Hallo Ihr alle da,
das Forum "Towerrats" ist zwar ganz nett, und es gibt da auch tolle Bildchen , aber es ist leider wie fast überall bei diesem Thema: Keiner sagt was, keiner weiß was (zumindest von den ehemaligen).
Ich war schon vor einiger Zeit ganz platt, das ich hier auf Harrys Seiten ein Bild einer Security Panel (manchmal wird das Ding auch anders genannt)gesehen habe (Nach gestaltung und Bunkeranzahl müßte es Stauffenberg/ Buseck sein).
Also zu meiner Zeit (RAK 350/SW 320), das war 87`bis Auflösung bzw. Ende meiner Dienstzeit da, anfang März 93`, waren in Bellersdorf 26 Mann inkl. Wachvorgesetzten, dazu kamen tagsüber 5, Nachts 3, hier muss man sagen Mann und Frau, US-Army, für Zugangskontrolle innerer Bereich und Bunkerverschluß.
Dazu zeitweise bis zu 5 amerikanische Soldaten im MMA Gebäude (MMA= Missile Montage.... usw. ).
Die amerikaner waren zugleich auch für die Zündbatterien und die Kreiselkompanten zuständig (Raketenmotorsteuerung).
Die Freigabe einer Thermonuklearen LANCE Einheit erfolgte durch freigeschaltete Zündeinheit sowie die Eingabe eines drei bis fünfstelligen "Release" (Löse!) Codes am Kopf.
Zudem gab es ausserhalb des Lagers eine sogenannte RC- Bereitschaft
(Re-inforced Copetition) in Stärke 1/6/32, das weiß ich noch ganz genau, hab ich recht oft gemacht, doof, gell.
Der Einsatz war bei RC ersteinmal nicht ganz klar geregelt, ob von innen, oder aussen oder nur von einer bestimmten Seite ein Einsatz gefordert war.
Auch wußte man noch nicht einmal nach der Munitionsausgabe, ob es nicht doch nur eine Übung war.
Nun bin ich doch schon soweit mit meiner schreiberei, das ich nocheinmal wiederlegen möchte, das nur amerikaner im "inneren" Zugang hatten.
Im Falle eines Alarms, oder besser noch SAT-Alarm, konnte eine besondere Tür in der Wachstube geöffnet werden, nachdessen durchgang man sich im innersten der Anlage befand.
Ich fand es bei Übungen besonders witzig das der RC- Trupp immer erst nach vorlage des Truppenausweises, und nach
Prüfung des Sicherheitszertfikates, durch die Drehtür der amerikaner den inneren Bereich betreten durfte, um dann drinnen weiter den Ernstfall zu üben.
Besonders Nachts war das lustig, weil man wohl durch die dicke grüne Panzerglasscheibe nix sehen konnte, zumal wir das Licht im Rücken hatten.
Aber ab dann war es halt nur noch eine Übung!!!
Mit LKW reinfahren war absolut verboten.
Zum einen gab es eine schleichsperre weit vor dem ersten Tor, und hinter dem zweiten Tor gab es eine hydraulisch absenkbare Barriere, welche wohl zu meiner Zeit dauernd defekt war.
Kleine Anekdote:
Jahre später besuchte ich das AKW Mülheim-Kärlich, und da gabe es die fast gleiche Barriere, die sich auch nicht so richtig vorführen lassen wollte und ich konnte da meine klappe nicht halten und erwähnte, das ich das Ding auch nur als kaputt kenne.
Sagt der Security Bulle zu mir: Na Jong, kümmste met dem "Güterzoch" aus Herborn!! War ich baff
Direkt vor dem Lager Bellersdorf war ein alter MTW verbuddelt. Da konnte man ganz toll seinen Manövermüll entsorgen.
Liebe Grüße
De Gerd