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Thema: Artilleriesysteme im Kalten Krieg

  1. #11
    Cold Warrior Avatar von Nemere
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    Die planmmäßige Ausstattung war Mitte 1985:

    - Feldartilleriebataillon Korps: 18 Feldhaubitzen M 110 (203 mm). Allerdings waren nur sehr geringe Teile dieser Bataillone aufgestellt.
    I. Korps: FArtBtl 110 teilgekadert, es gab nur noch eine aktive Batterie. Die FArtBtl 120 und 130 waren reine Geräte-Einheiten, das FArtBtl 140 war bereits 1971 aufgelöst worden.
    II. Korps: FArtBtl 210 voll aufgestellt, die FArtBtl 220 und 230 waren reine Geräte-Einheiten, das FArtBtl 240 war auch schon 1971 aufgelöst worden.
    III. Korps: FArtBtl 310 teilgekadert, es gab nur noch eine aktive Batterie. Das FArtBtl 320 war bereits 1983 aufgelöst, das FArtBtl 330 war eine Geräte-Einheit, ein FArtBtl 340 war nicht aufgestellt worden.

    - Feldartilleriebataillon Division: 18 Feldhaubitzen FH 155-1 (FH 70), 6 Feldhaubitzen M 110 (203 mm).
    Diese Feldartillerienbataillone gab es bei 11 Divisionen, die 1. (9.) Luftlandedivision hatte kein Feldartilleriebataillon.
    Geändert von Rex Danny (01.06.2024 um 10:39 Uhr) Grund: Tippfehler korrigiert

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  3. #12
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    Zitat Zitat von Nemere Beitrag anzeigen
    Die planmmäßige Ausstattung war Mitte 1985:

    - Feldartilleriebataillon Korps: 18 Feldhaubitzen M 110 (203 mm). Allerdings waren nur sehr geringe Teile dieser Bataillone aufgestellt.
    I. Korps: FArtBtl 110 teilgekadert, es gab nur noch eine aktive Batterie. Die FArtBtl 120 und 130 waren reine Geräte-Einheiten, das FArtBtl 140 war bereits 1971 aufgelöst worden.
    II. Korps: FArtBtl 120 voll aufgestellt, die FArtBtl 220 und 230 waren reine Geräte-Einheiten, das FArtBtl 240 war auch schon 1971 aufgelöst worden.
    III. Korps: FArtBtl 110 teilgekadert, es gab nur noch eine aktive Batterie. Das FArtBtl 320 war bereits 1983 aufgelöst, das FArtBtl 330 war eine Geräte-Einheit, ein FArtBtl 340 war nicht aufgestellt worden.

    - Feldartilleriebataillon Division: 18 Feldhaubitzen FH 155-1 (FH 70), 6 Feldhaubitzen M 110 (203 mm).
    Diese Feldartillerienbataillone gab es bei 11 Divisionen, die 1. (9.) Luftlandedivision hatte kein Feldartilleriebataillon.
    Hallo Jörg,
    bei den Ziffern der ersten FArtBtl im II. und III. Korps hattest Du dich vertippt.
    Falls das noch editierbar ist, kannst Du das ja korrigieren - falls es jemand als Beleg nutzen möchte.

    Zur Frage nach den PzH M 109 in der Bundeswehr:
    1985 waren es noch die ursprünglichen M109 G (Rohr 23 Kaliberlängen).
    Die Umrüstung auf die M 109 A3 GE A1 (das Rohr mit 38 Kaliberlängen, entsprechend FH 155-1) lief von 1986 bis 1991.
    Der Zulauf zu den Bataillonen zog sich entsprechend hin.
    Viele Grüße
    Manfred / Relikte

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  5. #13
    Cold Warrior Avatar von Nemere
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    Zitat Zitat von Relikte Beitrag anzeigen
    Hallo Jörg,
    bei den Ziffern der ersten FArtBtl im II. und III. Korps hattest Du dich vertippt.
    Du hast natürlich recht. Es muss heißen:
    II. Korps: FArtBtl 210
    III. Korps: FArtBtl 310

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  7. #14
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    Avatar von Rex Danny
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  9. #15
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    Eine hoffentlich nicht zu besserwisserische Anmerkung:
    Die Btl mit der Endnummer 30 sind gegen Ende der 1970er aufgelöst worden. Grund war die Umverteilung der Geschütze anlässlich der Einführung der FH 70. Diese lösten die 12 M 107 in den Art.Btl. D ab. Diese gingen dann an die Art Btl K und lösten dort die Fh 105 mm L und Fh 155 mm M 114 ab. Da nicht genug M 107 für 3 Btl zur Verfügung standen gab es nur 2 Btl zu je 18 M 107 pro Korps. Immer noch nebulös ist die Rohr Art bei Landjut. Es waren wohl 18 M 107 für ein Btl eingheplant und in Depots eingelagert bzw als zusätzliche Ausbildungsgschütze im Frieden verteilt. Die entsprechende Geräteeinheit ist aber erst spät oder ggf gar nicht aufgestellt worden.
    Die M 107 und M 110 sind Anfang der 80er zu M 110 A2, also langes 203 mm Rohr mit Mündungsbremse, umgerüstet worden. Das war der Rüststand 1985. Die Wetterschutzhaube kam erst ab 1986. Um das ganze etwas unübersichtlicher zu machen waren allerdings viele M 110 A2 im Frieden zu M 107 zurückgerüstet worden um die 175 mm Mun aus dem nun nicht mehr benötigten V Vorrat zu Ausbildungszwecken aufzubrauchen.
    Falls Interese besteht kann ich die Entwicklung der Rihr Art bis zur Art Struktur 85 mal aufdröseln. Ich habe zwar kaum Org Befehle zum Thema, aber einige Bestandsübersichten.

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  11. #16
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    Zitat Zitat von allrad Beitrag anzeigen
    Immer noch nebulös ist die Rohr Art bei Landjut.
    In Planungsentwürfen der Jahre 1956/1957 wird für den Bereich der Territorialen Verteidigung die Aufstellung eines Küstenartillerieregiments (TV) mit einer Friedensstärke von 3000 Soldaten erwähnt, weitere Einzelheiten nicht bekannt ( BA-MA, BH_1_549, S. 80). Eine tatsächliche Aufstellung scheint nicht erfolgt zu sein.

    In den 1960er/frühen 1970er Jahren erscheinen in der Literatur zwei Küstenartilleriebataillone, auch hier sind keine näheren Angaben bekannt. (z.B. Friedrich Wiener, Fremde Heere - Die Armeen der NATO. 1966). Wiener führt ein solches Küstenartilleriebataillon beim I. Korps an und nennt für 1965 als Bewaffnung die Feldkanone 155 mm M-59, die ja tatsächlich bei den Korps-Artilleriebataillonen vorhanden war.

    Diese etwas dubiosen Küstenartillerie-Bataillone werden vereinzelt in der Literatur mit den Nummern 630 und 640 genannt.

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  13. #17
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    Zitat Zitat von allrad Beitrag anzeigen
    Falls Interese besteht kann ich die Entwicklung der Rihr Art bis zur Art Struktur 85 mal aufdröseln. Ich habe zwar kaum Org Befehle zum Thema, aber einige Bestandsübersichten.
    Sehr gerne!

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  15. #18
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    In meinem Wiener von 1977 finden die sich nicht mehr.
    Analog zu Sanitäts-, Versorgungskommando , und Pionierregiment 600 im Territorialkommando SH könnten, den Nummern nach, 630 und 640 dann in einem Artillerierkommando 600 geplant gewesen sein. Möglicherweise war da auch ein Raketenartilleriebataillon 650. Das fand sich auch bis zum Ende im Artillerieregiment 6 (Raketenartilleriebataillon 650, Flensburg-Weiche) wieder.
    Möglicherweise findet sich da was in:

    Das Heer 1950 bis 1970. Konzeption, Organisation, Aufstellung. Unter Mitarbeit von Michael Poppe. R. Oldenbourg Verlag München 2006.

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  17. #19
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    Zitat Zitat von Malefiz Beitrag anzeigen
    In meinem Wiener von 1977 finden die sich nicht mehr.
    In der Ausgabe von 1974 steht bei den Artilleriekommandos der Korps noch: "...einzelne Bataillone verfügen für Küstenschutzaufträge auch über mittlere Feldkanonen M-59" (S. 138). Unter dem Punkt "Schleswig-Holstein" ist vermerkt (S. 150): "Auch vom Feldheer sind zusätzliche Kräfte in Schleswig-Holstein stationiert. ... und ein Feldartilleriebataillon mit mittlerer Feldkanone M-59 (im Frieden nur als Geräteeinheit aufgestellt)."

    In "Das Heer 1970 bis 1970" habe ich dazu nichts gefunden.

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