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Das in der Galileosendung beschriebene Buch "Bunker, Basen und Relikte" gibt es Hier

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Alt 05.02.2009, 22:57   #11 (permalink)
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In Dahn gab es 4 unterschiedliche Bauarten.

Einmal die ältere große Variante mit den Stützen, welche sich an der Straße mit den Serpentinen befanden.
( BLDG 4931 A-M und BLDG 4932 A-D )

Die kleinere Variante von dieser Bauart befand sich am Hohlwoog
( BLDG 4930 A-M )

Die kleinere Variante vom Typ "Stradley" waren an der Straße richtung Erfweiler, diese hatten grüne Tore.
( BLDG 4844 A-J )

Die größere Variante mit den weißen Toren von den Stradley waren die zwei "Bunkerstraßen" ( BLDG 4842 A-E , BLDG 4863 A-K sowie BLDG 4864 A-H )

Die großen Stradley waren auch Alarmgesichert, warum auch immer.

BLDG steht übrigens für Building, die 4-stelligen Nummern sind die Gebäudenummern.

Die richtige Bezeichnung für die Bauart der Munitionslagerhäuser ist eigentlich "ECM Stradley" = Earth-Covered Magazine Stradley
Diese wurden in den 80ern in ganz Deutschland gebaut, nicht nur in Dahn.
Die innere Form ist im oberen Bereich halbrund, daher war ein weiterer Name auch "igloo yurt"

Näheres dazu hier: http://www.wbdg.org/design/ammo_magazines.php

Pläne zu den Stradleys sowie den Holzbarracken von Dahn habe ich, dauert aber noch etwas bis ich die einstellen kann.
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Alt 06.02.2009, 10:40   #12 (permalink)
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Anbei noch 2 Bilder von den noch vorhandenen Bunkern, diese gehören beide der VG Dahner Felsenland.

Das erste Bild zeigt die Nummer 4842 E am Anfang der ersten "Bunkerstraße"
Das zweite zeigt die Nummer 4861 B, der zweite Bunker in richtung Erfweiler.
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg Dahn_1.jpg (124,4 KB, 125x aufgerufen)
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Alt 27.08.2009, 00:50   #13 (permalink)
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Schade das es so wenige Aufnahmen vom Camp gibt...... Hätte ich früher gewusst das mich das Camp heute so interessiert hätte ich Bilder gemacht wie es eigentlich dortmals noch verboten war das Camp zu betreten....
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Alt 28.08.2009, 15:01   #14 (permalink)
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Nur noch zur Ergänzung bezügl. des POL-Lagers (= Tanklager oder Tankfarm Hinterweidenthal):
1. das Lager hat eine Größe von 40 ha und ist wesentlich größer, als es von der Straße den Anschein hat (aber nur etwa ein 15tel so groß wie das oben beschriebene Munitionslager);
2. in Friedenszeiten war das POL-Lager (POL= Petrol, Oil and Lubricants, also Sprit, Öl und Schmierstoffe...) von zivilen Angehörigen der Fernleitungsbetriebsgesellschaft (FBG, bundeseigene GmbH; gibt es noch immer) besetzt, die fast alle einen vorläufigen mil. Reservedienstgrad hatten und im V-Fall Soldaten, verstärkt durch PipelinePios, geworden wären;
3. das Lager verfügt über unterirdische Großtankkavernen, die heute mit Stickstoff gefüllt sein sollen;
4. es gab einen Gleisanschluss, der von der Nebenbahnstrecke Hinterweidenthal-Bundenthal abzweigte; im Lager gab es einen Verladebahnhof (und, was ich auch spät erst erfahren habe: der Sprit sollte durch die Bahn hinein gebracht werden! Entfiel, als die neue NATO-Pipeline angeschlossen wurde) sowie eine eigene Bundeswehrrangierlok im Lokschuppen;
5. Reservewaggons standen früher im Bhf Hinterweidenthal und an der Abzweigstelle, die noch heute als kleiner Rangierbhf zu erkennen ist, der über zwei Flachkreuzungen, also doppelte Kreuzungsweichen verfügt (oh Gott, jetzt hats mich aber gepackt);
6. Hinweis: ein ähnliches noch aktives Lager gibt es auf der Kirschbachermühle bei Walshausen (ohne Bahnanschluss aber ganz frisch saniert!) .
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Alt 31.08.2009, 22:12   #15 (permalink)
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Zitat:
Zitat von rubeck1 Beitrag anzeigen
Nur noch zur Ergänzung bezügl. des POL-Lagers (= Tanklager oder Tankfarm Hinterweidenthal):
1. das Lager hat eine Größe von 40 ha und ist wesentlich größer, als es von der Straße den Anschein hat (aber nur etwa ein 15tel so groß wie das oben beschriebene Munitionslager);
2. in Friedenszeiten war das POL-Lager (POL= Petrol, Oil and Lubricants, also Sprit, Öl und Schmierstoffe...) von zivilen Angehörigen der Fernleitungsbetriebsgesellschaft (FBG, bundeseigene GmbH; gibt es noch immer) besetzt, die fast alle einen vorläufigen mil. Reservedienstgrad hatten und im V-Fall Soldaten, verstärkt durch PipelinePios, geworden wären;
3. das Lager verfügt über unterirdische Großtankkavernen, die heute mit Stickstoff gefüllt sein sollen;
4. es gab einen Gleisanschluss, der von der Nebenbahnstrecke Hinterweidenthal-Bundenthal abzweigte; im Lager gab es einen Verladebahnhof (und, was ich auch spät erst erfahren habe: der Sprit sollte durch die Bahn hinein gebracht werden! Entfiel, als die neue NATO-Pipeline angeschlossen wurde) sowie eine eigene Bundeswehrrangierlok im Lokschuppen;
5. Reservewaggons standen früher im Bhf Hinterweidenthal und an der Abzweigstelle, die noch heute als kleiner Rangierbhf zu erkennen ist, der über zwei Flachkreuzungen, also doppelte Kreuzungsweichen verfügt (oh Gott, jetzt hats mich aber gepackt);
6. Hinweis: ein ähnliches noch aktives Lager gibt es auf der Kirschbachermühle bei Walshausen (ohne Bahnanschluss aber ganz frisch saniert!) .
Dem kann ich nur zustimmen. Die Tanks wurden an den Flanschen versiegelt, gereinigt und sind nun mit Stickstoff gefüllt.

Hier hatte ich übrigens mal Bilder von 2006/2007 eingestellt:

Natopipeline
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Alt 01.09.2009, 08:03   #16 (permalink)
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Zitat:
Zitat von rubeck1 Beitrag anzeigen
........
2. in Friedenszeiten war das POL-Lager (POL= Petrol, Oil and Lubricants, also Sprit, Öl und Schmierstoffe...) von zivilen Angehörigen der Fernleitungsbetriebsgesellschaft (FBG, bundeseigene GmbH; gibt es noch immer) besetzt, die fast alle einen vorläufigen mil. Reservedienstgrad hatten und im V-Fall Soldaten, verstärkt durch PipelinePios, geworden wären;
.......
Hallo “rubeck1“!
Diese zivilen Angehörigen der FBG; was hatten die denn für einen „vorläufigen“ mil Reservedienstgrad? Ich meine gab es da z.B. in Friedenszeiten einen Supervisor/Vormann, der dann im V-Fall, aus welchen Gründen eigentlich, zB zum „Obergefreiter O.A.R“ ernannt worden wäre? Wußte gar nicht dass es so etwas gab (noch gibt?). Weshalb überhaupt hatten die Reservedienstgrade? Hätten doch auch als ganz normale Zivis dort arbeiten können!?

Gruß Scaleon!
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Übung in Walshausen
Alt 03.09.2009, 21:46   #17 (permalink)
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anbei Artikel zur Übung
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mit freundliche Grüßen

dipl-ing
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Take nothing but pictures, leave nothing but footprints.

Sonderwaffenlager Fischbach bei Dahn
Interessengemeinschaft „Area 1" militärgeschichtlicher Verein e.V.
www.ig-area-one.de
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Alt 07.09.2009, 20:14   #18 (permalink)
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Zitat:
Zitat von Scaleon Beitrag anzeigen
Hallo “rubeck1“!
Diese zivilen Angehörigen der FBG; was hatten die denn für einen „vorläufigen“ mil Reservedienstgrad? Ich meine gab es da z.B. in Friedenszeiten einen Supervisor/Vormann, der dann im V-Fall, aus welchen Gründen eigentlich, zB zum „Obergefreiter O.A.R“ ernannt worden wäre? Wußte gar nicht dass es so etwas gab (noch gibt?). Weshalb überhaupt hatten die Reservedienstgrade? Hätten doch auch als ganz normale Zivis dort arbeiten können!?

Gruß Scaleon!
Es war in der Tat so, dass es diese vorläufigen Dienstgrade gab. Ich hatte übrigens auch einen (Feldwebel d.R.) aber nicht bei den Pipeline-Pios...
Die Bundeswehr sichert/e sich so eine ganze Reihe von Berufsgruppen, die sie im V-Fall im Kombattantenstatus, also im Soldatenstatus, haben wollte. Das hat vor allem disziplinarische Gründe: ein ziviler Mitarbeiter im Tanklager kann im V-Fall zu Hause bleiben, der Soldat nicht, dafür sorgen schon die Feldjäger.
Der Soldat kann im V-Fall auch mal ans MG gelegt werden, zwecks Objektschutz, der Zivilist nicht. Usw.
Man muss dabei sehen, dass die Bw im Frieden 495000 Soldaten hatte (Sollstärke), bei einer V-Stärke von 1,34 Mio. Mann! Den größten Aufwuchs dabei hätte das Territorialheer bekommen, zu welchem die Tanklager und Pipelines ja gehörten (und viele andere interessante Truppenteile, von denen man in Friedenszeiten nichts wusste!).
Übrigens: in den 80er Jahren wurde mit den Amerikanern das WHNS-Abkommen geschlossen, das weitere 90.000 Reservisten in vier oder fünf Unterstützungskommandos mit Unterstützungsaufgaben für die US-Truppen erforderte.
Wachtruppen waren da z.B. auch dabei, was dazu führte, dass auch CSG-Angehörige (also Zivilpersonal bei den US-Truppen) teilweise vorläufige Dienstgrade bekamen bzw. bekommen sollten.
WHNS: Wartime Host Nation Support (etwa: Unterstützung durch die Gastgebernation in Kriegszeiten);
das nur am Rande und sehr sehr grob beschrieben!
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Alt 07.09.2009, 20:24   #19 (permalink)
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noch eine Ergänzung: der vorläufige Dienstgrad orientierte sich an der zivilberuflichen Qualifikation, im öfftl. Dienst, sofern militärisch verwendbar, in etwa an der Besoldungsgruppe oder Vergütungsgruppe.
Der zivile Leiter eines Tanklagers hatte z.B. die Vergütungsgruppe IVa, was in etwa einem Hauptmann entsprach usw.
Hatte man eine gewisse Anzahl von Wehrübungstagen erfolgreich im vorl. Dienstgrad absolviert, konnte dieser endgültig (also militärfachlicher Dienstgrad) zuerkannt werden und man konnte in gewissen Grenzen sogar noch befördert werden. Ob es dieses System noch gibt, weiß ich nicht, da ich seit Ende 1997 (nach 14,5 Jahren) kein Reservist mehr bin und seit zwei Jahren nicht mehr der Wehrüberwachung unterliege.
Kurz: ich bin nicht mehr so ganz auf dem Laufenden, was die Bw-Interna angeht.
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Alt 11.09.2009, 17:53   #20 (permalink)
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Frage wann war den dort ein BW Lok drin.

Mein Schwager ist dort in den 60ern und 70ern eine USlok gefahren.
Stutta
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