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Thema: Sperranlagen in der Freien und Hansestadt Hamburg

  1. #41
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    Standard Überarbeitung der Hamburger Sperranlagen (Teil 2)

    Da ich im Jahre 2010 u.a. auch sehr ausführlich die Elbbrücken über die Norderelbe dokumentiert hatte und die Hinweise zu den dortigen Sperranlagen von offizieller Seite (Mitarbeiter der Hamburg Port Authority/ ehem. Strom- und Hafenbau), dürfte es sich bei den fehlenden 2 Sperranlagen um diese hier handeln:

    DOSPA 2450:
    Brückensperre*/ Trichtersperre* auf der B4/ B75 zwischen Rothenburgsort und der A255 vor/ an der Norderelbe-Brücke (Neue Elbbrücke)

    DOSPA 2456:
    Brückensperre*/ Trichtersperre* auf der Gemeindestraße zwischen Hamburg und Waltershof vor/ an der Norderelbe-Brücke (Freihafenbrücke)

    DOSPA 2461:
    Brückensperre* auf der Bahnstrecke Hamburg (Hbf) - Harburg an der Norderelbe-Brücke (Norderelbbrücke Eisenbahn)

    Diese 3 Sperranlagen wurden durch die britischen Besatzungsstreitkräfte errichtet und später an die Bundeswehr übergeben. Zählt man die 3 Sperranlagen zu den 15 bestätigten Anlagen hinzu und sieht DOSPA 2456 und 2461 aufgrund ihrer räumlichen Nähe als eine Sperranlage, kommt man auf die Gesamtzahl 17. OLt a.D. Grot teilte mir mit, daß in den vorstehend aufgeführten drei Brücken durchaus Sperranlagen gewesen sein können, diese aber während seiner Hamburger Dienstzeit von 1982 bis 1991 nicht in den Sperrlisten verzeichnet waren. Daher kann davon ausgegangen werden, daß dem Mitarbeiter von Hamburg Port Authority diese Sperranlagen bekannt waren, er aber nicht wußte, daß sie nicht mehr durch die Bundeswehr betrieben wurden.

    Zu erwähnen sei hier auch noch die DOSPA 2455 (Brückensperre* auf der Gemeindestraße von Hamburg nach Waltershof in der Baaken-Brücke). Auch diese Sperranlage, die heute aber nicht mehr existiert und von mir leider vor ihrem Umbau auch nicht mehr dokumentiert werden konnte, wurde von den britischen Besatzungsstreitkräften an die Bundeswehr übergeben. Die Sprengkammern in der Baaken-Brücke stammten noch aus der Zeit des 2.Weltkrieges und die Sperranlage wurde nicht durch die Bundeswehr weiter betrieben.

    In meinem Telefonat mit OLt a.D. Grot wies er explizit darauf hin, daß die Sperrlinie Hamburg während seiner Dienstzeit in Hamburg nur aus den in seinem Buch aufgeführten und sehr anschaulich beschriebenen 15 Sperranlagen bestand.

    Grüße


    Rex Danny
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    Geändert von Rex Danny (24.03.2015 um 10:54 Uhr) Grund: Falsch gezählt

  2. Folgende 2 Benutzer sagen "Danke" zu Rex Danny für den nützlichen Beitrag:

    Colonel Dash Rendar (02.04.2015), ed22ful (23.03.2015)

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  4. #42
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    Avatar von ed22ful
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    Standard

    Seit wann telefonierst du eigentlich mit OLt Grot?
    Sonderwaffenlager Fischbach bei Dahn
    Interessengemeinschaft „Area 1" militärgeschichtlicher Verein e.V.
    www.ig-area-one.de

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  6. #43
    Wallmeister Avatar von Geograph
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    Standard 5733 …

    Nach Angaben von OLt a.D. Grot hat es auf Hamburger Staatsgebiet während seiner Dienstzeit im VBK 10/ StoK Hamburg und folglich bis zum Ende des Kalten Krieges lediglich die in seinem Buch aufgeführten Sperranlagen gegeben. Hierbei handelt es sich um folgende Datensätze:



    Somit haben wir offiziell 14 bestätigte Sperranlagen und 2 bestätigte Sperrmittellager. Leider konnte OLt a.D. Grot mir bislang nicht die fehlenden Objekt-Nummern nennen, daher die Beschriftung mit "HH xxxx".
    In meinem Telefonat mit OLt a.D. Grot wies er explizit darauf hin, daß die Sperrlinie Hamburg während seiner Dienstzeit in Hamburg nur aus den in seinem Buch aufgeführten und sehr anschaulich beschriebenen 14 Sperranlagen bestand.

    Vielen Dank für die Recherche und die Informationen!……


    Zwei Anmerkungen hierzu:

    • Insgesamt zählst du 15 vorbereitete Sperranlagen auf: DOSPA 0912, DOSPA 1213, DOSPA 2446, DOSPA 2449, DOSPA 2451, DOSPA 2454, DOSPA 2457, DOSPA 2458, DOSPA 2459, DOSPA 2460, DOSPA 2463, DOSPA 4329, DOSPA 5734, DOSPA 5735, DOSPA 5736.

    • Auf Seite 274 beschreibt Grot in seinem Buch ausführlich eine weitere Sperranlage, bestehend aus neun Sprengschächten (9× 6,50 m; Ladung: 5,4 t Sprengstoff), an der A 1 zwischen den Anschlussstellen Hamburg-Billstedt und Hamburg-Moorfleet im Bereich der dortigen Bille-Brücke, die du nicht aufgeführt hast: DOSPA 5733.
    _G.E.O.G.R.A.P.H

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  8. #44
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    Standard

    Zitat Zitat von ed22ful Beitrag anzeigen
    Seit wann telefonierst du eigentlich mit OLt Grot?
    Ich hatte mir das Buch gekauft, Fragen dazu und da er bei mir praktisch um die Ecke wohnt, schrieb ich ihm und er rief mich an.

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  10. #45
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    Standard

    Hallo, Geograph !

    Natürlich hast Du Recht, daß ich dort 15 Sperranlagen aufzähle. Mein Fehler, ich habe nämlich bemerkt, daß in meiner Auflistung eine fehlte und diese nachgetragen. Allerdings habe ich vergessen, dann auch die 14 auf 15 zu ändern. Das habe ich jetzt geändert.

    Auch dürften dann die beiden Norderelbe-Brücken im Freihafen (DOSPA 2456 und 2461) aufgrund ihrer räumlichen Nähe als eine Sperranlage gesehen worden sein und zusammen mit der DOSPA 2450 dann die in dem Zeitungsartikel erwähnten 17 Sperranlagen ergeben haben. Auch dies habe ich bereits geändert.

    Nun zur DOSPA 5733. Auf Seite 274 steht folgender Absatz (Zitat):
    "Eine weitere vorbereitete Sperre befand sich südwestlich von Bergedorf hart westlich der BAB-Brücke über die Bille. Dadurch sollte ein Vorrücken feindlicher Kräfte über die Autobahn in Richtung Westen verhindert werden. Diese Sperre bestand aus neun Straßensprengschächten je 6,50 Meter tief. Dadurch wurde die gesamte BAB-Breite erfaßt."

    In diesem Absatz wird nicht die A1 erwähnt. Gemeint ist vielmehr die A25, die von Geesthacht in Ost-West-Richtung südlich vom Stadtzentrum Bergedorf in Richtung Hamburg zum Kreuz Südost an der A1 führt. Es handelt sich hierbei auch nicht um die Bille, sondern um die Dove-Elbe, die südwestlich vom Stadtzentrum Bergedorf in den Schleusengraben übergeht. Die Brücke der A25 (Schleusengarben-Brücke) hatte auf ihrer Westrampe 9 Straßensprengschächte, die bereits vor vielen Jahren rückgebaut und im Zuge der Autobahnsanierung im Jahre 2013 endgültig ausgebaut wurden. Diese Sperranlage ist im Datensatz 2449 dokumentiert. Warum OLt a.D. Grot die Bille statt der Dove-Elbe nennt, kann ich nicht sagen. Allerdings war auch ich jahrelang immer der Meinung, daß es sich bei dem Schleusengraben um die Bille handelte. Erst als ich mir mal genauer den Hamburger Stadtplan anschaute, fiel mir auf, daß dort nicht die Bille fließt, sondern die Dove-Elbe.

    Die im Datensatz 5733 eingetragene Sperranlage bezeichnet die wirklich sehr kleine Brücke auf der A1, die über die Bille führt. Jedoch befindet sich die Brücke nordwestlich von Bergedorf und auch viele Kilometer entfernt und würde auch eher zu Billstedt zählen. Außerdem verhindert dort eine Sperre nicht den Vormarsch des Feindes in Richtung Westen, sondern in Richtung Süden oder Norden, da die A1 dort zwischen den Autobahnkreuzen Ost und Südost in Nord-Süd-Richtung verläuft. Und da ich ja nun schon seit 20 Jahren in Billstedt arbeite und über diese Bille-Brücke täglich fahre, kann ich mit Gewißheit sagen, daß es dort nie Sprengschächte gegeben hat. Gemeint ist definitiv die A25 im DAtensatz 2449.

    Grüße


    Rex Danny
    Geändert von Rex Danny (24.03.2015 um 11:40 Uhr)

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  12. #46
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    Standard Überarbeitung der Hamburger Sperranlagen (Teil 3)

    Aus den vorstehenden Beiträgen ergibt sich, daß folgende Datensätze aufgrund nachgewiesener Nichtexistenz gelöscht bzw. für neue Sperren frei gegeben werden können/ müssen:

    DOSPA 2445:
    Brückensperre auf der A1 zwischen AS Billstedt und AS Öjendorf in der Glinder Au-Brücke.

    DOSPA 2447:
    Brückensperre auf der A1 zwischen dem Kreuz Südost und dem Kreuz Süd in der Norderelbe-Brücke.

    DOSPA 2452:
    Trichtersperre auf der B5 zwischen Bergedorf und Billstedt im Bereich der Abfahrt Mümmelmannsberg.

    DOSPA 2453:
    Trichtersperre auf der Gemeindestraße zwischen Kirchsteinbek und Billstedt im Verlauf der alten B5.

    DOSPA 2462:
    Brückensperre auf der S-Bahnstrecke Hammerbrook - Veddel an der Norderelbe-Brücke.

    DOSPA 4328:
    Brückensperre auf der Gemeindestraße zwischen Hohe Schaar und Neuhof an der Rethe-Hubbrücke.

    DOSPA 4330:
    Brückensperre auf der Gemeindestraße zwischen Wilhelmsburg und Neuhof an der Reiherstieg-Klappbrücke.

    DOSPA 5733:
    Trichtersperre auf der A1 zwischen Billstedt und Moorfleet auf der Nordrampe der Bille-Brücke.

    Allerdings kann der Datensatz 5733 durch ein noch einzutragendes neues Sperrmittellager verwendet werden. Dieses ist schon in meinem oben geposteten KMZ-File "Sperrlinie Hamburg" enthalten, jedoch noch ohne Datensatz.

    Es handelt sich um das Sperrmittellager in der Sophienterrasse 14, dem Sitz der Hamburger Wallmeister bzw. des VBK 10/ StoK Hamburg. An den Sitzen der jeweiligen Pionierdienstgruppen scheint es offensichtlich auch Sperrmittellager gegeben zu haben. Durch Günther bzw. sein aufmerksames Lesen von Sperrobjektkarteikarten wurde ein Sperrmittellager in einer Garage in Ansbach auf dem Gelände des VBK 63 bzw. der Pionierdienstgruppe und der Wallmeister des VBK 63 festgestellt. Auch dort waren Sperrmittel eingelagert (DOSPA 4438).

    Grüße


    Rex Danny
    Geändert von Rex Danny (24.03.2015 um 12:00 Uhr)

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  14. #47
    Cold Warrior
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    Standard

    Nur interessehalber:

    Waren in Bergedorf und Wentorf nicht große Kasernen der BW? PzGrenBrig 16 und 17?
    „Viele sind hartnäckig in Bezug auf den einmal eingeschlagenen Weg, wenige in Bezug auf das Ziel“
    Friedrich Nitzsche

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  16. #48
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    Standard

    In Wentorf lag die Panzergrenadierbrigade 16. In Hamburg-Bergedorf gab es gar kein Militär, allerdings lagen die beiden Wentorfer Kasernen nur wenige Meter hinter der grünen Grenze zu Bergedorf.

    Die Panzergrenadierbrigade 17 lag in Hamburg-Rahlstedt.

    Grüße


    Rex Danny

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  18. #49
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    Standard Sperranlagen in der Freien und Hansestadt Hamburg

    Hallo an alle !

    Heute kann ich endlich vermelden, daß Hamburg nach unserem derzeitigen Kenntnisstand mit sämtlichen, jemals vorhandenen Sperranlagen komplett in der Datenbank enthalten ist.

    Im Anhang befinden sich die KMZ-Files der verschiedenen, in Hamburg verwendeten Sperrenarten mit den genauen Örtlichkeiten jeder einzelnen Sperranlage.

    Da einige neue Datensätze erstellt wurden, müssen nun auch entsprechende Dokumentationen der einzelnen Sperranlagen erfolgen, zumindest aber der Datensätze 5733, 5734 und 5736.

    Ich hoffe, daß sich hier einige User finden werden, die sich Hamburg annehmen werden, damit alle Datensätze (insgesamt 22) bebildert werden können, bevor alle Sperranlagen rückgebaut wurden.

    Grüße


    Rex Danny
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