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Thema: Minensperren einstige innerdeutsche Grenze.

  1. #51
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    berschwemmung an der Zonengrenze 1962
    03.04.1962 ∙ berschwemmung an der Zonengrenze 1962 ∙ BR Fernsehen

    https://www.ardmediathek.de/video/br...ZmNkNWEzMjJjZg

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  3. #52
    Cold Warrior
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    Zitat Zitat von Thunderhorse Beitrag anzeigen
    Sperranlage 501 (SM70), 701 (11 Anlagen ab 1982) modernisierte Anlage.

    Zur Anlage 501 (SM 70).

    Dazu gab es bereits im August 1970 eine Einsatzkonzeption seitens der Grenztruppen der DDR,
    die im September 1970 durch dem Minister fr Nationale Verteidigung der DDR besttigt wurde.

    Mit Befehl 56/70 des Chefs der Grenztruppen der DDR, vom 09.Oktober 1970 wurde die Errichtung einer Erprobungsanlege (Truppenversuch) an der deutsch-deutschen Grenze angeordnet.
    Noch im Oktober 1970 wurde mit der Errichtung eines Erprobungsabschnitts von insgesamt 15 km Lnge im Grenzabschnitt des GR 24 begonnen.
    Die Versuchsanlagen befanden sich in etwa von nord-westlich Salzwedel bis etwa nord-westlich Ziemendorf.

    Es gab zwei Ausfhrungen der Erprobungsanlage:

    Ausfhrung 1:

    Lnge 5 km
    Grenzzaun I, ca. 3.20 hoch, mit 3 Minenlininen.

    Anzahl der Minen je Anlage (5 km) bei 3 Minenlininen:
    750 Stck
    Abstand der Minen: 23 m
    Hhe der Minenlinien vom Boden aus:
    1 Linie: 0.60 m
    2 Linie: 1.60 m
    3 Linie: 2.70 m

    Auslsekraft:
    Bei Belastung: 7,6 kp
    Bei Entlastung: unmittelbar


    Ausfhrung 2:

    Diese Anlage befand sich im stlichen Bereich des Erprobungsabschnitts. nw Ziemendorf bis etwa nrdlich Mechau.

    Montage der Anlage 501 in 2 Reihen an dem freundwrtigen (stlichen) Zaunreihe der Minensperre 66.
    Lnge 10 km
    Hierbei nur 2 Minenlininen
    Insgesamt 2 Minenanlagen 501 (Daten siehe bei Ausfhrung 1)
    In den folgenden Jahren nur an einigen wenigen Abschnitten an der Grenze zur BRD so installiert.

    Die Erprobungsphase dauerte, nach Verlngerung durch Befehl des Chefs der GT, bis zum 30. April 1972.


    Gesamtlnge eines Abschnitts, bis zu 5 km.
    Der Gesamtabschnitt war in 2 Zonen mit bis zu 9 Abschnitten untergliedert.
    Lnge eines Abschnitts in der jeweiligen Zone max. 280 m.
    Jeder Abschnitt untergliederte sich in bis zu 12 Teilabschnitte mit jeweils eigenem Verteilerkasten fr 3 - 4 Gerte 501 (SM 70).
    Montage der Gerte fr die Anlage 501 auf 3 Ebenen.
    Die Zonen und Abschnitte waren mittels Symbolen und Nummernschilder gekennzeichnet.
    Anbringung am GZI bzw. Betonsule.
    In einer komplett Ausgebauten Anlage waren insgesamt 750 Minen in 3 ML vorhanden.
    Grundstzlich waren die Anlagen, voll ausgebaut ca. 4,7 km lang, dies hing mit den Kennwerten (max. Lnge) fr die Kabelnetze Zuleitung (S- und Z-Spannung(max. 7000 m Lnge)), Zonenleitung (Signal- und Zndspannung (max. 2500 m Lnge)) und Rckleitung (Zndspannung (max. 7500 m Lnge)) zusammen.

    Anlage 501 als Rechenbeispiel:
    Anlage 501, nw bis sw Frankenheim eine Gesamtlnge von 4,3 km mit 648 Minen in 3 ML

    Ausgehend von 3 SM70 (3 ML)je Teilabschnitt.
    648 : 3 (SM70) = 216 C-Verteilerksten
    216 : 12 (C-Ksten) = 18 B-Verteilerksten

    Die Anlage GR3 / 24/ 79; hatte 2 Zonen,
    je Zone 108 C-Verteilerksten, je Abschnitt 36 Minen SM70 = 12 C-Ksten = 12 Teilabschnitte,
    je Zone 9 Abschnitte, jeder Abschnitt mit einem 1 B-Verteilerkasten,
    2 Verteilerksten A, je Zone 1 A-Kasten.
    Verteilerkasten D zum schnellen Auftrtennen und erden der Zonenleitung und der Zndrckleitung.
    Zustzlich beiderseits der Sperranlage Minenwarnschilder.
    Bei der Anlage 501/701 waren die Abstnde zwischen den Tafeln, freund- und feindwrts jeweils 280 m.
    Entsprach einer Zone der Anlage.
    Entfernung zur Anlage (GZ I) feindwrts ca. 3 - 5 m, freundwrts ca. 5 m.
    Spter gabs noch eine Hinweistafel, 15 m Abstand einhalten.
    Nur bei einer Anlage 701 im SiA I des GR 9 am GZ I angebracht.
    Technische nderungen, die bei der weiterentwickelten Anlage 701 zum Einsatz gekommen sind:

    - Schaltelement zur Eigensicherung der Mine
    - Sprengznder NS-225
    - konstruktiv verbesserte Minenhalterung
    - Stichleitungsschutz
    - vernderte Prf- und Schaltanlage (701)
    - berspannungsschutz gegen Blitzschlag
    https://www.cold-war.de/showthread.p...ll=1#post41775

    Die Variante SM-70/M: 20 Wlzlgerkugeln, Durchmesser 8 mm.
    und Splitterminen SM-70 ohne Splittereinlage wurden, trotz Erprobung bis 1984 nicht in den Anlagen 501 bzw. 701 eingebaut.

    Wiki liegt hier wieder mal daneben.
    Auch die Story mit den Plnen von E. Lutter wird weiterhin verbreitet.

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  5. #53
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    Ein kleiner Auszug aus der Militrratsvorlage 1967.
    Quelle: Archiv TH
    Angehngte Grafiken Angehngte Grafiken

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  7. #54
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    Rauchladung SM-70 b
    Verpackungseinheit 20 / 120 Stck
    Znder N-52 (CSSR)

    Scann aus Datenblatt.
    Quelle Archiv TH
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  9. #55
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    Die Minensperre 66 im Bereich des Milzwehr, ono Irmeshausen war kombiniert mit einer Anlage 501.
    Bei den montierten Minen bzw. der Anlage 501, Lnge ca. 220m, handelte es sich um eine Scheinanlage.
    Scheinminen auf zwei ebenen montiert.

    Foto siehe hier:
    https://www.cold-war.de/showthread.p...ll=1#post48325

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  11. #56
    Cold Warrior
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    Zitat Zitat von Thunderhorse Beitrag anzeigen
    Nachdem es am 2020-09-05 einen Fund von Minenresten und 2 "scharfen" PMP-71 bei Neuhaus-Schierschnitz gegeben hat, hab ich mal ein bisschen Plne gewlzt und gerechnet.
    https://www.mdr.de/thueringen/sued-t...HZAKsYpW95gkeM

    Die Minensperre (14 MF) befand sich no Neuhaus-Schierschnitz, war 2,1km lang und ging bis in den Bereich so Schwrzdorf.
    Bei einer Dichte 4 lagen dort 8480 PMP-71.
    Gerumt wurden die 14 MF 1984/9185.

    Schade dass die Nahaufnahme so bld abgeschitten ist und man nicht die gesamte Minenoberseite (mit den beiden sen) erkennen kann.

    Insgesamt gab es 13 Minensperren unterschiedlicher Lnge und Anzahl von Minenfeldern an der ehemaligen innerdeutschen grenze.
    Insgesamt wurden auf rund 90 km, 134 400 PMP-71 verlegt.
    In ujnterschiedlicher Dichte (3, 4 und 5).
    21.05.1973
    Pionier wird beim Verlegen von Minen durch eine detonierende Mine vom Typ PMP-71 schwer verletzt. GR15.
    Unfallursache war die Detonation einer PMP71 beim Verlegen. Sicherungsstifte waren noch nicht gezogen worden.

    Am 14. September 1973 ereignete sich beim Verlegen von Minen des Typs; PMP-71, erneut ein Unfall. GR6
    Es gab 4 Verletzte, dem Pionier der die auslsende Mine verlegen sollte wurde die rechte Hand nach dem Unfall amputiert.
    Die Sicherungsstifte waren ebenfalls noch nicht gezogen. Aber das war nur eines der Probleme.

    Am 10.10.1973 wurde daher die Produktion dieses Minentyps in Schnebeck zunchst gestoppt.

  12. Folgender Benutzer sagt Danke zu Thunderhorse fr den ntzlichen Beitrag:

    wernerg (03.04.2024)

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