugenberger Damm aus hochgehievt wurden (Bilder 14 - 15).

    Im Bereich des Krans befand sich ein weiterer Anschlußkasten für die verschiedenen Zündleitungen. Von diesem Kasten aus verliefen die Kabel dann an der Wand entlang bis zum roten Anschlußkasten im unteren Brückenfach/ Zugangsbereich Waltershof (Bilder 16 - 17).

    Zwischen dem Zugangsbereich/ Kran und der Wand des Brückenfachs am Übergang zur eigentlichen Brücke befand sich eine Bühne, die zum Anbringen der Sprengmittel an den links und rechts sowie über und unter der Bühne befindlichen Halterungen eingebaut wurde (Bilder 18 - 20). Diese Bühne wurde aber erst nach 1984 errichtet, da dies auf Bildern aus dem Jahre 1984 deutlich zu erkennen ist.

    Da weder mein Begleiter noch ich Fachleute für Sprengungen sind, vermute ich, daß aufgrund des Aussehens der Halterungen es sich hierbei um Schneidladungen gehandelt haben muß (Bilder 21 - 27). Hierfür spricht auch, daß die Halterungen kreisförmig um die Bühne angebracht waren. Hierdurch wäre das Brückenfach durch sein Eigengewicht durchgebrochen und 50 Meter tief in den Rugenberger Damm gestürzt, wodurch dieser ebenfalls am Zugang zu den Brücken über die Rugenberger Schleuse gesperrt worden wäre.

    So, das war also meine Besichtigung der Brückensperre Köhlbrand-Brücke. Für mich war dies ein Erlebnis in mehrfacher Hinsicht.

    1. Ich habe noch nie eine komplett erhaltene Brückensperre im Innern einer Brücke gesehen und dann auch noch in der Köhlbrand-Brücke.

    2. Ich habe noch interessante Details zu weiteren Sperren in Hamburg erhalten (hierzu im nächsten Post mehr).

    3. Mir wurden durch die Höhe der Brücke persönliche Grenzen aufgezeigt, womit ich mehr oder weniger nicht gerechnet hatte.

    An dieser Stelle möchte ich mich auch noch ganz herzlich bei Herrn J. von der Hamburg Port Authority (ehem. Strom- und Hafenbau) bedanken, der mir freundlicherweise die Bilder aus 1984 (Bilder 28 - 30) zur Verfügung gestellt hat. Hierauf ist sehr gut der damalige Zustand im unteren Brückenfach mit Lagerung der Attrappen (Kisten an der Wand) sowie das Fehlen der Bühne im oberen Brückenfach an den Sprenghalterungen zu erkennen.

    Weiterhin wären die Bilder 14 - 27 ohne ihn nie entstanden, hätte er nicht die Aufnahmen mit meinem Apparat gemacht. Mein Kopf hat bei 50 Metern über dem Boden dicht gemacht und ließ mich nicht die Zugangsgalerie unter die Brücke besteigen. Nach seinen Angaben war ich aber nicht der erste in seiner Begleitung, dem so etwas passiert ist. O.k., wieder was gelernt.

    Im Anhang befindet sich neben den vorstehend aufgelisteten Bildern auch noch ein KMZ-File mit Details zur Köhlbrand-Brücke.

    Ich hoffe, mein Bericht war einigermaßen unterhaltsam und die Qualität der Bilder ist trotz der schlechten Lichtverhältnisse annehmbar.


    Rex Danny
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    Geändert von Rex Danny (25.08.2010 um 15:56 Uhr)

  16. Folgender Benutzer sagt Danke zu Rex Danny für den nützlichen Beitrag:

    funkmelder (22.08.2014)

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  18. #19
    Wallmeister Avatar von Geograph
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    Daumen hoch D a n k e !

    Wie versprochen, hier nun mein Bericht über die Besichtigung der Brückensperre Köhlbrand-Brücke am vergangenen Freitag mit einem Brückenprüfer der Hamburg Port Authority.



    Ich hoffe, mein Bericht war einigermaßen unterhaltsam und die Qualität der Bilder ist trotz der schlechten Lichtverhältnisse annehmbar.

    Beeindruckend!…………


    .
    _G.E.O.G.R.A.P.H

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  20. #20
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    R E S P E K T !!!!!!!!
    „Wer die Vergangenheit nicht kennt,
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